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	<title>Gebärdensprache - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Demo Wiki</subtitle>
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		<id>https://demowiki.knowlus.com/index.php?title=Geb%C3%A4rdensprache&amp;diff=12713&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Gak69: /* Deutschsprachige Länder */ unnötigen Link entfernt</title>
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		<updated>2025-09-28T21:56:48Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Deutschsprachige Länder: &lt;/span&gt; unnötigen Link entfernt&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Sign language, 2014 (01).jpg|mini|hochkant=1.2|[[Kommunikation]] mittels Gebärdensprache]]&lt;br /&gt;
Eine &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Gebärdensprache&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist eine visuell wahrnehmbare Form von [[Sprache]], die insbesondere von [[Gehörlosigkeit|gehörlosen]] und schwerhörigen Menschen zur [[Kommunikation]] genutzt wird. Kommuniziert wird mit einer Verbindung von [[Gestik]], [[Mimik|Gesichtsmimik]], dem [[Mundbild]] von lautlos gesprochenen [[Wort|Wörtern]] und Wechsel der Körperhaltung. Diese Elemente werden zu [[Satz (Grammatik)|Sätzen]] und Satzfolgen kombiniert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gebärdensprachen sind voll ausgebildete [[natürliche Sprache]]n von derselben Komplexität wie [[Lautsprache]]n. [[Sprachtypologie|Sprachtypologisch]] können sie mit den stark [[Flexion|flektierenden]] oder [[Polysynthese|polysynthetischen]] Sprachen verglichen werden: Wie ein [[Wort]] in solchen Sprachen, kann eine [[Gebärde]] mehrere bedeutungstragende Bestandteile ([[Morphem]]e) zugleich enthalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für [[Taubblindheit|taubblinde]] Menschen gibt es eine Variante von Gebärdensprache, bei der Gebärden (Handbewegungen und Handformen) durch Berührung mitgeteilt und mit dem [[Haptische Wahrnehmung|Tastsinn]] wahrgenommen werden. Daneben gibt es bestimmte Kulturen, in denen nicht-gehörlose Menschen ebenfalls eine Gebärdensprache benutzen oder benutzten, z.&amp;amp;nbsp;B. die weiblichen Mitglieder des australischen Warlpiri-Volksstammes und die [[Indigene Völker|indigenen Völker]] in [[Nordamerika]]. Von Gebärdensprachen abzugrenzen sind manuelle Kodierungssysteme (Gebärdenzeichen), die von Menschen eingesetzt werden, die aufgrund einer anderen Beeinträchtigung Schwierigkeiten mit Lautsprache haben, wie unterstützt Kommunizierende und Menschen mit [[Mutismus]] oder [[Autismus]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es ist nicht sicher, wie viele Gebärdensprachen es weltweit gibt. Die Ausgabe des Jahres 2013 der Zeitschrift [[Ethnologue]] nennt 137 Gebärdensprachen. Dialekte sind in dieser Auflistung nicht berücksichtigt. Aktuell sind dort 159 Gebärdensprachen gelistet.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.ethnologue.com/subgroup/2/ |titel=Sign language {{!}} Ethnologue Free |sprache=en |abruf=2024-05-24}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Glottolog listet aktuell 227 Gebärdensprachen (in 116 Sprachfamilien bzw. Untersprachfamilien) auf. Diese wurden von ihren Entdeckern selbst zu den bereits bekannten Gebärdensprachen eingeordnet.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://glottolog.org/resource/languoid/id/sign1238 |titel=Glottolog 5.0 – Sign Language |abruf=2024-05-24}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://glottolog.org/langdoc/complexquery |titel=Glottolog 5.0 - |abruf=2024-06-12}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte und Verbreitung von Gebärdensprachen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Holečkova, nápis ve znakové řeči.jpg|mini|hochkant|Reliefskulptur in Gebärdensprache an einer Steinmauer: „Das Leben ist schön, seid glücklich und liebt einander“, von der tschechischen Bildhauerin [[Zuzana Čížková]] in der Holečkova-Straße in [[Prag]]-Smíchov, neben einer Schule für Gehörlose]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gebärdensprachen werden von der Sprachwissenschaft als eigenständige und vollwertige [[Sprache]]n eingestuft. Der Name der Gebärdensprache in [[Deutschland]], [[Deutsche Gebärdensprache]] (DGS) bedeutet: „eine Gebärdensprache, die von gehörlosen Sprechern in Deutschland verwendet wird“. Er bedeutet nicht „Die [[Deutsche Sprache]] in Gebärdenform“. Gebärdensprachen sind also unabhängige Entwicklungen und sind nicht von der Lautsprache ihrer Umgebung abgeleitet.