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	<title>Darstellung des Herrn - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Demo Wiki</subtitle>
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		<updated>2025-05-20T04:29:46Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;wl&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Weiterleitungshinweis|Darstellung im Tempel|Zum Altargemälde von Ambrogio Lorenzetti siehe [[Darstellung im Tempel (Ambrogio Lorenzetti)]].}}&lt;br /&gt;
[[Datei:Meister der Pollinger Tafeln 001.jpg|mini|Darbringung im Tempel (Meister der Pollinger Tafeln, 1444)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:1501 Holbein d.Ä. Presentation of Jesus at the Temple anagoria.JPG|mini|Darstellung des Herrn ([[Hans Holbein der Ältere]], 1501, [[Hamburger Kunsthalle]])]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Darstellung des Herrn&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, {{laS|&amp;#039;&amp;#039;Praesentatio Jesu in Templo&amp;#039;&amp;#039;}}, auch &amp;#039;&amp;#039;Darbringung im Tempel&amp;#039;&amp;#039;, altertümlich &amp;#039;&amp;#039;Jesu Opferung im Tempel&amp;#039;&amp;#039;,&amp;lt;ref&amp;gt;Diese Formulierung ist noch gebräuchlich als Clausula des vierten freudenreichen Geheimnisses des [[Rosenkranz#Freudenreiche Geheimnisse (gaudii mysteria)|Rosenkranzes]]: „Jesus, den du, o Jungfrau, im Tempel aufgeopfert hast“ (quem in templo praesentasti).&amp;lt;/ref&amp;gt; früher auch &amp;#039;&amp;#039;Mariä Reinigung&amp;#039;&amp;#039;, {{laS|&amp;#039;&amp;#039;Purificatio [[Beata Maria Virgo|Beatae Mariae Virginis]]&amp;#039;&amp;#039;}},&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Antiphonale monasticum pro diurnis horis. Juxta vota RR. DD. Abbatum congregationum confoederatarum ordinis Sancti Benedicti a solesmensibus monachis&amp;#039;&amp;#039;, 1934, S. 800, S. xxiij.&amp;lt;/ref&amp;gt; volkstümlich auch &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Mariä Lichtmess&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; oder (veraltet) &amp;#039;&amp;#039;Unser Lieben Frauen Lichtweihe&amp;#039;&amp;#039;,&amp;lt;ref&amp;gt;[[Josef Helwig]]: &amp;#039;&amp;#039;Zeitrechnung zu Erörterung der Daten in Urkunden für Deutschland&amp;#039;&amp;#039;. Wien 1787, [https://www.google.de/books/edition/Zeitrechnung_zu_Er%C3%B6rterung_der_Daten_in/ZgcEuEqUx-QC?hl=de&amp;amp;gbpv=1&amp;amp;dq=Lichtweihe&amp;amp;pg=PA36 S. 36 google/books].&amp;lt;/ref&amp;gt; ist ein [[Christentum|christliches]] [[Fest (Liturgie)|Fest]] im [[Liturgisches Jahr|liturgischen Jahr]], das am [[2.&amp;amp;nbsp;Februar]], dem [[Vierzig#Altes Testament|vierzigsten]] Tag der [[Weihnachten#Die Weihnachtszeit im Kirchenjahr|Weihnachtszeit]], begangen wird. In der [[Ostkirchen|Ostkirche]] heißt es &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Begegnung des Herrn&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ({{elS|Ὑπαπαντὴ τοῦ Κυρίου}} &amp;#039;&amp;#039;Ypapanti tou Kyriou&amp;#039;&amp;#039;, kirchenslawisch {{lang|cu|сърѣтениıе господьн̑е}}).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Biblische Zusammenhänge ==&lt;br /&gt;
