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	<title>Gjirokastra - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Demo Wiki</subtitle>
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		<id>https://demowiki.knowlus.com/index.php?title=Gjirokastra&amp;diff=13167&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;SchlurcherBot: Bot: http → https</title>
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		<updated>2025-08-04T12:48:58Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Bot: http → https&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Begriffsklärungshinweis}}&lt;br /&gt;
{{Infobox Ort in Albanien&lt;br /&gt;
|NameAlbanischUnbestimmt = Gjirokastër&lt;br /&gt;
|NameAlbanischBestimmt   = Gjirokastra&lt;br /&gt;
|Wappen                  = Stema e Bashkisë Gjirokastër.svg&lt;br /&gt;
|lat_deg = 40&lt;br /&gt;
| lat_min = 05&lt;br /&gt;
| lat_sec = 00&lt;br /&gt;
|lon_deg = 20&lt;br /&gt;
| lon_min = 08&lt;br /&gt;
| lon_sec = 20&lt;br /&gt;
|Qark                    = Gjirokastra&lt;br /&gt;
|Gemeinde                = Gjirokastra&lt;br /&gt;
|Höhe                    = 340&lt;br /&gt;
|Fläche                  = &lt;br /&gt;
|Gliederung              = &lt;br /&gt;
|Einwohner               = &lt;br /&gt;
|EinwohnerStand          = &lt;br /&gt;
|EinwohnerBashkia        = 23270&lt;br /&gt;
|EinwohnerBashkiaStand   = 2023&amp;lt;ref name=&amp;quot;censi2023instat2&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
|EinwohnerOrt            = 16569&lt;br /&gt;
|EinwohnerOrtStand       = 2023&amp;lt;ref name=&amp;quot;instatgj2023&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
|Agglomeration           = &lt;br /&gt;
|Telefonvorwahl          = 84&lt;br /&gt;
|Postleitzahl            = 6001–6003&lt;br /&gt;
|Bürgermeister           = Flamur Golemi&lt;br /&gt;
|Bürgermeistertitel      = &lt;br /&gt;
|BürgermeisterStand      = [[Kommunalwahlen in Albanien 2023|2023]]&lt;br /&gt;
|Partei                  = PS&lt;br /&gt;
|Webpräsenz              = http://bashkiagjirokaster.gov.al/&lt;br /&gt;
|LokalerDialekt          = &lt;br /&gt;
|Stadtgründung           = 14. Jahrhundert&lt;br /&gt;
|Stadtfest               = 4. Dezember&lt;br /&gt;
|Foto                    = Gjirokastёr - roofs.JPG&lt;br /&gt;
|FotoBeschreibung        = Blick über einen Teil der Altstadt (2016)&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Gjirokastra&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; [{{IPA|ɟiɾoˈkastɾa}}] ({{sqS|Gjirokastër|x}} [{{IPA|ɟiɾoˈkastəɾ}}]; {{elS|Αργυρόκαστρο|Argyrókastro}} ‚Silberburg‘; {{itS|Argirocastro}}; {{trS|&amp;#039;&amp;#039;Ergiri&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;Ergirikasrı&amp;#039;&amp;#039;}}, deutsch auch &amp;#039;&amp;#039;Gjinokaster&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Diercke Weltatlas&amp;#039;&amp;#039; im Georg Westermann Verlag 1957, Seite 64/65&amp;lt;/ref&amp;gt;) ist eine Stadt im Süden [[Albanien]]s und Hauptort des gleichnamigen [[Qark Gjirokastra|Qarks]]. Die Stadt hat 16.569 Einwohner (Volkszählung 2023)&amp;lt;ref name=&amp;quot;instatgj2023&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=Elsa Dhuli |Titel=Censi i popullsisë dhe banesave në Shqipëri 2023 – Qarke/Bashki / Albania Population and Housing Census 2023 – Prefectures/Municipalities. Gjirokastra |Hrsg=[[Instituti i Statistikës|INSTAT]] |Ort=Tirana |Datum=2024 |Seiten=109 ff |Online=[https://www.instat.gov.al/media/14306/cens-2023-gjirokastra.pdf instat.gov.al] |Format=PDF |KBytes= |Abruf=2024-11-10}}&amp;lt;/ref&amp;gt; und gehört damit zu den 20 größten Städten des Landes.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gjirokastra zählt seit 2005 zum [[UNESCO-Welterbe]]. Sie ist eine der ältesten Städte des Landes und wichtiges kulturelles Zentrum Südalbaniens. Die Stadt ist Geburtsort des ehemaligen Diktators [[Enver Hoxha]] und des bekanntesten albanischen Schriftstellers [[Ismail Kadare]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geographie ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Gjirokastra01.jpg|mini|links|Blick über die steinernen Dächer der Altstadt hinüber zu den Bergen des [[Mali i Gjerë]]]]&lt;br /&gt;
