<?xml version="1.0"?>
<feed xmlns="http://www.w3.org/2005/Atom" xml:lang="de">
	<id>https://demowiki.knowlus.com/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Datsche</id>
	<title>Datsche - Versionsgeschichte</title>
	<link rel="self" type="application/atom+xml" href="https://demowiki.knowlus.com/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Datsche"/>
	<link rel="alternate" type="text/html" href="https://demowiki.knowlus.com/index.php?title=Datsche&amp;action=history"/>
	<updated>2026-05-16T08:41:14Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Demo Wiki</subtitle>
	<generator>MediaWiki 1.44.2</generator>
	<entry>
		<id>https://demowiki.knowlus.com/index.php?title=Datsche&amp;diff=10795&amp;oldid=prev</id>
		<title>~2025-54168-0: /* Russland */ Kommafehler</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://demowiki.knowlus.com/index.php?title=Datsche&amp;diff=10795&amp;oldid=prev"/>
		<updated>2025-09-07T11:57:39Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Russland: &lt;/span&gt; Kommafehler&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Dieser Artikel|behandelt die Bauform; für den Film von Lara Hewitt siehe [[Datsche (2018)]].}}&lt;br /&gt;
[[Datei:1917 Datcha près de Moscou.jpg|mini|Datsche bei [[Moskau]], Sommer 1917]]&lt;br /&gt;
Eine &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Datsche&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (eingedeutscht aus {{ruS|да́ча|&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;datscha&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;}} {{Audio|ru-dacha.ogg|hören}}) ist ein Grundstück mit einem Garten- oder Wochenendhaus, das der Freizeit und der Erholung dient und Hobbygärtnerei ermöglicht. Das Wort gehört zu den wenigen [[Liste deutscher Wörter aus dem Russischen|russischen Wörtern]], die aus dem [[Sprachgebrauch in der DDR|DDR-Sprachgebrauch]] übernommen wurden und in den gesamtdeutschen Sprachgebrauch eingegangen sind.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Brockhaus Enzyklopädie,&amp;#039;&amp;#039; Bd. 26: &amp;#039;&amp;#039;Deutsches Wörterbuch.&amp;#039;&amp;#039; F. A. Brockhaus, Mannheim 1995.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die eingedeutschte Form findet sich in Bezug auf den russischen Kontext auch schon früher, z.&amp;amp;nbsp;B. im [[Deutsch-Balten|deutschbaltischen]] Sprachgebrauch.&amp;lt;ref&amp;gt;L. Buschmann: {{Webarchiv|url=http://www.tarkvarastuudio.ee/tallinn_linnaarhiiv/149-4-7.htm |wayback=20160305071617 |text=&amp;#039;&amp;#039;Karte vom Friedhofe der St. Nicolai-Gemeinde zu Reval. Angefertigt auf Grundlage specieller Vermessung im Jahre 1904 von dem beeidigten Landmesser L. Buschmann.&amp;#039;&amp;#039; |archiv-bot=2023-04-08 22:42:09 InternetArchiveBot }} Reval 1904. (Digitalisat im Tallinner Stadtarchiv)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Russland ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Sisto-Palkino.jpg|mini|Datschen in der Umgebung von Sankt Petersburg bei [[Lomonossow]]]]&lt;br /&gt;
[[Datei:RIAN archive 487609 Boleslav Telichan&amp;#039;s family at summer house.jpg|mini|Leben auf der Datscha nahe [[Leningrad]], 1981]]&lt;br /&gt;
