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	<title>Giorgio Vasari - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Demo Wiki</subtitle>
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		<title>imported&gt;Dmicha: typografische Anführungszeichen korrigiert</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;typografische Anführungszeichen korrigiert&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Zucchi, Jacopo - Vasari, Giorgio - Uffizi ICCD.jpg|mini|Giorgio Vasari (oder [[Jacopo Zucchi]]) (Selbst-)Porträt, um 1570–1574, Öl auf Holztafel, [[Uffizien|Galleria degli Uffizi]], [[Florenz]]]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Vite.jpg|mini|&amp;#039;&amp;#039;Le Vite&amp;#039;&amp;#039;, zweite Ausgabe 1568, Titelseite des ersten Bandes]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Giorgio Vasari&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[30. Juli]] [[1511]] in [[Arezzo]]; † [[27. Juni]] [[1574]] in [[Florenz]]) war ein vor allem in der Toskana, aber auch in Rom und Neapel tätiger [[Architekt]] und Maler. Er war [[Hofmaler]] der [[Medici]]-Herzöge und Autor einer Sammlung von Künstler-Biografien. Wegen dieser Lebensbeschreibungen (&amp;#039;&amp;#039;[[Le vite de’ più eccellenti pittori, scultori e architettori]]&amp;#039;&amp;#039;) wird Vasari oft als der „erste [[Kunsthistoriker]]“ und „Vater der [[Kunstgeschichte]]“ bezeichnet. Das [[Cosimo I. de’ Medici]] gewidmete Werk erschien zuerst 1550 und in einer zweiten, erweiterten Ausgabe 1568, jeweils in Florenz. Die Begriffe [[Gotik]], [[Renaissance]] und [[Manierismus]] gehen direkt oder indirekt auf Vasaris &amp;#039;&amp;#039;Vite&amp;#039;&amp;#039; zurück.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu Vasaris bekanntesten Bauwerken gehören die [[Uffizien]] in Florenz, ein Verwaltungsbau, der heute ein berühmtes Museum beherbergt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
=== Jugend ===&lt;br /&gt;
Giorgio Vasari stammt aus einer wohlhabenden Familie aus Arezzo; seine Eltern waren der Textilhändler Antonio Vasari und Maddalena Tacci. Die Vorfahren sollen [[Töpferei|Töpfer]] gewesen sein; der Familienname kommt von [[Italienische Sprache|italienisch]] &amp;#039;&amp;#039;vasaio&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;vasaro&amp;#039;&amp;#039; für Töpfer. Nach einer [[Ausbildung]] in der Werkstatt des [[Glasmaler|Glasmalers]] [[Guglielmo de Marcillat]] in Arezzo ging Vasari nach Florenz, wo er durch den [[Kardinal]] [[Silvio Passerini]] Zugang zu den [[Medici]] erlangte. Seine künstlerische Ausbildung setzte er durch regelmäßige Besuche in der Werkstatt des Malers [[Andrea del Sarto]]s und der Akademie [[Baccio Bandinelli]]s fort.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Nach dem Tod des Vaters 1527 ===&lt;br /&gt;
Mit dem republikanischen Umsturz von 1527 floh Vasari aus Florenz in seine Heimatstadt Arezzo. Im selben Jahr starb sein Vater; er musste den Unterhalt der Mutter und der jüngeren Brüder verdienen und nahm jede Arbeit an, die sich bot, zuerst mehr als Goldschmied denn als Maler. 1530 lud ihn der Kardinal [[Ippolito de’ Medici]] ein, ihn nach Rom zu begleiten, wo er bei den Künstlern, die für den Medici-Papst [[Clemens VII. (Papst)|Clemens VII.]] arbeiteten, so bei [[Michelangelo|Michelangelo Buonarroti]], [[Polidoro da Caravaggio]] und [[Baldassare Peruzzi]], eine intensive Lehrzeit durchlief und den römischen Manierismus kennenlernte.