Gjirokastra liegt im Süden Albaniens im Flusstal des [[Drino]], das sich hier zur [[Dropull]]-Ebene weitet. Die älteren Quartiere der Stadt sind am steilen Hang des [[Mali i Gjerë]] auf bis zu {{Höhe|480|AL|link=1}} erbaut. Neuere Stadtteile ziehen sich abwärts bis zu den kleinen Gewerbegebieten am Flussufer auf {{Höhe|190|AL}} Durch die Stadt fließen einige kleinere Bäche von Südwesten Richtung Nordosten, die unterhalb von Gjirokastra in den Drino münden. Bei starkem Niederschlag schwellen sie stark an und treten gelegentlich über die Ufer. Wälder sind im nahen Umland rar. In der Flussebene wird teilweise Landwirtschaft und Viehzucht betrieben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gjirokastra ist im Nordwesten von [[Tepelena]], im Südosten von [[Libohova]] und im Süden von [[Lazarat]] benachbart. Der Grenzübergang nach [[Griechenland]] in [[Kakavija]] ist nur 36&amp;amp;nbsp;Kilometer entfernt. Die Straße über den [[Qafa e Muzinës|Muzina-Pass]] nach [[Saranda]] führt nur einige Kilometer südöstlich der Stadt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gjirokastra befindet sich in der [[Mittelmeerklima|mediterranen Klimazone]]&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://en.climate-data.org/search/?q=Gjirokastra |titel=Gjirokastra |werk=Climate-Data-org |sprache=en |abruf=2022-09-13}}&amp;lt;/ref&amp;gt; mit warmen und niederschlagsarmen Sommern. Die Winter jedoch sind kalt und niederschlagsreich. Charakteristisch sind die Talwinde aus Norden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Gjirokastra - Burganlage vor Gjerë-Gebirge.jpg|mini|Der Burgfelsen (alb. &amp;#039;&amp;#039;Kalaja&amp;#039;&amp;#039;) ist seit der Antike bewohnt]]&lt;br /&gt;
=== Antike ===&lt;br /&gt;
Der Burgfelsen, der das ganze Tal dominiert, wurde vermutlich schon im 3. Jahrhundert v. Chr. besiedelt. Erstmals mit Mauern befestigt wurde die Anlage im 6. Jahrhundert, als andere Orte im Drino-Tal wie [[Antigoneia (Chaonia)|Antigoneia]] langsam an Bedeutung verloren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Mittelalter ===&lt;br /&gt;
Die erste schriftliche Erwähnung von &amp;#039;&amp;#039;Argyrokastro&amp;#039;&amp;#039; stammt aus dem Jahr 1336 als Teil des [[Byzantinisches Reich|Byzantinischen Reichs]]. Zwischenzeitlich hatte sich langsam eine Siedlung rund um die [[Burg von Gjirokastra|Burg]] gebildet. 1417 wurde Gjirokastra von der [[Osmanische Armee|Armee]] des [[Osmanisches Reich|Osmanischen Reichs]] erobert.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Miranda Vickers |Titel=Shqiptarët – Një histori moderne |Verlag=Bota Shqiptare |Datum=2008 |ISBN=978-99956-11-68-2 |Kapitel=Mbërritja e osmanëve |Seiten=19 |Originaltitel=The Albanians – A Modern History |Originalsprache=en |Übersetzer=Xhevdet Shehu}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Die beherrschende Familie blieb aber weiterhin die [[Zenevisi]], die bald nach der türkischen Eroberung zum [[Islam]] übergetreten waren. Ende des 16.&amp;amp;nbsp;Jahrhunderts waren die Christen noch immer in der Mehrheit. In einem [[Defter]] von 1583 wurden knapp 80 muslimische und über 230 christliche Haushalte gezählt. Im Laufe des 17.&amp;amp;nbsp;Jahrhunderts kehrte sich dieses Verhältnis. 1419 erklärten die Osmanen Gjirokastra zur Hauptstadt des [[Sandschak von Albanien]]. 1466 verlor die Stadt diese Funktion an [[Berat]]. 1432 gab es eine antiosmanische Revolte der Bevölkerung, die im Jahr darauf von [[Turahan Bey]] niedergeschlagen wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Osmanen ===&lt;br /&gt;
Nach den Steuerregistern von 1431/32 hatte &amp;#039;&amp;#039;Argiri&amp;#039;&amp;#039;, wie die Stadt auf [[Türkische Sprache|Türkisch]] nun genannt wurde, insgesamt 163 Häuser. 1583 wurden bereits 434 Häuser gezählt. Das rasante Wachstum lag vor allem an der Landflucht und der Funktion als administratives Zentrum. Obschon die Stadt 1466 den Status als Hauptort des Sandschaks an Berat verlor, blieb sie Sitz des Gerichts (&amp;#039;&amp;#039;kadi&amp;#039;&amp;#039;).&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.gjirokastra.org/sub_links/about_sub/about_history.html |titel=History of Gjirokastra |werk=Gjirokastra.org |sprache=en |abruf=2012-09-02}}&amp;lt;/ref&amp;gt; 1670 zählte der osmanische Reisende [[Evliya Çelebi]] über 2000 Häuser. In seinem Reisebuch, dem &amp;#039;&amp;#039;Seyahatnâme&amp;#039;&amp;#039;, beschrieb er detailliert die Stadt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://www.albanianhistory.net/1670_Chelebi2/index.html |titel=1670 Evliya Chelebi: Seyahatname – a Journey to Gjirokastra |werk=Robert Elsie |sprache=en |abruf=2018-04-11}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1811 konnte [[Tepedelenli Ali Pascha]] die Stadt seinem Herrschaftsgebiet eingliedern, bis Sultan [[Mahmud II.]] 1822 Gjirokastra wieder zurückeroberte, nachdem Ali Pascha einem Mordanschlag zum Opfer gefallen war.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Miranda Vickers |Titel=Shqiptarët – Një histori moderne |Verlag=Bota Shqiptare |Datum=2008 |ISBN=978-99956-11-68-2 |Kapitel=1.3 &amp;#039;&amp;#039;Pashallëqet e Mëdha të Shkodrës dhe Janinës&amp;#039;&amp;#039; |Seiten=43 |Originaltitel=The Albanians – A Modern History |Originalsprache=en |Übersetzer=Xhevdet Shehu}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Während der Herrschaft des [[Pascha (Titel)|Paschas]] wurde die Burg stark ausgebaut und auch ein zehn Kilometer langer [[Aquädukt]] errichtet. Er stellte die Wasserversorgung der Burg sicher, wurde aber 1932 zerstört.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Unabhängigkeitsbestrebungen ===&lt;br /&gt;
