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	<title>Heinrich von Veldeke - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Demo Wiki</subtitle>
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		<title>imported&gt;Droemann: /* Sprache */</title>
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		<updated>2025-08-15T12:29:36Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Sprache&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Heinrich von Veldeke&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* vor [[1150]]; † zwischen [[1190]] und [[1200]]; [[mittelhochdeutsch]]: &amp;#039;&amp;#039;Heinrich von Veldig&amp;#039;&amp;#039;, [[limburgisch]]: &amp;#039;&amp;#039;Heinric van Veldeke&amp;#039;&amp;#039;, [[Niederländische Sprache|niederländisch]]: &amp;#039;&amp;#039;Hendrik van Veldeke&amp;#039;&amp;#039;) ist in Deutschland zumeist als [[Niederlande|niederländisch]]-[[Deutschland|deutscher]] [[Dichter]] des [[12. Jahrhundert]]s bekannt und stammte aus einem [[Adel|adligen Geschlecht]], das in der Nähe von [[Maastricht]] seinen Sitz hatte. In seinem heimatlichen [[Provinz Limburg (Niederlande)|Limburg]] wird von Veldeke jedoch speziell als altlimburgischer Dichter verehrt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Codex Manesse Heinrich von Veldeke.jpg|miniatur|Herr Heinrich von Veldeke ([[Codex Manesse]], um 1300)]]&lt;br /&gt;
Heinrich von Veldeke wurde wohl um 1140/50 geboren; die Geburt vor 1150 ist wahrscheinlich, da im Jahr 1174 das [[Manuskript]] seines Eneas-Romans zu zwei Dritteln fertig war. Er ging aus einem Ministerialengeschlecht hervor, das sich nach dem Dorf Veldeke westlich von Maastricht im heutigen Belgien benannte (Hs C). Eventuell war er zum Kleriker ausgebildet worden, versah dann aber den Hofdienst. Er stand um 1170 im Dienste der [[Herrschaft Lohn|Herren von Loon]] und Rieneck, die zugleich die Burggrafschaft von [[Mainz]] bekleideten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus streng historischer Sicht wäre es falsch, Veldeke einer Nationalität zuzuordnen, da die betroffenen Staaten zu seiner Zeit noch nicht existierten. Veldeke also als niederländischen oder deutschen Autor zu bezeichnen, führte im Verlauf der Forschung zu ziellosen und wenig ergiebigen Debatten, die Sprachanalysen ebenso einschlossen wie geographisch-historische Recherchen. Problematisch werden diese Versuche insbesondere, weil die biographischen Daten zum Autor äußerst dünn gesät sind und Sprachanalysen einen Umweg über den Dialekt der jeweiligen Schreiber der Handschriften gehen müssen, die Veldekes Werk überliefern, um Gemeinsamkeiten herauszufiltern, die auf eine eventuelle sprachliche Identität eines Autors schließen ließen, jedoch nicht belegbar bleiben müssen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Mainz wohnte er zu Pfingsten 1184 dem berühmten Kaiserfest bei, das [[Friedrich I. (HRR)|Friedrich I.]] seinen Söhnen Heinrich und Friedrich zu Ehren veranstaltete. Er nennt als Gönner: die Gräfinnen [[Agnes von Metz|Agnes von Loon]] und [[Margarete von Kleve (Thüringen)|Margarete von Kleve]] sowie den späteren Landgrafen [[Hermann I. (Thüringen)|Hermann von Thüringen]], an dessen Hof er die Eneit vollendet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er starb wahrscheinlich kurz vor 1190 auf der [[Schloss Neuenburg (Freyburg)|Neuenburg]] bei [[Freyburg (Unstrut)]].&lt;br /&gt;
[[Datei:Van-Veldeke-Denkmal.jpg|miniatur|Hendrik-Van-Veldeke-Denkmal in [[Hasselt (Belgien)|Hasselt]]]]&lt;br /&gt;