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Mary Pittaluga |titel=Vasari, Giorgio |url=https://www.treccani.it/enciclopedia/giorgio-vasari_%28Enciclopedia-Italiana%29/ |hrsg=Enciclopedia Treccani, online-Ausgabe |zugriff=2018-05-14}}&amp;lt;/ref&amp;gt; In diese Jahre fällt die Begegnung mit [[Rosso Fiorentino]], der vor dem [[Sacco di Roma]] geflohen war. Die Expressivität Rossos beeinflusste den Stil Vasaris, zu sehen in einem Gemälde mit der [[Kreuzabnahme]] in der Kirche [[Santissima Annunziata (Arezzo)|Santissima Annunziata]] in Arezzo oder einer [[Grablegung Christi (Bildtypus)|Grablegung]] Christi.&amp;lt;ref&amp;gt;Enrico Mattioda: &amp;#039;&amp;#039;Giorgio Vasari tra Roma e Firenze&amp;#039;&amp;#039;, 2008, {{Webarchiv|url=https://www.academia.edu/4592173/Giorgio_Vasari_tra_Roma_e_Firenze |wayback=20210929130413 |text=online |archiv-bot=2023-05-13 12:07:48 InternetArchiveBot }}, abgerufen am 14. Mai 2018&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Depression und Heilung ===&lt;br /&gt;
Ab 1535 arbeitete er im Auftrag der Medici wieder in Florenz. Der Tod seines Förderers Ippolito de’ Medici und die Ermordung des Florentiner Regenten [[Alessandro de’ Medici]] durch dessen Vetter [[Lorenzino de’ Medici]] im Januar 1537 trafen ihn schwer. Vasari zog sich nach Camaldoli zurück, wo fünf große Tafelbilder in der Kirche verwahrt werden, und wurde Maler des [[Ordensgemeinschaft|Ordens]] der [[Olivetaner]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Februar 1538, wieder seelisch stabiler, übersiedelte er nach Rom. Noch im Frühling desselben Jahres erreichte ihn eine Einladung von [[Ottaviano de’ Medici]], wieder in die Dienste Cosimos einzutreten. Er lehnte ab, erst 1554 kehrte er nach Florenz zurück.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Reisetätigkeit ===&lt;br /&gt;
1539 ist er in [[Bologna]] nachweisbar, wo er Werke für das Kloster San Michele in Bosco malte.&amp;lt;ref&amp;gt; https://genusbononiaeblog.it/il-giovane-giorgio-vasari-a-bologna/ &amp;lt;/ref&amp;gt; Um 1540 erwarb er mit den ersten größeren Einkünften ein Haus in Arezzo („Casa Vasari“, s.&amp;amp;nbsp;u.).&amp;lt;ref&amp;gt;Claudia Conforti, Francesca Funis: &amp;#039;&amp;#039;Vasari&amp;#039;&amp;#039;, Giunti Editore, Florenz 2001. ISBN 88-09-76481-1.&amp;lt;/ref&amp;gt; 1541 war er in [[Venedig]] und malte die Tafelbilder des [[Palazzo Corner Spinelli]], dann in Neapel,  unter anderem im Refektorium von [[Monteoliveto]], im [[Kathedrale von Neapel|Dom]] und in der Cappella della Sommaria des [[Castel Capuano]]. Er rühmte sich, den Neapolitanern die „Maniera moderna“ gebracht zu haben. Er war in [[Rimini]] und in vielen Städten der [[Emilia]] und [[Venetien]]s. Auf seinen Reisen sammelte Vasari Informationen und Erkenntnisse über die italienische Kunst, die er später für seine Künstler-Viten nutzen konnte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1542 kam er wieder nach Arezzo, wo er in seinem Haus die Fresken schuf, die von der Kunstgeschichte zu seinen besten Werke gezählt werden. In den Öl- und Temperagemälden der Kassettendecke der &amp;#039;&amp;#039;Sala del Camino&amp;#039;&amp;#039; ist der Lebensweg zwischen Tugenden und Lastern und der Einfluss der Himmelskörper dargestellt. Im Mittelpunkt steht das achteckige Bild: Die Tugend, die das Glück schlägt und zu ihren Füßen den Neid hält. An den Seiten sind mit den vier Jahreszeiten die Lebensalter des Menschen abgebildet. Am Rand befinden sich die Planeten mit den Tierkreiszeichen.