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	<title>Evangelische Räte - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Demo Wiki</subtitle>
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		<id>https://demowiki.knowlus.com/index.php?title=Evangelische_R%C3%A4te&amp;diff=8518&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;SchlurcherBot: Bot: http → https</title>
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		<updated>2025-06-11T15:03:50Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Bot: http → https&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Marriage of st Francis with Lady Poverty--Sassetta--Musee Conde.jpg|mini|Die mystische Vermählung des hl. Franziskus mit der Frau Armut]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;evangelischen Räte&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ([[lat.]] &amp;#039;&amp;#039;consilia evangelica&amp;#039;&amp;#039;) sind Ratschläge, die [[Jesus Christus]] im [[Evangelium (Glaube)|Evangelium]] denen gab, die, wie in {{B|Mt|19|21}} beschrieben, „vollkommen sein“ wollten. Sie lauten [[Keuschheit]], [[Armut]] und [[Gehorsam]]. Ihre Befolgung ist für [[Christentum|Christen]] – unter anderem dem Römerbrief zufolge {{Bibel|Röm|10|10}} – nicht zur Erlangung des ewigen Lebens notwendig. Sie beruhen auf der Lehre und dem Beispiel Christi und sind ein Geschenk Gottes für diejenigen Gläubigen, die er in besonderer Weise dazu [[Berufung (Religion)|beruft]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Seit dem 12.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert trat eine Trias von Räten als Rechtsinhalt von [[Gelübde|Ordensgelübden]] hervor.&amp;lt;ref&amp;gt;{{LThK|[[Benedikta Hintersberger]], [[Wilhelm Korff]]|Evangelische Räte III. Theologisch-ethisch|3|3|1049}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Insbesondere Menschen, die sich für ein [[Vita consecrata|gottgeweihtes Leben]] entscheiden ([[Ordensgemeinschaft|Ordensmänner und -frauen]], [[Eremit]]en, [[geweihte Jungfrau]]en, Mitglieder der [[Säkularinstitut]]e), verpflichten sich seitdem zu einem Leben nach den evangelischen Räten:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Keuschheit, Jungfräulichkeit oder [[Christliche Ehelosigkeit|Ehelosigkeit]] um des Himmelreiches willen&amp;#039;&amp;#039;: Der Rat zu einem Leben in Jungfräulichkeit bzw. eheloser [[Keuschheit]] wird aus {{B|Mt|19|12}} abgeleitet. Manche [[geistliche Gemeinschaft]]en nehmen auch verheiratete Mitglieder auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Armut&amp;#039;&amp;#039;: {{B|Mt|19|21}} warnt vor einer Überbewertung und einer zu starken Bindung an irdische Güter und verlangt einen einfachen Lebensstil. In den [[Bettelorden]] spielt das Gelübde der [[Armut#Freiwillig gewählte Armut|Armut]] per definitionem eine besondere Rolle.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Gehorsam&amp;#039;&amp;#039;: In Anlehnung an {{B|Mt|20|26}} kann der [[Gehorsam (Gelübde)|Gehorsam]] als Bereitschaft zur Einordnung in eine Gemeinschaft oder zum Gehorsam gegenüber einem Oberen verstanden werden. In den [[Ordensgemeinschaft|Orden]] findet dies seinen Ausdruck im Gehorsamsversprechen bei der [[Ordensgelübde|Profess]] vor dem [[Abt]] oder [[Prior]]; allein lebende Personen des geweihten Lebens sind dagegen in der Regel dem [[Diözesanbischof|Bischof]] der jeweiligen [[Diözese]] direkt unterstellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die drei evangelischen Räte werden zuweilen auch als franziskanische Tugenden bezeichnet. Das geht auf eine Legende des heiligen [[Franz von Assisi]] zurück, der auf einem Weg nach Siena drei Frauen begegnete, [[Allegorie|allegorischen]] Verkörperungen von Armut, Keuschheit und Gehorsam.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Gegenwärtiges Verständnis ==&lt;br /&gt;
Das [[Zweites Vatikanisches Konzil|Zweite Vatikanische Konzil]] betonte im Kontext der allgemeinen Berufung zur Heiligkeit in [[Lumen gentium]]:&lt;br /&gt;
{{Zitat|&lt;br /&gt;
Daher sind in der Kirche alle, mögen sie zur Hierarchie gehören oder von ihr geleitet werden, zur Heiligkeit berufen […]. Sie [die Heiligkeit] drückt sich vielgestaltig in den Einzelnen aus, die in ihrer Lebensgestaltung zur Vollkommenheit der Liebe in der Erbauung anderer streben. In eigener Weise erscheint sie in der Übung der sogenannten evangelischen Räte. Diese von vielen Christen auf Antrieb des Heiligen Geistes privat oder in einer von der Kirche anerkannten Lebensform, einem Stand, übernommene Übung der Räte gibt in der Welt ein hervorragendes Zeugnis und Beispiel dieser Heiligkeit und muß es geben.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle | url= https://www.vatican.va/archive/hist_councils/ii_vatican_council/documents/vat-ii_const_19641121_lumen-gentium_ge.html | titel= Zweites Vatikanisches Konzil: Dogmatische Konstitution über die Kirche „Lumen gentium“, 5. Kapitel, Nr. 39| zugriff=2014-05-13}}&amp;lt;/ref&amp;gt;}}&lt;br /&gt;
