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	<title>Folklore - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Demo Wiki</subtitle>
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		<title>imported&gt;BurghardRichter: eine hochformatige Abbildung verkleinert</title>
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		<updated>2025-08-16T17:06:29Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;eine hochformatige Abbildung verkleinert&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Dieser Artikel|behandelt &amp;#039;&amp;#039;Folklore&amp;#039;&amp;#039; in der Volkskunde; zu anderen Bedeutungen siehe [[Folklore (Begriffsklärung)]].}}&lt;br /&gt;
[[Datei:Maypole erection.jpg|mini|340px|In der schwedischen Region [[Dalarna]] treffen sich regelmäßig zum [[Mittsommerfest]] Folkloregruppen aus ganz Europa. Auf dem Bild errichten Gäste aus Osteuropa die [[Mittsommerfest#Majstång|Majstång]]]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Folklore&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (von [[Englische Sprache|englisch]] &amp;#039;&amp;#039;folk&amp;#039;&amp;#039; „Volk“, und &amp;#039;&amp;#039;lore&amp;#039;&amp;#039; „Überlieferung“ oder „Wissen“) ist der sichtbare Ausdruck des [[Immaterielles Kulturerbe|immateriellen kulturellen Erbes]] einer [[Ethnie|ethnischen]] oder religiösen Gemeinschaft. Sie umfasst althergebrachte [[Tradition]]en des [[Volk]]es (z.&amp;amp;nbsp;B. [[Materialkultur]], [[Kult]]e, [[Ritus|Riten]], [[Brauch|Bräuche]], [[Sitte]]n, [[Musik]], [[Volkskunst]], [[Literatur]]) und beruht auf generationsübergreifender Überlieferung, die in [[Mündliche Überlieferung|mündlicher]], unter Umständen aber auch schon seit geraumer Zeit [[Schriftliche Überlieferung|schriftlich]] oder bildlich fixierter Form vorliegen kann. Moderne kulturelle Erscheinungsformen, die ebenfalls Ausdruck einer kulturellen oder [[subkultur]]ellen Gemeinschaft sein können, werden üblicherweise ebenso wenig zur Folklore gerechnet wie [[Hochkultur (Soziologie)|hochkulturelle]] Leistungen, die zwar ebenfalls landestypisch oder kulturspezifisch sein können, aber keinen volkstümlichen Charakter besitzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wissenschaftlich befasst sich mit Folklore die Disziplin der [[Folkloristik]] als Teilgebiet der allgemeinen [[Volkskunde]] und der [[Erzählforschung]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Begriffsgeschichte ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Indigenous - Ken Hall and Sami.jpg|mini|[[Tracht (Kleidung)|Trachten]] und [[Uniform]]en können Bestandteil der Folklore sein. Links ein Haisla-Indianer (NW-Kanada), zwei Sámi (Schweden) in volkstümlicher Kleidung und ein kanadischer [[Mountie]] in traditioneller Parademontur]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Mittelaltermarkt Visby.JPG|mini|[[Mittelaltermarkt|Mittelaltermärkte]] sind keine Folklore, sondern &amp;#039;&amp;#039;folkloristische&amp;#039;&amp;#039; und [[Historisierung|historisierende]] Veranstaltungen, bei denen die Darsteller keine lebendig überlieferten Traditionen ausüben]]&lt;br /&gt;
Die Vorläufer des Begriffs gehen ins 18.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert in den deutschen Sprachraum zurück. [[Johann Gottfried von Herder]] verbreitete erstmals Begriffe wie „[[Volkslied]]“, „[[Volksgeist|Volksseele]]“ oder „[[Volksglaube]]“ und unternahm 1778/79 mit der Veröffentlichung seiner Sammlung &amp;#039;&amp;#039;[[Stimmen der Völker in Liedern]]&amp;#039;&amp;#039; den ersten Versuch, Traditionen und Kulturgüter des einfachen Volkes zu dokumentieren und zu archivieren. Erst mit den Gebrüdern Grimm, die 1812 den ersten Band ihrer [[Kinder- und Hausmärchen]] herausgaben, erreichte die folkloristische Dokumentationsarbeit wissenschaftliches Niveau.&amp;lt;ref&amp;gt;Alan Dundes: &amp;#039;&amp;#039;Interpreting Folklore.