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	<title>Fremdwort - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Demo Wiki</subtitle>
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		<id>https://demowiki.knowlus.com/index.php?title=Fremdwort&amp;diff=1218&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Horst Gräbner: keine Verbesserung; historische Reihenfolge</title>
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		<updated>2025-08-14T20:00:34Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;keine Verbesserung; historische Reihenfolge&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Fremdwörter&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; sind Wörter, die entweder aus altsprachlichen („fremden“) Wortelementen (besonders griechischen und lateinischen) „bei Bedarf neu gebildet“,&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Metzler Lexikon Sprache&amp;#039;&amp;#039;. Hrsg. von [[Helmut Glück]]. 2., erweiterte Auflage. Metzler, Stuttgart / Weimar 2000.&amp;lt;/ref&amp;gt; aus antiken Schriftquellen entlehnt oder im Zuge des [[Sprachkontakt]]s vor kurzer Zeit aus anderen (lebenden) Sprachen übernommen wurden. Sie sind entsprechend – im Gegensatz zu einem integrierteren [[Lehnwort]] – der Zielsprache hinsichtlich [[Lautstand]], Betonung, [[Flexion]], [[Wortbildung]] oder Schreibung weniger angepasst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fremdwörter der ersten Gruppe sind oft &amp;#039;&amp;#039;[[Internationalismus (Sprache)|Internationalismen]]&amp;#039;&amp;#039;,&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Metzler Lexikon Sprache.&amp;#039;&amp;#039; 2., erweiterte Auflage.&amp;lt;/ref&amp;gt; die in mehreren Sprachen gleichzeitig in nur wenig verschiedener, der jeweiligen Sprache angepassten Form auftreten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der modernen [[Sprachwissenschaft]] ist die Unterscheidung zwischen „Fremd-“ und „Lehnwörtern“ unüblich, da es viele Zweifelsfälle gibt. Wie auch in vielen anderen Sprachen – vgl. [[Französische Sprache|französisch]] &amp;#039;&amp;#039;{{lang|fr|emprunts}}&amp;#039;&amp;#039; und [[Englische Sprache|englisch]] &amp;#039;&amp;#039;{{lang|en|loanwords}}&amp;#039;&amp;#039; – wird allgemein nur von „[[Entlehnung]]en“ bzw. „Lehnwörtern“ gesprochen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Quantitative Linguistik]] modelliert den Prozess der Übernahme von Fremd- und Lehnwörtern mit Hilfe des [[Sprachwandelgesetz]]es ([[Piotrowski-Gesetz]]es). Die Entlehnung geschieht, wie sich immer wieder zeigt, im Sinne bestimmter Gesetze (Körner 2004, Ternes 2011). Dasselbe gilt für das Fremdwortspektrum, das eine Übersicht gibt, aus welchen Sprachen wie viele Wörter übernommen wurden.&amp;lt;ref&amp;gt;Karl-Heinz Best: &amp;#039;&amp;#039;Das Fremdwortspektrum im Türkischen&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Glottometrics&amp;#039;&amp;#039; 17, 2008, S. 8–11 (PDF [https://www.ram-verlag.eu/wp-content/uploads/2018/08/g17zeit.pdf#page=11 Volltext]); Karl-Heinz Best: &amp;#039;&amp;#039;Zum Fremdwortspektrum im Japanischen.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Glottotheory 3/1&amp;#039;&amp;#039;, 2010, S. 5–8.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Beschreibung von Fremdwörtern im Deutschen und ihre Bedeutung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Geschichte ===&lt;br /&gt;
