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	<title>Gudrun Ensslin - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Demo Wiki</subtitle>
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		<title>imported&gt;Schotterebene: Formatierung</title>
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		<updated>2025-06-16T14:40:17Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Formatierung&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Das Abonnement - A film by Ali Limonadi 1 (cropped).png|mini|Gudrun Ensslin, 1967]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Gudrun Ensslin&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[15. August]] [[1940]] in [[Bartholomä]]; † [[18. Oktober]] [[1977]] in [[Stammheim (Stuttgart)|Stuttgart-Stammheim]]) war eine deutsche [[Linksextremismus|linksextremistische]] [[Terrorismus|Terroristin]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Mitbegründerin und führendes Mitglied der [[Rote Armee Fraktion]] war sie an fünf Bombenanschlägen mit vier Todesopfern beteiligt. Anfang Juni 1972 wurde sie verhaftet und wegen vierfachen Mordes im April 1977 zu lebenslanger Freiheitsstrafe verurteilt. Am 18. Oktober 1977 starb sie in der [[Todesnacht von Stammheim]] durch [[Suizid]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Herkunft, Familie und Schulzeit ===&lt;br /&gt;
Gudrun Ensslin war das vierte von sieben Kindern des [[evangelisch]]en Pfarrers [[Helmut Ensslin]] und seiner Frau Ilse. Sie wurde in Bartholomä im heutigen [[Ostalbkreis]] geboren und wohnte dort im Pfarrhaus,&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Alex Aßmann |Hrsg= |Titel=Gudrun Ensslin – Die Geschichte einer Radikalisierung |Verlag=[[Verlag Ferdinand Schöningh|Ferdinand Schöningh]] |Datum=2018-09-21 |ISBN=978-3-506-78848-1 |Seiten=27}}&amp;lt;/ref&amp;gt; bis sie als Kind mit ihrer Familie nach [[Tuttlingen]] im Süden Baden-Württembergs und als Jugendliche nach [[Stuttgart]]-[[Bad Cannstatt]] umzog. Ihre Erziehung war gekennzeichnet von einer kritischen Distanz zu den politischen, sozialen und internationalen Realitäten jener Zeit: gegen die [[Wiederbewaffnung]] Deutschlands, aufgeschlossen für soziale Probleme in der [[Dritte Welt|Dritten Welt]], gegen die Übel des [[Kalter Krieg|Kalten Krieg]]s, gegen die Schrecken der [[Atombombe]], gegen die Aufspaltung der Welt in zwei Militärblöcke, gegen die materialistische Gier der bürgerlichen Gesellschaft.&amp;lt;ref&amp;gt;Jillian Becker: &amp;#039;&amp;#039;Hitlers Kinder? Der Baader-Meinhof-Terrorismus&amp;#039;&amp;#039;. Fischer Taschenbuch Verlag, Frankfurt 1978, ISBN 3-596-23413-1, S. 57.&amp;lt;/ref&amp;gt; Während ihrer Schulzeit verbrachte sie 1958 ein Jahr als Austauschschülerin in einer Methodistengemeinde in [[Warren (Pennsylvania)|Warren/Pennsylvania]].&amp;lt;ref&amp;gt;André Gottschling: Biographisches Porträt: Andreas Baader / Veröffentlicht in: Jahrbuch Extremismus &amp;amp; Demokratie 16(2004), S. 189, 190&amp;lt;/ref&amp;gt; Nach dem Abitur 1960 am [[Königin-Katharina-Stift]] in Stuttgart studierte sie von 1960 bis 1963 an der [[Eberhard Karls Universität Tübingen|Universität Tübingen]] [[Anglistik]], [[Germanistik]] und [[Pädagogik]]; anschließend wechselte sie an die [[Pädagogische Hochschule Schwäbisch Gmünd]], wo sie 1964 ihr [[Staatsexamen]] zur [[Schullehrer|Volksschullehrerin]] machte. Danach studierte Ensslin in [[Berlin]] mit einem Stipendium der [[Studienstiftung des deutschen Volkes]] an der [[Freie Universität Berlin|Freien Universität]] Germanistik. Zu einer geplanten Direktpromotion über [[Hans Henny Jahnn]] kam es nicht mehr.