<?xml version="1.0"?>
<feed xmlns="http://www.w3.org/2005/Atom" xml:lang="de">
	<id>https://demowiki.knowlus.com/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Genotyp</id>
	<title>Genotyp - Versionsgeschichte</title>
	<link rel="self" type="application/atom+xml" href="https://demowiki.knowlus.com/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Genotyp"/>
	<link rel="alternate" type="text/html" href="https://demowiki.knowlus.com/index.php?title=Genotyp&amp;action=history"/>
	<updated>2026-05-14T23:52:26Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Demo Wiki</subtitle>
	<generator>MediaWiki 1.44.2</generator>
	<entry>
		<id>https://demowiki.knowlus.com/index.php?title=Genotyp&amp;diff=1270&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Hutch: Leerzeichen vor/nach Schrägstrich korrigiert</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://demowiki.knowlus.com/index.php?title=Genotyp&amp;diff=1270&amp;oldid=prev"/>
		<updated>2025-03-16T06:20:08Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Leerzeichen vor/nach Schrägstrich korrigiert&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Der &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Genotyp&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (von {{grcS|γένος|génos}} „Gattung, Geschlecht“ und {{lang|grc|τύπος|týpos}} „Gestalt, Abbild, Muster“) ist die Gesamtheit der [[Gen]]e eines [[Organismus]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;Jahn&amp;quot;&amp;gt;Katharina Munk, [[Dieter Jahn (Biologe)|Dieter Jahn]]: &amp;#039;&amp;#039;Genetik.&amp;#039;&amp;#039; Georg Thieme Verlag, 2010, ISBN 978-3-13-144871-2, S.&amp;amp;nbsp;254.&amp;lt;/ref&amp;gt; Er repräsentiert dessen exakte genetische Ausstattung, die sämtliche in diesem Individuum vorhandenen Erbanlagen umfasst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Komponenten ==&lt;br /&gt;
Zum Genotyp zählen bei [[Eukaryoten]] sowohl die Gene in den [[Chromosom]]en der [[Zellkern]]e als auch extrachromosomale DNA wie die Gene der [[Mitochondriale DNA|mitochondrialen DNA]] und bei Pflanzen zusätzlich die DNA der [[Chloroplasten]]. Bei den [[Prokaryoten]] liegen die Gene in einem [[Nukleoid]] oder [[Plasmid]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der individuelle Genotyp bildet die genetische Grundlage für die Ausbildung der [[Morphologie (Biologie)|morphologischen]] und [[Physiologie|physiologischen]] [[Merkmal]]e des Individuums durch [[Genexpression]], die den [[Phänotyp]] bestimmen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Murken&amp;quot;&amp;gt;Jan Murken: &amp;#039;&amp;#039;Humangenetik.&amp;#039;&amp;#039; Georg Thieme Verlag, 2006, ISBN 3-13-139297-5, S.&amp;amp;nbsp;73.&amp;lt;/ref&amp;gt; Bei den [[Diploidie|diploiden]] Organismen, die durch sexuelle Fortpflanzung entstehen, gehören zum Genotyp aber auch Erbanlagen, die [[rezessiv]] sind und weniger bis keinen Einfluss auf den Phänotyp haben, wenn sie [[heterozygot]] vorliegen. Auch die auf [[Intron]]s liegende Erbinformation gehört zum Genotyp, ohne dass sie sich auf den Phänotyp auswirken kann, denn nur die Erbinformation auf den [[Exon]]s kann aktiviert werden und bei der [[Proteinbiosynthese]] abgelesen werden. Der Genotyp als Gesamtheit der genetischen Ausstattung ist auch insofern bedeutsam, als ein Gen allein nicht für die Ausbildung eines Merkmals sorgen kann, sondern das Zusammenwirken vieler Gene in einer zeitlichen Abfolge. Hierbei kann das Vorhandensein oder das Fehlen eines [[Allel]]s jedoch durchaus eine entscheidende Rolle spielen, ob ein Merkmal ausgebildet werden kann oder nicht.&amp;lt;ref&amp;gt;Virgine Orgogozo, Baptiste Morizot, Arnaud Martin: &amp;#039;&amp;#039;[https://www.frontiersin.org/articles/10.3389/fgene.2015.00179/full The differential view of genotype–phenotype relationships].&amp;#039;&amp;#039; Frontiers in Genetics, 2015.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Begriffsbildung und Verwendung ==&lt;br /&gt;
Die Begriffe &amp;#039;&amp;#039;Gen&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Genotypus&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;Phaenotypus&amp;#039;&amp;#039; wurden 1903 von dem dänischen Genetiker [[Wilhelm Ludvig Johannsen|Wilhelm L. Johannsen]] aufgestellt&amp;lt;ref&amp;gt;[[Paul Diepgen]], [[Heinz Goerke]]: &amp;#039;&amp;#039;[[Ludwig Aschoff|Aschoff]]/Diepgen/Goerke: Kurze Übersichtstabelle zur Geschichte der Medizin.&amp;#039;&amp;#039; 7., neubearbeitete Auflage. Springer, Berlin/Göttingen/Heidelberg 1960, S. 55.&amp;lt;/ref&amp;gt; und 1909 geprägt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Toepfer&amp;quot;&amp;gt;Georg Toepfer: &amp;#039;&amp;#039;Historisches Wörterbuch der Biologie.&amp;#039;&amp;#039; Springer-Verlag, 2016, ISBN 978-3-476-00455-0, S.&amp;amp;nbsp;59.