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	<title>Formalisierung - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-04-05T03:38:46Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Demo Wiki</subtitle>
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		<id>https://demowiki.knowlus.com/index.php?title=Formalisierung&amp;diff=1048&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Invisigoth67: form</title>
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		<updated>2024-07-26T14:04:50Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;form&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Formalisierung&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; bedeutet den Vorgang oder das Ergebnis des Formalisierens einer Sache. Etwas wird formalisiert, indem ihm eine (strenge) [[Form (Philosophie)|Form]] gegeben, es in einer (strengen) Form dargestellt oder bei seiner Durchführung eine vorgegebene (strenge) Form eingehalten wird. Mit strenger Form ist eine Schriftform gemeint, deren [[Schriftzeichen|Zeichen]] in einer festgelegten Reihenfolge auf festgelegte Art und Weise verarbeitet werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von dieser allgemeinen Bedeutung können eine wissenschaftstheoretische und eine kulturwissenschaftliche Bedeutung unterschieden werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wissenschaftstheorie ==&lt;br /&gt;
Wissenschaftstheoretisch bedeutet Formalisierung im weiteren Sinn „die Generalisierung einer (wissenschaftlichen) Aussage unter Absehung ihrer konkret-empirischen Bezüge“.&amp;lt;ref&amp;gt;dtv-Lexikon/Formalisierung, ISBN 3-423-05998-2&amp;lt;/ref&amp;gt; In dieser Bedeutung ist die Formalisierung mit der [[Abstraktion]] verwandt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im engeren Sinn bedeutet Formalisierung die Beschreibung eines Phänomens oder die Formulierung einer Theorie in einer [[Formale Sprache|formalen Sprache]], deren [[Axiomatisierung]] und – als letzte Stufe – die [[Kalkül]]isierung (siehe [[Formalisierte Theorie]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So ist die [[mathematische Logik]] durch Formalisierung gekennzeichnet. Man formalisiert ein System der Logik, indem man von der vorgegebenen [[Intension]] der in ihm vorkommenden Ausdrücke absieht und diese [[Ausdruck (Mathematik)|Ausdrücke]] in genau dem Sinn verwendet, den die Axiome bzw. die Regeln dieses Systems diesem vorschreiben.&amp;lt;ref&amp;gt;Wilhelm Esser, Rosa Martínez, Joachim Labude: &amp;#039;&amp;#039;Grundzüge der Logik I. Das logische Schließen,&amp;#039;&amp;#039; Klostermann, Frankfurt am Main 5. Aufl. 2001, S. 76. ISBN 9783465031642&amp;lt;/ref&amp;gt; „Die [[Aussagenlogik]] und die [[Prädikatenlogik]] lassen sich als Formalisierungen des alltäglichen logischen Schließens ansehen.“&amp;lt;ref&amp;gt;Arnim Regenbogen, Uwe Meyer: &amp;#039;&amp;#039;Wörterbuch der philosophischen Begriffe,&amp;#039;&amp;#039; Meiner, Hamburg 2006, S. XXX. ISBN 978-3-7873-2500-9&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Sprachwissenschaft gibt es Versuche, durch [[formale Grammatik]]en wie zum Beispiel die [[generative Transformationsgrammatik]] die [[natürliche Sprache]] zu beschreiben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kulturwissenschaft ==&lt;br /&gt;
Im kulturwissenschaftlichen Sinn kann unter Formalisierung die Auflösung zielgerichteter [[Handeln|Handlungen]] in wiederholbare und übertragbare Verfahrensschritte bezeichnet werden, wie es durch die [[Regel (Richtlinie)|Regelung]] einer [[Ablauforganisation]] geschieht. Die Philosophin [[Sybille Krämer]] spricht in enger Anlehnung an die Mathematik von einem „typographischen, schematischen und interpretationsfreien Symbolgebrauch“,&amp;lt;ref&amp;gt;Sybille Krämer: &amp;#039;&amp;#039;Symbolische Maschinen: die Idee der Formalisierung im geschichtlichen Abriß&amp;#039;&amp;#039;, Wissenschaftliche Buchgesellschaft, Darmstadt 1988, S. 2.&amp;lt;/ref&amp;gt; der Handlungen automatisierbar mache.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die damit verbundene Einschränkung eines persönlichen und willkürlichen Vorgehens kann verschiedene Absichten haben: Sie kann aus Gründen der [[Transparenz (Politik)|Transparenz]] und [[Gleichberechtigung]] geschehen (Politik, Recht, Mathematik) oder aus Gründen der [[Rationalisierung (Ökonomie)|Rationalisierung]] und [[Automatisierung]] (Wirtschaft, Militär, Technik, Informatik). Aufzeichnungen sind sowohl Grundlage als auch Resultat von Formalisierungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Verwandt mit der Formalisierung und historisch nicht von ihr trennbar ist die [[Ritualisierung (Kulturwissenschaft)|Ritualisierung]], bei der streng festgelegte Abläufe zu einer [[Gewohnheit]] werden, die emotionale Sicherheit verleiht (vgl. [[Spielregel]]). So hat der Anthropologe [[Horace Miner]] in einem berühmt gewordenen Aufsatz das Zähneputzen der „[[Nacirema]]“ als magisches Ritual mit „higly formalized series of gestures“ beschrieben.&amp;lt;ref&amp;gt;Horace Miner: &amp;#039;&amp;#039;Body Ritual among the Nacirema&amp;#039;&amp;#039;, in: &amp;#039;&amp;#039;American Anthopologist&amp;#039;&amp;#039;, 58:1956, S. 503–507, hier S. 504&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Linguist [[Wolfgang Wildgen]] spricht davon, dass „(sinnentleerte) Teilhandlungen“ durch Formalisierung und Ritualisierung eine „Sinnfunktion“ bekommen.&amp;lt;ref&amp;gt;Wolfgang Wildgen: &amp;#039;&amp;#039;Kognitive Grammatik: klassische Paradigmen und. neue Perspektiven&amp;#039;&amp;#039;, Berlin: de Gruyter 2008, S. 27. ISBN 9783110196009&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Sybille Krämer: &amp;#039;&amp;#039;Symbolische Maschinen: die Idee der Formalisierung im geschichtlichen Abriß&amp;#039;&amp;#039;, Wissenschaftliche Buchgesellschaft, Darmstadt 1988. ISBN 9783534032075&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Wiktionary}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Wissenschaftstheorie]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Invisigoth67</name></author>
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