{{Zitat|&lt;br /&gt;
Alle Christgläubigen sind also zum Streben nach Heiligkeit und ihrem Stand entsprechender Vollkommenheit eingeladen und verpflichtet. Alle sollen deshalb ihre Willensantriebe richtig leiten, um nicht im Umgang mit Dingen der Welt und durch die Anhänglichkeit an die Reichtümer wider den Geist der evangelischen Armut im Streben nach vollkommener Liebe gehindert zu werden.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle | url= https://www.vatican.va/archive/hist_councils/ii_vatican_council/documents/vat-ii_const_19641121_lumen-gentium_ge.html | titel= Zweites Vatikanisches Konzil: Dogmatische Konstitution über die Kirche „Lumen gentium“, 5. Kapitel, Nr. 42| zugriff=2014-05-13}}&amp;lt;/ref&amp;gt;}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Entsprechend wird im [[Katechismus der Katholischen Kirche]] die Unterscheidung zwischen den Geboten und den evangelischen Räten zwar auch auf die Vollkommenheit der Liebe bezogen, jedoch in übergreifender Weise:&lt;br /&gt;
{{Zitat|&lt;br /&gt;
Die Gebote sollen aus dem Wege räumen, was sich mit der Liebe nicht vereinbaren läßt. Ziel der Räte ist es, zu beheben, was die Entfaltung der Liebe hemmen kann, auch wenn es nicht gegen sie verstößt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle  | url= http://www.vatican.va/archive/DEU0035/_P72.HTM%23LD  | autor= Der Heilige Stuhl  | titel= „Katechismus der Katholischen Kirche“ (1997)  | hrsg= Nr. 1973  | zugriff= 2014-05-13  | archiv-url= https://archive.ph/20140514144247/http://www.vatican.va/archive/DEU0035/_P72.HTM%23LD  | archiv-datum= 2014-05-14  | offline=   | archiv-bot= 2023-04-26 10:23:02 InternetArchiveBot  }}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Gelöbnis der evangelischen Räte begründet auch nach dem Zweiten Vatikanischen Konzil den Stand des geweihten Lebens.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle | url=  https://www.vatican.va/archive/hist_councils/ii_vatican_council/documents/vat-ii_const_19641121_lumen-gentium_ge.html| titel=  Zweites Vatikanisches Konzil: Dogmatische Konstitution über die Kirche &amp;#039;&amp;#039;Lumen gentium&amp;#039;&amp;#039;, 6. Kapitel, Nr. 43–46| zugriff=2014-05-13}}&amp;lt;/ref&amp;gt;}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Papst]] [[Pius XII.]], &amp;#039;&amp;#039;Enzyklika [[Sacra virginitas]]&amp;#039;&amp;#039;. Über die gottgeweihte Jungfräulichkeit. 25. März 1954.&lt;br /&gt;
* [[Johannes Bours]], [[Franz Kamphaus]]: &amp;#039;&amp;#039;Leidenschaft für Gott. Ehelosigkeit, Armut, Gehorsam.&amp;#039;&amp;#039; Herder, Freiburg (Breisgau) u. a. 1991, ISBN 3-451-19435-X.&lt;br /&gt;
* [[Wolfgang Braunfels]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Lexikon der christlichen Ikonographie.&amp;#039;&amp;#039; Herder, Freiburg (Breisgau) u. a. 1994, ISBN 3-451-22568-9.&lt;br /&gt;
* {{Literatur |Autor=Moses Johannes Hamm |Titel=Die spirituellen Grundlagen der evangelischen Räte. Zur theologischen Bedeutung einer Lebensform |Verlag=Be&amp;amp;Be-Verlag |Ort=Heiligenkreuz |Datum=2017 |Reihe=Exordia |NummerReihe=1 |ISBN=9783903118034}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur |Autor=[[Manfred Scheuer]] |Titel=Die evangelischen Räte. Strukturprinzip systematischer Theologie bei H.U. von Balthasar, K. Rahner, J.B. Metz und in der Theologie der Befreiung |Verlag=Echter |Ort=Würzburg |Datum=1990 |Reihe=Studien zur systematischen und spirituellen Theologie |NummerReihe=1 |ISBN=3429012961 |Kommentar=Dissertation an der Albert-Ludwigs-Universität 1989}}&lt;br /&gt;
*[[Paul Zulehner]]: &amp;#039;&amp;#039;Evangelische Räte/Prophetische Lebensstile.&amp;#039;&amp;#039; In: [[Christian Schütz (Abt)|Christian Schütz]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Praktisches Lexikon der Spiritualität.&amp;#039;&amp;#039; Herder, Freiburg i.Br. u.&amp;amp;nbsp;a. 1992, ISBN 3-451-22614-6, Sp. 352–356.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [http://www.kathpedia.com/index.php?title=Evangelische_R%C3%A4te Evangelische Räte]&lt;br /&gt;
* [http://www.evangelische-kommunitaeten.de/kommunitaeres-leben/armut-keuschheit-gehorsam/ Evangelische Kommunitäten, Leben mit den Evangelischen Räten]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4015868-8}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Evangelische Rate}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Christliche Spiritualität]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Klosterwesen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kanonisches Recht]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;SchlurcherBot</name></author>
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