{{Überarbeiten|[[Diskussion:Fremdwort#Geschichte: Überarbeiten|Diskussionsseite]]}}&lt;br /&gt;
==== Lateinische Lehn- und Fremdwörter ====&lt;br /&gt;
[[Latein]] verbreitete sich durch [[Lehnwort|Lehnwörter]] wie &amp;#039;&amp;#039;Straße&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Frucht&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Sichel&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Koch&amp;#039;&amp;#039; erstmals im germanischen Sprachbereich, als das [[Römisches Reich|römische Reich]] zwischen dem 1. Jahrhundert v. Chr. und dem 6. Jahrhundert n. Chr. große Teile Europas beherrschte. Die Begriffe drangen vor der [[Zweite Lautverschiebung|zweiten Lautverschiebung]] in die deutsche Sprache ein, wurden von ihr erfasst und umgeformt (z.&amp;amp;nbsp;B. &amp;#039;&amp;#039;Ziegel&amp;#039;&amp;#039; aus &amp;#039;&amp;#039;tēgula&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Pfeffer&amp;#039;&amp;#039; aus &amp;#039;&amp;#039;piper&amp;#039;&amp;#039;).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch nach dem [[Untergang des Römischen Reiches]] und nach der zweiten Lautverschiebung kamen lateinische Ausdrücke, jetzt schon stärker als Fremdwörter (Latinismen) empfunden, ins Deutsche:&lt;br /&gt;
* zur Zeit der Christianisierung (6.–9. Jahrhundert, über Kirche und Klöster)&lt;br /&gt;
* durch die Einführung des römischen Rechts im Deutschen Reich (Ende des 15. Jahrhunderts, &amp;#039;&amp;#039;Akte&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Familie&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Konferenz&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Advokat&amp;#039;&amp;#039;)&lt;br /&gt;
* im Zeitalter des Humanismus (&amp;#039;&amp;#039;Addition&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Professor&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Sekunde&amp;#039;&amp;#039;)&lt;br /&gt;
* während der industriellen Revolution (&amp;#039;&amp;#039;Industrie&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Lokomotive&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Omnibus&amp;#039;&amp;#039;)&amp;lt;ref&amp;gt;[[Harald Wiese]]: &amp;#039;&amp;#039;Eine Zeitreise zu den Ursprüngen unserer Sprache.&amp;#039;&amp;#039; Logos, Berlin 2010, S. 37–38.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit dem Ende der [[Antike]] war Latein die Sprache der [[Wissenschaft]]. [[Altgriechische Sprache|Griechisch]] begann erst mit der [[Renaissance]] wieder eine Rolle zu spielen.&lt;br /&gt;
{{siehe auch|Erste lateinische Welle}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Seit dem Ausgang des Mittelalters ====&lt;br /&gt;
