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	<title>Gau - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Demo Wiki</subtitle>
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		<title>imported&gt;Voluntario: /* Gau für fremdsprachliche Begriffe */</title>
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		<updated>2025-07-06T09:51:03Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Gau für fremdsprachliche Begriffe&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Begriffsklärungshinweis}}&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Gau&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist ein mehrdeutiger und letztlich unscharfer Begriff für [[Region]], [[Landschaft]] oder [[Verwaltungseinheit]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Etymologie ==&lt;br /&gt;
Die Herkunft des [[althochdeutsch]]en Wortes &amp;#039;&amp;#039;{{lang|goh|geuui (gewi)}},&amp;#039;&amp;#039; &amp;#039;&amp;#039;{{lang|goh|gouwi}}&amp;#039;&amp;#039; ‚[[Landstrich]]‘ ist unsicher. Das Wort ist im [[Gotische Sprache|Gotischen]], im [[Althochdeutsch]]en, im [[Altfriesische Sprache|Altfriesischen]] und im [[Altenglische Sprache|Altenglischen]] als Neutrum bezeugt. Erklärungsmöglichkeiten sind:&amp;lt;ref&amp;gt;Das Folgende nach &amp;#039;&amp;#039;[[Etymologisches Wörterbuch der deutschen Sprache|Kluge. Etymologisches Wörterbuch der deutschen Sprache]].&amp;#039;&amp;#039; Bearbeitet von [[Elmar Seebold]]. 25., durchgesehene und erweiterte Auflage. De Gruyter, Berlin/Boston 2011, S.&amp;amp;nbsp;335; &amp;#039;&amp;#039;Etymologisches Wörterbuch des Deutschen.&amp;#039;&amp;#039; Erarbeitet unter der Leitung von [[Wolfgang Pfeifer (Etymologe)|Wolfgang Pfeifer]]. Akademie Verlag, Berlin 1989 (und zahlreiche Neuauflagen), s.&amp;amp;nbsp;v.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Urgermanische Sprache|Urgermanisch]] &amp;#039;&amp;#039;*gaw-ja-&amp;#039;&amp;#039; ‚Gegend, Landschaft‘, verwandt mit armenisch &amp;#039;&amp;#039;gawaṝ&amp;#039;&amp;#039; ‚Gebiet, Vaterstadt, Dorf‘ und mit diesem zu einer [[Indogermanische Ursprache|indogermanischen]] Wurzel &amp;#039;&amp;#039;*g&amp;lt;sup&amp;gt;h&amp;lt;/sup&amp;gt;əu-&amp;#039;&amp;#039;. Hierzu lässt sich griechisch &amp;#039;&amp;#039;chṓra&amp;#039;&amp;#039; f., &amp;#039;&amp;#039;chõros&amp;#039;&amp;#039; m. ‚freier Raum, Gegend, Land‘ vergleichen, das von der indogermanischen Vollstufe &amp;#039;&amp;#039;*g&amp;lt;sup&amp;gt;h&amp;lt;/sup&amp;gt;ō(u)-&amp;#039;&amp;#039; ausgeht.&lt;br /&gt;
* Urgermanisch &amp;#039;&amp;#039;*ga-au-ja&amp;#039;&amp;#039; ‚Gesamtheit der Dörfer‘, vergleiche hierzu althochdeutsch &amp;#039;&amp;#039;inouwa&amp;#039;&amp;#039; f. ‚Wohnung, Wohnsitz‘ sowie griechisch &amp;#039;&amp;#039;oíē&amp;#039;&amp;#039; ‚Dorf‘.&lt;br /&gt;
