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	<title>Gesine Lötzsch - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Demo Wiki</subtitle>
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		<id>https://demowiki.knowlus.com/index.php?title=Gesine_L%C3%B6tzsch&amp;diff=14233&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Zyronical am 7. Juni 2025 um 12:08 Uhr</title>
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		<updated>2025-06-07T12:08:14Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:2025-01-18 Außerordentlicher Bundesparteitag Die Linke 2025 in Berlin by Sandro Halank–070.jpg|mini|hochkant|Gesine Lötzsch (2025)]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Gesine Lötzsch&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, geborene &amp;#039;&amp;#039;Gorisch&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Werner Breunig, Andreas Herbst, Landesarchiv Berlin |Titel=Biografisches Handbuch der Berliner Abgeordneten 1963-1995 und Stadtverordneten 1990/1991 |Auflage=[1. Auflage] |Ort=Berlin |Datum=2016 |ISBN=978-3-9803303-5-0 |Seiten=245}}&amp;lt;/ref&amp;gt; (* [[7. August]] [[1961]] in [[Ost-Berlin]]) ist eine [[deutsche]] [[Politiker]]in ([[Die Linke]]) und [[Philologie|Philologin]]. Sie war von 2002 bis 2025 Mitglied des [[Deutscher Bundestag|Deutschen Bundestags]], bis zu deren Auflösung im Dezember 2023 stellvertretende [[Fraktionsvorsitzender|Vorsitzende]] der [[Linksfraktion]] und haushaltspolitische Sprecherin ihrer Fraktion. Von 2010 bis 2012 war sie eine der beiden Parteivorsitzenden und von 2014 bis 2017 Vorsitzende des Haushaltsausschusses des Deutschen Bundestages.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben und Beruf ==&lt;br /&gt;
Gesine Gorisch wuchs in [[Berlin-Lichtenberg]] auf&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.deutschlandfunkkultur.de/drei-fuer-alle.1001.de.html?dram:article_id=260726 |titel=Drei für alle.  Der Wahlkampf der Linken im Osten Berlins |abruf=2021-11-02 |werk=[[Deutschlandfunk Kultur]] |datum=2013-09-06}}&amp;lt;/ref&amp;gt; und besuchte die dortige [[Hans-und-Hilde-Coppi-Gymnasium|Coppi-Schule]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{Abgeordnetenwatch| ID=gesine-loetzsch| NAME=Gesine Lötzsch}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Ihre Eltern waren als wissenschaftliche Bibliothekare tätig.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Titel=Emanzipiert und stark. Frauen in der DDR |Hrsg=[[Dagmar Enkelmann]] und Dirk Külow |Auflage=1. Auflage |Verlag=[[Verlag Neues Leben]] |Ort=Berlin |Datum=2019-01-01 |ISBN=978-3-355-01880-7 |Seiten=115}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Nach dem Abitur 1980 an einer [[Erweiterte Oberschule|Erweiterten Oberschule]] (EOS) absolvierte sie an der [[Humboldt-Universität zu Berlin]] ein Studium als Diplom-[[Lehrer]]in für die Fächer [[Englische Sprache|Englisch]] und [[Deutsche Sprache|Deutsch]], das sie 1985 erfolgreich abschloss. Anschließend war sie Aspirantin an der gleichen Einrichtung und verbrachte 1987 ein Auslandssemester in den [[Niederlande]]n. 1988 erfolgte ihre [[Promotion (Doktor)|Promotion]] zum &amp;#039;&amp;#039;[[Doktor|Dr.&amp;amp;nbsp;phil.]]