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	<title>Groß-Hamburg-Gesetz - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Demo Wiki</subtitle>
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		<id>https://demowiki.knowlus.com/index.php?title=Gro%C3%9F-Hamburg-Gesetz&amp;diff=13573&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Shaun92: Literatur ergänzt</title>
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		<updated>2025-07-20T20:27:17Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Literatur ergänzt&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Deutsches Reichsgesetzblatt 37T1 011 0091.jpg|mini|Gesetz über Groß-Hamburg und andere Gebietsbereinigungen vom 26.&amp;amp;nbsp;Januar 1937]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Groß-Hamburg.svg|lang=de|mini|&lt;br /&gt;
Die Karte zeigt die&lt;br /&gt;
{{Farblegende|#CC0009|vorherige Stadt Hamburg}}&lt;br /&gt;
{{Farblegende|#CC4E09|vorherige Stadt [[Hamburg-Bergedorf|Bergedorf]] (zum Land Hamburg seit 1868)}}&lt;br /&gt;
{{Farblegende|#7F5933|bisherige, verbliebene Hamburger Landgebiete}}&lt;br /&gt;
{{Farblegende|#7A597F|hinzugekommene Stadt [[Hamburg-Altona|Altona]]}}&lt;br /&gt;
{{Farblegende|#95B2D4|hinzugekommene Stadt [[Hamburg-Wandsbek|Wandsbek]]}}&lt;br /&gt;
{{Farblegende|#4D7F33|hinzugekommene Stadt [[Harburg-Wilhelmsburg]]}}&lt;br /&gt;
{{Farblegende|#CC9966|hinzugekommene Landgemeinden}}&lt;br /&gt;
]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Cuxhaven.png|mini|Exklave Ritzebüttel (Cuxhaven) 1394–1937]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Gesetz über Groß-Hamburg und andere Gebietsbereinigungen (Groß-Hamburg-Gesetz)&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; war ein von der [[Kabinett Hitler|Reichsregierung Hitler]] am 26.&amp;amp;nbsp;Januar 1937 mit Wirkung vom 1.&amp;amp;nbsp;April 1937 erlassenes Gesetz, durch das das bisherige Staatsgebiet [[Hamburg]]s um volkswirtschaftlich wichtige Gebiete aus den benachbarten [[Freistaat Preußen|preußischen]] Landkreisen und kreisfreien Städten erweitert wurde. Dazu gehörten die Städte [[Bezirk Altona|Altona]] und [[Hamburg-Wandsbek|Wandsbek]] in der [[Provinz Schleswig-Holstein]] sowie [[Harburg-Wilhelmsburg]] in der [[Provinz Hannover]], die zum 1.&amp;amp;nbsp;April 1938 Teil der Einheitsgemeinde Hamburg wurden und zusammen mit der hamburgischen Stadt [[Hamburg-Bergedorf|Bergedorf]] ihre Selbstständigkeit verloren. Im Gegenzug trat Hamburg vor allem das Gebiet der ehemaligen [[Landherrenschaft Ritzebüttel]] mit seinen Inseln [[Scharhörn]] und [[Neuwerk]] sowie den Gebieten rund um Cuxhaven und weitere kleinere hamburgische Exklaven an Preußen ab. Insgesamt vergrößerte sich die Fläche Hamburgs dadurch von 415 auf 745&amp;amp;nbsp;[[Quadratkilometer]], die Einwohnerzahl erhöhte sich von 1,19 auf 1,68&amp;amp;nbsp;Millionen.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://fredriks.de/hvv/gross-hamburg-gesetz.php private Seite mit geschichtlichem Abriss zum Groß-Hamburg-Gesetz]&amp;lt;/ref&amp;gt; Im Folgeschritt wurde mit dem „Gesetz über die Verfassung und Verwaltung der Hansestadt Hamburg“ vom 9.&amp;amp;nbsp;Dezember 1937 (HVVG) die [[Verfassung der Freien und Hansestadt Hamburg|Hamburgische Verfassung]] außer Kraft gesetzt und im [[Gau Hamburg]] die Unabhängigkeit der Hansestadt den Reichsinteressen völlig untergeordnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:StadtgrenzeAltonaHamburg.jpg|mini|Grenzstein zwischen Altona und Hamburg von 1896, der heute noch in der Brigittenstraße, nun im Stadtteil St.&amp;amp;nbsp;Pauli, gepflastert ist.