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	<title>Grammatik - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Demo Wiki</subtitle>
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		<id>https://demowiki.knowlus.com/index.php?title=Grammatik&amp;diff=6073&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Rießler: Genauere Formulierung entsprechend der EN; in den verlinkten Quellen steht gar nicht, dass die Adjektive &quot;heute meist&quot; synonym verwendet werden, vielmehr wird dort der Unterschied deutlich gemacht</title>
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		<updated>2024-08-30T09:27:39Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Genauere Formulierung entsprechend der EN; in den verlinkten Quellen steht gar nicht, dass die Adjektive &amp;quot;heute meist&amp;quot; synonym verwendet werden, vielmehr wird dort der Unterschied deutlich gemacht&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Dieser Artikel|befasst sich mit Grammatik als Teil der Sprachwissenschaft; zu anderen gleichnamigen Bedeutungen siehe [[Grammatik (Begriffsklärung)]].}}&lt;br /&gt;
[[Datei:Laurent de La Hyre - Allegorical Figure of Grammar - WGA12311.jpg|mini|&amp;#039;&amp;#039;Die Grammatik&amp;#039;&amp;#039;, [[Allegorie|allegorisch]] dargestellt als Gärtnerin, Gemälde von [[Laurent de La Hyre]] (1650)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Grammatik&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; oder auch &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Sprachlehre&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ({{laS|[ars] grammatica}}, {{grcS|[τέχνη] γραμματική|[téchnē] grammatikḗ|de=Kunst des [[Schreiben]]s}}, von {{grcS|γράμμα|grámma|de=Geschriebenes}}, ‚Buchstabe‘) bezeichnet in der [[Sprachwissenschaft]] (Linguistik) jede Form einer systematischen Sprachbeschreibung. Dabei steht der Begriff der Grammatik zum einen für das Ergebnis, also eine einzelne Darstellung einer [[Sprache]], zum anderen aber auch für die Struktur der Sprache als solche bzw. [[Theorie]]n hierüber ([[Grammatiktheorie]]). Teile der neueren grammatischen Forschung, maßgeblich angeregt von [[Noam Chomsky]], behandeln die Frage, wie weit sich [[Natürliche Sprache|natürliche Sprachen]] mit dem Instrumentarium beschreiben lassen, das auch zur Beschreibung [[formale Sprache|formaler Sprache]]n dient.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Adjektiv]]e &amp;#039;&amp;#039;grammatisch&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;grammatikalisch&amp;#039;&amp;#039; (von [[spätlatein]]isch {{lang|la|&amp;#039;&amp;#039;grammaticalis&amp;#039;&amp;#039;}}) werden manchmal [[synonym]] in den Bedeutungen „die Grammatik betreffend“&amp;lt;ref name=&amp;quot;DUW&amp;quot;&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;[[Duden]] – Deutsches Universalwörterbuch.&amp;#039;&amp;#039; 6. Auflage. Mannheim 2006.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;„zur Grammatik gehörend“ &amp;#039;&amp;#039;Brockhaus Wahrig Deutsches Wörterbuch&amp;#039;&amp;#039; (sechs Bände)&amp;lt;/ref&amp;gt; oder „den Regeln der Grammatik entsprechend“&amp;lt;ref name=&amp;quot;DUW&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Duden – Richtiges und gutes Deutsch.&amp;#039;&amp;#039; 5. Auflage. Mannheim 2001 [CD-ROM].&amp;lt;/ref&amp;gt; verwendet. Teilweise wird dem Wort &amp;#039;&amp;#039;grammatikalisch&amp;#039;&amp;#039; die letztere Bedeutung jedoch nicht zugewiesen, besonders in der [[Linguistik]] und anderen relevanten wissenschaftlichen Fächern.&amp;lt;ref name=&amp;quot;FAQL1&amp;quot;&amp;gt;[http://faql.de/wortgebrauch.html#grammatikalisch &amp;#039;&amp;#039;Wortgebrauch und Verwechslungen: grammatisch oder grammatikalisch?&amp;#039;&amp;#039;], FAQL.de (abgerufen am 14. Juli 2010).&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Nach der achten Auflage des Dudens von 1905 hatte &amp;#039;&amp;#039;grammatisch&amp;#039;&amp;#039; nur die letztgenannte Bedeutung (vgl. [http://faql.de/wortgebrauch.html#grammatikalisch &amp;#039;&amp;#039;Wortgebrauch und Verwechslungen: grammatisch oder grammatikalisch?&amp;#039;&amp;#039;], FAQL.de (abgerufen am 14. Juli 2010)).&amp;lt;/ref&amp;gt; Entsprechend ist als negierte Form &amp;#039;&amp;#039;ungrammatisch&amp;#039;&amp;#039; (für „nicht den Regeln der Grammatik entsprechend“) deutlich gebräuchlicher.&amp;lt;ref name=&amp;quot;FAQL1&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Die Abgrenzung der Grammatik von anderen Gebieten ==&lt;br /&gt;