Die Erzählung von der &amp;#039;&amp;#039;Darstellung Jesu,&amp;#039;&amp;#039; die sich an einen kurzen Hinweis auf dessen [[Brit Mila|Beschneidung]] am achten Tag nach seiner Geburt {{Bibel|Lk|2|21}} anschließt, berichtet von zwei hier ineinander verwobenen [[Ritus|Riten]], die in Vorschriften des biblischen Buches [[Leviticus]] ihre Wurzeln haben. Die bei Lukas geschilderte Abfolge (Beschneidung – Reinigung der Frau – Heiligung der [[Erstgeburt]]) entspricht dem von der [[Tora]] vorgeschriebenen Zeitschema.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Reinigungsopfer ===&lt;br /&gt;
Nach dem biblischen Gesetz des Mose gilt die Frau nach der Geburt eines Knaben 40 Tage (sieben plus 33 Tage {{Bibel|Lev|12|2–4}}) und nach der Geburt eines Mädchens 80 Tage (14 plus 66 Tage {{Bibel|Lev|12|5}}) als [[Rituelle Reinheit|unrein]] {{Bibel|Lev|12|1–8}}, siehe auch [[Nidda (Judentum)]]. Zur Zeit des Tempelkultes hatte sie nach diesen Tagen als [[Opfer (Religion)|Reinigungsopfer]] einem [[Kohanim|Priester]] ein Schaf und eine Taube zu übergeben. Ärmere Menschen übergaben ersatzweise zwei [[Turteltaube]]n oder andere Tauben {{Bibel|Lev|12|8}}.&amp;lt;ref&amp;gt;Alexander Dubrau: Artikel [http://www.bibelwissenschaft.de/stichwort/29248/ &amp;#039;&amp;#039;Nidda&amp;#039;&amp;#039;] (Januar 2009), in: &amp;#039;&amp;#039;Wibilex&amp;#039;&amp;#039; (Lexikon im wissenschaftlichen Bibelportal der Deutschen Bibelgesellschaft).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Heiligung des Erstgeborenen ===&lt;br /&gt;
Zudem wurde der erstgeborene Sohn in Erinnerung an die [[Pessach]]-Nacht als Eigentum Gottes angesehen {{Bibel|Ex|13|2.15|EU}} und ihm im [[Israelitischer Tempel|Tempel]] übergeben („dargestellt“), wo er durch ein Geldopfer {{Bibel|Num|18|16|EU}} auszulösen war. Die Lukas-Erzählung von der &amp;#039;&amp;#039;Darstellung des Herrn&amp;#039;&amp;#039; berichtet von dieser Erstgeburtsweihe, nicht aber von der Auslösung, die im traditionellen Judentum immer noch praktiziert wird ([[Pidjon ha-Ben]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Begegnung mit Simeon und Hanna ===&lt;br /&gt;
Laut dem Text im Lukasevangelium {{Bibel|Lk|2|25–38|EU}} kommt es im Tempel zur Begegnung mit [[Simeon (Prophet)|Simeon]] und der greisen Prophetin [[Hanna (Prophetin)|Hanna (Anna)]]. Der griechische Begriff {{lang|el|Ὑπαπαντή}} (&amp;#039;&amp;#039;Ipapanti&amp;#039;&amp;#039;) ‚Begegnung‘ für das liturgische Fest scheint sich auf diese Episode zu beziehen.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Hypapante.&amp;#039;&amp;#039; In: [[Michael Buchberger]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Kirchliches Handlexikon. Ein Nachschlagebuch über das Gesamtgebiet der Theologie und ihrer Hilfswissenschaften.&amp;#039;&amp;#039; Band 1: &amp;#039;&amp;#039;A–H.&amp;#039;&amp;#039; Allgemeine Verlags-Gesellschaft, München 1907, Sp. 2065. Das [[Mittelgriechische Sprache|mittelgriechische]] Wort entspricht Koine συνάντησις, welches allerdings in der Bibel nur einmal in anderem Zusammenhang (Matth. 8,34) auftritt. Es wurde in den Schreibungen &amp;#039;&amp;#039;Ypapante&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Hypapanti&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Hypante&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Hypanti&amp;#039;&amp;#039; auch in die Mittellateinische Literatur aufgenommen, laut der von [[Glossarium ad scriptores mediae et infimae latinitatis|du Cange]] angeführten Quellen spätestens im 9. Jh.