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	<title>Eiderente - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Demo Wiki</subtitle>
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		<id>https://demowiki.knowlus.com/index.php?title=Eiderente&amp;diff=996&amp;oldid=prev</id>
		<title>~2025-45572-3: Wortkorrektur</title>
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		<updated>2025-08-25T14:56:44Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Wortkorrektur&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Dieser Artikel|beschreibt die Art. Zur Gattung siehe [[Eiderenten]].}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- Für Informationen zum Umgang mit dieser Vorlage siehe bitte [[Wikipedia:Taxoboxen]]. --&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Taxobox&lt;br /&gt;
| Taxon_Name       = Eiderente&lt;br /&gt;
| Taxon_WissName   = Somateria mollissima&lt;br /&gt;
| Taxon_Rang       = Art&lt;br /&gt;
| Taxon_Autor      = ([[Carl von Linné|Linnaeus]], 1758)&lt;br /&gt;
| Taxon2_Name      = Eiderenten&lt;br /&gt;
| Taxon2_WissName  = Somateria&lt;br /&gt;
| Taxon2_Rang      = Gattung&lt;br /&gt;
| Taxon3_Name      = Meerenten und Säger&lt;br /&gt;
| Taxon3_WissName  = Mergini&lt;br /&gt;
| Taxon3_Rang      = Tribus&lt;br /&gt;
| Taxon4_Name      =&lt;br /&gt;
| Taxon4_WissName  = Anatinae&lt;br /&gt;
| Taxon4_Rang      = Unterfamilie&lt;br /&gt;
| Taxon5_Name      = Entenvögel&lt;br /&gt;
| Taxon5_WissName  = Anatidae&lt;br /&gt;
| Taxon5_Rang      = Familie&lt;br /&gt;
| Taxon6_Name      = Gänsevögel&lt;br /&gt;
| Taxon6_WissName  = Anseriformes&lt;br /&gt;
| Taxon6_Rang      = Ordnung&lt;br /&gt;
| Bild             = Somateria mollissima male female.jpg&lt;br /&gt;
| Bildbeschreibung = Eiderentenpaar (&amp;#039;&amp;#039;Somateria mollissima&amp;#039;&amp;#039;)&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Eiderente&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (&amp;#039;&amp;#039;Somateria mollissima&amp;#039;&amp;#039;) ist eine [[Vögel|Vogel]][[Art (Biologie)|art]], die zur [[Familie (Biologie)|Familie]] der [[Entenvögel]] (Anatidae) gehört. Es ist eine große, massig wirkende [[Meerenten|Meerente]], die an der arktischen Küste des Atlantiks und des Pazifiks lebt. In Europa kommt sie vor allem in Skandinavien vor. Die Brutpopulation der Nordseeküste ist wesentlich kleiner. Im Sommer finden sich im Wattenmeer jedoch große Scharen nichtbrütender Eiderenten ein, denen sich im Spätsommer auch noch große Scharen an Mauservögeln hinzugesellen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die deutschsprachige Bezeichnung dieser Ente bürgerte sich durch den Daunenhandel ein. Sowohl die Bezeichnung für den Vogel als auch seine Federn (Eiderdaunen) sind dem [[Isländische Sprache|isländischen]] &amp;#039;&amp;#039;æðr&amp;#039;&amp;#039; entlehnt.&amp;lt;ref&amp;gt;Kluge, Etymologisches Wörterbuch, Eintrag „Eider“&amp;lt;/ref&amp;gt; Im deutschen Sprachgebrauch wird sie gelegentlich auch als &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Eidergans&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;St.-[[Cuthbert von Lindisfarne|Cuthbert]]sente&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (s. Wappenvogel von Northumberland) bezeichnet. Die wissenschaftliche Artbezeichnung &amp;#039;&amp;#039;Somateria mollissima&amp;#039;&amp;#039; weist auf die weichen und wärmenden [[Daune]]n dieser Entenart hin. Somateria besteht aus zwei griechischen Wörtern. σόμα &amp;#039;&amp;#039;soma&amp;#039;&amp;#039; bedeutet „Körper“ und ἔριον &amp;#039;&amp;#039;érion&amp;#039;&amp;#039; bedeutet „Wolle“, während das lateinische Adjektiv &amp;#039;&amp;#039;mollissima&amp;#039;&amp;#039; „sehr weich“ bedeutet. Übersetzt bedeutet der wissenschaftliche Name „sehr weicher Wollkörper“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Beschreibung ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Somateria mollis Männchen gehend.jpg|mini|An Land wirken Eiderenten wie dieser Erpel schwerfällig und plump]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Eiderente ist mit einer Körperlänge von durchschnittlich 58 Zentimetern etwas größer als eine [[Stockente]] und erreicht durchschnittlich ein Körpergewicht von 2,2 Kilogramm. Die Länge kann von 60 bis 70&amp;amp;nbsp;cm variieren, die Flügelspannweite von 95 bis 105&amp;amp;nbsp;cm.