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	<title>Hautfarbe - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Demo Wiki</subtitle>
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		<id>https://demowiki.knowlus.com/index.php?title=Hautfarbe&amp;diff=11935&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Sokrates 399: Typografie.</title>
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		<updated>2025-06-28T14:02:46Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Typografie.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Dieser Artikel|befasst sich mit der Farbe der Haut von Lebewesen. Zur Verwendung des Begriffs in der Kunst als bestimmter Farbton siehe [[Inkarnat]].}}&lt;br /&gt;
[[Datei:Snakes Diversity.jpg|mini|Farbspektrum von [[Schlangen]]]]&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Hautfarbe&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (auch &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Teint&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;) ist ein körperliches [[Merkmal]], das vor allem durch die [[Pigment (Biologie)|Pigmentierung]] der [[Haut]] und die Struktur der [[Blutgefäß]]e bestimmt wird. Bei einigen Lebewesen, insbesondere bei [[Nacktheit|unbehaarten]] und unbefiederten, dient die Hautfarbe der [[Tarnung]] oder für [[Signal]]e, etwa als [[Warnung|Warnsignal]] [[gift]]iger Tiere oder beim [[Balz]]verhalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Hautfarben im Tierreich ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Allgemeines ===&lt;br /&gt;
Zu den Tieren, die eine [[Haut]] besitzen, gehören unter anderem [[Weichtiere]], [[Amphibien]], [[Reptilien]], [[Vögel]] und [[Säugetiere]]. Dagegen besitzen zum Beispiel [[Insekten]] keine Haut, sondern einen Chitinpanzer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei den Weichtieren, Amphibien und Reptilien ist die Vielfalt der Hautfarben am größten. Bei Vögeln ist die Haut zumeist vom Gefieder verdeckt. Im Bereich des Kopfs und Halses weisen manche Vögel jedoch auffällige Hautfarben auf. Das gilt beispielsweise für [[Truthühner]] und [[Kasuare]]. Bei Säugetieren findet man vorherrschend Pigmente aus der Palette Weiß-Gelb-Rot-Braun-Grau-Schwarz, während etwa Grün-, Blau- und Violett-Pigmente nicht vorkommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Hautfarbe eines Tieres kann an verschiedenen Stellen unterschiedlich sein (sog. &amp;#039;&amp;#039;Zeichnungen&amp;#039;&amp;#039; aufweisen) oder auch nahezu über den gesamten Körper einheitlich sein. Sie kann sich auch zeitlich verändern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Änderungen der Hautfarbe ===&lt;br /&gt;
Der Geschwindigkeit nach können vier Typen der [[Farbe|Farbänderung]] unterschieden werden:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
# Einige Tiere können ihre Hautfarbe rasch und sogar einseitig verändern, etwa [[Chamäleons]] oder [[Kraken]]. Die Veränderung erfolgt durch Bewegung von Pigmentzellen aufgrund nervöser Reize und kann sowohl der Tarnung dienen wie Affektionen ausdrücken.&lt;br /&gt;
# Eine andere Farbänderung wird durch eine Änderung der peripheren [[Durchblutung]] erzeugt, dies kann nervös oder hormonell gesteuert sein, z.&amp;amp;nbsp;B. ein roter Kopf oder rotgefärbte Schwellungen mancher paarungsbereiter [[Affen]].&lt;br /&gt;
# Weitere Möglichkeiten stellen langsame Veränderungen dar, etwa durch Veränderungen von Pigmentierungen infolge Sonneneinwirkung. Dabei kann es sich um [[Stoffwechsel|metabolische]] Leistungen als Reaktion auf Umwelteinflüsse handeln.&lt;br /&gt;
# Andere Tiere besitzen eine festgelegte Färbung, die sich allenfalls saisonal oder mit dem Alter verändert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Hautfarbe beim Menschen ==&lt;br /&gt;
=== Ursachen für die Hautfarbe ===&lt;br /&gt;
==== Pigmentierung ====&lt;br /&gt;
