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	<title>Eintonflöte - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Demo Wiki</subtitle>
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		<title>imported&gt;Bertramz: Änderung 249395005 von 2003:E2:B707:7900:458F:9D0A:F9C1:E0CE rückgängig gemacht; keine Verbesserung</title>
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		<updated>2024-10-13T17:22:45Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Änderung &lt;a href=&quot;/index.php?title=Spezial:Diff/249395005&quot; title=&quot;Spezial:Diff/249395005&quot;&gt;249395005&lt;/a&gt; von &lt;a href=&quot;/index.php?title=Spezial:Beitr%C3%A4ge/2003:E2:B707:7900:458F:9D0A:F9C1:E0CE&quot; title=&quot;Spezial:Beiträge/2003:E2:B707:7900:458F:9D0A:F9C1:E0CE&quot;&gt;2003:E2:B707:7900:458F:9D0A:F9C1:E0CE&lt;/a&gt; rückgängig gemacht; keine Verbesserung&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Eintonflöten&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; sind [[Längsflöte]]n ohne Fingerlöcher, die nur einen Ton hervorbringen. Nach Art der Tonerzeugung gehören sie zu den [[Kernspaltflöte]]n oder randgeblasenen [[Flöte]]n. Kurze Flöten mit nur einem Ton werden auch [[Pfeife (Tonerzeuger)|Pfeife]] genannt, um sie von mehrtönigen Grifflochflöten zu unterscheiden. Das untere Ende kann offen oder geschlossen ([[gedackt]]) sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es gibt Flöten ohne Grifflöcher, die je nach Blasdruck mehrere Töne der [[Naturton]]reihe erzeugen und als [[Obertonflöte]]n zusammengefasst werden. [[Panflöte]]n bestehen aus zwei oder mehr parallel verbundenen, unterschiedlich gestimmten Eintonflöten und eignen sich für ein melodisches Spiel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Herkunft ==&lt;br /&gt;
Längsflöten gelten als entwicklungsgeschichtlich älter als [[Querflöte]]n. Die meisten Flöten besitzen eine zylindrische Spielröhre, [[Gefäßflöte]]n sind in der Minderzahl.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Sibyl Marcuse]]: &amp;#039;&amp;#039;A Survey of Musical Instruments.&amp;#039;&amp;#039; Harper &amp;amp; Row, New York 1975, S. 552&amp;lt;/ref&amp;gt; Eintonflöten oder Pfeifen dienten und dienen hauptsächlich als Signalinstrumente. Sie markieren den Beginn der Entwicklung zur musikalisch universell verwendbaren Flötenfamilie. Die aus gebündelten Eintonflöten bestehenden Panflöten gehen mutmaßlich den Grifflochflöten voraus, denn die Entwicklung der letzteren bedeutet eine Materialersparnis bei gleichen musikalischen Möglichkeiten. Als Musikinstrument sind Eintonflöten sehr selten, auch Flöten mit bis zu drei Grifflöchern sind kaum verbreitet. Wesentlich häufiger kommen allgemein Flöten mit vier oder mehr Fingerlöchern vor.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Klaus Wachsmann|Klaus P. Wachsmann]]: &amp;#039;&amp;#039;Die primitivem Musikinstrumente.&amp;#039;&amp;#039; In: Anthony Baines (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Musikinstrumente. Die Geschichte ihrer Entwicklung und ihrer Formen.&amp;#039;&amp;#039; Prestel, München 1982, S. 13–49, hier S. 42&amp;lt;/ref&amp;gt; Ensembles mit mehreren einzelnen, unterschiedlich gestimmten Eintonflöten erscheinen als Vorläufer der Panflöten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzeln gespielte Eintonflöten ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Pifilka.jpg|mini|Zwei hölzerne &amp;#039;&amp;#039;pifilca&amp;#039;&amp;#039; aus [[Patagonien]].]]&lt;br /&gt;