Es gibt Informationen über den Diebstahl seines zu zwei Dritteln fertigen Romanmanuskripts im Jahr 1174, das er neun Jahre später in Thüringen zurückerhalten und abgeschlossen haben soll. Jedoch gibt es auch dafür keine positiven Beweise (Eneit 352,26ff.), bzw. aus der Tatsache, dass [[Wolfram von Eschenbach]] im 8. Buch des &amp;#039;&amp;#039;Parzival&amp;#039;&amp;#039;, also etwa 1205, seinen Tod beklagt (404,28f.).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Stand und Bildung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Über die ständische Zugehörigkeit Heinrichs können keine gesicherten Angaben gemacht werden. In der neueren Forschung wird er zwar fast durchweg zur [[Ministeriale|Ministerialität]] oder zum ritterlichen Adel gezählt, dies jedoch entbehrt jeglicher historischen Grundlage. Die einzigen Kriterien, an denen man diese Adelszugehörigkeit festmachen will, sind die in der literarischen Überlieferung angegebenen Titulaturen wie etwa „meister“ oder „her“. Doch die Bezeichnung eines volkssprachlichen Dichters als „meister“ oder „her“ kann auch lediglich auf dessen Bildungsgrad und poetische Meisterhaftigkeit abzielen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit recht großer Wahrscheinlichkeit lässt sich heute sagen, dass Heinrich von Veldeke eine geistliche Ausbildung durchlaufen haben muss, denn er war wohl der lateinischen Sprache mächtig. Dies zeigt sich etwa darin, dass er die Servatius-Legende direkt aus dem Lateinischen übertrug und dabei der lateinischen Quelle sehr treu geblieben ist. Auch an einigen Stellen seines Hauptwerks, des Eneasromans, wird deutlich, dass Heinrich die lateinische Überlieferung dieses Stoffs gekannt haben muss, da er an einigen Stellen über seine französische Hauptquelle, den &amp;#039;&amp;#039;[[Roman d’Énéas]]&amp;#039;&amp;#039;, hinausgeht und diese teils gar korrigiert. Doch ob Heinrich diese zusätzlichen Kenntnisse direkt aus den lateinischen Werken oder aus zweiter oder dritter Hand bezog, ist ungewiss.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sicher ist, dass er Französisch konnte; seine literarhistorische Hauptleistung besteht ja eben im Transfer epischer und lyrischer Traditionen Nordfrankreichs in den deutschen Sprachraum. Die Nähe seiner Heimat zum französischen Sprachraum lässt es möglich erscheinen, dass Heinrichs höfische Ausbildung mehr oder weniger zweisprachig war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Wappen ===&lt;br /&gt;
[[Blasonierung]]: „Schräggeteilt von Gold und Rot.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Sprache ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Heinrich von Veldeke.jpg|mini|links|Heinrich von Veldeke in der [[Weingartner Liederhandschrift]] aus der ersten Hälfte des 14. Jahrhunderts.]]&lt;br /&gt;
Heinrich von Veldeke wird von sowohl der niederländischen wie der deutschsprachigen Literatur als der erste große Schriftsteller der jeweiligen Literatur gelobt. Von der &amp;#039;&amp;#039;Servatiuslegende&amp;#039;&amp;#039; besitzen wir eine Handschrift aus dem 15. Jahrhundert, die in [[mittelniederländisch]]er Sprache geschrieben worden ist, und daneben auch ein Fragment im [[Maastrichter Platt|Maastrichter Dialekt]] des 13. Jahrhunderts. Auch ist eines seiner Minnelieder in seiner mutmaßlichen Heimatmundart überliefert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber die Bedeutung Heinrichs von Veldeke für die [[mittelhochdeutsch]]e Literatur ist viel größer, was vor allem daraus hervorgeht, dass fast alle Minnelieder