&amp;lt;ref&amp;gt;Alexander Gallus: &amp;#039;&amp;#039;Ein Anfang, der das Ende nicht erwarten ließ. Die Studienstiftler Meinhof, Mahler, Ensslin, Vesper und die Eliteförderung der frühen Bundesrepublik – eine Aktenlektüre.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Jahrbuch Extremismus &amp;amp; Demokratie.&amp;#039;&amp;#039; Band 24, 2012, ISBN 978-3-8329-7999-7, S. 13–29.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Erste berufliche und politische Tätigkeit ===&lt;br /&gt;
Ensslin gründete 1963 in Tübingen zusammen mit ihrem Kommilitonen und Freund [[Bernward Vesper]] einen Kleinverlag, das &amp;#039;&amp;#039;studio neue literatur&amp;#039;&amp;#039;. Es erschienen eine [[Anthologie]] deutscher Gedichte, &amp;#039;&amp;#039;Gegen den Tod. Stimmen deutscher Schriftsteller gegen die Atombombe&amp;#039;&amp;#039;, und ein Gedichtband mit Gedichten des [[Franquismus|Franco-Anhängers]] [[Gerardo Diego]]. Von der nach dem Tod von Bernward Vespers Vater 1962 geplanten Will-Vesper-Gesamtausgabe erschien letztlich nur ein Band. In einer Rezension für die Zeitung &amp;#039;&amp;#039;Das deutsche Wort&amp;#039;&amp;#039; erklärte Gudrun Ensslin im September 1963 diese Edition zur „Aufgabe für das nationale Deutschland“. Im Zuge dessen bezeichnete sie den für seine dem [[Nationalsozialismus]] nahen Werke und [[Adolf Hitler|Hitler]]-Oden berüchtigten [[Will Vesper]] unter anderem als „liebenswertesten, unterhaltendsten und geistreichsten Dichter, den Deutschland in diesem Jahrhundert besessen hat“.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Der Spiegel |ID=40348600 |Autor=Christian Schultz-Gerstein |Titel=Die Zerstörung einer Legende |Jahr=1979 |Nr=52 |Datum=1979-12-24 |Seiten=146–150}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach ihrem Wechsel nach West-Berlin waren Ensslin und Vesper während des [[Bundestagswahl 1965|Bundestagswahlkampfs 1965]] im SPD-nahen „Wahlkontor deutsche Schriftsteller“ aktiv für die Wahl [[Willy Brandt]]s.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Franz Walter |Titel=Der Chic der Sozialdemokratie: &amp;quot;Der Frau treu bleiben  die Partei wechseln&amp;quot; |Sammelwerk=Der Spiegel |Datum=2007-01-07 |ISSN=2195-1349 |Online=https://www.spiegel.de/politik/deutschland/der-chic-der-sozialdemokratie-der-frau-treu-bleiben-die-partei-wechseln-a-457431.html |Abruf=2024-06-01}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Sie spielte 1967 im experimentellen Kurzfilm &amp;#039;&amp;#039;[[Das Abonnement]]&amp;#039;&amp;#039; des Regisseurs Ali Limonadi ein Fotomodell, das anders als ihr Fotograf auf die täglich eingeworfene Zeitung &amp;#039;&amp;#039;[[Die Welt]]&amp;#039;&amp;#039; aus dem [[Axel Springer SE|Axel-Springer-Verlag]] unbeeindruckt reagiert.&amp;lt;ref&amp;gt; {{IMDb|tt8032788|Das Abonnement}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Diese medienkritische Rolle spielte Ensslin in ihrem einzigen Filmauftritt laut [[Ingeborg Gleichauf]] wandlungsfähig und überzeugend – und zeigte ihr Talent für Inszenierungen.&amp;lt;ref&amp;gt;Ingeborg Gleichauf: &amp;#039;&amp;#039;Poesie und Gewalt. Das Leben der Gudrun Ensslin.&amp;#039;&amp;#039; Klett-Cotta, Stuttgart 2017, ISBN 978-3-608-94918-6, S. 135.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 13. Mai 1967 gebar sie ihren Sohn [[Felix Ensslin]], dessen [[Pate]]nonkel [[Rudi Dutschke]] wurde.