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	<title>Fundamentale Wechselwirkung - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Demo Wiki</subtitle>
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		<updated>2025-05-10T10:45:52Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;growthexperiments-addlink-summary-summary:2|0|0&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Eine &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;fundamentale Wechselwirkung&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist einer der grundlegend verschiedenen Wege, auf denen [[physik]]alische Objekte ([[Körper (Physik)|Körper]], [[Feld (Physik)|Felder]], [[Teilchen]], [[Physikalisches System|Systeme]]) einander beeinflussen können. Es gibt die vier fundamentalen Wechselwirkungen [[Gravitation]], [[Elektromagnetische Wechselwirkung|Elektromagnetismus]], [[schwache Wechselwirkung]] und [[starke Wechselwirkung]]. Sie werden auch als die vier &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Grundkräfte der Physik&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; oder als &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Naturkräfte&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einzeln oder in Kombination bringen die vier fundamentalen Wechselwirkungen sämtliche bekannten physikalischen Prozesse hervor, seien es Prozesse zwischen [[Elementarteilchen]] oder zwischen Materie und Feldern in makroskopischen Ausmaßen, sei es auf der Erde, in Sternen oder im Weltraum. Weitere Arten von Wechselwirkungen scheinen zur Beschreibung der Natur nicht erforderlich; gelegentlich aufgestellte Hypothesen über eine „[[fünfte Kraft]]“, die zur Erklärung bestimmter Beobachtungen nötig wäre, konnten nicht bestätigt werden. Andererseits ist es bisher auch nicht gelungen, die Vielfalt der beobachteten Vorgänge mit weniger als vier fundamentalen Wechselwirkungen zu erklären.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Allerdings ist anzumerken, dass dieses einfache Bild, das etwa um die Mitte des 20. Jahrhunderts herausgearbeitet wurde, nach neueren Entwicklungen zu modifizieren ist: Zwei der vier Wechselwirkungen (die elektromagnetische und die schwache Wechselwirkung) werden im heutigen [[Standardmodell]] der Elementarteilchenphysik aus einer gemeinsamen Grundlage hergeleitet, die den Namen [[elektroschwache Wechselwirkung]] trägt. Daher wird zuweilen von insgesamt nur drei fundamentalen Wechselwirkungen gesprochen. Andererseits enthält das Standardmodell das neuartige [[Higgs-Feld]], das durch eine besondere Art der Wechselwirkung den zunächst als masselos angesetzten [[Fermion]]en, z.&amp;amp;nbsp;B. den Elektronen, ihre Masse verleiht. Diese Wechselwirkung wird jedoch bisher (Stand 2017) gewöhnlich nicht als fünfte fundamentale Wechselwirkung bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Die vier Grundkräfte ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Gravitation ===&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|Gravitation}}&lt;br /&gt;
Die Gravitation, auch &amp;#039;&amp;#039;Schwerkraft&amp;#039;&amp;#039; genannt, wurde im 17. Jahrhundert von [[Isaac Newton]] als Naturkraft identifiziert und mathematisch beschrieben. Sie geht von jedem Körper mit Masse aus und wirkt anziehend auf alle anderen Massen. Sie nimmt mit der Entfernung ab, lässt sich nicht abschirmen und hat eine unendliche Reichweite. Die von der Erde ausgehende Gravitation macht den Hauptanteil der [[Gewichtskraft]] aus, die unsere Lebenswelt entscheidend beeinflusst. Die Gravitation ist die vorherrschende Wechselwirkung zwischen den [[Planet]]en und der [[Sonne]] und