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	<title>Gallien - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Demo Wiki</subtitle>
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		<title>imported&gt;DerMaxdorfer: Änderungen von ~2025-47139-1 (Diskussion) auf die letzte Version von Meier89 zurückgesetzt</title>
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		<updated>2025-09-03T10:08:54Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Änderungen von &lt;a href=&quot;/index.php?title=Spezial:Beitr%C3%A4ge/~2025-47139-1&quot; title=&quot;Spezial:Beiträge/~2025-47139-1&quot;&gt;~2025-47139-1&lt;/a&gt; (&lt;a href=&quot;/index.php?title=Benutzer_Diskussion:~2025-47139-1&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;Benutzer Diskussion:~2025-47139-1 (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;Diskussion&lt;/a&gt;) auf die letzte Version von &lt;a href=&quot;/index.php?title=Benutzer:Meier89&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;Benutzer:Meier89 (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;Meier89&lt;/a&gt; zurückgesetzt&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Dieser Artikel|befasst sich mit dem historischen Gebiet &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Gallien&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;. Zum französischen Radrennfahrer siehe [[Pierre Gallien]].}}&lt;br /&gt;
[[Datei:Peuples gaulois.jpg|mini|300px|Karte Galliens und seiner Stämme vor der vollständigen Eroberung durch [[Gaius Iulius Caesar|Caesar]] 58&amp;amp;nbsp;v.&amp;amp;nbsp;Chr.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Gallien&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ([[latein]]isch &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Gallia&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;) bezeichneten die [[Römisches Reich|Römer]] den Raum, der überwiegend von jenem Teil der [[Kelten|keltischen]] Volksgruppen besiedelt war, den die Römer [[Gallier]] &amp;#039;&amp;#039;(Galli)&amp;#039;&amp;#039; nannten. [[Gaius Iulius Caesar|Caesar]] nennt außerdem [[Belger]] und [[Aquitanier]] (&amp;#039;&amp;#039;Belgae&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;Aquitani&amp;#039;&amp;#039;) als Bewohner des Gebiets.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das 1875 entdeckte chemische Element [[Gallium]] wurde nach Gallien als dem angenommenen Vorläufer Frankreichs benannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geographische Lage ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Suedfrankreich-Arles-Reste aus dem römischen Gallien.jpg|mini|Reste aus dem römischen Gallien in [[Arles]]]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Map Gallia Tribes Towns.png|mini|Römische Provinzen und Stämme in Gallien im späten 1.&amp;amp;nbsp;Jh. v.&amp;amp;nbsp;Chr.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gemeinhin wird angenommen, die Idee, nur das Gebiet zwischen [[Pyrenäen]] und [[Rhein]] als Gallien zu bezeichnen, obwohl auch rechts des Rheins und südlich der Pyrenäen [[Kelten]] siedelten, gehe auf Caesar zurück. In modernen geographischen Begriffen gesprochen, entspricht dieses Gallien im Wesentlichen dem heutigen [[Frankreich]], [[Belgien]], Teilen Westdeutschlands ([[Trier]] lag in Gallien) sowie ein nordwestliches Drittel der [[Schweiz]] und Norditalien, also dem Gebiet zwischen dem Rhein im Osten, den [[Alpen]] und dem [[Mittelmeer]] im Süden, den Pyrenäen und dem [[Atlantischer Ozean|Atlantik]] im Westen sowie dem Ärmelkanal und der Nordsee im Norden. Die [[Poebene]] gehörte bis ca. 200&amp;amp;nbsp;v.&amp;amp;nbsp;Chr. nicht zum [[Römisches Reich|Römischen Reich]], sondern zu Gallien. Um das Jahr 200&amp;amp;nbsp;v.&amp;amp;nbsp;Chr. eroberten die Römer dieses keltische Gebiet und nannten es spätestens ab [[sulla]]nischer Zeit [[Gallia cisalpina]], &amp;#039;&amp;#039;Gallien diesseits der Alpen&amp;#039;&amp;#039;. Seine Einwohner bekamen von Caesar das römische Bürgerrecht; die &amp;#039;&amp;#039;Gallia cisalpina&amp;#039;&amp;#039; verlor in der Folgezeit ihre keltische Prägung und wurde zu einem Teil Italiens. Zur Unterscheidung bezeichnete man das Gebiet jenseits der Alpen als &amp;#039;&amp;#039;Gallia transalpina&amp;#039;&amp;#039;, später als [[Gallia Narbonensis]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
