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	<title>Geflügeltes Wort - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-04-10T15:16:40Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Demo Wiki</subtitle>
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		<id>https://demowiki.knowlus.com/index.php?title=Gefl%C3%BCgeltes_Wort&amp;diff=10395&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Sokrates 399: Typografie (braucht keine Versalien -&gt; Wikipedia:Rechtschreibung#Groß-_und_Kleinschreibung), Kleinigkeiten.</title>
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		<updated>2025-09-30T18:07:30Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Typografie (braucht keine Versalien -&amp;gt; Wikipedia:Rechtschreibung#Groß-_und_Kleinschreibung), Kleinigkeiten.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{SubTOCeasy|Index=Liste geflügelter Worte|Titel=Liste geflügelter Worte}}&lt;br /&gt;
Als &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;geflügeltes Wort&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; wird in der [[Sprachwissenschaft|Linguistik]] ein auf eine konkrete Quelle zurückführbares [[Zitat]] bezeichnet, das als [[Redewendung]] Eingang in den allgemeinen [[Sprachgebrauch]] gefunden hat. Darunter sind oft knappe Formulierungen komplizierter Sachverhalte oder solche von Lebenserfahrungen, die treffend „auf den Punkt gebracht“ werden. Geflügelte Worte können u.&amp;amp;nbsp;a. die Form von [[Aperçu]]s, [[Aphorismus|Aphorismen]], [[Bonmot]]s, [[Gnome (Dichtung)|Gnomen]], [[Maxime]]n, [[Sentenz]]en, [[Sinnspruch|Sinnsprüchen]] und [[Sprichwort|Sprichwörtern]] haben.&lt;br /&gt;
[[Datei:Gefluegelte Worte 1880.JPG|mini|hochkant=1.5|[[Georg Büchmann]]s &amp;#039;&amp;#039;[[Geflügelte Worte]]&amp;#039;&amp;#039;, 12.&amp;amp;nbsp;Auflage von 1880]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Herkunft ==&lt;br /&gt;
Quelle sind im europäischen Kulturkreis häufig [[Liste lateinischer Phrasen|lateinische]] oder [[Liste griechischer Phrasen|griechische Redewendungen]] sowie Bibelzitate, im Deutschen insbesondere auch in der Fassung der Übersetzung [[Martin Luther|Luthers]]. Ein Beispiel ist &amp;#039;&amp;#039;Geflügelte Worte&amp;#039;&amp;#039; (griechisch: {{lang|grc|ἔπεα πτερόεντα}} – &amp;#039;&amp;#039;épea pteróenta&amp;#039;&amp;#039;) selbst. Es kommt in der &amp;#039;&amp;#039;[[Ilias]]&amp;#039;&amp;#039; 46-mal, in der &amp;#039;&amp;#039;[[Odyssee]]&amp;#039;&amp;#039; 58-mal vor und bezeichnet dort gesprochene Worte, die das Ohr des Hörers „auf Flügeln“ erreichen.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.iliadtranslation.com/winged_words.html Verwendung des Begriffs bei Homer] (englisch).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einen besonders reichen Schatz an geflügelten Worten hat beispielsweise das [[Chinesische Sprache|Chinesische]], das ursprünglich für jeden Begriff genau ein Zeichen verwendete ([[isolierende Sprache]]). Dort bilden [[Chinesische Sprichwörter|Sprichwörter]], treffliche Zitate und Anspielungen der gesamten [[Klassisches Chinesisch|klassischen]] Literatur wie auch eingebürgerte bildhafte oder lautmalende Figuren sukzessive einen lexikalischen mehrsilbigen [[Wortschatz]] (Lexeme), sodass modernes Chinesisch in der Sprachpraxis überwiegend mehrsilbig aufgebaut ist.&amp;lt;ref&amp;gt;Zhu Jinyang, Karl-Heinz Best: &amp;#039;&amp;#039;Zum Wort im modernen Chinesisch.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Oriens Extremus&amp;#039;&amp;#039; Bd. 35, Nr. 1/2 (1992), S. 45–60 ({{Webarchiv |url=http://oriens-extremus.org/wp-content/uploads/2014/07/OE-35-02.pdf |text=Repro, PDF |wayback=20161118081859 |archiv-bot=2025-03-22 10:59:03 InternetArchiveBot}}, oriens-extremus.org; [https://www.jstor.org/stable/pdf/24047220.pdf online], jstor.org);&amp;lt;br /&amp;gt;vergl. dazu etwa auch Ulrich Unger: &amp;#039;&amp;#039;Rhetorik des klassischen Chinesisch.&amp;#039;&amp;#039; Otto Harrassowitz Verlag, 1994, ISBN 978-3-447-03616-0 ({{Google Buch |BuchID=5A87gu7FC2kC}}).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Begriffsgeschichte ==&lt;br /&gt;