&amp;lt;ref&amp;gt;Heinrich Jaenecke: &amp;#039;&amp;#039;Ein Kind aus gutem Hause. Gudrun Ensslin – ihre Moral, ihre Leidenschaft, ihre Irrtümer.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Stern (Zeitschrift)|Stern]].&amp;#039;&amp;#039; Nr. 26, 1972, S. 20.&amp;lt;/ref&amp;gt; Im Sommer 1967 lernte Gudrun Ensslin [[Andreas Baader]] kennen, im Februar 1968 trennte sie sich von Bernward Vesper, der gemeinsame Sohn kam nach Gudrun Ensslins Verhaftung Anfang April 1968 zum Vater. Auf Gudrun Ensslins Initiative wurden die Rechte des Vaters im September 1969 eingeschränkt, und Felix Ensslin kam zu Pflegeeltern. Bernward Vesper nahm sich im Mai 1971 das Leben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== 68er-Bewegung und Außerparlamentarische Opposition ===&lt;br /&gt;
Involviert in die [[Westdeutsche Studentenbewegung der 1960er Jahre|Studentenunruhen der ausgehenden 1960er]], engagierte sich Ensslin seit dem Tod [[Benno Ohnesorg]]s am 2. Juni 1967 in der [[Außerparlamentarische Opposition|Außerparlamentarischen Opposition]]. Nach politisch motivierten [[Kaufhaus-Brandstiftungen am 2. April 1968]] in Frankfurt am Main wurde Ensslin verhaftet und ebenso wie Andreas Baader, [[Thorwald Proll]] und [[Horst Söhnlein]] zu drei Jahren [[Zuchthaus]] verurteilt. Nach der vorläufigen Verurteilung kamen die Beschuldigten wegen des Einlegens der [[Revision (Recht)|Revision]] zunächst auf freien Fuß. Nachdem der [[Bundesgerichtshof]] die Revision der Angeklagten verworfen hatte und das Urteil aus dem Kaufhausbrandprozess damit rechtskräftig geworden war, tauchte Ensslin im September 1969 unter und flüchtete mit Baader und [[Astrid Proll]] nach [[Italien]]. Im Januar 1970 kehrte sie mit Andreas Baader nach Berlin zurück, wo Baader am 4. April 1970 festgenommen wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ensslin und [[Ulrike Meinhof]] planten die [[Baader-Befreiung|Befreiung Baaders]], die am 14. Mai 1970 bei einem fingierten Recherchetermin gelang. An der Aktion beteiligt waren Meinhof, [[Ingrid Schubert (RAF-Mitglied)|Ingrid Schubert]], [[Irene Goergens]] sowie ein bisher nicht identifizierter Mann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== RAF-Zeit, Festnahme und Tod ===&lt;br /&gt;
Nach der Befreiung Baaders folgten zahlreiche Banküberfälle, um das Leben im Untergrund und weitere Aktionen finanzieren zu können. Zeitweise ließ die Gruppe sich in einem palästinensischen Camp in [[Jordanien]] militärisch ausbilden. Nach der Rückkehr in die Bundesrepublik Deutschland verübten sie weitere Banküberfälle und fünf Sprengstoffanschläge. Gudrun Ensslin war an der [[Mai-Offensive der Rote Armee Fraktion|Mai-Offensive der RAF]] beteiligt, bei der insgesamt vier Menschen ums Leben kamen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Andreas Gohr |url=https://www.rafinfo.de/hist/kap09.php |titel=Rote Armee Fraktion Infopage |datum=1970-01-01 |sprache=de |abruf=2024-06-01}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 7. Juni 1972 wurde sie in einer Hamburger Modeboutique verhaftet. Die Geschäftsführerin hatte in ihrer abgelegten Jacke eine Waffe ertastet und die Polizei gerufen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.fr.de/kultur/gesellschaft/verfolgungswahn-raf-terror-und-die-festnahme-von-andreas-baader-in-frankfurt-91583317.html |titel=Verfolgungswahn: RAF-Terror und die Festnahme von Andreas Baader in Frankfurt |datum=2022-05-31 |sprache=de |abruf=2024-12-11}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Ensslin kam in den eigens errichteten [[Hochsicherheitstrakt]] der [[Justizvollzugsanstalt Stuttgart]]-Stammheim. In der dort neugebauten Mehrzweckhalle fanden die Gerichtsverfahren gegen sie und andere Mitglieder der RAF statt. Tonbandaufzeichnungen davon, entstanden zwischen August 1975 und Februar 1977, wurden teilweise veröffentlicht und befinden sich heute im [[Landesarchiv Baden-Württemberg]]. Darunter befindet sich eine Erklärung Ensslins zu Anschlägen der RAF.