&amp;#039;&amp;#039; Indiana University Press, Bloomington 1980, S. 1 ({{Google Buch|BuchID=g195nUPUC6gC|Seite=1}}).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das englische [[Kunstwort]] „folk-lore“ wurde von dem Kulturhistoriker William John Thoms (1803–1885) geschaffen. Es taucht erstmals als Überschrift eines Artikels in der [[London]]er Literatur-Wochenzeitschrift &amp;#039;&amp;#039;The Athenaeum&amp;#039;&amp;#039; auf,&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;The Athenaeum&amp;#039;&amp;#039; vom 22. August 1846, S. 862 f.; Angabe nach R. Troy Boyer: &amp;#039;&amp;#039;The Forsaken Founder, William John Thoms. From Antiquities To Folklore.&amp;#039;&amp;#039; [[Terre Haute]] ([[Indiana]]) 1997, S. 55.&amp;lt;/ref&amp;gt; den Thoms im August 1846 unter dem [[Pseudonym]] &amp;#039;&amp;#039;Ambrose Merton&amp;#039;&amp;#039; veröffentlichte. Das Wort, so erläuterte Thoms, bedeute „Volksüberlieferung“ („the Lore of the people“). Er sah Bedarf für einen neuen englischen Begriff, der die bis dato verwendete Bezeichnung „volkstümliche Altertümer“ &amp;#039;&amp;#039;(popular antiquities)&amp;#039;&amp;#039; ersetzte, um das von den [[Brüder Grimm|Gebrüdern Grimm]] (insbesondere in [[Jacob Grimm]]s [[Deutsche Mythologie]] ab 1835) veröffentlichte [[Volksgut]] besser zuordnen zu können.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Bausinger66-15&amp;quot;&amp;gt;Hermann Bausinger: &amp;#039;&amp;#039;Folklore und gesunkenes Kulturgut.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Deutsches Jahrbuch für Volkskunde.&amp;#039;&amp;#039; 12, 1966, Akademie-Verlag, Berlin 1967, S. 15–25 ([http://www.digi-hub.de/viewer/image/DE-11-001911783/27/ online]), hier: S. 15&amp;amp;nbsp;f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;Troy&amp;quot;&amp;gt;R. Troy Boyer: &amp;#039;&amp;#039;The Forsaken Founder, William John Thoms. From Antiquities To Folklore.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;The Folklore Historian.&amp;#039;&amp;#039; Band 14, 1997, S. 55–61, hier: S. 55 ({{Google Buch|BuchID=yQ_XAAAAMAAJ|Seite=55}}).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Thoms hatte das Wort der angelsächsischen Sprache des 11. Jahrhunderts entnommen, wo der Begriff &amp;#039;&amp;#039;folklǡr&amp;#039;&amp;#039; begegnet.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Bausinger66-15&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Ronald L. Baker: &amp;#039;&amp;#039;Editor’s Introduction: Thoms, Child and Boas.&amp;#039;&amp;#039; In: Ronald L. Baker  (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;The Folklore Historian.&amp;#039;&amp;#039; Band 14, 1997, S. 5–6, hier: S. 5.&amp;lt;/ref&amp;gt; Im [[Altenglisch]]en bedeutete &amp;#039;&amp;#039;lǡr&amp;#039;&amp;#039; so viel wie „Wissen, Lehre“.&amp;lt;ref&amp;gt;Ursula Hermann (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Knaurs Herkunftswörterbuch. Etymologie und Geschichte von 10&amp;amp;nbsp;000 interessanten Wörtern.&amp;#039;&amp;#039; Lexikographisches Institut, [[Droemer Knaur]], München 1982, S. 165.&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Wortbestandteil &amp;#039;&amp;#039;folk&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet im Englischen das Volk, die Leute – mit einem gewissen sozialen Akzent auf den weniger gebildeten Schichten, aber im Gegensatz zu &amp;#039;&amp;#039;people&amp;#039;&amp;#039; und noch deutlicher zum deutschen Wort „Volk“ ohne [[nation]]alen Gehalt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Bausinger66-15&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die neue Bezeichnung setzte sich sehr schnell durch und wurde in weniger als einem Jahr zum gängigen Begriff, obwohl Thoms nie eine genauere Begriffsdefinition lieferte.