Im [[Südliches Afrika|südlichen Afrika]] kommen lange, seitlich angeblasene Antilopenhörner &amp;#039;&amp;#039;[[phalaphala]]&amp;#039;&amp;#039; vor, die mit ihrem einen Ton früher bei höfischen Zeremonien und als Ausrufer zu Versammlungen eingesetzt wurden. Die [[Herero]] verwendeten kleinere Antilopenhörner als Eintonflöten mit einem geschlossenen unteren Ende, indem sie von der Öffnung in Richtung der Spitze einbliesen. Solche bei freudigen Anlässen und als Signalruf verwendeten Naturhornpfeifen, über die europäische Reisende im 19. Jahrhundert berichteten, gaben einen lauten, schrillen Ton von sich. Die einfachsten kurzen Eintonflöten in Südafrika sind bei den [[Zulu (Volk)|Zulu]] und [[Xhosa (Volk)|Xhosa]] als &amp;#039;&amp;#039;impepe&amp;#039;&amp;#039; (Plural &amp;#039;&amp;#039;izimpepe&amp;#039;&amp;#039;) bekannt. Sie bestehen aus einem an der Unterseite durch einen Fruchtknoten geschlossenen Schilfrohr, in dessen gerade abgeschnittenes oberes Ende der Spieler einbläst. Hierbei legt er das Rohrende an die aufgebogene Zungenspitze und bläst in einem schrägen Winkel gegen die obere Kante des Rohrs. Die &amp;#039;&amp;#039;impepe&amp;#039;&amp;#039; wurde nach einem Bericht von 1899 von Jungen bei Tänzen oder als Signal bei Kämpfen untereinander verwendet.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Percival R. Kirby]]: &amp;#039;&amp;#039;The Musical Instruments of the Native Races of South Africa.&amp;#039;&amp;#039; (1934) 2. Auflage. Witwatersrand University Press, Johannesburg 1965, S. 88, 93&amp;lt;/ref&amp;gt; Nach demselben archaischen Prinzip der Tonerzeugung wurde die heute obsolete Längsflöte &amp;#039;&amp;#039;[[igemfe]]&amp;#039;&amp;#039; der Zulu angeblasen. Ihr unten offenes Ende konnte beim Spiel mit dem Finger verschlossen werden, wodurch bei geschlossenem Rohr ein zweiter, um eine [[Quarte]] tieferer Ton erklang.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der [[Musik Neuguineas]] werden verschiedene Flöten und Panflöten rituell verwendet. Ein Sänger der Huli im [[Southern Highlands Province|südlichen Hochland]], der in einer Aufnahme von 1998 zu seiner Stimme im schnellen Wechsel in die Eintonflöte &amp;#039;&amp;#039;pili pe&amp;#039;&amp;#039; aus Bambus bläst,&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Papua New Guinea. Huli (Highlands).&amp;#039;&amp;#039; CD von &amp;#039;&amp;#039;Prophet&amp;#039;&amp;#039; (03), 1999, Titel 4: &amp;#039;&amp;#039;Pili Pe&amp;#039;&amp;#039;, Aufnahme von Charles Duvelle&amp;lt;/ref&amp;gt; erzeugt eine [[Hoquetus]]-artig verzahnte Tonfolge.&amp;lt;ref&amp;gt;Victor A. Grauer: [http://doktorgee.worldzonepro.com/BlogFiles/wom_2006_21--%20pp%201-134%20only.pdf#page=7 &amp;#039;&amp;#039;Echoes of our Forgotten Ancestors&amp;#039;&amp;#039;.] In: &amp;#039;&amp;#039;The World of Music,&amp;#039;&amp;#039; Vol. 48, No. 2, (Echoes of Our Forgotten Ancestors) 2006, S. 5–58, hier S. 21&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die kürzeste der in der Volksmusik [[Rumänien]]s gespielten Endkantenflöten (&amp;#039;&amp;#039;[[fluier]] fără dop&amp;#039;&amp;#039;) ist die &amp;#039;&amp;#039;fifă&amp;#039;&amp;#039; („Pfeife“). Frauen in der Region [[Kleine Walachei|Oltenia]] erzeugen mit dieser Eintonflöte einen [[Grundton]] zur einfachen Melodie einer [[jodeln]]den Gesangsstimme.&amp;lt;ref&amp;gt;Tiberiu Alexandru: &amp;#039;&amp;#039;Fifă.