[[Datei:Archaeogenetic analysis of human skin pigmentation in Europe (with Asia geographic extension).png|mini|links|hochkant=2.9|Archäogenetische Analyse der menschlichen Hautpigmentierung in Europa (mit geografischer Ausdehnung Asien)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Einfluss von UV-Strahlung auf Hautfarben.webm|mini|Video:Einfluss von UV-Strahlung auf Hautfarben]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Verschiedene Pigmente haben eine Auswirkung auf die Hautfarbe. Besonders ausschlaggebend bei [[Säugetiere]]n ist die Menge des vorhandenen [[Melanin]]s. Der Anteil an Melanin in der Haut ist [[Genetik|genetisch]] bedingt. Melanin wird aber innerhalb einer gewissen Bandbreite auch durch [[Sonnenstrahlung|Sonnenbestrahlung]] ([[Ultraviolettstrahlung]]) vermehrt gebildet. Es tritt in zwei Varianten auf: Zum einen gibt es das [[Eumelanin]], ein braunes bis schwarzes Pigment, zum anderen das [[Phäomelanin]], ein rotes bis gelbes Pigment. Das Eumelanin bestimmt somit die Helligkeit der Haut. Der Anteil an Phäomelanin erzeugt dann insbesondere bei heller Haut einen rötlichen oder gelblichen Unterton. [[Rot (Haarfarbe)|Rote Haare]] (Rutilismus) sind oft ein Indiz dafür, dass wesentlich mehr Phäomelanin als Eumelanin gebildet wird. Ein [[Vererbung (Biologie)|hereditärer]] Mangel zur Bildung von Pigmenten oder bestimmter Pigmente ist [[Albinismus]], davon betroffenes Tier wird als Albino bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Blutgefäße ====&lt;br /&gt;
Als zweiter farbbeeinflussender Faktor bei heller Haut wird die Rötlichkeit der menschlichen Haut durch die Blutgefäße bestimmt, die unter der Haut liegen. Diese können sich kurzzeitig verengen und erweitern, was zu Erblassen oder [[Erröten]] führt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Körperregion ====&lt;br /&gt;
[[Datei:Got You Daddy.jpg|mini|Vater und Sohn: Die melaninarme Innenfläche einer Hand ist deutlich heller als die eigentliche Hautfarbe.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Hautfarbe ist nicht überall am Körper gleich: Die [[Hand]]flächen und [[Fuß]]sohlen sind melaninarm und deshalb heller und/oder rötlicher als die übrige Haut. Die [[Lippe]]n sind wie die [[Schleimhaut|Schleimhäute]] von roter Farbe, bei starker Pigmentierung aber oft sehr dunkel. Auch die Haut der [[Finger]]kuppen, [[Knöchel]], [[Ohr]]en und der [[Nase]] ist oft etwas rötlicher, da hier mehr Blutgefäße dicht unter der Oberfläche liegen. Im Bereich der [[Brustwarze]]n und der [[Geschlechtsorgan]]e ist die Haut durch einen erhöhten Melaninanteil dunkler.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Geschlecht ====&lt;br /&gt;
Auch das Geschlecht hat Auswirkungen auf die Hautfarbe. Frauen haben im Schnitt eine drei bis vier Prozent hellere Haut als Männer.&amp;lt;ref name=&amp;quot;spektrum03juni&amp;quot;&amp;gt;Spektrum der Wissenschaft, Juni 2003.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Genetik ====&lt;br /&gt;
Das Genom eines Menschen hat erhebliche Auswirkungen auf die Hautfarbe,&amp;lt;ref&amp;gt;Nicholas G. Crawford et al.: &amp;#039;&amp;#039;Loci associated with skin pigmentation identified in African populations.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Science]].&amp;#039;&amp;#039; Online-Vorabveröffentlichung vom 12. Oktober 2017, [[doi:10.1126/science.aan8433]]&amp;lt;/ref&amp;gt; daraus resultiert die unterschiedliche Hautfarbenverteilung in verschiedenen [[Ethnie]]n. So haben die [[Dinka (Volk)|Dinka]] im [[Südsudan]] beispielsweise die dunkelste Hautfarbe aller Ethnien, während die gleichfalls in Afrika lebenden [[San (Volk)|San]] eine vergleichsweise helle („beige“) Hautfarbe besitzen.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.sciencemag.org/news/2017/10/new-gene-variants-reveal-evolution-human-skin-color &amp;#039;&amp;#039;New gene variants reveal the evolution of human skin color.&amp;#039;&amp;#039;] Auf: &amp;#039;&amp;#039;sciencemag.org&amp;#039;&amp;#039; vom 12. Oktober 2017&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;!-- Ist Ethnie das richtige Wort? --&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Albinismus]] hat als Defekt eines der beteiligten Gene das Vorhandensein keines oder einer sehr geringen Menge an Melanin zur Folge, wodurch die betroffenen Individuen weiße oder hellere Haut und Haare erhalten. Im Unterschied dazu führt [[Leuzismus]] dazu, dass die Melanozyten fehlen, wodurch die betroffenen Individuen weiße oder helle gefleckte Haut und Haare erhalten. Beim Menschen ist teilweiser Leuzismus bekannt, der als [[Piebaldismus]] bezeichnet wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die helle Haut von Europäern und Asiaten entsteht überwiegend durch Albinismus vom Typ [[Okulokutaner Albinismus Typ 2|OCA2]] und [[Okulokutaner Albinismus Typ 4|OCA4]]. An der Vererbung der Hautfarbe ist eine Vielzahl von Genen beteiligt, was daran erkennbar ist, dass die Vererbung der Hautfarbe nicht klar den [[Mendelsche Regeln|Mendel’schen Gesetzmäßigkeiten]] folgt. Die Mehrzahl der für die Hautfarbe verantwortlichen Gene ist weitgehend noch nicht identifiziert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bedeutung der Pigmentierung ===&lt;br /&gt;