&amp;lt;/ref&amp;gt; In der Ostkirche besteht die Tradition, dass Simeon einer der Gelehrten gewesen sein soll, die die [[Septuaginta]] verfasst hatten. Er hätte demnach ein übernatürliches Alter von 278 Jahren erreicht. Simeon soll es laut dieser Tradition zugefallen sein, den Text von [[Jesaja]] (7,14) zu übersetzen („Siehe, die Jungfrau hat empfangen, sie gebiert einen Sohn und wird ihm den Namen Immanuel geben“). Das hebräische Wort &amp;#039;&amp;#039;{{lang|he|ʿalmâ}}&amp;#039;&amp;#039;, das sowohl „Jungfrau“ als auch einfach „junge Frau“ heißen kann, habe er dabei erst auf Eingebung des Heiligen Geistes mit griech. {{lang|grc|παρθένος}} ‚Jungfrau‘ übersetzt, so dass der griechische Text im Gegensatz zum hebräischen Original erstmals die Prophezeiung der jungfräulichen Geburt explizit machte. Aufgrund der Zweifel Simeons an der Richtigkeit dieser Übersetzung sei ihm vorhergesagt worden, er werde so lange leben, bis er dieses Kind mit eigenen Augen sähe (Lukas 2,26). Diese Tradition ist mittelalterlich und findet sich zuerst, als eine von fünf möglichen Identifizierungen von Simeon, bei [[Dionysius bar Salibi]] (12. Jh.); sie bestand möglicherweise seit dem 10. Jh., ein Gelehrter namens Simeon (&amp;#039;&amp;#039;{{lang|ar|Samʿan}}&amp;#039;&amp;#039;) wird bereits im Zusammenhang mit der Übersetzung der Stelle bei Jesaja erwähnt im arabischen Text von [[Eutychios von Alexandria]].&amp;lt;ref&amp;gt;Eveline van Staalduine-Sulman in: &amp;#039;&amp;#039;Septuagint, Targum and Beyond. Simeon the Just, the Septuagint and Targum Jonathan&amp;#039;&amp;#039;, 317–338, [[DOI:10.1163/9789004416727_016]].&amp;lt;/ref&amp;gt; Der „Lobgesang des Simeon“ (&amp;#039;&amp;#039;[[Nunc dimittis]]&amp;#039;&amp;#039;) ging in die Liturgie sowohl der Ost- wie auch der Westkirche ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Liturgie ==&lt;br /&gt;
[[Datei:The Presentation in the Temple A22018.jpg|mini|hochkant|[[Hans Memling]]: Darstellung Christi im Tempel, um 1463]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das kirchliche Fest &amp;#039;&amp;#039;Darstellung des Herrn&amp;#039;&amp;#039; geht auf das 4.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert zurück. Es entstand in [[Jerusalem]] als Nebenfest von [[Weihnachten|Christi Geburt]] und wurde ursprünglich nur als „vierzigster Tag der Geburt unseres Herrn [[Jesus Christus]]“ bezeichnet.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Manfred Becker-Huberti]]: &amp;#039;&amp;#039;Feiern – Feste – Jahreszeiten. Lebendige Bräuche im ganzen Jahr&amp;#039;&amp;#039;. Herder, Freiburg-Basel-Wien 1998, ISBN 3-451-27702-6, S. 384f.&amp;lt;/ref&amp;gt; Bezeugt ist es bereits im Bericht der [[Egeria (Pilgerin)|Egeria]] über ihre Reise ins Heilige Land (um 400).&amp;lt;ref&amp;gt;[[Itinerarium Egeriae]] oder [[Peregrinatio Aetheriae]] 26: „quadragesimae de epiphania cum summo honore hic celebrantur .[…]“ („Der Vierzigste ab Epiphanie wird hier (gemeint: in Jerusalem) mit größter Feierlichkeit begangen.“)&amp;lt;/ref&amp;gt; Das Festdatum war anfangs der 14.&amp;amp;nbsp;Februar (40 Tage nach dem Fest der [[Erscheinung des Herrn]] am 6.&amp;amp;nbsp;Januar), ab 542 auf Anordnung Kaiser [[Justinian I.|Justinians]] der 2.