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Gesetz regelte ebenfalls eine Reihe von weiteren Gebietsänderungen vor allem in Norddeutschland. [[Lübeck]] verlor seine 711&amp;amp;nbsp;Jahre alte territoriale Eigenständigkeit und wurde Teil der Provinz Schleswig-Holstein. Eine Reihe von Exklaven im Grenzbereich zwischen [[Mecklenburg]] und Preußen wurden beseitigt, darunter der [[Domhof Ratzeburg]]. Der [[Freistaat Oldenburg]] trat seinen [[Fürstentum Lübeck|Landesteil Lübeck]] als [[Kreis Eutin|Landkreis Eutin]] an die Provinz Schleswig-Holstein ab. Die preußische Stadt [[Wilhelmshaven]] kam zu Oldenburg. Der oldenburgische [[Fürstentum Birkenfeld|Landesteil Birkenfeld]] wurde zum [[Landkreis Birkenfeld]] in der [[Rheinprovinz]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieg]] gab es Bemühungen, einzelne Regelungen des Gesetzes zu revidieren, die jedoch mehrheitlich nicht umgesetzt wurden. Lediglich im [[Cuxhaven-Vertrag]] von 1961 kam es zwischen Hamburg und Niedersachsen zu einem kleineren Flächenrücktausch, seitdem gehören die Inseln [[Neuwerk]] und [[Scharhörn]] in der Elbmündung wieder zu Hamburg.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Zustandekommen des Gesetzes ==&lt;br /&gt;
Im Zuge der [[Industrialisierung]] bildete sich zu Beginn des 20.&amp;amp;nbsp;Jahrhunderts eine ausgeprägte Konkurrenz zwischen der Hansestadt Hamburg und den angrenzenden preußischen Städten Altona, Wandsbek und Harburg heraus. Erste Gespräche zwischen Hamburg und Preußen gab es bereits seit 1922, nachdem der [[Senat der Freien und Hansestadt Hamburg|Hamburger Senat]] in den Jahren 1915 und 1921 „Denkschriften über die Erweiterung des Hamburgischen Gebiets“ an die [[Reichsregierung]] in Berlin gerichtet hatte und auch die Oberbürgermeister von Altona ([[Bernhard Schnackenburg|Schnackenburg]]) und Wandsbek ([[Erich Wasa Rodig|Rodig]]) sich mehrfach für einen Anschluss an Hamburg aussprachen. Nach dem Scheitern der Verhandlungen betrieb Preußen am 1. Juli 1927 die Stärkung von Altona und Wandsbek durch Eingemeindungen. Zugleich fusionierten Harburg und Wilhelmsburg zur Großstadt Harburg-Wilhelmsburg, und es entstanden die Großgemeinden [[Hamburg-Lokstedt|Lokstedt]], [[Hamburg-Rahlstedt|Rahlstedt]] und [[Hamburg-Billstedt|Billstedt]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Preußisch-Hamburgische Hafenvertrag vom 22.&amp;amp;nbsp;Dezember 1928 erleichterte die Frachtabwicklung in den Häfen Altona, Hamburg und Harburg-Wilhelmsburg deutlich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der [[Machtergreifung|Machtübernahme der Nationalsozialisten]] 1933 wurde Carl Wilhelm Petersen am 5.&amp;amp;nbsp;März zum Rücktritt gezwungen. Die regionale Zusammenfassung von Wirtschaftszentren im [[NS-Staat]] wurde sogleich in einem [[Vierjahresplan]] verwirklicht, allerdings auf Kosten der Autonomie der beteiligten Städte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf Grundlage des zweiten [[Gleichschaltungsgesetz]]es vom 7.&amp;amp;nbsp;April 1933&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle | url=http://www.documentarchiv.de/ns/lndrgleich02.html | titel=Zweites Gesetz zur Gleichschaltung der Länder mit dem Reich (Reichsstatthaltergesetz), §&amp;amp;nbsp;5 (RGBl.&amp;amp;nbsp;1933&amp;amp;nbsp;I S.&amp;amp;nbsp;173) | werk=documentarchiv.de | datum=1933-04-07 | zugriff=2019-01-11 }}&amp;lt;/ref&amp;gt; wurden [[Hermann Göring]] am 10.&amp;amp;nbsp;April 1933 zum Ministerpräsidenten von Preußen und [[Karl Kaufmann (Gauleiter)|Karl Kaufmann]] am 16.&amp;amp;nbsp;Mai 1933 zum Reichsstatthalter von Hamburg ernannt. Den [[Hamburger Senat im Nationalsozialismus|Hamburgischen Senat]] repräsentierte ab 18.&amp;amp;nbsp;Mai 1933 [[Carl Vincent Krogmann]] als Regierender Bürgermeister unter der Aufsicht des Reichsstatthalters.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf Grundlage des zweiten [[Reichsstatthalter]]gesetzes vom 30.&amp;amp;nbsp;Januar 1935&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle | url=http://www.documentarchiv.de/ns/1935/lndrgleich03.html | titel=Zweites Reichsstatthaltergesetz, §§&amp;amp;nbsp;4 und 10 (RGBl.&amp;amp;nbsp;1935&amp;amp;nbsp;I S.&amp;amp;nbsp;65) | datum=1935-01-30| werk=documentarchiv.de | zugriff=2019-01-11 }}&amp;lt;/ref&amp;gt; war der Senat funktionslos geworden, und am 29.&amp;amp;nbsp;Juli 1936 übertrug Adolf Hitler die alleinige Führung der nun &amp;#039;&amp;#039;bürgermeisterlosen&amp;#039;&amp;#039; hamburgischen Landesregierung dem Reichsstatthalter Karl Kaufmann. Dieser wiederum degradierte Krogmann am 30.&amp;amp;nbsp;Juli 1936 zum Leiter der Gemeindeverwaltung.&lt;br /&gt;