Dunkle Haut hat einige Vorteile gegenüber heller Haut. Dunkle Haut ist ein Schutz gegen das Eindringen von UV-Strahlen. So wird bei mangelnder Pigmentierung das wichtige Vitamin B ([[Folsäure]]) durch UV-A-Strahlung&amp;lt;ref name=&amp;quot;unterricht biologie 292&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.friedrich-verlag.de/data/47CA32339C304616A26E6EDEF4321473.0.pdf |titel=Die Haut unter UV-Beschuss |hrsg=Friedrich Verlag |format=PDF; 516&amp;amp;nbsp;kB |abruf=2012-08-05 |archiv-datum=2015-05-18 |archiv-url=https://web.archive.org/web/20150518180349/https://www.friedrich-verlag.de/data/47CA32339C304616A26E6EDEF4321473.0.pdf |offline=ja |archiv-bot=2025-06-20 09:10:40 InternetArchiveBot }}&amp;lt;/ref&amp;gt; zerstört, wodurch es zu Fehlbildungen beim Nachwuchs kommen kann, wenn sich die Mutter in der Zeit ihrer Schwangerschaft zu stark UV-Strahlen ausgesetzt hat. Die häufigste Fehlbildung beim Baby ist die [[Spina bifida]] („offener Rücken“). Außerdem wirkt sich ein Folsäuremangel negativ auf die Spermienproduktion aus. Somit haben meist nur Menschen mit einem tendenziell niedrigen Melaninanteil einen Mangel an Folsäure, dem in der Schwangerschaft durch zusätzliche Folsäurepräparate entgegengewirkt werden kann. Pigmentierung hat außerdem den Vorteil, dass mit dem Sonnenlicht einfallendes UV-Licht bereits in den obersten, abgestorbenen Hautzellen absorbiert wird und damit nicht in tiefere Schichten eindringen kann, wo es mutagene und kanzerogene Wirkungen entfalten kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf der anderen Seite bringt Pigmentierung den Nachteil, dass infolge der Absorption von UV-Licht in der obersten, überwiegend toten Hautschicht weniger UV-Strahlung in tiefere Schichten dringt, welche durch lebende Zellen zur Produktion von [[Cholecalciferol]] (Vitamin D) genutzt werden kann. Infolgedessen sollte eine angepasste Pigmentierung eine Optimierung entsprechend der tatsächlich verfügbaren UV-Menge darstellen. Dem folgt die globale Verteilung der Hautfarbe auf genetischer Basis, aber auch die Verwendung von UV-Blockern im Sonnenschutz sowie (entgegengerichtet) das [[Sonnenbad]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Des Weiteren erleichtert eine helle Haut das Auffinden von Parasiten, da viele der Ektoparasiten [[Gliederfüßer]] sind und dunkles [[Sklerotin]] zur erhöhten Festigkeit im [[Chitin]] ihrer [[Exoskelett#Cuticula der Gliederfüßer|Cuticula]] eingelagert haben. Dieser Vorteil gilt natürlich nur, soweit überhaupt (soziale) [[Soziale Körperpflege|Fellpflege]] stattfindet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Methoden zur Klassifizierung menschlicher Hautfarben ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Felix von Luschan Skin Color chart.svg|mini|Einteilung von Hautfarben nach der Von-Luschan-Skala]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu Beginn des 20. Jahrhunderts war die von dem [[Anthropologe]]n [[Felix von Luschan]] (1854–1924) entwickelte &amp;#039;&amp;#039;Von-Luschan-Skala&amp;#039;&amp;#039; eine der gängigsten Methoden, um Hautfarben zu klassifizieren. Die Skala besteht aus 36 nummerierten Keramikscheiben, deren Farbe mit der zu klassifizierenden Haut verglichen wurden. Da sich die Haut eines Menschen an mehr und weniger lichtexponierten Stellen in ihrer Farbe deutlich unterscheiden kann, war es erforderlich, eine „möglichst wenig lichtexponierte“ Hautstelle mit den Keramikscheiben zu vergleichen. In der Praxis erwies sich die Technik als ungenau und es kam durch verschiedene Anthropologen zu unterschiedlichen Messergebnissen. [[Deutsche Kolonien#Neue Kolonialpolitik seit 1905|1911]] lehnte Luschan selbst die Hautfarbe als „[[Rasse|rassisches]]“ Merkmal ab.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;typisch! Klischees von Juden und Anderen.