&amp;lt;ref&amp;gt;Stokoe, William. 1960. Sign language structure: An outline of the visual communication systems of the American deaf. Buffalo: Department of Anthropology and Linguistics, University of Buffalo.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;David Corina, Heather Knapp: &amp;#039;&amp;#039;Psycholinguistic and Neurolinguistic Perspectives on Sign Languages.&amp;#039;&amp;#039; In Matthew Traxler, Morton Gernsbacher (eds.): &amp;#039;&amp;#039;Handbook of Psycholinguistics.&amp;#039;&amp;#039; 2nd edition. Elsevier, Amsterdam 2006, ISBN 978-0-12-369374-7, S.&amp;amp;nbsp;1001–1024. Siehe S.&amp;amp;nbsp;1001.&amp;lt;/ref&amp;gt; Dennoch teilen sich Gebärdensprachen häufig (aber nicht notwendigerweise) entlang der Gemeinschaften auf, in denen eine bestimmte Lautsprache geteilt wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Verbreitung einzelner Gebärdensprachen ===&lt;br /&gt;
Im deutschsprachigen Raum wird neben der Deutschen Gebärdensprache (DGS) (die auch in [[Luxemburg]] genutzt wird), die [[Österreichische Gebärdensprache]] (ÖGS) und die [[Deutschschweizer Gebärdensprache]] (DSGS) unterschieden. Die in [[Liechtenstein]] verwendete Gebärdensprache ist eng verwandt mit der DSGS und kann daher als ein DSGS-Dialekt betrachtet werden. Innerhalb der Schweiz bildet die DSGS fünf verschiedene [[Dialekt|Dialekte]] aus (Zürcher, Berner, Basler, Luzerner und St. Galler Dialekt). In der Schweiz kommt ebenfalls die [[Langue des signes Suisse romande]] (LSF-SR) vor, die fünf Dialekte hat, sowie die [[Lingua dei segni della Svizzera italiana]] (LIS-SI) mit zwei Varietäten.&amp;lt;ref name=&amp;quot;HfH&amp;quot;&amp;gt;Penny Boyes Braem, Tobias Haug, Patty Shores: [http://www.researchgate.net/publication/260118508_Gebrdenspracharbeit_in_der_Schweiz_Rckblick_und_Ausblick &amp;#039;&amp;#039;Gebärdenspracharbeit in der Schweiz: Rückblick und Ausblick&amp;#039;&amp;#039;.] In: &amp;#039;&amp;#039;DAS ZEICHEN, Zeitschrift für Sprache und Kultur Gehörloser&amp;#039;&amp;#039;, Hamburg, {{ISSN|0932-4747}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Neben Dialekten gibt es in Gebärdensprachen auch andere Variäteten, wie beispielsweise eine eigene [[Jugendsprache]].&amp;lt;ref&amp;gt;Bross, Fabian (2022): [https://ids-pub.bsz-bw.de/files/11234/Bross_Jugendsprache_in_Gebaerden_2022.pdf Jugendsprache in Gebärden? Ein kurzer Vergleich der deutschen Jugendsprache mit der jugendsprachlichen Varietät der Deutschen Gebärdensprache.] In: Sprachreport, 38(3), 16–21.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weltweit am weitesten verbreitet ist die [[American Sign Language]] (ASL), gebraucht in [[Nordamerika]], auf karibischen Inseln außer [[Kuba]], in Teilen von [[Zentralamerika]] und einigen [[Afrika|afrikanischen]] und [[Asien|asiatischen]] Ländern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Siehe auch die gesonderte [[Liste der Gebärdensprachen]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Geschichte ===&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|Geschichte der Gebärdensprachen}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Grammatik von Gebärdensprachen ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Schutzmann.jpg|mini|200px|Die Gebärde für &amp;#039;&amp;#039;deutsch&amp;#039;&amp;#039; in manchen Gebärdensprachen symbolisiert eine [[Pickelhaube]] und bedeutete im deutschsprachigen Bereich früher „[[Polizei|Schutzmann]]“.]]&lt;br /&gt;
[[Datei:&amp;#039;deutsch&amp;#039; in Gebärdenschrift.svg|mini|200px|Zum Vergleich: Die [[Deutsche Gebärdensprache|DGS]]-Gebärde für &amp;#039;&amp;#039;deutsch&amp;#039;&amp;#039; in [[Gebärdenschrift]].]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gebärdensprachen werden in dieselben grammatischen Ebenen gegliedert wie Lautsprachen: [[Phonologie]], [[Morphologie (Linguistik)|Morphologie]] und [[Syntax]]. Erst im Einzelnen ergeben sich Besonderheiten aus den unterschiedlichen Modalitäten des Sprechens und Gebärdens.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Phonologie der Gebärdensprachen werden vier Parameter unterschieden, die [[phonem]]isch weiter analysiert werden: Handkonfiguration, Handorientierung, Bewegungsausführung und Ort der Bewegung. Auf der Wortebene sind viele Gebärden stark [[Flexion|flektiert]]. Informationen können pronominal (durch verschiedene sichtbare Formen) in einer einzigen Gebärde eingebaut werden, z.