somit die Ursache für die Gestalt des [[Sonnensystem]]s. Sie hat maßgeblichen Einfluss auf den Zustand und die Entwicklung der [[Stern#Sternentwicklung|Sterne]], dominiert aber auch die großräumigen Strukturen des [[Universum (Astronomie)|Universums]]. Die Gravitationskraft wirkt auch zwischen je zwei Gegenständen von der Größe, mit der wir täglich umgehen, ist dann aber so schwach, dass sie im Alltag praktisch vernachlässigbar ist und erst Ende des 18. Jahrhunderts von [[Henry Cavendish]] experimentell nachgewiesen werden konnte ([[Gravitationswaage]]).&lt;br /&gt;
In Weiterentwicklung des [[Newtonsches Gravitationsgesetz|newtonschen Gravitationsgesetzes]] ist die heute gültige Gravitationstheorie die [[allgemeine Relativitätstheorie]], die Anfang des 20. Jahrhunderts von [[Albert Einstein]] aufgestellt wurde. Eine zugehörige [[Quantenfeldtheorie]] wurde bisher noch nicht gefunden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Elektromagnetische Wechselwirkung ===&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|Elektromagnetische Wechselwirkung}}&lt;br /&gt;
Die elektromagnetische Wechselwirkung wurde ab Mitte des 19. Jahrhunderts als eine Grundkraft der Natur identifiziert, nachdem [[James Clerk Maxwell]] die nach ihm benannten [[Maxwell-Gleichungen]] aufgestellt hatte, mit denen die Phänomene der [[Elektrizität]], des [[Magnetismus]] und der [[Optik]] gleichermaßen beschrieben werden können. Die elektromagnetische Wechselwirkung geht von elektrischen Ladungen, magnetischen Dipolen und elektromagnetischen Feldern aus. Die Kräfte, die sie auf magnetische oder geladene Körper ausübt, können vom Menschen direkt wahrgenommen werden. Wie die Gravitation hat die elektromagnetische Wechselwirkung eine unendliche Reichweite. Sie wirkt aber je nach Vorzeichen der elektrischen Ladung anziehend oder abstoßend und lässt sich deshalb im Gegensatz zur Gravitation abschirmen oder gar eliminieren (positive und negative Ladungen kompensieren sich üblicherweise fast exakt). Auf die elektromagnetische Wechselwirkung können alltägliche Phänomene wie [[Licht]], Elektrizität, Magnetismus, [[chemische Bindung]], also auch [[Chemische Reaktion|chemische Reaktionen]] und unterschiedliche [[Materialeigenschaft]]en in Natur und Technik zurückgeführt werden. Die quantenfeldtheoretische Weiterentwicklung der klassischen Maxwell-Gleichungen führte Mitte des 20. Jahrhunderts zur [[Quantenelektrodynamik]]. Darin ist das [[Photon]] das &amp;#039;&amp;#039;allen&amp;#039;&amp;#039; elektromagnetischen Effekten zugrunde liegende [[Austauschteilchen]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Schwache Wechselwirkung ===&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|Schwache Wechselwirkung}}&lt;br /&gt;
Die auch als &amp;#039;&amp;#039;schwache Kernkraft&amp;#039;&amp;#039; bezeichnete schwache Wechselwirkung wurde 1934 von [[Enrico Fermi]] als die neue fundamentale Wechselwirkung entdeckt und beschrieben, die die [[Betazerfall|Betaradioaktivität]] verursacht. Sie hat die extrem kurze Reichweite von etwa 10&amp;lt;sup&amp;gt;−17&amp;lt;/sup&amp;gt;&amp;amp;nbsp;m. Sie wirkt zwischen allen Teilchen vom Typ [[Lepton]] und [[Quark (Physik)|Quark]], wobei sie als einzige der Wechselwirkungen Umwandlungen von einer Teilchenart in eine andere bewirken kann (z.&amp;amp;nbsp;B. [[Elektron]] wird [[Neutrino]], up-Quark wird down-Quark, aber nicht zwischen Leptonen und Quarks). Die schwache Wechselwirkung ist auch die einzige, die die Symmetrie der Naturvorgänge gegenüber einer Spiegelung des Raums (Parität, P-Symmetrie), einer Umkehrung der Ladungen (Teilchen-Antiteilchen-Symmetrie, C-Symmetrie) oder der Zeitrichtung (T-Symmetrie) verletzt (s. [[Paritätsverletzung]], [[Ladungskonjugation]], [[Zeitumkehrinvarianz]]). Die schwache Wechselwirkung kann vom Menschen nicht direkt wahrgenommen werden, bewirkt aber z.