Grammatik ist zum einen der Begriff für ein Wissensgebiet, das Gegenstand der „Grammatiktheorie“ ist, also das sprachliche System selbst, in seiner abstrakten Form. In der [[Sprachwissenschaft]] umfasst dieser Begriff alle Bereiche, in denen die Gliederung sprachlicher Einheiten untersucht wird, also die Formen und den inneren Aufbau von Wörtern (d.&amp;amp;nbsp;h. die [[Morphologie (Linguistik)|Morphologie]]), den Bau von Sätzen ([[Syntax]]), die Lautlehre ([[Phonologie]]) sowie die Bedeutungslehre ([[Semantik]]), soweit sie sich auf Regeln zum Aufbau von sprachlicher Bedeutung bezieht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zum anderen bezeichnet man mit dem Ausdruck „eine Grammatik“ eine konkrete Beschreibung einer [[Einzelsprache]]. Hier werden dann oft auch weitere Gebiete mitbehandelt, auch wenn sie nicht Gegenstand der Grammatiktheorie sind: etwa [[Stilistik]], [[Rhetorik]] und [[Verslehre]] (Metrik), in einigen Grammatiken, besonders historischer Sprachen, auch [[Zahlendarstellung]], [[Geschichte von Maßen und Gewichten#Listen von historischen Maßen und Gewichten|Maße und Gewichte]] sowie [[Zeitrechnung]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nicht zur Grammatik zählt die Untersuchung der Vorgänge im Gebrauch einer Sprache, die von [[Pragmatik (Linguistik)|Pragmatik]], [[Diskursanalyse]] oder [[Soziolinguistik]] sowie in anderer Hinsicht von der [[Phonetik]] behandelt werden. Allerdings ergeben sich aus diesen Gebieten sehr wohl oft Rückwirkungen auf die Beschreibung des Sprachsystems.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Arten von Grammatiken ==&lt;br /&gt;
Hinsichtlich der Zielsetzungen kann man zwischen &amp;#039;&amp;#039;präskriptiven&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;normativen&amp;#039;&amp;#039; (vorschreibenden) Grammatiken einerseits und &amp;#039;&amp;#039;deskriptiven&amp;#039;&amp;#039; (beschreibenden) Grammatiken andererseits unterscheiden. Eine normative Grammatik verfolgt das Ziel, eine bestimmte Form einer Sprache als verbindlichen Standard zu lehren. Als „grammatisch falsch“ wird dann bezeichnet, was nicht diesem Standard entspricht. Im Gegensatz hierzu ist es der Ansatz der deskriptiven Grammatik, eine Sprache so zu beschreiben, wie kompetente Muttersprachler sie tatsächlich spontan verwenden (ohne das Gesagte als Versprecher zu empfinden). Es erfolgt in dieser Perspektive dann keine Unterscheidung in „guten“ und „falschen bzw. schlechten Sprachgebrauch“ (so dass bestimmte Formen vermieden werden sollen), sondern strittige grammatische Erscheinungen können ggf. bestimmten Sprechstilen, Verwendungssituationen, Textsorten oder sozialen Gruppen als typisch zugeordnet werden, aber ansonsten aus neutraler Warte dokumentiert werden. Ein deskriptiver Ansatz führt also in der Regel dazu, verschiedene [[Varietät (Linguistik)|Varietäten]] (Sprachvarianten) anzuerkennen, die durch ihre soziale Bewertung charakterisiert werden können. Der Begriff „grammatisch falsch“ reduziert sich dann auf grammatische Erscheinungen, die in keiner Varietät einer Sprache vorkommen. Im erfassten Inhalt müssen sich normative und deskriptive Grammatiken nicht zwingend stark unterscheiden, da auch die Festlegung einer Standardvariante zunächst ihre Beschreibung voraussetzt. Auch können deskriptive Grammatiken normalerweise nicht die ganze Breite der Variation abdecken, sondern behandeln oft eine idealisierte Form, also eine Standardvariante einer Sprache.