=== Kelten ===&lt;br /&gt;
Vor der keltischen Besiedlung sind mehrere Kulturen archäologisch belegt. Seit etwa 700&amp;amp;nbsp;v.&amp;amp;nbsp;Chr. bis 600&amp;amp;nbsp;v.&amp;amp;nbsp;Chr. wurde Gallien von [[Kelten|keltischen]] Volksgruppen besiedelt, die das [[Gallische Sprache|Gallische]], eine [[Keltische Sprachen|keltische Sprache]], in diesem Gebiet einführten. Die nichtkeltischen Stämme der [[Iberer]] nördlich der Pyrenäen und der [[Ligurer]] am Mittelmeer blieben dabei vorerst eigenständig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Etwa im Jahre 600&amp;amp;nbsp;v.&amp;amp;nbsp;Chr. gründeten [[Ionier|ionische]] Griechen an der Mündung der [[Rhone]] die Stadt Massilia (heute [[Marseille]]). Massilia entwickelte sich zu einer bestimmenden Stadt in der Region.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Gebiet in der [[Poebene]], das von den keltischen Stämmen der [[Cenomanen]], [[Insubrer]] und [[Boier]] besiedelt wurde, kam 203&amp;amp;nbsp;v.&amp;amp;nbsp;Chr. unter [[Rom|römische]] Herrschaft. Das Gebiet wurde zur [[Römische Provinz|römischen Provinz]] &amp;#039;&amp;#039;Gallia cisalpina&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Römische Eroberung ===&lt;br /&gt;
Ab 125&amp;amp;nbsp;v.&amp;amp;nbsp;Chr. begann Rom mit der Eroberung der Mittelmeerküste sowie des Rhônetals. 122&amp;amp;nbsp;v.&amp;amp;nbsp;Chr. gründeten die Römer die Stadt Aquae Sextiae (das heutige [[Aix-en-Provence]]). 121&amp;amp;nbsp;v.&amp;amp;nbsp;Chr. richteten die Römer die Provinz &amp;#039;&amp;#039;[[Gallia Narbonensis]]&amp;#039;&amp;#039; (etwa die heutige [[Provence]] und das heutige [[Languedoc]]) mit dem wenig später (118&amp;amp;nbsp;v.&amp;amp;nbsp;Chr.) gegründeten Verwaltungszentrum [[Narbo]] ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
113&amp;amp;nbsp;v.&amp;amp;nbsp;Chr. begann der Einfall der germanischen [[Kimbern]] und [[Teutonen]] in das heutige Südfrankreich und Oberitalien. Im Jahr 105&amp;amp;nbsp;v.&amp;amp;nbsp;Chr. konnten diese Stämme zwei römische Heere an der Rhône bei [[Arausio]] schlagen, was in Rom zu Panik führte. Erst im Jahr 102&amp;amp;nbsp;v.&amp;amp;nbsp;Chr. besiegte der römische Feldherr [[Gaius Marius]] die Teutonen bei Aquae Sextiae. 101&amp;amp;nbsp;v.&amp;amp;nbsp;Chr. siegte Marius in Oberitalien nahe dem Ort Vercellae ([[Vercelli]]) dann auch über die Kimbern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den Jahren 58–51&amp;amp;nbsp;v.&amp;amp;nbsp;Chr. wurde Gallien bis zum Rhein vom römischen Feldherrn [[Gaius Iulius Caesar]] in einer Reihe teils sehr blutig geführter [[Gallischer Krieg|Feldzüge]] erobert. Der letzte große gallische Aufstand unter [[Vercingetorix]] im Jahre 52&amp;amp;nbsp;v.&amp;amp;nbsp;Chr. wurde in der [[Schlacht um Alesia]] schließlich niedergeschlagen. Caesar berichtet über diesen Konflikt, der ein aus innenpolitischen Gründen geführter Angriffskrieg war, in seinem Werk &amp;#039;&amp;#039;[[De bello Gallico|De bello gallico – Der Gallische Krieg]]&amp;#039;&amp;#039;. An seinem Ende hatten nach modernen Schätzungen (W. Will) viele Millionen Gallier den Tod gefunden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das eroberte Gebiet wurde nach Osten bis an die natürliche Grenze des Rheins ausgedehnt und umfasste damit auch das Siedlungsgebiet einiger germanischer Stämme. Die [[Drusus-Feldzüge]] (12 bis 9&amp;amp;nbsp;v.