Der mittelhochdeutsche Dichter [[Frauenlob|Heinrich von Meißen]] bezeichnet das Sprichwort als &amp;#039;&amp;#039;flügges&amp;#039;&amp;#039; Wort, als ein Wort, dem Flügel gewachsen seien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Friedrich Gottlieb Klopstock|Klopstock]] verwendete in seinem Epos &amp;#039;&amp;#039;[[Der Messias (Klopstock)|Der Messias]]&amp;#039;&amp;#039; von [[1742]] die Formulierung:&lt;br /&gt;
{{Zitat |Text=Geflügelte Worte sprach er zu ihnen, dann sandt’ er sie unter das weichende Volk aus. |Autor=Friedrich Gottlieb Klopstock |Quelle=Der Messias, Vers 222}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch [[Johann Heinrich Voß]] verwendet diese Worte in seinen berühmten Homer-Nachdichtungen. Sie sind die [[Lehnübersetzung]] von ἔπεα πτερόεντα {{&amp;quot;|mit Flügeln versehene Wörter}}. Erst seit dem Erscheinen von [[Georg Büchmann]]s Zitatensammlung &amp;#039;&amp;#039;[[Geflügelte Worte]]&amp;#039;&amp;#039; im Jahr 1864 wird der Ausdruck gebraucht im Sinn von&lt;br /&gt;
{{Zitat |Text=literarisch belegbaren, in den allgemeinen Sprachschatz des Volkes übergegangenen, allgemein geläufigen [[Redensart]]en. |Autor=Georg Büchmann}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Büchmanns Nachfolger [[Walter Robert-tornow|Walter Robert-Tornow]] präzisierte den Begriff in der von ihm 1884 herausgegebenen 14.&amp;amp;nbsp;Auflage:&lt;br /&gt;
{{Zitat |Text=Ein geflügeltes Wort ist ein in weiteren Kreisen des Vaterlandes dauernd angeführter Ausspruch, Ausdruck oder Name, gleich welcher Sprache, dessen historischer Urheber oder dessen literarischer Ursprung nachweisbar ist. |Autor=Walter Robert-Tornow}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Fundstelle eines Zitates, das die bekannteste Formulierung eines Sachverhalts gibt, das historisch zur stehenden Wendung geworden ist, nennt man den &amp;#039;&amp;#039;Locus classicus.&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.merriam-webster.com/dictionary/locus%20classicus &amp;#039;&amp;#039;locus classicus&amp;#039;&amp;#039;]. In: &amp;#039;&amp;#039;Merriam-Webster&amp;#039;&amp;#039;, online (abgerufen am 24. Mai 2017).&amp;lt;/ref&amp;gt; Dieser Ausdruck ist beispielsweise auch für wissenschaftliche Aussagen oder juristische Schlüsse üblich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kurt Steinmann verwendet in seiner Ilias-Übersetzung von 2017 den Ausdruck „gefiederte Worte“. Das Bild des gefiederten Pfeils war wohl vom Autor beabsichtigt, was in der Übersetzung „geflügeltes Wort“ heute kaum noch erkennbar ist.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Ulf von Rauchhaupt |Titel=Neuübersetzung der „Ilias“: Lerne, o Leser, von nun an die Rede gefiederter Worte |Sammelwerk=FAZ.net |ISSN=0174-4909 |Online=https://www.faz.net/aktuell/feuilleton/buecher/rezensionen/kurt-steinmanns-neuuebersetzung-der-ilias-15252541.html |Abruf=2022-06-11}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Georg Büchmann]]: &amp;#039;&amp;#039;Geflügelte Worte. Der Citatenschatz des deutschen Volkes.&amp;#039;&amp;#039; 1. Auflage. [[Haude und Spener]], Berlin 1864.&lt;br /&gt;
* [[Karl Friedrich Wilhelm Wander]] (Hrsg.): [http://www.zeno.org/Wander-1867 &amp;#039;&amp;#039;Deutsches Sprichwörter-Lexikon.&amp;#039;&amp;#039;] [[Bibliographisches Institut &amp;amp; F. A. Brockhaus|Brockhaus]], Leipzig 1867–1880, 5 Bände (25.765 Artikel).&lt;br /&gt;
* [[Alfred Hermann Fried]]: &amp;#039;&amp;#039;Lexikon deutscher Citate.&amp;#039;&amp;#039; [[Reclam-Verlag]], Leipzig 1888, später Auflagen im Aischines Verlag sowie bei Hansebooks und Salzwasser-Verlag.&lt;br /&gt;
* Hans Ermann: &amp;#039;&amp;#039;Geflügelte Melodien. Ein Zitatenschatz von der Oper bis zur leichten Muse.&amp;#039;&amp;#039; Horst Erdmann Verlag, Tübingen/Basel 1968.&lt;br /&gt;
* Kurt Böttcher (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Geflügelte Worte. Zitate, Sentenzen und Begriffe in ihrem geschichtlichen Zusammenhang.&amp;#039;&amp;#039; Bibliographisches Institut, Leipzig 1981.&lt;br /&gt;