* Urgermanisch &amp;#039;&amp;#039;*ga-agwja-&amp;#039;&amp;#039; ‚das am Wasser gelegene [Land]‘, zu germanisch &amp;#039;&amp;#039;*awjō&amp;#039;&amp;#039; ‚Wasser‘ (vergleiche [[Flussaue|Au]]). Diese lange Zeit favorisierte Herleitung bereitet sowohl in bedeutungsmäßiger als auch in lautlicher Hinsicht Schwierigkeiten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Lautvarianten &amp;#039;&amp;#039;Gau&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;Gäu&amp;#039;&amp;#039; richteten sich ursprünglich danach, ob ein /i/ oder ein das /w/ verdoppelndes /j/ folgte. Die [[Umlaut|umgelautete]] Variante, althochdeutsch &amp;#039;&amp;#039;geuui,&amp;#039;&amp;#039; stand damit ursprünglich im [[Nominativ]], die nicht umgelautete, althochdeutsch &amp;#039;&amp;#039;gouwi,&amp;#039;&amp;#039; ursprünglich im [[Obliquus (Kasus)|Obliquus]].&amp;lt;ref&amp;gt;[[Wilhelm Braune]]: &amp;#039;&amp;#039;Althochdeutsche Grammatik.&amp;#039;&amp;#039; 15.&amp;amp;nbsp;Auflage. De Gruyter, Berlin u.&amp;amp;nbsp;a. 2004 (Sammlung kurzer Grammatiken germanischer Dialekte. A: Hauptreihe), §&amp;amp;nbsp;201, Anm.&amp;amp;nbsp;2.&amp;lt;/ref&amp;gt; Allerdings haben sich die beiden Lautungen schon in althochdeutscher Zeit zu vermischen begonnen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die schon im 12. Jahrhundert außer Gebrauch gekommene Bezeichnung &amp;#039;&amp;#039;Gau&amp;#039;&amp;#039; für eine bestimmte Landschaft beziehungsweise Region lebt regional in Kantonsnamen, in Landschaftsnamen und in Ortsnamenzusätzen fort. Von Historikern des 17. bis 19.&amp;amp;nbsp;Jahrhunderts wurde das Wort fachsprachlich wiederbelebt, als sie über mittelalterliche Zustände schrieben. Damals setzte sich auch das männliche Genus &amp;#039;&amp;#039;(der Gau)&amp;#039;&amp;#039; anstelle des ursprünglich sächlichen (das im Fall von &amp;#039;&amp;#039;das Gäu&amp;#039;&amp;#039; immer noch gilt) durch, vielleicht in Anlehnung an lateinisch &amp;#039;&amp;#039;pāgus&amp;#039;&amp;#039; ,Gau, Distrikt‘.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Etymologisches Wörterbuch des Deutschen.&amp;#039;&amp;#039; Erarbeitet unter der Leitung von Wolfgang Pfeifer. Akademie Verlag, Berlin 1989 (und zahlreiche Neuauflagen), s.&amp;amp;nbsp;v.&amp;lt;/ref&amp;gt; Durch die Aufnahme in die [[Sprache des Nationalsozialismus|Terminologie des Dritten Reiches]] wurde das Wort &amp;#039;&amp;#039;Gau&amp;#039;&amp;#039; in der Partei-, Amts- und Alltagssprache verwendet. Dieser politische Gebrauch endete 1945 mit dem Kriegsende abrupt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Begriffsgeschichte ==&lt;br /&gt;
=== {{Anker|Mittelalter|Gaugraf|Gaugrafschaft}}Gaue im Mittelalter ===&lt;br /&gt;
{{Siehe auch|Liste mittelalterlicher Gaue}}&lt;br /&gt;
[[Datei:Holy Roman Empire around 1000 (134037775).jpg|mini|hochkant=1.8|Herzogtümer (farbig) und Gaue um das Jahr 1000]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der „Gau“ &amp;#039;&amp;#039;(pagus)&amp;#039;&amp;#039; als Bezeichnung einer Landschaft reicht mit den Belegen in die [[Merowinger|merowingische]] Zeit zurück. Es fehlen jedoch Hinweise für die Annahme, dass das Wort &amp;#039;&amp;#039;Gau&amp;#039;&amp;#039; in germanischer Zeit einer Verwaltungsgliederung entsprochen hätte. Hierbei dürfte es sich um eine Fehldeutung der historischen Forschung des 18. und 19. Jahrhunderts handeln.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Finger&amp;quot;&amp;gt;Jürgen Finger: &amp;#039;&amp;#039;Gau,&amp;#039;&amp;#039; Abschnitt &amp;#039;&amp;#039;Gau, in der historischen Forschung des 18. und 19. Jahrhunderts.