[[Datei:AutonomyDeclaration1914.jpg|mini|Vertreter der griechischen Minderheit von Nordepirus erklären 1914 in Gjirokastra ihre Autonomie.]]&lt;br /&gt;
Nach dem Zusammenbruch des [[Osmanisches Reich|Osmanischen Reichs]] war die Stadt wie ganz Nord-[[Epirus (historische Region)|Epirus]] heftig zwischen Albanien und Griechenland umstritten. 1914 rief die griechische Minderheit Südalbaniens in Gjirokastra die Unabhängigkeit der [[Autonome Republik Nordepirus|Autonomen Republik Nordepirus]] aus, die jedoch kurzlebig war. 1925 zog Griechenland jegliche territoriale Forderungen an Albanien zurück.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Seit dem Zweiten Weltkrieg ===&lt;br /&gt;
Nach der [[Italienische Besetzung Albaniens|italienischen Invasion in Albanien]] im April 1939 bezogen [[Geschichte des italienischen Heeres|italienische Truppen]] in Gjirokastra Quartier. Die [[Königreich Italien (1861–1946)|Italiener]] verfolgten das Ziel, Griechenland zu überfallen. Nach Beginn des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkriegs]] starteten sie im Oktober 1940 den [[Griechisch-Italienischer Krieg|Griechisch-Italienischen Krieg]], der für sie jedoch zum Desaster wurde. Nach anfänglichen Erfolgen traten die Griechen zur Gegenoffensive an und nahmen Anfang Dezember 1940 Gjirokastra ein. Im April 1941 wendete sich das Blatt, nachdem die [[Wehrmacht]] im [[Balkanfeldzug (1941)|Balkanfeldzug]] Griechenland besetzte. Gjirokastra blieb bis 1943 in italienischer Hand und wurde nach der [[Waffenstillstand von Cassibile|Kapitulation Italiens]] im September 1943 von der [[Wehrmacht|Deutschen Wehrmacht]] besetzt. Im Verlauf des Zweiten Weltkriegs wurde die Stadt auch aus der Luft angegriffen, wobei durch die Bomben viele Menschen ihr Leben verloren. Nach der [[Geschichte Albaniens#Volksrepublik Albanien|Machtergreifung der Kommunisten]] rief der in Gjirokastra geborene Anführer [[Enver Hoxha]] (1908–1985) zu Kriegsende die [[Sozialistische Volksrepublik Albanien]] aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während der sozialistischen Geschichte der Stadt setzte die Industrialisierung ein, und Gjirokastra wurde zu einem überregionalen Handelszentrum. Die kommunistische Regierung erklärte sie 1961 zur „Museums-Stadt“.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://albania.shqiperia.com/kat/m/shfaqart/aid/2215.html |titel=Albania – The Land of the Illyrians |werk=Albania.shqiperia.com |sprache=en |abruf=2012-09-02 |archiv-url=https://web.archive.org/web/20140330193819/http://albania.shqiperia.com/kat/m/shfaqart/aid/2215.html |archiv-datum=2014-03-30   }}&amp;lt;/ref&amp;gt; Dadurch entging das Stadtbild einer radikalen Veränderung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit dem [[Geschichte Albaniens#Schwieriger Transformationsprozess|Zusammenbruch des kommunistischen Regimes]] Anfang der 1990er Jahre leidet die Stadt unter einer starken [[Auswanderung]]. Insbesondere [[Griechen|griechischstämmige]], aber auch viele [[Albaner|ethnische Albaner]] haben das Land verlassen. Die [[Lotterieaufstand|Unruhen]] gegen die Regierung im Jahr 1997 waren in Gjirokastra besonders heftig. 2005 erklärte die [[UNESCO]] das historische Zentrum von Gjirokastra zum [[Liste des UNESCO-Welterbes (Europa)|Weltkulturerbe]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Gemeinde ==&lt;br /&gt;
Bis 2015 umfasste die Gemeinde &amp;#039;&amp;#039;([[Bashkia]])&amp;#039;&amp;#039; Gjirokastra lediglich die Stadt. Seither gehören alle [[Komuna|Kommunen]]&amp;amp;nbsp;im Norden des ehemaligen [[Kreis Gjirokastra|Kreises Gjirokastra]] zur Gemeinde, darunter weite Berggebiete auf beiden Seiten des Drino-Tals. Die Gemeinde hat 23.270 Einwohner (Volkszählung 2023).&amp;lt;ref name=&amp;quot;censi2023instat2&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.instat.gov.al/en/publications/books/2024/albanian-population-and-housing-census-2023/ |titel=Albanian Population and Housing Census 2023 – Main Results |werk=[[Instituti i Statistikës]] |datum=2024 |format=PDF |sprache=sq |abruf=2024-07-22}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Seit 2011, als noch 28.673 Einwohner erfasst worden waren, hat die Gemeinde 19 % der Bevölkerung verloren.&amp;lt;ref name=&amp;quot;instatgj2011&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=Ines Nurja |Titel=Censusi i popullsisë dhe banesave / Population and Housing Census – Gjirokastër 2011 |TitelErg=Rezultatet Kryesore/Main Results |Hrsg=[[Instituti i Statistikës|INSTAT]] |Band=Pjesa/Part 1 |Verlag=Adel Print |Ort=Tirana |Datum=2013 |Online=[https://www.instat.gov.al/media/3064/6__gjirokaster.pdf instat.gov.al] |Format=PDF |Abruf=2019-04-14}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable sortable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|+ [[Njësia administrative|Njësitë administrative]] (eingegliederte Gemeinden)&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Name &lt;br /&gt;