sowie sein &amp;#039;&amp;#039;Eneasroman&amp;#039;&amp;#039; ausschließlich in mittelhochdeutschen Versionen auf uns gekommen sind. Daneben wird Heinrich von Veldeke auch von vielen deutschen Schriftstellern aus der höfischen Periode (beispielsweise [[Wolfram von Eschenbach]], [[Hartmann von Aue]] und [[Gottfried von Straßburg]]) als das große Beispiel für die deutsche Dichtung genannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Tatsache, dass die &amp;#039;&amp;#039;Servatiuslegende&amp;#039;&amp;#039; auf Mittelniederländisch überliefert ist, hat dazu geführt, dass einige Philologen angenommen haben, der &amp;#039;&amp;#039;Eneasroman&amp;#039;&amp;#039; müsse ursprünglich vom Verfasser auch auf [[Limburgisch]] geschrieben worden sein.&amp;lt;ref&amp;gt;Dieter Kartschoke in seiner Ausgabe von: Heinrich von Veldeke, &amp;#039;&amp;#039;Eneas.&amp;#039;&amp;#039; Dieter Kartschoke (Hrsg.), 2. Auflage. Leipzig: Reclam, 1997, S. 861. Kartschoke schreibt, dieser Schluss sei verständlich, die ganze Überlieferung spreche aber dagegen.&amp;lt;/ref&amp;gt; Das hat namentlich [[Otto Behaghel]] (in seiner Ausgabe von 1882) und [[Theodor Frings]] und [[Gabriele Schieb]] (in ihrer Ausgabe von 1964–1970) dazu gebracht, diese für verloren gehaltene Urversion aus den uns überlieferten Handschriften zu rekonstruieren. Dieses Unternehmen wird von der neueren Forschung weitgehend abgelehnt, da nicht klar ist, in welcher Mundart Heinrich von Veldeke den &amp;#039;&amp;#039;Eneasroman&amp;#039;&amp;#039; geschrieben hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es gibt gute Argumente sowohl für als auch gegen die Limburger Hypothese. Es darf auch nicht vergessen werden, dass Heinrich von Veldeke während seines Lebens im Dienst von meist deutschen Adligen stand und viel Zeit in Thüringen verbracht hat. Die meisten modernen Forscher lehnen die Limburger Rekonstruktion ab und verlassen sich stattdessen auf die kritische Ausgabe von [[Ludwig Ettmüller]] (aus dem Jahr 1852), die 1997 in einer weiteren Edition von Dieter Kartschoke neu veröffentlicht wurde, oder aber sie folgen der diplomatischen Ausgabe der Berliner Bilderhandschrift, die [[Hans Fromm (Germanist)|Hans Fromm]] 1992 ediert hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Werke ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Heinrich von Veldeke trat als Epiker und als Minnesänger hervor. Die höfische Minneauffassung ist für ihn bezeichnend; er gehört zu den ersten, die Formen und Motive der [[Höfische Lyrik|provenzalischen Troubadourlyrik]] aufnehmen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Servatius-Legende (6000 Verse): eine auf Anregung der Gräfin Agnes von Loon vor 1170 entstandene Bearbeitung.&lt;br /&gt;
* [[Eneasroman]] (13.500 Verse), früher auch &amp;#039;&amp;#039;Eneide&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;Eneit&amp;#039;&amp;#039; genannt: abgeschlossen 1187/89; mit diesem Werk wurde er zum Begründer des [[mittelhochdeutsch]]en [[Höfischer Roman|höfischen Romans]]; Hauptquelle ist nicht [[Vergil]]s &amp;#039;&amp;#039;Aeneis&amp;#039;&amp;#039;, sondern der anonym überlieferte altfranzösische &amp;#039;&amp;#039;[[Roman d’Énéas]]&amp;#039;&amp;#039; (ca. 1160), der seinerseits auf Vergil beruht.&lt;br /&gt;