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://www.landesarchiv-bw.de/web/42958 |hrsg=Landesarchiv Baden-Württemberg |titel=Die Stammheim-Tonbänder |datum=2011-05-20 |archiv-url=https://web.archive.org/web/20110520071303/http://www.landesarchiv-bw.de/web/42958 |sprache=de |abruf=2024-06-01}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Im [[Stammheim-Prozess|Stammheimer Prozess]] wurde Ensslin im April 1977 vom OLG Stuttgart zu einer [[Lebenslange Freiheitsstrafe|lebenslangen Freiheitsstrafe]] verurteilt. Das Urteil war wegen anhängiger Revision nicht rechtskräftig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ensslin starb ebenso wie Andreas Baader und [[Jan-Carl Raspe]] am 18. Oktober 1977 durch eigene Hand, sie erhängte sich mit Hilfe eines Lautsprecherkabels. [[Irmgard Möller]], die einzige Überlebende der „[[Todesnacht von Stammheim]]“, und die Anwälte der Gefangenen behaupteten, es habe sich nicht um kollektiven Suizid gehandelt, sondern um staatlich angeordnete Morde. Nach Ansicht der Stuttgarter Staatsanwaltschaft sind diese Vorwürfe als [[Verschwörungstheorie]] widerlegt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.abendblatt.de/politik/deutschland/article107455780/Verschwoerungstheorien-widerlegt.html |titel=Verschwörungstheorien widerlegt |werk=Abendblatt.de |datum=2008-09-26 |sprache=de |abruf=2024-06-01}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Auch mehrere ehemalige Terroristen der RAF haben bestätigt, dass der Suizid für den Fall des Scheiterns der Befreiung gegenüber anderen Mitgliedern angekündigt war und gruppenintern als &amp;#039;&amp;#039;Suicide Action&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet wurde.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Der Spiegel |ID=13501916 |Titel=Terrorismus: Suicide Action |Jahr=1990 |Nr=50 |Seiten=}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Grabstätte Baader, Raspe, Ensslin.jpg|mini|Grabstätte von Baader, Raspe und Ensslin]]&lt;br /&gt;
Der damalige [[Oberbürgermeister]] [[Manfred Rommel]] ließ Baader, Ensslin und Raspe trotz Protesten in einem gemeinsamen Grab auf dem [[Dornhaldenfriedhof]] in Stuttgart bestatten.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Titel=Licht in jede Ritze |Sammelwerk=Der Spiegel |Datum=1977-10-30 |ISSN=2195-1349 |Online=https://www.spiegel.de/politik/licht-in-jede-ritze-a-b5b97cff-0002-0001-0000-000040749000 |Abruf=2024-12-11}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Trauerfeier am 27.&amp;amp;nbsp;Oktober 1977 wurde von Bruno Streibel, damals Pfarrer der evangelischen Rosenbergkirche in Stuttgart-West, geleitet. Die Holzsärge der drei Toten wurden erst kurz vor dem Begräbnis auf den Friedhof gebracht, wobei niemandem mitgeteilt wurde, in welchem Sarg welche Leiche lag.