&amp;lt;ref&amp;gt;Klaus Zimmermanns: Toscana. Dumont, Köln 1989, ISBN 3-7701-1050-1, S. 236&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Rom, die Farnese und die &amp;#039;&amp;#039;Vite&amp;#039;&amp;#039; ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Napoli - Chiesa di Sant&amp;#039;Anna dei Lombardi3.jpg|mini|Die „Sakristei des Vasari“ in der Kirche [[Sant’Anna dei Lombardi]] in Neapel, im Gewölbe Fresken von Vasari (1545)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1544–1545 war er in Neapel, im Oktober 1545 ging er wieder für einige Jahre nach Rom, wo ihn durch Vermittlung von [[Paolo Giovio]] und [[Annibal Caro]] der mächtige Kardinal [[Alessandro Farnese (Kardinal)|Alessandro Farnese]] unter seine Schutzbefohlenen aufnahm. Das behinderte für lange Zeit die Rückkehr nach Florenz, weil die Farnese mit den Medici konkurrierten. Für die Farnese dekorierte Vasari 1546 einen Saal im [[Palazzo della Cancelleria]] in so kurzer Zeit, dass er hernach „Saal der hundert Tage“ genannt wurde. Die Freskenserie über den Pontifikat von [[Paul III.]], Großvater Alessandros brachte ihm großen Ruf und zahlreiche Aufträge.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zwischen 1545 und 1547 schrieb er die erste Fassung seiner &amp;#039;&amp;#039;Vite&amp;#039;&amp;#039;, angeregt durch den Intellektuellen- und Künstlerkreis um Alessandro Farnese. Dabei verwendete er die Zeichnungen, Skizzen und Aufzeichnungen seiner Reisejahre. Dieses &amp;#039;&amp;#039;Libro de’ disegni di Giorgio Vasari&amp;#039;&amp;#039; wurde nach seinem Tod auseinandergerissen, die Blätter befinden sich heute in einem Dutzend öffentlicher Sammlungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Zeit der Abfassung der &amp;#039;&amp;#039;Vite&amp;#039;&amp;#039; ging er in Rom eine Beziehung zu Maddalena Bacci ein, mit der er zwei uneheliche Kinder hatte. Um den Skandal zu vermeiden, endete die große Liebe nicht mit einer Heirat, sondern zwei: Maddalena ehelichte einen Hauptmann der herzoglichen Miliz, Vasari nahm ihre jüngere Schwester Niccolosa, damals erst elfjährig, zur Frau. 1550 beschloss er, nach Florenz zurückzukehren.&amp;lt;ref&amp;gt;Enrico Mattioda: Giorgio Vasari tra Roma e Firenze, 2008, S. 495 ff., auch im Internet [1], abgerufen am 14. Mai 2018&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Rückkehr in die Toskana ===&lt;br /&gt;
Zurück in Florenz, ließ Vasari die erste Ausgabe der &amp;#039;&amp;#039;Vite&amp;#039;&amp;#039; (1550) vom Florentiner Verlag Torrentino drucken. 1550–1552 projektierte er die Ausschmückung der [[Villa Giulia (Rom)|Villa Giulia]] in Rom. Cosimo I. berief ihn 1554 wieder nach Florenz, in den Folgejahren Zentrum seiner künstlerischen Tätigkeit. Nach dem großen Arno-Hochwasser im Jahre 1557 arbeitete er an der Wiederherstellung und am Neubau vieler Gebäude: Palazzo Vecchio (Ausmalung des „Quartiere degli Elementi“, 1555–1557, der Gemächer Leo X., 1555–1562; des &amp;#039;&amp;#039;Salone dei Cinquecento&amp;#039;&amp;#039;, 1562–1565; Dekoration des „Studiolo di [[Francesco I. de’ Medici|Francesco I.]]“ 1570–1572), Bau der [[Uffizien]] 1559 bis zu seinem Tod. Für die Medici baute er auch den [[Vasarikorridor|geschlossenen Gang]] von den Uffizien zum [[Palazzo Pitti]] über den Dächern der Altstadt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1563 gründete Vasari in Florenz unter der Schirmherrschaft von Cosimo I. die erste reine Lehranstalt für angehende Künstler, die [[Accademia delle Arti del Disegno]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neben der Tätigkeit als Hofarchitekt führte er weitere Aufträge aus: Modernisierung 1560–1564 der [[Pieve]] [[Santa Maria della Pieve|Santa Maria]] in Arezzo, in der sich heute sein Grab befindet; der Kirchen [[Santa Maria Novella]], 1565–1567, und [[Santa Croce (Florenz)|Santa Croce]] in Florenz, 1566–1568; Umbau der [[Badia delle Sante Flora e Lucilla]]. Unterdessen arbeitete er seit 1550 beständig an der Verbesserung und Erweiterung seiner Sammlung von Künstlerbiographien. Die zweite Ausgabe der &amp;#039;&amp;#039;Vite&amp;#039;&amp;#039; erschien 1568 beim Verlag Giunti in Florenz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die letzten Jahre ===&lt;br /&gt;