&amp;lt;ref name=&amp;quot;svensson&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=Lars Svensson (Text, Karten), Killian Mullarney, Dan Zetterström (Illustrationen und Bildlegenden) |Titel=[[Der Kosmos Vogelführer]]: alle Arten Europas, Nordafrikas und Vorderasiens |Auflage=2. |Seiten=36f |Verlag=Kosmos |Ort=Stuttgart |Datum=2011 |ISBN=978-3-440-12384-3 |Originaltitel=Fågelguiden |Originalsprache=sv |Übersetzer=Peter H. Barthel}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Männchen werden bei dieser Entenart in der Regel älter und sind größer und schwerer als Weibchen. An Land wirkt die Ente plump und schwerfällig, sie ist jedoch ein guter Schwimmer und Taucher, der selbst mit starkem Seegang gut zurechtkommt. Aufgrund der hohen Schnabelwurzel, die direkt in die Stirn übergeht, wirkt der Kopf der Eiderente keilförmig. Sie ist dadurch von anderen Entenarten gut zu unterscheiden, da dieses Profil nur bei dieser Entenart vorkommt.&amp;lt;ref&amp;gt;Rutschke, S. 278&amp;lt;/ref&amp;gt; Während des Fluges ist die Eiderente an ihrer kräftigen Gestalt, dem dicken und kurzen Hals sowie der auffallenden Kopfform deutlich zu erkennen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Eiderente zeigt in der Gefiederfärbung einen deutlichen [[Geschlechtsdimorphismus]]. Das [[Prachtkleid|Brutkleid]] des männlichen Vogels, der wie bei allen Enten als [[Entenvögel|Erpel]] bezeichnet wird, ist am Rücken und an der Brust überwiegend weiß. An der Brust ist das Gefieder leicht rosafarben überhaucht. Der Bauch, die Flanken, die [[Bürzel]]mitte, der Schwanz, die Ober- und Unterschwanzdecke sowie die Kopfoberseite sind schwarz gefiedert. Am Nacken ist das Gefieder dagegen hell moosgrün. Die Nackenfedern sind leicht verlängert, so dass sie eine kleine [[Haube (Vögel)|Holle]] bilden. Der Schnabel des Erpels ist beim [[Prachtkleid]] gelbgrün, ansonsten blaugrau bis grüngrau. Die äußeren Armschwingen sind schwarz, die inneren sind weiß und sichelförmig gebogen. Als [[Schlichtkleid|Ruhekleid]] trägt das Männchen dagegen ein dunkelbraunes Gefieder, das stellenweise mit weißen Gefiederpartien durchsetzt ist. Die Bänderung des Gefieders ist allerdings etwas weniger auffällig als bei den Weibchen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Weibchen trägt während des gesamten Jahres ein unauffällig dunkel- bis gelblichbraunes Gefieder, durch das sich am Körper dichte schwarze Gefiederbänder ziehen. Hals und Kopf sind dagegen stärker einfarbig braun. Das Gefieder hat dort nur eine feine, braunschwarze Strichelung. Sie ähnelt damit im Gefieder den Weibchen vieler anderer Entenarten, durch die auffällige Kopfform ist sie jedoch leicht als Eiderente identifizierbar. Der Schnabel der Eiderente ist beim Erpel grünlich gefärbt, der der weiblichen Eiderente ist dunkelgrün. Die Schnabelspitze ist heller und weist eine breite und verhornte Spitze auf. Die Augenfarbe ist bei beiden Geschlechtern braun.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jungvögel beider Geschlechter gleichen in ihrer Gefiederfärbung den Weibchen. Sie sind jedoch etwas dunkler in ihrer Gefiederfarbe und weniger stark gebändert. Junge Erpel tragen das voll ausgebildete Prachtkleid des Männchens erst im dritten oder vierten Lebensjahr. Bereits im Prachtkleid des zweiten Lebensjahres zeigen sie jedoch deutlich die Schwarz-Weiß-Kontrastierung, wie sie für [[Adult|adulte]] Erpel typisch ist. Zu diesem Zeitpunkt finden sich im Kopf- und Halsbereich noch Federn mit gelbbraunem Rand. Teile des Rückengefieders sind noch schwarzbraun.&amp;lt;ref&amp;gt;Rutschke, S. 279&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verbreitung und Bestand ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Somateria mollissima dis.png|mini|Die Verbreitungskarte zeigt die Brutgebiete in Grün und die Überwinterungsgebiete in Blau]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Eiderente kommt entlang der nördlichen Küsten von [[Europa]], [[Nordamerika]] und [[Sibirien|Ostsibirien]] vor. Sie brütet von der [[Arktis]] bis in die gemäßigten [[Klimazone]]n, in Europa nach Süden etwa bis zum [[Wattenmeer (Nordsee)|Wattenmeer]] und ins nordwestliche [[Frankreich]]. An der nordamerikanischen