Bereits im November 1936 kam es zu einem Treffen zwischen Göring, Kaufmann und Krogmann wegen verwaltungsrechtlicher Grenzprobleme zwischen Preußen und Hamburg.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.welt.de/print/wams/vermischtes/article12597697/Hamburg-und-seine-arme-Nachbarin.html |titel=Hamburg und seine arme Nachbarin |hrsg=[[Die Welt]] |datum=2011-02-20 |zugriff=2014-05-12}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Hermann Göring, der gleichzeitig Beauftragter für den Vierjahresplan war, erteilte Kaufmann gewisse Weisungsbefugnisse gegenüber seinen preußischen Dienststellen, um an Hamburg angrenzende preußische Gebiete für ein künftiges Groß-Hamburg zu beanspruchen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 26. Januar 1937 wurde das Groß-Hamburg-Gesetz erlassen. Durch dieses Gesetz wurde Hamburg mit Wirkung zum 1.&amp;amp;nbsp;April 1937 um die bis dahin preußischen Städte Altona, Harburg-Wilhelmsburg und Wandsbek sowie 27 Gemeinden und zwei Gemeindeteile aus den Landkreisen [[Kreis Stormarn|Stormarn]], [[Kreis Pinneberg|Pinneberg]], [[Kreis Herzogtum Lauenburg|Herzogtum Lauenburg]], [[Landkreis Harburg|Harburg]] und [[Landkreis Stade|Stade]] erweitert.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Gesetz über Groß-Hamburg und andere Gebietsbereinigungen&amp;#039;&amp;#039; vom 26. Januar 1937. Im &amp;#039;&amp;#039;[[Reichsgesetzblatt]],&amp;#039;&amp;#039; Teil I Nr. 11 vom 27. Januar 1937, S. 91 ff., [https://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=dra&amp;amp;datum=1937&amp;amp;page=197&amp;amp;size=45 Digitalisat] ([[ALEX – Historische Rechts- und Gesetzestexte Online|ALEX]]).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach einer zwölfmonatigen Übergangsphase, während der die einzelnen Städte und Gemeinden fortbestanden, wurde zum 1.&amp;amp;nbsp;April 1938 durch das in Artikel&amp;amp;nbsp;1 des Groß-Hamburg-Gesetzes bereits angekündigte &amp;#039;&amp;#039;Reichsgesetz über die Verfassung und Verwaltung der Hansestadt Hamburg&amp;#039;&amp;#039; aus dem gesamten Land Hamburg die Einheitsgemeinde &amp;#039;&amp;#039;Hansestadt Hamburg&amp;#039;&amp;#039; gebildet.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle | url=http://www.verfassungen.de/hh/verf37-1.htm | titel=Reichsgesetz über die Verfassung und Verwaltung der Hansestadt Hamburg, Art.&amp;amp;nbsp;1 und 2 (RGBl.&amp;amp;nbsp;1937&amp;amp;nbsp;I S.&amp;amp;nbsp;1327) | datum=1937-12-09 | werk=verfassungen.de | zugriff=2019-01-11 }}&amp;lt;/ref&amp;gt; Gleichzeitig setzte dieses Gesetz die Hamburgische Verfassung außer Kraft. Beide Gesetze wurden von Hermann Göring als preußischem Ministerpräsidenten mitunterzeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur Umsetzung des Groß-Hamburg-Gesetzes wurden im Zeitraum vom 15.&amp;amp;nbsp;Februar 1937 bis 24.&amp;amp;nbsp;Mai 1939 acht Durchführungsverordnungen erlassen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot;&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Erste Durchführungsverordnung zum Gesetz über Groß-Hamburg und andere Gebietsbereinigungen&amp;#039;&amp;#039; vom 15. Februar 1937. In: &amp;#039;&amp;#039;[[Reichsgesetzblatt]]&amp;#039;&amp;#039;, Teil I Nr. 23 vom 19. Februar 1937, S. 242, [https://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=dra&amp;amp;datum=1937&amp;amp;page=348&amp;amp;size=45 Digitalisat] ([[ALEX – Historische Rechts- und Gesetzestexte Online|ALEX]])&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;:2&amp;quot;&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Zweite Durchführungsverordnung zum Gesetz über Groß-Hamburg und andere Gebietsbereinigungen&amp;#039;&amp;#039; vom 11. März 1937. In: [[Reichsgesetzblatt]], Teil I Nr. 32 vom 13. März 1937, S. 301, [https://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=dra&amp;amp;datum=1937&amp;amp;page=407&amp;amp;size=45 Digitalisat] ([[ALEX – Historische Rechts- und Gesetzestexte Online|ALEX]])&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Dritte Durchführungsverordnung zum Gesetz über Groß-Hamburg und andere Gebietsbereinigungen&amp;#039;&amp;#039; vom 13. März 1937. In: [[Reichsgesetzblatt]], Teil I Nr. 32 vom 13. März 1937, S. 