In der Zeit der Entstehung der großen Handelsgesellschaften wurden im deutschsprachigen Raum kaufmännische Ausdrücke aus dem [[Italienische Sprache|Italienischen]] eingebürgert ([[Konto]], [[Saldo]]). Das Italienische prägte auch Kunst ([[Torso]], [[Fresko]]) und Musik ([[Dynamik (Musik)|forte]], [[Tempo (Musik)|Tempobezeichnungen]] wie zum Beispiel &amp;#039;&amp;#039;andante&amp;#039;&amp;#039;).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur Zeit des [[Barock]]s und der [[Aufklärung]] war in Deutschland [[Französische Sprache|Französisch]] die Sprache der oberen Gesellschaftsschichten. Die [[Sprachpurismus|Sprachpuristen]] [[Philipp von Zesen]] und [[Johann Heinrich Campe]] versuchten, dem zunehmenden Gebrauch von Fremdwörtern durch geschickte Verdeutschungen entgegenzuwirken (z.&amp;amp;nbsp;B. Abstand [Distanz], Anschrift [Adresse], Augenblick [Moment], Beistrich [Komma], Bücherei [Bibliothek], Gesichtskreis [Horizont], Leidenschaft [Passion], Mundart [Dialekt], Rechtschreibung [Orthographie], altertümlich [antik], herkömmlich [konventionell], Erdgeschoss [Parterre], Lehrgang [Kursus], Stelldichein [Rendezvous], tatsächlich [faktisch], Voraussage [Prophezeiung], Wust [Chaos]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Viele derartige Neuschöpfungen haben sich, nicht zuletzt durch den [[Nationalismus]] des [[19. Jahrhundert]]s, in der [[Deutsche Sprache|deutschen]] Alltagssprache durchsetzen können. Post und Bahn deutschten systematisch Wörter aus ihren Fachbereichen ein (Bahnsteig [Perron]; Umschlag [Kuvert], Einschreiben [recommandé]). Andere Länder sind damit noch weiter gegangen (z.&amp;amp;nbsp;B. die [[Türkei]], in der so viele [[Arabische Sprache|arabische]] Begriffe durch neugeschaffene [[Türkische Sprache|türkische]] ersetzt wurden, dass die heutigen Türken die [[Osmanische Sprache]] nicht mehr vollständig verstehen). Neuere Versuche von Verdeutschungen (Nuance &amp;gt; Abschattung) sind wenig erfolgreich geblieben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bis heute ist ein Anteil der deutschen Fremdwörter französischen Ursprungs. Erst mit dem technischen und industriellen Siegeszug der [[Vereinigte Staaten|USA]], und seit im 20. Jahrhundert das Englische das Französische auch als Sprache der [[Diplomatie]] abzulösen begonnen hatte, ist der Strom französischer Ausdrücke ins Deutsche versiegt. Heute überwiegt die Übernahme von Wörtern aus dem [[Englische Sprache|Englischen]], besonders dem [[Amerikanisches Englisch|amerikanischen]] (Meeting [Treffen], Computer [Rechner]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von den rund 140.000 Begriffen des heutigen Duden hat etwa jedes vierte Wort fremdsprachliche Wurzeln. Jeweils etwa 3,5 Prozent davon stammen aus dem Englischen und dem Französischen. Jeweils etwa fünf bis sechs Prozent aus dem Lateinischen und Griechischen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle | url=https://www.heise.de/newsticker/meldung/Vorwurf-laecherliche-Angeber-Anglizismen-Duden-zum-Sprachpanscher-gekuert-1946973.html | titel=Vorwurf „lächerliche Angeber-Anglizismen“: Duden zum „Sprachpanscher“ gekürt | autor=Jürgen Kuri, Uta Knapp, dpa | datum=2013-09-02| zugriff=2013-09-13| kommentar=Erklärung von Duden-Chefredakteur Werner Scholze-Stubenrecht}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Ein fortlaufender Zeitungstext erreicht beispielsweise etwa 8 bis 9 Prozent Fremdwörter; werden nur Substantive, Adjektive und Verben gezählt, steigt der Anteil auf etwa 16 bis 17 Prozent. In Fachtexten mit vielen [[Terminus Technicus|Termini technici]] liegt der Anteil meist wesentlich höher.