&amp;lt;ref name=&amp;quot;StuttgarterZeitung&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |werk=Stuttgarter-Zeitung.de |url=https://www.stuttgarter-zeitung.de/inhalt.deutscher-herbst-1977-endstation-dornhaldenfriedhof.81fada0e-072e-473a-b8a1-edfd4345c65f.html |autor=Frank Buchmeier |titel=Deutscher Herbst 1977: Endstation Dornhaldenfriedhof |datum=2012-10-30 |sprache=de |abruf=2024-06-01}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Christiane Ensslin]] (1939–2019), eine ältere Schwester Gudruns,&amp;lt;ref&amp;gt;{{Der Spiegel |ID=162036170 |Autor=Claudia Voigt |Titel=Gestorben: Christiane Ensslin, 79 |Jahr=2019 |Nr=5 |Kommentar={{Webarchiv |url=https://magazin.spiegel.de/SP/2019/5/162036170/index.html |wayback=20190922100134 |text=vollständig archiviert |original=&amp;lt;!--leer=0--&amp;gt;}}}}&amp;lt;/ref&amp;gt; bemühte sich um Kontakte zu Angehörigen von Opfern der RAF (Ehefrau und Brüder des [[Gerold von Braunmühl]]) und gab 2005 – gemeinsam mit dem jüngeren Bruder Gottfried (1946–2013) – ein Buch mit Briefen ihrer Schwester Gudrun aus den Jahren 1972 und 1973 heraus.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Volker Albers |url=https://www.abendblatt.de/kultur-live/article107011140/Wenn-die-Schwester-Gudrun-Ensslin-heisst.html |titel=Wenn die Schwester Gudrun Ensslin heißt |werk=Abendblatt.de |datum=2005-06-28 |sprache=de |abruf=2024-06-01}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Rezeption ==&lt;br /&gt;
Der deutsche Komponist [[Helmut Lachenmann]] vertonte in seiner Oper &amp;#039;&amp;#039;[[Das Mädchen mit den Schwefelhölzern (Lachenmann)|Das Mädchen mit den Schwefelhölzern]]&amp;#039;&amp;#039; (1990–1996) auch einen Text Gudrun Ensslins. Die Oper wurde 1997 in Hamburg, 2000 in Tokio und 2002 auf den [[Salzburger Festspiele]]n aufgeführt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv| url=http://www.festspielfreunde.at/deutsch/frames/200112/gf_200112_08.htm |text=&amp;#039;&amp;#039;Radikales Experiment und lustvolles Abenteuer&amp;#039;&amp;#039; |wayback=20020105204540}} Helmut Lachenmann über die Musik nach dem Ende der Musik bei &amp;#039;&amp;#039;Freunde der Salzburger Festspiele e. V.&amp;#039;&amp;#039; (2002).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die österreichische Schriftstellerin und Literatur-Nobelpreisträgerin [[Elfriede Jelinek]] verwendete Tagebuchaufzeichnungen Ensslins in ihrem Montage-Text &amp;#039;&amp;#039;Wolken.Heim&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die deutsche Schriftstellerin [[Christine Brückner]] ließ Ensslin in ihrem Buch &amp;#039;&amp;#039;[[Wenn du geredet hättest, Desdemona]]. Ungehaltene Reden ungehaltener Frauen&amp;#039;&amp;#039; in einem fiktiven Monolog zu Wort kommen &amp;#039;&amp;#039;(Kein Denkmal für Gudrun Ensslin. Rede gegen die Wände von Stammheim)&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Roman &amp;#039;&amp;#039;Erzählung zur Sache&amp;#039;&amp;#039; der deutschen Schriftstellerin [[Stephanie Bart]] ist aus der Perspektive von Gudrun Ensslin geschrieben und setzt sich unter anderem mit den Protesten der Außerparlamentarischen Opposition, der Gründung der RAF und der Inhaftierung Gudrun Ensslins bis zu ihrem Tod im Stammheimer Gefängnis am 18. Oktober 1977 auseinander. Der politische Roman wurde 2023 für den [[Bayerischer Buchpreis|Bayerischen Buchpreis]] nominiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den folgenden Spielfilmen sind in der Rolle Ensslins zu sehen:&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|- class=&amp;quot;hintergrundfarbe5&amp;quot;&lt;br /&gt;
! Jahr || Film&amp;lt;ref&amp;gt;{{IMDb|ch0057058}}&amp;lt;/ref&amp;gt; || Regie || Ensslin-Darstellerin || Anmerkungen&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|1981&lt;br /&gt;