&amp;amp;nbsp;B. in DGS die Verbgebärde, glossiert mit ICH-BUCH-GEBEN-DIR-SCHNELL&amp;lt;ref&amp;gt;Im DSGS dagegen: 1-GEBEN&amp;lt;sub&amp;gt;schnell&amp;lt;/sub&amp;gt;-2 BUCH (sinngemäß: «Ich-geben (schnell)-dir Buch»)&amp;lt;/ref&amp;gt; schließt die Bewegungsrichtung von „ich“ nach „du“, und zwar schnell, ein und die Handkonfiguration zeigt das Halten eines imaginären Buches an. Wenn abgewandelt in der Bewegung von „du“ nach „ich“, ergibt DU-BUCH-GEBEN-MIR-SCHNELL. Die Gebärde kann mit anderen Handformen modifiziert werden, um anzuzeigen, was gegeben wird, z.&amp;amp;nbsp;B. ein dickes oder dünnes Buch, eine Flasche, ein Fuß- oder Golfball, ein Stück Papier, einen Stapel Bücher usw. Dazu kommt noch die unterschiedliche Orientierung der Hand bzw. Hände, ob das Objekt horizontal oder vertikal übergeben wird. Insgesamt sieben Bedeutungsteile können in dieser einzigen Gebärde erkannt werden: Subjekt, Empfänger (Einzahl oder Mehrzahl), dessen Lokalität (links, rechts, nahe oder fern), Objekt, Größe bzw. Menge des Objekts, verbiales Adverb, einmal oder wiederholt. Dazu kommen gleichzeitig zusätzliche Bedeutungen durch Teile des Gesichts und Kopfbewegungen, z.&amp;amp;nbsp;B. „gerne“ oder „widerwillig“ kann damit gezeigt werden. Neben Flexion ist dieses in der [[Linguistik]] auch als „[[Inkorporation (Linguistik)|Inkorporation]]“ bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die durch die Hände geformten Gebärden bilden den Inhalt eines Satzes. Daneben spielen Bewegungen des Oberkörpers und des Gesichts eine herausragende Rolle. Vor allem die Mimik dient zur Kodierung der Grammatik. Viele Grammatische Funktionswörter, wie &amp;#039;&amp;#039;ob&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;wenn&amp;#039;&amp;#039; finden ausschließlich Ausdruck im Gesicht. Da die Grammatik hauptsächlich mit der Mimik zum Ausdruck kommt, sehen sich Gebärdensprachsprecher auch in die Augen und nicht auf die Hände.&amp;lt;ref&amp;gt;Fabian Bross &amp;amp; Daniel Hole: [https://www.glossa-journal.org/articles/abstract/10.5334/gjgl.106/ Scope-taking strategies in German Sign Language]. In: Glossa. A Journal of General Linguistics, 2(1): 76. 1-30&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Viele Gebärden der verschiedenen Gebärdensprachen sind einander ähnlich wegen ihres ikonischen bzw. motivierten Ursprungs.&amp;lt;ref&amp;gt;Bross, F. (2014): [https://www.academia.edu/19035453/Ikonizit%C3%A4t_in_Geb%C3%A4rdensprachen._Eine_linguistische_Disziplin_zwischen_Modalit%C3%A4tseffekt_und_Ideologiefrage Ikonizität in Gebärdensprachen. Eine linguistische Disziplin zwischen Modalitätseffekt und Ideologiefrage]. In: Kritische Ausgabe. Zeitschrift für Germanistik &amp;amp; Literatur, 26. S. 95–100.&amp;lt;/ref&amp;gt; Viele Flexionen in den Gebärden ähneln sich auch in fast allen Gebärdensprachen. Eine unterseitige Verständigung ist dennoch nicht immer gegeben. Maßgeblich für die Verständigung ist die historische Verwandtheit zwischen Gebärdensprachen, so können Nutzer von Gebärdensprachen der gleichen Gebärdensprachfamilie sich einigermaßen verständigen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Boyes-Braem, Penny |Hrsg= |Titel=Einführung in die Gebärdensprache und ihre Erforschung |Auflage= |Verlag=Signum |Ort=Hamburg |Datum=1990 |ISBN=3-927731-10-2 |Seiten=124 |Online=https://fzgresearch.org/PDF_Refs/Boyes%20Braem%20%201995.pdf |Abruf=2019-02-25}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Da die meisten Gebärdensprachen Kontinentaleuropas der französischen Gebärdensprachfamilie angehören, ist eine gegenseitige Verständigung dort einigermaßen möglich. An internationalen Anlässen wird &amp;#039;&amp;#039;[[International Sign]]&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;[[Gestuno]]&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;International Sign-Talk&amp;#039;&amp;#039; verwendet, die von manchen als [[Pidgin-Sprachen]] betrachtet werden.&amp;lt;ref&amp;gt;vgl. auch {{Literatur |Autor=Boyes-Braem, Penny |Hrsg= |Titel=Einführung in die Gebärdensprache und ihre Erforschung |Auflage= |Verlag=Signum |Ort=Hamburg |Datum=1990 |ISBN=3-927731-10-2 |Seiten=126 |Online=https://fzgresearch.org/PDF_Refs/Boyes%20Braem%20%201995.pdf |Abruf=2019-02-25}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gebärdensprachen werden – darauf deuten zahlreiche Studien mit bildgebenden Verfahren und eine [[Metaanalyse]] hin – in den gleichen Gehirnregionen verarbeitet, in welchen auch Lautsprachen verarbeitet werden.&amp;lt;ref&amp;gt;Kegl, Judy A. &amp;amp; Howard Poizner. 1991. The Interplay between Linguistic and Spacial Processing in a Right Lesions Signer. Journal of Clinical and Experimental Neuropsychology 13(1). 