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Historisches Lexikon Bayerns&amp;#039;&amp;#039;, 2008.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In [[Karolinger|karolingischer]] Zeit trat mit einzelnen Belegen am Ende des 8. Jahrhunderts und verbreitet im 9. Jahrhundert der Begriff der „[[Grafschaft]]“ &amp;#039;&amp;#039;(comitatus)&amp;#039;&amp;#039; als Verwaltungsbezirk auf, dem ein „[[Graf]]“ &amp;#039;&amp;#039;(comes)&amp;#039;&amp;#039; vorstand.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Caspar Ehlers]]: &amp;#039;&amp;#039;Sachsen als sächsische Bischöfe. Die Kirchenpolitik der karolingischen und ottonischen Könige in einem neuen Licht.&amp;#039;&amp;#039; In: [[Matthias Becher]], [[Alheydis Plassmann]]: &amp;#039;&amp;#039;Streit am Hof im frühen Mittelalter.&amp;#039;&amp;#039; Vandenhoeck &amp;amp; Ruprecht, Göttingen 2011, ISBN 978-3-89971-884-3, S. 95–120, hier S. 99.&amp;lt;/ref&amp;gt; Das Amt des Grafen selbst ist bereits in merowingischer Zeit bezeugt, doch ohne Hinweise auf feste Amtsbezirke. Es gibt Hinweise darauf, dass die Grafschaften &amp;#039;&amp;#039;(comitatus)&amp;#039;&amp;#039; auf Grundlage der Gaue &amp;#039;&amp;#039;(pagi)&amp;#039;&amp;#039; errichtet wurden, allerdings auch Hinweise dafür, dass innerhalb eines Gaus mehrere Grafschaften bestanden oder dass Grafschaften sich über Gaugrenzen oder mehrere Gaue hinweg ausdehnten. So wird die Einführung und Verwendung der Begriffe &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Gaugraf&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Gaugrafschaft&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; durch Historiker des 18. und 19. Jahrhunderts heute als Konstrukt ohne Quellengrundlage verworfen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Karl der Große]] etablierte nach der Niederwerfung der einheimischen Bevölkerung des Südostens seines Reiches dort das Grafschaftsprinzip. Der neue Zentralherrscher setzte Grafen als seine Stellvertreter vor Ort ein. Zentralgewalt und zentrale [[Gerichtsbarkeit]] standen mittelbar in der Tradition der rechtlichen Fundierung der kaiserlichen Herrschaftsgewalt im [[Römisches Reich|Römischen Reich]] und beruhten außer gegenüber den Franken und Langobarden, deren König Karl der Große war, zunächst auf dem Recht des Eroberers und wurden durch [[Kapitularien]]gesetzgebung und das Institut der [[Königsbote]]n zur Geltung gebracht. Im [[Fränkisches Reich|Fränkischen Reich]] bezeichnete der &amp;#039;&amp;#039;{{lang|la|comitatus}}&amp;#039;&amp;#039; seit dem Ende des 8. Jahrhunderts den Amtsbezirk eines Grafen &amp;#039;&amp;#039;({{lang|la|comes}}, {{lang|goh|grafio}})&amp;#039;&amp;#039;. Dieser war gleichzeitig oberster Richter und Führer eines [[Heerbann]]s im Auftrag des Herrschers. Ihm zugeordnet waren &amp;#039;&amp;#039;[[Zent (Historische Verwaltungseinheit)|Zentmarken]]&amp;#039;&amp;#039; oder [[Hundertschaft]]en, die oft durch [[Centenarius|Zentgrafen]] verwaltet wurden. Im [[Zentgericht|Zent(grafen)gericht]] fungierten diese als [[Schöffe (historisch)|Schöffen]]. Den süddeutschen Zentgerichten entsprachen in Norddeutschland die [[Gogericht]]e.