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	<title>Feldspat - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-05-16T08:17:56Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Demo Wiki</subtitle>
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		<id>https://demowiki.knowlus.com/index.php?title=Feldspat&amp;diff=9978&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Ra&#039;ike: Anorthoklas verlinkt</title>
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		<updated>2025-08-04T18:03:20Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Anorthoklas verlinkt&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Feldspar blocks in monzogranite; Section 6, BLM.jpg|mini|Feldspat-Blöcke in Monzogranit im [[Joshua-Tree-Nationalpark]]]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Feldspar-Group-291254.jpg|mini|Einkristall eines monoklinen Feldspats aus dem Jequitinhonha-Tal, Minas Gerais, Brasilien&amp;lt;br /&amp;gt;(Größe: 18&amp;amp;nbsp;cm × 21&amp;amp;nbsp;cm × 8,5&amp;amp;nbsp;cm)]]&lt;br /&gt;
Die [[Mineral]]e der &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Feldspatgruppe&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (kurz &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Feldspate&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;) sind eine große Gruppe sehr häufig vorkommender [[Silikate]] mit der allgemeinen [[Chemische Formel|chemischen Zusammensetzung]] ([[Barium|Ba]],[[Calcium|Ca]],[[Natrium|Na]],[[Kalium|K]],[[Ammonium|NH&amp;lt;sub&amp;gt;4&amp;lt;/sub&amp;gt;]],[[Strontium|Sr]])([[Aluminium|Al]],[[Eisen|Fe&amp;lt;sup&amp;gt;3+&amp;lt;/sup&amp;gt;]],[[Bor|B]],[[Silicium|Si]])&amp;lt;sub&amp;gt;4&amp;lt;/sub&amp;gt;O&amp;lt;sub&amp;gt;8&amp;lt;/sub&amp;gt;. Die in Klammern angegebenen Elemente können sich jeweils gegenseitig vertreten ([[Substitution (Mineralogie)|Substitution]], Diadochie), stehen jedoch immer im selben Mengenverhältnis zu den anderen Bestandteilen des Minerals.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Strukturell gehören die Feldspate zu den [[Gerüstsilikate]]n (Tektosilikaten) und kristallisieren entweder im [[Monoklines Kristallsystem|monoklinen]] oder im [[Triklines Kristallsystem|triklinen Kristallsystem]]. Die [[Kristall]]e unterscheiden sich [[Kristallmorphologie|morphologisch]] wenig voneinander und finden sich meist in Form prismatischer bis tafeliger Kristalle und Kristallgruppen oder körniger [[Mineral-Aggregat]]e und spaltbarer Massen. Häufig treten auch [[Kristallzwilling|Zwillinge]] nach dem Karlsbader- oder [[Albit]]&amp;amp;shy;gesetz auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch bei den physikalischen Eigenschaften weisen die Minerale der Feldspatgruppe viele Gemeinsamkeiten auf. So liegt ihre mittlere [[Härte#Härteprüfung nach Mohs|Mohshärte]] zwischen 6 und 6½ und ihre [[Dichte]] zwischen 2,5 bis 2,7&amp;amp;nbsp;g/cm³.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Rösler-594&amp;quot; /&amp;gt; Charakteristisch ist auch ihre vollkommene [[Spaltbarkeit]] nach zwei Richtungen. Die meisten Feldspate sind zudem sehr hellfarbig, das heißt entweder farblos durchsichtig oder weiß bis hellgrau durchscheinend bis durchsichtig. Durch Fremdbeimengungen können verschiedene Feldspate aber auch eine hellrosa oder fleischrote, grünliche bis gelbliche sowie bläuliche bis braune Farbe annehmen. Die [[Strichfarbe]] ist allerdings immer weiß.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Feldspate gelten als die wichtigsten [[gestein]]sbildenden [[Mineral]]e der [[Erdkruste]] mit einem Anteil von fast 60 %.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Rösler-593&amp;quot; /&amp;gt; Zudem bestehen große Teile der [[Mond]]-Hochländer oder Ebenen aus [[Anorthosit]] und damit zu großen Teilen aus Feldspat.&amp;lt;ref name=&amp;quot;LunarSourcebook&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Feldspate bilden sich in [[Basisches Gestein|basischen]] bis [[Felsit|sauren Gesteinen]] und kristallisieren in einem [[Schmelztemperatur]]bereich zwischen 1200 und 1300&amp;amp;nbsp;°C.&amp;lt;ref name=&amp;quot;carl-jaeger.de&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Etymologie und Geschichte ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Albite - Crete (Kriti) Island, Greece.jpg|mini|links|Natrium-Feldspat Albit mit deutlich sichtbaren Spaltrissen]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;Feldspat&amp;#039;&amp;#039; ist aus den Wörtern &amp;#039;&amp;#039;Feld&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;Spat&amp;#039;&amp;#039; zusammengesetzt. Als Pluralform ist sowohl &amp;#039;&amp;#039;Feldspäte&amp;#039;&amp;#039; als auch &amp;#039;&amp;#039;Feldspate&amp;#039;&amp;#039; in der Fachliteratur zu finden.