&amp;amp;nbsp;Chr.) schufen vorübergehend (bis zu &amp;#039;&amp;#039;[[immensum bellum]]&amp;#039;&amp;#039; 1 bis 5&amp;amp;nbsp;n.&amp;amp;nbsp;Chr. und &amp;#039;&amp;#039;[[Varusschlacht|clades Variana]]&amp;#039;&amp;#039;, der Varusniederlage im [[Teutoburger Wald]] 9&amp;amp;nbsp;n.&amp;amp;nbsp;Chr.) eine rechtsrheinische Vorfeldkontrolle zur Sicherung Galliens gegen germanische Einfälle.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kaiserzeit und Romanisierung ===&lt;br /&gt;
[[Datei:REmpire-Gallia.png|mini|Die gallischen Provinzen [[Narbonensis]], [[Gallia Aquitania|Aquitania]], [[Lugdunensis]] und [[Gallia Belgica|Belgica]] zur Zeit von Kaiser [[Trajan]] (117&amp;amp;nbsp;n.&amp;amp;nbsp;Chr.)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Zuge der folgenden Befriedung des ausgebluteten Gebietes wurde eine römische Zivilverwaltung eingesetzt. Als Amtssprache wurde [[Latein]] verwendet. Dieses entwickelte sich, parallel zu den anderen nicht-italischen Provinzen unter Einfluss der einheimischen Sprache (hier also des [[Gallische Sprache|Gallischen]]) später zum [[Vulgärlatein]], das die hauptsächliche Sprachgrundlage des späteren [[Französische Sprache|Französischen]] bildet. Es entstand eine [[gallorömische Kultur]]. Insbesondere in [[Nîmes]] und [[Arles]] finden sich noch heute bedeutende römische Bauten der Periode.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Den nördlich des Po in Italien lebenden keltischen Stämmen wurde unter Caesar ab 49&amp;amp;nbsp;v.&amp;amp;nbsp;Chr. das römische Bürgerrecht gewährt; die ehemalige Provinz &amp;#039;&amp;#039;Gallia Cisalpina&amp;#039;&amp;#039; wurde sodann ab 41&amp;amp;nbsp;v.&amp;amp;nbsp;Chr. zum festen Bestandteil des römischen Reiches. Im transalpinen Gallien – dem „eigentlichen“ Gallien – hingegen wurde das Bürgerrecht an die lokalen Eliten vergeben, um als Anreiz zur Kooperation mit Rom zu dienen. Das Gebiet scheint sich in der Folge rasch ökonomisch erholt zu haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unter [[Augustus|Kaiser Augustus]] (27&amp;amp;nbsp;v.&amp;amp;nbsp;Chr.–14&amp;amp;nbsp;n.&amp;amp;nbsp;Chr.) wurde Gallien administrativ in das &amp;#039;&amp;#039;Imperium Romanum&amp;#039;&amp;#039; eingegliedert. Die neu entstandene [[Provinz]] &amp;#039;&amp;#039;[[Narbonensis]]&amp;#039;&amp;#039; hatte aufgrund ihrer Lage und Historie bereits früher enge Verbindungen zum römischen Mutterland. Aus der &amp;#039;&amp;#039;Gallia comata&amp;#039;&amp;#039; entstanden drei Provinzen, &amp;#039;&amp;#039;[[Gallia Aquitania]]&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;[[Lugdunensis|Gallia Lugdunensis]]&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;[[Gallia Belgica]]&amp;#039;&amp;#039;, die häufig auch als die &amp;#039;&amp;#039;Tres Galliae&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet wurden. Lugdunum ([[Lyon]]) wurde Ort eines zentralen Kaiserkulttempels für die drei gallischen Provinzen (ohne die &amp;#039;&amp;#039;Belgica&amp;#039;&amp;#039;). Besonders in Südgallien hatte die [[Romanisierung]] dann bereits unter Kaiser [[Claudius]] einen Grad erreicht, der es ermöglichte, römische Gallier in den Senat aufzunehmen. Unter [[Domitian]] entstanden aus den beiden Militärbezirken am Rhein um 85&amp;amp;nbsp;n.&amp;amp;nbsp;Chr. die beiden Provinzen &amp;#039;&amp;#039;[[Germania superior]]&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;[[Germania inferior]]&amp;#039;&amp;#039;. Im 2. Jahrhundert scheinen die gallischen Provinzen dann einen ersten Höhepunkt ihrer ökonomischen und kulturellen Entwicklung erlebt zu haben. 