&amp;#039;&amp;#039; In: Laurence Libin (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;The Grove Dictionary of Musical Instruments&amp;#039;&amp;#039;. Bd. 2, Oxford University Press, Oxford/New York 2014, S. 278&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Prähistorische Flötenfunde werden stets mit magischen Ritualen in Verbindung gebracht. Dies gilt auch für die randgeblasene &amp;#039;&amp;#039;pifilca&amp;#039;&amp;#039; der [[Anden]]region in Zentral[[chile]]. Diese Flöte aus vorspanischer Zeit kommt noch in wenigen isolierten Gegenden vor. Archäologische Exemplare sind aus Stein oder Holz gefertigt. Sie besitzen zwei, in der Mitte enge und sich nach beiden Seiten erweiternde Bohrungen und produzieren einen schrillen, dissonanten Ton, mit dem Ahnen und übernatürliche Wesen zum Ritualort gerufen werden sollten. Heute stellen [[Mapuche]] &amp;#039;&amp;#039;pifilca&amp;#039;&amp;#039; häufig aus einer Bambusart her und blasen sie paarweise mit demselben Effekt.&amp;lt;ref&amp;gt;Carolina Robertson: &amp;#039;&amp;#039;Latin America. I. Indigenous music 3. History, context and performing practice.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Grove Music Online&amp;#039;&amp;#039;, 2001&amp;lt;/ref&amp;gt; Die &amp;#039;&amp;#039;pifilca&amp;#039;&amp;#039; hat gewisse Ähnlichkeiten mit der Panflöte &amp;#039;&amp;#039;siku&amp;#039;&amp;#039; der [[Aymara (Volk)|Aymara]].&amp;lt;ref&amp;gt;José Pérez de Arce: &amp;#039;&amp;#039;Sonido Rajado: The Sacred Sound of Chilean Pifilca Flutes.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;The Galpin Society Journal,&amp;#039;&amp;#039; Bd. 51, Juli 1998, S. 17–50, hier S. 19&amp;lt;/ref&amp;gt; In Chile werden auch hölzerne &amp;#039;&amp;#039;pifilca&amp;#039;&amp;#039; verwendet, deren Tonhöhe nach dem Prinzip der [[Kolbenflöte]] durch einen in das untere Ende eingeschobenen Holzstab gleitend verändert werden kann.&amp;lt;ref&amp;gt;Ellen Hickmann: &amp;#039;&amp;#039;Klänge Altamerikas. Musikinstrumente in Kunst und Kult.&amp;#039;&amp;#039; Publikationen der Reiss-Engelhorn-Museen, Band 25. Mannheim 2007, S. 31f&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Paarweise gespielte Eintonflöten ==&lt;br /&gt;
Im Dorf Zdrelo im Osten von [[Serbien]] (Bezirk [[Okrug Braničevo|Braničevo]]) fanden Musikethnologen 1972 eine &amp;#039;&amp;#039;dudurejš&amp;#039;&amp;#039; genannte Eintonflöte, die ausschließlich von Frauen der [[Walachen (Serbien)|walachischen]] Minderheit gespielt wurde. Die Flöte besteht aus einem etwa 15 Zentimeter langen Pflanzenstängel vom [[Gefleckter Schierling|Gefleckten Schierling]] (&amp;#039;&amp;#039;Conium maculatum&amp;#039;&amp;#039; L), der am oberen Ende halbkreisförmig eingeschnitten und am unteren Ende durch einen Fruchtknoten geschlossen ist. Zum Spielen werden immer zwei Flöten ungleicher Länge nebeneinander senkrecht nach unten vor den Mund gehalten. &amp;#039;&amp;#039;Dudurejš&amp;#039;&amp;#039; ist ein lautmalerisches Wort und bedeutet „zwei Flöten“, während eine Flöte &amp;#039;&amp;#039;dudurajka&amp;#039;&amp;#039; heißt. Je nach der nur geschätzten Länge der beiden Röhren ergeben sich am häufigsten die Töne g&amp;lt;sup&amp;gt;1&amp;lt;/sup&amp;gt;–a&amp;lt;sup&amp;gt;1&amp;lt;/sup&amp;gt; oder h&amp;lt;sup&amp;gt;1&amp;lt;/sup&amp;gt;–c&amp;lt;sup&amp;gt;2&amp;lt;/sup&amp;gt;. Die halbkreisförmigen Enden der Flöten sind an den gegenüberliegenden Seiten jeweils unterschiedlich hoch eingeschnitten. Die Musikerin legt die höheren Kanten an die Unterlippe, sodass der Luftstrom besser zu den äußeren Kanten gelangen kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zwei Frauen stehen sich gegenüber und blasen in Flötenpaare, die zwei Töne gleicher Tonhöhen produzieren. Es ergibt sich eine aus zwei Tönen in einem gleichmäßigen Rhythmus bestehende Melodie, die zwischendurch um einen [[Gutturaler Laut|guttural]] erzeugten [[Falsett]]ton ergänzt wird. Die befragten Frauen erinnerten sich, dass sie als Mädchen beim Schafehüten derartige Melodien als Signale bliesen, und um Jungen zum nächsten Tanzfest einzuladen. Beides verweist auf die magische Bedeutung dieser in eine vermutlich frühe Hirtenkultur zurückreichenden Tradition, die sich auf dem Balkan auch in der Hirtenflöte &amp;#039;&amp;#039;[[kaval]]&amp;#039;&amp;#039; erhalten hat. Gespielt wurde ab Mai, wenn der Pflanzenstängel gewachsen ist, bis Ende Juli.