<?xml version="1.0"?>
<feed xmlns="http://www.w3.org/2005/Atom" xml:lang="de">
	<id>https://demowiki.knowlus.com/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Elster-Kaltzeit</id>
	<title>Elster-Kaltzeit - Versionsgeschichte</title>
	<link rel="self" type="application/atom+xml" href="https://demowiki.knowlus.com/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Elster-Kaltzeit"/>
	<link rel="alternate" type="text/html" href="https://demowiki.knowlus.com/index.php?title=Elster-Kaltzeit&amp;action=history"/>
	<updated>2026-04-07T15:22:21Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Demo Wiki</subtitle>
	<generator>MediaWiki 1.44.2</generator>
	<entry>
		<id>https://demowiki.knowlus.com/index.php?title=Elster-Kaltzeit&amp;diff=10087&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Hardenacke: /* Literatur */ + wikilink</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://demowiki.knowlus.com/index.php?title=Elster-Kaltzeit&amp;diff=10087&amp;oldid=prev"/>
		<updated>2025-05-20T10:43:55Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Literatur: &lt;/span&gt; + wikilink&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Largest Glaciation on Europe.svg|mini|350px|Maximale Ausdehnung des Eises in Europa]]&lt;br /&gt;
[[Datei:EisrandlagenNorddeutschland.png|mini|350px|Schematische Darstellung der jeweils maximalen Gletschervorstöße der drei letzten Kaltzeiten im norddeutschen Tiefland:&lt;br /&gt;
{{legend|red|Eisrandlage der [[Weichsel-Kaltzeit]]}}&lt;br /&gt;
{{legend|yellow|Eisrandlage der [[Saale-Kaltzeit]]}}&lt;br /&gt;
{{legend|blue|Eisrandlage der Elster-Kaltzeit}}]]&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Elster-Kaltzeit&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, auch &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Elster-Glazial&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Elster-Zeit&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, in der älteren und der populärwissenschaftlichen Literatur auch &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Elster-Eiszeit&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; genannt, ist die älteste [[Kaltzeit]] des [[Känozoisches Eiszeitalter|Känozoischen Eiszeitalters]], bei der es nachgewiesenermaßen zu einer großräumigen Vergletscherung Norddeutschlands gekommen ist. Sie wird zeitlich mit der süddeutschen [[Mindel-Kaltzeit]] korreliert. Die Elster-Kaltzeit wird derzeit auf etwa 400.000 bis 320.000 Jahre vor heute datiert.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Litt&amp;quot;&amp;gt;Litt et al. (2007: S. 27ff)&amp;lt;/ref&amp;gt; Sie löste den langen Zeitabschnitt des im Durchschnitt etwas wärmeren [[Cromer-Komplex]]es ab. Ablagerungen zweier Eisvorstöße sind weiträumig verbreitet. Auf die Elster-Kaltzeit folgt die [[Holstein-Warmzeit]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Namensgebung und Begriffsgeschichte ==&lt;br /&gt;
Die Elster-Kaltzeit ist nach der [[Weiße Elster|Weißen Elster]] benannt, einem rechten Nebenfluss der [[Saale]]. Der Name wurde erstmals von [[Konrad Keilhack]] im Jahre 1910 als „Elster-Eiszeit“ verwendet. Eine [[Typlokalität|Typuslokalität]] benannte er nicht. Auf Beschluss der Subkommission für Europäische Quartärstratigraphie wurde ein Profil bei [[Voigtstedt]] ([[Kyffhäuserkreis]], [[Thüringen]]) zur Lecto-Stratotyplokalität bestimmt. Der Begriff „Elster-Eiszeit“ löste den älteren Begriff „Erste Eiszeit“ ab. Heute sind in der wissenschaftlichen Literatur die Begriffe Elster-Kaltzeit oder Elster-Glazial am gebräuchlichsten. Da die Elster-Kaltzeit jedoch auch wärmere Zeitabschnitte beinhaltet, sprechen manche Forscher auch vom Elster-Komplex. Allerdings halten Litt et al. (2007) diesen Begriff für unzutreffend und lehnen den Begriff ab, da die Elster-Kaltzeit durch keine Warmzeit unterteilt ist. In der Stratigraphischen Tabelle von Deutschland 2002 ist der Name zu Elsterium abgewandelt worden, um eine Angleichung an die [[Chronostratigraphie|chronostratigraphischen]] Einheiten zu erreichen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;STD2002&amp;quot;&amp;gt;[http://www.stratigraphie.de/std2002/download/STD2002_large.pdf &amp;#039;&amp;#039;Stratigraphische Tabelle von Deutschland 2002&amp;#039;&amp;#039;, Deutsche Stratigraphische Kommission (DSK), 2002.] ISBN 3-00-010197-7 (PDF-Datei; 7 MB)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Korrelation und Datierung ==&lt;br /&gt;
