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	<title>Dialekte in Sachsen-Anhalt - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Demo Wiki</subtitle>
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		<id>https://demowiki.knowlus.com/index.php?title=Dialekte_in_Sachsen-Anhalt&amp;diff=12124&amp;oldid=prev</id>
		<title>2003:D8:72B:E500:29CB:FD18:6D85:3522 am 13. Oktober 2024 um 20:34 Uhr</title>
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		<updated>2024-10-13T20:34:26Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Belege fehlen}}&lt;br /&gt;
{{Überarbeiten}}&lt;br /&gt;
[[Datei:Verbreitungsgebiet der heutigen niederdeutschen Mundarten-2.PNG|450px|miniatur|rechts|Das nördliche Sachsen-Anhalt ist Teil des niederdeutschen Mundartgebietes]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Mitteldeutsche Mundarten.png|450px|miniatur|rechts|Das südliche Sachsen-Anhalt ist Teil des mitteldeutschen Sprachraumes]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In [[Sachsen-Anhalt]] wird in neuerer Zeit ein regional eingefärbtes [[Standarddeutsch|Hochdeutsch]] gesprochen, das in den südlichen Landesteilen von [[thüringisch-obersächsische Dialektgruppe|thüringisch-obersächsischen Dialekten]] geprägt ist, aber auch eine Vielzahl spezifischer Wendungen aus dem [[mark-brandenburgische Dialekte|Mark-Brandenburgischen]] aufweist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sehr selten trifft man noch bei älteren Leuten diejenigen Dialekte an, die anstelle des Anhaltischen ursprünglich in den Regionen gesprochen wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Was diese Dialekte betrifft, liegt das Bundesland in einer Übergangszone:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Norden des Landes rund um [[Magdeburg]] und in der [[Altmark]] wurde ursprünglich (und wird selten noch) die [[niederdeutsche Sprache]] gesprochen. Im Einzelnen handelt es sich dabei in der westlichen [[Magdeburger Börde]] einschließlich der Stadt Magdeburg um den [[Ostfälischer Dialekt|ostfälischen Dialekt]] der [[Niedersächsische Sprache|niedersächsischen Sprache]], östlich der [[Elbe]] sowie [[märkische Dialekte]] ([[Ostniederdeutsch]]) in der Altmark und im [[Fläming]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Etwa entlang der Städte [[Wernigerode]] – [[Aschersleben]] – [[Schönebeck (Elbe)|Schönebeck]] – [[Roßlau (Elbe)|Roßlau]] existiert eine gedachte Trennlinie. Diese Linie wird im Volksmund auch [[Uerdinger Linie|Ik-ich-Linie]] genannt. Südlich davon werden [[Mitteldeutsche Sprachen und Dialekte|mitteldeutsche Dialekte]] gesprochen. Westlich der [[Saale]] handelt es sich dabei um Thüringisch, östlich davon um Obersächsisch. Die Dialekte Sachsen-Anhalts gehören zu den sogenannten Appel-Dialekten. So sagt beispielsweise ein Dessauer Mundartsprecher zwar „ich“, aber anstelle des Wortes Apfel verwendet dieser das unverschobene „Appel“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Alexander Kluge]] beschreibt in seinem Werk &amp;#039;&amp;#039;Chronik der Gefühle&amp;#039;&amp;#039; im Teil &amp;#039;&amp;#039;Unheimlichkeit der Zeit. Bilder aus meiner Heimatstadt&amp;#039;&amp;#039; die Situation in Halberstadt: „... zwischen Unterstadt und Oberstadt verlief die Sprachgrenze zwischen Platt, der Unterschichtensprache, und der Oberschichtsprache Magdeburgisch-Thüringisch – eine Klassengrenze.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das [[Mansfeldisch]]e ist ein [[Dialekt]], welcher sich nur auf die Region [[Hettstedt]]-[[Mansfeld]] und [[Eisleben]] bezieht. In den so genannten Grunddörfen (zwischen Eisleben und Helbra) ist dieser Dialekt in seiner Urform zum Teil noch heute sehr ausgeprägt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Folglich basiert das [[Dialektkontinuum]] im Land Sachsen-Anhalt auf einem vierteiligen [[Substrat (Linguistik)|Sprachensubstrat]]: Im Norden ([[Altmark]]) [[nordmärkisch]], südlich davon ([[Börde]]) [[ostfälisch]], &lt;br /&gt;