* Lyrik: etwas mehr als 30 meist einstrophige Minnelieder, z.&amp;amp;nbsp;B. „Ez sint guotiu niuwe mâre“ (MF 56,1v)&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.ldm-digital.de/show.php?au=Veld&amp;amp;hs=B&amp;amp;lid=1766 LDM B Veld 1-4]&amp;lt;/ref&amp;gt;. Das Lied „Wol mich der sinne“&amp;lt;ref&amp;gt;[[Carl von Kraus]] Deutsche Liederdichter des 13. Jahrhunderts, Bd. 1, 1952, S. 439 f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.ldm-digital.de/show.php?au=Veld&amp;amp;hs=C&amp;amp;lid=333 LDM C Veld 58-61]&amp;lt;/ref&amp;gt; gilt heute als von [[Ulrich von Liechtenstein]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ausgaben ===&lt;br /&gt;
* [[Ludwig Ettmüller]], &amp;#039;&amp;#039;Heinrich von Veldeke.&amp;#039;&amp;#039; (Dichtungen des deutschen Mittelalters 8) Leipzig: G.J. Göschen’sche Verlagshandlung, 1852.&lt;br /&gt;
* Heinrich von Veldeke, &amp;#039;&amp;#039;Eneas&amp;#039;&amp;#039; Dieter Kartschoke (Hrsg.), 2. Auflage. Leipzig: Reclam, 1997. (Mhd. Text ist nach der Ausgabe von Ettmüller) ISBN 3-15-008303-6&lt;br /&gt;
* Heinrich von Veldeke, &amp;#039;&amp;#039;Eneasroman.&amp;#039;&amp;#039; Hans Fromm (Hrsg. und Übers.). Frankfurt am Main: Deutscher Klassiker Verlag, 1992. ISBN 3-618-66040-5; ISBN 3-618-66045-6&lt;br /&gt;
* Henric van Veldeken, &amp;#039;&amp;#039;Eneide.&amp;#039;&amp;#039; Gabriele Schieb und Theodor Frings (Hrsg.), 3 Bände. (Deutsche Texte des Mittelalters Bde. 58-59, 62) Berlin: Akademie Verlag, 1964–70. (Text in Band 58, Kommentar in Band 59, Glossar in Band 62)&lt;br /&gt;
* Heinrich von Veldeke, &amp;#039;&amp;#039;Eneide. Mit Einleitung und Anmerkungen.&amp;#039;&amp;#039; Otto Behaghel (Hrsg.), 1882 [Nachdruck Hildesheim: Georg Olms, 1970].&lt;br /&gt;
* Des Minnesangs Frühling. Bd. 1: Texte. Hg. v. Hugo Moser und Helmut Tervooren. 38. erneut rev. Auflage Stuttgart 1988 (XI, 1-37 = MF 56,168,6 + Ps.-Veldeke)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Überlieferung der Werke ==&lt;br /&gt;
=== &amp;#039;&amp;#039;Eneasroman&amp;#039;&amp;#039; ===&lt;br /&gt;
Aus dem 12. bis 15. Jahrhundert sind 14 für die &amp;#039;&amp;#039;Eneit&amp;#039;&amp;#039; relevante Zeugnisse (Handschriften und Fragmente) bekannt. Der früheste vollständige Text (um 1220–30) liegt mit dem illustrierten Manuskript SBB-PK, Ms. germ. fol. 282 vor. Die vollständige Liste von Handschriftenzeugnissen für den &amp;#039;&amp;#039;Eneas&amp;#039;&amp;#039; ist wie folgt:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
# Fragment R (München, Bayerische Staatsbibliothek, Cgm 5249,19) ist der älteste Textzeuge für den &amp;#039;&amp;#039;Eneasroman.&amp;#039;&amp;#039; Es betrifft hier ein Pergament-Doppelblatt aus Regensburg (daher R). Das Fragment stammt noch aus dem 12. Jahrhundert, ist also innerhalb von zehn oder zwanzig Jahren nach Vollendung der Dichtung geschrieben worden. Es ist in einem ausgesprochen bairischen Dialekt geschrieben worden.&lt;br /&gt;
# Fragment Wo (Wolfenbüttel, [[Herzog August Bibliothek]], cod. Guelf. 404,9 Novorum fol. (4)) ist ein einziges Pergamentblatt um 1200 geschrieben. Die Mundart ist entweder oberdeutsch-mitteldeutsch oder ostalemannisch nach thüringischer Vorlage.&lt;br /&gt;
# Handschrift B (Berlin, [[Staatsbibliothek zu Berlin - Preußischer Kulturbesitz]], Ms. germ. fol. 282; [http://resolver.staatsbibliothek-berlin.de/SBB0001AE7F00000000 Digitalisat]), die sogenannte Berliner Bilderhandschrift, ist die früheste nahezu vollständige Handschrift. Etwa ein Zehntel des ganzen Textes ist durch Schaden verloren gegangen. Die Handschrift ist um 1220 im nordbairischen Raum geschrieben, mit ostfränkischen und ostalemannischen Einflüssen. Nicht nur ist sie die früheste Eneas-Handschrift, sie ist auch eine der schönst illustrierten Handschriften nicht-lateinischen Inhalts. Sie enthält im heutigen Zustand 71 Bildseiten mit meist je zwei Bildern. Dorothea und Peter Diemer vermuten, dass noch 16 Bildseiten verloren gegangen sind.