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	<title>Hierarchie - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Demo Wiki</subtitle>
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		<title>82.220.17.253 am 10. Juni 2025 um 08:41 Uhr</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Hierarchie&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (gesprochen [{{IPA|hirarˈçiː}}] oder [{{IPA|hi̯erarˈçiː}}]) ist die [[Rangordnung]]&amp;lt;ref&amp;gt;[[Gerhard Köbler]], &amp;#039;&amp;#039;Etymologisches Rechtswörterbuch&amp;#039;&amp;#039;, 1995, S. 188.&amp;lt;/ref&amp;gt; der [[Mensch]]en, [[Tier]]e&amp;lt;!-- Pflanzen nicht? --&amp;gt; oder [[Sache (Recht)|Sachen]] untereinander. Das [[Gegensatz|Komplement]] ist die [[Heterarchie]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hierarchie ist eine stufenmäßig auf Überordnung und Unterordnung beruhende Rangordnung. Die Elemente dieser Ordnung sind in vertikaler Reihung nach absteigender Bedeutung für die [[Entscheidung]]smacht, [[Kompetenz (Organisation)|Kompetenzen]] und Rang positioniert. Bei der &amp;#039;&amp;#039;Monohierarchie&amp;#039;&amp;#039; ist dabei jedem Element höchstens ein anderes Element unmittelbar übergeordnet, während bei einer [[Polyhierarchie]] mehrere übergeordnete Elemente vorhanden sind. Bei der Monohierarchie stehen die Klassen in hierarchischer Beziehung zueinander und zudem besitzt jede Klasse nur eine Oberklasse ([[Tumor]] als Oberklasse hat beispielsweise nur den gutartigen und bösartigen Tumor als Unterklasse). [[Mathematik|Mathematisch]] betrachtet bedarf eine Hierarchie einer [[Ordnungsrelation]], die einen [[Baum (Graphentheorie)|Baum]] (Monohierarchie) oder [[Graph (Graphentheorie)#Gerichteter azyklischer Graph|gerichteten azyklischen Graphen]] definiert (Polyhierarchie).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Einteilung ([[Klassifizierung]]) oder Einordnung ([[Klasseneinteilung (Statistik)|Klassierung]]) von Objekten in eine Hierarchie impliziert häufig eine Wertigkeit, die bereits in der Rangordnung, nach der die Objekte geordnet werden, enthalten ist. Grundsätzlich sind sie allerdings einfacher als komplexe [[Netzwerkstruktur]]en zu erfassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Etymologie und Geschichte ==&lt;br /&gt;
Das Wort Hierarchie stammt aus dem [[Altgriechische Sprache|altgriechischen]] {{lang|grc|ἱεραρχία|hierarchia}}, zusammengesetzt aus {{lang|grc|ἱερός|hieros}} („heilig“) und {{lang|grc|ἀρχή|archē}} („Führung, [[Herrschaft]]“) und bezog sich zunächst lediglich auf die [[Religion]]. Gegen Ende des 6.&amp;amp;nbsp;Jahrhunderts erschien es durch [[Pseudo-Dionysius Areopagita]] als &amp;#039;&amp;#039;hierarchia&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref&amp;gt;in den [[Traktat]]en {{lang|la|&amp;#039;&amp;#039;De coelesti hierarchia&amp;#039;&amp;#039;}} („Über die himmlische Hierarchie“) und {{lang|la|&amp;#039;&amp;#039;De ecclesiastica hierarchia&amp;#039;&amp;#039;}} („Über die kirchliche Hierarchie“)&amp;lt;/ref&amp;gt; für das Amt des [[Hohepriester]]s (zu {{lang|grc|ἱερεύς|hiereús}} „Tempelpriester“).&amp;lt;ref&amp;gt;[https://books.google.de/books?id=SXr7P4nZniAC&amp;amp;pg=PA473&amp;amp;dq=hierarchie+Seckendorff+1685&amp;amp;hl=de#v=onepage&amp;amp;q=hierarchie%20Seckendorff%201685&amp;amp;f=false Hermann Paul, &amp;#039;&amp;#039;Deutsches Wörterbuch: Bedeutungsgeschichte und Aufbau unseres Wortschatzes&amp;#039;&amp;#039;, 2002, S. 473].&amp;lt;/ref&amp;gt; Die [[Priester]] waren in 24&amp;amp;nbsp;Priesterklassen und Wochenabteilungen ([[Singular]] {{lang|grc|ἐφημερία|ephemería}}) eingeteilt, wobei ihre Reihenfolge und ihr Priesterdienst zufällig bestimmt wurden {{Bibel|1 Chr|24,1-19}}. In der Engellehre des Pseudo-Dionysius Areopagita spielte die hierarchische Ordnung der Engel ebenfalls eine große Rolle. Das [[kirchenlatein]]ische „hierarchia“ erschien erstmals 1685 bei [[Veit Ludwig von Seckendorff]] als „die Hierarchie oder das Priester-Regiment in der Römischen Kirche“.&amp;lt;ref&amp;gt;Veit Ludwig von Seckendorff, &amp;#039;&amp;#039;Der Christenstaat&amp;#039;&amp;#039;, Band I, 1685, S. 450.&amp;lt;/ref&amp;gt; Auf die Engelhierarchie wies 1727 noch einmal Sperander hin.&amp;lt;ref&amp;gt;Friedrich Gladov (Sperander), &amp;#039;&amp;#039;A la Mode-Sprach der Teutschen&amp;#039;&amp;#039;, 1727, S. 290.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Soziale Systeme ==&lt;br /&gt;