212 verlieh Kaiser [[Caracalla]] schließlich allen freien Reichsbewohnern – auch den Galliern – das römische Bürgerrecht (&amp;#039;&amp;#039;[[Constitutio Antoniniana]]&amp;#039;&amp;#039;).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die erste Blüte des römischen Galliens endete während der Zeit der [[Reichskrise des 3. Jahrhunderts]], als das Gebiet von plündernden äußeren Feinden und inneren Unruhen ([[Bagauden]]) heimgesucht wurde und ab 260 einige Jahre faktisch unabhängig von Rom war, bevor Kaiser [[Aurelian]] dieses &amp;#039;&amp;#039;[[Imperium Galliarum]]&amp;#039;&amp;#039; wieder unterwarf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Spätantike ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Droysens Hist Handatlas S16 Gallien.jpg|mini|Historische Karte Galliens unter römischer Herrschaft aus Droysens Historischem Handatlas, 1886]]&lt;br /&gt;
In der [[Spätantike]] stabilisierte sich seit [[Diokletian]] die Lage wieder: Um 300 wurden zahlreiche Festungsanlagen modernisiert; in &amp;#039;&amp;#039;Lutetia&amp;#039;&amp;#039; ([[Paris]]), &amp;#039;&amp;#039;[[Augusta Treverorum]]&amp;#039;&amp;#039; (Trier) und [[Vienne]] residierten zeitweilig römische Kaiser. Seit der [[Diokletianische Reichsreformen|Reichsreform unter Diokletian]] war das römische Reich in vier Präfekturen (&amp;#039;&amp;#039;Gallia&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Illyricum&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Italia et Africa&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Oriens&amp;#039;&amp;#039;) und 15 Diözesen eingeteilt. Die Präfektur &amp;#039;&amp;#039;Gallia&amp;#039;&amp;#039; bestand aus den Diözesen &amp;#039;&amp;#039;Hispaniae&amp;#039;&amp;#039; (XV), &amp;#039;&amp;#039;Septem Provinciarum&amp;#039;&amp;#039; (ehemals &amp;#039;&amp;#039;Viennensis&amp;#039;&amp;#039;) (XIV), &amp;#039;&amp;#039;Galliae&amp;#039;&amp;#039; (XIII) und &amp;#039;&amp;#039;Britanniae&amp;#039;&amp;#039; (XII), wobei letztere bereits um 400 von den Römern geräumt wurde. Das Christentum hatte vor allem in Südgallien bereits im 2. Jahrhundert Fuß gefasst – 177 war es in Lyon zu einer schweren Verfolgung gekommen – und erlebte nach 312 eine rasche Verbreitung, wenngleich die alten Kulte (mit abnehmender Anzahl von Anhängern) vor allem auf dem Land noch bis weit ins 5. Jahrhundert fortbestanden. Gerade im 4. Jahrhundert, als sich mehrere Kaiser längere Zeit in Gallien aufhielten – so konnte etwa [[Julian (Kaiser)|Julian]] um 357 noch einmal die Rheingrenze gegen Plünderer sichern –, erlebte die antike Kultur in der Region eine Blüte, wie etwa das Werk des [[Ausonius (Dichter)|Ausonius]] illustriert. Die administrative und urbane Struktur Galliens in der Zeit um 400 gibt die [[Notitia Galliarum]] wieder, ein Verzeichnis der dortigen Provinzen und Städte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die sogenannte [[Völkerwanderung]], die gegen Ende des [[4. Jahrhundert]]s einsetzte, beendete für Gallien um 400 eine lange Zeit des erneuten Wohlstandes und relativen Friedens als Teil des römischen Reiches. Mit dem [[Rheinübergang von 406]] drangen große [[Germanen|germanische]] Kriegergruppen ([[Vandalen]], [[Alamannen]], Westgoten, Burgunden, Franken) nach Gallien ein. Im [[5. Jahrhundert]] etablierten die [[Franken (Ethnie)|Franken]], [[Burgunden]] und [[Westgoten]] ihre Herrschaft in Gallien, lange Zeit als [[Föderaten]] in römischen Diensten, nach dem Zusammenbruch der kaiserlichen Herrschaft dann als faktisch souveräne Reiche. Der letzte Kaiser, der seine Ansprüche in Gallien kurzzeitig durchzusetzen vermochte, war gegen 470 [[Anthemius]]. Noch vor dem Ende des weströmischen Kaisertums 476 zerbrach die römische Herrschaft in Gallien. In Nordgallien operierte um 470 der römische Befehlshaber [[Paulus (Comes)|Paulus]], der im Kampf gegen sächsische Plünderer unter [[Adovacrius]] fiel. Bis 486/87 hielt sich in Nordgallien noch [[Syagrius]], der Sohn des Heermeisters (&amp;#039;&amp;#039;[[magister militum]]&amp;#039;&amp;#039;) [[Aegidius (Feldherr)|Aegidius]], der nach seinem Zerwürfnis mit der weströmischen Regierung hier einen eigenständigen Herrschaftsbereich errichtet hatte. Syagrius wurde [[Gregor von Tours]] zufolge als „König der Römer“ (&amp;#039;&amp;#039;rex Romanorum&amp;#039;&amp;#039;) bezeichnet; ob dies zutrifft, ist unklar. 