<?xml version="1.0"?>
<feed xmlns="http://www.w3.org/2005/Atom" xml:lang="de">
	<id>https://demowiki.knowlus.com/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Finanzkapital</id>
	<title>Finanzkapital - Versionsgeschichte</title>
	<link rel="self" type="application/atom+xml" href="https://demowiki.knowlus.com/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Finanzkapital"/>
	<link rel="alternate" type="text/html" href="https://demowiki.knowlus.com/index.php?title=Finanzkapital&amp;action=history"/>
	<updated>2026-04-06T20:49:18Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Demo Wiki</subtitle>
	<generator>MediaWiki 1.44.2</generator>
	<entry>
		<id>https://demowiki.knowlus.com/index.php?title=Finanzkapital&amp;diff=7489&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;TenWhile6: Entfernte den Schutz von „Finanzkapital“: Edit-War liegt 15 Jahre zurück</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://demowiki.knowlus.com/index.php?title=Finanzkapital&amp;diff=7489&amp;oldid=prev"/>
		<updated>2025-02-15T01:10:00Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Entfernte den Schutz von „&lt;a href=&quot;/index.php?title=Finanzkapital&quot; title=&quot;Finanzkapital&quot;&gt;Finanzkapital&lt;/a&gt;“: Edit-War liegt 15 Jahre zurück&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Begriffsklärungshinweis|In der Wirtschaftswissenschaft wird der Begriff Finanzkapital auch synonym zu [[Geldkapital]] verwendet. Zum sachliterarischen Werk des marxistischen Ökonomen Rudolf Hilferding siehe [[Das Finanzkapital]].}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Finanzkapital&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; umfasst vornehmlich das von [[Kreditinstitut]]en und anderen [[Kapitalsammelstelle]]n wie [[Versicherung (Kollektiv)|Versicherungen]], [[Bausparkasse]]n und [[Investmentgesellschaft]]en gehaltene [[Kapital]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Marxistische Verwendung ==&lt;br /&gt;
Der Begriff wurde vom [[Austromarxismus|Austromarxisten]] [[Rudolf Hilferding]] geprägt. In seinem Buch &amp;#039;&amp;#039;[[Das Finanzkapital]]&amp;#039;&amp;#039; (1910) beschreibt er eine Entwicklungsstufe des [[Kapitalismus]], in der die [[Unternehmenskonzentration|Konzentration]] innerhalb des Bankwesens ein bedeutender Motor für das Erreichen des höchsten Stadiums der kapitalistischen Konzentration in Form von [[Trust (Wirtschaft)|Trusts]] und [[Wirtschaftskartell|Kartellen]] ist. Dadurch wächst die Abhängigkeit der Industrie von den Banken. Ein immer größerer Anteil des benötigten Investitionskapitals wird durch die Banken zur Verfügung gestellt, in deren Besitz ein wachsender Anteil des Industriekapitals übergeht. Es kommt zu einem Konzentrationsprozess des Bankkapitals, an deren Endpunkt eine Bank oder Bankengruppe die Verfügung über das gesamte [[Geldkapital]] erhält. „Eine solche ‚Zentralbank‘ würde dann die Kontrolle über die gesamte gesellschaftliche Produktion ausüben.“&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Historisch-kritisches Wörterbuch des Marxismus.&amp;#039;&amp;#039; Band 4. Argument, Hamburg 1999, Sp. 516f. – Hilferding-Zitat aus &amp;#039;&amp;#039;Das Finanzkapital.&amp;#039;&amp;#039; Berlin 1947, S.  234.&amp;lt;/ref&amp;gt; Hilferding verband damit die Vorstellung von der Milderung der Krisen durch die finanzkapitalistische Mega-Vergesellschaftung von Industrie- und Banken-Agglomerationen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;trend&amp;quot;&amp;gt;[[Robert Kurz]]: &amp;#039;&amp;#039;[http://www.trend.infopartisan.net/trd1203/t111203.html Die Tücken des Finanzkapitals. Innere Grenzen der Akkumulation, verkürzte Kapitalismuskritik und antisemitisches Syndrom].&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;trend onlinezeitung.