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch die lateinische Bezeichnung &amp;#039;&amp;#039;{{lang|la|[[pagus]]}}&amp;#039;&amp;#039;, die spätestens mit der [[Spätantike]] zu einem festen Bestandteil der römischen Regionalverwaltung geworden ist, wird traditionell und schon zeitgenössisch mit &amp;#039;&amp;#039;Gau&amp;#039;&amp;#039; wiedergegeben (z.&amp;amp;nbsp;B. 768 der &amp;#039;&amp;#039;{{lang|la|pagus Aregaua}}&amp;#039;&amp;#039;, der heutige [[Kanton Aargau]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Verwendung der Bezeichnung „Gau“ im Deutschen Kaiserreich ===&lt;br /&gt;
Im [[Deutsches Kaiserreich|Deutschen Kaiserreich]] war „Gau“ eine übliche Bezeichnung der Bezirke einer [[Gewerkschaft]], so etwa beim [[Tabakarbeitergewerkschaft#Deutscher Tabakarbeiterverband|Deutschen Tabakarbeiterverband]]. Demgemäß hießen die Bezirksleiter „Gauleiter“.&amp;lt;ref&amp;gt;Otto Wenzel: &amp;#039;&amp;#039;An die Mitglieder des 13. Gaues&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Der Tabakarbeiter. Organ der Tabakarbeiter und -Arbeiterinnen Deutschlands&amp;#039;&amp;#039;, 6. September 1908, S. 3.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Der Gau-Begriff in der Weimarer Republik ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Grossdeutsches Reich NS Administration 1944.png|mini|hochkant=1.4|Parteigaue (hellbraun), Reichsgaue (dunkelbraun) und [[Generalgouvernement]], Mai 1944]]&lt;br /&gt;
Die in der [[Weimarer Republik]], speziell ab Mitte der 1920er Jahre aktiven politischen Kampfverbände, verwendeten den Begriff Gau zur Bezeichnung der obersten territorialen Gliederungsebene nach der Bundes- bzw. Reichsebene. So sah das [[Reichsbanner Schwarz-Rot-Gold]] bereits seit seiner Gründung am 22. Februar 1924 eine Einteilung in Gaue vor.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. {{Webarchiv|url=https://reichsbanner-geschichte.de/nc/reichsbanner-geschichte/themen/thema/Themen/show/das-reichsbanner-schwarz-rot-gold/ |wayback=20210122152038 |text=Reichsbanner Schwarz-Rot-Gold |archiv-bot=2025-03-21 17:46:23 InternetArchiveBot }} auf reichsbanner-geschichte.de, abgerufen am 29.&amp;amp;nbsp;Dezember 2020.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die als [[Roter Frontkämpferbund]] (RFB) bekannte Wehrformation der KPD führte auf Beschluss der Zweiten Reichskonferenz ab dem Mai 1925 ebenfalls eine Gliederung nach Gauen ein.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. [https://www.historisches-lexikon-bayerns.de/Lexikon/Roter_Frontk%C3%A4mpferbund,_1924-1929 Roter Frontkämpferbund, 1924–1929] auf historisches-lexikon-bayerns.de, abgerufen am 29.&amp;amp;nbsp;Dezember 2020.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Gaue als Bezirke der NSDAP ===&lt;br /&gt;
