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	<title>Degussa - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Demo Wiki</subtitle>
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		<id>https://demowiki.knowlus.com/index.php?title=Degussa&amp;diff=11515&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;L. aus W.: +kat</title>
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		<updated>2025-09-28T07:42:22Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;+kat&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Begriffsklärungshinweis|Zur ehemaligen Bank siehe [[Degussa Bank]], zum 2010 gegründeten Edelmetallhandelshaus siehe [[Degussa Sonne/Mond Goldhandel]]; siehe auch [[Degussa Metals Catalysts Cerdec]].}}&lt;br /&gt;
{{Infobox Unternehmen&lt;br /&gt;
| Name             = Degussa&lt;br /&gt;
| Unternehmensform = [[Gesellschaft mit beschränkter Haftung (Deutschland)|GmbH]]&lt;br /&gt;
| Gründungsdatum   = 1873&lt;br /&gt;
| Auflösungsdatum = 2019&lt;br /&gt;
| Auflösungsgrund = Übergang auf &amp;#039;&amp;#039;Evonik Operations GmbH&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref name=&amp;quot;nd&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.northdata.com/?id=5668906961 |titel=Evonik Operations GmbH - Name · Articles of association |abruf=2021-05-19 |sprache=en}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Sitz             = [[Essen]]&lt;br /&gt;
| Leitung          = &lt;br /&gt;
| Mitarbeiterzahl  = &lt;br /&gt;
| Umsatz           = &lt;br /&gt;
| Branche          = [[Spezialchemie]]&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
[[Datei:Degussa 1928.jpg|mini|Aktie über 100&amp;amp;nbsp;[[Reichsmark|RM]] der Deutschen Gold- und Silber-Scheideanstalt vom 5.&amp;amp;nbsp;November 1928]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Degussa &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; war ein bis 1999 selbständiger Konzern der [[Spezialchemie]], deren Nachfolger seit 2019 als &amp;#039;&amp;#039;Evonik Operations GmbH&amp;#039;&amp;#039; Teil der [[Evonik|Evonik Industries]] ist.&amp;lt;ref name=&amp;quot;nd&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Frankfurter Traditionsunternehmen wurde 1873 als „&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;De&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;utsche &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;G&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;old- &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;u&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;nd &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;S&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;ilber-&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;S&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;cheide&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;-A&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;nstalt vorm. [[Friedrich Ernst Roessler|Roessler]]“ gegründet und firmierte später unter dem [[Kurzwort]] &amp;#039;&amp;#039;Degussa&amp;#039;&amp;#039;. Bekannt vor allem als [[Scheideanstalt]] für [[Edelmetalle]] diversifizierte sich das Unternehmen ab 1890 als Hersteller von [[Industriechemikalie]]n unter anderem für die Bau- und Keramikindustrie, Dentalbedarf, [[Ruß]] und [[Holzkohle]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieg]] war die Degussa stark in die [[Wirtschaft im Nationalsozialismus|nationalsozialistische Kriegswirtschaft]], insbesondere die [[NS-Zwangsarbeit|Zwangs- und Sklavenarbeit]] und die [[Holocaust|Vernichtung der europäischen Juden]], verwickelt. Ab den 1990er Jahren bemühte sich die Degussa um die Aufarbeitung ihrer Vergangenheit, unter anderem als Gründungsmitglied der [[Stiftung „Erinnerung, Verantwortung und Zukunft“]] zur Entschädigung von Zwangsarbeitern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von 1988 bis 2002 war die Degussa im [[DAX]] vertreten. 