&amp;lt;ref&amp;gt;Dragoslav Dević: &amp;#039;&amp;#039;Dudurejš-Eintonflöten aus dem Homolje.&amp;#039;&amp;#039; In: Gustav Hilleström (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Studia instrumentorum musicae popularis III. Festschrift to [[Ernst Emsheimer]] on the occasion of his 70th birthday January 15th 1974.&amp;#039;&amp;#039; (&amp;#039;&amp;#039;Musikhistoriska museets skrifter&amp;#039;&amp;#039; 5) Nordiska Musikförlaget, Stockholm 1975, S. 42f&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Eintonflötenensembles ==&lt;br /&gt;
Ein Ensemble aus mehreren gedackten Eintonflöten, bei dem jeder Musiker einen Ton zum Gesamtklang beisteuert, kann wie eine Panflöte zur Melodiebildung verwendet werden. Im [[Subsahara-Afrika|subsaharanischen Afrika]] kommen vereinzelt Eintonflötenensembles vor, die musikalisch den weiter verbreiteten Ensembles mit Eintonhörnern (beispielsweise den Kalebassentrompeten &amp;#039;&amp;#039;[[Waza (Berta)|waza]]&amp;#039;&amp;#039; im Grenzgebiet von Sudan und Äthiopien und den &amp;#039;&amp;#039;enzamba&amp;#039;&amp;#039;-Querhörnern in [[Uganda]]) entsprechen, aber von geringerer Lautstärke sind. Afrikanische Eintonflötenensembles sind in Europa bekannt, seit sie [[Vasco da Gama]] bei seiner Umrundung Südafrikas 1497 hörte und darüber berichtete. Mit den musikalisch verwandten Panflötenensembles sind sie von Südafrika über [[Mosambik]], [[Sambia]], Uganda, [[Sudan]] bis [[Äthiopien]] verbreitet. Richtung Westafrika wurden sie in [[Nigeria]], [[Kamerun]] und [[Tschad]] gefunden.&amp;lt;ref&amp;gt;Peter Cooke: &amp;#039;&amp;#039;Stopped flute ensembles.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Grove Music Online,&amp;#039;&amp;#039; 2001&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In [[Ruanda]] heißt ein solches Ensemble, das früher wie das Ensemble der Querhörner &amp;#039;&amp;#039;[[amakondera]]&amp;#039;&amp;#039; hauptsächlich zu Ehren des Königs auftrat, &amp;#039;&amp;#039;insengo&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref&amp;gt;Ferdinand J. de Hen: &amp;#039;&amp;#039;Insengo (Rwandan stopped flute ensemble).&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Grove Music Online,&amp;#039;&amp;#039; 26. Oktober 2011&amp;lt;/ref&amp;gt; Die &amp;#039;&amp;#039;insengo&amp;#039;&amp;#039; ist eine randgeblasene, kurze Längsflöte, die aus Holz konisch geschnitzt und dann längs halbiert wird. Beide Hälften werden rinnenförmig ausgeschnitten, wieder aufeinander gelegt, zunächst mit einer Schnur und anschließend mit einem elastischen Band aus der Speiseröhre eines Stiers umwickelt. Vor dem Spiel gießt der Musiker [[Bananenbier]] durch die Röhre, um das Holz weicher zu machen und den Klang zu verbessern. Er hält die Flöte nach unten gerichtet zwischen Daumen und Zeigefinger der geballten Hand mit der Handinnenseite an seinen Mund und bläst über das größere Ende. Die &amp;#039;&amp;#039;insengo&amp;#039;&amp;#039; war zusammen mit [[Zeremonialtrommel]]n (&amp;#039;&amp;#039;ingoma&amp;#039;&amp;#039;) seit Beginn des [[Königreich Ruanda|Königreichs Ruanda]] ein Symbol der [[Tutsi]]-Herrscher. Zum ruandischen Eintonflötenensemble gehören Flöten in drei Größen, die wie die Trommeltypen des &amp;#039;&amp;#039;ingoma&amp;#039;&amp;#039;-Ensembles benannt sind