!Einwohner 2023&amp;lt;ref name=&amp;quot;instatgj2023&amp;quot; /&amp;gt;!! Einwohner 2011&amp;lt;ref name=&amp;quot;instatgj2011&amp;quot; /&amp;gt; !! Gemeindeart&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Gjirokastra &lt;br /&gt;
|16.569|| 19.836 || [[Bashkia]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Antigone (Albanien)|Antigone]]&lt;br /&gt;
|705|| 998 || [[Komuna]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Cepo]]&lt;br /&gt;
|1.350|| 1.727 || Komuna&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Lazarat]] &lt;br /&gt;
|2.356|| 2.801 || Komuna&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Lunxhëri]]&lt;br /&gt;
|1.360|| 1.941 || Komuna&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Odria (Albanien)|Odria]]&lt;br /&gt;
|268|| 433 || Komuna&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Picar]]&lt;br /&gt;
|662|| 937 || Komuna&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gjirokastra unterhält seit 2010 mit der Stadt [[Klina]] im [[Kosovo]] eine Stadtpartnerschaft.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://kk.rks-gov.net/kline/News/Mire-se-erdhet-Gjirokaster-ne-Kline.aspx |titel=Është më tepër se gëzim kur takohen vëllezërit e një gjaku, gjuhe dhe flamuri. |werk=Komuna Klina |datum=2010-11-02 |sprache=sq |abruf=2012-09-03 |archiv-datum=2013-02-22 |archiv-url=https://archive.today/20130222114654/http://kk.rks-gov.net/kline/News/Mire-se-erdhet-Gjirokaster-ne-Kline.aspx |offline= |archiv-bot=2025-05-17 08:02:02 InternetArchiveBot }}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Gesellschaft ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Gjirokastër - Flickr - ImogenX (1).jpg|mini|Seniorinnen in der Altstadt]]&lt;br /&gt;
Gjirokastra ist von den zwei monotheistischen Religionen [[Islam]] und [[Christentum]] geprägt. [[Sunniten]], [[Bektaschi]] und orthodoxe Christen leben seit Jahrhunderten neben- und miteinander. Die Bevölkerung weist aber als Ergebnis der langen kommunistischen Ära eine hohe Anzahl an [[Atheismus|Atheisten]] auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ethnisch setzen sich die Einwohner aus [[Albaner]]n und [[Griechen]] zusammen, wobei letztere eine Minderheit bilden. Die Albaner in Gjirokastra sprechen einen [[Toskisch|toskischen]] Dialekt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch die starke Abwanderung der letzten Jahre vor allem junger Menschen ist ein Großteil der Bevölkerung über 60 Jahre alt. Die arbeitssuchende junge Bevölkerung ist entweder in die Hauptstadt [[Tirana]] oder nach Griechenland sowie Italien ausgewandert. Auch heute noch wollen rund 60 Prozent der Jungen nach ihrer Ausbildung Gjirokastra verlassen, wie eine Umfrage im Jahr 2012 zeigte.&amp;lt;ref name=&amp;quot;nzz&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wirtschaft und Verkehr ==&lt;br /&gt;
=== Hohe Arbeitslosigkeit, Potenzial Tourismus ===&lt;br /&gt;
Durch die hohe Arbeits- und Perspektivlosigkeit ist die Auswanderung recht hoch, obschon sie in den 2000er Jahren wieder gesunken ist. In der kommunistischen Zeit gab es einige Industriebetriebe, unter anderem eine Schuhfabrik und Unternehmen für die Metallproduktion. Doch mit dem Fall der Diktatur wurden auch die wenigen Fabriken geschlossen, und die Leute waren gezwungen, anderswo Arbeit zu suchen. Heute sind viele auch in der Landwirtschaft, Viehzucht, im Handel und in den Dienstleistungen tätig. Als möglicher Wirtschaftssektor wird der Tourismus angesehen, der in Zukunft immer wichtiger für die Stadt werden könnte. Die Zahl der Besucher steigt jährlich kontinuierlich an. So waren 2004 nicht einmal 1000 Besucher auf der Burg gezählt worden; 2011 waren es schon 25.000.&amp;lt;ref name=&amp;quot;nzz&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Verkehr ===&lt;br /&gt;