2001 verlegte der neue Mehrheitsaktionär [[E.ON]] den Sitz der Degussa nach Düsseldorf. Nach der Übernahme durch die [[RAG Aktiengesellschaft|RAG]] 2006 wurde die Degussa als &amp;#039;&amp;#039;Evonik Degussa&amp;#039;&amp;#039; in die [[Evonik Industries]] mit Sitz in Essen eingegliedert. Damals war Degussa ein multinationales Unternehmen mit Ausrichtung auf die [[Spezialchemie]]. Im Geschäftsjahr 2006 erwirtschafteten 36.000&amp;amp;nbsp;Mitarbeiter einen Umsatz von 10,9&amp;amp;nbsp;Milliarden EUR und ein [[operatives Ergebnis]] (EBIT) von 879&amp;amp;nbsp;Millionen EUR. Damit war Degussa das drittgrößte deutsche Chemieunternehmen und in der Spezialchemie weltweit ein führender Anbieter. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Die Degussa wurde am 28.&amp;amp;nbsp;Januar 1873 als &amp;#039;&amp;#039;Deutsche [[Gold]]- und [[Silber]]-[[Scheideanstalt]] vormals Roessler AG&amp;#039;&amp;#039; in [[Frankfurt am Main]] gegründet. Sie ging aus der 30&amp;amp;nbsp;Jahre zuvor in Betrieb genommenen Frankfurter Scheideanstalt hervor, die vom vormaligen Frankfurter „[[Münzwardein]]“ [[Friedrich Ernst Roessler]] zunächst gepachtet und als privates [[Unternehmen]] betrieben worden war. Nach der [[Annexion]] der [[Freie Stadt Frankfurt|Freien Stadt Frankfurt]] durch [[Preußen]] 1866 wurde die Scheiderei von seinen Söhnen [[Heinrich Roessler]] und [[Hector Roessler]] erworben und fortgeführt.&amp;lt;ref&amp;gt;zur Familie Roessler insgesamt siehe {{NDB|21|744||Roessler|Andrea Hohmeyer|118745794}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Direkter Anlass zur Gründung der neuen [[Aktiengesellschaft (Deutschland)|Aktiengesellschaft]] war die deutsche [[Reichsgründung]] 1871 mit der Einführung der nationalen [[Währung]] [[Mark (1871)|Mark]], durch die die Partikularwährungen der deutschen Länder obsolet wurden (z.&amp;amp;nbsp;B. der süddeutsche [[Gulden]]).&lt;br /&gt;
Dementsprechend wurden große Mengen an Münzen aus dem Verkehr gezogen; für die Rückgewinnung des darin enthaltenen [[Edelmetall]]s sollte Scheidekapazität in industriellem Maßstab geschaffen werden. Mit der Gründung erwarb das Unternehmen auch das Recht zu Bankgeschäften mit gemünzten und ungemünzten Edelmetallen. Das Tätigkeitsfeld wurde bald auf weitere Edelmetallprodukte ([[Glanzgold]] für die [[Keramik]]-[[Industrie]]) und Chemikalien ausgedehnt. Hauptgeschäft wurde die Herstellung von [[Perborate|Perborat]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Buchenwald Teeth 74565.jpg|mini|[[Geschichte des Zahnarztberufs#Zahngold-Verwertung|Goldzähne]] von Häftlingen, [[KZ Buchenwald]] nach der Befreiung, Mai 1945]]&lt;br /&gt;
Während des „[[Drittes Reich|Dritten Reichs]]“, zwischen 1933 und 1945 expandierte die Degussa mit [[Arisierung]]en (Zukäufen) jüdischer Firmen, Immobilien und Patente&amp;lt;ref&amp;gt;Peter Hayes: &amp;#039;&amp;#039;Die „Arisierungen“ der Degussa AG. Geschichte und Bilanz.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;„Arisierung“ im Nationalsozialismus.&amp;#039;&amp;#039; Campus, 2000, ISBN 3-593-36494-8.&amp;lt;/ref&amp;gt; und verwickelte sich stark in die Verbrechen des nationalsozialistischen Regimes (siehe dazu den Abschnitt „[[Degussa#Die Degussa im Dritten Reich|Die Degussa im Dritten Reich]]“).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Degussa-Roessler retusche.jpg|mini|600px|Goldband-Prägung &amp;#039;&amp;#039;Feingold Degussa – vorm. Roessler in Frankfurt a. Main – Deutsche Gold und Silber Scheideanstalt&amp;#039;&amp;#039; (1950er/1960er Jahre)]]&lt;br /&gt;