und einen hohen Ton (&amp;#039;&amp;#039;ishakwe&amp;#039;&amp;#039;), einen mittleren Ton (&amp;#039;&amp;#039;inyahura&amp;#039;&amp;#039;) und einen tiefen Ton (&amp;#039;&amp;#039;ibihumulizo&amp;#039;&amp;#039;) produzieren. Die drei Flötengrößen sind im Ensemble einfach oder mehrfach besetzt. Ein entsprechendes Ensemble der Ankole im Südwesten von Uganda verwendet die Eintonflöte &amp;#039;&amp;#039;ensheegu&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref&amp;gt;Jos Gansemans, Barbara Schmidt-Wrenger: &amp;#039;&amp;#039;Zentralafrika. Musikgeschichte in Bildern.&amp;#039;&amp;#039; Band 1: &amp;#039;&amp;#039;Musikethnologie&amp;#039;&amp;#039;, Lieferung 9. Deutscher Verlag für Musik, Leipzig 1986, S. 48&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Ingessana in der sudanesischen Provinz [[an-Nil al-azraq]] spielen fünf bis acht, &amp;#039;&amp;#039;bal&amp;#039;&amp;#039; genannte Eintonflöten, die am unteren Ende geschlossen (gedackt) sind, mit einer Längstrompete &amp;#039;&amp;#039;singar,&amp;#039;&amp;#039; die aus einer flaschenförmigen [[Kalebasse]] besteht, und mehreren Kalebassen[[rassel]]n in einem Ensemble.&amp;lt;ref&amp;gt;Timkehet Teffera: &amp;#039;&amp;#039;Aerophone im Instrumentarium der Völker Ostafrikas.&amp;#039;&amp;#039; (Habilitationsschrift) Trafo Wissenschaftsverlag, Berlin 2009, S. 308&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ähnliche gedackte Flöten verwenden die [[Dirasha]], eine Sprachgruppe um die Kleinstadt Gidole im Südwesten [[Äthiopien]]s nahe der kenianischen Grenze in der Region [[Region der südlichen Nationen, Nationalitäten und Völker|YeDebub]]. Das Ensemble besteht aus einem Set von 24 gedackten Bambusflöten, &amp;#039;&amp;#039;fila&amp;#039;&amp;#039;, die zwischen 7 und 76 Zentimeter lang sind. Die von jungen Männern gespielte &amp;#039;&amp;#039;fila&amp;#039;&amp;#039; besitzt eine scharfe Anblaskante am rechtwinklig abgeschnittenen oberen Ende.&amp;lt;ref&amp;gt;Zebib Tadiwos: [http://etd.aau.edu.et/bitstream/handle/123456789/23779/Zebib%20Tadiwos.pdf?sequence=1&amp;amp;isAllowed=y &amp;#039;&amp;#039;Documentation of the D’irasha wood-wind musical instruments and their role in the culture: with particular emphasis on Fila.&amp;#039;&amp;#039;] (Masterarbeit) Universität Addis Abeba, 2013, S. 40f&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Männer haben [[Rassel]]n an den Füßen und tanzen, während sie Flöte spielen, bei zeremoniellen Anlässen der Gemeinschaft im Kreis.&amp;lt;ref&amp;gt;Timkehet Teffera, 2009, S. 161–163&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Stets drei &amp;#039;&amp;#039;[[embilta]]&amp;#039;&amp;#039; genannte Flöten aus Bambus oder aus einer Metallröhre bilden ein Ensemble bei den [[Tigray (Volk)|Tigray]] und [[Amharen]] im äthiopischen Hochland. Die &amp;#039;&amp;#039;embilta&amp;#039;&amp;#039; spielenden Männer treten bei Familienfeiern und anderen zeremoniellen Anlässen wie an religiösen Feiertagen auf. Außer der üblicherweise zu hörenden [[Oktave]] über dem Grundton kann durch [[Überblasen]] die obere [[Quinte]] hervorgebracht werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Khoisan]] im südlichen Afrika spielten früher einzelne Einton-Rohrflöten zur Begleitung von Tänzen. Den Schilderung von Augenzeugen seit Vasco da Gama im 15. Jahrhundert zufolge scheinen die Eintonflöten die hauptsächlichen Musikinstrumente der Khoisan gewesen zu sein.&amp;lt;ref&amp;gt;David K. Rycroft: &amp;#039;&amp;#039;Khoikhoi music. 1. Musical instruments.