Formale Kommunikation findet in [[Soziales System|sozialen Systemen]] mit [[Linienorganisation]] (etwa bei [[Behörde]]n oder [[Unternehmen]]) auf dem [[Dienstweg]], dem organisatorisch dafür vorgesehenen [[Linienweg]], statt.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.google.de/books/edition/Lexikon_der_Betriebswirtschaft/IgiABgAAQBAJ?hl=de&amp;amp;gbpv=1&amp;amp;dq=Kommunikationsinhalt+lexikon&amp;amp;pg=PT581&amp;amp;printsec=frontcover#spf=1625409462221 Ottmar Schneck (Hrsg.), &amp;#039;&amp;#039;Lexikon der Betriebswirtschaft&amp;#039;&amp;#039;, 2015, S. 394]&amp;lt;/ref&amp;gt; [[Information]]en oder [[Nachrichten]] werden auf dem Linienweg von oben nach unten ([[Top-down und Bottom-up|Top-down]]) oder umgekehrt ([[Top-down und Bottom-up|Bottom-up]]) durch [[Kommunikationsmittel]] ausgetauscht. Hierüber gibt ein [[Organigramm]] Auskunft.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.google.de/books/edition/Organisation/KRf0CQAAQBAJ?hl=de&amp;amp;gbpv=1&amp;amp;dq=Kommunikation+linienweg&amp;amp;pg=PA180&amp;amp;printsec=frontcover#spf=1625411529307 Reinhard Voßbein, &amp;#039;&amp;#039;Organisation&amp;#039;&amp;#039;, 1989, S. 180]&amp;lt;/ref&amp;gt; Die [[Querinformation]] ist in diesem Sinne eine informelle Kommunikation. Bereits [[Konrad Mellerowicz]] gab 1952 zu bedenken, dass eine Organisation bei tief gegliederter [[Leitungsspanne]] schwerfällig wird, wenn für die gesamte Kommunikation der Linienweg gewählt würde.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.google.de/books/edition/Konrad_Mellerowicz_Allgemeine_Betriebswi/0n2VDwAAQBAJ?hl=de&amp;amp;gbpv=1&amp;amp;dq=Linienorganisation+linienweg&amp;amp;pg=PA133&amp;amp;printsec=frontcover#spf=1625412805093 Konrad Mellerowicz, &amp;#039;&amp;#039;Allgemeine Betriebswirtschaftslehre&amp;#039;&amp;#039;, Band 1, 1952, S. 133]&amp;lt;/ref&amp;gt; Er schlug deshalb vor, nur den Befehlsweg festzulegen und den Vorschlags- und Mitteilungsweg überhaupt nicht zu regeln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Idealbild einer hierarchischen [[Struktur (Soziologie)|Struktur]] geht davon aus, dass mit der Struktur eine Methodik für [[Menschenführung]] und [[Kooperation]] definiert ist, die eine bestimmte Strategie der bidirektionalen Kommunikation nutzt. Damit verbunden sind Filterkonzepte, die ein Überborden der Information von unten nach oben (bottom-up) verhindern. Damit wird die [[Fiktion]] behindert, die oberen Hierarchien wüssten um Details. Hingegen muss ein Konzept der [[Eskalation]] für [[Konflikt]]e definiert sein, das Informationen von unten nach oben befördert oder den Zugriff auf Information von oben nach unten erlaubt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Menschen ===&lt;br /&gt;
Urform ist die Hierarchie in der [[Familie]], deren [[soziale Beziehung]] sich bereits in der [[Antike]] als [[Patriarchat (Soziologie)|Patriarchat]] oder [[Matriarchat]] zeigte.&amp;lt;ref&amp;gt;Andreas Müller, &amp;#039;&amp;#039;Lexikon des Kirchenrechts und der römisch-katholischen Liturgie&amp;#039;&amp;#039;, Band 4, 1839, S. 269.&amp;lt;/ref&amp;gt; Erstere ist durch die Herrschaft der [[Vater|Väter]] und [[Mann|Männer]] ({{laS|[[Pater familias]]}}) geprägt. [[Ulpian]] bezeichnete im [[römisches Recht|römischen Recht]] als Familie „mehrere Personen, welche der Natur nach oder rechtlich der Gewalt eines Einzelnen unterworfen sind, wie zum Beispiel dem Hausvater ({{laS|pater familias}}), der Mutter ({{laS|mater familias}}), dem Haussohn ({{laS|filius familias}}), der Haustochter ({{laS|filia familias}}) und wer auch immer diesen auf gleiche Weise folgt“.&amp;lt;ref&amp;gt;Ulpianus 46 ad edictum, &amp;#039;&amp;#039;[[Digesten]]&amp;#039;&amp;#039;, 50, 16, 195, 2.&amp;lt;/ref&amp;gt; Diese trafen entsprechend ihrem [[Sozialer Status|Status]] in vertikaler [[Arbeitsteilung]] alle wichtigen Entscheidungen, der Rest der Familie musste sich fügen und danach handeln. Die Familie kennzeichnete einerseits [[Autorität]] ({{laS|auctoritas}}) und [[Gehorsam]] ({{laS|obsequium}}), andererseits ist aber auch die [[Zuverlässigkeit (Recht)|Zuverlässigkeit]] und [[Fürsorgepflicht]] ein wichtiger Bestandteil.