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine weitere Unterscheidung ist die zwischen &amp;#039;&amp;#039;wissenschaftlicher Grammatik&amp;#039;&amp;#039;, die die Grammatik als ein System erforscht und mit wissenschaftlichen Grundlagenfragen verknüpft, im Gegensatz zu &amp;#039;&amp;#039;didaktischen Grammatiken&amp;#039;&amp;#039;, also Grammatiken, die dem Sprachunterricht dienen. Bei letzteren steht meist im Vordergrund, dass sie zum Erwerb einer intuitiven Sprachbeherrschung anleiten sollen. Didaktische Werke, die vornehmlich nur auf ein Sprachverstehen zielen (zum Beispiel Lesefähigkeit bei toten Sprachen), werden manchmal auch als &amp;#039;&amp;#039;rezeptive Grammatik&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Hans Jürgen Heringer]]: &amp;#039;&amp;#039;Lesen lehren lernen: Eine rezeptive Grammatik des Deutschen.&amp;#039;&amp;#039; 1989. (Zitiert und thematisiert in: Thomas Schröder: &amp;#039;&amp;#039;Die Handlungsstruktur von Texten: Ein integrativer Beitrag zur Texttheorie.&amp;#039;&amp;#039; 2003, S. 96). – Johannes Singer: &amp;#039;&amp;#039;Grundzüge einer rezeptiven Grammatik des Mittelhochdeutschen.&amp;#039;&amp;#039; UTB / Ferdinand Schöningh, Paderborn 1996.&amp;lt;/ref&amp;gt; Im 19. Jahrhundert und danach findet sich manchmal auch die Bezeichnung „Konversationsgrammatik“ im Titel didaktischer Grammatiken.&amp;lt;ref&amp;gt;Beispiel: August Seidel: &amp;#039;&amp;#039;Suahili Konversationsgrammatik nebst einer Einführung in die Schrift und den Briefstil der Suahili.&amp;#039;&amp;#039; Julius Groos&amp;#039; Verlag, Heidelberg 1900 (und viele weitere Titel desselben Verlags).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Siehe auch|Deutsche Grammatik#Arten von Grammatiken|titel1=Deutsche Grammatik – Arten von Grammatiken}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
=== Grammatiken im alten Indien ===&lt;br /&gt;
In dem indischen [[Sanskrit]] wirkten [[Yaska]] ([[7. Jahrhundert v. Chr.]]) und [[Panini (Grammatiker)|Panini]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Grammatiken in der Antike und im Mittelalter ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Schöpfer einer wissenschaftlichen Grammatik gelten die griechischen [[Sophisten]], insbesondere [[Protagoras]], dem unter anderem die Benennung der drei Geschlechter ([[Genus|Genera]]) und die Unterscheidung der [[Tempus|Tempora]] und [[Modus (Grammatik)|Modi]] zugeschrieben werden. [[Dionysios Thrax]] verfasste später eine bekannte Grammatik.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der [[Spätantike]] wurde die Grammatik die erste der [[Sieben freie Künste|sieben freien Künste]] (septem artes liberales). Zusammen mit [[Rhetorik]] und [[Dialektik]], d.&amp;amp;nbsp;h. [[Logik]], bildete sie hier das [[Trivium]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Viele der Regeln und Termini wurden von römischen Gelehrten und [[Grammatiker]]n übernommen und auf das Latein übertragen und hielten so Einzug in das europäische, kirchlich geprägte Mittelalter. Dabei blieben auch die logischen und philosophischen Überlegungen erhalten und schlugen sich im [[Universalienstreit]] nieder. Die Beschäftigung mit Grammatik beschränkte sich daher lange Zeit auf die wichtigen in der [[Bibel]] (dem [[Altes Testament|Alten]] und [[Neues Testament|Neuen]] Testament) und ihren Übersetzungen vorkommenden Sprachen, das [[Altgriechische Sprache|Griechische]], das Lateinische und auch das [[Hebräische Sprache|Hebräische]].&amp;lt;ref&amp;gt;Eco 1997.&amp;lt;/ref&amp;gt; Ein großer Teil der Diskussionen bezog sich allerdings hauptsächlich auf semantische Aspekte und ihre theologischen Implikationen. Denn die Grammatik wurde wie die übrigen Artes liberales zuallererst als eine [[Propädeutik]] der [[Bibelhermeneutik]] betrachtet. Erst mit Luthers Bibelübersetzung und dem Zeitalter der [[Reformation]] löste man sich von der Fixierung auf das Lateinische.