&amp;#039;&amp;#039; an der Humboldt-Universität zu Berlin mit der Arbeit &amp;#039;&amp;#039;Computergestützte Studien zum mittelniederländischen Plenarium Ms. germ. 1612&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref name=&amp;quot;dnb-728554&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle|url=https://portal.dnb.de/opac.htm?method=simpleSearch&amp;amp;cqlMode=true&amp;amp;query=idn%3D891728554 |titel=DNB, Katalog der Deutschen Nationalbibliothek |autor= |werk=portal.dnb.de |datum=2018-12-24 |abruf=2018-12-10}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Seitdem war sie als [[Wissenschaftlicher Assistent|wissenschaftliche Assistentin]] an der Humboldt-Universität tätig. 1991 wurde sie beurlaubt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Biographie beim Deutschen Bundestag|Gesine Lötzsch}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie war mit dem Sprachwissenschaftler [[Ronald Lötzsch]] (1931–2018) verheiratet und hat zwei Kinder.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gesine Lötzsch hatte eine Nebenrolle in der Filmkomödie &amp;#039;&amp;#039;[[Horst Schlämmer – Isch kandidiere!]]&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Politische Laufbahn ==&lt;br /&gt;
[[Datei:2019-04-11 Gesine Lötzsch MdB by Olaf Kosinsky-7789.jpg|mini|hochkant|Lötzsch im Bundestag, 2019]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr 1984 wurde Gesine Lötzsch Mitglied der [[Sozialistische Einheitspartei Deutschlands|SED]]. Von 1989 bis 1990 gehörte sie der [[Bezirksverordnetenversammlung]] von Berlin-Lichtenberg und von Mai bis Dezember 1990 der [[Berliner Stadtverordnetenversammlung|Stadtverordnetenversammlung]] von [[Ost-Berlin]] an. Von 1991 bis 2002 war Lötzsch Mitglied des [[Abgeordnetenhaus von Berlin|Abgeordnetenhauses von Berlin]]. Hier war sie von 1991 bis 1993 Vorsitzende der [[Partei des Demokratischen Sozialismus|PDS]]-Fraktion und von 1996 bis 2002 Vorsitzende des Ausschusses für Europa- und Bundesangelegenheiten und Medienpolitik.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Lötzsch, Gesine (1961), Version 1.JPG|mini|hochkant|Gesine Lötzsch, 2005]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von 1991 bis 1993 gehörte Lötzsch dem PDS-Landesvorstand in [[Berlin]] an. 1994 wurde sie Vorsitzende des damaligen Bezirksverbandes der PDS Berlin-Lichtenberg. Nach der Fusion der Bezirke Lichtenberg und [[Bezirk Hohenschönhausen|Hohenschönhausen]] hatte sie bis 2012 den Vorsitz der ebenfalls fusionierten Bezirkspartei inne. Seit der [[Bundestagswahl 2002|Bundestagswahl im September 2002]] ist sie [[Mitglied des Deutschen Bundestages]]. Seit November 2005 war sie stellvertretende Vorsitzende der [[Linksfraktion|Fraktion der Partei Die Linke]] und Leiterin des Fraktionsarbeitskreises Regional-/Strukturpolitik, Ostdeutschland, Haushalt und Umwelt. Sie ist außerdem [[Obmann|Obfrau]] der Linksfraktion im [[Haushaltsausschuss]] und seit September 2007 Mitglied des [[Verteidigungsausschuss des Deutschen Bundestages|Verteidigungsausschusses]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Lötzsch zog 2002, 2005, 2009, 2013, 2017 und 2021 jeweils mit einem [[Direktmandat]] des [[Bundestagswahlkreis Berlin-Lichtenberg|Wahlkreises Berlin-Lichtenberg]] in den Bundestag ein.&amp;lt;ref&amp;gt;{{cite web|url=https://www.tagesspiegel.de/berlin/wahlkreis-berlin-lichtenberg-linken-politkerin-schwerdtner-will-gesine-lotzsch-nachfolgen-12393242.html |title=Wahlkreis Berlin-Lichtenberg: Linken-Politikerin Schwerdtner will Gesine Lötzsch nachfolgen |publisher=&amp;#039;&amp;#039;[[Tagesspiegel]]&amp;#039;&amp;#039; |date=2024-09-18 |accessdate=2024-10-30}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Bei der [[Bundestagswahl 2002]] erreichte sie in ihrem Wahlkreis 39,6 % der [[Erststimme]]n, bei der [[Bundestagswahl 2005]] 42,9 %, bei der [[Bundestagswahl 2009]] 47,5 %, bei der [[Bundestagswahl 2013]] 40,3 %, bei der [[Bundestagswahl 2017]] 34,7 % und bei der [[Bundestagswahl 2021]] 25,8 %.