&amp;lt;ref&amp;gt;Dominik Goder, &amp;#039;&amp;#039;Die „Familia“ im Verhältnis zum Lebensstil des Heiligen in der Antike&amp;#039;&amp;#039;, 2012, S. 4.&amp;lt;/ref&amp;gt; Während der [[Sklaverei]] waren [[Sklave]]n bzw. im Feudalismus [[Leibeigenschaft|Leibeigene]] ihrem Besitzer unterworfen. Wichtige Autoritäten waren zudem der [[Ältester|Dorfälteste]], [[Häuptling]], [[Pfarrer]] und später die [[Lehrer]]. Das sich aus Familien zusammensetzende Volk wiederum war der [[Untertan]] der [[Adlige]]n ([[König]]e, [[Kaiser]], [[Herzog|Herzöge]], [[Fürst]]en). Wer sich als Untertan nicht an die [[Erlaubnis]]se, [[Gebot (Rechtswissenschaft)|Gebote]] oder [[Verbot]]e Höhergestellter hielt, musste mit [[Sanktion]]en rechnen ([[Insubordination]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das religiös begründete [[Kaste]]nsystem ({{ptS|casta}}, „Rasse“) des [[Indischer Subkontinent|indischen Subkontinents]] ist streng hierarchisch gegliedert und hat in Indien bis heute kulturelle und soziale Auswirkungen auf viele Lebensbereiche. Die Kaste bestimmt den gesellschaftlichen Status eines Menschen und auch seine eigene [[Wahrnehmung]] und [[Erwartung (Psychologie)|Erwartungen]] vom Leben.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://books.google.de/books?id=yyMkBgAAQBAJ&amp;amp;pg=PA171&amp;amp;dq=Kaste+hierarchisch&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ved=0ahUKEwig0aeczpncAhWJjqQKHTsQD9IQ6AEIRjAG#v=onepage&amp;amp;q=Kaste%20hierarchisch&amp;amp;f=false Karin Holm/Uwe Schulz (Hrsg.), &amp;#039;&amp;#039;Kindheit in Armut weltweit&amp;#039;&amp;#039;, 2002, S. 171&amp;amp;nbsp;f.]&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Kaste ({{hiS|&amp;#039;&amp;#039;jati&amp;#039;&amp;#039;}}) ist eine [[soziale Gruppe]], die miteinander speist, [[Endogamie|endogam]] heiratet und einer gleichen Berufstätigkeit nachgeht. Eine gängige Einteilung gibt es in Priester/Staatsbeamte/Richter/Ärzte ({{hiS|&amp;#039;&amp;#039;[[brahmanen]]&amp;#039;&amp;#039;}}), Schreiber ({{hiS|&amp;#039;&amp;#039;[[karan]]en&amp;#039;&amp;#039;}}), [[Kriegsadel]] ({{hiS|&amp;#039;&amp;#039;paika&amp;#039;&amp;#039;}}), Händler und Angestellte ({{hiS|&amp;#039;&amp;#039;bhandari&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;banianen&amp;#039;&amp;#039;}}), Handwerker/Dienstpersonal ({{hiS|&amp;#039;&amp;#039;sudras&amp;#039;&amp;#039;}}), Kuhhirten und Bauern ({{hiS|&amp;#039;&amp;#039;gouda&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;chasa&amp;#039;&amp;#039;}}).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Personenvereinigungen ===&lt;br /&gt;
Mit Aufkommen der künstlich geschaffenen Personenvereinigungen ([[Verein]]e, [[Kirche (Organisation)|Kirchen]], [[Korporation]]en, [[Unternehmen]], [[Militär]], [[politische Partei]]en) schuf man auch bei diesen Hierarchien, die auf dem System von [[Instruktion|Befehl]] und [[Gehorsam]] aufbauen. In der [[Arbeitswelt]] gibt es die auf Hierarchie beruhende „vertikale Arbeitsteilung“. Die strengsten Hierarchien bestehen bei Militär und [[öffentliche Verwaltung|öffentlicher Verwaltung]], sie sind sogar durch Gesetze festgelegt. [[Furcht]] spielt in allen hierarchischen Institutionen und Organisationen notwendigerweise eine große Rolle.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Vladimir Shlapentokh]]: &amp;#039;&amp;#039;Fear in Contemporary Society&amp;#039;&amp;#039;. Palgrave Macmillan, New York 2006.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Unternehmen ====&lt;br /&gt;
[[Günter Wöhe]] definierte die betriebliche Hierarchie als die Über- und Unterordnung von [[Organisationseinheit]]en.&amp;lt;ref&amp;gt;Günter Wöhe/Ulrich Döring, &amp;#039;&amp;#039;[[Einführung in die Allgemeine Betriebswirtschaftslehre]]&amp;#039;&amp;#039;, 25. Auflage, 2013, S. 107.&amp;lt;/ref&amp;gt; Weisen diese Organisationseinheiten in einem Betrieb gleiche [[Funktion (Organisation)|Funktionen]], [[Kompetenz (Organisation)|Kompetenzen]] und [[Verantwortung (Organisation)|Verantwortung]] auf, liegt eine Neben- oder Gleichordnung vor. [[Leitungsspanne]] und [[Leitungstiefe]] tragen zur Hierarchiebildung bei. Je kleiner die Leitungsspanne, desto größer ist – bei gleicher Beschäftigtenzahl – die Leitungstiefe (Zahl der Hierarchie-Ebenen).