Atlantikküste reicht das Brutgebiet bis nach [[Maine]], am Pazifik bis nach [[Alaska|Südalaska]]. Der Schwerpunkt des Brutgebietes der Eiderenten liegt auf [[Island]], wo etwa 450.000 Paare brüten, sowie an der Ostsee, wo sich bis zu 600.000 Paare zur Brut versammeln. Als Brutplätze nutzt die Eiderente kleine vegetationslose Felseninseln und [[Schäre]]n, bewachsene oder bewaldete Inseln, geschützte und ruhige Meeresbuchten mit flachen Ufern. Der nordamerikanische Bestand wird auf 750.000 bis 1 Million Paare geschätzt. Die [[IUCN]] schätzt den Gesamtbestand der Eiderente auf 2,5 bis 3,6 Millionen Tiere und stuft die Art als „nicht gefährdet“ &amp;#039;&amp;#039;(least concern)&amp;#039;&amp;#039; ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vögel aus den nördlichsten Brutgebieten, etwa aus [[Spitzbergen (Inselgruppe)|Spitzbergen]], ziehen zum Überwintern in die gemäßigten Breiten, wo sie in geeigneten Küstengewässern große Trupps bilden können. Sie überwintern damit in den südlicheren Regionen des Verbreitungsgebiets dieses Vogels. Die südlichen Populationen sind dagegen weitgehend [[Standvogel|Standvögel]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Winter taucht die Eiderente regelmäßig in geringer Zahl auch in großer Entfernung zum Meer an den größeren Alpenseen auf. Seit den [[1970er|70er]] Jahren übersommern hier immer wieder einige Vögel. Am [[Zeller See (Salzburg)|Zeller See]] im Land [[Land Salzburg|Salzburg]] gelang 1972 sogar ein Brutnachweis. Auch in der [[Schweiz]] ist die Eiderente in Ausnahmefällen ein Brutvogel. 1988 brütete die Eiderente erstmals am [[Zürichsee]], in den Folgejahren kam es auch zu weiteren Bruten am [[Neuenburgersee|Neuenburger-]], [[Vierwaldstättersee|Vierwaldstätter-]] und [[Walensee]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Lebensweise und Ernährung ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Somateria mollissima group Duene.JPG|links|mini|Eine Gruppe von Altvögeln und Küken ruht am Strand von [[Düne (Insel)|Düne]] Anfang Juni]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die gesellig lebende Eiderente gehört zu den tagaktiven Enten mit ausgeprägter Tauchfähigkeit. Sie lebt überwiegend von [[Muscheln]] bis zu einer Größe von 40 Millimetern und frisst außerdem [[Schnecken]], [[Krebstiere|Krebstierchen]] sowie –&amp;amp;nbsp;im Gegensatz zu anderen Entenarten&amp;amp;nbsp;– [[Fische]]. An der Nordseeküste nutzt sie vor allem die [[Miesmuscheln|Miesmuschelbänke]]. Im Binnenland frisst die Eiderente außerdem die eingebürgerten [[Dreikantmuscheln]]. Pflanzliche Nahrung spielt bei dieser Ente keine große Rolle. Allerdings frisst das Weibchen während der Brutzeit auch Vegetabilien und nimmt dabei besonders die Pflanzen auf, die in der Nähe des Nestes wachsen.&amp;lt;ref&amp;gt;Rutschke, S. 280&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:Miesmuscheln Mytilus 1.jpg|mini|[[Miesmuscheln]] zählen zu den Muschelarten, die von der Eiderente gefressen werden]]&lt;br /&gt;
Muscheln erbeutet die Eiderente, indem sie entweder den Wattboden absucht oder sie im Wasser ertaucht. Mit Hilfe ihres kräftigen Schnabels ist sie in der Lage, Muscheln von ihrer Unterlage abzureißen oder nach ihnen im Wattboden zu graben. Angespülter Seetang wird von ihr gleichfalls nach [[Insekten|Wasserinsekten]], Muscheln und Schnecken abgesucht. Die Eiderente taucht gewöhnlich nach Muscheln bis zu einer Gewässertiefe von sechs Metern und bleibt etwas mehr als eine Minute unter Wasser. Unter Wasser nutzt sie dabei ihre Flügel zur Fortbewegung. Einzelne Beobachtungen sprechen davon, dass die Eiderente auch wesentlich tiefere Meeresböden erreichen kann. Tauchgänge in Tiefen bis zu 50 Meter wurden bereits beobachtet.&amp;lt;ref&amp;gt;Klaus Janke/Bruno P. Kremer: Das Watt. Lebensraum, Tiere und Pflanzen, Stuttgart : Franckh 1990, S. 93, ISBN 3-440-06035-7&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Muscheln werden mit den Schalen gefressen. Im starken Kaumagen der Eiderente werden sie geknackt; die Schalentrümmer scheidet die Ente anschließend als [[Gewölle|Speiballen]] aus. Das mit der Nahrung aufgenommene Salz wird über Salzdrüsen in der Stirn wieder abgegeben. Die Eiderente nutzt die [[Gezeiten]]wechsel gezielt aus, um auch solche Meeresregionen nach Nahrung abzusuchen, die für sie bei Flut nicht erreichbar wären.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Fortpflanzung ==&lt;br /&gt;