Im Zweiten Weltkrieg verlor das Unternehmen einen großen Teil seiner Produktions-, Forschungs- und Verwaltungseinrichtungen, unter anderem bei den [[Luftangriffe auf Frankfurt am Main|Luftangriffen auf Frankfurt am Main]]. Nach dem Wiederaufbau der Unternehmenszentrale in der Frankfurter Innenstadt hatte Degussa bereits 1955 wieder nahezu 7000 Mitarbeiter.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=[[Franz Lerner]] |Titel=Das tätige Frankfurt |Verlag=Verlag Gerd Ammelburg |Ort=Frankfurt am Main |Datum=1955 |Seiten=172}}&amp;lt;/ref&amp;gt; 1965 erwirtschaftete der Degussa-Konzern einen Umsatz von 1,45 Milliarden DM und beschäftigte 12.400 Mitarbeiter.&lt;br /&gt;
1980 wurde das Unternehmen offiziell in „Degussa AG“ umbenannt. Das Bankgeschäft, das die Degussa als zugelassene Devisenbank und Außenhandelsbank betrieben hatte, wurde vom Industriegeschäft separiert und auf die neu gegründete „[[Degussa Bank]]“ übertragen.&lt;br /&gt;
Ab der Einführung des [[DAX]] im Jahre 1988 gehörte die Degussa zu den [[Standardwert]]en des DAX 30. 1990 beschäftigte Degussa 35.000 Mitarbeiter und erwirtschaftete einen Jahresumsatz von 13,9&amp;amp;nbsp;Milliarden DM.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1998 wurden die Degussa und die VEBA-Tochter [[Hüls AG]] ([[Marl]]) zur &amp;#039;&amp;#039;Degussa-Hüls AG&amp;#039;&amp;#039; fusioniert;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://www.nrw2000.de/region/huels/huels.htm |titel=NRW 2000 - Regionen - Unternehmen: Hüls AG: Die Geschichte des Werkes Marl |datum=2002-11-30 |archiv-url=https://web.archive.org/web/20021130185210/http://www.nrw2000.de/region/huels/huels.htm |abruf=2024-06-02}}&amp;lt;/ref&amp;gt; damit wurde der Energiekonzern [[VEBA]] zum Hauptaktionär. Firmensitz blieb Frankfurt am Main.&lt;br /&gt;
Nach dem [[Fusion (Wirtschaft)|Zusammenschluss]] von VEBA und [[VIAG]] zur [[E.ON]] AG wurden die Degussa-Hüls und die VIAG-Tochter [[SKW Trostberg]] im Jahr 2001 zu einem neuen Unternehmen zusammengelegt, das den alten Namen Degussa weiterführte. Zugleich wurde der Konzernsitz nach Düsseldorf verlegt.&lt;br /&gt;
Durch die Fusion wurde die E.ON zum weit überwiegenden Mehrheitsgesellschafter; aufgrund der stark reduzierten Börsenkapitalisierung schied die Degussa 2002 aus dem DAX 30 aus und wurde im [[MDAX|M-DAX]] notiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2000 wurden die Edelmetall-Aktivitäten der Degussa in eine eigene Gesellschaft ausgegliedert, die mittlerweile als Umicore AG &amp;amp; Co. KG zum belgischen [[Umicore]]-Konzern gehört. Damit hatte sich die Degussa von ihrem ehemaligen Kerngeschäft getrennt, das ihr den Namen gab.&lt;br /&gt;
Die Tochtergesellschaft der Degussa &amp;#039;&amp;#039;Phenolchemie&amp;#039;&amp;#039; mit Sitz in [[Gladbeck]] und Werken in [[Antwerpen]] und [[Mobile (Alabama)|Mobile]] wurde 2001 an die [[Ineos]] verkauft.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.handelsblatt.com/archiv/kartellbehoerden-muessen-noch-zustimmen-degussa-verkauft-phenolchemie-an-ineos-gruppe/2055368.html |titel=Degussa verkauft Phenolchemie an INEOS-Gruppe |werk=handelsblatt.com |hrsg=[[Handelsblatt]] |datum=2001-04-04 |abruf=2020-12-07}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
2003 bekannte sich unter Vorstandsvorsitzendem [[Utz-Hellmuth Felcht]] die &amp;#039;&amp;#039;Degussa&amp;#039;&amp;#039; als ehemaliger Miteigentümer der &amp;#039;&amp;#039;[[Degesch]]&amp;#039;&amp;#039; dazu, dass die &amp;#039;&amp;#039;Degesch&amp;#039;&amp;#039; das Insektizid [[Zyklon B]] vertrieb, welches zwischen 1941 und 1944 &amp;#039;&amp;#039;systematisch für Massenmorde an den Menschen in den Vernichtungslagern&amp;#039;&amp;#039; missbraucht wurde.&lt;br /&gt;