Die [[Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei|NSDAP]] war von 1925 bis zum Zusammenbruch des Deutschen Reiches 1945 territorial gleichfalls in Gaue gegliedert, geführt von einem [[Gauleiter]], siehe [[Struktur der NSDAP#Die 43 Gaue (1941) inkl. Gauleiter]]. Davon leiteten sich die &amp;#039;&amp;#039;Gauligen&amp;#039;&amp;#039; [[Gauliga (Fußball)|im Fußball]] und [[Gauliga (Handball)|im Handball]] ab. Die dem Deutschen Reich zwischen 1938 und 1939 eingegliederten Gebiete Österreichs (→&amp;amp;nbsp;[[Ostmarkgesetz]]), des [[Sudetenland]]es und [[Geschichte Polens#Konflikte mit den Nachbarn|Westpolens]] wurden als [[Reichsgau]]e verwaltet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Gaue im NS-Staat}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Heutige Verwendung des Begriffs ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Kriegerdenkmal ADAC Kesselberg (Bavaria) Detail.jpg|alt=Gau Südbayern auf einem Kriegerdenkmal des ADAC von 1922 am Kesselberg.|mini|Gau Südbayern auf einem Kriegerdenkmal des ADAC von 1922]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ortsnamensbestandteile ===&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- Hier nur bei nachgewiesen korrekter Herleitung! --&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [[Oberammergau]], [[Rodgau]], [[Bad Saulgau]], [[Warngau]], [[Wallgau]], [[Schongau]], [[Regau]] in Oberösterreich, ahd. &amp;#039;&amp;#039;{{lang|goh|repagoue}}&amp;#039;&amp;#039; Rebengau für &amp;#039;&amp;#039;Weinbaugebiet&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Gau-&amp;#039;&amp;#039; ist ein [[Präfix]] im Namen von acht Ortschaften im [[Rheinhessisches Hügelland|Rheinhessischen Hügelland]], einem der waldärmsten Gebiete Deutschlands, ([[Gau-Algesheim]], [[Gau-Bickelheim]], [[Gau-Bischofsheim]], [[Gau-Heppenheim]], [[Gau-Köngernheim]], [[Gau-Odernheim]], [[Gau-Weinheim]], [[Gaugrehweiler]]), welche durch das Präfix (wie auch [[Frei-Laubersheim]]) von namensgleichen Siedlungen im angrenzenden waldreichen Westen ([[Waldalgesheim]], [[Waldböckelheim]], [[Odernheim am Glan]], [[Waldgrehweiler]], [[Waldlaubersheim]]) oder jenseits des Rheins im Osten ([[Bischofsheim (Mainspitze)]], [[Heppenheim (Bergstraße)]]) unterschieden werden.&lt;br /&gt;
* Landschafts- oder Bezirksnamen als Unterscheidungszusatz bei mehrfach vorkommenden Ortsnamen (beispielsweise [[Freiburg im Breisgau]], [[St.&amp;amp;nbsp;Michael im Lungau]], [[Eben im Pongau]], [[Conters im Prättigau]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In [[Flurname|Flur-]] und [[Siedlungsname]]n ist die Etymologie eines Wortendes &amp;#039;&amp;#039;…gau&amp;#039;&amp;#039; unklar, weil es sich auch um eine Zusammensetzung mit &amp;#039;&amp;#039;[[-au]]&amp;#039;&amp;#039; (Aue) handeln kann:&lt;br /&gt;
* [[Burgau (Begriffsklärung)|Burgau]], aus &amp;#039;&amp;#039;Burg-Gau&amp;#039;&amp;#039; (Verwaltungsraum eines Burgherrn) oder &amp;#039;&amp;#039;Burg-Aue&amp;#039;&amp;#039; (dem nahen Burgherrn gehörendes Auland)&lt;br /&gt;
* [[Lengau]] in Oberösterreich, möglicherweise entstanden aus ahd. *{{lang|goh|&amp;#039;&amp;#039;bi zuo demo langin/lengin gouu&amp;#039;&amp;#039;e}} „im langgestreckten Gau(ort)“ oder aber ahd. *{{lang|goh|&amp;#039;&amp;#039;bi zuo dero langin&amp;#039;&amp;#039;/&amp;#039;&amp;#039;lengin ouwa&amp;#039;&amp;#039;}} „in der langgestreckten Au“&amp;lt;ref&amp;gt;{{OöOrtsnamenbuch |band=1 |seite=49}} Nach {{Internetquelle |autor=Ute Maurnböck-Mosser |url=http://www.ute.at/hausnamen-hofnamen_mauerkirchen/orte/altheim.html |titel=Altheim |werk=Die Haus- und Hofnamen im Gerichtsbezirk Mauerkirchen |datum=2002 |abruf=2008-07-24 |format=Diplomarbeit}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Landschaftsnamen ===&lt;br /&gt;