|[[Die bleierne Zeit]]&lt;br /&gt;
|[[Margarethe von Trotta]]&lt;br /&gt;
|[[Barbara Sukowa]] (als &amp;#039;&amp;#039;Marianne&amp;#039;&amp;#039;)&lt;br /&gt;
|an die Biografie der Ensslin-Geschwister angelehnt; [[Goldener Löwe]] der [[Internationale Filmfestspiele von Venedig|Filmfestspiele von Venedig]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|1986&lt;br /&gt;
|[[Stammheim (Film)|Stammheim]]&lt;br /&gt;
|[[Reinhard Hauff]]&lt;br /&gt;
|[[Sabine Wegner]]&lt;br /&gt;
|[[Goldener Bär]] der [[Internationale Filmfestspiele Berlin|Filmfestspiele von Berlin]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|1986&lt;br /&gt;
|[[Die Reise (1986)|Die Reise]]&lt;br /&gt;
|[[Markus Imhoof]]&lt;br /&gt;
|[[Corinna Kirchhoff]] (als &amp;#039;&amp;#039;Dagmar&amp;#039;&amp;#039;)&lt;br /&gt;
|nach dem gleichnamigen Romanfragment von Ensslins Lebensgefährten [[Bernward Vesper]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|1997&lt;br /&gt;
|[[Todesspiel]]&lt;br /&gt;
|[[Heinrich Breloer]]&lt;br /&gt;
|[[Anya Hoffmann]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|2002&lt;br /&gt;
|[[Baader (Film)|Baader]]&lt;br /&gt;
|[[Christopher Roth (Regisseur)|Christopher Roth]]&lt;br /&gt;
|[[Laura Tonke]]&lt;br /&gt;
|in Anlehnung an die Biografie von Andreas Baader&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|2008&lt;br /&gt;
|[[Der Baader Meinhof Komplex]]&lt;br /&gt;
|[[Uli Edel]]&lt;br /&gt;
|[[Johanna Wokalek]]&lt;br /&gt;
|[[Oscar/Bester fremdsprachiger Film|Oscar]]-nominierte Verfilmung, die weitgehend auf dem [[Der Baader-Meinhof-Komplex|gleichnamigen Sachbuch]] von [[Stefan Aust]] basiert.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|2011&lt;br /&gt;
|[[Wer wenn nicht wir]]&lt;br /&gt;
|[[Andres Veiel]]&lt;br /&gt;
|[[Lena Lauzemis]]&lt;br /&gt;
|stützt sich auf [[Gerd Koenen]]s Biografie &amp;#039;&amp;#039;Vesper, Ensslin, Baader&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|2025&lt;br /&gt;
|[[Stammheim – Zeit des Terrors]]&lt;br /&gt;
|[[Niki Stein]]&lt;br /&gt;
|[[Lilith Stangenberg]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Veröffentlichungen ==&lt;br /&gt;
* als Hrsg.: &amp;#039;&amp;#039;Gegen den Tod: Stimmen deutscher Schriftsteller gegen die Atombombe.&amp;#039;&amp;#039; Studio Neue Literatur, Stuttgart 1964, {{DNB|455081069}}.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;„Zieht den Trennungsstrich, jede Minute“. Briefe an ihre Schwester Christiane und ihren Bruder Gottfried aus dem Gefängnis 1972–1973.&amp;#039;&amp;#039; Herausgegeben von Christiane Ensslin und Gottfried Ensslin. Konkret Literatur, Hamburg 2005, ISBN 3-89458-239-1.&lt;br /&gt;
* Caroline Harmsen, Ulrike Seyer, Johannes Ullmaier (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Gudrun Ensslin/Bernward Vesper. „Notstandsgesetze von Deiner Hand“. Briefe 1968/1969. Mit einer Nachbemerkung von Felix Ensslin.&amp;#039;&amp;#039; Suhrkamp, Frankfurt 2009, ISBN 978-3-518-12586-1.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Uwe Backes]]: &amp;#039;&amp;#039;Terroristen-Biographien: Gudrun Ensslin und Andreas Baader.&amp;#039;&amp;#039; In: Ders.: &amp;#039;&amp;#039;Bleierne Jahre. Baader-Meinhof und danach&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Reihe Extremismus und Demokratie.&amp;#039;&amp;#039; Band 1). Straube, Erlangen u. a. 1991, ISBN 3-927491-36-5, S. 129 ff.&lt;br /&gt;