An diesem Produkt verdiente die &amp;#039;&amp;#039;Degesch&amp;#039;&amp;#039; pro Jahr 200.000&amp;amp;nbsp;RM.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=[[Hans Leyendecker]] |Titel=Degussa – Das Echo der Vergangenheit |Sammelwerk=[[Süddeutsche Zeitung]] |Datum=2003-11-13 |Online=[https://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/degussa-das-echo-der-vergangenheit-1.903032 sueddeutsche.de] |Abruf=2019-11-08}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Degussa-Logo.svg|mini|Ehemaliges Logo des Chemiekonzerns Degussa]]&lt;br /&gt;
Am 1. Juni 2004 gehörten 97,5 % der Aktien an der Degussa der [[RAG Aktiengesellschaft|RAG]].&lt;br /&gt;
Die Hauptversammlung stimmte im Mai 2006 einem [[Squeeze-out]] zu, sodass im September 2006 die Degussa eine 100%ige Tochter der RAG war.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.finanznachrichten.de/nachrichten-2006-09/6991005-uebernahme-der-degussa-durch-rag-abgeschlossen-009.htm &amp;#039;&amp;#039;Übernahme der Degussa durch RAG abgeschlossen.&amp;#039;&amp;#039;] In: &amp;#039;&amp;#039;finanznachrichten.de&amp;#039;&amp;#039;. 14.&amp;amp;nbsp;September 2006, abgerufen am 28.&amp;amp;nbsp;November 2020.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Hintergrund war, dass der E.ON-Konzern von der RAG die Mehrheit der [[E.ON Ruhrgas#Bis 2002|Ruhrgas]]-Anteile übernommen hatte und bis Frühjahr 2006 alle von der E.ON gehaltenen Degussa-Aktien an RAG verkaufte, die das Spezialchemieunternehmen zum Standbein für den für 2007 geplanten RAG-Börsengang machte.&lt;br /&gt;
[[Datei:Degussa-ffm001.jpg|mini|Ehemalige Degussa-Zentrale in der Frankfurter Altstadt, 2007]]&lt;br /&gt;
Degussa war Gründungsmitglied der [[Stiftung (Deutschland)|Stiftungsinitiative]] der [[Deutschland|deutschen]] [[Wirtschaft]]. [[Michael Jansen (Staatssekretär)|Michael Jansen]], ehemaliger Degussa-[[Generalbevollmächtigter]], war von 2000 bis Juni 2004 Vorstandsvorsitzender der vom [[Deutscher Bundestag|Deutschen Bundestag]] ins Leben gerufenen [[Stiftung „Erinnerung, Verantwortung und Zukunft“]], die Wiedergutmachungen an ehemalige NS-[[Zwangsarbeit|Zwangs- und Sklavenarbeiter]] zahlt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur Finanzierung der Aktienkäufe wurde die einträgliche Bauchemiesparte der Degussa an die [[BASF]] veräußert. Degussa wurde im Januar 2007 in eine GmbH umgewandelt. Im September 2007 wurde die Eingliederung von Degussa in die neu gegründete RAG-Abspaltung [[Evonik Industries|Evonik Industries AG]] bekanntgegeben, die alle bisherigen RAG-Sparten außer dem [[Steinkohlebergbau]] umfasste. Zwischen der Evonik Industries AG und der Gesellschaft trat am 1. August 2011 ein Betriebsführungsvertrag in Kraft. Durch den Verkauf der anderen Sparten von Evonik in den Folgejahren ist diese heute auf das frühere Degussa-Geschäft fokussiert.&lt;br /&gt;
2019 wurde die &amp;#039;&amp;#039;Evonik Degussa GmbH&amp;#039;&amp;#039; in &amp;#039;&amp;#039;Evonik Operations GmbH&amp;#039;&amp;#039; umbenannt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;nd&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der ehemalige Unternehmensstammsitz, ein rund 21.000 Quadratmeter großes Areal in der [[Frankfurt-Altstadt|Frankfurter Altstadt]], wurde 2010 verkauft. Zwischen 2012 und 2021 entstand hier unter dem Namen [[Maintor (Gebäude)|Maintor]] ein neues Stadtviertel aus Büro- und Wohngebäuden, Gastronomie und Gewerbe, darunter drei Hochhäuser von 64, 70 und 110 Metern Höhe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Beteiligungen ==&lt;br /&gt;
Beteiligungen der Evonik Operations in Deutschland:&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;column-width: 20em&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