&amp;amp;nbsp;B. unverzichtbare Zwischenschritte bei der [[Kernfusion]] von [[Wasserstoff]] zu [[Helium]], aus der die [[Sonne]] ihre Strahlungsenergie bezieht. (Die Energie selbst wird durch die Starke Wechselwirkung freigesetzt.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die quantenfeldtheoretische Beschreibung der schwachen Wechselwirkung beruht auf der Zusammenfassung mit der elektromagnetischen zur [[Elektroschwache Wechselwirkung|elektroschwachen Wechselwirkung]], die ein Grundpfeiler des [[Standardmodell]]s der Elementarteilchenphysik ist. Ihre [[Austauschteilchen]] sind das [[Z-Boson|Z&amp;lt;sup&amp;gt;0&amp;lt;/sup&amp;gt;]], [[W-Boson|W&amp;lt;sup&amp;gt;+&amp;lt;/sup&amp;gt;]] und [[W-Boson|W&amp;lt;sup&amp;gt;−&amp;lt;/sup&amp;gt;]], die durch ihre große Masse sowohl die kurze Reichweite als auch die verhältnismäßige Schwäche bei alltäglichen Vorgängen bewirken. Im Zusammenhang mit der Erklärung der Masse dieser Austauschteilchen sagt die Theorie ein weiteres Teilchen voraus, das [[Higgs-Boson]]. Im Juli 2012 hat das Forschungszentrum [[CERN]] den Nachweis eines Teilchens am [[Large Hadron Collider]] bekanntgegeben, bei dem es sich mit großer Wahrscheinlichkeit um das Higgs-Boson handelt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;CERN20120704&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://press.web.cern.ch/press-releases/2012/07/cern-experiments-observe-particle-consistent-long-sought-higgs-boson |titel=CERN experiments observe particle consistent with long-sought Higgs boson |hrsg=Pressemitteilung von CERN |datum=2012-07-04 |zugriff=2012-10-15}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Starke Wechselwirkung ===&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|Starke Wechselwirkung}}&lt;br /&gt;
Die starke Wechselwirkung, auch &amp;#039;&amp;#039;starke Kernkraft&amp;#039;&amp;#039; genannt, bindet die Quarks aneinander. Sie bewirkt damit den inneren Zusammenhalt der [[Hadron]]en, z.&amp;amp;nbsp;B. des [[Proton]]s und [[Neutron]]s. Sie ist darüber hinaus Ursache der gegenseitigen Anziehungskräfte kurzer Reichweite, die zwischen den Hadronen wirken. Diese werden als [[Kernkräfte]] im engeren Sinn bezeichnet, da sie den Zusammenhalt der Protonen und Neutronen zum [[Atomkern]] ermöglichen. Damit bestimmt die starke Wechselwirkung die Bindungsenergie der Atomkerne und die Energieumsätze bei [[Kernreaktion]]en. Diese Energieumsätze sind typischerweise millionenfach größer als in der Chemie, wo sie von der elektromagnetischen Wechselwirkung zwischen den [[Atomhülle]]n herrühren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als stärkste Grundkraft der Natur wurde die starke Wechselwirkung seit den 1920er Jahren postuliert, konnte aber erst in den 1970er Jahren nach der Entdeckung, dass alle Hadronen aus zwei oder drei Quarks zusammengesetzt sind, zutreffend beschrieben werden. Die Quantenfeldtheorie der starken Wechselwirkung ist die [[Quantenchromodynamik]] (QCD). Sie stellt die Wechselwirkung zwischen zwei Quarks durch den Austausch eines [[Gluon]]s dar. Die Teilchen tragen einen eigenen Typ Ladung, die im Unterschied zur elektrischen Ladung in acht Varianten auftritt. Eine Charakterisierung geschieht über drei [[Kommensurabilität (Quantenmechanik)|gleichzeitig messbare]] Größen, die als [[Farbladung]]en der Objekte bezeichnet werden. Charakteristisch für die starke Wechselwirkung ist, dass die elementaren Teilchen, bei