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	<title>Ewigkeit - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-04-04T11:13:00Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Demo Wiki</subtitle>
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		<id>https://demowiki.knowlus.com/index.php?title=Ewigkeit&amp;diff=999&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;MrBenjo: +Normdaten</title>
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		<updated>2024-03-08T21:14:33Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;+Normdaten&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Ewigkeit Meersburg 2014.JPG|mini|„Ewigkeit“ – Sinnspruch an einer Wanduhr in Meersburg, Bodensee]]&lt;br /&gt;
Unter &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Ewigkeit&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; oder etwas &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Ewigem&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; versteht man etwas, das weder einen [[zeit]]lichen Anfang noch ein zeitliches Ende besitzt bzw. unabhängig von dem [[Phänomen]] Zeit existiert. [[Antonym]] zu &amp;#039;&amp;#039;Ewigkeit&amp;#039;&amp;#039; ist &amp;#039;&amp;#039;[[Vergänglichkeit]]&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Begriffsgeschichte ==&lt;br /&gt;
Die ursprüngliche Bedeutung von &amp;#039;&amp;#039;Ewigkeit&amp;#039;&amp;#039; war wohl „langer Zeitraum“, vom [[althochdeutsch|ahd.]] &amp;#039;&amp;#039;ēwe&amp;#039;&amp;#039; „Lebenszeit“ stammend (ursprünglich wohl von [[Indogermanische Ursprache|ie.]] *əiw- „Lebenszeit, Ewigkeit“).&amp;lt;ref name=&amp;quot;Kluge&amp;quot;&amp;gt;Vgl. Artikel ‚ewig‘ in: Friedrich Kluge: &amp;#039;&amp;#039;Etymologisches Wörterbuch der deutschen Sprache&amp;#039;&amp;#039;. 24. Auflage.&amp;lt;/ref&amp;gt; Noch im 16. Jahrhundert wurde gebetet &amp;#039;&amp;#039;von ewen zu ewen&amp;#039;&amp;#039;. [[Umgangssprache|Umgangssprachlich]] verstand man daher unter &amp;#039;&amp;#039;Ewigkeit&amp;#039;&amp;#039; einen langen Zeitraum (vgl. auch heute noch in dieser Bedeutung etwa „Das dauert ja ewig“ – als Übertreibung). Daraus ist ersichtlich, dass „endlos“ ursprünglich nur eine von mehreren möglichen Bedeutungen des heutigen Worts &amp;#039;&amp;#039;ewig&amp;#039;&amp;#039; war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch theologische Einflüsse – insbesondere durch die [[Philosophie der Zeit|Zeitauffassung]] des [[Augustinus]] – hat der Begriff „Ewigkeit“ später vor allem die Bedeutung der „Zeitlosigkeit“ angenommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verwendung in der Physik und Philosophie ==&lt;br /&gt;
Das Konzept der Ewigkeit ist [[wissenschaft]]lich nicht [[Definition|definiert]], da die bekannten [[Physik|physikalischen]] [[Theorie]]n, die sich mit Fragen der [[Kosmologie]] befassen, den Begriff des [[Unendlichkeit|Unendlichen]] nicht sinnvoll formulieren. (&amp;#039;&amp;#039;Siehe auch:&amp;#039;&amp;#039; [[Steady-State-Theorie]])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Philosophisch]] sieht man Konzepte der [[Logik]] oder [[Mathematik]] als zeitlos, und in diesem Sinne als ewig an. Der Begriffsinhalt von „unendlicher Zeit“, wurde von [[Platon]] entwickelt und von [[Plutarch]] und der jüngeren [[Stoa]] übernommen. Sie ist die Bezeichnung für das Grenzenlose, in dem alle Phänomene angesiedelt sind, deren Anfang oder Ende nicht gedacht werden kann. Die Ewigkeit gilt Platon als die wahrhafte Form des Seins, d.