* AQura&lt;br /&gt;
* Creavis Gesellschaft für Technologie und Innovation&lt;br /&gt;
* [[Evonik Goldschmidt]]&lt;br /&gt;
* [[Industriepark Wolfgang]]&lt;br /&gt;
* [[Infracor]]&lt;br /&gt;
* Joint Solar Silicon JSSi&lt;br /&gt;
* [[Evonik Oxeno]]&lt;br /&gt;
* RohMax Additives&lt;br /&gt;
* StoHaas Monomer&lt;br /&gt;
* [[Li-Tec Battery]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Aus der Degussa hervorgegangene Unternehmen ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;column-width: 20em&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
* ALD Vacuum Technologies GmbH, Vakuumanlagenbau, [[Hanau]]&lt;br /&gt;
* Degudent GmbH, Zahnersatzstoffe und Dentalwerkzeuge&lt;br /&gt;
* Umicore, Autoabgaskatalysatoren- und Edelmetallgeschäft&lt;br /&gt;
* [[Degussa Bank]], Frankfurt&lt;br /&gt;
* [[United Initiators]], Pullach (die Firma gehört nicht mehr zur Evonik)&lt;br /&gt;
* Industria Wohnen GmbH&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Verkauf der Markenrechte für den Edelmetallhandel ===&lt;br /&gt;
2010 erwarb die Unternehmensgruppe von [[August von Finck junior]] die Nutzungsrechte für den Markennamen Degussa im Bereich Edelmetallhandel. Gegründet wurde ein Unternehmen in München mit dem Namen &amp;#039;&amp;#039;[[Degussa Sonne/Mond Goldhandel|Degussa Sonne/Mond Goldhandel GmbH]]&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
Zum Sortiment des Edelmetallhandelshauses gehören neben Silber- und Goldmünzen auch im Auftrag angefertigte Motivbarren mit dem Firmenlogo, das in Anlehnung an das ursprüngliche Degussa-Logo gestaltet wurde.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://www.ftd.de/unternehmen/finanzdienstleister/:traditionsmarke-comeback-des-goldhaendlers-degussa/60124217.html |autor=Doris Grass, Gerhard Hegmann |titel=Traditionsmarke – Comeback des Goldhändlers Degussa |werk=[[Financial Times Deutschland|ftd.de]] |datum=2011-11-02 |offline=1 |archiv-url=https://web.archive.org/web/20111104035734/http://www.ftd.de/unternehmen/finanzdienstleister/:traditionsmarke-comeback-des-goldhaendlers-degussa/60124217.html |archiv-datum=2011-11-04 |abruf=2020-12-26}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Das Unternehmen warb bis einschließlich 2013 mit dem Slogan „Degussa – Gold und Silber seit 1843“.&lt;br /&gt;
Dies wurde dem Unternehmen vom [[Oberlandesgericht München]] in zweiter Instanz untersagt mit der Begründung, dass dies eine Unternehmenskontinuität suggeriere, die es überhaupt nicht gibt.&amp;lt;ref&amp;gt;Frank Stocker: [https://www.welt.de/finanzen/article123538808/Gericht-stoppt-Gold-Schwindel-unter-falschem-Namen.html &amp;#039;&amp;#039;Gericht stoppt Gold-Schwindel unter falschem Namen.&amp;#039;&amp;#039;] In: &amp;#039;&amp;#039;welt.de&amp;#039;&amp;#039;. 5.&amp;amp;nbsp;Januar 2014, abgerufen am 2.&amp;amp;nbsp;Februar 2020.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Tatsächlich wird die Barrenproduktion der ehemaligen Degussa von Umicore weitergeführt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.pressebox.de/pressemitteilung/umicore-ag-co-kg/Nur-wo-Umicore-draufsteht-ist-auch-Degussa-drin/boxid/471427 |titel=Nur wo Umicore draufsteht ist auch Degussa drin |titelerg=Pressemitteilung von Umicore |werk=pressebox.de |datum=2011-12-16 |abruf=2021-11-13}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Die Degussa im Dritten Reich ==&lt;br /&gt;