Zu den letzten Arbeiten zählen das Projekt der Loggien an der Piazza Grande in Arezzo (1570–1572) und die Ausschmückung der drei &amp;#039;&amp;#039;Cappelle Pie&amp;#039;&amp;#039; und der [[Sala Regia]] im Vatikan (1571–1573). An den riesigen Fresken der Domkuppel von [[Santa Maria del Fiore]] arbeitete er bis in sein Todesjahr, vollendet hat sie erst [[Federico Zuccari]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Werke ==&lt;br /&gt;
=== Bauwerke ===&lt;br /&gt;
Wie andere Florentiner Künstler vor ihm war Giorgio Vasari auch als Architekt tätig. In seinen Viten verweist er mehrfach auf von ihm entworfene Bauwerke und von ihm eingeführte Innovationen.&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
La cour dentrée de la Villa Giulia (Rome) (5883873822).jpg|Villa Giulia in Rom, Eingangshof. Architekten: Vasari, Vignola, Ammanati&lt;br /&gt;
Cortona S Maria Nuova1.jpg|Santa Maria Nuova in Cortona&lt;br /&gt;
5969ArezzoLoggeVasari.JPG|Die Loggia Vasari in Arezzo&lt;br /&gt;
Piazza dei Ciompi Loggia del Pesce Florenz-1.jpg|Loggia del Pesce (Fischhalle) in Florenz&lt;br /&gt;
Firenze-palazzo vecchio 24.jpg|Palazzo Vecchio: Salone dei Cinquecento, von Vasari 7&amp;amp;nbsp;m erhöht&lt;br /&gt;
FirenzeIMG0281.jpg|Die Uffizien bei Nacht, im Hintergrund Palazzo Vecchio&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Malerei ===&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
Giorgio Vasari - The Studio of the Painter - WGA24309.jpg|Giorgio Vasari: Das Atelier des Malers&lt;br /&gt;
Cristo deposto con la Vergine, i Santi Cosma e Damiano e un angelo con i simboli della Passione, di Giorgio Vasari.jpg|Kreuzabnahme mit den Heiligen Cosmas und Damianus&lt;br /&gt;
Giorgio Vasari - Six Tuscan Poets - Google Art Project.jpg|&amp;#039;&amp;#039;Sechs toskanische Dichter&amp;#039;&amp;#039;, um 1544&amp;lt;ref&amp;gt;Von links nach rechts: [[Marsilio Ficino]], [[Cristoforo Landino]], [[Francesco Petrarca]], [[Giovanni Boccaccio]], [[Dante Alighieri]], [[Guido Cavalcanti]]. {{Internetquelle |url=https://collections.artsmia.org/art/1850/six-tuscan-poets-giorgio-vasari |titel=Six Tuscan Poets, Giorgio Vasari |hrsg=Minneapolis Institute of Art |zugriff=2018-05-17}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Firenze - Florence - Palazzo Vecchio - 1st Floor - Salone dei Cinquecento 1494 - View on the 39 Panels Ceiling 1572 by Giorgio Vasari &amp;amp; Assistants III.jpg|Die Kassettendecke des Salone dei Cinquecento im Palazzo Vecchio&lt;br /&gt;
Studiolo di francesco I, 05.JPG|Die Dekoration des „Studiolo di Francesco I.“ im Palazzo Vecchio&lt;br /&gt;
Duomo di Firenze - View.jpg|Vasari und Federico Zuccari: Die Kuppelfresken im Dom von Florenz&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Gemälde in der Kirche San Donnino und Ilario des Klosters [[Camaldoli]], 1537–1540.&lt;br /&gt;
* Fresken und Deckengemälde in der &amp;#039;&amp;#039;Casa di Giorgio Vasari&amp;#039;&amp;#039; in Arezzo, ca. 1541–1546 und erneut um 1568.&lt;br /&gt;
* Fresken in der &amp;#039;&amp;#039;Sala dei Cento Giorni&amp;#039;&amp;#039; im [[Palazzo della Cancelleria]] in Rom, 1546/47.&lt;br /&gt;
* Fresken und Deckengemälde im [[Palazzo Vecchio]] in Florenz (&amp;#039;&amp;#039;Quartiere di Leone X&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Quartiere degli Elementi&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Quartiere di Eleonora&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;Sala dei Cinquecento&amp;#039;&amp;#039;), 1555–1565.&lt;br /&gt;