* Susanne Bressan, [[Martin Jander]]: &amp;#039;&amp;#039;Gudrun Ensslin.&amp;#039;&amp;#039; In: [[Wolfgang Kraushaar]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Die RAF und der linke Terrorismus.&amp;#039;&amp;#039; Band 1. Hamburger Edition, Hamburg 2006, ISBN 3-936096-65-1, S.&amp;amp;nbsp;398–429.&lt;br /&gt;
* [[Alexander Gallus (Historiker)|Alexander Gallus]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Meinhof, Mahler, Ensslin. Studienjahre dreier ›Hochbegabter‹ – die Akten der Studienstiftung des deutschen Volkes.&amp;#039;&amp;#039; Vandenhoeck &amp;amp; Ruprecht, Göttingen 2016, ISBN 978-3-525-30039-8.&lt;br /&gt;
* [[Ingeborg Gleichauf]]: &amp;#039;&amp;#039;Poesie und Gewalt. Das Leben der Gudrun Ensslin.&amp;#039;&amp;#039; Klett-Cotta, Stuttgart 2017, ISBN 978-3-608-94918-6.&lt;br /&gt;
* Michael Kapellen: &amp;#039;&amp;#039;Doppelt leben. Bernward Vesper und Gudrun Ensslin. Die Tübinger Jahre.&amp;#039;&amp;#039; Klöpfer und Meyer, Tübingen 2005, ISBN 3-937667-65-2.&lt;br /&gt;
* [[Gerd Koenen]]: &amp;#039;&amp;#039;Vesper, Ensslin, Baader. Urszenen des deutschen Terrorismus.&amp;#039;&amp;#039; Kiepenheuer und Witsch, Köln 2003, ISBN 3-462-03313-1.&lt;br /&gt;
* [[Gunna Wendt]]: &amp;#039;&amp;#039;„Waren wir doch Teile voneinander.“ Geschichten von berühmten Schwestern.&amp;#039;&amp;#039; Reclam Verlag, 2022, ISBN 978-3-15-011381-3.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|audio=0|video=0}}&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|118530518}}&lt;br /&gt;
* {{DDB|Person|118530518}}&lt;br /&gt;
* {{DHM-HdG|Bio=gudrun-ensslin|Autor=Regina Haunhorst, Irmgard Zündorf}}&lt;br /&gt;
* [https://www.spiegel.de/thema/gudrun_ensslin/ Dossier zu Gudrun Ensslin] bei [[Spiegel Online]]&lt;br /&gt;
* [[Florian Jeßberger]], Inga Schuchmann: [https://www.lexikon-der-politischen-strafprozesse.de/glossar/baader-andreas-und-ulrike-meinhof-gudrun-ensslin-holger-meins-jan-carl-raspe/ Baader, Andreas, Ulrike Meinhof, Gudrun Ensslin, Holger Meins, Jan-Carl Raspe], in: &amp;#039;&amp;#039;[[Lexikon der Politischen Strafprozesse]].&amp;#039;&amp;#039; Hrsg. von [[Kurt Groenewold]], Alexander Ignor und Arnd Koch, Online, Stand 2018&lt;br /&gt;
* {{IMDb|nm1767776}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=118530518|LCCN=n78045814|VIAF=50016704}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Ensslin, Gudrun}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied der Rote Armee Fraktion]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Verurteilte Person]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Mordfall)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bankräuber]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kriminalfall 1968]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kriminalfall 1972]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1940]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1977]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Frau]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Ensslin, Gudrun&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutsche Terroristin, Mitbegründerin der Rote Armee Fraktion&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=15. August 1940&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Bartholomä]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=18. Oktober 1977&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Stammheim (Stuttgart)|Stuttgart-Stammheim]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Schotterebene</name></author>
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