&amp;lt;ref&amp;gt;Günter Wöhe/Ulrich Döring, &amp;#039;&amp;#039;Einführung in die Allgemeine Betriebswirtschaftslehre&amp;#039;&amp;#039;, 25. Auflage, 2013, S. 108.&amp;lt;/ref&amp;gt; Besonders in [[Großunternehmen]] gibt es unterhalb des [[Vorstand]]s oder der [[Geschäftsführung (Deutschland)|Geschäftsführung]] als oberster Hierarchie-Ebene weitere, zur Hierarchie gehörende [[Management]]-Ebenen wie [[Abteilungsleiter]], [[Referatsleiter]], [[Gruppenleiter]], [[Teamleiter]] bis hin zum [[Sachbearbeiter]]. In Deutschland gibt es allgemein fünf Ebenen der Betriebshierarchie, und zwar [[Unternehmensleitung|Leitung]], [[Geschäftsbereich|Hauptabteilung]], [[Abteilung (Organisation)|Abteilung]], [[Arbeitsgruppe|Gruppe]] und [[Untergruppe]].&amp;lt;ref&amp;gt;Hermann Funke, in: Arbeitskreis Dr. Krähe der Schmalenbach-Gesellschaft, &amp;#039;&amp;#039;Aufgaben- und Abteilungsgliederung in der industriellen Unternehmung&amp;#039;&amp;#039;, 1952, S. 21.&amp;lt;/ref&amp;gt; Dabei nimmt von unten nach oben die Zahl der Personen pro Hierarchie-Ebene ab, während die Funktionen, Kompetenzen und Verantwortung gleichzeitig zunehmen.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://books.google.de/books?id=9kXP9ERMAnAC&amp;amp;pg=PA250&amp;amp;dq=hierarchie+Sperander+1727&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ved=0ahUKEwjQ7PGhgIHcAhXJIlAKHfckCXIQ6AEIJzAA#v=onepage&amp;amp;q=hierarchie%20Sperander%201727&amp;amp;f=false Herbert Schmid/Dominik Brückner/Isolde Nortmeyer/Oda Vietze, &amp;#039;&amp;#039;Deutsches Fremdwörterbuch&amp;#039;&amp;#039;, Band 7, 2010, S. 247].&amp;lt;/ref&amp;gt; Hierarchien bestehen auch innerhalb der [[Arbeiter]] ([[Vorarbeiter]], [[Hilfsarbeiter]]) und [[Angestellter|Angestellten]] ([[leitender Angestellter]], Sachbearbeiter).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch die Stimmverteilung des [[Internationaler Währungsfonds#Anteile und Stimmrechte der Mitgliedstaaten|Internationalen Währungsfonds (IWF)]] wie auch die Stimmverteilung der [[Weltbank#Stimmverteilung und Reform der Mehrheitsverhältnisse|Weltbank]] richtet sich nach zur Verfügung gestellten Beitragshöhen. „Die Ablehnung immer vorhandener Hierarchien führt nur zu deren Verschleierung und macht sie damit auch unangreifbar.“&amp;lt;ref&amp;gt;Egbert Steiner, Ludwig Reiter: [http://www.systemagazin.de/bibliothek/texte/steiner_reiter_individuum_soziales_system.pdf &amp;#039;&amp;#039;Zum Verhältnis von Individuum und sozialem System&amp;#039;&amp;#039;] (PDF; 240&amp;amp;nbsp;kB), S. 3.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;Befehlshierarchie&amp;#039;&amp;#039; ist der Ausdruck für die [[Disziplinarrecht|disziplinarische]] Durchsetzung von [[Anordnung (Recht)|Anordnungen]] nach [[Entscheidung]]en von oben nach unten; &amp;#039;&amp;#039;Leitungshierarchie&amp;#039;&amp;#039; ist die bürokratische Organisationsform, die durch zunehmende [[Delegation (Organisationskonzept)|Delegation]] gekennzeichnet ist.&amp;lt;ref&amp;gt;Fritz Neske/Markus Wiener (Hrsg.), &amp;#039;&amp;#039;Management-Lexikon&amp;#039;&amp;#039;, Band II, 1985, S. 540.&amp;lt;/ref&amp;gt; Wegen der hohen [[Gemeinkosten]] versuchen Personenvereinigungen, durch [[flache Hierarchie]]n (Leitungsspanne) oder [[Lean Management]] (Leitungstiefe) [[Personalkosten]] einzusparen. Dennoch ist der Aufstieg innerhalb dieser Ebenen mittels [[Karriere]] durch [[Beförderung (Personalwesen)|Beförderung]] möglich, ein Abstieg ist durch [[Degradierung (Rang)|Degradierung]] oder [[Beendigung des Arbeitsverhältnisses|Entlassung]] nicht auszuschließen. Hierarchie-Stufen werden oft auch über die &amp;#039;&amp;#039;Berichtsebene&amp;#039;&amp;#039; definiert, womit diejenigen [[Stelle (Organisation)|Stellen]] in der [[Aufbauorganisation]] ([[Linienorganisation]]) gemeint sind, die [[Information]]spflichten (Berichtspflichten) gegenüber einer übergeordneten Stelle wahrzunehmen haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Öffentliche Verwaltung ====&lt;br /&gt;