Das genaue Alter der Elster-Kaltzeit ist bis heute umstritten. Der Grund liegt in den fehlenden absoluten Datierungsmöglichkeiten der eiszeitlichen Sedimente, so dass die Altersangaben auf Korrelation mit den etwas jüngeren Ablagerungen der Holstein-Warmzeit beruhen. Aber die Altersstellung gerade dieser Warmzeit wird bis heute kontrovers diskutiert. Von einem Teil der Quartärgeologen wird nach wie vor die [[Sauerstoff-Isotopenstufe]] (MIS oder OIS) 11 für das Holstein favorisiert, während MIS-Stufe 7 aktuell kaum noch vertreten wird. Die in den letzten 10 Jahren verbesserten Methoden der Altersbestimmung, insbesondere die [[Uran-Thorium-Datierung]] sowie die Radiofluoreszenz&amp;lt;ref&amp;gt;Krbetschek, M.R., Degering, D. &amp;amp; Alexowsky, W.:&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;Infrarot-Radiofluoreszenz-Alter (IR-RF) unter-saalezeitlicher Sedimente Mittel- und Ostdeutschlands.&amp;#039;&amp;#039; Zeitschrift der Deutschen Gesellschaft für Geowissenschaften, Band 159/1, 2008. S. 141 ff.&amp;lt;/ref&amp;gt; als neue Methode der [[Thermolumineszenzdatierung]] machen die Sauerstoff-Isotopenstufe 9.3 heute am wahrscheinlichsten.&amp;lt;ref&amp;gt;Mebus A. Geyh, Helmut Müller (2005): &amp;quot;Numerical &amp;lt;sup&amp;gt;230&amp;lt;/sup&amp;gt;Th/U dating and a palynological review of the Holsteinian/Hoxnian Interglacial&amp;quot;. In: &amp;#039;&amp;#039;[[Quaternary Science Reviews]]&amp;#039;&amp;#039; 24 (16-17): 1861–1872. {{DOI|10.1016/j.quascirev.2005.01.007}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Damit wird die Elster-Kaltzeit in Mitteleuropa meist mit der globalen marinen Sauerstoffisotopen-Zone MIS 10 korreliert und eine Zeitspanne 400.000 bis 320.000 Jahren vor heute angesetzt. Bei einer Einstufung des Holsteins in die MIS-Stufe 11 ergäbe sich dann für die Elster-Kaltzeit eine Einstufung in die MIS-Stufe 12 (Höhepunkt um 430.000 Jahre vor heute).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verbreitung ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Zwickau-Schedewitz, Gedenkstein Südgrenze des Skandinavischen Inlandeises (1).jpg|mini|Zwickau-Schedewitz, Gedenkstein Südgrenze des Skandinavischen Inlandeises während der Elster-Kaltzeit]]&lt;br /&gt;
Ablagerungen der Elster-Kaltzeit sind in Nord- und Mitteldeutschland weit verbreitet zu finden. Die Ablagerungen reichen bis zur maximalen Ausdehnung des [[Fennoskandischer Eisschild|Fennoskandischen Eisschildes]], die in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen durch die [[Feuersteinlinie]] gekennzeichnet ist. Der aus [[Kreide (Geologie)|kreidezeitlichen]] Ablagerungen stammende [[Feuerstein]] wurde mit dem Eis von Nordeuropa nach Süd- oder Mitteldeutschland verfrachtet und an den Eisrandlagen, den Endmoränen, abgelegt. Das Eis der Elster-Kaltzeit erreichte in Deutschland den nördlichen Harzrand, verlief von dort nach Südosten und überwand östlich des Bodetales den Unterharz. Südlich des Harzes wandte sich das Eis nach Westen und drang auf eine Linie Bad Langensalza-Erfurt-Weimar vor. Von dort lässt sich der Eisrand über Jena, Weida bis nach Zwickau verfolgen. Von Zwickau verlief er weiter am Erzgebirge entlang über Chemnitz, Roßwein nach Freital, das [[Elbsandsteingebirge]] und das [[Lausitzer Bergland]]. Westlich des Harzes ist der Verlauf des Eisrandes noch bis etwa Seesen, Alfeld und Rinteln recht genau bekannt. Weiter im Westen ist er unsicher, da er hier von den Gletschern der jüngeren Saale-Kaltzeit überfahren wurde und die Endmoränen eingeebnet wurden. Anhand der Feuersteinlinie lässt sich die Lage des Eisrandes jedoch ungefähr weiter festlegen: entlang des Teutoburger Waldes, nach einem Knick von wenigen Zehnerkilometern nach Süden weiter nach Nordwesten nördlich der Ems bis in die nördlichen Niederlande und die Nordsee.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ablauf und Gliederung der Elster-Kaltzeit ==&lt;br /&gt;