303, [https://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=dra&amp;amp;datum=1937&amp;amp;page=409&amp;amp;size=45 Digitalisat] ([[ALEX – Historische Rechts- und Gesetzestexte Online|ALEX]])&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot;&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Vierte Durchführungsverordnung zum Gesetz über Groß-Hamburg und andere Gebietsbereinigungen&amp;#039;&amp;#039; vom 22. März 1937. In: &amp;#039;&amp;#039;[[Reichsgesetzblatt]]&amp;#039;&amp;#039;, Teil I Nr. 38 vom 22. März 1937, S. 335 f., [https://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=dra&amp;amp;datum=1937&amp;amp;page=441&amp;amp;size=45 Digitalisat] ([[ALEX – Historische Rechts- und Gesetzestexte Online|ALEX]]).&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Fünfte Durchführungsverordnung zum Gesetz über Groß-Hamburg und andere Gebietsbereinigungen&amp;#039;&amp;#039; vom 13. März 1937. In: [[Reichsgesetzblatt]], Teil I Nr. 71 vom 25. Juni 1937, S. 652, [https://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=dra&amp;amp;datum=1937&amp;amp;page=758&amp;amp;size=45 Digitalisat] ([[ALEX – Historische Rechts- und Gesetzestexte Online|ALEX]])&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Sechste Durchführungsverordnung zum Gesetz über Groß-Hamburg und andere Gebietsbereinigungen&amp;#039;&amp;#039; vom 13. Februar 1938. In: [[Reichsgesetzblatt]], Teil I Nr. 19  vom 4. März 1938, S. 227, [https://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=dra&amp;amp;datum=1938&amp;amp;page=405&amp;amp;size=45 Digitalisat] ([[ALEX – Historische Rechts- und Gesetzestexte Online|ALEX]])&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Siebente Durchführungsverordnung zum Gesetz über Groß-Hamburg und andere Gebietsbereinigungen&amp;#039;&amp;#039; vom 26. Mai 1939. In: [[Reichsgesetzblatt]], Teil I Nr. 99 vom 27. Mai 1939, S. 961, [https://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=dra&amp;amp;datum=1939&amp;amp;page=1192&amp;amp;size=45 Digitalisat] ([[ALEX – Historische Rechts- und Gesetzestexte Online|ALEX]])&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Achte Durchführungsverordnung zum Gesetz über Groß-Hamburg und andere Gebietsbereinigungen&amp;#039;&amp;#039; vom 4. August 1939. In: [[Reichsgesetzblatt]], Teil I Nr. 138 vom 8. August 1939, S. 1347, [https://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=dra&amp;amp;datum=1939&amp;amp;page=1578&amp;amp;size=45 Digitalisat] ([[ALEX – Historische Rechts- und Gesetzestexte Online|ALEX]])&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;ElbVwHHmbV&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der vierten sicherte sich Hamburg in Cuxhaven weitreichende Rechte an den Hafenanlagen (Amerikahafen, [[Steubenhöft]]) und weiteren Flächen in Ufernähe zur möglichen Errichtung eines Hamburger [[Vorhafen]]s in der Elbmündung.&lt;br /&gt;
== Gebietsänderungen in Hamburg zum 1. April 1937 ==&lt;br /&gt;
[[Datei:1890 - Norddeutsche Staaten.jpg|mini|Politische Grenzen in Norddeutschland zu Beginn des 20.&amp;amp;nbsp;Jahrhunderts]]&lt;br /&gt;
=== Gebietsgewinne Hamburgs ===&lt;br /&gt;
Zum Land Hamburg traten im Einzelnen&lt;br /&gt;
* aus der preußischen [[Provinz Schleswig-Holstein]]&lt;br /&gt;
** der [[Stadtkreis (Deutschland)|Stadtkreis]] Altona (mit 248.589 Einwohnern – 1937)&lt;br /&gt;
** der Stadtkreis Wandsbek&lt;br /&gt;
** aus dem Landkreis Stormarn die Gemeinden [[Hamburg-Bergstedt|Bergstedt]], [[Hamburg-Billstedt|Billstedt]], [[Hamburg-Bramfeld|Bramfeld]], [[Hamburg-Duvenstedt|Duvenstedt]], [[Hamburg-Hummelsbüttel|Hummelsbüttel]], [[Hamburg-Lemsahl-Mellingstedt|Lemsahl-Mellingstedt]], [[Hamburg-Lohbrügge|Lohbrügge]], [[Hamburg-Poppenbüttel|Poppenbüttel]], [[Hamburg-Rahlstedt|Rahlstedt]], [[Hamburg-Sasel|Sasel]], [[Hamburg-Steilshoop|Steilshoop]] und [[Hamburg-Wellingsbüttel|Wellingsbüttel]]&lt;br /&gt;
** aus dem  Landkreis Pinneberg die Gemeinde [[Hamburg-Lokstedt|Lokstedt]] mit [[Hamburg-Niendorf|Niendorf]] und [[Hamburg-Schnelsen|Schnelsen]]&lt;br /&gt;
** aus dem Landkreis Herzogtum Lauenburg der Wohnplatz [[Hamburg-Curslack|Kurslack im Achterschlag]] der Gemeinde [[Börnsen]]&lt;br /&gt;
* aus dem [[Regierungsbezirk Lüneburg]] der preußischen Provinz Hannover&lt;br /&gt;