Degussa beauftragte 1998 den amerikanischen Historiker [[Peter Hayes (Historiker)|Peter Hayes]] mit der Aufarbeitung der Firmengeschichte während des Dritten Reiches. Eine Zusammenfassung der Ergebnisse von Hayes über die Verstrickung der Degussa in den Nationalsozialismus wurde auf der Website des Unternehmens veröffentlicht.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://history.evonik.com/de/nationalsozialismus/degussa-ns |titel=Degussa in der NS-Zeit |werk=history.evonik.com |abruf=2021-05-23}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Das Buch „Die Degussa im Dritten Reich. Von der Zusammenarbeit zur Mittäterschaft“ (Originaltitel [[Englische Sprache|englisch]]: „From Cooperation to Complicity: Degussa in the Third Reich“) von Peter Hayes erschien 2004.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Degussa war demnach stark in die Verbrechen des nationalsozialistischen Regimes verwickelt, unter anderem in die Verfolgung und Beraubung der Juden, in die Aufrüstung und Kriegsvorbereitung, in die [[NS-Zwangsarbeit|Zwangs- und Sklavenarbeit]] und in die fabrikmäßige Massenvernichtung der Juden. Eine ihrer Tochterfirmen (Degesch – „[[Deutsche Gesellschaft für Schädlingsbekämpfung]] mbH“) lieferte Zyklon&amp;amp;nbsp;B, mit dem Gefangene in [[KZ Auschwitz-Birkenau|Auschwitz]] vergast wurden. In den Schmelzöfen der Degussa wurde auch [[Zahngold-Verwertung|Zahngold]] ermordeter Juden verarbeitet.&lt;br /&gt;
Berichten zufolge soll Degussa spaltbares Material für das deutsche [[Uranprojekt]] beschafft haben.&amp;lt;ref&amp;gt;Buch: „Das Geheimnis der deutschen Atombombe“&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.stern.de/wirtschaft/news/deutsche-unternehmen-firmen-und-ihre-nazi-vergangenheit-3264642.html |autor=Britta Beeger, Heinz-Roger Dohms |titel=Deutsche Unternehmen – Firmen und ihre Nazi-Vergangenheit |werk=stern.de |datum=2007-10-05 |abruf=2020-12-09}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Beteiligung an Zyklon B-Herstellung ===&lt;br /&gt;
Degussa war indirekt an der Produktion von Zyklon B beteiligt. Das [[Patent]] für die [[Gift|hochgiftige]] Substanz wurde für die &amp;#039;&amp;#039;[[Deutsche Gesellschaft für Schädlingsbekämpfung]] mbH&amp;#039;&amp;#039; („Degesch“) beantragt. [[Degesch]] gehörte zu 42,5 % Degussa.&lt;br /&gt;
Ab 1924 wurde Zyklon&amp;amp;nbsp;B als [[Schädlingsbekämpfungsmittel]] im Auftrag und auf Rechnung der Degussa bei der &amp;#039;&amp;#039;[[Dessauer Zuckerraffinerie]] GmbH&amp;#039;&amp;#039; hergestellt&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.hagalil.com/archiv/98/12/degussa.htm &amp;#039;&amp;#039;Koordination – Steuerung – Kontrolle: Das Gas für den Massenmord kam von der Degussa AG.&amp;#039;&amp;#039;] In: &amp;#039;&amp;#039;[[hagalil.com]]&amp;#039;&amp;#039;. 7. Dezember 1998, abgerufen am 21. Oktober 2020.&amp;lt;/ref&amp;gt; und über die Degesch unter anderem an [[Tesch &amp;amp; Stabenow]] geliefert. Tesch &amp;amp; Stabenow (Sitz in Hamburg) war von 1941 an für die Lieferungen an das Konzentrationslager [[KZ Auschwitz-Birkenau|Auschwitz]] zuständig, ab 1943 lieferte auch die Degesch direkt nach Auschwitz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der [[Erlös]] mit Zyklon&amp;amp;nbsp;B war in Bezug auf das Degussa-Gesamtgeschäft unbedeutend, und da nur etwa ein Prozent der produzierten Menge des Schädlingsbekämpfungsmittels für die Tötung von Menschen missbraucht wurde, wurde mangels eines sicheren Beweises der Mitwisserschaft keiner der Vorstände der Degussa jemals angeklagt.&lt;br /&gt;