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gesine Lötzsch und [[Klaus Ernst]] wurden Ende Januar 2010 vom Parteivorstand der &amp;#039;&amp;#039;Die Linke&amp;#039;&amp;#039; für eine Doppelspitze der Partei vorgeschlagen.&amp;lt;ref&amp;gt;Gregor Gysi: &amp;#039;&amp;#039;Eine Doppelspitze für DIE LINKE&amp;#039;&amp;#039;. Rede vom 26. Januar 2010, [http://die-linke.de/die_linke/nachrichten/detail/zurueck/nachrichten/artikel/eine-doppelspitze-fuer-die-linke (online)], (abgerufen am 19.&amp;amp;nbsp;Januar 2011).&amp;lt;/ref&amp;gt; Bei der Wahl am 15.&amp;amp;nbsp;Mai 2010 erhielt Gesine Lötzsch 92,8 % der abgegebenen Stimmen.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,694986,00.html &amp;#039;&amp;#039;Parteitag. Ernst und Lötzsch führen Linke an.&amp;#039;&amp;#039;] In: &amp;#039;&amp;#039;[[Spiegel Online]]&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;/ref&amp;gt; Am 10.&amp;amp;nbsp;April 2012 trat sie wegen einer Erkrankung ihres Mannes von diesem Amt zurück.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv |url=http://www.die-linke.de/nc/presse/presseerklaerungen/detail/zurueck/presseerklaerungen/artikel/ruecktritt-vom-parteivorsitz/ |wayback=20140408224049 |text=&amp;#039;&amp;#039;Rücktritt vom Parteivorsitz – Erklärung von Gesine Lötzsch.&amp;#039;&amp;#039; 10. April 2012.}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Januar 2012 wurde bekannt, dass Gesine Lötzsch als eine von 27 Bundestagsabgeordneten der Linken unter Beobachtung durch das [[Bundesamt für Verfassungsschutz]] steht,&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://www.spiegel.de/politik/deutschland/a-810651.html |titel=Geheimdienst: Verfassungsschutz beobachtet 27 Linken-Abgeordnete |werk=[[Spiegel online]] |datum=2012-01-22 |abruf=2013-10-26}}&amp;lt;/ref&amp;gt; was von Politikern aller [[17. Deutscher Bundestag|Fraktionen]] kritisiert wurde.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://www.tagesschau.de/inland/linksparteiverfassungsschutz100.html |titel=Überwachung von Abgeordneten „unerträglich“ |werk=[[tagesschau.de]] |datum=2012-01-22 |archiv-url=https://web.archive.org/web/20130116223455/http://www.tagesschau.de/inland/linksparteiverfassungsschutz100.html |archiv-datum=2013-01-16 |abruf=2013-10-26}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;→ &amp;#039;&amp;#039;Siehe auch:&amp;#039;&amp;#039; [[Beobachtung der Partei Die Linke durch den Verfassungsschutz]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 15. Januar 2014 wurde Gesine Lötzsch zur Vorsitzenden des [[Haushaltsausschuss]]es des Deutschen Bundestages gewählt. 2017 wurde sie erneut direkt in den [[Bundestagswahl 2017|19. Deutschen Bundestag]] gewählt.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.berliner-zeitung.de/28455770 Berliner Direktkandidaten Wer ist drin – und wer ist draußen?]{{Toter Link|url=http://www.berliner-zeitung.de/28455770 |date=2023-05}} (&amp;#039;&amp;#039;[[Berliner Zeitung]]&amp;#039;&amp;#039; online, 24.&amp;amp;nbsp;September 2017).