Die ersten Datschen waren Gaben von [[Fürst]]en oder [[Zar]]en an treue Gefolgsleute. Das Wort ist vom russischen Verb &amp;#039;&amp;#039;dat&amp;#039;&amp;#039; (geben) abgeleitet und bedeutete ursprünglich „fürstliches Landgeschenk“. Solche „Gaben“ wurden erstmals in der Regierungszeit von Zar [[Peter der Große|Peter dem Großen]]&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt; verliehen. Die [[Große Reformen|Aufhebung der Leibeigenschaft]] führte in den 1860er Jahren zu einem Niedergang der Landbesitzer, die ihr Land nun häufig verkaufen mussten, wodurch sich die Datsche als [[Sommerfrische]] für wohlhabendere Städter etablierte. 1904 verewigte [[Maxim Gorki]] die Sommertage auf der Datsche im Theaterstück &amp;#039;&amp;#039;Sommergäste&amp;#039;&amp;#039; (russisch &amp;#039;&amp;#039;Дачники;&amp;#039;&amp;#039; transkribiert &amp;#039;&amp;#039;datschniki&amp;#039;&amp;#039;). In der Zeit nach der [[Oktoberrevolution]], als die Eigentumsverhältnisse an Grund und Boden noch nicht geregelt waren, nahmen Stadtbewohner brachliegende Parzellen in Besitz und erschlossen sie als [[Zweitwohnsitz]]. Später diente die Vergabe von „Dienstdatschas“&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=Christophe Trontin; übersetzt von [[Claudia Steinitz]] |Titel=Russische Sommerfrische – Eine kleine Geschichte der Datscha seit Peter dem Großen |Hrsg=Barbara Bauer, Jakob Farah |Sammelwerk=[[Le Monde diplomatique]] |Nummer=08/25 |Verlag=[[Die Tageszeitung|TAZ]]/[[WOZ Die Wochenzeitung|WOZ]] |Ort=Berlin/Zürich |Datum=2019-08 |ISSN=1434-2561 |Seiten=9 |Online=https://monde-diplomatique.de/artikel/!5613462}}&amp;lt;/ref&amp;gt; der Privilegierung der [[Nomenklatura]]. Der Schriftstellerverband verfügte ebenso über eine Gartengenossenschaft wie Forschungsinstitute oder Theater. Der Entzug der Datsche galt als erstes Anzeichen für den bevorstehenden Fall in Ungnade.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt; Im Zuge der [[Entstalinisierung]] ab 1953 wurden Anstrengungen unternommen, die 25 Quadratmeter Wohnfläche umfassende Standard-Datsche mit Veranda weiteren Bevölkerungsschichten zugänglich zu machen. Hier suchten die Menschen neben der Erholung von der Enge der städtischen [[Kommunalka|Kommunalwohnungen]] auch die Möglichkeit, eigenes Obst und Gemüse anzubauen. Noch Anfang der 2010er Jahre stammten gut 40 % der Lebensmittel in Russland von Datschen&amp;lt;ref&amp;gt;Florian Siebeck: &amp;#039;&amp;#039;Ein paar Quadratmeter Gück&amp;#039;&amp;#039;, Buchbesprechung zu Fjodor Sawinzew, Anna Benn: &amp;#039;&amp;#039;&amp;quot;Dacha: The Soviet Country Cottage&amp;quot;&amp;#039;&amp;#039;, erschienen bei FUEL 2023, fueldesign.com/publishing/dacha.  240 S., in: Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung vom 31. Dezember 2023, Seite 31&amp;lt;/ref&amp;gt;. Der Einbau von Heizungen blieb dabei jedoch verboten, denn die Partei wollte eine befürchtete „Besitzermentalität“&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt; des [[Proletariat]]s unterbinden. Später wurden zunehmend auch Datschen mit Obergeschoss, Dachboden und Mansarde bewilligt. Ab 1960 bestanden zunehmend Anbindungen der Datschensiedlungen an den öffentlichen Nahverkehr. Ab 1967&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt; erlaubte es die Einführung der Fünftagewoche und ab den 1970er Jahren die verbreitete Verwendung von Privatautos den Menschen, mehr Zeit auf der Datsche zu verbringen. Später wurde sie zum privaten Zufluchtsort und zur Lebensgrundlage