&amp;#039;&amp;#039; Nr. 12/03&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hilferding schrieb:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Zitat|Das Finanzkapital will nicht Freiheit, sondern Herrschaft; es hat keinen Sinn für die Selbstständigkeit der Einzelkapitalisten, sondern verlangt seine Bindung; es verabscheut die [[Anarchie der Produktion|Anarchie der Konkurrenz]] und will die Organisation [...] um dies durchzusetzen [...] braucht es den Staat [...] einen politisch mächtigen Staat|ref=&amp;lt;ref&amp;gt;Zit. n. [[Wolfgang J. Mommsen]]: &amp;#039;&amp;#039;Imperialismustheorien&amp;#039;&amp;#039;. Göttingen 1980, S. 32 f.&amp;lt;/ref&amp;gt;}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Begriff Finanzkapital wurde wichtig für die sozialdemokratische Theorie vom &amp;#039;&amp;#039;[[Organisierter Kapitalismus|organisierten Kapitalismus]]&amp;#039;&amp;#039; und der [[Leninismus|leninistischen]] Theorie des &amp;#039;&amp;#039;[[Imperialismus]] als dem höchsten Stadium des Kapitalismus.&amp;#039;&amp;#039; Innerhalb des Marxismus ist diese Begriffsverwendung allerdings umstritten.&amp;lt;ref name=&amp;quot;trend&amp;quot;/&amp;gt; Im [[Staatsmonopolistischer Kapitalismus|Staatsmonopolistischen Kapitalismus]] kommt es nach marxistischer Auffassung zur Übernahme des Staates durch das Finanzkapital, was zur Herausbildung einer [[Finanzoligarchie]] führt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Antisemitische Verwendung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf den Sozialwissenschaftler [[Werner Sombart]]&amp;lt;ref&amp;gt;Friedemann Schmoll: &amp;#039;&amp;#039;Die Verteidigung organischer Ordnungen. Naturschutz und Antisemitismus zwischen Kaiserreich und Nationalsozialismus.&amp;#039;&amp;#039; In: [[Joachim Radkau]] &amp;amp; Frank Uekötter (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Naturschutz und Nationalsozialismus.&amp;#039;&amp;#039; Campus Verlag, Frankfurt/New York 2003, ISBN 3-593-37354-8, S. 176.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[[Werner Sombart]]:&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;Die Juden und das Wirtschaftsleben.&amp;#039;&amp;#039; Berlin 1911, S. 337 ff.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[[Rainer Hank]]: &amp;#039;&amp;#039;„Ich spekuliere. Na und?“ Was die Wut auf Spekulanten mit Antisemitismus gemein hat.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung]].&amp;#039;&amp;#039; 14. März 2010, S. 49.&amp;lt;/ref&amp;gt; und den [[Nationalsozialismus|nationalsozialistischen]] Wirtschaftspolitiker [[Gottfried Feder]] geht die Unterscheidung zwischen [[Kapital#Antisemitismus|„schaffendem“ Industriekapital und „raffendem“ Finanzkapital]] zurück, wobei das raffende Finanzkapital mit der „jüdisch-internationalen Hochfinanz“ identifiziert wurde.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Avraham Barkai]]: &amp;#039;&amp;#039;Das Wirtschaftssystem des Nationalsozialismus. Ideologie, Theorie, Politik. 1933-1945.&amp;#039;&amp;#039; Fischer-Taschenbuch-Verlag, Frankfurt 1988, ISBN 3-596-24401-3, S. 29.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Pia Gerber: &amp;#039;&amp;#039;Erwerbsbeteiligung von deutschen und ausländischen Frauen 1933-1945 in Deutschland: Entwicklungslinien und Aspekte politischer Steuerung der Frauenerwerbstätigkeit im Nationalsozialismus.&amp;#039;&amp;#039; Lang, Frankfurt am Main [u.&amp;amp;nbsp;a.] 1996, ISBN 3-631-50030-0&amp;lt;/ref&amp;gt; In &amp;#039;&amp;#039;[[Mein Kampf]]&amp;#039;&amp;#039; unterscheidet [[Adolf Hitler]] unter Berufung auf Gottfried Feder „die beiden Kapitals-Arten“, des „reinen Kapitals als letztes Ergebnis der schaffenden Arbeit“ und einem „Kapital, dessen Existenz ausschließlich auf Spekulation“ beruht.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Christian Hartmann (Historiker)|Christian Hartmann]], Thomas Vordermayer, Othmar Plöckinger, Roman Töppel (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Hitler, Mein Kampf. Eine kritische Edition&amp;#039;&amp;#039;. [[Institut für Zeitgeschichte]] München – Berlin, München 2016, Bd. 1, S. 565 ff.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch heute kann das Wort &amp;#039;&amp;#039;Finanzkapital&amp;#039;&amp;#039; [[Geschichte des Antisemitismus seit 1945|antisemitische]] [[Konnotation]]en enthalten.