&amp;#039;&amp;#039; Begleitbuch zur Ausstellung des [[Jüdisches Museum Berlin|Jüdischen Museums Berlin]] und des [[Jüdisches Museum Wien|Jüdischen Museums Wien]], Berlin 2008, S. 80.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die sehr differenzierte Skala hat heute eine historische Bedeutung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine neuere Einteilung &amp;#039;&amp;#039;[[Hauttyp#Hauttypen nach Fitzpatrick|Hauttypen nach Fitzpatrick]]&amp;#039;&amp;#039; stammt aus dem Jahr 1975. Die weiterentwickelte Klassifizierung nennt die Hauttypen von I bis VI.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zuverlässiger lässt sich die Hautfarbe mit einem Messgerät wie einem [[Colorimeter]] oder [[Spektralfotometer]] bestimmen und auf Basis der Messwerte kategorisieren. Der Hautfarbton wird dabei in einem der gängigen Farbräume [[Lab-Farbraum|Lab]], [[XYZ-Farbraum|XYZ]] oder [[RGB-Farbraum|RGB]] bestimmt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Evolution der Hautfarben beim Menschen ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Human Skin Colour Distribution 26,000 BC - 1500 AD.gif|mini|Weltweite Verteilung der menschlichen Hautfarben indigener Populationen]]&lt;br /&gt;
Im Rahmen der [[Evolutionstheorie]] stellt sich die Frage nach den Ursachen für unterschiedliche Hautfarben innerhalb und zwischen Populationen, bei Menschen insbesondere zwischen [[Ethnie|ethnischen Gruppen]].&amp;lt;ref&amp;gt;Mark D. Lucock: &amp;#039;&amp;#039;The evolution of human skin pigmentation: A changing medley of vitamins, genetic variability, and UV radiation during human expansion.&amp;#039;&amp;#039; [[Systematische Übersichtsarbeit|Review-Artikel]] in: &amp;#039;&amp;#039;American Journal of Biological Anthropology.&amp;#039;&amp;#039; Onlineveröffentlichung vom 25. Juni 2022, [[doi:10.1002/ajpa.24564]].&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der [[Darwinismus]] geht davon aus, dass die relative Häufigkeit bestimmter Ausprägungen bezüglich eines erblichen Merkmals innerhalb einer Population dann gegenüber anderen Ausprägungen desselben Merkmals zunimmt, wenn diese Merkmalsausprägungen einen Selektionsvorteil haben, das heißt, dass die Träger der bestimmenden Erbanlagen einen höheren Reproduktionserfolg haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die am weitesten verbreitete Annahme war, dass der dunkle, afrikanische Hautton den &amp;#039;&amp;#039;ursprünglichen&amp;#039;&amp;#039; Hautton dargestellt und die helleren europäischen und asiatischen Hauttöne seien &amp;#039;&amp;#039;unabhängig voneinander&amp;#039;&amp;#039; später entstanden.&amp;lt;ref name=&amp;quot;oxford&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://mbe.oxfordjournals.org/cgi/reprint/msl203v1.pdf |titel=Genetic Evidence for the Convergent Evolution of Light Skin in Europeans and East Asians |hrsg=Oxford Journals |format=PDF; 2,4&amp;amp;nbsp;MB |sprache=en |offline=1 |archiv-url=https://web.archive.org/web/20070616095103/http://mbe.oxfordjournals.org/cgi/reprint/msl203v1.pdf |archiv-datum=2007-06-16 |abruf=2006-12-20}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Doch genetische Untersuchungen kritisieren diese Annahme. Laut einer Studie der Universität von Pennsylvania im Jahr 2017 sind die Gene für die verschiedenen Hauttöne schon vor dem modernen Menschen selbst entstanden.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=Nicholas G. Crawford, Derek E. Kelly, Matthew E. B. Hansen, Marcia H. Beltrame, Shaohua Fan |Titel=Loci associated with skin pigmentation identified in African populations |Sammelwerk=Science |Datum=2017-10-12 |ISSN=0036-8075 |Seiten=eaan8433 |Online=http://science.sciencemag.org/content/early/2017/10/11/science.aan8433 |Abruf=2018-07-09 |DOI=10.1126/science.aan8433 |PMID=29025994}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Teilweise korreliert die Hautfarbe mit der geographischen Region in der Weise, dass die Pigmentierung umso stärker ist, je höher die UV-Strahlung ist. Im Jahr 2000 stellten [[Nina Jablonski]] und George Chaplin eine Theorie auf, die sich insbesondere auf die Vor- und Nachteile eines hohen beziehungsweise niedrigen Melaninspiegels beruft.&amp;lt;ref name=&amp;quot;backintyme&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://backintyme.com/essays/?p=4 |titel=The Paleo-Etiology of Human Skin Tone |sprache=en |abruf=2002-12-05}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Jablonski und Chaplin folgerten, möglicherweise seien im Zuge der Evolution nicht helle aus dunklen Hautfarben hervorgegangen, sondern helle und dunkle Hautfarben als Extremstufen der Anpassung aus einem eher ocker-farbigen Ausgangston ähnlich dem der [[San (Volk)|San]]-Völker im heutigen südlichen Afrika.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Hypothese der Entstehung durch selektive Anpassung an Lichtverhältnisse ====&lt;br /&gt;