&amp;amp;nbsp;Februar,&amp;lt;ref&amp;gt;[[Mischa Meier]]: &amp;#039;&amp;#039;Kaiserherrschaft und „Volksfrömmigkeit“ im Konstantinopel des 6. Jahrhunderts n.Chr. Die Verlegung der Hypapante durch Justinian im Jahr 542&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;[[Historia (Zeitschrift)|Historia]]&amp;#039;&amp;#039; 51, 2002, S. 89–111.&amp;lt;/ref&amp;gt; also 40 Tage nach dem [[Hochfest]] der Geburt Jesu Christi am 25.&amp;amp;nbsp;Dezember, das sich in der [[Lateinische Kirche|Westkirche]] inzwischen als die Feier der Geburt Jesu durchgesetzt hatte. Der 25.&amp;amp;nbsp;Dezember ist nach liturgischer Zählweise als erster Tag des Vierzig-Tage-Zeitraums mitzuzählen. Mit dem Fest der Darstellung des Herrn sind in der Liturgie der [[Römisch-katholische Kirche|römisch-katholischen Kirche]] die Kerzenweihe und die anschließende [[Lichterprozession|Prozession]] oder [[Statio]] mit brennenden Kerzen verbunden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Geschichte ===&lt;br /&gt;
Stand ursprünglich die von Lukas überlieferte Geschichte von der &amp;#039;&amp;#039;Darstellung Jesu&amp;#039;&amp;#039; im Zentrum des Festes, so traten alsbald weitere Motive hinzu. Die &amp;#039;&amp;#039;Darstellung des Herrn,&amp;#039;&amp;#039; der nach den neutestamentlichen Weihnachtsgeschichten in [[Bethlehem]] geboren worden war, wurde zum ersten Einzug Jesu in die [[Davidstadt]] Jerusalem. Der antike Brauch, nach dem die Bewohner einer Stadt ihrem Herrscher bei seinem ersten Besuch entgegenzogen, wurde schon früh in die Festliturgie mit einbezogen. Auf dem Weg von Jerusalem nach Bethlehem lag ein [[Kloster]], das eine Frau namens Hikelia gegründet hatte. Hikelia soll die Mönche mit Kerzen ausgestattet haben, um damit Christus entgegenzugehen und anschließend mit ihm gemeinsam in die heilige Stadt zu ziehen. In dieser Legende wurzelt die im 5.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert entstandene [[Luzernar|Lichterprozession]],&amp;lt;ref&amp;gt;Anke Fischer: &amp;#039;&amp;#039;Feste und Bräuche in Deutschland.&amp;#039;&amp;#039; München 2004, ISBN 3-89736-323-2, S. 14.&amp;lt;/ref&amp;gt; die noch in der römisch-katholischen Kirche einen festen Platz in der Festtagsliturgie hat und unter anderem mit der neutestamentlichen Bibelstelle {{B|Lk|2|32|EU}} begründet wird. Die örtliche Pfarrkirche stellt in dieser liturgischen Inszenierung symbolisch die heilige Stadt Jerusalem dar, in der Christus gegenwärtig ist. Beim Einzug in die Kirche kommen die Prozessionsteilnehmer Christus entgegen. So begleiten sie sein Kommen in unsere Welt mit dem Licht der Kerzen, die zu diesem Fest besonders [[Weihe (Religion)|geweiht]] wurden.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://www.archivioradiovaticana.va/storico/2007/02/03/das_fest_mari%C3%A4_lichtmess/ted-383075 |titel=Das Fest Mariä Lichtmess |abruf=2023-12-31}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Im 6.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert, unter dem byzantinischen Kaiser [[Justinian I.]], wurde es auch als „Fest der Begegnung“ mit Simeon und Hanna gefeiert.&amp;lt;ref&amp;gt;Manfred Becker-Huberti: &amp;#039;&amp;#039;Feiern – Feste – Jahreszeiten. Lebendige Bräuche im ganzen Jahr.&amp;#039;&amp;#039; Herder, Freiburg/Basel/Wien 1998, ISBN 3-451-27702-6, S. 96 f.