Sie kehrten Ende der 1940er Jahre in ihre Positionen zurück. Degesch-Geschäftsführer [[Gerhard Peters]]&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=[[Ernst Klee]] |Titel=[[Das Personenlexikon zum Dritten Reich]] |Auflage=2. |Verlag=Fischer Taschenbuch-Verlag |Datum=2007 |Seiten=455 |ISBN=978-3-596-16048-8}}&amp;lt;/ref&amp;gt; wurde nach dem [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieg]] zu einer Zuchthausstrafe verurteilt, während des Revisionsverfahrens von der Degussa unterstützt und 1955 freigesprochen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://history.evonik.com/de/nationalsozialismus/degussa-ns |titel=Degussa in der NS-Zeit |werk=history.evonik.com |abruf=2021-05-23 |kommentar=siehe Abschnitt: &amp;#039;&amp;#039;Degesch und Zyklon B&amp;#039;&amp;#039;}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Siehe auch|Gaskammer (Massenmord)#Gaskammern in Konzentrationslagern}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Beteiligung am Bau des Holocaust-Mahnmals in Berlin ==&lt;br /&gt;
Degussas Beteiligung an der [[Zyklon B|Zyklon-B]]-Herstellung kam wieder in die öffentliche Diskussion im Zusammenhang mit dem Bau des [[Denkmal für die ermordeten Juden Europas|Denkmals für die ermordeten Juden Europas]], als bekannt wurde, dass sowohl der [[Betonverflüssiger]] als auch die Anti-Graffiti-Beschichtung (Produktname: Protectosil&amp;lt;sup&amp;gt;®&amp;lt;/sup&amp;gt; aus der Produktreihe &amp;#039;&amp;#039;Silane&amp;#039;&amp;#039;) des Mahnmals aus dem Hause Degussa stammen.&lt;br /&gt;
Die Arbeit am Mahnmal wurde zur Erörterung der Situation vorübergehend unterbrochen. Am 13.&amp;amp;nbsp;November 2003 beschloss jedoch das Kuratorium der Mahnmal-Stiftung den Weiterbau mit weiterer Beteiligung der Degussa: Gerade die Degussa AG habe sich in den Jahren zuvor sehr um Vergangenheitsbewältigung und Offenlegung der eigenen Geschichte bemüht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Agosi]], Allgemeine Gold- und Silber-Scheideanstalt&lt;br /&gt;
* [[Ögussa]], Österreichische Gold- und Silber-Scheideanstalt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Peter Hayes: &amp;#039;&amp;#039;Die Degussa im Dritten Reich. Von der Zusammenarbeit zur Mittäterschaft.&amp;#039;&amp;#039; C. H. Beck, München 2004, ISBN 3-406-52204-1&lt;br /&gt;
** dsb., engl. Fassung: &amp;#039;&amp;#039;From cooperation to complicity. Degussa in the Third Reich.&amp;#039;&amp;#039; ({{Google Buch|BuchID=5Amej-jkAMwC}}).&lt;br /&gt;
* Sebastian Brünger: &amp;#039;&amp;#039;Unternehmensgeschichte und Erinnerungskulturen. Zeithistorische Auftragsforschung der 1990er Jahre am Beispiel der Degussa.&amp;#039;&amp;#039; In: Zeitgeschichte-online, Dezember 2012 ([https://zeitgeschichte-online.de/themen/unternehmensgeschichte-und-erinnerungskulturen URL])&lt;br /&gt;
* Michael Knoll: &amp;#039;&amp;#039;Deutsche Atomambitionen und hessische Kernwaffentechnik. Die Zentrifugenforschung bei der Degussa (1955-1964)&amp;#039;&amp;#039;, in: [[Nassauische Annalen]], Bd. 125 (2014), S.&amp;amp;nbsp;429–446.&lt;br /&gt;
* Mechthild Wolf: &amp;#039;&amp;#039;Heinrich Roessler 1845–1924. Ein halbes Jahrhundert Degussa-Geschichte&amp;#039;&amp;#039;, Hrsg.: Degussa AG, Frankfurt am Main 1984.&lt;br /&gt;
* [[Ralf Banken]], &amp;#039;&amp;#039;Edelmetallmangel und Großraubwirtschaft: Die Entwicklung des deutschen Edelmetallsektors im &amp;quot;Dritten Reich&amp;quot; 1933-1945&amp;#039;&amp;#039;, Berlin: Akademie Verlag, 2009. https://doi.org/10.1524/9783050086958&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Degussa|audio=0|video=0}}&lt;br /&gt;
* {{Pressemappe|GKD=1|TEXT=Frühe Dokumente und Zeitungsartikel zur|NAME=Degussa AG|GND=10193741-6}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references responsive /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste DAX-Unternehmen}}&lt;br /&gt;
{{Coordinate|article=/|NS=51.449385|EW=7.016143|type=landmark|region=DE-NW}}&lt;br /&gt;
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[[Kategorie:Ehemalige Aktiengesellschaft in Deutschland]]&lt;/div&gt;</summary>
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