Nach dieser Hypothese werden als entscheidende Ursache für die Entwicklung der regional abweichenden Hautfarben Selektionsvorteile in der jeweiligen Region angenommen. Die Adaptation an die Lichtverhältnisse und UV-Strahlung in der jeweiligen Region ist der angenommene Mechanismus.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.eurekalert.org/news-releases/759430 eurekalert.org] vom 20. Februar 2011: „Skin color: Handy tool for teaching evolution.“&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Melanin schützt Haut vor der Ultraviolettstrahlung der Sonne. Das Melanin unterbindet die erbgutschädigende Wirkung, insbesondere der UV-B-Strahlung. Insofern ist ein hoher Melaninanteil in Regionen mit starker Sonneneinstrahlung ein Vorteil, in Regionen mit niedriger Sonneneinstrahlung dagegen aber nicht unbedingt im selben Maße erforderlich. Allerdings trifft diese Funktion im Wesentlichen nur auf das [[Eumelanin]] zu und nicht auf das [[Phäomelanin]], welches keine nennenswerten UV-protektiven Eigenschaften besitzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der zweite Nutzen des Melanins ist, dass im Blut zirkulierende [[Folsäure]] vor der Ultraviolettstrahlung geschützt wird. Ohne diesen Schutz würde sie schnell abgebaut. Folsäure ist wichtig für die Entwicklung des jungen [[Embryo]]s und spielt eine wichtige Rolle bei der [[Sperma|Spermienproduktion]]. Menschen mit einem tendenziell niedrigen Melaninanteil, die zu viel ultraviolette Strahlung abbekommen und nicht vermehrt Folsäure durch die Nahrung aufnehmen, müssen daher mit verminderter Fruchtbarkeit oder einem erhöhten Risiko von Entwicklungsschäden des Kindes rechnen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Melaninanteil der Haut hat dabei auch einen direkten Einfluss auf die Produktion von [[Vitamin D]]. Je mehr Melanin in der Haut ist, umso weniger Vitamin D kann produziert werden. Menschen mit einem tendenziell hohen Melaninanteil, die in hohen Breiten leben, können an Vitamin-D-Mangel leiden und können beim Auftreten von Mangelerscheinungen ihre Nahrung entsprechend zusammenstellen. Menschen mit tendenziell niedrigem Melaninanteil neigen weniger schnell zu entsprechenden Mangelerscheinungen und könnten deswegen in den gemäßigten bis polaren Klimazonen einen Selektionsvorteil bzw. keinen Selektionsnachteil gehabt haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Geschwindigkeit, mit der sich die unterschiedlichen Mutationen in den jeweiligen menschlichen Populationen ausbreiteten, deuten darauf hin, dass in Regionen mit niedriger Sonneneinstrahlung eine starke positive Auslese zugunsten heller Haut stattfand,&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Sandra Wilde, Adrian Timpson, Karola Kirsanow, Elke Kaiser, Manfred Kayser |Titel=Direct evidence for positive selection of skin, hair, and eye pigmentation in Europeans during the last 5,000 y |Sammelwerk=Proceedings of the National Academy of Sciences |Band=111 |Nummer=13 |Datum=2014-04-01 |ISSN=0027-8424 |Seiten=4832–4837 |Online=https://www.pnas.org/content/111/13/4832 |Abruf=2021-12-03 |DOI=10.1073/pnas.1316513111 |PMC=3977302 |PMID=24616518}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Mikiko Soejima, Hidenori Tachida, Takafumi Ishida, Akinori Sano, Yoshiro Koda |Titel=Evidence for Recent Positive Selection at the Human AIM1 Locus in a European Population |Sammelwerk=Molecular Biology and Evolution |Band=23 |Nummer=1 |Datum=2006-01-01 |ISSN=1537-1719 |Seiten=179–188 |Online=http://academic.oup.com/mbe/article/23/1/179/1193569/Evidence-for-Recent-Positive-Selection-at-the |Abruf=2021-12-03 |DOI=10.1093/molbev/msj018}}&amp;lt;/ref&amp;gt; während in Regionen mit hoher Sonneneinstrahlung die dunkle Hautfarbe dominant wurde. Dennoch muss auch ein weiterer rein genetischer Faktor Auswirkungen haben, denn einige Völker in Afrika, wie die [[Khoisan]], haben eine verhältnismäßig helle Hautfarbe.