** der Stadtkreis Harburg-Wilhelmsburg mit &amp;#039;&amp;#039;112.293 Einwohnern (1937)&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
** aus dem [[Landkreis Harburg]] die Gemeinden [[Hamburg-Altenwerder|Altenwerder]], [[Hamburg-Finkenwerder|Finkenwerder]]&amp;lt;ref&amp;gt;Die preußische Gemeinde Finkenwerder umfasste den Südteil der Elbinsel Finkenwerder; der Nordteil gehörte bereits seit 1445 zu Hamburg.&amp;lt;/ref&amp;gt;, [[Hamburg-Neugraben-Fischbek|Fischbeck]], [[Hamburg-Francop|Frankop]], [[Hamburg-Gut Moor|Gut Moor]], [[Hamburg-Kirchwerder|Kirchwerder]]&amp;lt;ref&amp;gt;Preußische Enklave innerhalb des bereits zu Hamburg gehörenden Kirchwerder&amp;lt;/ref&amp;gt;, [[Hamburg-Langenbek|Langenbeck]], [[Hamburg-Marmstorf|Marmstorf]], [[Hamburg-Neuenfelde|Neuenfelde]], [[Hamburg-Neugraben-Fischbek|Neugraben]], [[Hamburg-Neuland|Neuland]], [[Hamburg-Rönneburg|Rönneburg]], [[Hamburg-Sinstorf|Sinstorf]] sowie die Ortschaft Overhaken der Gemeinde [[Over (Seevetal)|Over]]&lt;br /&gt;
* aus dem [[Regierungsbezirk Stade]] der preußischen Provinz Hannover&lt;br /&gt;
** aus dem [[Landkreis Stade]] die Gemeinde [[Hamburg-Cranz|Cranz]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Alle genannten Städte und Gemeinden wurden mit der Stadt Hamburg und den beim Land Hamburg verbleibenden Gemeinden zum 1.&amp;amp;nbsp;April 1938 zu einer Einheitsgemeinde zusammengeschlossen, die die Bezeichnung &amp;#039;&amp;#039;Hansestadt Hamburg&amp;#039;&amp;#039; führte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Gebietsabtretungen Hamburgs ===&lt;br /&gt;
Im Tausch dafür gingen die hamburgischen [[Exklave]]n an Preußen, und zwar&lt;br /&gt;
* an die preußische Provinz Schleswig-Holstein&lt;br /&gt;
** an den Landkreis Herzogtum Lauenburg die Stadt [[Geesthacht]]&lt;br /&gt;
** an den Landkreis Stormarn die Gemeinde [[Großhansdorf|Großhansdorf-Schmalenbeck]]&lt;br /&gt;
* an den [[Landkreis Land Hadeln]] im [[Regierungsbezirk Stade]] der preußischen Provinz Hannover&lt;br /&gt;
** die Stadt [[Cuxhaven]] mit Neuwerk und Scharhörn sowie den Gemeinden [[Berensch]] und [[Arensch]], [[Gudendorf (Cuxhaven)|Gudendorf]], Holte-Spangen, [[Oxstedt]] und [[Sahlenburg]], mit Ausnahme des Amerikahafens.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit dieser Ausnahme in der vierten Durchführungsverordnung zum Groß-Hamburg-Gesetz vom 22.&amp;amp;nbsp;März 1937 sicherte sich Hamburg den Amerikahafen im Cuxhavener Stadtgebiet als Exklave.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weitere Gebietsänderungen ==&lt;br /&gt;
=== Schleswig-Holstein und Oldenburg ===&lt;br /&gt;
Mit dem Groß-Hamburg-Gesetz fiel der [[Oldenburg (Land)#Freistaat Oldenburg 1918–1946|oldenburgische]] [[Fürstentum Lübeck|Landesteil Lübeck]] (das frühere „Fürstentum Lübeck“) an Preußen und wurde als [[Kreis Eutin]] Teil von dessen Provinz Schleswig-Holstein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die preußische Stadt Wilhelmshaven ging an Oldenburg über und wurde mit der schon zuvor oldenburgischen Stadt [[Rüstringen (Stadt)|Rüstringen]] unter dem gemeinsamen Namen Wilhelmshaven vereinigt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die weitab im Süden gelegene oldenburgische [[Exklave]] &amp;#039;&amp;#039;Landesteil Birkenfeld&amp;#039;&amp;#039; (an der [[Nahe (Rhein)|Nahe]]) ging auf Preußen über, das ihn unter dem Namen [[Landkreis Birkenfeld]] der [[Rheinprovinz]] angliederte und mit dem [[Restkreis Sankt Wendel-Baumholder]] vereinigte.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot; /&amp;gt; Nach dem [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieg]] wurden durch Anordnung Nr.&amp;amp;nbsp;8 der [[Französische Besatzungszone|französischen Militärregierung]] vom 18.&amp;amp;nbsp;Juli 1946 [[Liste der 1946 vom Anschluss an das Saarland betroffenen Gemeinden#Kreis Birkenfeld|18&amp;amp;nbsp;Gemeinden im südlichen Landkreis Birkenfeld dem Saarland angegliedert]]. Im Übrigen fiel der Landkreis an das zum 30.