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	<title>Diagenese - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Demo Wiki</subtitle>
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		<id>https://demowiki.knowlus.com/index.php?title=Diagenese&amp;diff=13180&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Georg Hügler am 19. Februar 2025 um 04:44 Uhr</title>
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		<updated>2025-02-19T04:44:19Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Diagenese&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (von {{grcS|δια|de=durch}} und {{lang|grc|γένεσις|de=Entstehung}}) ist der [[Geologie|geologische]] Prozess der Verfestigung von [[Sedimentation|Sedimenten]] und der weiteren Veränderung der dadurch entstandenen [[Sedimentgestein]]e unter verhältnismäßig niedrigen Drücken und Temperaturen bis zu ihrer [[Erosion (Geologie)|Abtragung]]. Sie ist damit ein Teil des [[Kreislauf der Gesteine|Kreislaufs der Gesteine]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ablauf ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Diagenese (mit Uhrarmband).jpg|alternativtext=Ein diagenetischer Stein mit Uhrarmband (Nordseeinsel Wangerooge)|mini|Diese [[Konkretion]] mit einzementiertem Uhrarmband muss in wenigen Jahrzehnten oder noch schneller aus Sedimenten am Strand einer Nordseeinsel entstanden sein.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diagenese im Sinne der Umwandlung eines Lockersedimentes in ein Festgestein umfasst im Wesentlichen zwei Prozesse: [[Kompaktion]] und [[Zementation (Geologie)|Zementation]].&lt;br /&gt;
Frühdiagenetische Prozesse beinhalten ausschließlich Zementation und laufen bereits kurz nach der Ablagerung ab. Bei der Zementation bilden sich im Porenraum des Sedimentes Kristalle durch Abscheidung von [[Salze]]n aus dem im Porenraum befindlichen Wasser. Die Kristalle können aus [[Mineral]]en bestehen, die im Sediment bereits vorhanden sind, oder aber aus neuen, bislang nicht vorhandenen Mineralen (&amp;#039;&amp;#039;[[Authigene Bildung|authigene]] Minerale&amp;#039;&amp;#039;). Ein typisches, nicht selten frühdiagenetisch gebildetes Zementmineral ist [[Calcit]]. Typische frühdiagenetisch neugebildete Minerale sind [[Glaukonit]] und [[Francolith]] (ein carbonatreicher [[Fluorapatit]]). Meist beginnt die Diagenese jedoch erst nach der Versenkung des Sedimentes in eine gewisse Tiefe. Der zunehmende [[Lithostatischer Druck|lithostatische Druck]] verdichtet und entwässert das Sediment, abhängig vom Material und der Korngröße mehr oder weniger stark. So werden [[Ton (Bodenart)|Tonsedimente]] wesentlich stärker kompaktiert als [[Sand]]e. Durch den Druck tritt an den Korngrenzen [[Drucklösung]] (Riecke’sches Prinzip) auf, durch die zusätzliches Material für die Zementation mobilisiert wird. Nicht selten fällt dieses Material im unmittelbar benachbarten Porenraum sofort wieder aus. Aus lockerem Sand wird so allmählich fester [[Sandstein]], aus Ton wird [[Tonstein]]. Damit ist die Diagenesegeschichte eines Gesteins aber noch nicht beendet. Solange sich ein Gesteinskörper außerhalb des Einflusses von [[Verwitterung]] und [[Erosion (Geologie)|Erosion]] einerseits und von [[Metamorphose (Geologie)|metamorphen Prozessen]] (siehe [[#Unterschied zur Metamorphose|unten]]) andererseits befindet, können zu beliebigen Zeiten immer wieder diagenetische Prozesse einsetzen und das Gestein verändern (&amp;#039;&amp;#039;Spätdiagenese&amp;#039;&amp;#039;).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beispiele für spezielle diagenetische Phänomene sind die Bildung von [[Feuerstein]]knollen aus gelöster [[Kieselsäure]] in bestimmten [[Kalkstein]]en oder die Entstehung von [[Fossilien]] aus Tier- und Pflanzenresten ([[Fossilisation]], auch &amp;#039;&amp;#039;Fossildiagenese&amp;#039;&amp;#039; genannt).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diagenese ist nicht auf mineralische Gesteinsbestandteile beschränkt. Auch die Umwandlung von organischer Substanz in [[Kerogen]]e und die nachfolgende Umwandlung in [[Erdöl]] und [[Erdgas]] bzw. die Umwandlung von pflanzlicher Substanz in [[Torf]] und weiter in [[Kohle]] zählen zu den diagenetischen Prozessen, für die auch die mit zunehmender Versenkungstiefe zunehmenden Temperaturen (→&amp;amp;nbsp;[[Geothermische Tiefenstufe|geothermischer Gradient]]) von Bedeutung sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Unterschied zur Metamorphose ==&lt;br /&gt;
Bei der [[Metamorphose (Geologie)|Metamorphose]] findet zwar ebenfalls eine Gesteinsumwandlung in Abhängigkeit von Druck und Temperatur statt, jedoch läuft sie in deutlich größerer Krustentiefe bei wesentlich höheren Drücken und Temperaturen ab. Dadurch kommt es bei der Metamorphose in der Regel zu bedeutenden Veränderungen des Mineralbestandes und oft auch des Gesteinsgefüges, die bei der Diagenese so nicht stattfinden. Die sogenannte &amp;#039;&amp;#039;Anchimetamorphose&amp;#039;&amp;#039;, die bei noch relativ geringen Drücken und Temperaturen abläuft, kann als Übergangsform zwischen Diagenese und „echter“ Metamorphose verstanden werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Hans Murawski, Wilhelm Meyer: &amp;#039;&amp;#039;Geologisches Wörterbuch&amp;#039;&amp;#039;. 10. Auflage. MVS Medizinverlage, Stuttgart 1998, ISBN 3-432-84100-0.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sedimentgestein|!Diagenese]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bodenmechanik]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Diagenese| ]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Georg Hügler</name></author>
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