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	<title>Heide Simonis - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Demo Wiki</subtitle>
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		<id>https://demowiki.knowlus.com/index.php?title=Heide_Simonis&amp;diff=14611&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Mirmok12: /* Öffentliche Ämter */</title>
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		<updated>2025-08-07T20:35:06Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Öffentliche Ämter&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:1651 Heide Simonis.JPG|mini|Heide Simonis bei [[Markus Lanz (Fernsehsendung)|Markus Lanz]] (2011)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Heide Simonis&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, geb. &amp;#039;&amp;#039;Steinhardt&amp;#039;&amp;#039; (* [[4. Juli]] [[1943]] in [[Bonn]]; † [[12. Juli]] [[2023]] in [[Kiel]]), war eine [[Deutschland|deutsche]] [[Politiker]]in ([[Sozialdemokratische Partei Deutschlands|SPD]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von 1988 bis 1993 war sie [[Liste der Finanzminister von Schleswig-Holstein|Finanzministerin]] und von 1993 bis 2005 [[Ministerpräsident]]in des Landes [[Schleswig-Holstein]]. Von 2005 bis 2008 war sie Vorsitzende von [[UNICEF]] Deutschland.&amp;lt;ref name=&amp;quot;stern&amp;quot;&amp;gt;[http://www.stern.de/politik/deutschland/:Unicef-Vorsitz-Heide-Simonis/609713.html?nv=rss &amp;#039;&amp;#039;Heide Simonis tritt zurück.&amp;#039;&amp;#039;] In: &amp;#039;&amp;#039;[[Stern.de]]&amp;#039;&amp;#039;, 2. Februar 2008.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie stand als erste regulär ins Amt gewählte Frau an der Spitze einer deutschen [[Landesregierung (Deutschland)|Landesregierung]]&amp;lt;ref&amp;gt;erste Frau an der Spitze einer Landesregierung war 1947/48 in Berlin [[Louise Schroeder]], die das Amt kommissarisch nach dem Rücktritt von [[Otto Ostrowski]] übernahm und nach sowjetischem Veto gegen die Ernennung des neu gewählten Stadtoberhauptes [[Ernst Reuter]] kommissarisch im Amt verblieb&amp;lt;/ref&amp;gt; und gehört zu den [[Liste der Ehrenbürger Schleswig-Holsteins|Ehrenbürgern Schleswig-Holsteins]], als insgesamt sechste Person und erste Frau.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Renate Faerber-Husemann |url=https://vorwaerts.de/artikel/heide-simonis-vorbild-ganze-politische-frauengeneration |titel=Heide Simonis: Vorbild für eine ganze politische Frauengeneration |werk=vorwärts |datum=2023-07-12 |abruf=2023-07-17}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
=== Familie ===&lt;br /&gt;
Heide Simonis war die älteste von drei Töchtern von Horst und Sophia Steinhardt. Simonis’ Vater stammte aus einer [[Königsberg (Preußen)|Königsberger]] Kaufmannsfamilie, ihre Mutter aus einer rheinischen Handwerkerfamilie. Nach seiner Kriegsrückkehr arbeitete der Vater bei der damaligen [[Bundesagentur für Arbeit|Bundesanstalt für Arbeitsvermittlung]] und wurde Verwaltungsdirektor.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,65177,00.html &amp;#039;&amp;#039;Steckbrief: Volker Rühe und Heide Simonis.&amp;#039;&amp;#039;] auf: &amp;#039;&amp;#039;[[Spiegel online]].&amp;#039;&amp;#039; 18. Februar 2000.&amp;lt;/ref&amp;gt; Ihre Mutter war kurzzeitig als zweite Sekretärin des damaligen [[Bundeskanzler (Deutschland)|Bundeskanzlers]] [[Konrad Adenauer]] berufstätig. Ihren Vater bezeichnete Simonis als politisch „deutsch-national“, ihre Mutter als „noch weiter rechts“.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.deutschlandfunk.de/es-war-einer-aus-den-eigenen-reihen.1295.de.html?dram:article_id=193296 &amp;#039;&amp;#039;Es war einer aus den eigenen Reihen&amp;#039;&amp;#039;], Heide Simonis im Gespräch mit [[Rainer Burchardt]]. Sendung in der Reihe &amp;#039;&amp;#039;Zeitzeugen im Gespräch&amp;#039;&amp;#039; des [[Deutschlandfunk]]s am 30. August 2007.