&amp;amp;nbsp;August 1946 neu gebildete Land [[Rheinland-Pfalz]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Mecklenburg-Strelitz|mecklenburg-strelitzschen]] Exklaven in Schleswig-Holstein wie der [[Domhof Ratzeburg]] und einige weitere Gemeinden wurden in den [[Kreis Herzogtum Lauenburg]] eingegliedert. Die bis dahin selbständigen Gemeinden Schulendorf, Bartelsdorf und Franzhagen wurden zu einer politischen Gemeinde [[Schulendorf]] im Kreis Herzogtum Lauenburg zusammengefasst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die bisherige Freie und Hansestadt [[Lübeck]] wurde als Stadtkreis Lübeck Teil der preußischen Provinz Schleswig-Holstein. Die [[Historische Lübecker Exklaven|Lübecker Exklaven]] in Schleswig-Holstein wurden Bestandteil der Kreise Eutin und Herzogtum Lauenburg.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Mecklenburg ===&lt;br /&gt;
Mecklenburg erhielt die Lübecker Exklaven dort im Tausch gegen seine Exklaven im Kreis Herzogtum Lauenburg in Schleswig-Holstein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ebenfalls wurden mehrere Gebietsveränderungen im Süden und Osten Mecklenburgs im Groß-Hamburg-Gesetz geregelt.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Gesetz über Groß-Hamburg und andere Gebietsbereinigungen&amp;#039;&amp;#039; vom 26. Januar 1937. Im &amp;#039;&amp;#039;[[Reichsgesetzblatt]],&amp;#039;&amp;#039; Teil I Nr. 11 vom 27. Januar 1937, S. 91 ff., [https://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=dra&amp;amp;datum=1937&amp;amp;page=197&amp;amp;size=45 Digitalisat] ([[ALEX – Historische Rechts- und Gesetzestexte Online|ALEX]]).&amp;lt;/ref&amp;gt; Mecklenburg trat seine Exklaven [[Schönberg (Wusterhausen/Dosse)|Schönberg]], [[Rossow (Wittstock/Dosse)|Rossow]] und [[Netzeband (Temnitzquell)|Netzeband]] an Preußen ab. Im Gegenzug erhielt es eine zu Preußen gehörende Enklave um [[Duckow]], [[Zettemin]] und [[Rottmannshagen]]. Auch die beiden kleinen Orte [[Steinförde|Großmenow]] und [[Wahlstorf (Gehlsbach)|Quaßliner Mühle]] kamen zu Mecklenburg. Vor allem im Raum [[Templin]] wechselten einige Seen die Landeszugehörigkeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verwaltungsgliederung innerhalb des Landes Hamburg ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Verwaltungskarte Hamburg 1938.svg|mini|Hamburgs innere Gliederung ab 1938/39]]&lt;br /&gt;
Seit 1937 erfuhr die [[Bezirke in Hamburg#Gebietsreformen der Nationalsozialisten|innere Gliederung]] Hamburgs zahlreiche Veränderungen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
# vom 1. April 1937 bis zum 31.&amp;amp;nbsp;März 1938: die fünf selbstständigen Städte Hamburg, Altona, Harburg-Wilhelmsburg, Wandsbek und Bergedorf, daneben das alte [[Landherrenschaft|Hamburger Landgebiet]] sowie der neue &amp;#039;&amp;#039;Landkreis Hamburg&amp;#039;&amp;#039;, der aus den 27 ehemaligen preußischen Gemeinden gebildet wurde&amp;lt;ref name=&amp;quot;:2&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Verwaltungsgeschichte.de|pfad=geschichte_hamburg_193738.html|name=Verwaltungsstruktur Land Hamburg 1.&amp;amp;nbsp;4. 1937 – 31.&amp;amp;nbsp;3. 1938}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
# vom 1. April 1938 bis zum 31.&amp;amp;nbsp;März 1939: Gliederung in einen Stadt- und einen Landbezirk&lt;br /&gt;
# vom 1. April 1939 bis zum 14.&amp;amp;nbsp;November 1943: Aufteilung in zehn Verwaltungskreise, von denen fünf ausschließlich zum Stadtbezirk, die fünf anderen teils zum Stadt-, teils auch zum Landbezirk Hamburg gehörten. Diese waren unterteilt in insgesamt 110&amp;amp;nbsp;Bezirke mit 178&amp;amp;nbsp;Ortsteilen.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://agora.sub.uni-hamburg.de/subhh/cntmng;?type=pdf&amp;amp;did=c1:3107 Uwe Lohalm: Hamburgs Verwaltungsgliederung und öffentlicher Dienst im Dritten Reich]&amp;lt;/ref&amp;gt; Mitte&amp;amp;nbsp;1943 war die gesamte kommunale Infrastruktur [[Operation Gomorrha|kriegsbedingt kollabiert]]&lt;br /&gt;
# vom 15. November 1943 bis zum 10.&amp;amp;nbsp;Mai 1951: Aufteilung in sechs [[Landkreis|Kreise]], die in insgesamt 23&amp;amp;nbsp;[[Ortsamt (Hamburg)|Ortsämter]] gegliedert waren.&lt;br /&gt;
# vom 11. Mai 1951 bis zum 31.