=== Balzverhalten ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Somateria mollissima Eiderente 3 Rufend.jpg|links|mini|Balzende Männchen rufen ein weiches &amp;#039;&amp;#039;ahoo&amp;#039;&amp;#039; und legen während des Rufens den Kopf in den Nacken]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Somateria mollissima Eiderente 6 Flügel streckenda.jpg|mini|Zum Balzverhalten gehört auch ein Strecken des Körpers aus dem Wasser]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Weibchen der Eiderente erreichen ihre Geschlechtsreife bereits in ihrem zweiten Lebensjahr. Nur ein Teil der zweijährigen Weibchen kommt allerdings auch schon zur Brut. Die Erpel dagegen beteiligen sich an der [[Balz]] erst in ihrem dritten Lebensjahr. Erst dann ist bei ihnen das Gefieder der erwachsenen Erpel weitgehend ausgebildet. Die Erpel beginnen mit ihrer Balz im Dezember. Erst im Spätwinter beteiligen sich auch die Weibchen daran. Es handelt sich um eine Gesellschaftsbalz, bei der sich bis zu 10 Männchen in der Nähe eines Weibchens versammeln. Junge, noch nicht geschlechtsreife Erpel halten sich häufig in der Nähe solcher balzenden Erpel auf und zeigen auch bereits erstes Balzverhalten.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Rutschke281&amp;quot;&amp;gt;Rutschke, S. 281&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während der Balz ruft das Männchen ein weiches, dumpfes zwei- bis dreisilbiges &amp;#039;&amp;#039;ahoo&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;hu-huúuu&amp;#039;&amp;#039;, das über das Watt oder die Wasserflächen sehr weit zu hören ist. Junge Männchen beherrschen diesen Ruf noch nicht. Ihr Ruf klingt heiserer und ist lautmalerisch mit &amp;#039;&amp;#039;gro-gro-ó&amp;#039;&amp;#039; umschrieben. Das Weibchen antwortet auf die Balzrufe des Männchens mit gockelndem &amp;#039;&amp;#039;goggoggoggog&amp;#039;&amp;#039; und knarrendem &amp;#039;&amp;#039;krrr&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Stimmen&amp;quot;&amp;gt;Hans-Heiner Bergmann; Hans-Wolfgang Helb; Sabine Baumann; &amp;#039;&amp;#039;Die Stimmen der Vögel Europas – 474 Vogelporträts mit 914 Rufen und Gesängen auf 2.200 Sonogrammen&amp;#039;&amp;#039;, Aula-Verlag, Wiesbaden 2008, ISBN 978-3-89104-710-1, S. 65 und S. 66&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Erpel zeigt während der Balzrufe eine charakteristische Körperbewegung, die gelegentlich auch als „eine Verbeugung nach hinten“ beschrieben wird.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Stimmen&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Dabei legt der Erpel seinen Kopf weit in den Nacken und wölbt die Brust vor. Gewöhnlich umwerben mehrere Männchen ein Weibchen. Zu den typischen Balzhaltungen der Erpel gehören ein Imponierschwimmen, bei dem der Kopf langsam von rechts nach links gedreht wird, sowie das Strecken des Körpers aus dem Wasser, bei dem die Flügel nach hinten weggespreizt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Somateria mollis Paar cop.jpg|mini|Die Paarung selbst ist nach wenigen Sekunden vorüber]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seine Paarungsbereitschaft signalisiert das Weibchen, indem es sich flach auf das Wasser legt. Zur Paarung schwimmt der Erpel auf die Ente, drückt sie dabei fast völlig unter Wasser und beißt ihr mit dem Schnabel in den Nacken. Die Paarung selbst dauert nur wenige Sekunden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei der Ankunft im Brutgebiet ist die Mehrzahl der Weibchen verpaart. Eine Paarbindung besteht in der Regel nur für ein Jahr. Die ortstreuen Weibchen verpaaren sich aber gelegentlich mit dem gleichen Erpel im nächsten Jahr erneut, wenn dieser in dasselbe Revier zurückkehrt.&lt;br /&gt;