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Festgeheimnisse – Darstellung, Erleuchtung der Heiden, Lichtprozession – klingen an in dem von [[Maria Luise Thurmair]] verfassten Liedtext &amp;#039;&amp;#039;Seht unsers Herrn Erbarmen im Tempel dargestellt, von einer Jungfrau Armen erstrahlend aller Welt&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;[[Gotteslob]]&amp;#039;&amp;#039;, Ausgabe für das Bistum Passau. 2013 (Nr. 785).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Lauf der weiteren Entwicklungen verschob sich der Schwerpunkt des Darstellungsfests von Jesus auf die Mutter Jesu. Aus dem &amp;#039;&amp;#039;Fest der Darstellung des Herrn&amp;#039;&amp;#039; wurde &amp;#039;&amp;#039;Mariä Reinigung&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;Mariä Lichtmess&amp;#039;&amp;#039;. Seit der [[Liturgiereform]] der 1960er-Jahre gilt es wieder als [[Herrenfest]]. Seit 1997 wird das Fest der Darstellung des Herrn auch als Tag des [[Geweihtes Leben|geweihten Lebens]] begangen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit der Vorverlegung des Festes vom 14.&amp;amp;nbsp;auf den 2.&amp;amp;nbsp;Februar entstand eine zeitliche Nähe zum Gedenktag des hl.&amp;amp;nbsp;[[Blasius von Sebaste|Blasius]] am 3.&amp;amp;nbsp;Februar und dem mit ihm verbundenen [[Sakramentale]] des [[Blasiussegen]]s. Der Blasiussegen wird in der römisch-katholischen Kirche seit dem 16.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert gespendet.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Schott (Messbuch)|Schott-Meßbuch]], Gedenktag des hl. Blasius.&amp;lt;/ref&amp;gt; Oft wird dieser Segen auch schon nach der Heiligen Messe am Abend des Festes der &amp;#039;&amp;#039;Darstellung des Herrn&amp;#039;&amp;#039; erteilt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Liturgischer Kalender ===&lt;br /&gt;
Lichtmess ist in der katholischen Kirche dem Weihnachtszeitsfestkreis zugeordnet. Die eigentliche Weihnachtszeit (liturgische Farbe Weiß) endet am Fest der [[Taufe des Herrn]]. Dieses war vor der Liturgiereform des [[Zweites Vatikanisches Konzil|Zweiten Vatikanischen Konzils]] (Messbuch von 1962) der Oktavtag (13.&amp;amp;nbsp;Januar) des Hochfestes der [[Erscheinung des Herrn]] (Epiphanias) am 6.&amp;amp;nbsp;Januar. Mit der Reform (Messbuch von 1970/2000) wurde das Fest der Taufe des Herrn auf den Sonntag nach Erscheinung des Herrn verlegt, der je nach Lage der Wochentage auf den Zeitraum vom 7. bis 13.&amp;amp;nbsp;Januar fällt. Unabhängig von der Reform folgt liturgisch ein &amp;#039;&amp;#039;Tempus per annum&amp;#039;&amp;#039; (heute: &amp;#039;&amp;#039;Zeit im Jahreskreis&amp;#039;&amp;#039;) mit der liturgischen Farbe Grün, die allenfalls durch höherrangige Feste verdrängt wird. In vielen katholischen Kirchen und Häusern bleiben aber die [[Weihnachtskrippe|Krippe]] oder auch der [[Weihnachtsbaum]] als Form des Brauchtums bis zum 2.&amp;amp;nbsp;Februar stehen – örtlich noch mit dem [[Ritus]] der Krippenschließung verbunden. Nach dem alten Kalender konnte der 2.&amp;amp;nbsp;Februar bei frühem Ostertermin schon in die Vorfastenzeit (&amp;#039;&amp;#039;Septuagesima&amp;#039;&amp;#039;, liturgische Farbe Violett) fallen, die mit der Liturgiereform abgeschafft wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im evangelischen Kirchenjahr wird Epiphanias zwar von vielen als der Abschluss der Weihnachtszeit angesehen, der [[Kirchenjahr#Heutige Praxis|liturgische Kalender]] des Evangelischen Gottesdienstbuches sieht den Weihnachtsfestkreis aber erst mit der Woche nach dem letzten Sonntag nach Epiphanias (liturgische Farbe Weiß) als beendet an. Nach der Perikopenrevision von 2017, erstmals für das Kirchenjahr 2018/2019 gültig, ist dies die (mit dem fraglichen Sonntag beginnende liturgische) Woche, in die der 2.