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Nicholas G. Crawford, Derek E. Kelly, Matthew E. B. Hansen, Marcia H. Beltrame, Shaohua Fan |Titel=Loci associated with skin pigmentation identified in African populations |Sammelwerk=Science |Datum=2017-10-12 |ISSN=0036-8075 |Seiten=eaan8433 |Online=http://science.sciencemag.org/content/early/2017/10/11/science.aan8433 |Abruf=2018-07-09 |DOI=10.1126/science.aan8433 |PMID=29025994}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Die helle Hautfarbe von Europäern und Asiaten ist unabhängig voneinander&amp;lt;ref name=&amp;quot;Lao&amp;quot;&amp;gt;O. Lao, J. M. de Gruijter, K. van Duijn, A. Navarro, M. Kayser: &amp;#039;&amp;#039;Signatures of positive selection in genes associated with human skin pigmentation as revealed from analyses of single nucleotide polymorphisms.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Ann Hum Genet.&amp;#039;&amp;#039; 71(Pt 3), 2007 May, S. 354–369. Epub 2007 Jan 18. PMID 17233754&amp;lt;/ref&amp;gt; und geht auf [[Albinismus]]-Genorte zurück.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Norton&amp;quot;&amp;gt;H. L. Norton, R. A. Kittles, E. Parra, P. McKeigue, X. Mao, K. Cheng, V. A. Canfield, D. G. Bradley, B. McEvoy, M. D. Shriver: &amp;#039;&amp;#039;Genetic evidence for the convergent evolution of light skin in Europeans and East Asians.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Mol Biol Evol.&amp;#039;&amp;#039; 24(3), 2007 Mar, S. 710–722. Epub 2006 Dec 20.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Hypothese der Entstehung durch sexuelle Selektion ====&lt;br /&gt;
Der amerikanische Anthropologe und Physiologe [[Jared Diamond]] sieht – in Anlehnung an ähnliche Vermutungen [[Charles Darwin]]s – die Mechanismen sexueller Selektion als wahrscheinlichen Grund für die Ausbildung verschiedener Hautfarben. Danach wirkten die in der frühen Kindheit geprägten Vorlieben darauf hin, dass Menschen sich bei der Partnerwahl tendenziell eher an dem äußeren Erscheinungsbild früherer Bezugspersonen in der Familie und ihrem Umfeld orientieren. Über Generationen hinweg könnte dies zur Entwicklung von Populationen mit ähnlichem Erscheinungsbild geführt haben und auch den merkwürdigen Effekt erklären, warum in klimatisch sehr ähnlichen Regionen mit vergleichbarer Lebensweise der Populationen auch über einen langen Zeitraum hinweg es nicht notwendigerweise zur Entwicklung ähnlicher oder identischer Hautfarben gekommen sei.&amp;lt;ref&amp;gt;Jared Diamond: &amp;#039;&amp;#039;Sexuelle Selektion und der Ursprung der menschlichen Rasse.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Der dritte Schimpanse|Der dritte Schimpanse. Evolution und Zukunft des Menschen]]&amp;#039;&amp;#039;. 3. Auflage. Frankfurt 2007, S. 142–157.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Vermutung der Selektion nach Sexualpartnern wird von [[Joachim Burger]] für eine plausible Annahme gehalten, die die erfolgte Aufhellung der Europäer in den letzten 5.000 Jahren gemeinsam mit der Anpassung an Lichtverhältnisse erklären könnte.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.scinexx.de/news/biowissen/wie-bekamen-die-europaeer-ihr-heutiges-aussehen/ |titel=Wie bekamen die Europäer ihr heutiges Aussehen? - Erbgut urzeitlicher Steppennomaden liefert Hinweise auf Evolution des Ur-Europäers - scinexx.de |datum=2014-03-11 |abruf=2022-01-16}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Sandra Wilde, Adrian Timpson, Karola Kirsanow, Elke Kaiser, Manfred Kayser |Titel=Direct evidence for positive selection of skin, hair, and eye pigmentation in Europeans during the last 5,000 y |Sammelwerk=Proceedings of the National Academy of Sciences |Band=111 |Nummer=13 |Datum=2014-04-01 |ISSN=0027-8424 |Seiten=4832–4837 |Online=https://www.pnas.org/content/111/13/4832 |Abruf=2022-01-29 |DOI=10.1073/pnas.1316513111 |PMID=24616518}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Verschiedene mögliche Faktoren schließen sich also nicht aus, sondern können sich ergänzt haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bedeutung im Rassismus ===&lt;br /&gt;