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab 1967 war Heide Simonis mit dem [[Diplom-Volkswirt|Volkswirt]] [[Udo E. Simonis|Udo Ernst Simonis]] (* 1937) verheiratet, den sie während des Studiums in [[Kiel]] kennenlernte und der als [[Professur|Professor]] für [[Wirtschaft|Ökonomie]] an der [[Technische Universität Berlin|Technischen Universität Berlin]] und Direktor und Forschungsprofessor für [[Umweltpolitik]] am [[Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung]] tätig war.&amp;lt;ref name=&amp;quot;wzb.eu&amp;quot;&amp;gt;[https://www.wzb.eu/system/files/docs/ende/eme/simonis_cv_deutsch_2022-11_1.pdf Udo Ernst Simonis], Lebenslauf beim [[Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung]], 25. Juni 2006.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kindheit und Jugend ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In ihrer frühen Kindheit litt Simonis an schwerem [[Asthma bronchiale|Asthma]], weswegen sie ab ihrem dritten Lebensjahr längere Zeiträume in Kinderheimen in Bad Soden, [[Freudenstadt]], [[Garmisch-Partenkirchen]] und im [[Westerwald]] verbrachte, die sie sehr positiv in Erinnerung hatte.&lt;br /&gt;
Bedingt durch den Umzug der Familie, zunächst nach [[Hamburg]], später nach [[Nürnberg]], besuchte sie verschiedene Schulen. Ihr [[Abitur]] legte sie 1962 an einem evangelischen Mädchengymnasium in Nürnberg ab, an dem sie [[Klassensprecher]]in sowie stellvertretende [[Schülersprecher]]in war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Studium und Beruf ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ursprünglich plante Simonis, [[Physik]] in [[München]] zu studieren, entschied sich dann jedoch aufgrund von Zweifeln und Bedenken ihrer Mutter für ein Studium der Volkswirtschaftslehre an der [[Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg]]. Bedingt durch einen erneuten Umzug der Familie nach [[Kiel]], wo ihr Vater eine Anstellung als Direktor des Arbeitsamtes gefunden hatte, setzte sie ihr Studium an der dortigen [[Christian-Albrechts-Universität zu Kiel|Christian-Albrechts-Universität]] fort. 1967 legte sie ihr Examen ab und erlangte den akademischen Grad der [[Diplom-Volkswirt]]in.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von 1967 bis 1969 lebte das Ehepaar Simonis in der [[Sambia|sambischen]] Hauptstadt [[Lusaka]], wo [[Udo Simonis]] als persönlicher Berater des Präsidenten [[Kenneth Kaunda]] tätig war und Projekte zur Landesentwicklung erarbeitete.&amp;lt;ref name=&amp;quot;wzb.eu&amp;quot; /&amp;gt; Heide Simonis gab währenddessen Deutschunterricht an der Universität Lusaka und arbeitete bei der [[Zambian Airways]]. Sie beteiligte sich außerdem an von der Kirche initiierten Entwicklungsprojekten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach ihrer Rückkehr nach Deutschland arbeitete Simonis zunächst als Sekretärin am Institut für Finanzen in Kiel. 1970 erhielt ihr Mann als einer von zwölf Wissenschaftlern weltweit ein Stipendium der Japanischen Gesellschaft für die Förderung der Wissenschaften, was ihm eine wissenschaftliche Tätigkeit am Institut für Entwicklungsländerforschung und an der Universität von [[Tokio]] ermöglichte. Auch dorthin begleitete Simonis ihren Mann. In Tokio arbeitete sie als Lektorin für Deutsch am [[Goethe-Institut]] und als Marketing Researcher für [[Triumph International]]. Zurück in Deutschland war sie ab 1972 Berufsberaterin für Abiturienten und Hochschüler bei der [[Bundesanstalt für Arbeit]] am [[Arbeitsamt]] in Kiel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Letzte Lebensjahre ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Grab von Heide Simonis auf dem Kieler Südfriedhof (2024).jpg|mini|hochkant|alternativtext=Heide Simonis’ Grab auf dem Kieler Südfriedhof.jpg|Heide Simonis’ Grab auf dem Kieler Südfriedhof]]&lt;br /&gt;