Unterhalb der Stadt in den neueren Quartieren verläuft die [[Rruga shtetërore SH4|Nationalstraße SH4]]. Sie verbindet das wirtschaftliche Zentrum Albaniens, den Ballungsraum [[Tirana]]-[[Durrës]], mit dem griechischen Grenzübergang [[Kakavija]]. Bei [[Jergucat]] südlich von Gjirokastra zweigt von der SH4 die Nationalstraße [[Rruga shtetërore SH72|SH72]] ab, die über den Pass [[Qafa e Muzinës]] nach [[Delvina]] und weiter nach [[Saranda]] am [[Ionisches Meer|Ionischen Meer]] führt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den späten 1920er Jahren errichteten italienische Truppen in der [[Dropull]]-Ebene unterhalb der Stadt ein Flugfeld, das jedoch sehr spärlich benutzt wurde und ausschließlich militärischen Zwecken diente. Eine Rehabilitierung wird seit einigen Jahren erstrebt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://www.gazeta-shqip.com/ekonomi/fc84e80889b66365f9fcbbb18f0c76c6.html |titel=Aeroporti i Gjirokastrës, plane për ta dhënë me koncesion |werk=[[Shqip (Zeitung)|Shqip]] |datum=2011-01-09 |sprache=sq |archiv-url=https://web.archive.org/web/20120130133143/http://www.gazeta-shqip.com/ekonomi/fc84e80889b66365f9fcbbb18f0c76c6.html |archiv-datum=2012-01-30 |offline=1 |abruf=2012-09-02}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Jährlich findet oberhalb der Stadt zudem eine Flugschau mit Teilnehmern aus aller Welt statt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kultur ==&lt;br /&gt;
{{Panorama|Gjirokaster, panorama.jpg|1000|Ausblick von der Burg nach Norden: zu sehen sind Altstadt und in der Ebene die Neustadt, links davon ragen die Berge des Mali i Gjerë in die Höhe, auf der anderen Seite des Drino-Tals befinden sich der [[Lunxhëria-Berg]]}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Altstadt ===&lt;br /&gt;
{{Infobox Welterbe&lt;br /&gt;
|Name          = Historische Zentren von Berat und Gjirokastra&lt;br /&gt;
|Bild          = &lt;br /&gt;
|Beschriftung  = &lt;br /&gt;
|Staats-Gebiet = {{Albanien}}&lt;br /&gt;
|Typ           = Kultur&lt;br /&gt;
|Kriterien     = iii, iv&lt;br /&gt;
|Referenz-Nr   = 569&lt;br /&gt;
|Link          = https://whc.unesco.org/en/list/569&lt;br /&gt;
|Region        = Europa und Nordamerika&lt;br /&gt;
|Jahr          = 2005&lt;br /&gt;
|Sitzung       = &lt;br /&gt;
|Erweiterung   = 2008&lt;br /&gt;
|Gefährdung    = &lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
[[Datei:Gjirokastra Albania 2.jpg|mini|links|Blick auf die typischen Steingebäude Gjirokastras]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Gjirokastra 11.jpg|mini|Blick von der Burg auf Gjirokastra]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Gjirokaster, tradicni architektura14.jpg|mini|Charakteristisch ist die steile Lage der Stadt]]&lt;br /&gt;
Den Beinamen „Stadt der Steine“ verdankt Gjirokastra seinem einzigartigen Stadtbild. Markante, kleinen [[Trutzburg]]en ähnelnde Häuser prägen seit Jahrhunderten die Viertel um die Burg, die heutige Altstadt. Bedeckt mit Steinplatten aus den nahen Gebirgen dienten die Dächer früher dazu, die Innentemperatur der Häuser zu regulieren. Dies war für das Leben in dieser klimatisch kontinental geprägten Landschaft sehr von Vorteil. So blieben im Sommer die Häuser recht kühl, während im Winter große Kälte verhindert werden konnte. Ein anderer Grund für das Benutzen von Steinmaterial für die Dächer war, dass andere Materialien wie Ziegel viel teurer waren und Stein in der Umgebung reichlich vorhanden war. Weiße Außenfassaden, hohe Holzfenster sowie viele kleine Innenhöfe mit riesigen hölzernen Hoftoren charakterisieren weiters das Altstadtbild. Entlang der steilen Hänge führen enge, kunstvoll gepflasterte Gassen, die die verschiedenen Viertel untereinander verbinden und im 18. Jahrhundert angelegt wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Stil der Häuser ist als sogenannte „Balkanarchitektur“ auch in ähnlich geschlossener Form in anderen Städten des südlichen Balkans zu finden wie beispielsweise in [[Berat]] (Mittelalbanien), [[Ohrid]] (Südwestmazedonien), [[Weliko Tarnowo]] (Nordbulgarien) und [[Metsovo]] (Nordwestgriechenland). Die Kommunisten hatten die kompakte und weitläufige Altstadt 1961 genauso wie Berat zur „Museums-Stadt“ erklärt, was sie unter besonderen Schutz stellte. Viele Häuser werden heute nur schlecht unterhalten und verfallen allmählich. Die Schäden vom [[Lotterieaufstand]] im Jahr 1997 sind in den 2000er Jahren behoben worden. Bereits 1988 wurde die Aufnahme der Museumsstadt von Gjirokastra in die [[UNESCO]]-Liste des [[Weltkulturerbe]]s beantragt, aber wegen einiger moderner Bauten, die den Charakter der Altstadt störten, abgelehnt. Die Eintragung als ein seltenes Beispiel einer gut erhaltenen Stadt aus der Zeit der Osmanen erfolgte dann 2005. Girokastra biete ein außergewöhnliches Zeugnis für die von der islamischen Kultur geprägte Gesellschaft. 2008 wurde die Welterbestätte um die Altstadt von Berat erweitert.&lt;br /&gt;