* Gemälde &amp;#039;&amp;#039;Die Toilette der Venus&amp;#039;&amp;#039; (für Luca Torrigiani), 1558, [[Staatsgalerie Stuttgart|Staatsgalerie]], [[Stuttgart]].&amp;lt;ref&amp;gt;Ina Conzen: &amp;#039;&amp;#039;Staatsgalerie Stuttgart, die Sammlung: Meisterwerke vom 14. bis zum 21. Jahrhundert&amp;#039;&amp;#039;, Hirmer, München 2008, ISBN 978-3-7774-7065-8.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Entwürfe für das „Studiolo“, das Studierzimmer des Großherzogs Francesco I. im Palazzo Vecchio in Florenz, ca. 1568–1570.&lt;br /&gt;
* Fresken in der &amp;#039;&amp;#039;Casa di Giorgio Vasari&amp;#039;&amp;#039; in Florenz, Borgo S. Croce, ca. 1569–1573.&lt;br /&gt;
* Fresken in der &amp;#039;&amp;#039;Sala Regia&amp;#039;&amp;#039; des [[Apostolischer Palast|Vatikanpalastes]] in Rom, 1572.&lt;br /&gt;
* Kuppel des Doms in Florenz, Fresko Das jüngste Gericht, 1572–1574, vollendet von [[Federico Zuccaro]] 1574–1579&amp;lt;ref&amp;gt;Klaus Zimmermanns: Toscana. Dumont, Köln 1989, ISBN 3-7701-1050-1, S. 182&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die &amp;#039;&amp;#039;Vite&amp;#039;&amp;#039; (Künstlerbiographien) ===&lt;br /&gt;
Vasaris [[Opus magnum]], das ihm überdurchschnittliche Beachtung sicherte, sind seine Künstlerbiographien, &amp;#039;&amp;#039;Le Vite&amp;#039;&amp;#039;. Die Erstausgabe in zwei Bänden erschien 1550, die zweite, stark erweiterte Ausgabe in drei Bänden 1568. Vasari beschrieb italienische Maler, Bildhauer und Architekten in chronologischer Anordnung, beginnend mit [[Cimabue]]. Dabei bevorzugte er Künstler aus der [[Toskana]] und [[Umbrien]]. In der zweiten Ausgabe sind auch Holzschnitte mit Künstlerporträts und am Ende eine [[Autobiographie]] Vasaris enthalten. Obwohl Vasaris Angaben teilweise fehlerhaft oder sogar erfunden sind, gelten die &amp;#039;&amp;#039;Vite&amp;#039;&amp;#039; nach wie vor als wichtiges Referenzwerk zur Kunst der italienischen [[Renaissance]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|Le vite de’ più eccellenti pittori, scultori e architettori}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Case Vasari ==&lt;br /&gt;
=== Casa Vasari in Florenz ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Casa vasari FI, salone, storie di zeusi 01.JPG|mini|hochkant=1.4|&amp;#039;&amp;#039;Geschichte des Zeuxis&amp;#039;&amp;#039; in der Casa Vasari in Florenz]]&lt;br /&gt;
Es gibt zwei &amp;#039;&amp;#039;Case Vasari&amp;#039;&amp;#039;, in Florenz und in Arezzo. In Florenz überließ [[Cosimo I. de’ Medici]] 1557 den Palazzo im Borgo Santa Croce 8 als Wohnsitz dem Künstler zur Miete, 1561 schenkte Cosimo das Haus Vasari in Anerkennung seiner Dienste. Vasari schuf in den Innenräumen Fresken, von denen nur die im Salon erhalten geblieben sind. Der Palast, lange vernachlässigt, wurde 1942, 1995 und umfassend 2009–2011 restauriert, wurde 1933 unter Denkmalschutz gestellt und ist seither über das danebenstehende [[Museo Horne]] der [[Fondazione Horne]] zu besichtigen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Fresken der &amp;#039;&amp;#039;Sala grande&amp;#039;&amp;#039; zeigen Kunstallegorien, an der Westwand die „Geburt der Malerei“, an der Ostwand den [[Syrakus]]aner Bildhauer [[Zeuxis (Bildhauer)|Zeuxis]], im Norden die Geschichte von [[Apelles]] und im Süden dreizehn Künstler aus den &amp;#039;&amp;#039;Vite&amp;#039;&amp;#039;, Zeitgenossen Vasaris.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Casa Vasari in Arezzo ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Arezzo - Casa Vasari 2014-08-14e.jpg|mini|Skulptur im Salon der Casa Vasari in Arezzo]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In seiner Geburtsstadt Arezzo erwarb Vasari das Haus in der Via XX&amp;amp;nbsp;settembre 55 und machte es zum Wohnsitz der Familie. Die manieristische Ausstattung ist erhalten, die Einrichtung großenteils verloren, Vasaris Fassadenplanung wurde nicht ausgeführt. Das Haus blieb im Besitz der Familie bis zu ihrem Aussterben im Jahr [[1687]], nach mehreren Besitzwechseln fiel es [[1911]] an den italienischen Staat, der daraus ein Museum machte. In der Casa Vasari befindet sich auch das Archivio Vasariano.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery mode=&amp;quot;packed&amp;quot; heights=&amp;quot;200px&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Arezzo - Casa Vasari 2014-08-14a.jpg|Büste über dem Eingangsportal der Casa Vasari in Arezzo&lt;br /&gt;