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Steine_Minerale&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jahrhundertelang sprachen die Bergleute Minerale und Gesteine allgemein als &amp;#039;&amp;#039;Spat&amp;#039;&amp;#039; an, wenn sie die Eigenschaft besaßen, sich besonders gut (&amp;#039;&amp;#039;vollkommen&amp;#039;&amp;#039;) [[Spaltbarkeit|spalten]] zu lassen. Die Vollkommenheit der Spaltbarkeit zeigte sich oft schon an den vorhandenen, sichtbaren Spaltrissen und daran, dass sich vom Mineral- bzw. Gesteinskörper beim Anschlagen mit einem Hammer feine Blättchen („Spaten“) ablösten.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Lüschen&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Etwa Mitte des [[18.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert]]s kam der Begriff Feldspat auf, als man in der Mineralogie lernte, die verschiedenen Mineralarten genauer zu unterscheiden. Zur genauen Herkunft dieses Namens gibt es allerdings verschiedene Theorien. So stellte sich beispielsweise [[Urban Brückmann]] 1783 die Frage, ob der Feldspat seinen Namen in Anlehnung an seine charakteristische Art des Vorkommens in Form von Feldern oder Flecken in Granit und anderen Gesteinsarten (nie als ganze Gänge, Felsen oder Gebirge) erhalten haben könnte.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Brückmann&amp;quot; /&amp;gt; [[René-Just Haüy]] vermutete dagegen 1804 in seinem Werk &amp;#039;&amp;#039;Traité de minéralogie&amp;#039;&amp;#039;, der Name könnte in Anlehnung an die Tatsache gewählt worden sein, dass oft Feldspat-Bruchstücke auf den Feldern gefunden wurden.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Haüy&amp;quot; /&amp;gt; Der Feldspat wäre daher als „Spat von den Feldern“ zu verstehen und ein Hinweis darauf, dass Feldspat durch Verwitterung allmählich in Ackererde überging.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Lüschen&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Absatz}}&lt;br /&gt;
== Klassifikation ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Feldspatdiagramm Mischbarkeit.jpg|mini|Mischbarkeit im ternären Feldspatsystem bei 900&amp;amp;nbsp;°C (blau) und 600&amp;amp;nbsp;°C (rot) sowie Änderung der Nomenklatur]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ausgehend von den (chemischen) Endgliedern &amp;#039;&amp;#039;Or&amp;#039;&amp;#039; (KAlSi&amp;lt;sub&amp;gt;3&amp;lt;/sub&amp;gt;O&amp;lt;sub&amp;gt;8&amp;lt;/sub&amp;gt;, [[Sanidin]], [[Orthoklas]], [[Mikroklin]]), &amp;#039;&amp;#039;Ab&amp;#039;&amp;#039; (NaAlSi&amp;lt;sub&amp;gt;3&amp;lt;/sub&amp;gt;O&amp;lt;sub&amp;gt;8&amp;lt;/sub&amp;gt; [[Albit]]/Analbit) und &amp;#039;&amp;#039;An&amp;#039;&amp;#039; (CaAl&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;Si&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;O&amp;lt;sub&amp;gt;8&amp;lt;/sub&amp;gt; [[Anorthit]]) lassen sich die Feldspate in drei verschiedene Gruppen einteilen:&amp;lt;ref name=&amp;quot;Laves&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Alkalifeldspate {{Anker|Perthit}} {{Anker|Antiperthit}} ===&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;Alkalifeldspate&amp;#039;&amp;#039; sind [[Mischkristall]]e der Ab-Or-[[Mischkristallreihe]] mit den Endgliedern [[Albit]]/Analbit (NaAlSi&amp;lt;sub&amp;gt;3&amp;lt;/sub&amp;gt;O&amp;lt;sub&amp;gt;8&amp;lt;/sub&amp;gt;) und Kalifeldspat bzw. [[Sanidin]]/[[Orthoklas]]/[[Mikroklin]] (KAlSi&amp;lt;sub&amp;gt;3&amp;lt;/sub&amp;gt;O&amp;lt;sub&amp;gt;8&amp;lt;/sub&amp;gt;). Sie bilden die Mischkristalle [[Anorthoklas]], &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Na-Sanidin&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; und Sanidin und haben einen hohen Anteil an [[Kalium]] und [[Natrium]]. Allerdings sind sie nur bei hohen Temperaturen stabil mischbar. Bei langsamer Abkühlung kommt es zur Ordnung der Aluminium- und Siliciumatome auf bestimmte [[Kristallstruktur|Gitterplätze]] (Al,Si-Ordnung oder Ordnungsgrad). Beim monoklinen Sanidin (hohe Temperatur) liegen die Aluminium- und Siiliziumatome nahezu zufällig verteilt auf den vier möglichen Tetraederplätzen (2×T&amp;lt;sub&amp;gt;1&amp;lt;/sub&amp;gt;, 2×T&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;) vor, wobei der T&amp;lt;sub&amp;gt;1&amp;lt;/sub&amp;gt;-Platz leicht bevorzugt wird. Durch den Ordnungsprozess reichert sich das Aluminium auf dem T&amp;lt;sub&amp;gt;1&amp;lt;/sub&amp;gt;-Platz an und es bildet sich Orthoklas. Dieser ist optisch monoklin, besteht aber submikroskopisch bereits aus triklinen Domänen. Orthoklas gilt als thermodynamisch gestrandete Struktur.