[[Datei:Gjirokaster 2017.jpg|mini|links|Straße im Basar-Viertel (2017)]]Nach einem Bericht vom [[International Council on Monuments and Sites]] vom April 2013 befand sich das Weltkulturerbe von Gjirokastra zusammen mit demjenigen von [[Berat]] in Gefahr. Größtes Problem waren die vielen illegalen Bauten nahe den historischen Stadtzentren, vor allem in Gjirokastra. Es wurde eine ungenügende Überwachung der Entwicklung vor Ort festgehalten. Zudem standen einige wichtige Änderungen in der Gesetzgebung aus. Es drohte den beiden Städten, in der [[Rote Liste des gefährdeten Welterbes|Roten Liste des gefährdeten Welterbes]] zu landen, sollten die örtlichen Behörden nicht bis zum Jahresende 2014 die Probleme beheben.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.top-channel.tv/artikull.php?id=255428 |titel=Icomos: Trashëgimia në rrezik (Icomos: Erbe in Gefahr) |hrsg=[[Top Channel]] |datum=2013-04-17 |sprache=sq |abruf=2013-04-19}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Das Welterbekomitee stellte 2015 deutliche Verbesserungen fest, verlangte aber regelmäßige Berichte über den Zustand und die Konservierungsaktivitäten.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=World Heritage Committee |url=https://whc.unesco.org/en/decisions/6330/ |titel=Decision 39 COM 7B.75: Historic Centres of Berat and Gjirokastra (Albania) (C 569bis) |werk=UNESCO World Heritage Centre |datum=2015 |sprache=en |abruf=2023-04-08}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die traditionellen Quartiere der Stadt rund um die Burg heißen Cfaka, Dunavat, Palorto, Varosh, Meçite, Hazmurat und Pazari i Vjetër.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Historische Bauwerke ===&lt;br /&gt;
{{Lückenhaft|Beispiele der typischen Bürgerhäuser, Kirchen, weitere Moscheen, Tekke, (Kloster?), mehr zur Burg}}&lt;br /&gt;
Gjirokastra beherbergt viele osmanische Moscheen und christlich-orthodoxe Kirchen. Gut erhalten ist die [[Basar-Moschee (Gjirokastra)|Basar-Moschee]]; ein weiteres Kulturdenkmal ist die [[Tekke-Moschee (Gjirokastra)|Tekke-Moschee]]. Ein Nachbau eines typischen Bürgerhäuses ist das Ethnographische Museum, andere Bürgerhäuser sind noch original erhalten und können zum Teil besichtigt werden, so zum Beispiel das [[Zekate-Haus]]. Bedeutend für die [[Bektaschi]] in Albanien ist alte die [[Tekke von Zall]] am südlichen Stadtrand, eine von mehreren [[Tekke]]n der Stadt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:GjirokastraBurgfelsenUhrturm.JPG|mini|hochkant|Uhrturm auf der Festung]]&lt;br /&gt;
Die [[Burg von Gjirokastra|Burg]] beherbergt neben dem Nationalen Museum für Waffen auch einen Uhrturm und einige andere charakteristische Häuser. Auch eine typisch osmanische Steinbrücke, die [[Ura e Kordhocës]], ist südöstlich der Stadt über dem Drino gut erhalten.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://www.memorialmuseums.org/denkmaeler/view/1233/Albanisches-Nationales-Milit%C3%A4rmuseum-Gjirokastra# |titel=Albanisches Nationales Militärmuseum Gjirokastra |werk=Stiftung Denkmal für die ermordeten Juden Europas |abruf=2012-09-08}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Museen, Theater und Folklore ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Gjirokastra - Burg, Flugzeug Stadt, dahinter Kendrevica- und Lunxhëria-Berge.jpg|mini|Die 1957 zur Landung gezwungene US-amerikanische &amp;#039;&amp;#039;Lockheed T-33&amp;#039;&amp;#039;, die auf der Burg ausgestellt ist]]&lt;br /&gt;
Gjirokastra ist kulturelles Zentrum Albaniens. Alle fünf Jahre findet in der Burgfestung das bedeutende [[Nationales Folklorefestival von Gjirokastra|Nationale Folklorefestival]] statt, bei dem Musikgruppen aus allen von Albanern bewohnten Gebieten auftreten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das &amp;#039;&amp;#039;Ethnographische Museum&amp;#039;&amp;#039; wurde 1966 gegründet und bis 1991 als &amp;#039;&amp;#039;Antifaschistisches Museum&amp;#039;&amp;#039; genutzt. Es ist ein 1966 errichteter Nachbau eines typischen Hauses für Gjirokastra, der sich an der Stelle des abgebrannten Geburtshauses von Enver Hoxha befindet.&amp;lt;ref name=&amp;quot;eg&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Hrsg=Felicity Booth, Elenita Roshi |Titel=Gjirokastra – the essential guide |Verlag=Gjirokastra Conservation and Development Organization |Ort=Tirana/Norwich |Datum=2009 |ISBN=978-99956-747-0-0}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der [[Gjirokastër Festung|Burgfestung]] befindet sich das &amp;#039;&amp;#039;Nationale Waffenmuseum&amp;#039;&amp;#039;, das eine Sammlung aus der Periode zwischen 1912 und dem Zweiten Weltkrieg besitzt. Die Mehrheit konzentriert sich auf die Partisanenbewegung zwischen 1939 und 1944. Das Museum wurde 1971 eröffnet.