&amp;lt;ref&amp;gt;Diemer, Dorothea und Peter. &amp;#039;&amp;#039;Die Bilder der Berliner Veldeke-Handschrift.&amp;#039;&amp;#039; In: Hans Fromm, &amp;#039;&amp;#039;Eneasroman&amp;#039;&amp;#039;, S. 911–970.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
# Fragment Me (München, Bayerische Staatsbibliothek, Cgm 5199) besteht aus 3 Pergamentblättern aus dem ersten Drittel des 13. Jahrhunderts, also grob gleichaltrig mit der Berliner Handschrift. Die Mundart ist ostoberdeutsch.&lt;br /&gt;
# Fragment Ham (Privatbesitz von [[Christopher de Hamel]], London) sind 6 kleine Schnipsel von 3 Pergamentblättern aus dem zweiten Viertel des 13. Jahrhunderts. Die Mundart, insoweit sie aus dem sehr dürftigen Text zu bestimmen ist, ist fast sicher alemannisch.&lt;br /&gt;
# Fragment P, oder die sogenannten Pfeiffer’schen Bruchstücke (Krakau, Biblioteka Jagiellonska; früher Ms. germ. 4° 1303,3) sind nach 1250 geschrieben worden und zwar in einem ostoberdeutschen Dialekt mit mitteldeutschen Einflüssen. Sie bestehen aus 6 Pergamentblättern.&lt;br /&gt;
# Fragment Wa (Marburg/Lahn, Staatsarchiv, Bestand 147, Mappe A) sind die Reste eines zerschnittenen Pergamentblattes aus Waldeck. Sie enthalten ungefähr 10 Zeilen Text. Sie wurden nach dem Zweiten Weltkrieg in Marburg gefunden. Die Handschrift muss gegen Ende des 13. Jahrhunderts in einem mitteldeutschen Dialekt geschrieben worden sein.&lt;br /&gt;
# Handschrift M. (München, Bayerische Staatsbibliothek, Cgm 57) ist eine Pergamenthandschrift aus dem Anfang des 14. Jahrhunderts. Neben dem &amp;#039;&amp;#039;Eneas&amp;#039;&amp;#039; enthält die Handschrift auch &amp;#039;&amp;#039;Mai und Beaflor&amp;#039;&amp;#039; und Ottes &amp;#039;&amp;#039;Eraclius&amp;#039;&amp;#039;. Die Mundart ist südbairisch oder österreichisch mit mitteldeutschen Einflüssen. Am Ende der Dichtung befindet sich ein Auftrag an Rudolf von [[Stadeck]], den Auftraggeber für diese Handschrift.&lt;br /&gt;
# Handschrift H (Heidelberg, Universitätsbibliothek, Cod. pal. germ. 368; [[doi:10.11588/diglit.172]]) ist eine Pergamenthandschrift aus 1333. Sie wurde in Würzburg von zwei Schreibern geschrieben. Die Schreibsprache ist ostfränkisch mit mitteldeutschen Einflüssen.&lt;br /&gt;
# Handschrift E (Genf, Bibliotheca Bodmeriana, cod. 83) ist eine Papierhandschrift. Sie war früher im Besitz der Grafen von Degenfeld-Schonburg in [[Geislingen/Steige|Eybach/Württemberg]] (daher die Bezeichnung E nach Eybach). Diese Handschrift stammt aus dem späten 14. Jahrhundert, also 1375–1400. Die Schreibsprache ist westmitteldeutsch oder zentralhessisch.&lt;br /&gt;
# Handschrift h (Heidelberg, Universitätsbibliothek, Cod. pal. germ. 403; [[doi:10.11588/diglit.2215]]) ist ebenfalls eine Papierhandschrift. Sie wurde im Jahre 1419 in einer elsässischen Mundart geschrieben. Diese Handschrift enthält 38 kolorierte Federzeichnungen und ist fast vollständig erhalten.&lt;br /&gt;
# Handschrift w (Wien, Österreichische Nationalbibliothek, cod. 2861) ist eine Papierhandschrift 1474 in einer ostschwäbischen Mundart geschrieben. Auch diese Handschrift enthält Federzeichnungen. Der Text in dieser Handschrift ist sehr stark gekürzt.&lt;br /&gt;
# Handschrift G (Gotha, Landesbibliothek, cod. chart. A 584), eine Papierhandschrift im letzten Viertel des 15. Jahrhunderts geschrieben. Die Schreibsprache ist thüringisch.