Die Grenze zum älteren Cromer-Komplex wird mit einer deutlichen Abkühlung nach dem letzten Interglazial des Cromer-Komplexes gezogen. Im Lecto-Stratotypprofil wird die Elster-Kaltzeit vom [[Voigtstedt-Interglazial]] unterlagert. Allerdings ist die Grenze äußerst problematisch. Nach Litt et al. (2007) spricht einiges dafür, dass das Voigtstedt-Interglazial nicht mit dem jüngsten Interglazial des Cromer-Komplexes zu korrelieren ist, sondern mit einem älteren Interglazial innerhalb des Cromer-Komplexes. Damit ist aber die in Voigtstedt definierte Untergrenze der Elster-Kaltzeit sehr fraglich geworden; es ist mit einer größeren Schichtlücke zwischen Voigtstedt-Interglazial und der Elster-Kaltzeit zu rechnen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im &amp;#039;&amp;#039;Elsterhochglazial&amp;#039;&amp;#039;, einem Zeitabschnitt von 65.000 Jahren, gab es mindestens zwei große Eisvorstöße, deren maximale Ausdehnung bis an den Fuß der deutschen Mittelgebirge reichte. Die Vorstöße werden durch einen Eisrückzug voneinander getrennt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Markranstädt-Phase mit glazigenen Sedimenten ([[Lithostratigraphie|lithostratigraphisch]] als Markranstädt-Glaziär-Formation bezeichnet)&lt;br /&gt;
* Miltitz-Intervall, Schmelzwasserablagerungen und fluviatile Ablagerungen (auch „Miltitzer Horizont“ oder „Miltitzer Zwischensediment“ genannt)&lt;br /&gt;
* Zwickau-Phase (in Thüringen als Erfurt-Phase bezeichnet), glazigene Sedimente (lithostratigraphisch als Zwickau-Glaziär-Formation bezeichnet)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im &amp;#039;&amp;#039;Elsterspätglazial&amp;#039;&amp;#039; erfolgte im Verlauf von rund 15.000 Jahren wieder eine allmähliche Erwärmung. Drei [[Interstadial]]e sind bisher ausgeschieden worden:&lt;br /&gt;
* Esbeck-Interstadial, alle drei Interstadiale belegen eine Bewaldung mit Kiefern, Fichten und Birken.&lt;br /&gt;
* Offleben II-Interstadial&lt;br /&gt;
* Offleben I-Interstadial&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die drei Interstadiale sind jeweils durch kurze Stadiale voneinander getrennt, das Esbeck-Interstadial ist durch ein kurzes Stadial von der Holstein-Warmzeit getrennt. Diese Stadiale sind bisher nicht mit eigenen Namen benannt worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Gegensatz zu den späteren Vereisungen ist die maximale Ausdehnung nicht mehr anhand von [[Endmoräne]]n erkennbar. Eine noch weiter südlich reichende Vereisung während der späteren [[Saale-Kaltzeit]] im Westen Deutschlands löschte hier alle oberirdisch erkennbaren Spuren. Die später nicht mehr durch Eis überformten östlicheren Endmoränen wurden vor allem durch langandauernde periglaziale Prozesse eingeebnet. Rekonstruierbar ist die Ausdehnung anhand der [[Feuersteinlinie]]. In Schleswig-Holstein schufen subglaziäre Ausräumungen Rinnen bis −360 m unter NN, die später mit jüngeren Ablagerungen verfüllt wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Thomas Litt, [[Karl-Ernst Behre]], [[Klaus-Dieter Meyer (Geologe)|Klaus-Dieter Meyer]], Hans-Jürgen Stephan und Stefan Wansa: [http://quaternary-science.publiss.net/issues/54/articles/763 &amp;#039;&amp;#039;Stratigraphische Begriffe für das Quartär des norddeutschen Vereisungsgebietes.&amp;#039;&amp;#039;] Eiszeitalter &amp;amp; Gegenwart / [[Quaternary Science Journal]], 56(1/2): 7-65, Hannover 2007 {{ISSN|0424-7116}}, {{DOI|10.3285/eg.56.1-2.02}}&lt;br /&gt;
* Leopold Benda (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Das Quartär Deutschlands.&amp;#039;&amp;#039; 408 S., Borntraeger, Berlin Stuttgart 1995, ISBN 3-443-01031-8&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Kaltzeiten des mitteleuropäischen Quartärs}}&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Kalt- und Warmzeiten in Norddeutschland}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Quartär]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kälteanomalie]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Hardenacke</name></author>
	</entry>
</feed>