Simonis überstand im Jahr 2002 eine [[Brustkrebs]]-Erkrankung. Im Jahr 2014 sprach sie erstmals öffentlich über ihre [[Parkinson-Krankheit|Parkinsonerkrankung]], an der sie seit 2012 litt.&amp;lt;ref&amp;gt;Ulrich Exner: [https://www.welt.de/politik/deutschland/article129636960/Und-was-wird-dann-aus-mir-Eine-Ehrenbuergerin.html &amp;#039;&amp;#039;Heide Simonis: Und was wird aus mir? Eine Ehrenbürgerin!&amp;#039;&amp;#039;] In: &amp;#039;&amp;#039;Die Welt.&amp;#039;&amp;#039; 30. Juni 2014.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu ihrem 80. Geburtstag am 4. Juli 2023 erhielt Heide Simonis Glückwünsche unter anderem von Ministerpräsident [[Daniel Günther]] sowie der SPD-Landesvorsitzenden [[Serpil Midyatli]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.ndr.de/geschichte/chronologie/Heide-Simonis-Portraet-der-ersten-Ministerpraesidentin-Deutschlands,simonis139.html |autor= |titel=Heide Simonis: Porträt der ersten Ministerpräsidentin Deutschlands |werk=ndr.de |datum=2023-07-13 | zugriff=2023-07-13}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Acht Tage später starb sie in Kiel, wo sie zuletzt zurückgezogen von der Öffentlichkeit lebte.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.tagesspiegel.de/politik/im-alter-von-80-jahren-schleswig-holsteins-ex-ministerprasidentin-heide-simonis-ist-tot-10137550.html Im Alter von 80 Jahren: Schleswig-Holsteins Ex-Ministerpräsidentin Heide Simonis ist tot]. Tagesspiegel. 12. Juli 2023.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Simonis wurde am 28. Juli 2023 nach einer Trauerfeier in der Kieler [[Petruskirche (Kiel)|Petruskirche]] auf dem [[Südfriedhof (Kiel)|Kieler Südfriedhof]] beigesetzt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.ndr.de/nachrichten/schleswig-holstein/Bewegender-Abschied-von-Ex-Regierungschefin-Heide-Simonis-,heidesimonis170.html |titel=Bewegender Abschied von Ex-Regierungschefin Heide Simonis |werk=ndr.de |hrsg=[[NDR]] |abruf=2023-07-29}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=NDR |url=https://www.ndr.de/nachrichten/schleswig-holstein/Trauerfeier-Weggefaehrten-haben-Abschied-von-Heide-Simonis-genommen,heidesimonis166.html |titel=Trauerfeier: Weggefährten haben Abschied von Heide Simonis genommen |sprache=de |abruf=2023-07-28}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Politische Karriere ==&lt;br /&gt;
=== Partei ===&lt;br /&gt;
Ab 1969 war Simonis Mitglied der [[SPD]]. Von 1972 bis 1976 war sie Mitglied im Kreisvorstand der SPD in Kiel. Von 1988 bis 1991 und erneut von 1993 bis 2005 war sie Mitglied des [[SPD-Parteivorstand]]es.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Abgeordnete ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Ratsherrin Heide Simonis (SPD) (Kiel 50.796).jpg|mini|hochkant|Heide Simonis 1971 in Kiel]]&lt;br /&gt;
Von 1972 bis 1976 war Simonis Mitglied der Kieler Ratsversammlung. 1976 wurde sie als [[Direktmandat|Direktkandidatin]] im [[Bundestagswahlkreis|Wahlkreis]] [[Bundestagswahlkreis Rendsburg-Eckernförde|Rendsburg-Eckernförde]] zum [[Mitglied des Deutschen Bundestages]] gewählt, wo sie u.&amp;amp;nbsp;a. die Position der [[Finanzpolitik|finanzpolitischen]] Sprecherin der SPD-[[Fraktion (Bundestag)|Bundestagsfraktion]] einnahm. 1988 schied sie aus dem [[Deutscher Bundestag|Bundestag]] aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von 1992 bis 2005 war sie [[Schleswig-Holsteinischer Landtag|Mitglied des Schleswig-Holsteinischen Landtags]]. Simonis war die zuletzt mit 59,8 % der Stimmen direkt in den Landtag gewählte [[Mitglied des Landtages|Abgeordnete]] des [[Liste der Landtagswahlkreise in Schleswig-Holstein|Wahlkreises]] (damals) 20 ([[Landtagswahlkreis Kiel-Ost|Kiel-Ost]]). Am 27. April 2005 schied sie aus dem Landesparlament aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Öffentliche Ämter ===&lt;br /&gt;