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Laves&amp;quot; /&amp;gt; Bei weiterer Abkühlung zwischen etwa 480&amp;amp;nbsp;°C und 450&amp;amp;nbsp;°C und in Anwesenheit eines Fluids spalten sich die Tetradederplätze auf in T&amp;lt;sub&amp;gt;1&amp;lt;/sub&amp;gt;0, T&amp;lt;sub&amp;gt;1&amp;lt;/sub&amp;gt;m, T&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;0 und T&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;m, wobei das Aluminium auf dem T&amp;lt;sub&amp;gt;1&amp;lt;/sub&amp;gt;0-Platz angereichert wird und Mikroklin auf der Or-Seite gebildet wird. Auf der Ab-Seite der Alkalifeldspäte bildet sich bei hoher Temperatur zunächst Monalbit, dieser ist jedoch nicht stabil und geht ab etwa 980&amp;amp;nbsp;°C in Analbit oder Hoch-Albit durch einen displaziven Phasenübergang über. Bei weiterer langsamer Abkühlung reichert sich das Aluminium auf den T&amp;lt;sub&amp;gt;1&amp;lt;/sub&amp;gt;0-Plätzen an, und der Hoch-Albit oder Analbit geht in den Tief-Albit bzw. Albit über.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der genaue Grad der Aluminium-Silicium-Ordnung kann mithilfe von [[Polarisationsmikroskop]]ie, [[Röntgenbeugung|Röntgenographischenuntersuchungen]] und [[Infrarotspektroskopie]] bestimmt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei der Abkühlung kommt es zusätzlich zu Entmischungen, die sich in natriumreichen Lamellen in &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Kalifeldspat&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (Perthit), bzw. in kaliumreichen Lamellen in Albit (Antiperthit) äußern. Den Vorgang selbst bezeichnet man als perthitische Entmischung.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Feldspar_Mineralogy&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Plagioklase ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Albite-rich plagioclase from a pegmatite from Lofoten, North Norway.png|mini|Dünnschliff eines albit-reichen Plagioklases (Pla) von den Lofoten. Die polysynthetischen Zwillinge sind gut unter gekreuzten Polarisatoren zu sehen. Weiter befinden sich Muskovit (Hg) und Quarz (Qz) im Bild. Bildbreite 3,3&amp;amp;nbsp;mm.]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;Plagioklase&amp;#039;&amp;#039; (auch Kalknatronfeldspate) sind Mischkristalle der Ab-An-Mischkristallreihe mit den Endgliedern [[Albit]]/Analbit (NaAlSi&amp;lt;sub&amp;gt;3&amp;lt;/sub&amp;gt;O&amp;lt;sub&amp;gt;8&amp;lt;/sub&amp;gt;) und [[Anorthit]] (CaAl&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;Si&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;O&amp;lt;sub&amp;gt;8&amp;lt;/sub&amp;gt;). Sie zeichnen sich durch einen hohen Gehalt an [[Calcium]] und [[Natrium]] aus. Da man makroskopisch keine Unterschiede erkennt, werden die Mischkristalle nach dem Anteil des Anorthits unterteilt: Albit (0–10 %), [[Oligoklas]] (10–30 %), [[Andesin]] (30–50 %), [[Labradorit]] (50–70 %), [[Bytownit]] (70–90 %) und Anorthit (90–100 %). Diese Mischkristallreihe der Plagioklase besitzt ebenfalls temperaturabhängige Entmischungen, die allerdings weniger ausgeprägt sind als bei den Alkalifeldspaten und sich nur in mikroskopisch dünnen Lamellen im Kristall zeigen. Man kennt drei [[Mischungslücke]]n, die wieder nach dem Anteil des Anorthits unterschieden und als &amp;#039;&amp;#039;Peristerit-Entmischung&amp;#039;&amp;#039; (2–16 %), &amp;#039;&amp;#039;Bøggild-Entmischung&amp;#039;&amp;#039; (47–58 %) und &amp;#039;&amp;#039;Huttenlocher-Entmischung&amp;#039;&amp;#039; (67–90 %) bezeichnet werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weiterhin können die Plagioklase anhand ihrer Aluminium-Silicium-Ordnung klassifiziert werden. Aluminium und Silicium teilen sich die vier unterscheidbaren Tetraederplätze im Kristallgitter. Man unterscheidet zwischen tief Plagioklas (hoher Ordnungsgrad) und hoch Plagioklas (niedriger Ordnungsgrad). Während auf der Ab-Seite im Prinzip alle möglichen Ordnungsgrade möglich sind, ist auf der An-Seite nur eine alternierende Al,Si-Ordnung (Al-Si-Al-Si und so weiter) möglich, da aufgrund des Calcium-zu-Natrium-Verhältnisses nur so die Ladungsbilanz ausgeglichen ist ([[Löwenstein-Regel]]). Zwischen den beiden Endgliedern Ab und An nimmt daher das Feld der möglichen Ordnungsgrade ab, jedoch nicht linear.&amp;lt;ref name=&amp;quot;KrollRibbe&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ternäre Feldspate ===&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;Ternäre Feldspate&amp;#039;&amp;#039; liegen im inneren des Dreiecks aus Kalifeldspat-Albit-Anorthit mit einer jedoch bei sinkenden Temperaturen zunehmend großen Mischungslücke.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Einzelminerale, Varietäten und Modifikationen ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Microcline-199473.jpg|mini|Mikroklin-Kristallgruppe aus Papachacra, Catamarca, Argentinien&amp;lt;br /&amp;gt;(Größe: 9,9&amp;amp;nbsp;cm × 9,0&amp;amp;nbsp;cm × 5,3&amp;amp;nbsp;cm)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Bezeichnung eines Einzelminerals kann auch mittels Prozentangaben erfolgen: Zum Beispiel stellt man einen An-Ab-Mischkristall aus 60 % Albit und 40 % Anorthit mit Ab&amp;lt;sub&amp;gt;60&amp;lt;/sub&amp;gt;An&amp;lt;sub&amp;gt;40&amp;lt;/sub&amp;gt; oder auch nur kurz Ab&amp;lt;sub&amp;gt;60&amp;lt;/sub&amp;gt; bzw. An&amp;lt;sub&amp;gt;40&amp;lt;/sub&amp;gt; dar und bezeichnet ihn aufgrund dieser Zusammensetzung als Andesin.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Anerkannte Minerale&amp;lt;ref name=&amp;quot;IMA-Liste&amp;quot; /&amp;gt; und ihre Varietäten:&lt;br /&gt;