&amp;amp;nbsp;h. als Seinsweise der Ideen, die frei von allem Werden sind. Für die antiken Denker war die Welt unendlich, d.&amp;amp;nbsp;h. auch anfangslos.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ewige Dinge (&amp;#039;&amp;#039;ewig&amp;#039;&amp;#039; im Sinne von ‚zeitunabhängig‘) scheinen vom Anfang bis zum Ende der uns bewussten Zeit unverändert anzudauern, sofern wir sie überhaupt wahrnehmen. Dennoch ist ewig nicht mit [[Statik (Physik)|statisch]] gleichzusetzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verwendung in einigen Religionen ==&lt;br /&gt;
Insbesondere [[Monotheismus|monotheistische]] [[Religion]]en ([[Jüdischer Glaube]], [[Christentum]], [[Islam]]) sprechen vom ewigen [[Gott]] oder vom ewigen [[Gottesreich]] sowie von [[ewiges Leben|ewigem Leben]]. Die Ewigkeit als Attribut Gottes drückt [[Gott#Existenz|seine Existenz]] unabhängig und über zeitlichen Begriffen wie Anfang und Ende aus. Mit einem Konzept seiner Unveränderlichkeit ist sie nicht zwangsläufig verbunden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das dem Menschen verheißene ewige Leben führt zu einer Teilhabe an dieser Ewigkeit Gottes. Manche denken dies allerdings ausgehend von einem [[Anfang]], nach dem zeitlichen [[Tod]]. Die Bibel hingegen (z.&amp;amp;nbsp;B. {{B|Joh|17|3}}) versteht Ewigkeit als Qualitätsbegriff. Ewigkeit beginnt demnach nicht erst nach dem Tod, sondern beginnt mit der Erkenntnis Gottes und Jesu Christi und ereignet sich in der Beziehung des Glaubenden mit Gott. Für den so Glaubenden ist der leibliche Tod ein Übergang in das vollendete ewige Leben, das seinen Anfang aber schon im „Neugeborenwerden“ (vgl. {{B|Joh|3}}) genommen hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Urtext der [[Bibel]] wurde der Zeitbegriff [[Äon (Theologie)|Äon]] (griechisch &amp;#039;&amp;#039;aion&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;aionion&amp;#039;&amp;#039;) z.&amp;amp;nbsp;B. von [[Martin Luther|Luther]] neben „Welt“ zusätzlich auch mit Ewigkeit/ewig [[Bibelübersetzung|übersetzt]], was auf den ersten Blick widersprüchlich erscheint, aber der Jenseitsvorstellung der neutestamentlichen Zeit geschuldet ist. Äon ist im griechischen Denken die Fülle der Welt, ihr Gesamtbestehen. Die nächste Welt (also das erwartete Jenseits) ist damit wieder ein Äon in seiner Fülle. Da dieser Äon nie mehr enden wird, ist die Übersetzung „Ewigkeit“ legitim.&amp;lt;ref Name=&amp;#039;Keizer&amp;#039;&amp;gt;Maria. Keizer, Helena. (2018). Life time entirety : a study of AIŌN in Greek literature and philosophy, the Septuagint and Philo&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für viele mittelalterliche Philosophen und Theologen, insbesondere für viele „Mystiker“, und auch für einige Ausprägungen des Buddhismus bedeutet „Ewigkeit“ ein Leben in einer – ewigen, „stehenden“, von zeitlichen Differenzen befreiten – [[Gegenwart]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So schreibt [[Meister Eckhart]]:&lt;br /&gt;
{{Zitat|Das Nun, darin Gott den ersten Menschen schuf, und das Nun, darin der letzte Mensch vergehen wird, und das Nun, darin ich spreche, die sind gleich […] und sind nichts als ein Nun. […] darum ist in ihm [dem Menschen, der in der Gegenwart lebt] weder Leiden, noch Zeitfolge, sondern eine gleichbleibende Ewigkeit.}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der frühneuzeitliche Autor [[Andreas Gryphius]] formuliert:&lt;br /&gt;