Nach dem Regierungswechsel in Schleswig-Holstein wurde Simonis am 31. Mai 1988 von [[Björn Engholm]] in das Amt der [[Finanzminister]]in [[Finanzministerium des Landes Schleswig-Holstein|Schleswig-Holsteins]] berufen. Nach dem Rücktritt von [[Günther Jansen (Politiker, 1936)|Günther Jansen]] wurde sie am 10. März 1993 zusätzlich Stellvertreterin von Ministerpräsident Björn Engholm. Von August 1990 bis Mai 1993 war sie als Finanzministerin Vorsitzende der „[[Tarifgemeinschaft deutscher Länder]]“ (TdL). Hier wurde sie für ihre harte Hand bei den Tarifverhandlungen im öffentlichen Dienst 1992 bekannt, als sie die Forderung der [[Gewerkschaft Öffentliche Dienste, Transport und Verkehr|ÖTV]] von 9,5 % auf 5,4 % herunter handelte. Führende sozialdemokratische Politiker, wie der damalige niedersächsische Ministerpräsident [[Gerhard Schröder]], hatten sie zuvor aufgefordert, sich nachgiebiger zu verhalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Extra-Stuhl mit Armlehnen für Heide Simonis in der letzten Sitzung des Bundesrats.jpg|mini|Extra-Stuhl mit Armlehnen für Heide Simonis in der letzten Sitzung des Bundesrats in Bonn am 14. Juli 2000]]&lt;br /&gt;
Nachdem Björn Engholm am 3. Mai 1993 zurückgetreten war, wurde Simonis am 19. Mai 1993 zu seiner Amtsnachfolgerin gewählt.&amp;lt;ref&amp;gt;Heide Simonis: [http://www.spiegel.de/einestages/politikerleben-wie-ich-deutschlands-erste-ministerpraesidentin-wurde-a-949833.html &amp;#039;&amp;#039;Politikerleben: Wie ich Deutschlands erste Ministerpräsidentin wurde.&amp;#039;&amp;#039;] In: &amp;#039;&amp;#039;[[einestages]].&amp;#039;&amp;#039; 10. Oktober 2007.&amp;lt;/ref&amp;gt; Sie war damit die erste und bis zur Wahl von [[Christine Lieberknecht]] im Jahr 2009 in [[Thüringen]] die einzige Ministerpräsidentin an der Spitze eines [[Bundesland (Deutschland)|Bundeslandes]]. Allerdings fungierte [[Louise Schroeder]] bereits 1947–1948 als Regierungschefin des späteren Bundeslandes [[Berlin]]. Nachdem die [[SPD Schleswig-Holstein|SPD]] bei der [[Landtagswahl in Schleswig-Holstein 1996|Landtagswahl von 1996]] die absolute Mehrheit verloren hatte, bildete Simonis mit den [[Bündnis 90/Die Grünen|Grünen]] eine Koalition, die auch bei der [[Landtagswahl in Schleswig-Holstein 2000|Landtagswahl 2000]] bestätigt wurde. In ihrer Regierungszeit kam es 2002 zur [[Lohmann-Affäre (Schleswig-Holstein)|Lohmann-Affäre]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Ergebnis der [[Landtagswahl in Schleswig-Holstein 2005|Landtagswahl vom 20. Februar 2005]], aus der die CDU als stärkste Fraktion hervorging, war die Regierungsbildung unsicher. SPD und Grüne verfügten zusammen über 33, [[Christlich Demokratische Union Deutschlands|CDU]] und [[Freie Demokratische Partei|FDP]] gemeinsam über 34 Mandate. Eine Große Koalition unter der Führung der CDU schloss Simonis am 21. Februar 2005 in der Talkshow &amp;#039;&amp;#039;[[Beckmann (Fernsehsendung)|Beckmann]]&amp;#039;&amp;#039; mit den Worten „Und wo bleibe ich dabei?“ aus, was ihr den Namen „[[Pattex]]-Heide“ einbrachte.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Titel=Es war ein Mann mit eisernen Nerven |Sammelwerk=Der Tagesspiegel |Online=http://www.tagesspiegel.de/politik/es-war-ein-mann-mit-eisernen-nerven/670064.html |Datum=2005-12-24 |Abruf=2016-10-15}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Mariam Lau, [[Matthias Krupa]] |Titel=Rücktritt: Darf ein Politiker einfach gehen? |Sammelwerk=Die Zeit |Ort=Hamburg |Datum=2010-07-22 |ISSN=0044-2070 |Online=http://www.zeit.de/2010/30/01-Ruecktritte |Abruf=2016-10-15}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Entscheidend war daher die Frage, wie sich die beiden Abgeordneten des [[Südschleswigscher Wählerverband|Südschleswigschen Wählerverbands]] verhalten würden. Nachdem sich der SSW zur Tolerierung einer rot-grünen [[Minderheitsregierung]] entschlossen hatte („[[Dänenampel]]“), galt die Wiederwahl von Simonis als sicher.