&amp;lt;/ref&amp;gt; Seit dieser Legislaturperiode gehört sie dem [[Gremium nach § 23c Absatz 8 Zollfahndungsdienstgesetz]] an. Zudem ist sie stellvertretende Vorsitzende des [[Vertrauensgremium]]s für die geheimen [[Haushaltsplan|Haushaltspläne]] der [[Nachrichtendienste des Bundes]]. Lötzsch ist darüber hinaus ordentliches Mitglied im [[Vermittlungsausschuss]] und dem Rechnungsprüfungsausschuss. Sie gehört als stellvertretendes Mitglied dem [[Gemeinsamer Ausschuss|Gemeinsamen Ausschuss]] an.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.bundestag.de/mdb |titel=Deutscher Bundestag – Abgeordnete |abruf=2020-09-11 |sprache=de}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Rücktritt von [[Evrim Sommer]] wurde Lötzsch wieder zur Bezirksvorsitzenden des Lichtenberger Kreisverbands der Linken gewählt.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.berliner-zeitung.de/berlin/lichtenberg-michael-grunst-ist-nun-buergermeisterkandidat-der-linken-25174348 &amp;#039;&amp;#039;Lichtenberg: Michael Grunst ist nun Bürgermeisterkandidat der Linken.&amp;#039;&amp;#039;] In: &amp;#039;&amp;#039;Berliner Zeitung,&amp;#039;&amp;#039; 26.&amp;amp;nbsp;November 2016.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Juni 2024 gab Lötzsch bekannt, bei der [[Bundestagswahl 2025]] nicht erneut kandidieren zu wollen. In der Mitteilung kritisierte sie auch die Linken-Parteispitze, denn diese habe im Vorfeld der [[Europawahl 2024|Europawahl]] keine einheitliche Meinung gegenüber dem russischen Überfall auf die Ukraine gezeigt und es versäumt „für eine gemeinsame Position zu kämpfen.“&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.spiegel.de/politik/deutschland/gesine-loetzsch-linkenabgeordnete-kandidiert-nicht-mehr-und-kritisiert-parteispitze-a-7f9dc558-1904-4f3a-ab63-818ddc2ef3f0 |titel=Gesine Lötzsch: Linkenabgeordnete kandidiert nicht mehr und kritisiert Parteispitze |werk=[[Spiegel Online]] |datum=2024-06-20 |abruf=2024-06-22}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{cite web|url=https://www.saechsische.de/sachsen/langjaehrige-linken-abgeordnete-rackete-im-spitzenteam-war-ein-fehler-Y5ST5WOWYSYFQAG5JWETGSCD4U.html |title=Langjährige Linken-Abgeordnete Gesine Lötzsch: Rackete im Spitzenteam war ein „Fehler“ |publisher=&amp;#039;&amp;#039;[[Sächsische Zeitung|Sächsische]]&amp;#039;&amp;#039; |date=2024-06-20 |accessdate=2024-10-30}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kritik ==&lt;br /&gt;
=== Umgang mit ehemaligen Stasi-Mitarbeitern ===&lt;br /&gt;
Mehrfach in die Kritik geriet Lötzsch auf Grund ihres Umgangs mit ehemaligen Mitarbeitern des [[Ministerium für Staatssicherheit|Ministeriums für Staatssicherheit]] (MfS). So plädierte sie u.&amp;amp;nbsp;a. für die Duldung von ehemaligen Stasi-Mitarbeitern in Parlamenten und Ministerämtern, sofern diese gewählt seien.&amp;lt;ref&amp;gt;Jochen Gaugele, Karsten Kammholz: &amp;#039;&amp;#039;Interview: „Selbst Steinmeier ist plötzlich freundlich“&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Hamburger Abendblatt&amp;#039;&amp;#039;. 6. Februar 2010, [https://www.abendblatt.de/politik/deutschland/article107641216/Selbst-Steinmeier-ist-ploetzlich-freundlich.html (online)], (abgerufen am 19. Januar 2011).&amp;lt;/ref&amp;gt; Die damalige Bundesvorsitzende der [[Bündnis 90/Die Grünen|Grünen]], [[Claudia Roth]], warf ihr hieraufhin vor, sie wolle „die Vergangenheit unter den Tisch kehren“.&amp;lt;ref&amp;gt;Jochen Gaugele: &amp;#039;&amp;#039;Grüne: Linke kehren DDR-Zeit unter den Tisch&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;[[Hamburger Abendblatt]]&amp;#039;&amp;#039;. 8. Februar 2010, [https://www.abendblatt.de/politik/deutschland/article107641775/Gruene-Linke-kehren-DDR-Zeit-unter-den-Tisch.html (online)], (abgerufen am 19. Januar 2011).