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Grove Music Online,&amp;#039;&amp;#039; 2001&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Flöten waren stets unverbunden, erst unter europäischem Einfluss begannen sie, unterschiedlich lange Flöten zu Panflöten zu bündeln.&amp;lt;ref&amp;gt;Percival R. Kirby: &amp;#039;&amp;#039;The Reed-Flute Ensembles of South Africa: A Study in South African Native Music.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;The Journal of the Royal Anthropological Institute of Great Britain and Ireland,&amp;#039;&amp;#039; Bd. 63, Juli–Dezember 1933, S. 313–388, hier S. 384&amp;lt;/ref&amp;gt; Die &amp;#039;&amp;#039;nyanga&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;nanga&amp;#039;&amp;#039; („kleines Horn“) der [[Venda (Ethnie)|Venda]] in Südafrika sind entsprechende Panflöten, die häufig aus vier Pfeifen bestehen und von den Tänzern beim Kreistanz &amp;#039;&amp;#039;tshikona&amp;#039;&amp;#039; geblasen werden.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. Andrew Tracey: &amp;#039;&amp;#039;The Nyanga Panpipe Dance.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;African Music,&amp;#039;&amp;#039; Bd. 5, Nr. 1, 1971, S. 73–89&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;[[hindewhu]]&amp;#039;&amp;#039; ist eine sieben bis acht Zentimeter lange Eintonflöte aus einer Pflanzenröhre bei den [[Pygmäen]] in der [[Zentralafrikanische Republik|Zentralafrikanischen Republik]], die ein Musiker im schnellen Wechsel mit gesungenen Tönen ähnlich wie die &amp;#039;&amp;#039;pili pe&amp;#039;&amp;#039; in Neuguinea bläst. Die Flöte liefert einen oberen [[Bordun]]ton zu den gesungenen Intervallen und mehrere Musiker produzieren im Zusammenklang eine [[Polyphonie|polyphone]] Melodie. Der &amp;#039;&amp;#039;hindewhu&amp;#039;&amp;#039;-Musikstil war in den 1970er Jahren eine Inspirationsquelle für die amerikanische [[Minimal Music]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Volksmusik im Norden von [[Litauen]] haben sehr altertümliche Instrumente überlebt. Die &amp;#039;&amp;#039;skudutis&amp;#039;&amp;#039; ([[Litauische Sprache|litauisch]], Plural &amp;#039;&amp;#039;skudučiai&amp;#039;&amp;#039;) ist eine 8 bis 20 Zentimeter lange, am unteren Ende geschlossene Eintonflöte, die über zwei Kerben am oberen Rand angeblasen wird. In einem Ensemble aus zwei bis fünf Spielern hält jeder eine, zwei oder drei Flöten in der Hand, um mit mehreren [[Sekunde (Musik)|Sekundenintervallen]] ein rhythmisches Muster zu erzeugen. Ähnlich wie im &amp;#039;&amp;#039;skudučiai&amp;#039;&amp;#039;-Ensemble wird die Holztrompete &amp;#039;&amp;#039;ragas&amp;#039;&amp;#039; verwendet.&amp;lt;ref&amp;gt;Juozas Antanavičius, Jadvyga Čiurlionytė: &amp;#039;&amp;#039;Lithuania. II. Traditional music. 6. Instruments.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Grove Music Online,&amp;#039;&amp;#039; 18. Januar 2006&amp;lt;/ref&amp;gt; Die &amp;#039;&amp;#039;skudučiai&amp;#039;&amp;#039; werden in den Instrumentalversionen des mehrstimmigen Gesangsstils &amp;#039;&amp;#039;[[sutartinė]]&amp;#039;&amp;#039; verwendet. Früher wurden die &amp;#039;&amp;#039;sutartinės&amp;#039;&amp;#039; im Frühjahr von Frauen gesungen und getanzt, während Männer die Instrumente spielten. Neben der Eintonflöte verwendeten sie weitere Blasinstrumente wie die Hornpfeife &amp;#039;&amp;#039;[[birbynė]]&amp;#039;&amp;#039; und die Kastenzither &amp;#039;&amp;#039;kanklės&amp;#039;&amp;#039; (ähnlich der finnischen &amp;#039;&amp;#039;[[kantele]]&amp;#039;&amp;#039;).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Flöte (Luftblattinstrument)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Bertramz</name></author>
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