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei der konstituierenden Sitzung des Landtages am 17. März 2005 stellte sich neben Simonis auch der CDU-Landesvorsitzende [[Peter Harry Carstensen]] zur Wahl. Beide konnten in vier Wahlgängen nicht die erforderliche Mehrheit der Stimmen auf sich vereinen. Mindestens ein Abgeordneter der verabredeten Koalition oder des SSW enthielt sich also bei der [[Geheime Wahl des Regierungschefs im Parlament|geheimen Wahl]] der Stimme, obgleich die SPD- und Grünen-Fraktionen nach zwischenzeitlich abgehaltenen Sitzungen vermeldeten, in Probeabstimmungen habe es weder Stimmen gegen Simonis noch Enthaltungen gegeben. Bis heute ist unbekannt, wer ihr die Stimme verweigerte („Heide-Mörder“-Debatte). Nachdem die Stimmengleichheit auch im vierten Wahlgang unverändert geblieben war, zog Simonis ihre Kandidatur zurück (siehe auch [[Wahl des Ministerpräsidenten von Schleswig-Holstein 2005]]). Bis zur Wahl von Peter Harry Carstensen im fünften Wahlgang am 27. April 2005 blieb sie als [[Geschäftsführende Regierung|geschäftsführende]] Ministerpräsidentin im Amt. Danach legte sie auch ihr Landtagsmandat nieder und schied aus der aktiven Politik aus. Sie ist die am längsten amtierende Ministerpräsidentin in der Geschichte Schleswig-Holsteins.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kabinette ===&lt;br /&gt;
* [[Kabinett Engholm I]] – [[Kabinett Engholm II]]&lt;br /&gt;
* [[Kabinett Simonis I]] – [[Kabinett Simonis II]] – [[Kabinett Simonis III]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Gesellschaftliches Engagement ==&lt;br /&gt;
Von 1999 bis 2002 war Simonis Mitglied im Beratungsgremium des [[Weltgesundheitsorganisation|WHO]]-Zentrums für Gesundheitsentwicklung in [[Kōbe]]/Japan für die Region [[Europa]]. Der Initiative &amp;#039;&amp;#039;[[Schüler Helfen Leben]]&amp;#039;&amp;#039; half Simonis in ihrer Entstehungsphase und ermöglichte der Initiative den ersten [[Sozialer Tag|Sozialen Tag]] in Schleswig-Holstein zu veranstalten. Sie war Mitglied im Stiftungskuratorium der Stiftung von Schüler Helfen Leben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der [[Stark-Preis]] wurde von Heide Simonis 2001 ins Leben gerufen und danach jährlich verliehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Oktober 2005 wurde Simonis zur ehrenamtlichen Vorsitzenden von [[UNICEF]] Deutschland gewählt. Sie widmete sich vor allem dem Projekt „Schulen für Afrika“. Auf diese Organisation war sie erstmals im Herbst 1995 zugegangen, um eine Hilfsaktion für die Kinder während der [[Jugoslawienkrieg]]e zu unterstützen. 2001 unterstützte sie besonders die Kampagne &amp;#039;&amp;#039;Bringt die Kinder durch den Winter&amp;#039;&amp;#039;, um Kinder in [[Afghanistan]] mit dem Nötigsten zu versorgen. Im Januar 2002 reiste sie unmittelbar nach dem Sturz der [[Taliban]] nach [[Kabul]] und besuchte UNICEF-Projekte in Schulen und Krankenhäusern. Im Mai 2005 wurde sie in den Vorstand des Deutschen Komitees für UNICEF und am 17. Oktober 2005 zur Vorsitzenden von UNICEF Deutschland gewählt. In die Amtszeit von Ex-Ministerpräsidentin Heide Simonis fällt ein Spendenskandal des Kinderhilfswerks.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv|text=Web-Dossier der Frankfurter Rundschau |url=http://fr-online.de/unicef/ |wayback=20080123152723 }}&amp;lt;/ref&amp;gt; Als Folge davon trat sie am 2. Februar 2008 als Vorsitzende von UNICEF Deutschland zurück.