&amp;amp;nbsp;Januar 2007: [[Bezirke in Hamburg|sieben Bezirke]] mit sieben Kerngebieten und 15&amp;amp;nbsp;Ortsamtsgebieten&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zudem kam es in diesem Rahmen zu einer Veränderung von Stadtteilgrenzen, die im Wesentlichen an die Grenzen zwischen den NSDAP-Distrikten angeglichen wurden, z. B. der Gebietstausch zwischen Altona-Altstadt (mit dem Verlust der östlichen Gebiete bis zur [[Große Freiheit|Großen Freiheit]] und am [[Schulterblatt (Straße)|Schulterblatt]]) und Sankt Pauli (mit dem Verlust der Gebiete um [[Pinnasberg]] und der [[St.-Pauli-Kirche (Hamburg-Altona-Altstadt)|St.-Pauli-Kirche]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Auswirkungen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bis 1937 betrieb Hamburg den [[Fischereihafen Cuxhaven]] und hatte denjenigen des preußischen Altona direkt vor der Tür. Dies kehrte sich um, indem es den Altonaer Fischereihafen übernahm und Preußen den Cuxhavener, der allerdings durch die verbliebenen Hamburger Hafenflächen in Cuxhaven begrenzt wurde. Die Fischerei erlebte nach dem Krieg einen erheblichen Boom. Niedersachsen initiierte daraufhin ab 1948 Gespräche zur Erweiterung des Fischereihafens auf abzutretenden Hamburger Flächen. Zu konkreten Verhandlungen kam es allerdings erst 1955, da es ein komplexes Feld an Entwicklungen und Interessen gab: Die erhebliche Steigerung der Fischerei und des Linienverkehrs nach Amerika, vorhandenes Erbbaurecht des Bundes und Hamburgs Vorhafenpläne. Letztere waren auch der Hintergrund für die vierte Durchführungsverordnung. In dieser Zeit kam es durchaus zu erheblichen Spannungen zwischen Cuxhaven und Hamburg. Mit dem immer weiter steigenden Tiefgang der &amp;#039;&amp;#039;Supertanker&amp;#039;&amp;#039; stieg auch Hamburgs Interesse an einem Vorhafen, für den die Cuxhavener Flächen aber immer weniger geeignet schienen. 1960&amp;amp;nbsp;konkretisierten sich die Vorhafenideen auf das etwa 5000&amp;amp;nbsp;ha große Wattgebiet Scharhörn/Neuwerk. In der Folge schlossen Hamburg und Niedersachsen dann 1961 einen [[Staatsvertrag]] (&amp;#039;&amp;#039;[[Cuxhaven-Vertrag]]&amp;#039;&amp;#039;) zum Tausch von Hafenrechten und dem [[Scharhörn-Neuwerker Watt]].&amp;lt;ref&amp;gt;Hans Laucht: &amp;#039;&amp;#039;Hafenprojekt Scharhörn – Eine Planung im Spiegel der Zeit (1948–1980)&amp;#039;&amp;#039;, Selbstverlag, Aumühle, S. 22–46&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Revisionsbemühungen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach 1945 gab es ernsthafte Versuche, die Folgen des Gesetzes zumindest teilweise zu revidieren und den ehemals selbstständigen Städten eine größere [[Autonomie (Politikwissenschaft)|Autonomie]] zu sichern. Insbesondere in Harburg und Altona wurden solche Forderungen laut und waren dort überaus populär, außerdem deckten sie sich mit den Zielen der [[Britische Besatzungszone|britischen Besatzungsmacht]] nach einer stärkeren Dezentralisierung. Für Harburg wurde im Sommer 1946 ein Ausschuss aus örtlichen und Hamburger Partei- und Gewerkschaftsvertretern eingesetzt, um diesbezügliche inhaltliche Fragen einer Klärung näherzubringen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der ersten [[Bürgerschaftswahl in Hamburg 1946|Bürgerschaftswahl am 13.&amp;amp;nbsp;Oktober 1946]] trat diese Frage für den Senat aber mehr und mehr in den Hintergrund, in erster Linie unter der Ansage, dass für den Wiederaufbau und die Verbesserung der Lebensverhältnisse in der zerbombten Stadt eine Konzentration aller Kräfte Vorrang genießen müsse.