* Johannes John: &amp;#039;&amp;#039;Reclams Zitaten-Lexikon.&amp;#039;&amp;#039; Philipp Reclam junior, Stuttgart 1992, ISBN 3-15-028839-8.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Geflügelte Worte. Das Standardwerk.&amp;#039;&amp;#039; [[Droemer Knaur]], München 2001, ISBN 3-426-07502-4.&lt;br /&gt;
* [[Klaus Bartels (Altphilologe)|Klaus Bartels]]: &amp;#039;&amp;#039;Veni vidi vici. Geflügelte Worte aus dem Griechischen und Lateinischen.&amp;#039;&amp;#039; [[dtv Verlagsgesellschaft]], München 2001, ISBN 3-423-20167-3; 15., durchgesehene und ergänzte Auflage 2016, ISBN 978-3-8053-4998-7.&lt;br /&gt;
* [[Christoph Gutknecht]]: &amp;#039;&amp;#039;Lauter spitze Zungen. Geflügelte Worte und ihre Geschichte.&amp;#039;&amp;#039; [[C.H. Beck]], München 2001, ISBN 3-406-45965-X.&lt;br /&gt;
* [[Peter Ustinov]]: &amp;#039;&amp;#039;Peter Ustinovs geflügelte Worte.&amp;#039;&amp;#039; List, 2001, ISBN 3-548-60183-9.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Der große Büchmann. Geflügelte Worte.&amp;#039;&amp;#039; Knaur, München 2003, ISBN 3-426-66751-7.&lt;br /&gt;
* [[Lutz Röhrich]]: &amp;#039;&amp;#039;Lexikon der sprichwörtlichen Redensarten.&amp;#039;&amp;#039; Band 1–3. Herder, 2003, ISBN 3-451-05400-0.&lt;br /&gt;
* Dudenredaktion (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Große Namen, bedeutende Zitate. Herkunft, Bedeutung und aktueller Gebrauch.&amp;#039;&amp;#039; Duden-Verlag, Mannheim 2004, ISBN 3-411-70391-1.&lt;br /&gt;
* Annemarie Maeger, Siegfried Fenske: &amp;#039;&amp;#039;Schiller für Schüler und Studenten. Texte, Gedichte und geflügelte Worte zum Kennenlernen.&amp;#039;&amp;#039; Annemarie Maeger Verlag, Hamburg 2005, ISBN 3-929805-31-6.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Der Neue Büchmann – Geflügelte Worte. Der klassische Zitatenschatz.&amp;#039;&amp;#039; [[Ullstein Verlag]], Berlin 2007, ISBN 3-548-36953-7.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;[[Lexikon der sprichwörtlichen Redensarten|Das große Lexikon der sprichwörtlichen Redensarten]]&amp;#039;&amp;#039; von Lutz Röhrich. [[Verlag Herder]], Freiburg im Breisgau 2003, ISBN 3-451-05400-0.&lt;br /&gt;
* Christa Pöppelmann: &amp;#039;&amp;#039;Wer sagte was? Die bekanntesten Aussprüche &amp;amp; Zitate und was dahinter steckt.&amp;#039;&amp;#039; [[Compact Verlag]], München 2008, ISBN 978-3-8174-6090-8.&lt;br /&gt;
* Elke Donalies: &amp;#039;&amp;#039;Basiswissen Deutsche Phraseologie.&amp;#039;&amp;#039; UTB, Band 3193. Francke, Tübingen/Basel 2009.&lt;br /&gt;
* Dudenredaktion (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Zitate und Aussprüche.&amp;#039;&amp;#039; 4., überarbeitete und erweiterte Auflage. Dudenverlag, Berlin 2017, ISBN 978-3-411-04124-4 (= Der [[Duden]] in zwölf Bänden – Band 12; Herkunft, Bedeutung und Gebrauch von 7.500 Zitaten von der Antike bis heute).&lt;br /&gt;
* Ryszard Lipczuk (unter Mitarbeit von Katarzyna Sztandarska): &amp;#039;&amp;#039;Geflügelte Worte in Wörterbüchern. Eine Untersuchung zur deutschen und deutsch-polnischen Lexikografie&amp;#039;&amp;#039;. Verlag Dr. Kovač, Hamburg 2018 (= Stettiner Beiträge zur Sprachwissenschaft Band 10), ISBN 978-3-8300-9980-2.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [https://openlibrary.org/books/OL14009069M/Gefl%C3%BCgelte_Worte &amp;#039;&amp;#039;Geflügelte Worte&amp;#039;&amp;#039;], 26. Auflage (digital in verschiedenen Formaten)&lt;br /&gt;
* [https://www.aphorismen.de/lexikon/begriff/9/Gefl%C3%BCgelte+Worte Definition] bei &amp;#039;&amp;#039;aphorismen.de&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* [http://www.sueddeutsche.de/kultur/1.896441 &amp;#039;&amp;#039;Auf diese Phrasen können Sie bauen.&amp;#039;&amp;#039;] [[sueddeutsche.de]], 19. Mai 2010&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4067889-1}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geflügeltes Wort| ]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Sokrates 399</name></author>
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