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kritisiert wurde auch, dass ihr Kreisverband in Berlin-Lichtenberg mit ihrer Unterstützung mehrmals Podiumsdiskussionen mit ehemaligen hauptamtlichen und [[Inoffizieller Mitarbeiter|inoffiziellen Mitarbeitern]] des MfS veranstaltete, wie beispielsweise dem letzten Auslandsspionagechef der Stasi [[Werner Großmann]].&amp;lt;ref&amp;gt;Dietmar Neuerer: &amp;#039;&amp;#039;Lafontaine-Nachfolgerin pflegt Kontakte ins Stasi-Milieu&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;[[Handelsblatt]]&amp;#039;&amp;#039;. 27. Januar 2010, [https://www.handelsblatt.com/politik/deutschland/gesine-loetzsch-lafontaine-nachfolgerin-pflegt-kontakte-ins-stasi-milieu;2519747 (online)], (abgerufen am 19. Januar 2011).&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Bundestagsabgeordnete [[Wolfgang Wieland]] (Grüne) warf ihr vor, bei ihrem Besuch bei der „[[Initiativgemeinschaft zum Schutz der sozialen Rechte]] ehemaliger Angehöriger bewaffneter Organe und der Zollverwaltung der DDR“ nicht gegen deren [[Geschichtsrevisionismus]] vorgegangen zu sein, sondern sich stattdessen als „[[Die heilige Johanna der Schlachthöfe|Heilige Johanna]] der Alt-[[Tschekist]]en“ inszeniert zu haben.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. Rede des MdB Wolfgang Wieland in der Aktuellen Stunde des Deutschen Bundestages am 28. Januar 2010,  {{Webarchiv|text=Textfassung |url=http://www.wolfgang-wieland-info.de/osts/gruenes-cms.de/httpdocs/userspace/KAND/wwieland/Dateien/100128ProtokollfassungRedeStasiVerstrickungen.pdf |wayback=20110719114227}}.&amp;lt;/ref&amp;gt; Kritik an ihrer Nähe zum Stasi-Milieu begegnete Lötzsch mit dem Hinweis auf ihre Stellung als direkt gewählte Abgeordnete und die Opferbiografie ihres Ehemannes. Dieser war 1957 wegen seiner Zugehörigkeit zur sogenannten Schröder-Lucht-Gruppe inhaftiert und zu drei Jahren Freiheitsentzug verurteilt worden. Fast zwei Jahre der Strafe verbüßte er in der [[Justizvollzugsanstalt Bautzen]] (siehe auch [[Politische Haft (DDR)]]). Mit Verweis auf das Schicksal ihres Lebenspartners verbat sich Lötzsch in der Bundestagsdebatte am 7. April 2006 entsprechende „[[Diffamierung]]en“.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://dipbt.bundestag.de/dip21/btp/16/16033.pdf Deutscher Bundestag, stenografischer Bericht 33. Sitzung, Berlin, Freitag, den 7. April 2006] hier: Seite 2804.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Lötzsch stellte ihren Ehemann als Opfer des [[Deutsche Demokratische Republik|SED-Staates]] dar. Am 16. März 2010 enthüllte &amp;#039;&amp;#039;[[Die Welt]]&amp;#039;&amp;#039;, dass Lötzschs Ehemann nach Unterlagen aus der [[Bundesbeauftragter für die Stasi-Unterlagen|Birthler-Behörde]] von 1963 bis Mitte der 1980er Jahre als [[Inoffizieller Mitarbeiter]] (IM) des Ministeriums der Staatssicherheit unter dem Decknamen „Heinz“ unter anderem über Kollegen an der Ost-Berliner [[Akademie der Wissenschaften der DDR|Akademie der Wissenschaften]] berichtet hatte.&amp;lt;ref&amp;gt;Dirk Banse, Uwe Müller: &amp;#039;&amp;#039;Stasi-Problem für künftige Linkspartei-Chefin Lötzsch&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;[[Die Welt]]&amp;#039;&amp;#039;. 16. März 2010, [https://www.welt.de/welt_print/politik/article6796343/Stasi-Problem-fuer-kuenftige-Linkspartei-Chefin-Loetzsch.html (online)], (abgerufen am 19. Januar 2011).