Das [[Badnerlied]] beginnt mit den Worten &amp;#039;&amp;#039;Das schönste Land in Deutschlands &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Gau&amp;#039;n&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
Auch die [[Bayernhymne]] wird eingeleitet mit &amp;#039;&amp;#039;Gott mit dir, du Land der Bayern, deutsche Erde, Vaterland! Über deinen weiten &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Gauen&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ruhe Seine Segenshand!&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In folgenden Staaten hat sich &amp;#039;&amp;#039;-gau&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;-gäu&amp;#039;&amp;#039; als Teil von Bezeichnungen für Landschaften erhalten:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Deutschland: [[Albgau]], [[Allgäu]], [[Ambergau]], [[Ammergau]], [[Argengau]], [[Augau]], [[Auelgau]], [[Bachgau]], [[Bliesgau]], [[Breisgau]], [[Brukterergau]], [[Buchonia|Buchengau]], [[Hessengau|Chattengau]], [[Chiemgau]], [[Deutzgau]], [[Dreingau]], [[Düffelgau]], [[Eifelgau]], [[Eppinger Gäu]], [[Gäu (Baden-Württemberg)|Gäu]] (Landschaft in [[Baden-Württemberg]]), [[Gäu (Pfalz)]], [[Gäuboden]], [[Gollachgau]], [[Grönegau]], [[Heckengäu]], [[Hegau]], [[Heilangau]], [[Hörselgau]], [[Inngau]], [[Isengau (Landschaft)|Isengau]], [[Ittergau]], [[Gildegau|Gilde-/Keldagau]] (früher falsch Keldachgau), [[Klettgau]], [[Knetzgau]], [[Kölngau]], [[Korngäu]], [[Kraichgau]], [[Leinegau]], [[Linzgau]], [[Lobdengau]], [[Lochtropgau]], [[Mistelgau]], [[Nibelgau]], [[Nordthüringgau]], [[Ochsenfurter Gau]], [[Perfgau]], [[Pfinzgau (Landschaft)|Pfinzgau]], Pfullichgau ([[Herzogtum Schwaben]]), [[Plumgau]], [[Rangau]], [[Rheingau]], [[Ringgau]], [[Rodgau (Gau)|Rodgau]], [[Innviertel#Geschichte|Rottachgau]], [[Rupertigau]], [[Saargau]], [[Stevergau]], [[Strohgäu]], [[Suilbergau|Sülberggau]], [[Ufgau (Baden)|Ufgau]], [[Venkigau]], [[Waldsassengau]], [[Wasgau]], [[Westfalengau]], [[Wetigau]], [[Wonnegau]], [[Zabergäu]]. Auch die [[Mittelbaden|mittelbadische]] Landschaft der [[Ortenau]] – zwischen dem Ufgau im Norden und dem Breisgau im Süden – wird ebenso von &amp;#039;&amp;#039;Gau&amp;#039;&amp;#039; abgeleitet wie die [[Südhessen|südhessische]] [[Wetterau]]&lt;br /&gt;
* Österreich: [[Attergau]] (im [[Salzkammergut]]), [[Innviertel#Geschichte|Mattiggau]], [[Nibelungengau]] (Neuschöpfung im Donautal), [[Strudengau]]&lt;br /&gt;
: [[Land Salzburg|Salzburg]]: (historisch) [[Salzburggau]], angrenzend: Inngau, Attergau (OÖ),&lt;br /&gt;
: Salzburg: [[Bezirk Salzburg-Umgebung|Flachgau]], [[Tennengau]], [[Pongau]], [[Pinzgau]], [[Lungau]] (hier zugleich Verwaltungsbezirke).&lt;br /&gt;
: [[Vorarlberg]]: [[Walgau]]&lt;br /&gt;