&lt;br /&gt;
# Fragment Gr (Berlin, Staatsbibliothek Preußischer Kulturbesitz, Grimm-Nachlass 132,14) ist eine Abschrift des 19. Jahrhunderts von einer jetzt verschollenen Handschrift. Man hat früher vermutet, dass Jakob Grimm diese Abschrift gemacht hat, aber Graphologen haben dies nach Vergleichung des Fragments mit anderen Abschriften von seiner Hand widerlegt. Über die Mundart ist nichts bekannt.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Gisela Kornrumpf|Kornrumpf, Gisela]]. &amp;#039;&amp;#039;Zu einem ‚Eneide’-Fragment der Brüder Grimm.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Beiträge zur Geschichte der deutschen Sprache und Literatur&amp;#039;&amp;#039; 110 (1988), S. 368–381.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Theodor Frings]], Gabriele Schieb: &amp;#039;&amp;#039;Drei Veldekestudien: Das Veldekeproblem, der Eneideepilog, die beiden Stauferpartien&amp;#039;&amp;#039;. Abhandlungen der [[Akademie der Wissenschaften der DDR|Deutschen Akademie der Wissenschaften zu Berlin]]. Philosophisch-Historische Klasse. Jahrgang 1947 Nr. 6. Akademie-Verlag Berlin 1949.&lt;br /&gt;
* [[Hans Fromm (Germanist)|Hans Fromm]]: &amp;#039;&amp;#039;Die mittelalterlichen Eneasromane und die Poetik des ordo narrandi.&amp;#039;&amp;#039; In: Harald Haferland, Michael Mecklenburg (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Erzählungen in Erzählungen. Phänomene der Narration in Mittelalter und Früher Neuzeit&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Forschungen zur Geschichte der älteren deutschen Literatur.&amp;#039;&amp;#039; Bd. 19). Fink, München 1997, ISBN 3-7705-3151-5, S. 27–39.&lt;br /&gt;
* [[Joachim Hamm]], Marie-Sophie Masse: &amp;#039;&amp;#039;Aeneasromane&amp;#039;&amp;#039;. In: Geert H. M. Claassens, Fritz Peter Knapp, Hartmut Kugler (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Germania Litteraria Mediaevalis Francigena. Bd. IV: Historische und religiöse Erzählungen.&amp;#039;&amp;#039; De Gruyter, Berlin / New York 2014, ISBN 3-11-022975-7, S. 79–116.&lt;br /&gt;
* Thomas Klein: &amp;#039;&amp;#039;Heinrich von Veldeke und die mitteldeutschen Literatursprachen. Untersuchungen zum Veldeke-Problem.&amp;#039;&amp;#039; In: Thomas Klein, [[Cola Minis]]: &amp;#039;&amp;#039;Zwei Studien zu Veldecke und zum Strassburger Alexander&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Amsterdamer Publikationen zur Sprache und Literatur.&amp;#039;&amp;#039; Bd. 61). Rodopi, Amsterdam 1985, ISBN 90-6203-687-2, S. 1–121.&lt;br /&gt;
* {{ADB|39|565|571|Heinrich von Veldeke|[[Richard Moritz Meyer]]|ADB:Heinrich von Veldeke}}&lt;br /&gt;
* Gabriele Schieb: &amp;#039;&amp;#039;Henric van Veldeken.&amp;#039;&amp;#039; = &amp;#039;&amp;#039;Heinrich von Veldeke&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Sammlung Metzler&amp;#039;&amp;#039; 42, {{ISSN|0558-3667}}). Metzler, Stuttgart 1965.&lt;br /&gt;
* {{NDB|8|428|429|Heinrich von Veldeke|Gabriele Schieb|11854845X}}&lt;br /&gt;
* Renate Schipke: &amp;#039;&amp;#039;Heinrich von Veldeke: Eneasroman.&amp;#039;&amp;#039; In: Peter Jörg Becker, [[Eef Overgaauw]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Aderlass und Seelentrost. Die Überlieferung deutscher Texte im Spiegel Berliner Handschriften und Inkunabeln&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Staatsbibliothek Berlin. Ausstellungskataloge.&amp;#039;&amp;#039; NF Bd. 48). von Zabern, Mainz 2003, ISBN 3-8053-3154-1, S. 62–65.&lt;br /&gt;