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.gjirokastra.org/albanian/al_sublinks/vizitoni_gjirokastren/vizitoni_keshtjella.html |titel=Touristische Attraktionen in Gjirokastra |werk=Gjirokastra.org |sprache=sq |abruf=2012-09-01}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Außerhalb des Museumsbereichs wird auf der Burg zudem ein US-amerikanisches Düsenflugzeug [[Lockheed T-33]] gezeigt, das im Dezember 1957 in Mittelalbanien zur Landung gezwungen worden war und später nach Gjirokastra überführt wurde. Das Trainingsflugzeug soll technische Probleme gehabt haben und bei der Landung durch die schlechte Piste weiter beschädigt worden sein. Der Pilot wurde einige Wochen später freigelassen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;eg&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;pearson&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=Owen Pearson |Hrsg=The Centre for Albanian Studies |Titel=Albania as Dictatorship and Democracy – From Isolation to the Kosovo War 1946–1998 |Sammelwerk=Albania in the Twentieth Century: A History |Band=Volume 3 |Verlag=I. B. Tauris |Ort=London |Datum=2006 |ISBN=1-84511-105-2}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mehrere große Bürgerhäuser in Gjirokastra können von Touristen besucht werden, obwohl sie noch in Privatbesitz sind. Hierzu gehört neben dem oben erwähnten &amp;#039;&amp;#039;Zekate-Haus&amp;#039;&amp;#039; auch das &amp;#039;&amp;#039;Skënduli-Haus&amp;#039;&amp;#039;. Unter der Burg befindet sich ein großer [[Bunker in Albanien|Bunker]], der jetzt als Museum mit dem Namen &amp;#039;&amp;#039;Tunnel des Kalten Krieges&amp;#039;&amp;#039; zu gewissen Zeiten besucht werden kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gjirokastra besitzt mit dem Theater &amp;#039;&amp;#039;Zihni Sako&amp;#039;&amp;#039;, einem Puppentheater und einer Bibliothek weitere kulturelle Einrichtungen. Ein Kino gab es schon vor dem Zweiten Weltkrieg, doch steht es seit den 1990er Jahren leer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Darstellung in der Kunst ===&lt;br /&gt;
Mit seinem Roman [[Chronik in Stein]] hat [[Ismail Kadare]] Gjirokastra ein {{&amp;quot;|literarisches Denkmal|Elena Panagiotidis}}&amp;lt;ref name=&amp;quot;nzz&amp;quot; /&amp;gt; gesetzt. Der Autor beschreibt darin seine steile Geburtsstadt wie folgt:&lt;br /&gt;
{{Zitat&lt;br /&gt;
 |Text=Es war dies wirklich eine sehr seltsame Stadt. Man konnte auf einer Straße gehen und, wenn man wollte, den Arm ein wenig ausstrecken, um seine Mütze über die Spitze eines Minaretts zu stülpen. Vieles war schwer zu glauben, und vieles war wie im Traum.&lt;br /&gt;
 |Autor=Ismail Kadare&lt;br /&gt;
 |Quelle=Chronik in Stein&lt;br /&gt;
 |ref=&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Ismail Kadare |Titel=[[Chronik in Stein]] |Verlag=[[S. Fischer Verlag]] |Ort=Frankfurt am Main |Datum=2012 |ISBN=978-3-596-19178-9 |Seiten=6 |Originaltitel=Kronikë në gur |Originalsprache=sq |Übersetzer=Joachim Röhm}}&amp;lt;/ref&amp;gt;}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Chronik in Stein]] gilt als erfolgreichster Roman Ismail Kadares. Das autobiographische Werk wurde in über 40 Sprachen übersetzt und verhalf dem Autor zu internationalem Ruhm.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bildung und Sport ===&lt;br /&gt;
In Gjirokastra bestehen 14 Kindergärten, vier Grundschulen und vier Hochschulen (2004). Die [[Eqerem-Çabej-Universität]] mit den beiden Fakultäten für Naturwissenschaften sowie Pädagogik und Gesellschaftswissenschaften wurde 1968 gegründet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das größte Stadion der Stadt ist das [[Stadion Gjirokastra]] in der Neustadt. Der lokale [[Fußball]]klub [[KS Luftëtari Gjirokastra]] spielt in der [[Kategoria Superiore]], der ersten Liga.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Persönlichkeiten ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Enver_Hoxha_(portret).jpg|mini|hochkant|Enver Hoxha]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Ismail_Kadare.jpg|mini|hochkant|Ismail Kadare]]&lt;br /&gt;
Der frühere albanische Diktator [[Enver Hoxha]] wurde 1908 in Gjirokastra geboren. In seinem wiederaufgebauten Geburtshaus ist heute das &amp;#039;&amp;#039;Ethnographische Museum&amp;#039;&amp;#039; untergebracht. In anderen Landesteilen wurde oft behauptet, dass er seine Heimatstadt besonders bevorzugt habe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Ismail Kadare]] (1936–2024), der berühmteste albanische Schriftsteller, stammt ebenfalls aus Gjirokastra. In seinem Buch &amp;#039;&amp;#039;[[Chronik in Stein]]&amp;#039;&amp;#039; beschreibt er die Ereignisse in der Stadt während des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkriegs]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weitere hier geborene Persönlichkeiten:&lt;br /&gt;