38–39.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Kegl, Judy A. &amp;amp; Howard Poizner. 1997. Crosslinguistic/Crossmodal Syntactic Consequences of Left-Hemisphere Damage: Evidence from an Aphasic Signer and His Identical Twin. Aphasiology 11(1). 1–37.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Corina, David P., Ursula Bellugi &amp;amp; Judy Reilly. (1999): Neuropsychological studies of linguistic and affective facial expressions in deaf signers. Language and Speech 42. 307–331.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Trettenbrein, Patrick. C., Giorgio Papitto, Angela D. Friederici &amp;amp; Emiliano Zaccarella. (2021): &amp;#039;&amp;#039;Functional neuroanatomy of language without speech: An ALE meta‐analysis of sign language.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Human Brain Mapping.&amp;#039;&amp;#039; 42(3), S. 699–712, {{DOI|10.1002/hbm.25254}}.&amp;lt;/ref&amp;gt; Daraus wird gefolgert, dass menschliche Sprache sich nicht mehr bloß als Lautsprachsystem definieren lässt.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Elisabeth Leiss]]: &amp;#039;&amp;#039;Sprachphilosophie.&amp;#039;&amp;#039; W. de Gruyter, Berlin / New York 2009, S. 265&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Künstlerische Ausdrucksformen in Gebärdensprache ==&lt;br /&gt;
Bei Lautsprachen ergibt sich eine Unterscheidung zwischen Sprechstimme und Gesangsstimme aufgrund akustischer Unterschiede. Da dies in Gebärdensprachen entfällt, überschneiden sich in diesem Medium Gesang und Poesie. Abgesehen von inhaltlichen Besonderheiten, besteht poetischer Ausdruck dann z.&amp;amp;nbsp;B. in einer besonderen Rhythmisierung des Gebärdens sowie auch der Einbeziehung nichtsprachlicher Bewegungen. Die Unterscheidung zwischen sprachlichen und nichtsprachlichen Bewegungen wird in Gebärdensprachen jedoch deutlich gezogen, daher bleiben die Ausdrucksformen von Tanz und Pantomime auch hier abgrenzbar (obwohl sie mit sprachlichem Ausdruck enger verzahnt werden können).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Künstlerische Darbietungen werden zum Beispiel von [[Gebärdenchor|Gebärdenchören]] aufgeführt. Sie können sich auch aus dem Anlass ergeben, dass Gebärdensprachdolmetscher Gesangs- und Musikstücke für ein nichthörendes Publikum interpretieren.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.tagesspiegel.de/politik/mehr-als-nur-schallwellen-5281780.html „Mehr als nur Schallwellen“], &amp;#039;&amp;#039;Der Tagesspiegel&amp;#039;&amp;#039; vom 12. März 2018.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Einzelbeispiel: Wolfgang Müller, Gehörlose Musik. &amp;#039;&amp;#039;Die Tödliche Doris in gebärdensprachlicher Gestaltung.&amp;#039;&amp;#039; Übersetzung der Musik und Texte der ersten LP der Gruppe von 1981 in Zeichen und Gebärden durch zwei Gebärdensprachdolmetscher auf DVD mit Buch. Edition Kroethenhayn, Berlin 2006.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verschriftlichung ==&lt;br /&gt;
Gebärdensprache hat sich bisher nicht für den [[Alltag]]sgebrauch praktikabel ver[[schrift]]lichen lassen, obwohl es mehrere Ansätze dazu gibt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Gebärdenschrift ===&lt;br /&gt;
Für wissenschaftliche Zwecke existieren „Notationssysteme“ wie z.&amp;amp;nbsp;B. [[SignWriting]], das international am bekanntesten ist, zudem existieren weitere Systeme, wie in Deutschland das HamNoSys ([[Hamburger Notations-System]]);&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.sign-lang.uni-hamburg.de/dgs-korpus/index.php/hamnosys.html Hamburger Notationssystem für Gebärdensprache]&amp;lt;/ref&amp;gt; diese arbeiten z.&amp;amp;nbsp;B. mit der Zerlegung jeder Gebärde in Handform, Handstellung, Ausführungsbereich, Bewegungsausführung etc. und jeweils entsprechenden Symbol-Darstellungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Glossentranskription ===&lt;br /&gt;
Häufiger werden Gebärden durch [[Glossentranskription]] verschriftlicht, ein Verfahren, bei dem Einzelwörter oder mit Bindestrich versehene Wortketten der Lautsprache als [[Code]] für Gebärden dienen, üblicherweise ausgeschrieben in [[Majuskel|Großbuchstaben]]. Dieses Verfahren ist recht unvollständig und kann nicht alles wiedergeben, was von Gebärden-Sprechern ausgesandt wird. Die Wortkoden sind zudem nicht immer einheitlich festgelegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Manuelle Kodierungssysteme für die deutsche Sprache ==&lt;br /&gt;
{{Staatslastig|DACH}}&lt;br /&gt;