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Troy&amp;quot; /&amp;gt; Auch in die [[Nordgermanische Sprachen|skandinavischen Sprachen]] und selbst in einige [[romanische Sprachen]] drang sie binnen weniger Jahrzehnte ein. Thoms’ Arbeiten regten 1878 die Gründung der englischen „Folk-Lore Society“ an, die er selbst leitete. In [[Vereinigte Staaten|Amerika]] entstand 1888 die „American Folklore Society“ unter ihrem Präsidenten [[Francis James Child]], der um 1856 mit dem Studium englischer und schottischer Folkballaden begonnen hatte. Dagegen stieß der Begriff in der deutschsprachigen Volkskunde als modisches Fremdwort weitgehend auf Ablehnung und konnte nicht heimisch werden. Dabei spielte auch ideologische Abwehr eine Rolle, weil man befürchtete, dass mit dem Wort „Folklore“ der nationale Gehalt der Volkskunde verlorengehen könnte.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Bausinger66-15&amp;quot; /&amp;gt; Eine Ausnahme bildete der 1863 in die USA ausgewanderte [[Karl Knortz]], der dem „1846 zum ersten Male in England gebrauchten und seitdem in allen civilisirten Ländern adoptirten Worte“ durch ein Buch mit dem Titel &amp;#039;&amp;#039;Folklore&amp;#039;&amp;#039;, das er 1896 in [[Dresden]] herausgab und das auf seinen in [[New York City|New York]] und [[Indiana]] an der Hochschule gehaltenen Vorträgen basierte, Eingang in den deutschen Wissenschaftsdiskurs zu verschaffen suchte. Er verstand unter „Folklore“ die „Quintessenz der Gedankenarbeit eines ganzen, von der Kultur noch unbeleckten Volkes, wozu nun in diesem Falle nicht nur die Aboriginer und altfränkischen Leute, sondern auch alle Kinder der Erde gehören“.&amp;lt;ref&amp;gt;Karl Knortz: &amp;#039;&amp;#039;Folklore. Mit dem Anhange: Amerikanische Kinderreime.&amp;#039;&amp;#039; Verlag und Druckerei Glöß, Dresden 1896 (Nachdruck: Dogma/Europäischer Hochschulverlag, Bremen 2012, ISBN 978-3-95454-874-3), S. 1 ({{Google Buch|BuchID=l7DZ-0IJT74C}}).&amp;lt;/ref&amp;gt; Vor allem in Amerika setzte sich die weite Definition des Begriffsumfangs durch. Francis Abernethy definiert Folklore ganz grundsätzlich als das traditionelle Wissen einer Kultur.&amp;lt;ref&amp;gt;Francis E. Abernethy: &amp;#039;&amp;#039;Classroom Definition of Folklore.&amp;#039;&amp;#039; In: ders. (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Between the Cracks of History. Essays on Teaching and Illustrating Folklore.&amp;#039;&amp;#039; University of North Texas Press, Denton 1997, S. 4; nachgewiesen und zitiert bei: Tom Crum: &amp;#039;&amp;#039;Is It Folklore or History? The Answer May Be Important.&amp;#039;&amp;#039; In: Kenneth L. Untiedt (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;[https://digital.library.unt.edu/ark:/67531/metadc271329/m2/1/high_res_d/9781574413953.pdf Folklore: In All of Us, In All We Do]&amp;#039;&amp;#039; (PDF; 3,1&amp;amp;nbsp;MB). Publications of the Texas Folklore Society LXIII, University of North Texas Press, Denton 2006, S.&amp;amp;nbsp;3–11, hier: S.&amp;amp;nbsp;4 u.&amp;amp;nbsp;Anm.&amp;amp;nbsp;6.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Inhalt ==&lt;br /&gt;
Aus dem Wort Folklore ergibt sich, dass es sich um die traditionelle Kultur eines [[Volk]]es bzw. einer Gemeinschaft handelt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Jana C. Schlinkert |Titel=Lebendige folkloristische Ausdrucksweisen traditioneller Gemeinschaften. Rechtliche Behandlungsmöglichkeiten auf internationaler Ebene |Reihe=Schriften zum transnationalen Wirtschaftsrecht |Verlag=BWV–Berliner Wissenschaftsverlag |Ort=Berlin |Datum=2007 |ISBN=978-3-8305-1278-3 |Seiten=30&amp;amp;nbsp;ff. |Online={{Google Buch | BuchID=EI2VQZfR15IC | Seite=30 | Hervorhebung=folklore definition}}}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Kulturbegriff wird im engeren folkloristischen Sinn oft auf künstlerische und literarische Ausdrucksformen begrenzt und nicht notwendigerweise im weiteren anthropologischen Sinne als allgemeine Lebensart einer Gesellschaft gefasst.