{{Absatz|links}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Brut ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Somateria mollissima MWNH 1023.JPG|mini|Ei (Sammlung [[Museum Wiesbaden]])]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eiderenten brüten einzeln oder in kleinen Gruppen. Häufig befinden sich in den Brutgebieten aber auch größere Kolonien. Kolonien von bis zu 1.000 Paaren kommen beispielsweise auf Island vor. An geeigneten Plätzen können sich zwei bis drei Nester je Quadratmeter befinden. Eiderenten meiden Steilufer, schroffe Felsen und windexponierte Stellen. Steigt das Ufer sanft an, befinden sich die Kolonien mitunter mehrere hundert Meter von der Küstenlinie entfernt, so dass die Nester auch bei Hochwasser nicht vom Wasser erreicht werden.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Rutschke281&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Eider.a.duvet4.jpg|mini|Brütende Eiderente]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Somateria mollissima - Common-Eider.jpg|mini|Weibchen mit Küken im Hafenbecken der Helgoländer Düne Anfang Juni]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Eiderenten Runde.jpg|mini|Eiderente mit drei Jungvögeln auf den Klippen der norwegischen Vogelinsel [[Runde (Insel)|Runde]]]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Eiderenten.jpg|mini|Männliche Eiderenten im [[Schlichtkleid]] im Schleswig-Holsteinischen Wattenmeer]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Neststandort ist abhängig von den jeweiligen örtlichen Gegebenheiten. Auf vegetationslosen Brutplätzen errichtet das Weibchen das Nest zwischen dem Geröll. Das Nest ist dann nicht mehr als eine flache Mulde, die aber windgeschützt liegt. Ist eine krautige Vegetation oder Gebüsch vorhanden, liegen die Nester in ihrem Schutz. Gelegentlich nutzt das Weibchen auch alte Möwennester als Nistplatz. Auf bewaldeten Inseln errichten die Eiderenten ihre Nester auch im Schutz von Bäumen. Eiderenten nutzen regelmäßig ihre alten Brutplätze wieder, was die Vegetation in ihrem Brutgebiet beeinflusst. Bedingt durch den abgesetzten Entenkot sind die Stellen um die Nester krautig oder mit Zwergsträuchern bewachsen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Rutschke282&amp;quot;&amp;gt;Rutschke, S. 282&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Brutzeit liegt je nach Region und Wetterbedingungen im Zeitraum von Anfang April bis Mitte Mai. Das Weibchen legt in der Regel vier bis sechs grünlich-graue [[Ei]]er in die mit Bauchdaunen ausgepolsterte Nistmulde. Das Legeintervall beträgt 24 Stunden. Sind mehr als neun Eier im Nest, handelt es sich in der Regel um Mehrfachgelege, die bei Eiderenten wie bei anderen in Kolonien brütenden Enten und [[Halbgänse]]n häufig vorkommen. Verlässt das Weibchen während der Brut die Eier, bedeckt es diese mit [[Daunen]], um den Wärmeverlust zu vermindern. Durch Störungen aufgeschreckte Weibchen spritzen beim Auffliegen Kot über die Eier. Die Eier werden 25 bis 26 Tage ausschließlich durch das Weibchen bebrütet, das während dieser Zeit fastet. Das Männchen hält sich unterdessen in der Nähe des Nestes auf. Es schränkt in dieser Zeit sogar die Nahrungsaufnahme ein, so dass die Erpel an Körpergewicht verlieren.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Rutschke282&amp;quot; /&amp;gt; Ist die Brut jedoch hinreichend weit fortgeschritten, wandern die Männchen zu den [[Mauserzug|Mauserplätzen]] ab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Jungvögel werden nach dem Schlüpfen von dem Weibchen geführt. Auf dem Meer schwimmend betreut das Weibchen die Jungvögel bis in den Spätsommer hinein. Diese Führungszeit beträgt etwa 65 bis 75 Tage. Während dieser Führungszeit kommt es häufig zur Vergesellschaftung mit mehreren Familien, die sich wieder auflösen, sobald die Jungvögel flugfähig sind.&lt;br /&gt;
{{Absatz|links}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Zugverhalten ==&lt;br /&gt;
Eiderenten sind verhältnismäßig standorttreue Tiere, die zum Teil in ihren Brutrevieren auch überwintern. Der überwiegende Teil der Population nutzt allerdings separate Mauser- und Überwinterungsquartiere, wobei überwiegend nur kurze Strecken gezogen werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur [[Mauser (Vögel)|Mauser]] ziehen die Vögel nach der Brut in ihre Mauserquartiere, viele Vögel sind dann beispielsweise im [[Wattenmeer (Nordsee)|Wattenmeer]] anzutreffen. Dabei bevorzugen die dann nur eingeschränkt flugfähigen Eiderenten Gebiete, in denen sie weitgehend ungestört sind. Ein [[Habitat]] ist die unbewohnte Insel [[Trischen]] vor der Küste von [[Dithmarschen]], wo ca. 9.500 Eiderenten, die von der Ostsee her stammen, eine &amp;#039;&amp;#039;Vollmauser&amp;#039;&amp;#039; durchführen. Das bedeutet, dass sie neben dem Körpergefieder auch ihr Großgefieder erneuern. Die Großgefiedermauser setzt nach der Mauser des Körpergefieders ein und umfasst Schwung- und Steuerfedern, was dazu führt, dass die Eiderente zunächst eine Zeitlang flugunfähig ist. In dieser Zeit ist sie möglichen Feinden eine leichte Beute, so dass sie sichere Plätze mit guter Nahrungsgrundlage benötigt, um diese kritische Phase zu überstehen. Dies ist z.