Casa vasari, ar, salone 01.JPG|Salon der Casa Vasari in Arezzo&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Archivio Vasariano ==&lt;br /&gt;
Das Vasari-Archiv, das unter anderem 17 autographe Briefe von [[Michelangelo Buonarroti]] und drei Autographen seiner Sonette enthält, ist eine unschätzbare Quelle für die Kunst des 16.&amp;amp;nbsp;Jahrhunderts.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als der letzte Erbe starb, behielt Graf Rasponi Spinelli als Testamentsvollstrecker das Archiv als Pfand, es wurde mehr als zweihundert Jahre später, 1908, im Florentiner Palazzo Rasponi Spinelli wiederentdeckt. Heute befindet sich das Archiv erneut in Arezzo, im Besitz der Erben, der vier Brüder Tommaso, Francesco, Leonardo und Antonio Festari. Sie haben im März 2017 die Digitalisierung der Dokumente abgeschlossen, die in dieser Form jetzt öffentlich zugänglich sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schon 1983 wollte Giovanni Festari das Archiv des Künstlers für umgerechnet 150&amp;amp;nbsp;Mio. Euro an den russischen Oligarchen Wassili Stepanow verkaufen, der kolportierte Preis wurde nie bezahlt. In Florenz kursieren Gerüchte, dass der astronomische Preis genannt wurde, um die Entschädigungssumme für die geplante Enteignung hochzutreiben (der Staat hat umgerechnet 1,5 Mio. Euro angeboten,&amp;lt;ref&amp;gt;Zum Vergleich: Im Jahr 2000 wurden allein für sechs handschriftliche Zeilen Michelangelos 250.000 DM bezahlt (Christian Andree: [https://www.welt.de/print-welt/article523199/1-65-Millionen-Mark-fuer-Spitzen-Autographen.html &amp;#039;&amp;#039;1,65 Millionen Mark für Spitzen-Autographen.&amp;#039;&amp;#039;] In: &amp;#039;&amp;#039;[[Die Welt]]&amp;#039;&amp;#039; vom 15. Juli 2000), und allein die Michelangelo-Briefe hätten einen höheren Wert als das staatliche Angebot für das ganze Archiv.&amp;lt;/ref&amp;gt; ein Gericht hat den Schätzwert verdoppelt). Das Archiv ist durch das Gesetz Ronchey vinkuliert und darf Italien auf keinen Fall verlassen.&amp;lt;ref&amp;gt;Anonymer Bericht: &amp;#039;&amp;#039;Chaos a Casa Vasari.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[La Nazione]]&amp;#039;&amp;#039; (Tageszeitung), Florenz 25. April 2018.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2017 wurde das Archiv zum national wichtigen Kulturgut erklärt, der vorbereitende Schritt zur Enteignung. Dagegen legten die Erben Einspruch ein. Die Enteignung wurde am 25. April 2018 per Dekret verkündet, ist aber noch nicht rechtskräftig. Ein Rechtsstreit zwischen dem Staatsarchiv und den Brüdern Festari, unter anderem über die Entschädigungshöhe, sowie Strafanzeigen gegen das Staatsarchiv sind anhängig, der Konflikt kann angesichts des Zustands der italienischen Justiz noch Jahre dauern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Gerd Blum]]: &amp;#039;&amp;#039;Giorgio Vasari. Der Erfinder der Renaissance.&amp;#039;&amp;#039; C. H. Beck, München 2011, ISBN 978-3-406-61455-2.&lt;br /&gt;
* [[Georges Didi-Huberman]]: &amp;#039;&amp;#039;Die Kunst als Neugeburt und die Unsterblichkeit des idealen Menschen.&amp;#039;&amp;#039; In: Georges Didi-Huberman: &amp;#039;&amp;#039;Vor einem Bild.&amp;#039;&amp;#039; Hanser Verlag, München u.&amp;amp;nbsp;a. 2000, ISBN 3-446-16589-4, S. 61–92.&lt;br /&gt;