Die [[öffentliche Verwaltung]] ist organisatorisch und personell streng hierarchisch gegliedert. Diese Hierarchie besteht zum Beispiel aus obersten [[Bundesbehörde]]n, [[Bundesoberbehörde]]n, [[Bundesmittelbehörde]]n und [[Bundesunterbehörde]]n.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://books.google.de/books?id=ecT5Ne1Cv6EC&amp;amp;pg=PA16&amp;amp;dq=Bundesmittelbeh%C3%B6rden&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ved=0ahUKEwii5p2qrIjcAhVLjqQKHTZXD6gQ6AEIOjAD#v=onepage&amp;amp;q=Bundesmittelbeh%C3%B6rden&amp;amp;f=false Franz-Joseph Peine, &amp;#039;&amp;#039;Allgemeines Verwaltungsrecht&amp;#039;&amp;#039;, 2008, S. 16].&amp;lt;/ref&amp;gt; Die [[Verwaltungsgliederung Deutschlands|Verwaltungsgliederung in Deutschland]] ist an den föderalen Ebenen ([[Bundesebene (Deutschland)|Bundesebene]], [[Land (Deutschland)|Länder]] und [[Gemeinde (Deutschland)|Gemeinden]]) ausgerichtet und unterscheidet zwischen bundeseigener [[Verwaltung]] (unmittelbare [[Bundesverwaltung (Deutschland)|Bundesverwaltung]] durch oberste Bundesbehörden sowie [[mittelbare Bundesverwaltung (Deutschland)|mittelbare Bundesverwaltung]] insbesondere durch bundesunmittelbare Körperschaften) und landeseigener Verwaltung (unmittelbare [[Landesverwaltung]] durch [[Landesbehörde]]n sowie mittelbare Landesverwaltung insbesondere durch kommunale Körperschaften). Zu den [[Bundesbehörde (Deutschland)|Obersten Bundesbehörden]] gehören beispielsweise neben der [[Bundesregierung (Deutschland)|Bundesregierung]] oder den 14 [[Bundesministerium (Deutschland)|Bundesministerien]] auch das [[Bundespräsidialamt]] oder das [[Bundeskanzleramt (Deutschland)|Bundeskanzleramt]], zu den [[Obere Bundesbehörde|Oberen Bundesbehörden]] die [[Bundesnetzagentur]] oder das [[Bundesverwaltungsamt]]. Die Bundesmittelbehörden stehen zwischen den obersten Bundesbehörden und der unteren Verwaltungsebene, die Bundesunterbehörden sind den Mittelbehörden nachgeordnet und nur für eine kleinere Region zuständig. So sind beispielsweise dem [[Bundesministerium der Finanzen]] als oberster Bundesbehörde das [[Bundeszentralamt für Steuern]] als Bundesoberbehörde, die [[Oberfinanzdirektion]]en als Mittelbehörden der [[Finanzverwaltung (Deutschland)|Landesfinanzbehörden]] (diese in [[Auftragsverwaltung]] bei [[Bundessteuer]]n für die [[Bundesfinanzverwaltung]], {{Art.|108|gg|juris}} Abs. 3 GG) und die [[Finanzamt|Finanzämter]] als örtliche Behörden ({{§|2|fvg_1971|juris}} Abs. 1 FVG) unterstellt. Bundesoberbehörden werden meist unter Zusatz ihres Fachgebiets als &amp;#039;&amp;#039;Bundesanstalt&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;Bundesamt&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet,&amp;lt;ref&amp;gt;[https://books.google.de/books?id=iqiyBgAAQBAJ&amp;amp;pg=PA978&amp;amp;dq=Bundesoberbeh%C3%B6rde+Bundesbahndirektionen&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ved=0ahUKEwjzw4uX3YjcAhUHCuwKHSn0CiAQ6AEINDAC#v=onepage&amp;amp;q=Bundesoberbeh%C3%B6rde%20%20&amp;amp;f=false Reinhold Sellien/Helmut Sellien (Hrsg.), &amp;#039;&amp;#039;Gablers Wirtschafts Lexikon&amp;#039;&amp;#039;, Band 1, 1988, Sp. 994].&amp;lt;/ref&amp;gt; Bundesmittel- und Bundesunterbehörden stellen den so genannten Verwaltungsunterbau.&amp;lt;ref&amp;gt;Franz-Joseph Peine, &amp;#039;&amp;#039;Allgemeines Verwaltungsrecht&amp;#039;&amp;#039;, 2008, S. 16.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Personell werden Behörden vom [[Behördenleiter]] oder [[Dienststellenleiter]] geführt (auch: [[Präsident (Verwaltung)|Präsident]] oder [[Amtsvorsteher]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Militär ====&lt;br /&gt;
Allgemein direkt erkennen kann man Hierarchien oft nicht, sondern sie müssen sekundär wahrnehmbar gemacht werden durch [[Handeln|Handlungen]], [[Kommunikation]] oder [[Wissen]].&amp;lt;ref&amp;gt;[https://books.google.de/books?id=CWznW17f9GcC&amp;amp;pg=PA190&amp;amp;dq=hierarchie+milit%C3%A4r&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ved=0ahUKEwj2gpT5loPcAhURPFAKHbMnDZoQ6AEILzAB#v=onepage&amp;amp;q=hierarchie%20%20&amp;amp;f=false Hartmut Heller (Hrsg.), &amp;#039;&amp;#039;Hierarchie: Evolutive Voraussetzungen, Rangskalen in Natur und Kultur&amp;#039;&amp;#039;, 2005, S. 160].&amp;lt;/ref&amp;gt; Hierarchien lassen sich dagegen beim Militär – wie auch bei [[Richter]]n oder der [[Polizei]] – an der Kleidung ablesen, ganz besonders durch [[Rangabzeichen|Rang-]] und [[Dienstgradabzeichen]].