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Siegfried Jäger]] &amp;amp; [[Margarete Jäger]]: &amp;#039;&amp;#039;Medienbild Israel. Zwischen Solidarität und Antisemitismus.&amp;#039;&amp;#039; Lit, Münster/Hamburg/London 2003, ISBN 3-8258-6446-4, S. 25&amp;lt;/ref&amp;gt; (siehe auch [[Struktureller Antisemitismus]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Finanzmarktkapitalismus ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|Finanzmarkt-Kapitalismus}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Begriffen wie „Finanzmarkt-Kapitalismus“ oder „Finanzkapitalismus“&amp;lt;ref&amp;gt;[[Norbert Blüm]]: &amp;#039;&amp;#039;Ehrliche Arbeit. Ein Angriff auf den Finanzkapitalismus und seine Raffgier.&amp;#039;&amp;#039; Gütersloher Verlagshaus, Gütersloh 2011, ISBN 978-3-579-06746-9&amp;lt;/ref&amp;gt; wird eine Dominanz der Institutionen des Finanzmarktes gegenüber der [[Realwirtschaft]] beschrieben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Laut [[Hans Jürgen Krysmanski]] kann das moderne High-Tech-Finanzkapital über Wahlkampfspenden, persönlichen Zugang, den sogenannten [[Wechsel zwischen Politik und Wirtschaft|Drehtür-Effekt]] und als Gläubiger für Kredite auch starken Einfluss auf Regierungen ausüben. [[Paul Krugman]] nennt dies „Rule by [[Rentier (Person)|Rentiers]]“. 2012 schrieb Simone Boehringer in der [[Süddeutsche Zeitung|Süddeutschen Zeitung]], dass Banken sich Milliarden aus dem Nichts erschaffen um als Gläubiger Staaten ihren Willen aufzuzwingen. Krysmanski kritisiert das die Medien mit Schlagzeilen wie „Märkte mißtrauen Athen“, „Märkte zählen Spanien an“, „Märkte lassen London keine Wahl“ oder „Märkte treiben Politik vor sich her“ ein wirklichkeitsfremdes und entpolitisiertes Bild monetärer Macht zeichnen. In Wirklichkeit haben die Finanzmärkte ein Gesicht und es werden Personen und eine [[Soziale Klasse|Klasse]] sichtbar. Laut Krysmanski herrscht in der Welt des High-Tech-Finanzkapitals permanenter Krieg. [[Der Spiegel (online)|Spiegel Online]] titelte: {{&amp;quot;|Dollar, Euro, Yuan. Staaten rüsten zum Weltkrieg der Währungen}}. Der linke politische Newsletter CounterPunch schrieb 2010 unter dem Titel {{&amp;quot;|Warum die USA einen neuen Finanz-Weltkrieg begonnen haben}}, dass Finanzen eine neue Art der Kriegsführung seien, mit welcher ohne zusätzliche Militärausgaben und ohne die Besetzung von Gastländern die üblichen Kriegsziele wie z.&amp;amp;nbsp;B. Ressourcen, Grundbesitz, Infrastruktur, Schatzbriefe und Aktien angeeignet werden könne.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Hans Jürgen Krysmanski]]: &amp;#039;&amp;#039;0,1% Das Imperium der Milliardäre&amp;#039;&amp;#039;. Frankfurt/Main 2015, S. 180 ff.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Peter Decker, Konrad Hecker, Joseph Patrick: &amp;#039;&amp;#039;Das Finanzkapital.&amp;#039;&amp;#039; GegenStandpunkt Verlag, München 2016, ISBN 978-3-929211-16-0.&lt;br /&gt;
* [[Wladimir Iljitsch Lenin]]: &amp;#039;&amp;#039;[[Der Imperialismus als höchstes Stadium des Kapitalismus]].&amp;#039;&amp;#039; Dietz, Berlin.&lt;br /&gt;
* Guenther Sandleben: &amp;#039;&amp;#039;Nationalökonomie &amp;amp; Staat. Zur Kritik der Theorie des Finanzkapitals.&amp;#039;&amp;#039; VSA-Verlag, Hamburg 2003, ISBN 3-89965-030-1.&lt;br /&gt;
* Wilhelm Smaldone: &amp;#039;&amp;#039;Rudolf Hilferding. Tragödie eines deutschen Sozialdemokraten&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Reihe Politik- und Gesellschaftsgeschichte.&amp;#039;&amp;#039; Bd. 55). Dietz, Bonn 2000, ISBN 3-8012-4113-0.&lt;br /&gt;
* Alexander Stein: &amp;#039;&amp;#039;Rudolf Hilferding und die deutsche Arbeiterbewegung. Gedenkblätter.&amp;#039;&amp;#039; Hamburger Buchdruckerei und Verlags Anstalt Auerdruck, Hamburg 1946.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Finanzmarkt-Kapitalismus]]&lt;br /&gt;
* [[Geldvermögen]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kapitalismus]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Finanzmarkt]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Marxistische Wirtschaftstheorie]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;TenWhile6</name></author>
	</entry>
</feed>