* [[Petro Poga]] (1850–1944), Politiker und Gründervater Albaniens&lt;br /&gt;
* [[Elmaz Boçe]] (1852–1925), Politiker und Gründervater Albaniens&lt;br /&gt;
* [[Hysen Hoxha]] (1861–1934), Politiker, Onkel Enver Hoxhas und Gründervater Albaniens&lt;br /&gt;
* [[Fejzi Alizoti]] (1874–1945), Ökonom, Politiker und Ministerpräsident Albaniens&lt;br /&gt;
* [[Çerçiz Topulli]] (1880–1915), militärischer Aktivist der [[Rilindja]]&lt;br /&gt;
* [[Eqrem Libohova]] (1882–1948), Politiker, zweifacher Ministerpräsident Albaniens und Diplomat&lt;br /&gt;
* [[Omer Nishani]] (1887–1954), Politiker&lt;br /&gt;
* [[Baba Rexheb|Rexheb Beqiri]] (1901–1995), als &amp;#039;&amp;#039;Baba Rexheb&amp;#039;&amp;#039; weltweites Oberhaupt des Bektaschi-Ordens&lt;br /&gt;
* [[Bedri Spahiu]] (1908–1998), Generalleutnant und Politiker&lt;br /&gt;
* [[Haki Toska]] (1920–1994), Politiker&lt;br /&gt;
* [[Reiz Malile]] (1924–2003), Diplomat und Politiker&lt;br /&gt;
* [[Foto Çami]] (* 1925), Politiker&lt;br /&gt;
* [[Xhanfise Keko]] (1928–2007), Filmregisseurin&lt;br /&gt;
* [[Nedin Hoxha]] (* 1934), Politiker und Minister&lt;br /&gt;
* [[Vangjel Dule]] (* 1968), Politiker&lt;br /&gt;
* [[Arben Ahmetaj]] (* 1969), Politiker&lt;br /&gt;
* [[Aida Shtino]] (* 1970), Investigativjournalistin und Fernsehmoderatorin&lt;br /&gt;
* [[Kliton Bozgo]] (* 1971), Fußballspieler&lt;br /&gt;
* [[Altin Haxhi]] (* 1975), Fußballspieler&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{Literatur |Autor=Ferit Duka |Titel=Profili i një qyteti shqiptar të kohës osmane: Gjirokastra gjatë shek. XV-XVI |Band=Studime Historike |Datum=2002 |Seiten=7–28}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur |Autor=Ismail Kadare |Titel=Chronik in Stein |Verlag=S. Fischer Verlag |Ort=Frankfurt am Main |Datum=2012 |ISBN=978-3-596-19178-9 |Originaltitel=Kronikë në gur |Originalsprache=sq |Übersetzer=Joachim Röhm}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur |Autor=Matthias Bickert |Hrsg=Institut für Geographie an der Universität Bamberg |Titel=Welterbestädte Südosteuropas im Spannungsfeld von Cultural Governance und lokaler Zivilgesellschaft. Untersucht am Beispiel Gjirokastra (Albanien) |Reihe=Bamberger Geographische Schriften |BandReihe=27 |Verlag=University of Bamberg Press |Ort=Bamberg |Datum=2015 |ISBN=978-3-86309-300-6}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Gjirokastër}}&lt;br /&gt;
* {{Weblink Welterbe |Nummer=569}}&lt;br /&gt;
* [https://www.gjirokastra.org/ Touristische, historische und archäologische Internetseite von Gjirokastra] (englisch und albanisch)&lt;br /&gt;
* [http://bashkiagjirokaster.gov.al/ Offizielle Webpräsenz der Bashkia] (albanisch, englisch)&lt;br /&gt;
* [http://albca.com/albania/gjirokaster.html Informationen zur Stadt auf Albca.com] (englisch)&lt;br /&gt;
* [http://www.archaeology.org/online/features/gjirokastra/ Informationen zur Stadt auf Archaeology.com] (englisch)&lt;br /&gt;
* {{Internetquelle |autor=Elena Panagiotidis |url=http://www.nzz.ch/nachrichten/politik/international/langsame-auferstehung-der-steinernen-stadt_1.16881828.html |titel=Langsame Auferstehung der steinernen Stadt |titelerg=Gjirokaster in Südalbanien setzt nach den Wirren der neunziger Jahre auf den Tourismus |werk=[[Neue Zürcher Zeitung]] |datum=2012-05-14 |abruf=2012-09-02}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;nzz&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Elena Panagiotidis |url=http://www.nzz.ch/nachrichten/politik/international/langsame-auferstehung-der-steinernen-stadt_1.16881828.html |titel=Langsame Auferstehung der steinernen Stadt |titelerg=Gjirokaster in Südalbanien setzt nach den Wirren der neunziger Jahren auf den Tourismus |werk=[[Neue Zürcher Zeitung]] |datum=2012-05-14 |abruf=2012-09-02}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/references&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Welterbe Albanien}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=g|GND=4229382-0|LCCN=n80036475|VIAF=155934203}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ort im Qark Gjirokastra]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bestandteil einer Welterbestätte in Europa]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gjirokastra| ]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ort in Albanien]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gemeinde (Albanien)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bestandteil einer Welterbestätte in Albanien]]&lt;/div&gt;</summary>
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