* [[Erwin Panofsky]]: &amp;#039;&amp;#039;Das erste Blatt aus dem Libro Giorgio Vasaris. Eine Studie über die Beurteilung der Gotik in der italienischen Renaissance. (1930).&amp;#039;&amp;#039; In: Erwin Panofsky: &amp;#039;&amp;#039;Sinn und Deutung in der bildenden Kunst.&amp;#039;&amp;#039; = &amp;#039;&amp;#039;(Meaning in the visual arts)&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;DuMont-Taschenbücher&amp;#039;&amp;#039; 33). DuMont Schauberg, Köln 1975, ISBN 3-7701-0801-9, S. 192–273.&lt;br /&gt;
* Einar Rud: &amp;#039;&amp;#039;Giorgio Vasari. Vater der europäischen Kunstgeschichte&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Urban-Bücher.&amp;#039;&amp;#039; Bd. 77). Kohlhammer, Stuttgart 1964, {{ZDB|995319-x}}.&lt;br /&gt;
* Giorgio Vasari: &amp;#039;&amp;#039;Mein Leben&amp;#039;&amp;#039;. Neu übersetzt von Victoria Lorini, bearbeitet von Sabine Feser. Verlag Klaus Wagenbach, Berlin 2005, ISBN 978-3-8031-5026-4 (Vasaris Autobiographie, Teil der Edition Giorgio Vasari bei Wagenbach). 2., erweiterte und aktualisierte Auflage 2011.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Siehe auch Ausgaben und Literatur im Artikel [[Le vite de’ più eccellenti pittori, scultori e architettori]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commons}}&lt;br /&gt;
{{Wikisource}}&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|118626213}}&lt;br /&gt;
* {{DDB|Person|118626213}}&lt;br /&gt;
* {{Zeno-Künstler|Kunstwerke/A/Vasari,+Giorgio}}&lt;br /&gt;
* [http://archiviovasari.beniculturali.it/ L&amp;#039;Archivio vasariano – Das Vasari-Archiv online] (italienisch)&lt;br /&gt;
* [https://www.arthistoricum.net/themen/portale/renaissance/lektion-xv-zwischen-republik-und-hofkunst-die-kunst-in-florenz-von-1510-bis-1575/9-vasari-als-intendant-cosimos-i/ &amp;#039;&amp;#039;Vasari als Intendant Cosimos I.&amp;#039;&amp;#039;] in [[arthistoricum.net]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=118626213|LCCN=n/79/84160|NDL=00459589|VIAF=46768219}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Vasari, Giorgio}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Autor]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Künstler des Manierismus]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kunsthistoriker]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Maler der italienischen Renaissance]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Maler des Manierismus]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hofmaler (Florenz)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Freskant]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Architekt der Renaissance]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Architekt (Florenz)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Architekt des Manierismus]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des Ordens vom Goldenen Sporn]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person als Namensgeber für einen Asteroiden]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Großherzogtum Toskana)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1511]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1574]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Vasari, Giorgio&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=Hofmaler der Medici und Biograph florentinischer Künstler&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=30. Juli 1511&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Arezzo]], [[Italien]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=27. Juni 1574&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Florenz]], Italien&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Dmicha</name></author>
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