&amp;amp;nbsp;B. auf Trischen gegeben.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Melanie Theel |url=https://blogs.nabu.de/trischen/ |titel=Die Allerweichste mit dem schwarzen Körper |werk=nabu |hrsg=NABU – Naturschutzbund Deutschland e.&amp;amp;nbsp;V., Landesverband Schleswig Holstein |datum=2023-06-26 |sprache=de |abruf=2023-06-28}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Ihre Fluchtdistanz gegenüber Menschen erhöht sich in dieser Zeit von normalerweise 100 bis 300 Meter auf 500 bis 1.000 Meter. Der Mauserzug ist daher dadurch bedingt, dass sie große Ruhezonen benötigen. Küstenbereiche, in denen sie sich sonst aufhalten, die ihnen aber nicht ausreichend Rückzugsmöglichkeiten bieten, werden während dieser Zeit von den Eiderenten gemieden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mittlerweile nutzen die Eiderenten auch einige größere Alpenseen als Quartier für ihre Mauser. So sind Eiderenten während dieser Zeit beispielsweise auch am [[Bodensee]] zu beobachten, wo sich bis zu hundert Vögel versammeln. Gelegentlich dienen die Mauserquartiere auch als Überwinterungsort – so beispielsweise im Wattenmeer. Gelegentlich suchen sie aber ab Oktober bis November separate Überwinterungsquartiere auf, von denen sie ab Februar bis März in Richtung ihrer Brutgebiete zurückkehren. Die auf Island und Spitzbergen brütenden Vögel erreichen ihre Brutplätze in den Monaten April bis Mai.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Fressfeinde und andere natürliche Todesursachen ==&lt;br /&gt;
In den nördlichsten Regionen ihres Verbreitungsgebietes zählen die [[Schneeeule]] und der [[Polarfuchs]] zu den Fressfeinden der Eiderente. In den südlicheren Verbreitungsgebieten gehören der [[Uhu]], der [[Seeadler (Art)|Seeadler]] und der [[Rotfuchs]] zu den Arten, die in der Lage sind, die schwere Ente zu erlegen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Küken und Eier sind außerdem durch [[Möwen]] sowie verschiedene Rabenvögel (beispielsweise [[Rabenkrähe|Raben-]] und [[Nebelkrähe]] sowie [[Kolkrabe]]) bedroht. Gefährdet sind die Jungvögel jedoch auch durch den Befall mit [[Parasitismus|Parasiten]], von denen einige sich auf die Eiderente als Zwischenwirt spezialisiert haben. Viele der Jungvögel leiden beispielsweise an [[Saugwürmer]]n, die zu einer Schwächung der Jungvögel und gelegentlich zu ihrem Tod führen. Zu einem Massensterben von Eiderenten kann es außerdem kommen, wenn in strengen Wintern die Meeresküsten vereisen und die Eiderenten nicht mehr in der Lage sind, die Muscheln auf dem Meeresboden zu erreichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Unterarten ==&lt;br /&gt;
In dem großen Verbreitungsgebiet der Eiderente werden sechs Unterarten unterschieden, wobei Übergangs- und Mischpopulationen die genaue Abgrenzung der Unterarten schwierig machen:&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Somateria mollissima mollissima&amp;#039;&amp;#039; ist die [[Nominatform]] und hat ihr Brutgebiet in Nordwesteuropa.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;S. m. faeroeensis&amp;#039;&amp;#039; ist die kleinste Unterart der Eiderente und nur auf den [[Färöer]]-Inseln zu finden. Das Weibchen dieser Unterart ist etwas dunkler gefärbt.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;S. m. borealis&amp;#039;&amp;#039; ist die Unterart, bei der das Männchen einen orangegelben Schnabel hat und das Gefieder des Weibchens mehr rötlich-braun gefärbt ist. Diese Unterart ist vor allem im arktischen Nordatlantik zu finden.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;S. m. dresseri&amp;#039;&amp;#039; unterscheidet sich von den anderen Unterarten durch eine vorne breite und abgerundete Schnabelspitze. Diese Unterart lebt in der Region von [[Labrador (Kanada)|Labrador]] bis [[Maine]].