&amp;lt;ref&amp;gt;Militärverlag der Deutschen Demokratischen Republik (Hrsg.), &amp;#039;&amp;#039;Wörterbuch zur deutschen Militärgeschichte&amp;#039;&amp;#039;, Band 1, 1985, S. 143&amp;amp;nbsp;ff.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die militärische [[Uniform]] besteht für die Rangabzeichen aus [[Schulterklappe]]n, [[Kragenspiegel]]n oder [[Ärmelband]]. Militärische Hierarchien sind ein Herrschaftssystem mit „festgefügter Rangordnung, genau abgegrenzten Befugnissen und eindeutig festgelegter [[Weisung (Deutschland)|Weisungs-]], [[Militärischer Befehl|Befehls-]] und Kommunikationsstruktur“.&amp;lt;ref&amp;gt;Verlag F. A. Brockhaus (Hrsg.), &amp;#039;&amp;#039;Der Brockhaus&amp;#039;&amp;#039;, Band 10, 2001, S. 67.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die [[Dienststellung]] ist der bestimmende Faktor für die Hierarchie-Ebene,&amp;lt;ref&amp;gt;Hartmut Heller (Hrsg.), &amp;#039;&amp;#039;Hierarchie: Evolutive Voraussetzungen, Rangskalen in Natur und Kultur&amp;#039;&amp;#039;, 2005, S. 190.&amp;lt;/ref&amp;gt; während der [[Dienstgrad]] die Stellung eines [[Soldat]]en innerhalb einer [[Militärischer Rang|militärischen Rangordnung]] wiedergibt. [[Militärischer Befehl|Militärische Befehle]] dürfen demnach ranghöhere [[Vorgesetzter|militärische Vorgesetzte]] an rangniedrigere Soldaten erteilen, letztere sind zum [[Gehorsam]] verpflichtet ({{§|2|wstrg|juris}} Nr. 2 [[Wehrstrafgesetz]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den [[Einheit (Militär)|militärischen Einheiten]] sowie innerhalb der Besatzung eines [[Schiff]]es steht die Befugnis, im Dienst Befehle zu erteilen, den [[Offizier]]en gegenüber allen [[Unteroffizier]]en und [[Mannschaften]], den Unteroffizieren vom [[Feldwebel]] an aufwärts gegenüber allen [[Stabsunteroffizier]]en, Unteroffizieren und Mannschaften, sowie den Stabsunteroffizieren und den Unteroffizieren gegenüber allen Mannschaften zu ({{§|4|svorgesv|juris}} Abs. 1 [[Vorgesetztenverordnung]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Religionen ====&lt;br /&gt;
Auch viele Religionen – in denen die Hierarchie begann – sind streng hierarchisch aufgebaut. Siehe hierzu die [[Liste religiöser Amts- und Funktionsbezeichnungen]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Tierwelt ===&lt;br /&gt;
[[Datei:ENC SYSTEME FIGURE.jpeg|mini|Der Stammbaum des menschlichen Wissens zu Beginn von Band 1 der &amp;#039;&amp;#039;[[Encyclopédie ou Dictionnaire raisonné des sciences, des arts et des métiers]]&amp;#039;&amp;#039;, 28 Bände, vollendet im Jahr 1772]]&lt;br /&gt;
In der Tierwelt unterscheidet man hauptsächlich zwei Hierarchie-Arten, und zwar die [[Systematik (Biologie)|Systematik der Tiere]] absteigend in [[Reich (Biologie)|Reich]], [[Stamm (Biologie)|Stamm]], [[Klasse (Biologie)|Klasse]], [[Ordnung (Biologie)|Ordnung]], [[Familie (Biologie)|Familie]] und [[Art (Biologie)|Art]] sowie die [[Rangordnung (Biologie)|Rangordnung]] (siehe: [[Alphatier]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Hierarchien in Objektsystemen ==&lt;br /&gt;
Hierarchien werden auch allgemein zur Ordnung von Objekten verwendet. Bildlich werden Hierarchien häufig mit einer [[Pyramide (Geometrie)|Pyramide]] oder einem [[Stammbaum]] verglichen. Die Elemente lassen sich übersichtlich in Ebenen anordnen, wobei jedes Element (bis auf das oberste) nur mit einem (Monohierarchie) oder mehreren (Polyhierarchie) Elementen der jeweils nächsthöheren Ebene verbunden ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Spezielle Arten von hierarchischen Strukturen, die auch häufig synonym verwendet werden, sind &amp;#039;&amp;#039;lexikalische Hierarchien&amp;#039;&amp;#039;,&amp;lt;ref&amp;gt;[[George A. Miller]]: &amp;#039;&amp;#039;Wörter. Streifzüge durch die Psycholinguistik.&amp;#039;&amp;#039; Herausgegeben und aus dem Amerikanischen übersetzt von [[Joachim Grabowski]] und [[Christiane Fellbaum]]. Spektrum der Wissenschaft, Heidelberg 1993; Lizenzausgabe: Zweitausendeins, Frankfurt am Main 1995; 2. Auflage ebenda 1996, ISBN 3-86150-115-5, S. 203–205.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Wiltrud Mihatsch: &amp;#039;&amp;#039;Kognitive Grundlagen lexikalischer Hierarchien. Untersucht am Beispiel des Französischen und Spanischen.&amp;#039;&amp;#039; De Gruyter, 2006.&amp;lt;/ref&amp;gt; [[Klassifikation]]en oder [[Taxonomie]]n. In der Biologie werden Lebewesen nach verschiedenen Kriterien in einer hierarchischen [[Systematik (Biologie)|Systematik]] geordnet, während der Stammbaum einer Person theoretisch eindeutig bestimmbar ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Staat ===&lt;br /&gt;