* [[Meinolf Schumacher]]: &amp;#039;&amp;#039;Einführung in die deutsche Literatur des Mittelalters&amp;#039;&amp;#039;. Wissenschaftliche Buchgesellschaft, Darmstadt 2010, ISBN 978-3-534-19603-6, S. 65–69.&lt;br /&gt;
* Frank Willaert: &amp;#039;&amp;#039;Heinrich von Veldeke und frühe Minnesang&amp;#039;&amp;#039;. In: Thomas Cramer; Ingrid Kasten (Hg.): Mittelalterliche Lyrik. Probleme der Poetik, Berlin 1999, S.&amp;amp;nbsp;33–56.&lt;br /&gt;
* [[Ludwig Wolff (Germanist)|Ludwig Wolff]], [[Werner Schröder (Philologe)|Werner Schröder]]: &amp;#039;&amp;#039;Heinrich von Veldeke.&amp;#039;&amp;#039; In: Kurt Ruh [[et al.]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Die deutsche Literatur des Mittelalters. [[Verfasserlexikon]].&amp;#039;&amp;#039; 2., völlig neu bearbeitete Auflage. Band 3. De Gruyter, Berlin u.&amp;amp;nbsp;a. 1981, ISBN 3-11-008778-2, Sp. 899–918.&lt;br /&gt;
* {{Meyers Online|8|327|spezialkapitel=Heinrich von Veldeke}} (Nur noch wissenschaftsgeschichtlich interessant).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Wikisource}}&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|11854845X}}&lt;br /&gt;
* [http://www.mediaevum.de/autoren/heinrich_von_veldeke.htm Heinrich von Veldeke, Abriss zu Leben und Werk] (Mediaevum.de)&lt;br /&gt;
* [http://digi.ub.uni-heidelberg.de/cpg403 Eneasroman] – Illustrierte Handschrift aus der sog. Elsässischen Werkstatt von 1418, [[Universitätsbibliothek Heidelberg]], Cod. Pal. germ. 403 (die sogenannte Hs. h, vgl. oben), digitales Faksimile&lt;br /&gt;
* [http://www.e-codices.unifr.ch/de/list/one/cb/0083 Digitales Faksimile der Bodmer-Handschrift]&lt;br /&gt;
* [http://www.hs-augsburg.de/~harsch/germanica/Chronologie/12Jh/HeinrichVeldeke/vel_intr.html E-Text Eneide] (Bibliotheca Augustana)&lt;br /&gt;
* [http://titus.uni-frankfurt.de/texte/etcs/germ/mndl/stserv/stser.htm E-Text der Servatiuslegende] (TITUS)&lt;br /&gt;
* [https://www.ldm-digital.de/autoren.php?au=Veld Digitale Gesamtedition der Lieder bei Lyrik des deutschen Mittelalters (www.ldm-digital.de)]&lt;br /&gt;
* {{Webarchiv | url=http://www.ub.fu-berlin.de/service_neu/internetquellen/fachinformation/germanistik/autoren/autorh/veldeke.html | wayback=20131011165352 | text=Kommentierte Linksammlung der Universitätsbibliothek der FU Berlin}} (Ulrich Goerdten)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=11854845X|LCCN=n84040198|VIAF=72188703}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Heinrich #Veldeke}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Autor]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Literatur (12. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Literatur des Mittelalters]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Literatur (Mittelhochdeutsch)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Minnesang]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Höfische Epik]]&lt;br /&gt;
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[[Kategorie:Gestorben im 12. Jahrhundert]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Heinrich von Veldeke&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Hendrik van Veldeke&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=niederländisch-deutscher Dichter des Mittelalters&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=vor 1150&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=zwischen 1190 und 1200&lt;br /&gt;
|STERBEORT=&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Droemann</name></author>
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