[[Rassismus]] geht davon aus, dass Menschen nach [[Rasse (Anthropologie)|Rassen]] unterteilt werden können. „[[Rassentheorie]]n“, die etwa seit [[Immanuel Kant|Kant]] und der [[Aufklärung]]&amp;lt;ref&amp;gt;[[Arnold L. Farr|Arnold Farr]]: &amp;#039;&amp;#039;Wie Weißsein sichtbar wird. Aufklärungsrassismus und die Struktur eines rassifizierten Bewusstseins&amp;#039;&amp;#039; In: Eggers/Kilomba/Piesche/Arndt (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Mythen, Masken und Subjekte. Kritische Weißseinsforschung in Deutschland.&amp;#039;&amp;#039; Münster 2005.&amp;lt;/ref&amp;gt; lange einen „Anspruch auf Wissenschaftlichkeit erhoben haben“,&amp;lt;ref name=&amp;quot;arndt&amp;quot;&amp;gt;Susan Arndt, [[Antje Hornscheidt]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Afrika und die deutsche Sprache. Ein kritisches Nachschlagewerk.&amp;#039;&amp;#039; S. 10 ff.&amp;lt;/ref&amp;gt; greifen „aus einer Vielzahl von zumeist visuell sichtbaren körperlichen Merkmalen einzelne (wie etwa die Hautfarbe)“ heraus, um damit Menschen auf der Grundlage eines somit als „natürlich gegebenen“ und „relevanten Kriteriums“ wie der Hautfarbe auch in ihrem &amp;#039;&amp;#039;Wesen&amp;#039;&amp;#039; zu unterscheiden. Außerdem werden dem einzelnen Menschen bestimmte soziale, kulturelle und religiöse Eigenschaften und Verhaltensmuster als „Rassenmerkmale“ zugeschrieben. Die so hergestellten Unterschiede werden, wie [[Albert Memmi]] zeigte, in einem Prozess [[Hegemonie|hegemonialer]] Praxis verallgemeinert, verabsolutiert und gewertet.&amp;lt;ref&amp;gt;Albert Memmi: &amp;#039;&amp;#039;Rassismus.&amp;#039;&amp;#039; Frankfurt am Main 1987.&amp;lt;/ref&amp;gt; Ausgehend von einer konstruierten Normsetzung des „Eigenen“ wird das „Andere“ identifiziert und [[Homogenität|homogenisiert]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;arndt&amp;quot; /&amp;gt; Den „Anderen“ werden dabei meist negative Eigenschaften zugeordnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Rassismus wird Hautfarbe meist als „ein-farbig“ dargestellt, obwohl Hautfarbe sich immer in einem Spektrum von Farben bewegt.&amp;lt;ref&amp;gt;Bauer/Petrow: &amp;#039;&amp;#039;Farbige/Farbiger.&amp;#039;&amp;#039; In: S. Arndt, A. Hornscheid: &amp;#039;&amp;#039;Afrika und die deutsche Sprache.&amp;#039;&amp;#039; Unrast-Verlag, Münster 2004, ISBN 3-89771-424-8.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Einteilung von Menschen nach dem nicht immer klar abgrenzbaren Merkmal der Hautfarbe, besonders die grobe Einteilung nach „weiß“ oder „schwarz“, erfolgt damit nach den Kriterien des [[Biologismus]] und einer ihm folgenden ideologischen „Essentialisierung“.&amp;lt;ref&amp;gt;David R. Roediger: &amp;#039;&amp;#039;Towards the Abolition of Whiteness.&amp;#039;&amp;#039; New York 1994. In: S. Arndt, A. Hornscheid: &amp;#039;&amp;#039;Afrika und die deutsche Sprache.&amp;#039;&amp;#039; Unrast-Verlag, Münster 2004, ISBN 3-89771-424-8.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beispielsweise ordnete [[Carl von Linné]], der Begründer der [[Biologische Systematik|biologischen Systematik]], in der 10. Auflage seines Werkes &amp;#039;&amp;#039;[[Systema Naturae]]&amp;#039;&amp;#039; (1758) die Menschen in vier „Varietäten“ ein. Jeder „Varietät“ schrieb er eine geologische Herkunft, eine Hautfarbe, ein [[Temperament]] und eine Körperhaltung zu. Dabei wurde zum Beispiel der weißen &amp;#039;&amp;#039;Europaeus&amp;#039;&amp;#039; als [[Sanguiniker|sanguinisch]] und muskulös und der schwarzen &amp;#039;&amp;#039;Afer&amp;#039;&amp;#039; als [[Phlegmatiker|phlegmatisch]] und schlaff bezeichnet.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Carl von Linné |Titel=Systema Naturae |Auflage=10. |Datum=1758 |Seiten=20–22 |Online=[https://gdz.sub.uni-goettingen.de/id/PPN362053006?tify=%7B%22view%22:%22toc%22%7D gdz.sub.uni-goettingen.de]}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Konzept der Rasse als einer abgrenzbaren Gruppe von Menschen wird seit Ende des 20. Jahrhunderts als „völlig obsolet“&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Deklaration von Schlaining |url=https://www.friedensburg.at/uploads/files/Deklaration_1995.pdf |titel=Gegen Rassismus, Gewalt und Diskriminierung |titelerg=Abschnitt II: „Zur Obsoletheit des Begriffes der ‚Rasse‘“ |datum=1995-06 |format=PDF |abruf=2020-02-26 |archiv-datum=2020-10-10 |archiv-url=https://web.archive.org/web/20201010092259/https://www.friedensburg.at/uploads/files/Deklaration_1995.pdf |offline=ja |archiv-bot=2025-06-20 09:10:40 InternetArchiveBot }}&amp;lt;/ref&amp;gt; und wissenschaftlich nicht haltbar&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Titel=AAPA statement on biological aspects of race |Sammelwerk=American Journal of Physical Anthropology |Band=101 |Datum=1996 |Seiten=569 f.}}&amp;lt;/ref&amp;gt; bewertet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bedeutung in Wirtschaft und Technik ===&lt;br /&gt;