&amp;lt;ref&amp;gt;Jana C. Schlinkert: &amp;#039;&amp;#039;Lebendige folkloristische Ausdrucksweisen traditioneller Gemeinschaften.&amp;#039;&amp;#039; Berlin 2007, S. 35 f.&amp;lt;/ref&amp;gt; Tradition wird als Weitergabe von Generation zu Generation,&amp;lt;ref&amp;gt;Jana C. Schlinkert: &amp;#039;&amp;#039;Lebendige folkloristische Ausdrucksweisen traditioneller Gemeinschaften.&amp;#039;&amp;#039; Berlin 2007, S. 37 f.&amp;lt;/ref&amp;gt; Volk als traditionelle Gemeinschaft verstanden, die sich durch eigentümliche Sitten und Gebräuche von anderen Gemeinschaften abgrenzt.&amp;lt;ref&amp;gt;Jana C. Schlinkert: &amp;#039;&amp;#039;Lebendige folkloristische Ausdrucksweisen traditioneller Gemeinschaften.&amp;#039;&amp;#039; Berlin 2007, S. 33 f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Jokkmokksmarnad 12.jpg|mini|Für viele [[indigene Völker]] (hier die [[Samen (Volk)|Sámi]] Lapplands) sind Elemente der Folklore, wie z.&amp;amp;#x202f;B. das Kunsthandwerk, heute zusätzliche Einnahmequellen]]&lt;br /&gt;
Im Deutschen wird der Begriff heute als Sammelbegriff für die meist regional gebundenen Erscheinungsformen populärer Musik, Literatur und Festkultur gebraucht, mit denen sich die Volkskunde beschäftigt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Ziege&amp;quot;&amp;gt;[[Peter Wicke]], [[Wieland Ziegenrücker]]: &amp;#039;&amp;#039;Sachlexikon Popularmusik.&amp;#039;&amp;#039; 1. Aufl., Taschenbuchausgabe, Goldmann, München 1987, S. 134 f.&amp;lt;/ref&amp;gt; Neben Volkslied, [[Volkstanz]] und [[Volksmusik]], die „Folklore“ als Gegenstand der [[Musikwissenschaft]] bezeichnet,&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Der Duden. Band 5: Duden Fremdwörderbuch.&amp;#039;&amp;#039; 5., neu bearb. u. erw. Auflage. Dudenverlag, Leipzig/Wien/Zürich 1990, S. 259.&amp;lt;/ref&amp;gt; gehören im volkskundlichen und [[literaturwissenschaft]]lichen Verständnis zusätzlich Volksbräuche, [[Sage]]n, [[Märchen]], [[Fabel]]n, [[Legende]]n, [[Sprichwort|Sprichwörter]], [[Tracht (Kleidung)|Trachten]], [[Reim]]e, [[Schwank|Schwänke]], [[Volkstheater]], [[Ballade (Gedicht)|Balladen]], [[Witz]]e, [[Zauberspruch|Zaubersprüche]], Berufstraditionen oder charakteristische [[handwerk]]liche Techniken zur Folklore.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Folklore findet ihren materiellen Niederschlag in lokalen Varianten des [[Kunsthandwerk]]s, der [[Architektur]] und in Schmuck, Kleidung und landestypischen Speisen und Getränken. In vielen Kulturen sind [[Volksfrömmigkeit]] und volksreligiöse Feste untrennbarer Bestandteil der Folklore. Auch [[profan]]e Folklore kann [[Religion|religiöse]] oder [[Mythologie|mythologische]] Elemente enthalten. Sagen und [[Volksmärchen]] können religiös-erbauliche Traditionen oder naturreligiöse Züge aufweisen. Musikfolklore ist die [[Vokalmusik|Vokal-]] und [[Instrumentalmusik]] des Volkes.&lt;br /&gt;
[[Datei:Alphorns Grindelwald.jpg|mini|Ein wichtiges Element der alpenländischen Folklore ist das [[Alphorn]]]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Australia Aboriginal Culture 009.jpg|mini|hochkant|Bei den nordaustralischen [[Aborigines]] spielt das [[Didgeridoo]] eine wichtige Rolle in der Folklore]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Abgrenzung und Sonderbedeutungen ==&lt;br /&gt;