&amp;lt;ref&amp;gt;Zu diesem Wandel: {{Internetquelle |autor=Ursula Stangel |datum=2010 |url=http://www.helikon-online.de/2010/Stangel_Grammatik.pdf |titel=Grammatikschreibung im Wandel. Von der Grammatiktradition des Mittelalters bis zur Beschreibung von Sprachen der Neuen Welt |format=PDF; 623&amp;amp;nbsp;kB |werk=Helikon. A Multidisciplinary Online Journal, 1, S. 78–88 |zugriff=2015-03-12}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu den bekannten und auch im Spätmittelalter noch bedeutsamen Verfassern lateinischer Grammatiken gehörten beispielsweise im 4. Jahrhundert [[Aelius Donatus]] sowie im frühen 13. Jahrhundert [[Alexander von Villa Dei]] mit seiner auf Donatus beruhenden Reim-Grammatik &amp;#039;&amp;#039;Doctrinale&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Friedrich Winterhager]]: &amp;#039;&amp;#039;Lateinunterricht für Nonnen im Kloster Ebstorf um 1490 unter dem Einfluß der Bursfelder Reformbewegung.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Medizinhistorische Mitteilungen. Zeitschrift für Wissenschaftsgeschichte und Fachprosaforschung.&amp;#039;&amp;#039; Band 34, 2015, S. 79–85, hier: S. 80–82.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Grammatiken in der Neuzeit ===&lt;br /&gt;
Lag der Schwerpunkt des Interesses im Mittelalter noch bevorzugt in semantischen Fragen, so setzten sich mit der Erforschung des [[Sanskrit]] durch [[Friedrich Schlegel]] und [[Franz Bopp]] und mit der Entdeckung der [[Indogermanische Sprachen|indogermanischen Sprachen]] wieder grammatische Interessen und konventionalistische und relativistische Positionen durch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus der [[Vergleichende Sprachwissenschaft|Vergleichenden Sprachwissenschaft]] entwickelte Anfang des 20. Jahrhunderts [[Ferdinand de Saussure]] die Theorie von der Sprache als synchronem System, die die Grundlage der strukturalistischen Linguistik des 20. Jahrhunderts darstellt. Ohne Einflüsse aus der Philologie entstanden durch die Arbeiten von [[George Boole]] und [[Gottlob Frege]] zur selben Zeit die ersten formalen Systeme, die sich von den Vorlagen einer bestimmten Sprache zu lösen versuchten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Einteilung solcher formalen Sprachen und der ihnen zugrunde liegenden Grammatiken entwickelte [[Noam Chomsky]]. Dabei erzeugen Grammatiken eines bestimmten Typs innerhalb der [[Chomsky-Hierarchie]] genau die Sätze und Ausdrücke einer Sprache, die von einem bestimmten Interpreten erkannt werden, und sie erzeugen alle Sätze und Ausdrücke, die erkannt werden können. Interpreten sind in solchen Fällen einer formalen Grammatik [[Abstrakte Maschine|abstrakte Rechenmaschinen]] aus der [[Automatentheorie]]. Solche formalen Grammatiken, besonders die [[kontextfreie Grammatik]], finden Verwendung in der Informatik in Untersuchungen über [[Compiler]] und [[Interpreter]]. Aber auch in der Philosophie und [[Wissenschaftstheorie]] finden solche Sprachen Verwendung, genauso wie in Forschungsrichtungen der deskriptiven Grammatik.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Deskriptive Grammatiken unterscheiden sich von formalen Grammatiken insofern, als sie sich aus einem empirischen Forschungsansatz ergeben. Sie beschäftigen sich mit den [[Natürliche Sprache|natürlichen Sprachen]], denen im Allgemeinen eine größere Ausdrucksstärke zugesprochen wird. Der Linguist sichtet erst eine bestimmte Menge an Ausdrücken und Sätzen, die zu einer Sprache gehören. Kriterium dafür, dass bestimmte Ausdrücke und Sätze zu einer Sprache gehören, kann vor allem ihr Vorkommen in der [[Geschriebene Sprache|geschriebenen Sprache]] und [[Literatur]] sein, aber auch die Akzeptanz der Ausdrücke in einer [[Sprachgemeinschaft]]. Dann versucht er, diese Ausdrücke durch Regeln zu erzeugen. Dabei steht die Vollständigkeit der erklärten Phänomene im Gegensatz zu einem ökonomischen Prinzip der Einfachheit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eher