* [[Albit]] NaAlSi&amp;lt;sub&amp;gt;3&amp;lt;/sub&amp;gt;O&amp;lt;sub&amp;gt;8&amp;lt;/sub&amp;gt; – triklin&lt;br /&gt;
** Periklin, Cleavelandit&lt;br /&gt;
** Analbit (triklin) und Monalbit (monoklin) sind instabile Hochtemperaturmodifikationen von Albit&lt;br /&gt;
* [[Anorthit]] Ca(Al&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;Si&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;O&amp;lt;sub&amp;gt;8&amp;lt;/sub&amp;gt;) – triklin&lt;br /&gt;
* [[Buddingtonit]] (NH&amp;lt;sub&amp;gt;4&amp;lt;/sub&amp;gt;)(AlSi&amp;lt;sub&amp;gt;3&amp;lt;/sub&amp;gt;)O&amp;lt;sub&amp;gt;8&amp;lt;/sub&amp;gt; – monoklin&lt;br /&gt;
* [[Celsian]] Ba(Al&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;Si&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;O&amp;lt;sub&amp;gt;8&amp;lt;/sub&amp;gt;) – monoklin&lt;br /&gt;
* [[Ferrisanidin]] K(Fe&amp;lt;sup&amp;gt;3+&amp;lt;/sup&amp;gt;Si&amp;lt;sub&amp;gt;3&amp;lt;/sub&amp;gt;O&amp;lt;sub&amp;gt;8&amp;lt;/sub&amp;gt;) – monoklin&lt;br /&gt;
* [[Filatovit]] K(Al,Zn)&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;(As,Si)&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;O&amp;lt;sub&amp;gt;8&amp;lt;/sub&amp;gt; – monoklin&lt;br /&gt;
* [[Mikroklin]] K(AlSi&amp;lt;sub&amp;gt;3&amp;lt;/sub&amp;gt;O&amp;lt;sub&amp;gt;8&amp;lt;/sub&amp;gt;) – triklin, Tieftemperatur-Modifikation von Orthoklas&lt;br /&gt;
** [[Amazonit]]&lt;br /&gt;
* [[Orthoklas]] K(AlSi&amp;lt;sub&amp;gt;3&amp;lt;/sub&amp;gt;O&amp;lt;sub&amp;gt;8&amp;lt;/sub&amp;gt;) – monoklin&lt;br /&gt;
** Adular, [[Mondstein (Mineral)|Mondstein]]&lt;br /&gt;
* [[Paracelsian]], Ba(Al&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;Si&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;O&amp;lt;sub&amp;gt;8&amp;lt;/sub&amp;gt;) – monoklin&lt;br /&gt;
* [[Reedmergnerit]], NaBSi&amp;lt;sub&amp;gt;3&amp;lt;/sub&amp;gt;O&amp;lt;sub&amp;gt;8&amp;lt;/sub&amp;gt; – triklin&lt;br /&gt;
* [[Rubiklin]] Rb(AlSi&amp;lt;sub&amp;gt;3&amp;lt;/sub&amp;gt;O&amp;lt;sub&amp;gt;8&amp;lt;/sub&amp;gt;) – triklin&lt;br /&gt;
* [[Sanidin]] K(AlSi&amp;lt;sub&amp;gt;3&amp;lt;/sub&amp;gt;O&amp;lt;sub&amp;gt;8&amp;lt;/sub&amp;gt;) – monoklin, Hochtemperatur-Modifikation von Orthoklas&lt;br /&gt;
* [[Slawsonit]] Sr(Al&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;Si&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;O&amp;lt;sub&amp;gt;8&amp;lt;/sub&amp;gt;) – monoklin&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Nicht anerkannte Zwischenglieder einer Mischreihe:&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;Reihe Albit–Anorthit&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* [[Oligoklas]] An&amp;lt;sub&amp;gt;10–30&amp;lt;/sub&amp;gt;&lt;br /&gt;
** Peristerit, [[Aventurin-Feldspat]] (Sonnenstein)&lt;br /&gt;
* [[Andesin]] An&amp;lt;sub&amp;gt;30–50&amp;lt;/sub&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [[Labradorit]] An&amp;lt;sub&amp;gt;50-70&amp;lt;/sub&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [[Bytownit]] An&amp;lt;sub&amp;gt;70-90&amp;lt;/sub&amp;gt;&lt;br /&gt;
** Maskelynit&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;Reihe Albit–Orthoklas&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* [[Anorthoklas]] Or&amp;lt;sub&amp;gt;20&amp;lt;/sub&amp;gt;Ab&amp;lt;sub&amp;gt;80&amp;lt;/sub&amp;gt;–Or&amp;lt;sub&amp;gt;30&amp;lt;/sub&amp;gt;Ab&amp;lt;sub&amp;gt;70&amp;lt;/sub&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;Reihe Orthoklas–Celsian&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* [[Hyalophan]] (K,Ba)(Al,Si)&amp;lt;sub&amp;gt;4&amp;lt;/sub&amp;gt;O&amp;lt;sub&amp;gt;8&amp;lt;/sub&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Systematik ===&lt;br /&gt;
In allen [[Systematik der Minerale|Mineral-Systematiken]] gehört die Feldspatgruppe zur Mineralklasse der „Silikate und Germanate“ und dort zur Abteilung der „Gerüstsilikate“ (Tektosilikate).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die veraltete [[Systematik der Minerale nach Strunz (8. Auflage)#Gruppe VIII/F|8. Auflage der Mineralsystematik nach Strunz]] unterteilt die hier als „Feldspat-Familie“ bezeichnete Gruppe mit der System-Nummer &amp;#039;&amp;#039;VIII/F.03&amp;#039;&amp;#039; in drei Untergruppen, namentlich &amp;#039;&amp;#039;Kalifeldspate&amp;#039;&amp;#039; (VIII/F.03a), &amp;#039;&amp;#039;Bariumfeldspate&amp;#039;&amp;#039; (VIII/F.03b) und &amp;#039;&amp;#039;Plagioklase&amp;#039;&amp;#039; (VIII/F.03c).