&amp;lt;/ref&amp;gt; In einer Stellungnahme erklärte Gesine Lötzsch daraufhin, sie werde jedem Versuch entgegentreten, „das Schicksal meines Mannes für durchsichtige Kampagnen zu missbrauchen“, ging aber nicht direkt auf die Vorwürfe ein.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.spiegel.de/politik/deutschland/stasi-ehemann-von-gesine-loetzsch-steht-unter-im-verdacht-a-683965.html &amp;#039;&amp;#039;Stasi: Ehemann von Gesine Lötzsch steht unter IM-Verdacht&amp;#039;&amp;#039;.] In: &amp;#039;&amp;#039;[[Der Spiegel]]&amp;#039;&amp;#039;, 16. März 2010&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== „Wege zum Kommunismus“ ===&lt;br /&gt;
Am 3. Januar 2011&amp;lt;ref name=&amp;quot;jungewelt&amp;quot;&amp;gt;Gesine Lötzsch: &amp;#039;&amp;#039;Wege zum Kommunismus&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;[[junge Welt]]&amp;#039;&amp;#039;. 3. Januar 2011, S. 10, {{Webarchiv | url=http://www.rosa-luxemburg-konferenz.de/article/272.wege_zum_kommunismus.html | archive-is=20130211183134 | text=Wege zum Kommunismus}} (abgerufen am 12. April 2012)&amp;lt;/ref&amp;gt; wurde unter der Überschrift „Wege zum Kommunismus“ in der Tageszeitung &amp;#039;&amp;#039;[[junge Welt]]&amp;#039;&amp;#039; ein Artikel von Gesine Lötzsch veröffentlicht, der in der politischen Auseinandersetzung zu einigen Kontroversen führte.&lt;br /&gt;
Die Zeitung hatte sie gebeten, zum diesjährigen Thema ihrer alljährlichen Rosa-Luxemburg-Konferenz &amp;#039;&amp;#039;Wo bitte geht’s zum [[Kommunismus]]? Linker [[Reformismus]] oder [[revolution]]äre Strategie – Wege aus dem [[Kapitalismus]]&amp;#039;&amp;#039; einige Gedanken niederzuschreiben.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,737780,00.html &amp;#039;&amp;#039;Linke-Chefin erklärt Kommunismus zum Ziel der Partei&amp;#039;&amp;#039;.] Bei: &amp;#039;&amp;#039;spiegel.de&amp;#039;&amp;#039;, 4. Januar 2011&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Antwort von Gesine Lötzsch: [http://die-linke.de/nc/die_linke/nachrichten/detail/artikel/die-herren-vom-spiegel-verlieren-voellig-die-fassung/ &amp;#039;&amp;#039;Die Herren vom Spiegel verlieren völlig die Fassung!&amp;#039;&amp;#039;]&amp;lt;/ref&amp;gt; In ihrem Beitrag setzte sich Gesine Lötzsch mit Rosa Luxemburgs Theorie der revolutionären Realpolitik und ihrer Diskrepanz zum sowjetischen Parteikommunismus auseinander. Dabei geriet eine Passage in die Beachtung der Medien: „Die Wege zum Kommunismus können wir nur finden, wenn wir uns auf den Weg machen und sie ausprobieren, ob in der Opposition oder in der Regierung.“&amp;lt;ref name=&amp;quot;zeit&amp;quot;&amp;gt;zeit.de vom 5. Januar 2011: [http://www.zeit.de/politik/deutschland/2011-01/linke-loetzsch-kommunismus &amp;#039;&amp;#039;Parteichefin irritiert mit Kommunismus-Äußerung.&amp;#039;&amp;#039;]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei [[Christlich Demokratische Union Deutschlands|Union]], [[Freie Demokratische Partei|FDP]] und [[Sozialdemokratische Partei Deutschlands|SPD]] löste der Beitrag scharfe Kritik aus. Der damalige [[Christlich-Soziale Union in Bayern|CSU]]-Generalsekretär [[Alexander Dobrindt]] warf Lötzsch vor, sich außerhalb der Verfassung zu positionieren. Er forderte aus diesem Grund eine bundesweite Überwachung der Linkspartei durch den [[Verfassungsschutz]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{cite web|url=http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,737911,00.html |title=CSU fordert Totalüberwachung der Linken |publisher=Spiegel |date=2011-01-05 |accessdate=2024-10-30}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Später erklärte Lötzsch bei &amp;#039;&amp;#039;[[Spiegel Online]]&amp;#039;&amp;#039;: „Die Linke ist [[Linkssozialismus|linkssozialistisch]], wir sind und werden keine kommunistische Partei. Und ich werde auch kein Mitglied der [[Kommunistische Plattform|kommunistischen Plattform]].