im [[Zerfall der Sowjetunion]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bis in die 1990er Jahre war der Zuschnitt der Datschen einheitlich geregelt und betrug 600&amp;amp;nbsp;m² Land, das mit einem [[Bungalow|Sommerbungalow]] bebaut werden durfte. Die Nutzungsformen der Datscha sind im heutigen Russland vielfältiger geworden. Festere Konstruktionen ersetzen oft die Leichtbauweise, so dass die Datscha nicht nur im Sommer und bei schönem Wetter genutzt werden kann. Manche Datschen werden ganzjährig bewohnt. Mittlerweile gibt es aufwendige, mehrstöckige Gebäude mit [[Banja]], Sitztoilette und Dusche oder Bad. Diese neueren Häuser werden oft in jahrelanger Eigenarbeit erstellt und immer weiter ausgebaut. Gleichzeitig werden vermehrt Datschen von ihren Eigentümern dem Zerfall überlassen,&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt; denn ärmere Familien können sich Unterhaltskosten, wie Grundsteuer, Fahrten, Wasser und Strom, bei stagnierendem Einkommen nicht mehr leisten. Laut einer Umfrage des [[WZIOM|Allrussischen Meinungsforschungszentrums]] (WZIOM)&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt; von 2013 halten sich nur zwei Drittel der Besitzer regelmäßig auf ihrer Datsche auf, entsprechend zahlreich sind die bei Agenturen zum Verkauf angebotenen Objekte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Entfernung zwischen Stadtwohnung und Datscha beträgt in der Regel zwanzig bis vierzig Kilometer, in der Umgebung von Großstädten wie [[Sankt Petersburg]] und [[Moskau]] oft auch sehr viel mehr.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== DDR ==&lt;br /&gt;
In der [[DDR]] machten das beengte Wohnen in den [[Plattenbau]]ten der Städte, die eingeschränkten Reisemöglichkeiten sowie die Versorgungsmängel an Obst und Gemüse die meist relativ großzügigen Datschen auf dem Land genauso begehrt wie kleinere [[Schrebergarten|Schrebergärten]] im urbanen Raum. Rechtsgrundlage war das am 19. Juni 1976 in Kraft getretene [[Zivilgesetzbuch (DDR)|Zivilgesetzbuch]] (ZGB), das ein [[Nutzungsrecht]] an [[Volkseigentum|volkseigenen]] Grundstücken (§ 287 ZGB) kannte, wonach Bürgern zur Errichtung und persönlichen Nutzung eines [[Eigenheim]]es oder eines anderen persönlichen Bedürfnisses ein Nutzungsrecht verliehen werden konnte. Das Nutzungsrecht war im Regelfall befristet, die auf dem Grundstück stehenden [[Gebäude]], [[Anlage (Technik)|Anlagen]] und Anpflanzungen gingen in das persönliche Eigentum des Nutzungsberechtigten über, der ein [[Nutzungsentgelt]] zu entrichten hatte (§ 288 ZGB). Diese Nutzungsrechte waren [[Veräußerung|veräußerlich]] und [[Erbschaft|vererblich]] (§ 289 ZGB). Datschen standen nach § 296 Abs. 1 ZGB im Eigentum der Nutzungsberechtigten.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://books.google.de/books?id=VMoXjIH-kCQC&amp;amp;pg=PA411&amp;amp;dq=Nutzungsrecht&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;redir_esc=y#v=onepage&amp;amp;q=Nutzungsrecht&amp;amp;f=false Lorenz Mainczyk, &amp;#039;&amp;#039;Bundeskleingartengesetz&amp;#039;&amp;#039;, 2010, S. 411 ff.]