[[Datei:Deutsche Fingeralphabet.jpg|mini|hochkant|Deutsches Fingeralphabet]]&lt;br /&gt;
Von der Gebärdensprache abzugrenzen sind die sogenannten manuell-visuellen Kodierungssysteme der deutschen Sprache (Graphem- und Phonembestimmte Manualsysteme):&lt;br /&gt;
* [[Fingeralphabet]]&lt;br /&gt;
* [[Gebärden-unterstützte Kommunikation]] (GuK)&lt;br /&gt;
* [[Lautsprachbegleitende Gebärden]] (LBG)&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Boyes-Braem, Penny |Hrsg= |Titel=Einführung in die Gebärdensprache und ihre Erforschung |Auflage= |Verlag=Signum |Ort=Hamburg |Datum=1990 |ISBN=3-927731-10-2 |Seiten=148 |Online=https://fzgresearch.org/PDF_Refs/Boyes%20Braem%20%201995.pdf |Abruf=2019-02-18 |Zitat=Diese Systeme dürfen, obwohl sie den visuell-manuellen Kanal verwenden und viele Gebärden der Gebärdensprache entlehnen, nicht mit Gebärdensprache verwechselt werden.}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [[Lautsprachunterstützende Gebärden]] (LUG)&lt;br /&gt;
* [[Ergänzte Laut-Sprache]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Gebärdenname ==&lt;br /&gt;
Weil das Buchstabieren eines Personennamens mit dem Fingeralphabet aufwendig ist, kann eine individuelle Gebärde, die den Namen beschreibt, genutzt werden. Für die Festlegung dieses Gebärdennamens können als Anhaltspunkt z. B. äußerliche bzw. charakteristische Merkmale oder eine typische Bewegung Verwendung finden. Die Gebärde sollte dabei einfach auszuführen sein.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://mosaik-berlin.de/de/mosaik-erklaert-gebaerdenname |titel=Mosaik erklärt: Gebärdenname |werk=mosaik-berlin.de |abruf=2024-03-20}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Vergabe von Gebärdennamen erfolgt üblicherweise durch andere Gehörlose und hat namenkundlich Ähnlichkeit zur Vergabe von [[Beiname]]n, insbesondere [[Übername]]n, aus denen sich [[Familienname]]n entwickelten.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Anna Müller |url=https://www.philol.uni-leipzig.de/namenberatungsstelle/namenberatungsstelle/blog/newsdetail/artikel/namen-und-gebaerdensprache-2021-09-23 |titel=Namen und Gebärdensprache – Wie werden Eigennamen in Gebärdensprache ausgedrückt? |hrsg=Universität Leipzig |datum=2021-09-23 |abruf=2024-03-23}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Gebärdensprache in nationalen Gesetzen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es gab und gibt Anstrengungen, die Gebärdensprachen gesetzlich zu verankern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Deutschsprachige Länder ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Deutsche Gebärdensprache]] (DGS) wurde in Deutschland am 1. Mai 2002 mit Inkrafttreten des Behindertengleichstellungsgesetzes (§ 6 Abs. 1 BGG&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.gesetze-im-internet.de/bgg/__6.html |titel=§ 6 – Begriff der Behinderung |hrsg=Gesetze im Internet, Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz &amp;amp; juris GmbH |datum=2002-05-01 |abruf=2025-09-28 |sprache=de}}&amp;lt;/ref&amp;gt;) rechtlich als eigenständige Sprache anerkannt. Diese gesetzliche Regelung war das Ergebnis langjähriger Bemühungen der Gehörlosenverbände und sozialer Bewegungen, nachdem die DGS über viele Jahrzehnte gesellschaftlich wenig anerkannt und im Bildungsbereich weitgehend unterdrückt wurde.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.br.de/br-fernsehen/sendungen/sehen-statt-hoeren/20-jahre-anerkennung-dgs-100.html |titel=20 Jahre Anerkennung der Deutschen Gebärdensprache |hrsg=Bayerischer Rundfunk |autor=Holger Ruppert (Film), Steffi Wolf (Online) |datum=2024-12-31 |abruf=2025-09-28 |sprache=de}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das österreichische Parlament nahm im Juli 2005 die Gebärdensprache als anerkannte Minderheitensprache in die [[Bundesverfassung (Österreich)|Bundesverfassung]] (Art. 8, Abs. 3) auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit dem 27. Februar 2005 ist im [[Schweiz]]er [[Kanton Zürich]] verfassungsmäßig anerkannt, dass die Gebärdensprache auch zur [[Sprachenfreiheit]] gehört.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Weltweit ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In [[Schweden]] wurde die dortige [[schwedische Gebärdensprache]] bereits 1981 als [[Minderheitensprache]] anerkannt. Auch [[Uganda]] hat schon vor dem Jahr 2000 dessen Gebärdensprache verfassungsrechtlich bestätigt. Seit 2006 ist die [[Neuseeländische Gebärdensprache]] (NZSL) neben der englischen [[Lautsprache]] und [[Maorische Sprache|Māori]] eine der offiziellen [[Amtssprache]]n [[Neuseeland]]s. 2023 wurde die [[Südafrika|Südafrikanische]] Gebärdensprache die zwölfte Amtssprache des Landes.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.news24.com/news24/southafrica/news/sign-language-officially-becomes-sas-12th-official-language-20230719 |titel=Sign language officially becomes SA&amp;#039;s 12th official language |hrsg=News24 |autor=Alex Patrick, Cebelihle Bhengu |datum=2023-07-19 |abruf=2023-07-20 |sprache=en}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Berufliche Tätigkeiten mit hauptsächlicher Gebärdensprachberührung ==&lt;br /&gt;