Folklore wird abgegrenzt von modernen Kulturerscheinungen, denen es an der geschichtlichen Überlieferung aus alter Zeit fehlt; von Errungenschaften der Hoch- oder Elitenkultur, denen es am Merkmal der Volkstümlichkeit fehlt; desgleichen von [[Nachbildung]]en, [[Rekonstruktion]]en (etwa auch [[Reenactment]]), Kunstbildungen und Neuschöpfungen (etwa „ausgedachte Kulturen“ wie [[J. R. R. Tolkien]]s &amp;#039;&amp;#039;[[Der Herr der Ringe]]&amp;#039;&amp;#039;), die nie zur real gelebten Kultur einer Gemeinschaft gehört haben; und von anderen [[Fiktion|fiktiven]] Kulturinhalten (etwa die [[Fliegendes Spaghettimonster|Spaghettimonster-Religion]]), die zwar künstlerischen Wert besitzen können, aber nicht zum gewachsenen Kulturerbe gerechnet werden.&amp;lt;ref&amp;gt;Jana C. Schlinkert: &amp;#039;&amp;#039;Lebendige folkloristische Ausdrucksweisen traditioneller Gemeinschaften.&amp;#039;&amp;#039; Berlin 2007, S. 40.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ausgehend von den [[Vereinigte Staaten|USA]] hat sich in der englischsprachigen Welt vielfach eine Verengung des Begriffs auf musikalische Formen eingebürgert. Die Musikrichtung des [[Folk]] versteht sich als Adaption traditioneller Musikfolklore. Dabei stehen zeitgenössische Bearbeitungen traditioneller Lieder und Stücke („Folksong“) im Vordergrund.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Ziege&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Deutschen wird der Begriff &amp;#039;&amp;#039;Folklore&amp;#039;&amp;#039; bisweilen abwertend für pittoreske Darbietungen verwendet, die vordergründig als ursprüngliches Volksgut proklamiert werden, aber eher kommerzialisierte, [[Kitsch|verkitschte]], trivial-sentimentale oder unechte Darstellungen angeblicher Volkssitten oder Ähnliches enthalten&amp;lt;ref&amp;gt;Hermann Bausinger: &amp;#039;&amp;#039;Folklore und gesunkenes Kulturgut.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Deutsches Jahrbuch für Volkskunde.&amp;#039;&amp;#039; 12, 1966, S.&amp;amp;nbsp;25.&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;#039;&amp;#039;(→&amp;amp;nbsp;siehe: [[Folklorismus]] und [[Fakelore]])&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Europeade]]&lt;br /&gt;
* [[Volkstum]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Hermann Bausinger]]: &amp;#039;&amp;#039;Folklore, Folkloristik.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Enzyklopädie des Märchens]],&amp;#039;&amp;#039; Band 4 (1984), Sp. 1397–1403.&lt;br /&gt;
* Fritz Willy Schulze: &amp;#039;&amp;#039;Folklore: zur Ableitung der Vorgeschichte einer Wissenschaftsbezeichnung.&amp;#039;&amp;#039; Niemeyer, Halle 1949.&lt;br /&gt;
* Walter Hansen: &amp;#039;&amp;#039;Das große Buch der Volkspoesie Reime, Rätsel, Sprüche, Lieder und Balladen aus zehn Jahrhunderten&amp;#039;&amp;#039;, illustriert von Gabi Kohwagner, Weltbild Verlag GmbH, Augsburg 2000, ISBN 3-8289-6760-4.&lt;br /&gt;
* Jana C. Schlinkert: &amp;#039;&amp;#039;Lebendige folkloristische Ausdrucksweisen traditioneller Gemeinschaften – Rechtliche Behandlungsmöglichkeiten auf internationaler Ebene&amp;#039;&amp;#039;. BWV–Berliner Wissenschaftsverlag, Berlin 2007. ISBN 978-3-8305-1278-3. [https://books.google.de/books?id=EI2VQZfR15IC&amp;amp;pg=PA30&amp;amp;dq=folklore+definition&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ei=T5WpUt36LYrHsgbxv4GAAQ#v=onepage&amp;amp;q=folklore%20definition&amp;amp;f=false Eingeschränkte Vorschau] auf &amp;#039;&amp;#039;books.google.de&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Wiktionary}}&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|4063849-2}}&lt;br /&gt;
* [http://www.folklore-europaea.org/ &amp;#039;&amp;#039;Folklore Europaea&amp;#039;&amp;#039;] (multimediale Datenbank zum europäischen Brauchtum)&lt;br /&gt;
* [http://www.cioff.org/ CIOFF®: &amp;#039;&amp;#039;International Council of Organizations of Folklore Festivals and Folk Arts&amp;#039;&amp;#039;]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4063849-2|LCCN=sh/85/050104|NDL=00567699}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Volkskunde|!]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;BurghardRichter</name></author>
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