Wichtige Produkte zur Regulierung der Hautfarbe sind [[Kosmetika]] wie [[Schminke]] und [[Sonnenschutz]]. Mineralischer [[Ocker]] wurde schon vor mindestens 60.000 Jahren durch den Menschen genutzt, um die Haut zu färben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Hautaufhellung ====&lt;br /&gt;
Als Mittel zur [[Hautaufhellung]] wird die Methode praktiziert, die Haut konsequent möglichst wenig [[Sonnenlicht]] auszusetzen. Dies geschieht beispielsweise durch entsprechende Bekleidung, Hüte, Sonnenschirme, Tücher, Gesichtsmasken oder Handschuhe. Daneben existiert eine Vielzahl kosmetischer Produkte zur Hautaufhellung, die zum Teil sehr schädlich sind, etwa das seit der Antike bekannte giftige [[Bleiweiß]]. Moderne Produkte enthalten auch [[Quecksilber]]. Deshalb ist der Vertrieb in der [[EU]] und vielen afrikanischen Staaten, z.&amp;amp;nbsp;B. in [[Ruanda]], verboten.&amp;lt;ref&amp;gt;GEO 07/2019, S. 27: „Das giftige Geschäft mit der Haut“&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Japan wurde als Wirkstoff zur Hautaufhellung die künstliche Verbindung [[Rucinol]] entwickelt. Der synthetische Wirkstoff ist bis zu 100-mal wirkungsvoller als [[Hydrochinon]], da es zwei für die Melaninsynthese erforderliche Enzyme hemmt. So wird die allgemeine Melaninsynthese gehemmt und anschließend die Produktion des dunklen Melanins. In der Folge sinkt der Melaningehalt in der Haut.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Hautbräunung ====&lt;br /&gt;
Das wohl meistverbreitete Mittel, um die Haut zu bräunen, ist sie vermehrt dem Sonnenlicht auszusetzen. [[Sonnencreme]]s und ähnliche Produkte werden verwendet, um die damit verbundenen Schädigungen der Haut zu reduzieren. Ersatzweise wird auch künstliches Licht ([[Solarium|Solarien]]) für [[Sonnenbad|Sonnenbäder]] verwendet. Des Weiteren gibt es kosmetische Produkte wie [[Selbstbräuner]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Anette Dietrich: &amp;#039;&amp;#039;Weiße Weiblichkeiten: Konstruktionen von „Rasse“ und Geschlecht im deutschen Kolonialismus.&amp;#039;&amp;#039; Transcript, Bielefeld 2007, ISBN 978-3-89942-807-0 (Zugleich Dissertation an der [[FU Berlin]]).&lt;br /&gt;
* [[Nina Jablonski|Nina G. Jablonski]], George Chaplin: &amp;#039;&amp;#039;The evolution of human skin coloration.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Journal of Human Evolution.&amp;#039;&amp;#039; Band 39, 2000, S. 57–106, [[doi:10.1006/jhev.2000.0403]], [http://faculty.washington.edu/charles/562_f2011/Additional%20Readings/Jablonski%202000.pdf Volltext (PDF; 3,2&amp;amp;nbsp;MB)]&lt;br /&gt;
* [[Frank Patalong]]: [http://www.spiegel.de/gesundheit/psychologie/helle-haut-warum-hautbleichmittel-weltweit-boomen-a-917876.html Schönheitsideale: &amp;#039;&amp;#039;Die falsche Haut - Warum Hautbleichmittel weltweit boomen.&amp;#039;&amp;#039;] Auf: &amp;#039;&amp;#039;[[Der Spiegel|Spiegel.de Gesundheit]]&amp;#039;&amp;#039; vom 24. August 2013.&lt;br /&gt;
* Albert Memmi: &amp;#039;&amp;#039;Rassismus.&amp;#039;&amp;#039; (Originaltitel: &amp;#039;&amp;#039;Le racisme&amp;#039;&amp;#039;, übersetzt von Udo Rennert). Athenäum, Frankfurt am Main 1987, ISBN 3-610-04696-1 (= &amp;#039;&amp;#039;Die kleine weiße Reihe&amp;#039;&amp;#039;, Band&amp;amp;nbsp;96).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Wiktionary}}&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4159296-7}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Anatomie der Haut]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Physiologie der Haut]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Farben]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Wikipedia:Artikel mit Video]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Sokrates 399</name></author>
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