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im zuletzt 2018 überarbeiteten und aktualisierten &amp;#039;&amp;#039;Lapis-Mineralienverzeichnis&amp;#039;&amp;#039; nach Stefan Weiß (auch [[Lapis-Systematik]]), das sich aus Rücksicht auf private Sammler und institutionelle Sammlungen noch nach dieser alten Form der Systematik von [[Karl Hugo Strunz]] richtet, reicht die Feldspat-Familie von den [[Lapis-Systematik#Gruppe VIII/J|Gruppen]] &amp;#039;&amp;#039;VIII/J.06&amp;#039;&amp;#039; (Buddingtonit, Celsian, Hexacelsian, Hyalophan, Kokchetavit, Mikroklin, Orthoklas, Paracelsian, Rubiklin, Sanidin, Slawsonit) bis &amp;#039;&amp;#039;VIII/J.07&amp;#039;&amp;#039; (Albit, Andesin, Anorthit, Anorthoklas, Banalsit, Bytownit, Dmisteinbergit, Filatovit, Kumdykolit, Labradorit, Liebermannit, Lingunit, Oligoklas, Stöfflerit, Stronalsit, Svyatoslavit).&amp;lt;ref name=&amp;quot;Lapis&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die von der [[International Mineralogical Association]] (IMA) zuletzt 2009 aktualisierte&amp;lt;ref name=&amp;quot;IMA-Liste-2009&amp;quot; /&amp;gt; [[Systematik der Minerale nach Strunz (9. Auflage)|9. Auflage der Strunz’schen Mineralsystematik]] ordnet die Feldspate in die bereits feiner unterteilte Abteilung der „Gerüstsilikate (Tektosilikate) ohne zeolithisches H&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;O“ ein. Diese ist zudem weiter unterteilt nach der möglichen Anwesenheit zusätzlicher [[Anion]]en, so dass die Feldspate entsprechend ihrer Zusammensetzung in der Unterabteilung „[[Systematik der Minerale nach Strunz (9. Auflage)#Gruppe 9.FA|Gerüstsilikate (Tektosilikate) ohne zusätzliche Anionen]]“ zu finden sind. Die Minerale sind hier in die beiden Gruppen der „Alkalifeldspate“ mit der System-Nr. &amp;#039;&amp;#039;9.FA.30&amp;#039;&amp;#039; (Adular, Anorthoklas, Buddingtonit, Celsian, Hyalophan, Mikroklin, Monalbit, Orthoklas, Rubiklin, Sanidin) und der „Plagioklase“ mit der System-Nr. &amp;#039;&amp;#039;9.FA.35&amp;#039;&amp;#039; (Albit, Andesin, Anorthit, Bytownit, Labradorit, Oligoklas, Reedmergnerit) aufgeteilt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der vorwiegend im englischen Sprachraum gebräuchlichen [[Systematik der Minerale nach Dana]] sind die Minerale der Felspatgruppe bevorzugt nach der Kristallstruktur klassifiziert und daher über mehrere Abteilungen und Unterabteilungen verteilt. Hauptmerkmal ist hier das Al-Si-Gitter in der Unterabteilung &amp;#039;&amp;#039;[[Systematik der Minerale nach Dana/Silikate#Gruppe 76.01|76.01]]&amp;#039;&amp;#039; mit den K(Na,Ba)-Feldspaten, der Plagioklas-Reihe, der Paracelsian- und Banalsitgruppe sowie den Hexagonalen Feldspate (Hochdruckminerale) und den weiteren Feldspatvertretern und verwandte Arten in der Unterabteilung &amp;#039;&amp;#039;[[Systematik der Minerale nach Dana/Silikate#Gruppe 76.02|76.02]]&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bildung und Fundorte ==&lt;br /&gt;
Feldspate treten meist in Form tafeliger oder säuliger, oft [[Kristallzwilling|verzwillingter]] [[Kristall]]e auf und finden sich sowohl in [[Magmatisches Gestein|magmatischen]] als auch in [[Metamorphes Gestein|metamorphen]] und [[Sedimentgestein]]en.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Welcher Feldspattyp sich in einem gegebenen magmatischen Gestein findet, hängt von der chemischen Zusammensetzung und der Temperatur der ursprünglichen Schmelze ab: Kalifeldspate bilden sich bei vergleichsweise niedrigen Temperaturen in siliciumdioxidreichen [[Magma|Magmen]], die beim Abkühlen die [[Gestein]]e [[Granit]] und [[Rhyolith]] bilden. Ist die Schmelze dagegen eher arm an Siliciumdioxid und kristallisiert bei vergleichsweise hoher Temperatur, so entstehen Plagioklase, die sich dann in Gesteinen wie [[Gabbro]] oder [[Basalt]] finden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Gestalt von erosionsbedingt entstandenem Feldspatstaub spielt die Substanz eine wichtige Rolle beim Wettergeschehen in der Atmosphäre. Als Staubpartikel sind Feldspate extrem aktive Aerosole, die als [[Kondensationskern]]e für Wassertropfen dienen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Rademacher&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Feldspat verwittert in der Natur zu Tonmineralen wie z.&amp;amp;nbsp;B. Kaolinit &amp;lt;math&amp;gt;\mathrm{Al_2Si_2O_5(OH)_4}&amp;lt;/math&amp;gt; plus Quarz (&amp;lt;math&amp;gt;\mathrm{SiO_2}&amp;lt;/math&amp;gt;):&lt;br /&gt;
:&amp;lt;math&amp;gt;\mathrm{2 KAlSi_3O_8 + 2 H_2CO_3 + H_2O \longrightarrow \ Al_2Si_2O_5(OH)_4 + 4 SiO_2 + \ 2K^+ \ + \ 2HCO_3^-}&amp;lt;/math&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die größten Abbauländer von Feldspat waren im Jahr 2020 die [[Türkei]], [[Italien]], [[Indien]], [[Iran]] und [[China]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;usgs_2022&amp;quot; /&amp;gt; Einen Überblick über die globalen Abbaumengen gibt folgende Tabelle:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable sortable&amp;quot; style=&amp;quot;text-align:right&amp;quot;&lt;br /&gt;