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle | url=https://www.duden.de/sites/default/files/downloads/Duden_Das_Fremdwort_Lesenswertes_und_Interessantes.pdf | titel=Das Fremdwort – Lesenswertes und Interessantes | hrsg=Duden-Redaktion | werk=Duden – Das Fremdwörterbuch | seiten=22 | datum=2010 | zugriff=2013-09-13 | format=PDF; 1,6&amp;amp;nbsp;MB | archiv-url=https://web.archive.org/web/20170712154147/https://www.duden.de/sites/default/files/downloads/Duden_Das_Fremdwort_Lesenswertes_und_Interessantes.pdf | archiv-datum=2017-07-12 | offline=ja | archiv-bot=2019-09-05 22:05:57 InternetArchiveBot }}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Deutsche Wörter in anderen Sprachen ==&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|Germanismus|Liste deutscher Wörter in anderen Sprachen}}&lt;br /&gt;
Auch deutsche Wörter werden in andere Sprachen übernommen und sind dort dann Fremdwörter.&lt;br /&gt;
* im [[Bosnische Sprache|Bosnischen]]/[[Kroatische Sprache|Kroatischen]]/[[Serbische Sprache|Serbischen]] (oft von österreichischer Aussprache beeinflusst): auspuh&amp;#039; (&amp;#039;&amp;#039;Auspuff&amp;#039;&amp;#039;), tašna [ˈtaʃna] (&amp;#039;&amp;#039;Tasche&amp;#039;&amp;#039;); nur im Bosnischen: paradajz (&amp;#039;&amp;#039;Paradeiser&amp;#039;&amp;#039;=&amp;#039;&amp;#039;Tomate&amp;#039;&amp;#039;), šrafciger [ˈʃraftsɪga] (&amp;#039;&amp;#039;Schraubenzieher&amp;#039;&amp;#039;), vinkl (&amp;#039;&amp;#039;Winkel&amp;#039;&amp;#039;)&lt;br /&gt;
* im [[Englische Sprache|Englischen]]:&amp;lt;ref&amp;gt;Siehe dazu ausführlicher: Karl-Heinz Best: &amp;#039;&amp;#039;Deutsche Entlehnungen im Englischen.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Glottometrics,&amp;#039;&amp;#039; Heft 13, 2006, Seite 66–72 (PDF [https://www.ram-verlag.eu/wp-content/uploads/2018/08/g13zeit.pdf#page=70 Volltext])&amp;lt;/ref&amp;gt; abseilen, angst, ansatz, blitzkrieg, bratwurst, dachshund, doppelganger, ehrgeiz, fräuleinwunder, gedanken&amp;amp;nbsp;experiment, Gesundheit!, glockenspiel, hinterland, hohlraum, kindergarten, leitmotiv, nazi, poltergeist, putsch, rucksack, sauerkraut, schadenfreude, stillstand, übermensch, wanderlust, weltschmerz, wunderkind, zeitgeist, zwieback, eigen- (als Präfix mehrerer math./phys. Fachtermina, z.&amp;amp;nbsp;B. &amp;#039;&amp;#039;eigenvalue&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;eigenspace&amp;#039;&amp;#039;)&lt;br /&gt;
* im [[Französische Sprache|Französischen]]: bunker, leitmotiv, nouilles (&amp;#039;&amp;#039;Nudeln&amp;#039;&amp;#039;), weltanschauung, waldsterben&lt;br /&gt;
* im [[Italienische Sprache|Italienischen]]: hinterland, kindergarten, leitmotiv, weltanschauung, wurstel&lt;br /&gt;
* im [[Japanische Sprache|Japanischen]]: {{lang|ja|アルバイト|arubaito}} („Nebenjob“, „Studentenjob“, von &amp;#039;&amp;#039;Arbeit&amp;#039;&amp;#039;), {{lang|ja|カルテ|karute}} („Krankenkarte“, von &amp;#039;&amp;#039;Karte&amp;#039;&amp;#039;), {{lang|ja|バウムクーヘン|baumukūhen}} (&amp;#039;&amp;#039;Baumkuchen&amp;#039;&amp;#039;), {{lang|ja|ゲレンデ|gerende}} („Skipiste“/„Skigelände“, von &amp;#039;&amp;#039;Gelände&amp;#039;&amp;#039;)&lt;br /&gt;