denen sie wirkt, nicht isoliert auftreten können. Versucht man etwa zwei Quarks voneinander zu trennen, muss so viel Energie aufgewendet werden, dass wegen der [[Äquivalenz von Masse und Energie]] weitere Quarks entstehen und sich mit den vorhandenen wieder zu vollständigen Hadronen verbinden. Dieses als [[Confinement]] (Einschließung) bezeichnete Phänomen hat zur Folge, dass die Reichweite der starken Wechselwirkung effektiv nicht über den Radius eines Hadrons (ca. 10&amp;lt;sup&amp;gt;−15&amp;lt;/sup&amp;gt;&amp;amp;nbsp;m) hinausgeht. Die genauen Mechanismen der starken Wechselwirkung sind Gegenstand aktueller Forschung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Tabellarische Auflistung ===&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|- class=&amp;quot;hintergrundfarbe6&amp;quot;&lt;br /&gt;
! Grundkraft&lt;br /&gt;
! Austauschteilchen&lt;br /&gt;
! Masse&amp;lt;br /&amp;gt;([[Elektronvolt|GeV]]/[[Lichtgeschwindigkeit|c]]&amp;lt;sup&amp;gt;2&amp;lt;/sup&amp;gt;)&lt;br /&gt;
! [[Spin]]&lt;br /&gt;
! [[Kopplungskonstante|relative&amp;lt;br /&amp;gt;Stärke]]&amp;lt;ref name=&amp;quot;Greiner13&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur|Autor=W. Greiner, B. Müller| Titel=Gauge Theory of Weak Interaction|Band=13|Verlag=Springer|Datum=2000| Seiten=2}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
! Reichweite&amp;lt;br /&amp;gt;(m)&amp;lt;ref name=&amp;quot;Greiner13&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
! Ladung&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Gravitation]]&lt;br /&gt;
| [[Graviton]] (postuliert)&lt;br /&gt;
| {{0|≈&amp;amp;#8239;0}}0&lt;br /&gt;
| {{0}}2&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;text-align:center&amp;quot; | 10&amp;lt;sup&amp;gt;−41&amp;lt;/sup&amp;gt;&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;text-align:center&amp;quot; | ∞&lt;br /&gt;
| [[Masse (Physik)|Masse]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Elektromagnetische Wechselwirkung|Elektromagnetische Kraft]]&lt;br /&gt;
| [[Photon]]&lt;br /&gt;
| {{0|≈&amp;amp;#8239;0}}0&lt;br /&gt;
| {{0}}1&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;text-align:center&amp;quot; | 10&amp;lt;sup&amp;gt;−2&amp;lt;/sup&amp;gt;&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;text-align:center&amp;quot; | ∞&lt;br /&gt;
|[[elektrische Ladung]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|rowspan=&amp;quot;2&amp;quot;| [[Schwache Wechselwirkung]]&lt;br /&gt;
| [[W-Boson|W&amp;lt;sup&amp;gt;+&amp;lt;/sup&amp;gt;]],  [[W-Boson|W&amp;lt;sup&amp;gt;−&amp;lt;/sup&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
|rowspan=&amp;quot;1&amp;quot;| ≈&amp;amp;#8239;80&lt;br /&gt;
|rowspan=&amp;quot;2&amp;quot;| {{0}}1&lt;br /&gt;
|rowspan=&amp;quot;2&amp;quot; style=&amp;quot;text-align:center&amp;quot; | 10&amp;lt;sup&amp;gt;−15&amp;lt;/sup&amp;gt;&lt;br /&gt;
|rowspan=&amp;quot;2&amp;quot; style=&amp;quot;text-align:center&amp;quot; | &amp;lt; 10&amp;lt;sup&amp;gt;−17&amp;lt;/sup&amp;gt;&lt;br /&gt;
|rowspan=&amp;quot;2&amp;quot;|nicht definierbar&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Z-Boson|Z&amp;lt;sup&amp;gt;0&amp;lt;/sup&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
| ≈&amp;amp;#8239;91&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[Starke Wechselwirkung]]&lt;br /&gt;
|[[Gluon]]&lt;br /&gt;
| {{0|≈&amp;amp;#8239;0}}0&lt;br /&gt;
| {{0}}1&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;text-align:center&amp;quot; | 1&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align:center&amp;quot; | ≈ 10&amp;lt;sup&amp;gt;−15&amp;lt;/sup&amp;gt;&lt;br /&gt;