! Land&lt;br /&gt;
! data-sort-type=&amp;quot;number&amp;quot;| 2019&amp;lt;ref name=&amp;quot;usgs_2021&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
! data-sort-type=&amp;quot;number&amp;quot;| 2020&amp;lt;ref name=&amp;quot;usgs_2022&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
! data-sort-type=&amp;quot;number&amp;quot;| 2021&amp;lt;ref name=&amp;quot;usgs_2022&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|colspan=&amp;quot;3&amp;quot; style=&amp;quot;text-align:center&amp;quot;| (in [[Tonne (Einheit)|Tonnen]])&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align:left&amp;quot;|{{EGY}} ||   400.000 ||   400.000 ||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align:left&amp;quot;|{{BRA}} ||   300.000 ||   300.000 || 300.000&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align:left&amp;quot;|{{CHN}} || 2.000.000 || 2.500.000 || 2.600.000&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align:left&amp;quot;|{{DEU}} ||   260.000 ||   260.000 ||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align:left&amp;quot;|{{IND}} || 4.000.000 || 6.000.000 || 6.200.000&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align:left&amp;quot;|{{IRN}} ||   750.000 || 2.400.000 || 2.400.000&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align:left&amp;quot;|{{ITA}} || 4.000.000 || 2.200.000 || 2.200.000&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align:left&amp;quot;|{{MYS}} ||   202.000 ||   200.000 ||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align:left&amp;quot;|{{MEX}} ||   210.000 ||   300.000 ||   500.000&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align:left&amp;quot;|{{POL}} ||           ||   405.000 ||   350.000&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align:left&amp;quot;|{{RUS}} ||   290.000 ||   300.000 ||   350.000&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align:left&amp;quot;|{{SAU}} ||   210.000 ||   210.000 ||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align:left&amp;quot;|{{ESP}} (inklusive [[Pegmatit]])&lt;br /&gt;
|                                     800.000 ||   650.000 ||   800.000&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align:left&amp;quot;|{{KOR}} ||   620.000 ||   415.000 ||   420.000&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align:left&amp;quot;|{{THA}} || 1.200.000 || 1.200.000 || 1.300.000&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align:left&amp;quot;|{{CZE}} ||   441.000 ||   419.000 ||   420.000&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align:left&amp;quot;|{{TUR}} || 5.500.000 || 5.000.000 || 7.800.000&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align:left&amp;quot;|{{USA}} ||   450.000 ||   430.000 ||   400.000&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align:left&amp;quot;|Andere Länder || 1.320.000 || 1.920.000 || 1.900.000&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
!style=&amp;quot;text-align:left&amp;quot;|Gesamt (gerundet) || 23.000.000 || 24.400.000 || 28.000.000&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verwendung ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Labradorite detail.jpg|mini|[[Labradorit]], angeschliffen]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einige Varietäten des Feldspat wie &amp;#039;&amp;#039;Labradorit&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;Orthoklas&amp;#039;&amp;#039; finden bei geeigneter Qualität als [[Schmuckstein]] Verwendung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Feldspat ist neben [[Kaolin]] und [[Quarz]] ein wichtiger Bestandteil bei der [[Porzellan]]herstellung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Besonders reiner Feldspat wird als Ausgangsmaterial für Zahnersatz ([[Inlay (Zahnmedizin)|Inlays]], [[Veneer]]s) verwendet. Das Mineralgestein wird gemahlen, gereinigt und gebrannt. Chemische Prozesse spielen dabei keine Rolle. Die daraus industriell gefertigte [[Keramik]] ist in ihren physikalischen Eigenschaften der natürlichen Zahnsubstanz sehr ähnlich, wodurch sie sich optimal in den [[Zahn]] einfügt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei der Herstellung von [[Keramikfliese#Steinzeug|Steinzeugfliesen]] und Platten dient Feldspat dazu, die Glasur in einem Arbeitsgang aufzu[[sintern]]. Bereits vor dem Brennen des [[Scherben]] wird die Glasur aufgetragen und im Ofen auf etwa 1350&amp;amp;nbsp;°C erhitzt. Der im Scherben enthaltene Feldspat schmilzt und sorgt neben Festigkeit und Zusammenhalt des Werkstücks auch für die Anbindung der Glasur auf der fertigen Fliese.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Kruse&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Systematik der Minerale]]&lt;br /&gt;