regelgeleitete, auf der Syntax basierende Grammatiken, die mit möglichst wenig Annahmen und Regeln auskommen, sind vor allem die aus Chomskys [[Generative Grammatik|Generativer Grammatik]] entstandene [[Rektions- und Bindungstheorie]] und das [[Minimalistisches Programm|Minimalistische Programm]]. Erweiterungen rein syntaktischer Regeln durch semantische findet man in der &amp;#039;&amp;#039;[[Generalized Phrase Structure Grammar]]&amp;#039;&amp;#039; sowie in den [[Unifikationsgrammatik]]en, zum Beispiel der &amp;#039;&amp;#039;[[Head-driven Phrase Structure Grammar]]&amp;#039;&amp;#039; oder der [[Lexikalisch-funktionale Grammatik|lexikalisch-funktionalen Grammatik]]. Semantische Ansätze, die vor allem mit Strukturen von Lexikoneinträgen arbeiten, sind die [[Dependenzgrammatik]]en und die Grammatik [[Richard Montague]]s.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
{{Portal|Sprache}}&lt;br /&gt;
* [[Flexion]], [[Deklination (Grammatik)|Deklination]], [[Konjugation (Grammatik)|Konjugation]], [[Komparation]]&lt;br /&gt;
* [[Ortsgrammatik]], [[Schulgrammatik]]&lt;br /&gt;
* [[Inhaltbezogene Grammatik]], [[Pivot-Grammatik]], [[Textgrammatik]], [[Universalgrammatik]]&lt;br /&gt;
* [[formale Grammatik]], [[Van-Wijngaarden-Grammatik]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Joan Bresnan]]: &amp;#039;&amp;#039;A realistic transformational grammar.&amp;#039;&amp;#039; In: [[Morris Halle]], Joan Bresnan, [[George A. Miller]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Linguistic Theory and Psychological Reality.&amp;#039;&amp;#039; The MIT Press, Cambridge, Mass., 1978, S. 1–59.&lt;br /&gt;
* {{Literatur |Autor=[[Noam Chomsky]] |Titel=Syntactic Structures |Verlag=Mouton de Gruyter |Ort=Berlin/New York |Datum=2002 |Auflage=2 |Sprache=en |ISBN=3-11-017279-8 |OrtEA=Den Haag |JahrEA=1957 |Online=[https://archive.org/stream/NoamChomskySyntcaticStructures/Noam%20Chomsky%20-%20Syntcatic%20structures_djvu.txt Online] |Abruf=2019-05-22 |Format=TXT}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur |Autor=[[Umberto Eco]] |Titel=Die Suche nach der vollkommenen Sprache |Verlag=dtv |Ort=München |Datum=1997 |ISBN=3-423-30629-7 |Originaltitel=La ricerca della lingua perfetta nella cultura europa |Originalsprache=it |Originalort=Rom |Originaljahr=1993 |Übersetzer=Burkhart Kroeber |VerlagEA=Laterza}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur |Hrsg=[[Helmut Glück]] |Titel=Metzler Lexikon Sprache |Verlag= Metzler |Ort=Stuttgart/Weimar |Datum=1993 |ISBN=3-476-00937-8}}&lt;br /&gt;
* [[Hadumod Bußmann]]: &amp;#039;&amp;#039;Lexikon der Sprachwissenschaft&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;[[Kröners Taschenausgabe]].&amp;#039;&amp;#039; Band 452). 2., völlig neu bearbeitete Auflage. Kröner, Stuttgart 1990, ISBN 3-520-45202-2.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Grammar|Grammatik}}&lt;br /&gt;
{{Wiktionary}}&lt;br /&gt;
{{Wiktionary|Sprachlehre}}&lt;br /&gt;
{{Wikiquote}}&lt;br /&gt;
{{Wikisource|Grammatiken}}&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|4021806-5}}&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;[https://grammis.ids-mannheim.de/ Grammis: Grammatisches Informationssystem].&amp;#039;&amp;#039; Leibniz-Institut für Deutsche Sprache (IDS)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4021806-5|LCCN=sh85056259|NDL=00561024}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Grammatik| ]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Grammatiktheorie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sprachwissenschaft]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Allgemeine Linguistik]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Theoretische Linguistik]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Syntax]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sprachenlernen]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Rießler</name></author>
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