Die Organisationseinheiten einer [[Behörde]] gliedern sich im Regelfall in [[Abteilung (Organisation)|Abteilungen]], [[Referat (Organisation)|Referate]], [[Dezernat]]e, [[Arbeitsgebiet|Sachgebiete]], Fachbereiche und [[Arbeitsgruppe|Gruppen]]. Diese Hierarchie richtet sich oft nach einer sachlichen Systematik und bildet auch die geographische Gliederung eines Staates in [[Verwaltungseinheit]]en ab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Recht ===&lt;br /&gt;
[[Normenhierarchie]] ist in der [[Rechtswissenschaft]] das Über- und Unterordnungsverhältnis der [[Rechtsnorm]]en. Nach der [[Kollisionsregel]] ({{laS|[[Lex superior derogat legi inferiori]]}}) hat eine in der Normenhierarchie höher stehende Norm [[Geltungsvorrang]] vor einer niedriger stehenden Norm, Spezialgesetze ({{laS|[[Lex specialis]]}}) haben Vorrang vor Allgemeingesetzen ({{laS|[[Lex generalis]]}}). Das gilt nicht nur für Gesetze, auch im [[Vertragsrecht]] haben [[Individualabrede]]n Vorrang vor [[Allgemeine Vertragsbedingungen|allgemeinen Vertragsbedingungen]] oder [[Allgemeine Geschäftsbedingungen (Deutschland)|Allgemeinen Geschäftsbedingungen]]. Im [[Sachenrecht (Deutschland)|Sachenrecht]] ist die [[Hauptsache (Sachenrecht)|Hauptsache]] die Bezeichnung für [[Sache (Recht)|Sachen]], zu denen andere Sachen in untergeordneter Beziehung stehen. Hierzu gehören ihre [[Bestandteil]]e, [[Wesentlicher Bestandteil|wesentlichen Bestandteile]] sowie [[Zubehör]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Streng hierarchisch geordnet ist auch die [[Gerichtsbarkeit]] mit ihren [[Instanz (Recht)|Instanzen]], die jeweils [[Gerichtsurteil]]e der untergeordneten Instanz aufheben können. Oberste deutsche Instanz des [[Zivilrecht]]s und [[Strafrecht (Deutschland)|Strafrechts]] ist der [[Bundesgerichtshof]], dessen abschließende [[Rechtsprechung]] die Vorinstanzen bindet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Entscheidungstheorie und Managementlehre ===&lt;br /&gt;
In [[Entscheidungstheorie]] und [[Managementlehre]] wird von Zielhierarchie gesprochen. Setzt sich ein [[Wirtschaftssubjekt]] ([[Unternehmen]], [[Privathaushalt]], [[Staat]]) mindestens zwei [[Ziel]]e ([[Unternehmensziel]]e, [[persönliches Ziel|persönliche Ziele]], [[Staatsziel]]e), die gleichzeitig und gleichrangig erfüllt werden sollen, so stehen diese Ziele zueinander in [[Zielbeziehungen]]. Diese Zielbeziehungen können in einer gegenseitigen [[Zielidentität]], [[Zielkomplementarität]], [[Zielkonkurrenz]] oder [[Zielneutralität]] stehen. Bei Zielkonkurrenz muss eine &amp;#039;&amp;#039;Zielhierarchie&amp;#039;&amp;#039; ({{enS|goal hierarchy}}) gebildet werden, wonach einem der Ziele [[Priorität]] vor allen anderen eingeräumt und eine [[Rangfolge]] gebildet wird.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.google.de/books/edition/Gabler_Volkswirtschafts_Lexikon/S2-EBwAAQBAJ?hl=de&amp;amp;gbpv=1&amp;amp;dq=Zielhierarchie+lexikon&amp;amp;pg=PA696&amp;amp;printsec=frontcover Volker Häfner, &amp;#039;&amp;#039;Gabler Volkswirtschafts-Lexikon&amp;#039;&amp;#039;, 1983, S. 696]&amp;lt;/ref&amp;gt; Beim ökonomischen Staatsziel des [[gesamtwirtschaftliches Gleichgewicht|gesamtwirtschaftlichen Gleichgewichts]] beispielsweise gibt es vier im [[Magisches Viereck|Magischen Viereck]] enthaltene Subziele:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot; style=&amp;quot;padding:1em; vertical-align:top; border:2px;&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! [[Staatsziel|ökonomisches Staatsziel]]&lt;br /&gt;
! Subziele&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[gesamtwirtschaftliches Gleichgewicht]] || [[Preisniveaustabilität]] &amp;lt;br /&amp;gt; hoher [[Beschäftigungsstand]] &amp;lt;br /&amp;gt; [[außenwirtschaftliches Gleichgewicht]] &amp;lt;br /&amp;gt; angemessenes [[Wirtschaftswachstum]]&lt;br /&gt;