* [[Liste der Minerale]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{Literatur | Autor= [[Helmut Schröcke]], [[Karl-Ludwig Weiner]] | Titel= Mineralogie. Ein Lehrbuch auf systematischer Grundlage | Verlag= De Gruyter | Ort= Berlin; New York | Datum= 1981 | Sprache= de | ISBN= 3-11-006823-0 | Kapitel= 8.6.3 Feldspatgruppe | Seiten= 861–897}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur | Autor= [[Martin Okrusch]], [[Siegfried Matthes]] | Titel= Mineralogie. Eine Einführung in die spezielle Mineralogie, Petrologie und Lagerstättenkunde | Auflage= 7., vollständig überarbeitete und aktualisierte | Verlag= Springer | Ort= Berlin [u.&amp;amp;nbsp;a.] | Datum= 2005 | Sprache= de | ISBN= 3-540-23812-3 | Kapitel= 9.6.2 Feldspat-Familie | Seiten= 116–123}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Feldspar|Feldspat (Feldspar)|audio=1|video=1}}&lt;br /&gt;
{{Wiktionary}}&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|4153949-7}}&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;[[Mineralienatlas:Feldspat|Feldspat]]&amp;#039;&amp;#039; und {{Mineralienatlas | ID= Mineralienportrait/Feldspat | Titel= Mineralienportrait Feldspat | Abruf= 2023-01-04}}&lt;br /&gt;
* {{Internetquelle | url= https://www.spektrum.de/lexikon/geowissenschaften/feldspaete/4675 | titel= Lexikon der Geowissenschaften – Feldspate | hrsg= [[Spektrum.de]] | abruf= 2024-03-05}}&lt;br /&gt;
* {{Internetquelle | autor= B. Bruder | url= https://www.epigem.de/themen/feldspat-schmucksteine.html | titel= Feldspat – Wie Sonne und Mond (Schmucksteinvarietäten und Darstellung der Mischungslücken) | hrsg= Institut für Edelsteinprüfung (EPI) | abruf= 2024-03-05}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Brückmann&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Literatur | Autor= [[Urban Brückmann]] | Titel= Gesammelte und eigene Beyträge zu seiner Abhandlung von Edelsteinen | Band= 2 | Verlag= Fürstl. Waisenhaus Buchhandlung | Ort= Braunschweig | Datum= 1783 | Seiten= 173 | Online= [https://www.digitale-sammlungen.de/de/view/bsb10706517?page=176,177&amp;amp;q=Feldspat digitale-sammlungen.de] | Abruf= 2023-01-04}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;carl-jaeger.de&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Internetquelle | url= https://www.carl-jaeger.de/PDF/SD/Rohstoff/Feldspat%20LF90.pdf#page=4 | titel= Sicherheitsdatenblatt – Feldspat Na LF 90 (Albit) | werk= carl-jaeger.de | hrsg= Carl Jäger Tonindustriebedarf | datum= 2012-11-01 | abruf= 2023-01-04}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Feldspar_Mineralogy&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Literatur | Titel= Feldspar Mineralogy | Verlag= De Gruyter | Datum= 2018-12-17 | Sprache= en | ISBN= 978-1-5015-0854-7 | DOI= 10.1515/9781501508547 | Online= [https://www.degruyter.com/document/doi/10.1515/9781501508547/html degruyter.com] | Abruf= 2023-01-04}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Haüy&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Literatur | Autor= [[René-Just Haüy]] | Titel= Lehrbuch der Mineralogie | Band= 2 | Verlag= C. H. Reclam | Ort= Paris | Datum= 1804 | Sprache= de | Seiten= 699 | Originaltitel= Traité de minéralogie | Originalsprache= fr | Übersetzer= [[Dietrich Ludwig Gustav Karsten]]}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;IMA-Liste&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Internetquelle | autor= Malcolm Back, Cristian Biagioni, William D. Birch, Michel Blondieau, Hans-Peter Boja und andere | url= https://cnmnc.units.it/files/IMA_Master_List_(2024-07).pdf | titel= The New IMA List of Minerals – A Work in Progress – Updated: July 2024 | werk= cnmnc.units.it | hrsg= IMA/CNMNC, Marco Pasero | datum= 2024-07 | sprache= en | abruf= 2024-08-13 | format= PDF; 3,6&amp;amp;nbsp;MB}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;IMA-Liste-2009&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Internetquelle | autor= [[Ernest Henry Nickel|Ernest H. Nickel]], Monte C. Nichols | url= http://cnmnc.units.it/IMA2009-01%20UPDATE%20160309.pdf | titel= IMA/CNMNC List of Minerals 2009 | werk= cnmnc.units.it | hrsg= IMA/CNMNC | datum= 2009-01 | sprache= en | abruf= 2024-07-30 | format= PDF; 1,9&amp;amp;nbsp;MB | archiv-url= https://web.archive.org/web/20240729102044/http://cnmnc.units.it/IMA2009-01%20UPDATE%20160309.pdf | archiv-datum= 2024-07-29}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;KrollRibbe&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Literatur | Autor= Herbert Kroll, Paul Ribbe | Titel= Determinative diagrams for Al,Si order in plagioclase | Sammelwerk= American Mineralogist | Band= 65 | Datum= 1980 | Sprache= en | Seiten= 449–457 | Online= [http://www.minsocam.org/ammin/AM65/AM65_449.pdf minsocam.org] | Format= PDF | KBytes= 976 | Abruf= 2023-01-04}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Kruse&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Literatur | Autor= Otto Kruse | Titel= Fachkunde für Fliesenleger | Auflage= 6., überarbeitete und erweiterte | Verlag= Teubner | Ort= Stuttgart, Leipzig | Datum= 1999 | Sprache= de | ISBN= 3-519-05618-6 | Seiten= 16 | Online= {{Google Buch | BuchID= 6sm69JgJR84C | Seite= 16 | Hervorhebung= Feldspat Fliesen}}}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Lapis&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Literatur | Autor= Stefan Weiß | Titel= Das große Lapis Mineralienverzeichnis. Alle Mineralien von A – Z und ihre Eigenschaften. Stand 03/2018 | Auflage= 7., vollkommen neu bearbeitete und ergänzte | Verlag= Weise | Ort= München | Datum= 2018 | ISBN= 978-3-921656-83-9}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Laves&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Literatur | Autor= Fritz Laves | Titel= Die Feldspäte, ihre polysyntetischen&amp;lt;!-- sic! --&amp;gt; Verzwillingungen und Phasenbeziehungen | Sammelwerk= Estratto dai Rendiconti delle. Societa Mineralogica Italiana | Band= 16 | Datum= 1960 | Seiten= 37–70 | Online= [https://rruff.info/rdsmi/V16/RDSMI16_37.pdf rruff.info] | Format= PDF | KBytes= 4085 | Abruf=2023-01-05}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Lüschen&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Literatur | Autor= Hans Lüschen | Titel= Die Namen der Steine. Das Mineralreich im Spiegel der Sprache | Auflage= 2. | Verlag= Ott Verlag | Ort= Thun | Datum= 1979 | ISBN= 3-7225-6265-1 | Seiten= 215}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;LunarSourcebook&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Literatur | Titel= Lunar Sourcebook. A User’s Guide to the Moon | Hrsg= Grant H. Heiken, David T. Vaniman, Bevan M. French | Verlag= University Press | Ort= Cambridge | Datum= 1991 | Sprache= en | ISBN= 0-521-33444-6 | Online= [https://www.lpi.usra.edu/publications/books/lunar_sourcebook/ Online-Ressource] | Abruf= 2023-01-06}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Rademacher&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Internetquelle | autor= Horst Rademacher | url= https://www.faz.net/aktuell/wissen/erde-klima/wie-aerosole-aus-feldspat-das-wettergeschehen-beeinflussen-19483284.html | titel= Feldspat in der Atmosphäre. Das Geheimnis der Wettermacher / Fein verteilter Feldspat in der Atmosphäre fördert die Wolkenbildung. Österreichische Forscher entdecken die Ursache an der Oberfläche der Kristalle. | werk= faz.net | hrsg= Frankfurter Allgemeine Zeitung | datum= 2024-02-02 | sprache= de | abruf= 2024-02-02}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Rösler-593&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Literatur | Autor= [[Hans Jürgen Rösler]] | Titel= Lehrbuch der Mineralogie | Auflage= 4. durchgesehene und erweiterte | Verlag= Deutscher Verlag für Grundstoffindustrie (VEB) | Ort= Leipzig | Datum= 1987 | ISBN= 3-342-00288-3 | Seiten= 593}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Rösler-594&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Literatur | Autor= Hans Jürgen Rösler | Titel= Lehrbuch der Mineralogie | Auflage= 4. durchgesehene und erweiterte | Verlag= Deutscher Verlag für Grundstoffindustrie (VEB) | Ort= Leipzig | Datum= 1987 | ISBN= 3-342-00288-3 | Seiten= 594}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Steine_Minerale&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Internetquelle | autor= Torsten Purle | url= https://www.steine-und-minerale.de/atlas.php?f=2&amp;amp;l=F&amp;amp;name=Feldspat-Gruppe | titel= Feldspat-Gruppe – Eigenschaften, Entstehung und Verwendung | werk= steine-und-minerale.de | hrsg= Steine &amp;amp; Minerale | datum= 2022-12-01 | abruf= 2023-01-04}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;usgs_2021&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Internetquelle | autor= Amanda S. Brioche | url= https://pubs.usgs.gov/periodicals/mcs2021/mcs2021-feldspar.pdf | titel= Mineral Commodity Summaries – Feldspar and nepheline syenite 2019/2020 | hrsg= [[United States Geological Survey]] | datum= 2021-01 | abruf= 2023-01-04}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;usgs_2022&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Internetquelle | autor= James J. Barry | url= https://pubs.usgs.gov/periodicals/mcs2022/mcs2022-feldspar.pdf | titel= Mineral Commodity Summaries – Feldspar and nepheline syenite 2020/2021 | hrsg= [[United States Geological Survey]] | datum= 2022-01 | abruf= 2023-01-04}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/references&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4153949-7|LCCN=sh85047693|NDL=00573676}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mineralgruppe]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gerüstsilikate (Strunz)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Ra&#039;ike</name></author>
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