: Historisch: [[Traungau]]&amp;lt;ref&amp;gt;Ludwig Edlbacher: &amp;#039;&amp;#039;Die Entwicklung des Besitzstandes der bischöflichen Kirche von Passau in Oesterreich ob und unter der Enns vom 8. bis zum 11. Jahrhundert.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Neunundzwanzigster Bericht über das Museum Francisco-Carolinum.&amp;#039;&amp;#039; Eigenverlag, Linz 1870, S.&amp;amp;nbsp;14, {{OoeGeschichte |pdf=jbmusver 1870 029 0003-0106 a.pdf |KBytes=3300}}.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Schweiz: [[Aargau]], [[Klettgau]], [[Prättigau]], [[Rheingau (Alpenrheintal)|Rheingau]], [[Gäu (Luzern)|Surseer Gäu]], [[Solothurnisches Gäu]], [[Thurgau]]&lt;br /&gt;
* Frankreich (Elsass): [[Sundgau]]&lt;br /&gt;
* Italien (Südtirol): [[Vinschgau]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Historische Gaunamen:&lt;br /&gt;
* Schweiz: [[Augstgau]], [[Bargengau]], [[Buchsgau]], [[Ajoie|Elsgau]], [[Frickgau]], [[Sisgau]], [[Ufgau (Berner Oberland)]], [[Zürichgau]]&lt;br /&gt;
* Luxemburg: [[Wavergau]]&lt;br /&gt;
* Belgien: [[Ardennengau]], [[Herzogtum Brabant|Brabantgau]], [[Haspengau]], [[Grafschaft Hennegau|Hennegau]], [[Lommegau]], [[Lüttichgau]], [[Mepsegau]], [[Methingau]]&lt;br /&gt;
* Niederlande: [[Gorecht]], [[Fivelgo]], [[Hunsingo]], [[Ostergo (Friesland)|Ostergo]], [[Westergo (Friesland)|Westergo]] (in friesischen Gebieten ist &amp;#039;&amp;#039;Gau&amp;#039;&amp;#039; gleich &amp;#039;&amp;#039;Go&amp;#039;&amp;#039;)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Regionalgruppen von Vereinen ===&lt;br /&gt;
[[Turnen|Turnerbünde]] (siehe [[Turngau]]), Gruppen der [[Bündische Jugend|Bündischen Jugend]] und der [[Pfadfinder]]bewegung, [[Trachtenverein|Trachtenverbände]] und [[Schützenverein|Schützenbünde]] (zum Beispiel bei &amp;#039;&amp;#039;Gaumeisterschaften&amp;#039;&amp;#039;) verwenden den Begriff. Auch der [[ADAC]] verwendete bis 2014 für die Regionalclubs die Bezeichnung Gaue.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv |url=http://www.adac.de/_mmm/pdf/Satzung_e.V._7233418_2012_84121.pdf |text=Satzung Allgemeiner Deutscher Automobil-Club e.&amp;amp;nbsp;V. |wayback=20140327061226}} (PDF; 130&amp;amp;nbsp;KB).&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.deutschlandfunk.de/sprach-gau-beim-adac-wird-der-gau-zur-region.691.de.html?dram:article_id=290750 |titel=Sprach-GAU – Beim ADAC wird der „Gau“ zur „Region“ |abruf=2019-12-11 |sprache=de-DE}}&amp;lt;/ref&amp;gt; In Österreich hat der [[Österreichischer Turnerbund|Österreichische Turnerbund]] (ÖTB) teilweise eine Gliederung in &amp;#039;&amp;#039;Turngaue,&amp;#039;&amp;#039; der [[Deutscher Turner-Bund|Deutsche Turner-Bund]] spricht von &amp;#039;&amp;#039;Gau&amp;#039;&amp;#039;. Der [[Schwäbischer Albverein|Schwäbische Albverein]] ist seit 1894 in Gaue aufgeteilt.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://albverein-oberkochen.de/savgesch.htm Zur Geschichte des Schwäbischen Albvereins.]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bezirke ===&lt;br /&gt;