|} &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie ergeben sich aus {{§|1|stabg|juris}} [[StabG]], stehen jedoch zueinander in Zielkonkurrenz. Die [[Deutsche Bundesbank]] und die [[Europäische Zentralbank]] räumen gemäß {{Art.|127|aeuv|dejure}} Abs. 1 [[AEUV]] dem Ziel der [[Preisniveaustabilität]] Vorrang ein.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.google.de/books/edition/%C3%96ffentliche_Finanzwirtschaft_in_der_Sta/u8TDCQAAQBAJ?hl=de&amp;amp;gbpv=1&amp;amp;dq=Ziel+Preisniveaustabilit%C3%A4t+Vorrang&amp;amp;pg=PA136&amp;amp;printsec=frontcover Tilmann Schweisfurth/Werner Gatzer, &amp;#039;&amp;#039;Öffentliche Finanzwirtschaft in der Staatspraxis&amp;#039;&amp;#039;, 2015, S. 136]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Informationstechnik ===&lt;br /&gt;
In der [[Informationstechnik]] sind Hierarchien häufig anzutreffen. Das bekannteste Beispiel sind [[Verzeichnisstruktur]]en auf dem [[Personal Computer|PC]]. In [[Software-System]]en findet man oft tief gestaffelte (sogar [[Rekursive Programmierung|rekursive]]) Strukturen von Haupt- und [[Unterprogramm]]en. In der [[Datenmodellierung]] gibt es Hierarchien von Objekten (&amp;#039;&amp;#039;Entitäten&amp;#039;&amp;#039; genannt), die in einem [[Entity-Relationship-Modell]] abgebildet werden. Die [[Objektorientierte Programmierung]] beruht auf dem Grundgedanken der Hierarchisierung.&amp;lt;ref&amp;gt;Jürgen Beetz: &amp;#039;&amp;#039;Digital: Wie Computer denken.&amp;#039;&amp;#039; Springer, Berlin/Heidelberg 2019 (ISBN 978-3-6625-8630-3), S. 121 f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== International ==&lt;br /&gt;
Im angelsächsischen Bereich gibt es bei Unternehmen lediglich drei Hierarchie-Ebenen, nämlich die oberste Leitungsebene ({{enS|top management}}), mittlere Ebene ({{enS|middle management}}) und die untere Leitungsebene ({{enS|lower/junior management}}).&amp;lt;ref&amp;gt;Fritz Neske/Markus Wiener (Hrsg.), &amp;#039;&amp;#039;Management-Lexikon&amp;#039;&amp;#039;, Band II, 1985, S. 539&amp;amp;nbsp;f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Hackordnungstheorie]]&lt;br /&gt;
* [[Dyarchie]]&lt;br /&gt;
* [[Politische Ebene]] (Verwaltungsgliederung): [[Peter-Prinzip]]&lt;br /&gt;
* [[Hierarchische Datenbank]], [[Hierarchische Recherche]]&lt;br /&gt;
* Mathematik: [[Borel-Hierarchie]], [[Von-Neumann-Hierarchie]], [[Projektive Hierarchie]]&lt;br /&gt;
* [[Baum des Wissens]], [[Rhizom (Philosophie)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Stefan Kühl]]: &amp;#039;&amp;#039;Wenn die Affen den Zoo regieren. Die Tücken der flachen Hierarchien.&amp;#039;&amp;#039; Frankfurt und New York 1998.&lt;br /&gt;
* [[Gerhard Schwarz (Philosoph)|Gerhard Schwarz]]: &amp;#039;&amp;#039;Die „Heilige Ordnung“ der Männer. Hierarchie, Gruppendynamik und die neue Rolle der Frauen.&amp;#039;&amp;#039; 5., überarbeitete Auflage. VS, Verlag für Sozialwissenschaften, Wiesbaden 2007, ISBN 978-3-531-15498-5.&lt;br /&gt;
* [[Christoph Spehr]]: [http://www.inkrit.de/e_inkritpedia/e_maincode/doku.php?id=h:hierarchie_antihierarchie &amp;#039;&amp;#039;Hierarchie/Antihierarchie&amp;#039;&amp;#039;] (pdf), in: [[Historisch-kritisches Wörterbuch des Marxismus]], Bd. 6/I, Argument-Verlag, Hamburg 2004, Sp. 225–237. ISBN 3-88619-436-1&lt;br /&gt;
* Parya Memar: &amp;#039;&amp;#039;Hierarchie in der Baukunst. Architekturtheoretische Betrachtungen in Ost und West&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Schriften zur Baugeschichte.&amp;#039;&amp;#039; Bd. 1). von Zabern, Mainz 2009, ISBN 978-3-8053-4061-8.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Hierarchy|Hierarchie}}&lt;br /&gt;
{{Wiktionary|Hierarchie}}&lt;br /&gt;
* [https://www.uibk.ac.at/psychologie/humanethologie/einfuehrung-in-die-humanethologie/dateien/nr-stichwort-rangordnung.pdf NR-Stichwort Rangordnung / Hierarchie]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Rechtshinweis}}&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4024842-2}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Herrschaftssoziologie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Personalwesen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Managementlehre]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Arbeits- und Organisationspsychologie]]&lt;/div&gt;</summary>
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