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In diesem Zusammenhang sei auf die [[Ambivalenz|ambivalente]] Haltung der ehemaligen Bürgermeister [[Walter Dudek]] aus Harburg bzw. [[Max Brauer]] aus Altona hingewiesen, die in ihrer neuen Rolle im Hamburger Senat in dieser Frage eine Stellung bezogen, die ihrer vorherigen entgegengesetzt war. Altonas späterer [[Bezirksamtsleiter|Bezirksleiter]] [[August Kirch]] hingegen setzte sich noch 1950 dafür ein, wenigstens den historischen Grenzverlauf zwischen Altona und Hamburg wiederherzustellen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Angesichts der minimalen bezirklichen Eigenständigkeit aufgrund des Verfassungskonstrukts der &amp;#039;&amp;#039;Einheitsgemeinde Hamburg&amp;#039;&amp;#039; stoßen Wünsche nach weitergehender Autonomie vor allem in Harburg und Altona bis in die Gegenwart lokal auf nennenswerte Zustimmung. So gibt es heute beispielsweise noch die &amp;#039;&amp;#039;[[Wählergemeinschaft Harburg]]&amp;#039;&amp;#039; und die Initiative &amp;#039;&amp;#039;[[Altonaer Freiheit]]&amp;#039;&amp;#039;, die sich für eine größere Autonomie der Stadtteile einsetzten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Versuch der Wiederherstellung der Eigenstaatlichkeit Lübecks scheiterte 1956 vor dem [[Bundesverfassungsgericht]] mit dem [[Lübeck-Urteil]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Groß-Altona-Gesetz]]&lt;br /&gt;
* [[Groß-Berlin]]&lt;br /&gt;
* [[Groß-Wien]]&lt;br /&gt;
* [[Altonaer Freiheit]]&lt;br /&gt;
* [[Cuxhaven-Vertrag]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Ortwin Pelc]]: &amp;#039;&amp;#039;Groß-Hamburg 1910 bis 1937. Von den Ideen zum Gesetz.&amp;#039;&amp;#039; In: Stefanie Fink, Oliver Gaida, Alexander Olenik, Christine Schoenmakers (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Groß-Berlin. Ein großer Wurf? Ursachen, Akteure und Wechselwirkungen von Metropolbildungen um 1920&amp;#039;&amp;#039;. BeBra Verlag, Berlin 2024 (Berlin-Forschungen der Historischen Kommission Berlin; 8), ISBN 978-3-95410-318-8, S. 249–268.&lt;br /&gt;
* William Boehart: &amp;#039;&amp;#039;Das Groß-Hamburg-Gesetz · Ein Rückblick 70&amp;amp;nbsp;Jahre danach.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Lichtwark-Heft]]&amp;#039;&amp;#039; Nr.&amp;amp;nbsp;71, November 2006.&lt;br /&gt;
* [[Holger Martens (Historiker)|Holger Martens]]: &amp;#039;&amp;#039;Hamburgs Weg zur Metropole. Von der Groß-Hamburg-Frage zum Bezirksverwaltungsgesetz&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Beiträge zur Geschichte Hamburgs.&amp;#039;&amp;#039; Bd.&amp;amp;nbsp;63). Verlag [[Verein für Hamburgische Geschichte]], Hamburg 2004, ISBN 3-935413-08-4.&lt;br /&gt;
* Hartmut Hohlbein (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Vom Vier-Städte-Gebiet zur Einheitsgemeinde. Altona, Harburg-Wilhelmsburg, Wandsbek gehen in Groß-Hamburg auf.&amp;#039;&amp;#039; [[Landeszentrale für politische Bildung Hamburg|Landeszentrale für Politische Bildung]], Hamburg 1988.&lt;br /&gt;
* [[Gerhard Schneider (Politiker, 1904)|Gerhard Schneider]]: &amp;#039;&amp;#039;Gefährdung und Verlust der Eigenstaatlichkeit der Freien und Hansestadt Lübeck und seine Folgen&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Veröffentlichungen zur Geschichte der Hansestadt Lübeck.&amp;#039;&amp;#039; Reihe&amp;amp;nbsp;B, Bd.&amp;amp;nbsp;14). [[Schmidt-Römhild]], Lübeck 1986, ISBN 3-7950-0452-7.&lt;br /&gt;
* [[Hans Peter Ipsen]]: &amp;#039;&amp;#039;Hamburgs Verfassung und Verwaltung – von Weimar bis Bonn.&amp;#039;&amp;#039; Appel, Hamburg 1956.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Greater Hamburg Act}}&lt;br /&gt;
{{Wikisource|Gesetz über Groß-Hamburg und andere Gebietsbereinigungen}}&lt;br /&gt;
* {{Internetquelle |url=https://geschichtsbuch.hamburg.de/epochen/nationalsozialismus/das-gross-hamburg-gesetz-1937-38/ |titel=Das Groß-Hamburg-Gesetz 1937/38 |autor=Sarah Schmidt |werk=geschichtsbuch.hamburg.de |zugriff=2020-02-23}}&lt;br /&gt;
* [http://www.documentarchiv.de/ns/1937/gebietsreformen_ges.html Gesetzestext]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;ElbVwHHmbV&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle | url=https://www.gesetze-im-internet.de/elbvwhhmbv/BJNR000030939.html | titel=ElbVwHHmbV - Verordnung über die Verwaltung der Elbe und anderer Reichswasserstraßen durch die Hansestadt Hamburg | werk=gesetze-im-internet.de | datum=1938-12-21| zugriff=2019-01-11 }}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/references&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Grosshamburggesetz}}&lt;br /&gt;
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		<author><name>imported&gt;Shaun92</name></author>
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