“ Mit ihrer Teilnahme an der Rosa-Luxemburg-Konferenz am 8. Januar wolle sie „auch diejenigen für die Linke gewinnen, die unsere Partei für zu angepasst halten“.&amp;lt;ref name=&amp;quot;zeit&amp;quot; /&amp;gt; Anstelle ihrer geplanten Teilnahme an einer Podiumsdiskussion unter anderem mit der früheren [[Rote Armee Fraktion|RAF]]-Terroristin [[Inge Viett]] und der Vorsitzenden der [[Deutsche Kommunistische Partei|Deutschen Kommunistischen Partei]] (DKP), [[Bettina Jürgensen]], gab Lötzsch bei der Konferenz eine Stellungnahme zu ihren Aussagen ab, in der sie die parteiübergreifende Kritik zurückwies.&amp;lt;ref&amp;gt;{{cite web|url=http://die-linke.de/nc/die_linke/nachrichten/detail/zurueck/nachrichten/artikel/ich-bin-demokratische-sozialistin/ |title=Ich bin demokratische Sozialistin! |publisher=Die Linke |archiveurl=https://web.archive.org/web/20170125135031/https://www.die-linke.de/nc/die_linke/nachrichten/detail/zurueck/nachrichten/artikel/ich-bin-demokratische-sozialistin/ |archivedate=2017-01-25 |date=2011-01-08 |accessdate=2024-10-30}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Schriften ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Immer schön auf Augenhöhe,&amp;#039;&amp;#039; Eulenspiegel Verlag, Berlin 2017, ISBN 978-3-359-01732-5&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Werner Breunig]], [[Andreas Herbst]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Biografisches Handbuch der Berliner Abgeordneten 1963–1995 und Stadtverordneten 1990/1991&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Schriftenreihe des Landesarchivs Berlin.&amp;#039;&amp;#039; Band 19). Landesarchiv Berlin, Berlin 2016, ISBN 978-3-9803303-5-0, S. 245.&lt;br /&gt;
* {{WWW-DDR|id=gesine-loetzsch|lemma=Lötzsch, Gesine|autor=[[Helmut Müller-Enbergs]]|band=1|idNum=2154}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|audio=1|video=0}}&lt;br /&gt;
* {{IMDb|nm2268846}}&lt;br /&gt;
* [https://www.gesine-loetzsch.de/ Website von Gesine Lötzsch]&lt;br /&gt;
* {{Biographie beim Deutschen Bundestag|Gesine Lötzsch}}&lt;br /&gt;
* [https://www.linksfraktion.de/fraktion/abgeordnete/profil/dr-gesine-loetzsch/ Lebenslauf bei der Bundestagsfraktion Die Linke]&lt;br /&gt;
* {{Abgeordnetenwatch|ID=dr-gesine-lotzsch}}&lt;br /&gt;
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== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references responsive /&amp;gt;&lt;br /&gt;
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{{NaviBlock&lt;br /&gt;
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{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Lötzsch, Gesine&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutsche Politikerin (SED, PDS, Die Linke), MdA, MdB&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=7. August 1961&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Berlin-Lichtenberg]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=&lt;br /&gt;
|STERBEORT=&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Zyronical</name></author>
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