|starke Ladung, &amp;lt;br /&amp;gt;charakterisiert durch [[Farbladung]]&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Hinweis&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;: Die typische [[Kopplungskonstante|relative Stärke]] ist so angegeben, wie sie bei Prozessen im Energiebereich bis zu einigen GeV beobachtet wird. Da die Werte stark von der Energie abhängen, ist die schwache Wechselwirkung in einigen Quellen auch mit der relativen Stärke 10&amp;lt;sup&amp;gt;−13&amp;lt;/sup&amp;gt; angegeben, die Gravitation mit 10&amp;lt;sup&amp;gt;−38&amp;lt;/sup&amp;gt; oder 10&amp;lt;sup&amp;gt;−39&amp;lt;/sup&amp;gt;. Die wesentliche Feststellung ist die Winzigkeit der Stärke der Gravitation sowie der kleine Wert der schwachen Wechselwirkung bei niedrigen Energien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Hypothetische weitere Kräfte ==&lt;br /&gt;
Obwohl bisher noch keine Nachweise geliefert werden konnten, wird in der theoretischen Physik vielfach über weitere mögliche Kräfte spekuliert. Darunter fallen beispielsweise [[Technicolor (Physik)|Technicolor]]-Theorien, [[Supersymmetrie|Theorien der Supersymmetrie]] oder [[Stringtheorie]]n. Neue makroskopische Kräfte werden gelegentlich unter dem Begriff „[[Fünfte Kraft]]“ zusammengefasst. Alle diese Kräfte stellen hypothetische Erweiterungen des [[Standard-Modell]]s der Elementarteilchenphysik dar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Vereinheitlichende Theorien ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;!--[[Datei:Coupling constants as function of energy (sketch).svg|mini|Kopplungskonstanten &amp;lt;math&amp;gt;\alpha&amp;lt;/math&amp;gt; der Grundkräfte als Funktion der Energie &amp;lt;math&amp;gt;E&amp;lt;/math&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;(s: starke,&amp;lt;br /&amp;gt; w: schwache,&amp;lt;br /&amp;gt; em: elektromagnetische Wechselwirkung,&amp;lt;br /&amp;gt; g: Gravitation)]]--&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eines der Ziele der Physik ist es herauszufinden, ob alle Grundkräfte oder Wechselwirkungen in einem vereinheitlichten Gesamtkonzept zu beschreiben sind. Damit könnte es möglich sein, alle bekannten Kräfte auf eine einzige Grundkraft zurückzuführen. Man spricht hier von &amp;#039;&amp;#039;vereinheitlichten Theorien&amp;#039;&amp;#039;. Beispielsweise ist die elektromagnetische Wechselwirkung eine Vereinheitlichung der elektrischen und der magnetischen Wechselwirkung. Weiter haben die elektromagnetische Wechselwirkung und die schwache Wechselwirkung bei Energien ab etwa 10&amp;lt;sup&amp;gt;2&amp;lt;/sup&amp;gt;&amp;amp;nbsp;GeV etwa gleiche Stärke und können als [[elektroschwache Wechselwirkung]] vereinheitlicht beschrieben werden. Jedoch steht im gegenwärtigen [[Standardmodell]] der Elementarteilchenphysik die starke Wechselwirkung unverbunden daneben. Eine Theorie, die diese drei Grundkräfte des gegenwärtigen Standardmodells der Elementarteilchenphysik vereinheitlichen würde, wird [[große vereinheitlichte Theorie]] (&amp;#039;&amp;#039;Grand Unification Theory&amp;#039;&amp;#039; &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;GUT&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;) genannt. Als zentraler Bestandteil gilt die Annäherung der Kopplungskonstanten der drei Wechselwirkungen an einen gemeinsamen Wert, wenn die Prozesse bei immer höherer Energie untersucht werden. Aktuelle Theorien nehmen eine solche Annäherung bei etwa 10&amp;lt;sup&amp;gt;16&amp;lt;/sup&amp;gt;&amp;amp;nbsp;GeV an, das liegt um einen unerreichbaren Faktor 10&amp;lt;sup&amp;gt;12&amp;lt;/sup&amp;gt; über der derzeit höchsten in einem Experiment erzielten Teilchenenergie.