* im [[Niederländische Sprache|Niederländischen]]: ansichtkaart, sowieso, überhaupt&lt;br /&gt;
* im [[Polnische Sprache|Polnischen]]: bukmacher (&amp;#039;&amp;#039;Buchmacher&amp;#039;&amp;#039;) → zakład bukmacherski (&amp;#039;&amp;#039;Wettbüro&amp;#039;&amp;#039;), brytfanka (&amp;#039;&amp;#039;Kasserolle&amp;#039;&amp;#039;, von &amp;#039;&amp;#039;Bratpfanne&amp;#039;&amp;#039;), durszlak (&amp;#039;&amp;#039;Sieb&amp;#039;&amp;#039;, von &amp;#039;&amp;#039;durchschlagen&amp;#039;&amp;#039;), fajerwerk (&amp;#039;&amp;#039;Feuerwerk&amp;#039;&amp;#039;), gwałt (&amp;#039;&amp;#039;Vergewaltigung&amp;#039;&amp;#039;, von &amp;#039;&amp;#039;Gewalt&amp;#039;&amp;#039;), kształt (&amp;#039;&amp;#039;Gestalt, Form&amp;#039;&amp;#039;), kubeł (&amp;#039;&amp;#039;Kübel&amp;#039;&amp;#039;) oder westpolnisch: kibel (&amp;#039;&amp;#039;Klo&amp;#039;&amp;#039;, von &amp;#039;&amp;#039;Kübel&amp;#039;&amp;#039;), szlafmyca (&amp;#039;&amp;#039;Schlafmütze&amp;#039;&amp;#039;), sznur (&amp;#039;&amp;#039;Schnur&amp;#039;&amp;#039;), szwagier/ka (&amp;#039;&amp;#039;Schwager/Schwägerin&amp;#039;&amp;#039;), warsztat (&amp;#039;&amp;#039;Werkstatt&amp;#039;&amp;#039;), wihajster (&amp;#039;&amp;#039;Du weißt schon&amp;#039;&amp;#039;, von &amp;#039;&amp;#039;Wie heißt er&amp;#039;&amp;#039;).&amp;lt;br /&amp;gt;Sprachwissenschaftliche Forschungen ergaben, dass bis zu 2500 Wörter der polnischen Sprache einen Ursprung in deutschen oder [[Mittelhochdeutsche Sprache|mittelhochdeutschen]] Wörtern haben könnten.&amp;lt;ref&amp;gt;Eine Auflistung aller bisher bekannten Lehnwörter findet sich auf der Homepage der [[Carl von Ossietzky Universität Oldenburg|Universität Oldenburg]]: {{Internetquelle |url=https://diglib.bis.uni-oldenburg.de/bis-verlag/wdlp/ |titel=Wörterbuch der deutschen Lehnwörter im Polnischen |abruf=2025-05-17}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* im [[Russische Sprache|Russischen]]: buterbrod (&amp;#039;&amp;#039;Butterbrot&amp;#039;&amp;#039;, hier jedoch allgemein ein &amp;#039;&amp;#039;belegtes Brot&amp;#039;&amp;#039; bezeichnend), ajsberg (&amp;#039;&amp;#039;Eisberg&amp;#039;&amp;#039;), landschaft, schlagbaum, zejtnot (&amp;#039;&amp;#039;Zeitnot&amp;#039;&amp;#039;), galstuk (&amp;#039;&amp;#039;Halstuch&amp;#039;&amp;#039;, hier jedoch allgemein &amp;#039;&amp;#039;Krawatte / Schlips&amp;#039;&amp;#039; bezeichnend), waltorna (&amp;#039;&amp;#039;Waldhorn&amp;#039;&amp;#039;)&lt;br /&gt;
* im [[Spanische Sprache|Spanischen]]: fuss, platz, sitz (Hundekommandos), kinder (&amp;#039;&amp;#039;Kindergarten&amp;#039;&amp;#039; in Lateinamerika, über das Englische ins Spanische gelangt), kuchen (in Chile), leitmotiv, weltanschauung&lt;br /&gt;
* im [[Swahili (Sprache)|Swahili]]: shule&lt;br /&gt;
* im [[Tschechische Sprache|Tschechischen]]: švagr [ʃvagr] (&amp;#039;&amp;#039;Geselle&amp;#039;&amp;#039;)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Internationale Suche „Wörterwanderung“ ==&lt;br /&gt;