{{Zitat|Mein sind die Jahre nicht, die mir die Zeit genommen.&amp;lt;br /&amp;gt;Mein sind die Jahre nicht, die etwa mögen kommen.&amp;lt;br /&amp;gt;Der Augenblick ist mein, und nehm ich den in Acht,&amp;lt;br /&amp;gt;so ist der mein, der Zeit und Ewigkeit gemacht.}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Man kann ähnliche Auffassungen auch [[Ludwig Wittgenstein]] zuschreiben. Dieser schreibt in seinem Tractatus 6.4311:&lt;br /&gt;
{{Zitat|Wenn man unter Ewigkeit nicht unendliche Zeitdauer, sondern Unzeitlichkeit versteht, dann lebt der ewig, der in der Gegenwart lebt.}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verwendung in der Rechtssprache ==&lt;br /&gt;
In der deutschen Rechtssprache wird der Begriff &amp;#039;&amp;#039;Ewigkeit&amp;#039;&amp;#039; durch die Bezeichnungen „[[Ewigkeitsklausel]]“ oder „Ewigkeitsgarantie“ für den {{Art.|79|gg|juris}} Abs.&amp;amp;nbsp;3 [[Grundgesetz für die Bundesrepublik Deutschland|Grundgesetz]] verwendet. Danach sind das [[Föderalismus|föderalistische]] Organisationsprinzip der Bundesrepublik Deutschland und zwei Artikel des Grundgesetzes wie die Unantastbarkeit der Menschenwürde ([[Artikel 1 des Grundgesetzes für die Bundesrepublik Deutschland|Art.&amp;amp;nbsp;1]] GG) sowie die am 23. Mai 1949 in Kraft getretenen allgemeinen Verfassungsgrundsätze ([[Artikel 20 des Grundgesetzes für die Bundesrepublik Deutschland|Art.&amp;amp;nbsp;20]] GG) für &amp;#039;&amp;#039;ewig&amp;#039;&amp;#039; vor Änderung und Abschaffung geschützt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Helmut Echternach: &amp;#039;&amp;#039;Ewigkeit.&amp;#039;&amp;#039; In: Joachim Ritter (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;[[Historisches Wörterbuch der Philosophie]] [HWPh].&amp;#039;&amp;#039; Band 2, Schwabe Verlag, Basel 1972, Sp. 838–844.&lt;br /&gt;
* [[Ilaria Ramelli]], [[David Konstan]] &amp;#039;&amp;#039;Terms for Eternity: aiônios and aïdios in Classical and Christian Texts&amp;#039;&amp;#039; Verlag Gorgias Press, Piscataway (NJ) 2007, ISBN 978-1-59333-694-3.&lt;br /&gt;
* Karen Gloy: Ewigkeit, in: [[Michael Gamper (Literaturwissenschaftler)|Michael Gamper]], Helmut Hühn, Steffen Richter (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Formen der Zeit: Ein Wörterbuch der ästhetischen Eigenzeiten&amp;#039;&amp;#039; Wehrhahn Verlag, Hannover 2020, ISBN 978-3-86525-766-6, S. 149–158.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Wikiquote|Ewigkeit}}&lt;br /&gt;
{{Wiktionary|Ewigkeit}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;!--{{Wiktionary|ewig}}--&amp;gt;&lt;br /&gt;
* {{SEP|http://plato.stanford.edu/entries/eternity/|Eternity in Christian Thought|Natalja Deng}}&lt;br /&gt;
* E. D. Buckner: [http://www.logicmuseum.com/time/eternity.htm Eternity] (Sammlung einschlägiger klassischer philosophischer Texte, engl.)&lt;br /&gt;
* [https://www.logicmuseum.com/time/aquinaseternitate.htm AQUINAS ON THE ETERNITY OF THE WORLD]&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4153288-0|LCCN=sh85045070}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Metaphysik]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Eschatologie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Zeitraum (Religion)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Abstraktum]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;MrBenjo</name></author>
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