&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;S. m. sedentaria&amp;#039;&amp;#039; lebt in der [[Hudson Bay]]; das Weibchen fällt durch ein eher graubraunes Gefieder auf.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;S. m. v-nigrum&amp;#039;&amp;#039; ist in der nordpazifischen Region von den Neusibirischen Inseln bis in das arktische [[Kanada]] zu finden. Es handelt sich um die größte Unterart, bei der ausgewachsene Erpel an Kinn und Kehle ein breites, schwarzes V-Abzeichen haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Mensch und Eiderente ==&lt;br /&gt;
=== Jagd und sonstige Beeinflussung durch den Menschen ===&lt;br /&gt;
Die Jagd auf die Eiderente ist in den [[Skandinavien|skandinavischen Ländern]] bis auf [[Island]] sowie in [[Russland]] erlaubt. Sie wird dort zum Teil sehr stark bejagt. In [[Norwegen]] sind die großen Brutgebiete der Eiderente allerdings inzwischen geschützt. Auf Island wurde sie 1786 teilweise und seit 1847 völlig geschützt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neben der Jagd kommt es auch zu Verlusten von Gelegen und Küken, wenn Eiderenten durch Menschen gestört werden. Dies trifft vor allem auf die Küstenabschnitte zu, die stark [[Tourismus|touristisch]] genutzt werden. Eiderenten leiden außerdem an der Verschmutzung der Meere durch [[Pestizid]]e. Die Niederlande wurden beispielsweise ab dem Jahre 1925 von Eiderenten besiedelt. Der Bestand wuchs relativ schnell auf 6.000 Individuen, brach jedoch dann auf Grund von Pestizidbelastungen stark ein.&amp;lt;ref name=&amp;quot;GoodersBoyer110&amp;quot;&amp;gt;Gooders und Boyer, S. 110&amp;lt;/ref&amp;gt; Bei [[Erdöl|Ölunfällen]] gehört sie zu den Arten, die aufgrund der Verschmutzung des Gefieders und dem Entzug der Nahrungsgrundlage in großer Anzahl sterben. Im Jahre 1970 kamen im [[Kattegat]] beispielsweise nach einem Ölunfall 30.000 Eiderenten ums Leben.&amp;lt;ref name=&amp;quot;GoodersBoyer110&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Wappenvogel von Northumberland ===&lt;br /&gt;
Eine der bekanntesten Kolonien von Eiderenten befindet sich auf den [[Farne-Inseln]] vor [[Northumberland]], [[Vereinigtes Königreich|Großbritannien]]. Die dort brütenden Vögel waren Gegenstand eines der ältesten Vogelschutzgesetze der Welt, das der [[Cuthbert von Lindisfarne|Heilige Cuthbert]] im Jahre 676 n. Chr. erließ, daher rührt auch der Name St.-Cuthberts Ente.&amp;lt;ref&amp;gt;Stephen Moss: &amp;#039;&amp;#039;Birds Britannia, Why the British fell in love with birds&amp;#039;&amp;#039;, HarperCollins Publisher, London 2011, ISBN 978-0-00-741344-7, S. 72 und S. 73&amp;lt;/ref&amp;gt; Heute brüten noch etwa 1.000 Entenpaare auf diesen Inseln. Da der Heilige Cuthbert der Schutzpatron von Northumberland ist, wurde die Eiderente zum Wappentier dieses Landkreises. Eiderenten werden dort gelegentlich auch &amp;#039;&amp;#039;Cuddy’s ducks&amp;#039;&amp;#039; genannt, da &amp;#039;&amp;#039;Cuddy&amp;#039;&amp;#039; der Kosename für Cuthbert ist.&lt;br /&gt;
[[Datei:Dunhreinsun2.jpg|mini|Ein isländischer Bauer reinigt Daunenfedern von Stroh]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Wirtschaftliche Nutzung ===&lt;br /&gt;
Die Eiderente ist der Lieferant der [[Eiderdaune|Eiderenten-Daune]], die eine hohe Wärmespeicherkapazität besitzt. Eiderdaunen galten über lange Zeit als das beste Material, das für die Füllung von Bettdecken verwendet werden konnte. Eine gezielte kommerzielle Ausbeute dieser Eiderdaunen begann bereits vor dem 10. Jahrhundert.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Sale&amp;quot;&amp;gt;Sale, S. 115&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bis in die Mitte des 20. Jahrhunderts stellten Eiderdaunen einen der wichtigsten Exportartikel Islands dar. Auch heute kommt dort der Eiderente aufgrund dieser Daunen eine größere wirtschaftliche Bedeutung zu. Mit den weichen und warmen Daunen werden Kissen und Bettdecken gefüllt. Die Ernte dieser Daunen ist dabei durchaus mit dem Artenschutz verträglich, da normalerweise die Federn verwendet werden, mit denen Eiderenten ihre Nester auspolstern und diese Federn geerntet werden können, nachdem die jungen Enten das Nest verlassen haben. Ein Daunennest wiegt im Schnitt nur rund 20 Gramm. Die Reinigung der Daunen von Pflanzenteilen ist eine zeitintensive Arbeit, die Stunden in Anspruch nimmt. Nur etwa 1,5 Gramm verwendbarer Daunen pro Nest bleiben nach diesem Reinigungsprozess über, so dass etwa die Ernte von 700 Nestern gebraucht wird, um ein Kilogramm handelbarer Eiderdaunen zu erhalten.