Für eine Ausschreibung mit dem Titel „Wörterwanderung“ sammelten im Sommer 2006 über 1600 Menschen aus 57 Ländern „ausgewanderte Wörter“ mit persönlichen Erlebnissen und Erläuterungen zu Bedeutungsverschiebungen in anderen Sprachen. Der [[Deutscher Sprachrat|Deutsche Sprachrat]] hat einige Ergebnisse inzwischen veröffentlicht.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. Limbach 2007&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das deutsche „[[Hinterland]]“ steht beispielsweise in England für das Gebiet hinter einem Frachtschiffhafen, in Italien für die dicht besiedelte Gegend um Mailand und in Australien für Gebiete, die in einem größeren Abstand von der Küste liegen, jedoch im Gegensatz zu den riesigen Flächen im Landesinneren („Outback“).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das dänische „habengut“ für Dinge, die man besitzt und mit sich tragen kann, kam mit deutschen Wandergesellen. Ein Teilnehmer aus der Schweiz berichtete von „schubladisieren“, abgeleitet von „Schublade“, in der [[Romandie|französischsprachigen Schweiz]] im Sinne von zu den Akten legen, auf die lange Bank schieben bzw. nicht behandeln wollen. In der englischen Jugendsprache hat sich das Wort „uber“ – „über“ ohne [[Umlaut]] – als Steigerungsform von „super“ oder „mega“ herausgebildet. Das deutsche Wort „Zeitgeist“ wird dort sogar als [[Adjektiv]] „zeitgeisty“ verwendet. In Italien, so ein Einsender, hat sich das Wort „Realpolitik“ in der Zeit des Eisernen Vorhangs verbreitet, mit Willy Brandt assoziiert, heute zunehmend als „wahre, sinnvolle, lebensnahe Politik“ verstanden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die meisten Zusendungen nannten ins Englische, Russische, Ungarische und Polnische ausgewanderte Wörter. Auch Vietnamesisch, Koreanisch, Chinesisch, Japanisch, Arabisch, Persisch, Hebräisch, Brasilianisch, Spanisch, Finnisch, Estnisch, Afrikaans, Swahili, Wolof und Kirundi kommen vor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Spitzenreiter ist nach wie vor das französische „vasistas“ für „Oberlicht“ oder „Kippfenster“, abgeleitet vom deutschen „Was ist das?“. An zweiter Stelle steht der „kindergarten“, den es im englischen, französischen, spanischen und japanischen Sprachgebrauch gibt, gefolgt vom russischen „butterbrot“, das ein belegtes Brot, allerdings auch ohne Butter, bezeichnet und dem Wort „kaputt“ im Englischen, Spanischen, Französischen und Russischen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Fremdwörter als Überreste einstiger Landessprachen ==&lt;br /&gt;
Wenn ein fremdes Volk einem Gebiet seine Kultur so flächendeckend aufzwingt, dass seine Sprache ganz in ihm zu herrschen beginnt, nehmen die verbleibenden örtlichen Ausdrücke den Charakter von Fremdwörtern an. Beispiele im [[Amerikanisches Englisch|Amerikanischen]] sind &amp;#039;&amp;#039;[[toboggan]]&amp;#039;&amp;#039; (Rutschschlitten) und &amp;#039;&amp;#039;[[Kanu|canoe]]&amp;#039;&amp;#039; aus dem [[Indianische Sprachen|Indianischen]] oder &amp;#039;&amp;#039;[[Lehmziegel|adobe]]&amp;#039;&amp;#039; (an der Sonne getrockneter Lehmziegel), &amp;#039;&amp;#039;[[lasso]]&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;[[Sierra (Geographie)|sierra]]&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;[[desperado]]&amp;#039;&amp;#039; aus der Zeit der spanischen Kolonisation.&amp;lt;ref&amp;gt;[[André Maurois]]: &amp;#039;&amp;#039;Die Geschichte Amerikas.&amp;#039;&amp;#039; Rascher, Zürich 1947, S. 23, 27, 37.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Buchwort]]&lt;br /&gt;