=== Gebärdensprachdolmetscher ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Sign language interpreter.jpg|mini|hochkant|Gebärdensprach&amp;amp;shy;dolmetscher bei einem Vortrag]][[Gebärdensprachdolmetscher für Gebärdensprachen|Gebärdensprachdolmetscher]] dolmetschen in beide Richtungen für gehörlose und hörende Personen. Es kommt vor, dass in einer Gruppe die Gebärdensprache dominiert und für die hörende, nicht gebärdensprachkompetente Minderheit gedolmetscht wird (als &amp;#039;&amp;#039;[[voicen]]&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet), z.&amp;amp;nbsp;B. bei Gehörlosenkonferenzen. Es gibt auch Dolmetscher, die von einer Gebärdensprache in die andere dolmetschen (z.&amp;amp;nbsp;B. Relaisdolmetschen), oder von einer anderen Lautsprache in die lokale Gebärdensprache (z.&amp;amp;nbsp;B. [[Französische Sprache|Französisch]] in die [[Deutschschweizer Gebärdensprache]]). Gebärdensprachdolmetscher, die zwischen zwei Gebärdensprachen dolmetschen, sind häufig selbst gehörlos.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Gebärdensprachdozent ===&lt;br /&gt;
Die Ausbildung zum Gebärdensprachdozenten ist im weiteren Sinne eine Weiterbildung einer gebärdensprachkundigen Person. Gehörlose Muttersprachler sind hierfür besonders geeignet. Die Ausbildung wird regelmäßig nur vom Bayerischen Institut zur Kommunikationsförderung für Menschen mit Hörbehinderung&amp;lt;ref&amp;gt;Bayerisches Institut zur Kommunikationsförderung: {{Internetquelle |url=https://www.giby.de/angebot/aus-und-weiterbildungen/ausbildung-zum-zur-gebaerdensprachdozent-in |titel=Ausbildung zum*zur Gebärdensprachdozent*in |werk=giby.de |datum=2021 |abruf=2021-12-01}}&amp;lt;/ref&amp;gt; und von GebärdenVerstehen e.Kfr.&amp;lt;ref&amp;gt;GebärdenVerstehen e.Kfr.: {{Internetquelle |url=https://www.gebaerdenverstehen.de/sprachschule/dozent-in-f%C3%BCr-dgs/ |titel=Dozent:In für Deutsche Gebärdensprache – Standort Heidelberg, Berufliche Weiterbildung |werk=gebaerdenverstehen.de |datum=2021-11-04 |abruf=2021-12-01}}&amp;lt;/ref&amp;gt; angeboten. Gebärdensprachdozenten leiten Gebärdensprachkurse oder lehren an Universitäten. Umgangssprachlich werden sie auch als Gebärdensprachlehrer oder Gebärdensprachkursleiter bezeichnet. Sie sind mit einem Berufsbild und einer Berufsordnung im Bundesverband der Dozenten für Gebärdensprache e. V.&amp;lt;ref&amp;gt;Bundesverband der Dozenten für Gebärdensprache: [https://www.bdg-gebaerdensprache.de/ Offizielle Website.] Abgerufen am 1. Dezember 2021.&amp;lt;/ref&amp;gt; organisiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Maschinelle Übersetzung und Avatare ==&lt;br /&gt;
Zur Übersetzung und Darstellung von Texten in Gebärdensprache gab und gibt es etliche Projekte. Beispielsweise ist dies mittels einer [[Software]] namens SiMAX&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://simax.media/ |titel=Simax {{!}} Home |sprache=de-DE |abruf=2020-02-07}}&amp;lt;/ref&amp;gt; [[3D]] [[Avatar (Internet)|Avatar]] möglich. Dabei werden sowohl Texte als auch die Gebärden in verschiedene Sprachen übersetzt. Dies dient zur Unterstützung zur [[Barrierefreiheit|barrierefreien]] Verbreitung von Informationen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.ffg.at/news/success-story-simax-zeigt-was-sich-nicht-hoeren-laesst |titel=#Success Story: SiMAX zeigt, was sich nicht hören lässt |werk=FFG |sprache=de |abruf=2020-02-07}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In dem vom deutschen [[Bundesministerium für Bildung und Forschung]] (BMBF) geförderten Forschungsprojekt „AVASAG“ (Avatar-basierter Sprachassistent zur automatisierten Gebärdenübersetzung)&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://avasag.de/ |titel=AVASAG – Avatar-basierter Sprachassistent zur automatisierten Gebärdenübersetzung |sprache=de-DE |abruf=2021-10-15}}&amp;lt;/ref&amp;gt; erarbeiten sechs Partner aus Forschung und Entwicklung für interaktive Avatar-basierte Assistenzsysteme gemeinsam einen echtzeitgesteuerten [[3D]]-Gebärdensprach-Avatar zur automatischen Übersetzung deutscher Texte in [[Deutsche Gebärdensprache]] (DGS).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kommunikation mit Tieren ==&lt;br /&gt;