&amp;lt;ref name=&amp;quot;stern&amp;quot; /&amp;gt; Das in diesem Rahmen eingeleitete Ermittlungsverfahren gegen den damaligen Geschäftsführer des Kinderhilfswerkes [[Dietrich Garlichs]] wurde später eingestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Frühjahr 2006 nahm Simonis zusammen mit dem Tänzer [[Hendrik Höfken]] am Fernseh-Tanzturnier &amp;#039;&amp;#039;[[Let’s Dance (Fernsehsendung)|Let’s Dance]]&amp;#039;&amp;#039; des Senders [[RTL Television|RTL]] teil. Dies verstand sie als Teil ihres Engagements für das Kinderhilfswerk der UNICEF. Die Boulevardzeitung &amp;#039;&amp;#039;[[Bild (Zeitung)|Bild]]&amp;#039;&amp;#039; begleitete die Fernsehsendung mit mehreren Artikeln gegen Simonis (die darin „Hoppel-Heide“ genannt wurde).&amp;lt;ref&amp;gt; Kathrin Buchner: [https://www.stern.de/kultur/tv/-let--s-dance--das-hat-tanz-heide-nicht-verdient--3597328.html &amp;#039;&amp;#039;Let’s Dance: Das hat Tanz-Heide nicht verdient!&amp;#039;&amp;#039;]. In: &amp;#039;&amp;#039;[[Stern (Zeitschrift)|Stern]].&amp;#039;&amp;#039; 8. Mai 2006.&amp;lt;/ref&amp;gt; Simonis trat unter Angabe gesundheitlicher Gründe von dem Tanzturnier zurück.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von 2011 bis 2015 war Heide Simonis Präsidentin des Schleswig-Holsteinischen Sängerbundes.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Auszeichnungen ==&lt;br /&gt;
* 1993 – [[Bambi (Auszeichnung)|Bambi]]&lt;br /&gt;
* 1994 – [[Goldenes Schlitzohr]]&lt;br /&gt;
* 1998 – [[Orden wider den tierischen Ernst]] des [[Aachener Karnevalsverein]]s (AKV)&lt;br /&gt;
* 2010 – Mittlerer [[Orden der Aufgehenden Sonne]] am Band (Japan), für ihr Engagement um die Beziehungen Schleswig-Holsteins nach Japan&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.welt.de/print/die_welt/hamburg/article10705019/Japanischer-Orden-fuer-Simonis.html Japanischer Orden für Simonis]&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.mofa.go.jp/announce/announce/2010/11/pdfs/110301.pdf 2010 Autumn Conferment of Decorations on Foreign Nationals], Internetseite des japanischen Außenministeriums (englisch)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* 2013 – Auszeichnung „Schleswig-Holsteinischer Meilenstein“ des Verbandes Deutscher Sinti und Roma e. V. – Landesverband Schleswig-Holstein für ihr jahrelanges Engagement für die Minderheit der Sinti und Roma&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.sinti-roma-sh.de/ehrung-meilenstein/ Schleswig-Holsteinischer Meilenstein – Verband Deutscher Sinti und Roma e. V.]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* 2014 – Ernennung zur [[Liste der Ehrenbürger Schleswig-Holsteins|Ehrenbürgerin Schleswig-Holsteins]] für die Verdienste als erste weibliche Ministerpräsidentin Schleswig-Holsteins.&lt;br /&gt;
* 2018 – Ernennung zum Ehrenmitglied der „Stiftung RTL – Wir helfen Kindern e.&amp;amp;nbsp;V.“&lt;br /&gt;
* 2018 – Verleihung der [[Willy-Brandt-Medaille]] für besondere Verdienste um die Sozialdemokratische Partei Deutschlands.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Schriften ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Kein Blatt vorm Mund.&amp;#039;&amp;#039; Hoffmann &amp;amp; Campe, Hamburg 1998, ISBN 3-455-11192-0.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Unter Männern: Mein Leben in der Politik.&amp;#039;&amp;#039; C.H. Beck, München 2003, ISBN 3-406-50959-2.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Ausgeteilt, eingesteckt&amp;#039;&amp;#039; mit &amp;#039;&amp;#039;Erich Maletze&amp;#039;&amp;#039;. Zu Klampen Verlag, Springe 2007, ISBN 978-3-86674-012-9.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Drei Rheintöchter. Eine Kindheit am Rhein nach 1945.&amp;#039;&amp;#039; Bouvier Verlag, Bonn 2008, ISBN 978-3-416-03234-6.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Verzockt! Warum die Karten von Markt und Staat neu gemischt werden müssen.&amp;#039;&amp;#039; Vandenhoeck &amp;amp; Ruprecht, Göttingen 2010, ISBN 978-3-525-30002-2.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Alles Märchen! Insider packen aus.