&amp;lt;/ref&amp;gt; Er wird heute vor allem im Zusammenhang mit der [[Mendelsche Regeln|Mendelschen Vererbungslehre]] verwendet sowie bei der Auswertung der Ergebnisse einer [[DNA-Analyse]], hier allerdings – nicht ganz der ursprünglichen Definition entsprechend – unter Bezugnahme auf nur diejenigen Erbanlagen, die bei der Überprüfung von Interesse sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zwei [[Organismus|Organismen]], deren Gene sich auch nur an einem [[Genlocus]] (= einer Position in ihrem [[Genom]]) unterscheiden, haben einen unterschiedlichen Genotyp. Der Begriff „Genotyp“ bezieht sich also auf die vollständige Kombination aller [[Allel]]e / aller Loci eines Organismus. Unter Phänotyp versteht man die Summe aller beobachtbaren Merkmale des Organismus (z.&amp;amp;nbsp;B. Größe, Blütenfarbe, Schnabelform), die sich als Ergebnis der Interaktion des Genotyps mit der Umwelt entwickelt haben. Der Genotyp ändert sich zu Lebzeiten eines Organismus nicht, ausgenommen durch extreme Einflüsse wie z.&amp;amp;nbsp;B. [[mutagen]]e Strahlung oder durch Temperaturschocks.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch Organismen identischen Genotyps unterscheiden sich gewöhnlich in ihrem Phänotyp. Verantwortlich dafür sind Umwelteinflüsse. Diese lösen unter anderem [[Epigenetik|epigenetische]] Mechanismen aus, d.&amp;amp;nbsp;h. identische Gene können in verschiedenen Organismen verschieden [[Genexpression|exprimiert]] werden (siehe auch [[Modifikation (Biologie)|Modifikation]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein alltägliches Beispiel sind monozygotische (eineiige) [[Zwillinge]]. Eineiige Zwillinge haben den gleichen Genotyp, da sie das gleiche Genom in sich tragen. Doch können eineiige Zwillinge anhand ihrer [[Fingerabdruck|Fingerabdrücke]] identifiziert werden, die niemals vollständig gleich sind. Im Laufe des Lebens können sie einen unterschiedlichen Phänotyp entwickeln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Historische Begriffe ==&lt;br /&gt;
Die genetische Information der gesamten Zelle wurde, zurückgehend auf ein Werk des Genetikers [[Hermann Werner Siemens]] von 1921 auch als &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Idiotyp&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Idiotypus&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (das „Erbbild“) bezeichnet ({{grcS|ἴδιος|ídios}} „eigen, besonders“). Diesem wurde, als Gesamtheit der nicht erblichen Merkmale oder „die nichterbliche Beschaffenheit eines Lebewesens“, der Paratyp oder Paratypus gegenübergestellt.&amp;lt;ref&amp;gt;zit. nach Georg Toepfer: &amp;#039;&amp;#039;Historisches Wörterbuch der Biologie. Geschichte und Theorie der biologischen Grundbegriffe.&amp;#039;&amp;#039; Band 2: &amp;#039;&amp;#039;Gefühl – Organismus.&amp;#039;&amp;#039; J.B. Metzler, Stuttgart / Weimar 2011, S. 59 ff. Kap. Genotyp/Phänotyp.&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Genetiker Yoshitaka Imai führte im Zusammenhang mit Pflanzenzucht 1936 den Begriff Plasmotyp für Erbfaktoren außerhalb des Zellkerns ein (im „[[Protoplast]]“ nach damaligem Sprachgebrauch, für das der Botaniker [[Carl Wilhelm von Nägeli]] für die darin enthaltenen Erbfaktoren spezifisch den Ausdruck „Idioplasma“ prägte). Die Formel, dass Idiotyp und Plasmotyp zusammen den Genotyp bilden, war danach noch längere Zeit in Lehrbüchern zu finden.&amp;lt;ref&amp;gt;vgl. Gunnar Eilert Hiorth: &amp;#039;&amp;#039;Quantitative Genetik.&amp;#039;&amp;#039; Springer Verlag, Berlin / Göttingen / Heidelberg 1963, S. 79.&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Ausdruck [[Idiotyp (Immunologie)|Idiotyp]] in diesem Zusammenhang ist heute nicht mehr gebräuchlich. Er wurde, in neuem Zusammenhang, neu eingeführt als Summe der &amp;#039;&amp;#039;[[Idiotop]]e&amp;#039;&amp;#039; eines bestimmten Antikörpers.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Phänotypische Plastizität ==&lt;br /&gt;
Das Konzept der [[Phänotyp#Phänotypische Plastizität|phänotypischen Plastizität]] beschreibt das Maß, in dem der Phänotyp eines [[Organismus]] durch seinen Genotyp vorherbestimmt ist. Ein hoher Wert der Plastizität bedeutet: Umwelteinflüsse haben einen starken Einfluss auf den sich individuell entwickelnden Phänotyp. Bei geringer Plastizität kann der Phänotyp aus dem Genotyp zuverlässig vorhergesagt werden, unabhängig von besonderen Umweltverhältnissen während der Entwicklung. Hohe Plastizität lässt sich am Beispiel der [[Larve]]n des [[Europäische Wassermolche|Wassermolchs]] beobachten: Wenn diese Larven die Anwesenheit von Räubern wie [[Libellen]] wahrnehmen, vergrößern sich Kopf und Schwanz im Verhältnis zum Körper und die Haut wird dunkler [[Pigment (Biologie)|pigmentiert]]. Larven mit diesen Merkmalen haben bessere Überlebenschancen gegenüber [[Beutegreifer|Räubern]], wachsen aber langsamer als andere Phänotypen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Wiktionary}}&lt;br /&gt;
* {{SEP|https://plato.stanford.edu/entries/genotype-phenotype/|The Genotype/Phenotype Distinction|[[Richard Lewontin]]}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4601328-3}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Genetik]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Evolution]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Hutch</name></author>
	</entry>
</feed>