* [[Erbwort]]&lt;br /&gt;
* [[Etymologisches Spektrum]]&lt;br /&gt;
* [[Fremdwörterbuch]]&lt;br /&gt;
* [[Fremdwortbezogene Wörterbücher des Deutschen]]&lt;br /&gt;
* [[Phono-semantische Angleichung]]&lt;br /&gt;
* [[Rechtschreibreform von 1996]]&lt;br /&gt;
* [[Zitatwort]]&lt;br /&gt;
* [[Liste griechischer Wortstämme in deutschen Fremdwörtern]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Theodor W. Adorno]]: &amp;#039;&amp;#039;Wörter aus der Fremde.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Noten zur Literatur&amp;#039;&amp;#039; (Teil 2). Bibliothek Suhrkamp, Frankfurt am Main 1959, ISBN 3-518-01071-9.&lt;br /&gt;
* Vincent Balnat und Barbara Kaltz: &amp;#039;&amp;#039;Sprachkritik und Sprachpflege im frühen 20. Jahrhundert: Einstellungen zu „Fremdwörtern“ und „Kurzwörtern“.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Bulletin of the Henry Sweet Society for the History of Linguistic Ideas&amp;#039;&amp;#039; 49, 2007, S. 27–37. &lt;br /&gt;
* [[Karl-Heinz Best]]: &amp;#039;&amp;#039;Wo kommen die deutschen Fremdwörter her?&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Göttinger Beiträge zur Sprachwissenschaft&amp;#039;&amp;#039; 5, 2001, S. 7–20.&lt;br /&gt;
* Karl-Heinz Best: &amp;#039;&amp;#039;Ein Beitrag zur Fremdwortdiskussion&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Die deutsche Sprache in der Gegenwart. Festschrift für Dieter Cherubim zum 60. Geburtstag&amp;#039;&amp;#039;. Herausgegeben von Stefan J. Schierholz in Zusammenarbeit mit Eilika Fobbe, Stefan Goes und Rainer Knirsch. Lang, Frankfurt u.&amp;amp;nbsp;a. 2001, S. 263–270, ISBN 3-631-37009-1.&lt;br /&gt;
* Karl-Heinz Best: &amp;#039;&amp;#039;Quantitative Linguistik. Eine Annäherung.&amp;#039;&amp;#039; 3., stark überarbeitete und ergänzte Auflage. Peust &amp;amp; Gutschmidt, Göttingen 2006, ISBN 978-3-933043-17-7.&lt;br /&gt;
* Karl-Heinz Best, [[Emmerich Kelih]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Entlehnungen und Fremdwörter: Quantitative Aspekte.&amp;#039;&amp;#039; RAM-Verlag, Lüdenscheid 2014, ISBN 978-3-942303-23-1.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;[[Duden]]: Das große Fremdwörterbuch. Herkunft und Bedeutung der Fremdwörter.&amp;#039;&amp;#039; 4. Auflage. [[Bibliographisches Institut &amp;amp; F. A. Brockhaus|Dudenverlag]] 2007, ISBN 3-411-04164-1.&lt;br /&gt;
* [[Peter Eisenberg (Linguist)|Peter Eisenberg]]: &amp;#039;&amp;#039;Das Fremdwort im Deutschen.&amp;#039;&amp;#039; de Gruyter, Berlin und New York 2011, ISBN 978-3-11-023564-7; E-Book ISBN 978-3-11-023565-4.&lt;br /&gt;
* Helle Körner: &amp;#039;&amp;#039;Zur Entwicklung des deutschen (Lehn-)Wortschatzes.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Glottometrics&amp;#039;&amp;#039; 7, 2004, S. 25–49 (PDF [https://www.ram-verlag.eu/wp-content/uploads/2018/08/g7zeit.pdf#page=28 Volltext]).&lt;br /&gt;