[[Roger Fouts]] trainierte der 1965 in Afrika geborenen [[Gewöhnlicher Schimpanse|Schimpansin]] [[Washoe (Schimpansin)|Washoe]] insgesamt 250 Zeichen der amerikanischen Gebärdensprache ASL an und versuchte damit, eine Kommunikation zwischen Mensch und Tier aufzubauen. Auch mit anderen Tieren, u.&amp;amp;nbsp;a. Bonobos und Gorillas, wurden solche Versuche durchgeführt, einige Tiere sollen einen Wortschatz von über 1000 Wörtern erworben haben.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.welt.de/wissenschaft/article1321100/Der-erste-sprechende-Schimpanse-ist-tot.html &amp;#039;&amp;#039;Der erste „sprechende“ Schimpanse ist tot&amp;#039;&amp;#039;.] [[Die Welt|welt.de]], 1. November 2007; abgerufen am 18. Februar 2022&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Andere Forscher untersuchten dagegen originale Gebärden- und Körpersignale von Menschenaffen und schlossen daraus, dass auch die Menschen vor der gesprochenen eine Gebärdensprache nutzten. Ihre Beobachtung stützt eine schon ältere Theorie, die besagt, dass die [[Zeichensprache]] die ursprünglichste Form der menschlichen Kommunikation war.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.focus.de/wissen/natur/menschenaffen_aid_55033.html &amp;#039;&amp;#039;Bonobos und Schimpansen verständigen sich mit ihrer Gebärden- und Körpersprache flexibler als mit Lauten und Mimik&amp;#039;&amp;#039;.] Focus, 1. Mai 2007; abgerufen am 13. März 2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Medien ==&lt;br /&gt;
=== Filme ===&lt;br /&gt;
==== Kurz- oder Dokumentarfilme ====&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;DEF&amp;#039;&amp;#039; (2003): 13-minütiger Kurzfilm von Ian Clark über einen gehörlosen Jungen aus einer englischen Wohnsiedlung, der davon träumt, ein [[Rap]]star zu werden.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Ich muss dir was sagen&amp;#039;&amp;#039; (2006): Dokumentarfilm von Martin Nguyen über vierjährige Zwillingsbrüder, von denen einer gehörlos und der andere hörend ist. Dieser Dokumentarfilm zeigt, wie sich die beiden untereinander verständigen, wie die Eltern mit der neuen Situation zurechtkommen und wie sie sich die Zukunft des gehörlosen Jungen vorstellen.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Die Wunderlampe – Ein märchenhafter Kinderfilm in Österreichischer Gebärdensprache&amp;#039;&amp;#039; (2008), 20-minütiger Kinderfilm (Real und Stop-Motion) in Gebärdensprache über ein kleines Mädchen, das eine Wunderlampe samt Dschinn findet und mit ihm einige Tage verbringt, bis sie ihm die Freiheit schenkt&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Verbotene Sprache&amp;#039;&amp;#039; (2009), Porträt des Gebärdensprachkünstlers Rolf Lanicca, 40&amp;amp;nbsp;min.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;A single duet&amp;#039;&amp;#039; (2010), 10-minütiger Film von Kai Stöckel über einen gehörlosen Obdachlosen, der seine Tochter wiedersehen will, die Hauptrolle spielt Christopher Buhr.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Seidene Stille&amp;#039;&amp;#039; (2011), mittellanger Film über eine Gehörlosen-Liebesgeschichte mit Rafael-Evitan Grombelka und Kassandra Wedel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Fernsehserien ====&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;[[Switched at Birth (Fernsehserie)|Switched at Birth]]&amp;#039;&amp;#039; (2011), Fernsehserie über die Verwechslung zweier Neugeborener Mädchen, Bay und Daphne. Daphne verliert als Kind ihr Gehör. Als die Mädchen Teenager sind, lernen sich die beiden Familien kennen und die nicht ASL sprechende Familie lernt die amerikanische Gebärdensprache. Mehrere Hauptfiguren der Serie sind gehörlos und in vielen Szenen wird ASL (amerikanische Gebärdensprache) von einem oder allen Gesprächsteilnehmern gesprochen, ASL wird in der Serie untertitelt.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;[[Sue Thomas: F.B.I.]]&amp;#039;&amp;#039; (Originaltitel: &amp;#039;&amp;#039;Sue Thomas: F.B.Eye&amp;#039;&amp;#039;) ist eine kanadisch-US-amerikanische Fernsehserie, die in den USA von 2002 bis 2005, in Deutschland ab 2011 lief. Sie handelt von der real existierenden, gehörlosen F.B.I.-Agentin Sue Thomas, welche von der gehörlosen Schauspielerin [[Deanne Bray]] dargestellt wird.&lt;br /&gt;