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die typische DDR-Datsche bestand aus einem Grundstück mit einem in Leichtbauweise errichteten Haus, das freilich meist unter großem Einsatz (Baumaterial war nicht ohne weiteres erhältlich) in Eigenleistung ausgebaut und verschönert wurde. Auf dieser Basis entstand eine große Anzahl von Siedlungen, insbesondere an Ufern der zahlreichen Seen im Norden der DDR. Die Vergabe wurde vom Staat geregelt. Die Datschen waren vom Hauptwohnsitz aus meist innerhalb einer Stunde zu erreichen. Es wird geschätzt, dass es in der DDR etwa 3,4 Millionen Datschen gab – „die weltweit höchste Dichte an Gartengrundstücken“.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Rheinische Post&amp;#039;&amp;#039; vom 2. Oktober 2010, Grafik Seite A5. (Die Grafik nennt vier Quellen für die dort aufgeführten zehn Zahlen; aus welcher der vier die Zahl stammt, ist unbekannt.)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Sonstige Verbreitung ==&lt;br /&gt;
Eine ähnliche Ferienhauskultur gibt es auch in anderen Kulturräumen, z.&amp;amp;nbsp;B. [[Chata]] (in Tschechien und der Slowakei), [[Hytte]] (Norwegen), [[Mökki]] (in Finnland) und [[Stuga (Ferienhaus)|Stuga]] (in Schweden und [[Svenskfinland|Schwedischfinnland]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Fjodor Sawinzew, Anna Benn: &amp;#039;&amp;#039;„Dacha: The Soviet Country Cottage“&amp;#039;&amp;#039;, erschienen bei FUEL 2023, fueldesign.com/publishing/dacha.  240 S.&lt;br /&gt;
* Marina Rumjanzewa: &amp;#039;&amp;#039;Auf der Datscha. Eine kleine Kulturgeschichte und ein Lesebuch.&amp;#039;&amp;#039; Dörlemann Verlag, Zürich 2009, ISBN 978-3-908777-35-9.&lt;br /&gt;
* Stephen Lovell: &amp;#039;&amp;#039;Summerfolk. A History of the Dacha, 1710–2000&amp;#039;&amp;#039;. Ithaca (Cornell University Press), London 2003.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Dachas|Datsche}}&lt;br /&gt;
{{Wiktionary|Datsche}}&lt;br /&gt;
* [[Konrad-Adenauer-Stiftung]]: [https://www.adenauercampus.de/ddrtutorium/alltag-und-leben/wohnung-und-datsche &amp;#039;&amp;#039;Wohnung und Datsche&amp;#039;&amp;#039;.] In: Adenauer Campus, 9. Dezember 2008&lt;br /&gt;
* {{Internetquelle |autor=[[Oleg Jurjew]] |titel=Über die Liebe der Russen zu ihren Datschen: Sex unter Wolldecken |werk=Kulturaustausch – Zeitschrift für internationale Perspektiven, Berlin, IV/2009 |url=http://www.ifa.de/pub/kulturaustausch/archiv/ausgaben-2009/freie-zeit/sex-unter-wolldecken/#71551 |archiv-url=http://web.archive.org/web/20110204034404/http://www.ifa.de/pub/kulturaustausch/archiv/ausgaben-2009/freie-zeit/sex-unter-wolldecken/#71551 |zugriff=2019-05-19 |abruf-verborgen=1}}&lt;br /&gt;
* {{Internetquelle |autor=Christophe Trontin |url=https://www.monde-diplomatique.de/!5613462 |titel=Russische Sommerfrische |werk=[[Le Monde diplomatique]] |datum=2019-08-09 |abruf=2019-08-13 |abruf-verborgen=1}}&lt;br /&gt;
* {{Internetquelle |autor=[[Gesine Dornblüth]] |hrsg= |url=https://www.deutschlandfunk.de/die-russische-datscha-5-5-ein-freiraum-um-grosses-zu-100.html |titel=Russische Datscha - Ein paar Quadratmeter Glück |werk=[[Deutschlandfunk]] |datum=2019-08-03 |abruf=2022-04-27}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4190139-3}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bauform (Wohngebäude)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sprache (DDR)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ferienhaus|*]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Russische Phrase]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>~2025-54168-0</name></author>
	</entry>
</feed>