* [[Jutta Limbach]]: &amp;#039;&amp;#039;Ausgewanderte Wörter.&amp;#039;&amp;#039; Hueber, Ismaning 2007, ISBN 3-19-107891-6.&lt;br /&gt;
* [[Peter von Polenz]]: &amp;#039;&amp;#039;Deutsche Sprachgeschichte vom Spätmittelalter bis zur Gegenwart, Band I: Einführung, Grundbegriffe, 14. bis 16. Jahrhundert&amp;#039;&amp;#039;, de Gruyter, Berlin und New York 1991 (2. überarbeitete und ergänzte Aufl. 2000.), ISBN 3-11-016478-7.&lt;br /&gt;
* Peter von Polenz: &amp;#039;&amp;#039;Deutsche Sprachgeschichte vom Spätmittelalter bis zur Gegenwart.&amp;#039;&amp;#039; Band II: &amp;#039;&amp;#039;17. und 18. Jahrhundert&amp;#039;&amp;#039;. de Gruyter, Berlin und New York 1994, ISBN 3-11-014608-8.&lt;br /&gt;
* [[Ludwig Reiners]]: &amp;#039;&amp;#039;Stilkunst. Ein Lehrbuch deutscher Prosa.&amp;#039;&amp;#039; Beck, München 1991, ISBN 978-3-406-34985-0.&lt;br /&gt;
* Andrea Stiberc: &amp;#039;&amp;#039;Sauerkraut, Weltschmerz, Kindergarten und Co. Deutsche Wörter in der Welt.&amp;#039;&amp;#039; Herder, Freiburg/Basel/Wien 1999, ISBN 3-451-04701-2.&lt;br /&gt;
* Katharina Ternes: &amp;#039;&amp;#039;Entwicklungen im deutschen Wortschatz.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Glottometrics&amp;#039;&amp;#039; 21, 2011, S. 25–53 (PDF [https://www.ram-verlag.eu/wp-content/uploads/2018/08/g21zeit.pdf#page=29 Volltext]).&lt;br /&gt;
* Reinhard von Normann: &amp;#039;&amp;#039;Das treffende Fremdwort. Wörterbuch deutsch–fremd. Über 30.000 Stichwörter.&amp;#039;&amp;#039; Eichborn-Verlag, 1998, ISBN 978-3-8218-1262-5.&lt;br /&gt;
* Friedrich Wolff und [[Otto Wittstock]]: &amp;#039;&amp;#039;Latein und Griechisch im deutschen Wortschatz – Lehn- und Fremdwörter.&amp;#039;&amp;#039; VMA-Verlag, Wiesbaden 1999, ISBN 3-928127-63-2.&lt;br /&gt;
* [[Dieter E. Zimmer]]: &amp;#039;&amp;#039;Deutsch und anders – die Sprache im Modernisierungsfieber.&amp;#039;&amp;#039; Rowohlt, Reinbek bei Hamburg 1998, ISBN 3-499-60525-2.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Wiktionary}}&lt;br /&gt;
* {{Webarchiv |url=https://www.duden.de/downloads/produkte/duden05/fremdwort_freund_oder_feind.pdf |wayback=20091122195204 |text=&amp;#039;&amp;#039;Ein Fremdwort – was ist das?&amp;#039;&amp;#039;}} (und andere Beiträge) (PDF-Datei von www.duden.de; 730&amp;amp;nbsp;kB)&lt;br /&gt;
* [http://www.fremdwort.de/ Fremdwörterlexikon auf &amp;#039;&amp;#039;www.fremdwort.de&amp;#039;&amp;#039;]&lt;br /&gt;
* [http://www.owid.de/wb/dfwb/start.html Deutsches Fremdwörterbuch (DFWB) auf &amp;#039;&amp;#039;www.owid.de&amp;#039;&amp;#039;]&lt;br /&gt;
* [https://www.youtube.com/watch?v=kP-Rxf-Vfu0 Rechtschreibung in lateinischen] und  [https://www.youtube.com/watch?v=n5b8vwJ4k8U in griechischen Fremdwörtern] (zwei Lehrvideos)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Lehnwort| Fremdwort]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Quantitative Linguistik]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Horst Gräbner</name></author>
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