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Theorie, die alle vier Grundkräfte vereint, wird [[Weltformel]] oder &amp;#039;&amp;#039;Theory of Everything&amp;#039;&amp;#039; (&amp;#039;&amp;#039;TOE&amp;#039;&amp;#039;) genannt. Sie muss also über die noch hypothetische GUT hinaus eine bisher ebenfalls unbekannte [[Quantengravitation|Quantentheorie der Gravitation]] beinhalten. [[Stringtheorie]]n oder [[Superstringtheorie]]n gelten hier als aussichtsreiche Kandidaten, auch wenn sie bisher kein durch Experimente nachprüfbares Resultat ergeben haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die folgende Tabelle beschreibt schematisch das Verhältnis verschiedener Grundkräfte zueinander und die entsprechende Hierarchie der Theorien der Physik:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Tabelle der Grundkräfte|HI=HI}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es gibt wohl wenige Bücher, die alle vier Grundkräfte gleich behandeln. Eine kurze Einführung findet sich jedoch z.&amp;amp;nbsp;B. in&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;[[Gerthsen Physik]]&amp;#039;&amp;#039;. 23. Auflage. Springer Verlag, Berlin 2006, ISBN 3-540-25421-8 (mit CD-ROM)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die drei fundamentalen Wechselwirkungen des Standardmodells der Elementarteilchen werden in den meisten einführenden Büchern zur Elementarteilchenphysik behandelt, z.&amp;amp;nbsp;B. in&lt;br /&gt;
* [[Klaus Bethge]], [[Ulrich Schröder (Physiker)|Ulrich E. Schröder]]: &amp;#039;&amp;#039;Elementarteilchen und ihre Wechselwirkungen – eine Übersicht.&amp;#039;&amp;#039; Wiley-VCH, Weinheim 2006, ISBN 3-527-40587-9&lt;br /&gt;
* [[Harald Fritzsch]]: &amp;#039;&amp;#039;Elementarteilchen. Bausteine der Materie.&amp;#039;&amp;#039; Beck, München 2004, ISBN 3-406-50846-4&lt;br /&gt;
* Jörn Bleckneuhaus: &amp;#039;&amp;#039;Elementare Teilchen: Von den Atomen über das Standard-Modell bis zum Higgs-Boson&amp;#039;&amp;#039;. 2. Auflage. Springer Spectrum, 2012, ISBN 3-642-32578-5&lt;br /&gt;
* Christoph Berger &amp;#039;&amp;#039;Elementarteilchenphysik: Von den Grundlagen zu den Modernen Experimenten&amp;#039;&amp;#039;. 2. Auflage. Springer Verlag, 2006, ISBN 3-540-23143-9&lt;br /&gt;
* David Griffiths: &amp;#039;&amp;#039;Introduction to Elementary particles.&amp;#039;&amp;#039; Wiley-VCH, Weinheim 2008, ISBN 978-3-527-40601-2&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einführende Bücher zur Gravitation sind z.&amp;amp;nbsp;B.&lt;br /&gt;
* [[Charles W. Misner]], [[Kip Thorne|Kip S. Thorne]], [[John Archibald Wheeler]]: &amp;#039;&amp;#039;Gravitation&amp;#039;&amp;#039;. Freeman, 2000, ISBN 0-7167-0344-0&lt;br /&gt;
* [[Claus Kiefer]]: &amp;#039;&amp;#039;Gravitation&amp;#039;&amp;#039;. Fischer, 2002, ISBN 3-596-15357-3&lt;br /&gt;
und zur Suche nach einer Theorie der Quantengravitation&lt;br /&gt;
* Claus Kiefer: &amp;#039;&amp;#039;Der Quantenkosmos&amp;#039;&amp;#039;. Fischer, 2008, ISBN 978-3-10-039506-1&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [http://www.solstice.de/grundl_d_tph/sm_ww/sm_ww_04.html Die 4 Wechselwirkungen (Grundkräfte)] gut erklärt&lt;br /&gt;
* [http://www.drillingsraum.de/4_grundkraefte_physik/4_grundkraefte_physik.html Gravitation, Elektromagnetische-, starke und schwache Wechselwirkung: Grundlagen, Eigenschaften, Vermittlungsprozesse]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Die vier Grundkräfte der Physik}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Physik]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Lemonatix</name></author>
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