&amp;#039;&amp;#039; Lutherisches Verlagshaus, Hannover 2013, ISBN 978-3-7859-1126-6.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Heringstage&amp;#039;&amp;#039;. Borbyer Werkstatt Verlag, Eckernförde 2016, ISBN 978-3-940586-10-0 (Kriminalroman)&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Drei Rheintöchter. Kindheitserlebnisse in der Nachkriegszeit.&amp;#039;&amp;#039; Audiolino Verlag, Hamburg 2018, ISBN 978-3-86737-306-7 (Hörbuch)&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Quilt-Kalender&amp;#039;&amp;#039;. Borbyer Werkstattverlag, Eckernförde 2018.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Stephan-Andreas Casdorff|Stephan Andreas Castorff]]: &amp;#039;&amp;#039;Nachruf auf Heide Simonis. Sie war auf ihre Art eine eiserne Lady&amp;#039;&amp;#039;. In: [[Der Tagesspiegel]], 13. Juli 2023, S. 5. ([https://www.tagesspiegel.de/gesellschaft/nachruf-auf-heide-simonis-sie-war-auf-ihre-art-eine-eiserne-lady-10138249.html Online auf tagesspiegel.de], 12. Juli 2023, abgerufen am 13. Juli 2023)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
{{Wikinews|Kategorie:Heide Simonis|Heide Simonis}}&lt;br /&gt;
{{Wikiquote}}&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|119135787}}&lt;br /&gt;
* [http://www.heide-simonis.de/ Website von Heide Simonis]&lt;br /&gt;
* {{FemBio|http://www.fembio.org/biographie.php/frau/biographie/heide-simonis}}&lt;br /&gt;
* {{Landtag Schleswig-Holstein|124}}&lt;br /&gt;
* Ingrid von Saldern: [https://www1.wdr.de/radio/wdr5/sendungen/erlebtegeschichten/vorlage_erlebtegeschichten144.html &amp;#039;&amp;#039;Erlebte Geschichten mit Heide Simonis&amp;#039;&amp;#039;], [[WDR 5]] (Westdeutscher Rundfunk), 30. Juni 2013.&lt;br /&gt;
* [https://www.spd-geschichtswerkstatt.de/wiki/Heide_Simonis SPD Geschichtswerkstatt Heide Simonis]&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;[https://www.faz.net/aktuell/politik/inland/heide-simonis-war-eine-der-herausragendsten-frauen-der-nachkriegszeit-19029813.html Reaktionen auf Simonis-Tod. „Eine der herausragendsten Frauen der Nachkriegszeit“]&amp;#039;&amp;#039;, auf faz.net (12. Juli 2023)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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{{Normdaten|TYP=p|GND=119135787|LCCN=n81003660|VIAF=92593941}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Simonis, Heide}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Heide Simonis| ]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ministerpräsident (Schleswig-Holstein)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ehrenbürger von Schleswig-Holstein]]&lt;br /&gt;
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[[Kategorie:Mitglied des Haushaltsausschusses (Deutscher Bundestag)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des Ordens des Marienland-Kreuzes (II. Klasse)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des Ordens der Aufgehenden Sonne (Kommandeur)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:UNICEF]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1943]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 2023]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Frau]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Simonis, Heide&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Steinhardt, Heide (Geburtsname)&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutsche Politikerin (SPD), MdL, MdB, Ministerpräsidentin von Schleswig-Holstein&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=4. Juli 1943&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Bonn]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=12. Juli 2023&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Kiel]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Mirmok12</name></author>
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