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Sale&amp;quot; /&amp;gt; In einer Dokumentation des Senders [[Arte]] aus dem Jahr 2019 wird jedoch gezeigt, dass die Ernte der Daunennester auf Island bereits während der Brutzeit erfolgt, durch Austausch mit Stroh.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.phoenix.de/sendungen/dokumentationen/unterwegs-im-hohen-norden-a-2131710.html |titel=phoenix |sprache=de |abruf=2022-01-07}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Haltung von Eiderenten ===&lt;br /&gt;
Eiderenten werden aufgrund des attraktiven Brutkleides der Männchen zunehmend in Gehegen gehalten. Es sind friedfertige Vögel, die sich gut mit anderen Wasservögeln vertragen. Für ihr Wohlbefinden brauchen diese Enten jedoch hinreichend tiefe Teiche mit sauberem Wasser.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Weiteres ===&lt;br /&gt;
Der Asteroid des äußeren Hauptgürtels [[(8756) Mollissima]] ist nach der Eiderente benannt (wissenschaftlicher Name &amp;#039;&amp;#039;Somateria mollissima&amp;#039;&amp;#039;). Zum Zeitpunkt der Benennung des Asteroiden am 2. Februar 1999 befand sich die Eiderente auf der niederländischen [[Rote Liste gefährdeter Arten|Roten Liste gefährdeter Arten]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Franz Robiller]]: &amp;#039;&amp;#039;Lexikon der Vogelhaltung.&amp;#039;&amp;#039; Landbuch, Hannover 1986, ISBN 3-7842-0322-1.&lt;br /&gt;
* [[Eckart Pott]]: &amp;#039;&amp;#039;Vögel am Meer.&amp;#039;&amp;#039; Landbuch, Hannover 1987, ISBN 3-7842-0364-7&lt;br /&gt;
* [[Steve Madge]]: &amp;#039;&amp;#039;Wassergeflügel. Ein Bestimmungsbuch der Schwäne, Gänse und Enten der Welt.&amp;#039;&amp;#039; Paul Parey, Hamburg und Berlin 1989, ISBN 3-490-19018-1.&lt;br /&gt;
* Tom Bartlett: &amp;#039;&amp;#039;Ducks and Geese – A Guide to Management.&amp;#039;&amp;#039; Crowood, Marlborough 1986, 2002, ISBN 1-85223-650-7.&lt;br /&gt;
* John Gooders, Trevor Boyer: &amp;#039;&amp;#039;Ducks of Britain and the Northern Hemisphere.&amp;#039;&amp;#039; Dragon’s World Ltd, Surrey 1986, ISBN 1-85028-022-3.&lt;br /&gt;
* Hartmut Kolbe: &amp;#039;&amp;#039;Die Entenvögel der Welt.&amp;#039;&amp;#039; Ulmer, Stuttgart 1999, ISBN 3-8001-7442-1.&lt;br /&gt;
* Erich Rutschke: &amp;#039;&amp;#039;Die Wildenten Europas – Biologie, Ökologie, Verhalten.&amp;#039;&amp;#039; Aula Verlag, Wiesbaden 1988, ISBN 3-89104-449-6.&lt;br /&gt;
* Richard Sale: &amp;#039;&amp;#039;A Complete Guide to Arctic Wildlife.&amp;#039;&amp;#039; Verlag Christopher Helm, London 2006, ISBN 0-7136-7039-8.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commons|Somateria mollissima|Eiderente}}&lt;br /&gt;
{{Wiktionary|Eiderente}}&lt;br /&gt;
* {{IUCN|Year=2024.1|ID=22680405|ScientificName=Somateria mollissima|YearAssessed=2018|Assessor=BirdLife International|Download=2024-08-13}}&lt;br /&gt;
* {{Avibase|ID=B77377EEB852D0AF|ScientificName=Somateria mollissima|CommonName=Eiderente}}&lt;br /&gt;
* {{eBird.org |ID= comeid |Name= Eiderente (&amp;#039;&amp;#039;Somateria mollissima&amp;#039;&amp;#039;)}}&lt;br /&gt;
* {{xeno-canto|ID=Somateria-mollissima|ScientificName=Somateria mollissima|Name=Eiderente}}&lt;br /&gt;
* {{Encyclopedia of Life|ID=45510587|Name=Common Eider|Wissenschaftlich=Somateria mollissima}}&lt;br /&gt;
* [http://www.vogelfedern.de/ee.htm Federn der Eiderente]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Exzellent|5. Mai 2005|5990938}}&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Seevogel des Jahres}}&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4151152-9}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Eiderente}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Meerenten und Säger]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Vogel als Namensgeber für einen Asteroiden]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>~2025-45572-3</name></author>
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