486/87 wurde sein Herrschaftsbereich von [[Chlodwig I.]] gewaltsam in das [[Frankenreich]] inkorporiert. Chlodwig besiegte 507 auch die Westgoten, womit ganz Gallien bis auf die Mittelmeerküste fränkisch war. Chlodwigs Söhne und Enkel konnten bis 540 dann auch diese Gebiete erobern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während einer längeren Übergangszeit wurde die antik-römische Kultur aber noch von der [[Galloromanen|gallorömischen]] Aristokratie gepflegt (siehe auch [[Gallorömischer Senatsadel]]) und insbesondere von der römisch-katholischen Kirche tradiert. Die Bezugnahme auf das &amp;#039;&amp;#039;Imperium Romanum&amp;#039;&amp;#039; blieb noch im ganzen 6. Jahrhundert eine von mehreren Möglichkeiten, seinen sozialen Rang zu legitimieren. Bekannte Persönlichkeiten dieser Transformationsepoche waren unter anderem [[Sidonius Apollinaris]], [[Avitus von Vienne]], [[Venantius Fortunatus]] und [[Gregor von Tours]]. Auch das westgotische und fränkische Königtum knüpfte nach dem Untergang [[Westrom]]s an die spätantike Tradition an. Die [[Gallorömische Kultur]] verlor jedoch infolge des Umbruchsprozesses viel von ihrem antiken Charakter, und spätestens im späten [[6. Jahrhundert]] begann in der Region das [[Frühmittelalter]].&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. [[Ian N. Wood]]: &amp;#039;&amp;#039;The Merovingian Kingdoms&amp;#039;&amp;#039;, Harlow 1994, S. 5–32.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Galloromanische Sprachen]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{RGA|10|345|402|Gallien (Frankreich)|Olivier Büchsenschütz u. a.}}&lt;br /&gt;
* [[Paul-Marie Duval]]: &amp;#039;&amp;#039;Gallien. Leben und Kultur in römischer Zeit.&amp;#039;&amp;#039; Stuttgart 1979 (Übersetzung [[Carl Helmut Steckner]])&lt;br /&gt;
* Tabea L. Meurer, Veronika Egetenmeyr (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Gallia docta? Education and in-/exclusion in late antique Gaul&amp;#039;&amp;#039; (&amp;#039;&amp;#039;Studies in education and religion in ancient and pre-modern history in the Mediterranean and its environs&amp;#039;&amp;#039;, 19). Mohr Siebeck, Tübingen 2023, ISBN 9783161624377. – Rezension von Michael Hanaghan, [[Bryn Mawr Classical Review]] [https://bmcr.brynmawr.edu/2025/2025.05.39/ 2025.05.39]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Wiktionary}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Belege ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Coordinate|NS=46.5|EW=2.9|type=country|region=FR}}&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=g|GND=4019150-3|VIAF=242520115}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gallien| ]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Namensgeber für ein chemisches Element]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Verwaltungseinheit als Namensgeber für einen Asteroiden]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Historisches Gebiet (Europa)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kulturraum in Europa]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Historischer Kulturraum]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;DerMaxdorfer</name></author>
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