Die [[Bezirkshauptmannschaft|Bezirke]] des [[Land Salzburg#Verwaltungsgliederung|Bundeslandes Salzburg]] heißen zwar offiziell nach ihrem Verwaltungssitz, allgemein werden sie aber nach ihrer alten Bezeichnung Gaue genannt, etwa &amp;#039;&amp;#039;Gebirgsgaue&amp;#039;&amp;#039; für das &amp;#039;&amp;#039;Innergebirg&amp;#039;&amp;#039; ([[Pongau]], [[Pinzgau]], [[Lungau]], außergebirg den [[Flachgau]], [[Tennengau]]). Früher gab es z.&amp;amp;nbsp;B. außergebirg nur den Salzburggau, der Gebiete des damals Salzburg zugehörigen, nun bayerischen [[Rupertiwinkel]]s mitumfasste. Diese Bezeichnungen werden auch als Unterscheidungszusatz im offiziellen Ortsnamen für mehrfach vorkommende Namen verwendet, wie beispielsweise bei [[St.&amp;amp;nbsp;Johann im Pongau]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Gau für fremdsprachliche Begriffe ==&lt;br /&gt;
Das Wort wird auch für folgende fremdsprachliche Begriffe verwendet:&lt;br /&gt;
* altägyptisch &amp;#039;&amp;#039;sp3.t (sepat)&amp;#039;&amp;#039;, Verwaltungsbezirke im alten Ägypten, siehe [[Gau (Ägypten)]]&lt;br /&gt;
* ehemalige Verwaltungseinheiten auf der Pazifikinsel [[Nauru]] (heute unabhängige Republik) vor 1968, siehe [[Verwaltungsgliederung Naurus]]&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Tikina&amp;#039;&amp;#039;, traditionelle Verwaltungseinheiten auf [[Fidschi]]&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor= |Hrsg=[[United Nations Economic and Social Commission for Asia and the Pacific]] UN ESCAP |Titel=Country paper: Fiji |Sammelwerk=Local Government in Asia and the Pacific: A Comparative Study |Datum= |Kapitel=Brief Description of the Country and its National/State Government Structure –Fijian administration |Online={{Webarchiv |url=http://www.unescap.org/huset/lgstudy/country/fiji/fiji.html |text=Webdokument |wayback=20131103090813}}}} {{Webarchiv |url=http://www.unescap.org/huset/lgstudy/country/fiji/fiji.html |text=Country paper: Fiji |wayback=20070325182032}}.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für [[Margaret Carroux]], die die Roman-Trilogie [[Der Herr der Ringe]] 1969–1972 erstmals ins Deutsche übersetzte, war der „Gau“ zwar die eheste Übersetzung von &amp;#039;&amp;#039;{{lang|en|The [[Shire (Verwaltungseinheit)|Shire]]}}&amp;#039;&amp;#039;, der Heimat der [[Hobbit]]s; aufgrund der Verwendung von „Gau“ im Nationalsozialismus wählte sie jedoch „[[Regionen und Orte in Tolkiens Welt#Auenland|Auenland]]“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{HLS|9842|&amp;#039;&amp;#039;Gau&amp;#039;&amp;#039;|Autor=Thomas Schibler}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Liste mittelalterlicher Gaue]]&lt;br /&gt;
* [[Liste der Gaue von Alamannien/Schwaben, dem Elsass und von Hochburgund|Liste der Gaue von Alamannien, Schwaben, dem Elsass und von Hochburgund]]&lt;br /&gt;
{{Wiktionary}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Wiktionary}}&lt;br /&gt;
* {{LAGIS|ref=nein|DB=GA|ID=15|titel=Die „Gaue vor 900“}}&lt;br /&gt;
* {{LAGIS|ref=nein|DB=GA|ID=16|titel=Die „Gaue nach 900“}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4135234-8}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gau| ]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Humangeographie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Verwaltungsgeschichte]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Choronym]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Voluntario</name></author>
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