* The [[The Society|Society]] (2019), ist eine [[Vereinigte Staaten|US-amerikanische]] [[Drama (Filmgenre)|Drama]][[Fernsehserie|serie]] mit [[Mystery]]-Elementen, die vom [[Video-on-Demand]]-Anbieter [[Netflix]] produziert und dort am 10. Mai 2019 veröffentlicht wurde. Der Charakter Sam Elliot wird von einem tauben Schauspieler ([[Sean Berdy]]) gespielt, weshalb die Serie viel ASL benutzt, welches in der Serie untertitelt wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Penny Boyes Braem: &amp;#039;&amp;#039;Gebärdensprachen.&amp;#039;&amp;#039; In: Elvira Glaser, Johannes Kabatek, Barbara Sonnenhauser (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Sprachenräume der Schweiz.&amp;#039;&amp;#039; Band 1: &amp;#039;&amp;#039;Sprachen.&amp;#039;&amp;#039; Narr Francke Attempto, Tübingen 2024, ISBN 978-3-381-10401-7 ([https://www.narr.de/sprachenräume-der-schweiz-1040-1/ Download]), S.&amp;amp;nbsp;185–209.&lt;br /&gt;
* [[Bruno Griesser]]: &amp;#039;&amp;#039;Ungedruckte Texte zur Zeichensprache in den Klöstern.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Analecta Cisterciensia]]&amp;#039;&amp;#039; 3 (1947), S.&amp;amp;nbsp;111–137. Webseiten-Zugriff [https://babel.hathitrust.org/cgi/pt?id=mdp.39015024591896;view=1up;seq=373 Seite 111] bis [https://babel.hathitrust.org/cgi/pt?id=mdp.39015024591896;view=1up;seq=399 Seite 137].&lt;br /&gt;
* Nora Ellen Groce: &amp;#039;&amp;#039;Jeder sprach hier Gebärdensprache.&amp;#039;&amp;#039; Erblich bedingte Gehörlosigkeit auf der Insel Martha’s Vineyard. Aus dem Amerikanischen übersetzt von Elmar Bott. Signum, Seedorf 2006, ISBN 3-927731-97-8.&lt;br /&gt;
* [[Helen Leuninger]] mit Daniela Happ: &amp;#039;&amp;#039;Gebärdensprachen. Struktur, Erwerb, Verwendung&amp;#039;&amp;#039;. Buske, Hamburg 2005, ISBN 978-3-87548-353-6.&lt;br /&gt;
* Helen Leuninger mit Sascha Dümig: &amp;#039;&amp;#039;Phonologie der Laut- und&amp;#039;&amp;#039; &amp;#039;&amp;#039;Gebärdensprache. Linguistische Grundlagen, Erwerb, sprachtherapeutische Perspektiven&amp;#039;&amp;#039;. Schulz-Kirchner, Idstein 2013, ISBN 978-3-8248-0998-1.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Universum Universität. Akademische Episoden aus fünf Jahrzehnten&amp;#039;&amp;#039;. Frank &amp;amp; Thimme, Berlin 2020, ISBN 978-3-7329-0675-8.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Leuninger, Helen&amp;#039;&amp;#039;. In: [[Wilfried Kürschner]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Linguisten-Handbuch&amp;#039;&amp;#039;. Bd. 1. Narr, Tübingen 1994, S. 543, ISBN 3-8233-5000-5 (mit biografischen Daten, Publikationsliste u. Foto).&lt;br /&gt;
* Österreichischer Gehörlosenbund (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Mein Tor in die Welt der Gehörlosen.&amp;#039;&amp;#039; Sachbuch für Kinder. Wien 2004, ISBN 3-200-00063-5.&lt;br /&gt;
* Oliver Sacks: &amp;#039;&amp;#039;Stumme Stimmen.&amp;#039;&amp;#039; Reise in die Welt der Gehörlosen. Rowohlt, Reinbek bei Hamburg 2001, ISBN 3-499-19198-9.&lt;br /&gt;
* Susan Schaller: &amp;#039;&amp;#039;Ein Leben ohne Worte.&amp;#039;&amp;#039; Knaur, München 1992, ISBN 3-426-75002-3.&lt;br /&gt;
* Das Zeichen, Zeitschrift für Sprache und Kultur Gehörloser, Hamburg, {{ISSN|0932-4747}}.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Sign languages|Gebärdensprache|audio=1|video=1}}&lt;br /&gt;
{{Wiktionary}}&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|4129609-6}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- bitte nur Links zur Gebärdensprache im generellen rein tun, also solche, die nicht nur eine bestimmte Gebärdensprache wie die DGS betreffen --&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- bitte zuordnen --&amp;gt;&lt;br /&gt;
# Katinka Fischer: &amp;#039;&amp;#039;Für Gebärdensprache, gegen Gendersternchen. Humorvoll und streitbar. Die Linguistin Helen Leuninger zieht eine Bilanz ihres akademischen Lebens&amp;#039;&amp;#039;. In: Frankfurter Allgemeine Zeitung vom 18. August 2020, S. 32 (mit Foto).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4129609-6|LCCN=sh85122390|NDL=00571306}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Gebardensprache}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gebärdensprache| ]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Angewandte Linguistik]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Dolmetschen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Wikipedia:Artikel mit Video]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Gak69</name></author>
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