weiter südlich ([[Anhalt]]) [[Anhaltische Mundart|anhaltisch]] sowie im Süden und Südwesten (Raum Zeitz, Weißenfels, Querfurt, Mansfeld, Harzgerode) [[Thüringischer Dialekt|thüringisch]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Wortschatz der Dialekte des Nordteiles des Bundeslandes ist erfasst und beschrieben im &amp;#039;&amp;#039;[[Mittelelbisches Wörterbuch|Mittelelbischen Wörterbuch]]&amp;#039;&amp;#039;. Die thüringischen Landesteile sind im &amp;#039;&amp;#039;[[Thüringisches Wörterbuch|Thüringischen Wörterbuch]]&amp;#039;&amp;#039; erfasst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Regiolekte ==&lt;br /&gt;
Ein typischer [[Regiolekt]] ist die [[Anhaltische Mundart]] („Das Anhaltische“), die bis in die Gegenwart in der Literatur als [[Prosa]] und auch als [[Lyrik]] gepflegt wird.&amp;lt;ref&amp;gt;Georg Müller: &amp;#039;&amp;#039;Mei Anhalt, wu ich heeme bin. Mundartgeschichten und Gedichte.&amp;#039;&amp;#039; Zusammengestellt und herausgegeben von [[Gunnar Müller-Waldeck]]. Anhalt Edition, Dessau 2009, ISBN 978-3-936383-15-7.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Heribert Pistor: &amp;#039;&amp;#039;De Rickfahrkoarte odder: Nochwas uff Aanhält’sch. Hundert Mundartgedichte in anhaltischem Dialekt.&amp;#039;&amp;#039; Anhält’sche Jetichte Band 4. Anhalt Edition Dessau, Dessau-Roßlau 2018, ISBN 978-3-936383-29-4.&amp;lt;/ref&amp;gt; Sie umfasst die Region der ehemaligen [[Fürstentum|Fürstentümer]] und späteren [[Herzogtum|Herzogtümer]] [[Fürstentum Anhalt-Dessau|Anhalt-Dessau]], [[Fürstentum Anhalt-Köthen|Anhalt-Köthen]], [[Fürstentum Anhalt-Bernburg|Anhalt-Bernburg]] mit zeitweilig [[Anhalt-Plötzkau]] sowie nördlich angrenzend teilweise [[Fürstentum Anhalt-Zerbst|Anhalt-Zerbst]]. Nach Norden nehmen das niederdeutsche Substrat bzw. die Wendungen aus dem Mark-Brandenburgischen zu.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auffällig ist eine stark differenzierte Aussprache des [[G|G-Lautes]] in der [[Magdeburg]]er Region: Auf „Machdeburjerisch“ spricht &lt;br /&gt;
man das G auf fünf verschiedene Arten, ähnlich dem [[Berliner Dialekt|Berlinerischen]]. Diese fünf Arten kommen zum Beispiel in der Wortgruppe Vogelgesang in Magdeburg vor: „Voreljesank in Machdeburch“. Das r steht hier nicht für einen „gerollten“ Laut, sondern für einen [[Frikativ]], wie das [[Niederländische Sprache|niederländische]] g, das erste ch ist am weichen Gaumen, das zweite „vorn“ (am harten Gaumen) zu sprechen: [{{IPA|ˈfoɣəljɛˌzaŋk ɪn ˈmaxtəˌbɔɐ̯ç}}]. Auffällig ist ebenso wie im Berlinerischen die nur teilweise erfolgte zweite Lautverschiebung, das häufige Auftreten von Synkopen und Apokopen sowie die Nichtunterscheidung von Fällen im Plural.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Region [[Halle (Saale)|Halle]] wird [[Hallisch|hallensisch]] gesprochen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kultur (Sachsen-Anhalt)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Dialektologie des Deutschen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sprache (Deutschland)]]&lt;/div&gt;</summary>
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