&amp;amp;nbsp;Februar fällt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.velkd.de/schwerpunkte/liturgie/lektionar-und-perikopenbuch |titel=Lektionar und Perikopenbuch - VELKD |abruf=2025-02-02}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Tageslied für den 2.&amp;amp;nbsp;Februar ist &amp;#039;&amp;#039;[[Im Frieden dein, o Herre mein]]&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Im Frieden dein, o Herre mein&amp;#039;&amp;#039; (1898) von [[Friedrich Spitta]] nach einem Lied zum Lobgesang des Propheten Simeon von Johann Englisch vor 1530; [[Liste der Kirchenlieder im Evangelischen Gesangbuch#Abendmahl|EG 222 – Abendmahl]].&amp;lt;/ref&amp;gt; oder Luthers &amp;#039;&amp;#039;[[Mit Fried und Freud ich fahr dahin]]&amp;#039;&amp;#039;,&amp;lt;ref&amp;gt;[[Liste der Kirchenlieder im Evangelischen Gesangbuch#Sterben und ewiges Leben, Bestattung|EG 519 – Sterben und ewiges Leben, Bestattung]].&amp;lt;/ref&amp;gt; beides Nachdichtungen des &amp;#039;&amp;#039;[[Nunc dimittis]]&amp;#039;&amp;#039;. Das Fest wird nur noch in relativ wenigen lutherischen Gemeinden gottesdienstlich begangen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Ostkirchen|Ostkirche]] nennt das Fest &amp;#039;&amp;#039;Hypapante&amp;#039;&amp;#039; (Ὑπαπαντή = Begegnung). Sie betont den Aspekt der Begegnung des Erlösers mit den Frommen Simeon und Hanna, die ihn erwarten. In einer Formulierung der dritten [[Antiphon (Musik)|Antiphon]] der Festtagsliturgie&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://www.orthodoxie-in-deutschland.de/05_kalender/hochfeste/02_02_begegnung_hypapante.html |titel=Orthodoxie in Deutschland |abruf=2023-12-31}}&amp;lt;/ref&amp;gt; klingt bereits das Ostermysterium an, dessen Vorbereitungsphase, die [[Vorfastenzeit]], schon vor dem Begegnungsfest beginnen kann. Siehe auch [[Servikon]]: Gesangsstück in altserbischer Sprache für den Feiertag Mariä Reinigung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der altkatholischen Kirche endet die Weihnachtszeit immer erst an Mariä Lichtmess.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch die [[Anglikanische Gemeinschaft|anglikanischen Kirchen]] begehen das Fest der &amp;#039;&amp;#039;Darstellung des Herrn&amp;#039;&amp;#039;. Die [[Lutheraner|lutherische Kirche]] behielt das Datum in ihrem liturgischen Kalender bei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Biblische Lesungen sind in der katholischen Liturgie für das Herrenfest &amp;#039;&amp;#039;Darstellung des Herrn&amp;#039;&amp;#039; {{B|Mal|3|1–4|EU}}, {{B|Hebr|2|11–18|EU}} und {{B|Lk|2|22–40|EU}}, im evangelischen Gottesdienst am &amp;#039;&amp;#039;Tag der Darstellung Jesu im Tempel (Lichtmess)&amp;#039;&amp;#039; 2. Mose 13,1.2.14–16 {{Bpur|Ex|13|1–16|LUT}}, Lk 2,22–35(36–40) {{Bpur|Lk|2|22–40|LUT}} und Hebr 2,14–18 {{Bpur|Heb|2|14–18|LUT}}&amp;lt;ref&amp;gt;Texte für die biblischen Lesungen seit der Perikopenrevision 2018 für den {{Internetquelle |url=https://www.stilkunst.de/c31_calendar/evjahr/ev103_02februar.php |titel=Tag der Darstellung Jesu im Tempel (Lichtmess) |werk=www.stilkunst.de |hrsg=Der Kalender des evangelischen Kirchenjahres |abruf=2021-02-02 }} Bis 2018 waren als Lesungtexte für den {{Internetquelle |url=https://www.stilkunst.de/c31_calendar/evjahr/ev1979/ev1979-103_02februar.php?2018 |titel=Tag der Darstellung des Herrn (Lichtmeß) |werk=www.stilkunst.de |hrsg=Der Kalender des evangelischen Kirchenjahres |abruf=2021-02-02}} vorgeschlagen: {{B|Mal|3|1–4|LUT}}, {{B|Hebr|2|14–18|LUT}} und {{B|Lk|2|22–24|LUT}} ({{BB|Lk|2|25–35|LUT}}).&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ikonographie ==&lt;br /&gt;
Die Szene der Darstellung ist eine häufige Episode in Leben-Jesu-Zyklen, wird aber wegen der thematischen und formalen Nähe zur nicht identischen [[Beschneidung des Herrn]] leicht mit dieser verwechselt. Meist wird nur eines der beiden Ereignisse dargestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Rezeption ==&lt;br /&gt;
Um 1485 schuf [[Lorenzo Costa der Ältere]] das Altarbild [[Die Darstellung Christi im Tempel]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1342 schuf [[Ambrogio Lorenzetti]] das Gemälde Darstellung im Tempel, siehe [[Darstellung im Tempel (Ambrogio Lorenzetti)]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Tradition und Volksmund ==&lt;br /&gt;
[[Datei:2011 Lichtmess-Laeufer Candlemas Runner anagoria.JPG|mini|hochkant|Kostüm eines Lichtmess-Läufers in [[Spergau]] (Stadtteil von [[Leuna]])]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Lichtfest war in früherer Zeit ein wichtiges Datum ([[Lostag]]&amp;lt;ref&amp;gt;vergleiche auch das [[Kelten|keltische]] Fest [[Imbolg]]&amp;lt;/ref&amp;gt;) im Jahreslauf. Mit ihm verbanden sich Zahlungsfristen, zeitliche Fixierungen von Arbeitsverhältnissen. Außerdem bezogen sich manche volkstümliche Bräuche, Sprichwörter, Reime und Wetterregeln auf diesen Festtag.&amp;lt;ref&amp;gt;Zum folgenden Abschnitt siehe [http://www.labertal.com/heimat/geschichte/lichtmess/lichtmess.html Labertal: &amp;#039;&amp;#039;Lichtmess&amp;#039;&amp;#039;]; eingesehen am 21. Dezember 2013.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit dem 2.&amp;amp;nbsp;Februar begann das „Bauernjahr“, von da ab kann je nach den Umständen die Feldarbeit wieder aufgenommen werden. An diesem Tag endete das [[Dienstbote]]n- und „[[Knecht]]sjahr“. Das [[Gesinde]] bekam den Rest seines Jahreslohnes ausbezahlt und konnte – oder musste – sich eine neue Dienststelle suchen oder das Arbeitsverhältnis beim alten Dienstherrn, üblicherweise durch Handschlag, um ein weiteres Jahr verlängern. Meist wurde von den Dienstboten das von ihnen aufgezogene Geflügel verkauft (siehe dazu [[Glanglmarkt]]). Am Tag danach, dem [[Schlenggeltag]], begann der kurze Zeitraum bis zum [[Agathatag]] am 5.&amp;amp;nbsp;Februar, an dem der Umzug zum neuen Arbeitgeber zu vollziehen war und der für die Dienstboten eine Art Urlaub darstellte. Verbreitet war auch der Brauch, dem Gesinde zu Lichtmess ein Paar Schuhe als Lohn zu geben, für die weitere Arbeit, oder die Arbeitssuche. Zu Lichtmess wurden also die Belegschaften durcheinander gewürfelt und Liebschaften unter Dienstboten, denen das Heiraten lange Zeit nicht gestattet war, hielten oft nur bis zu diesem Zeitpunkt, woher die Redensart {{&amp;quot;|neue Schuhe, neue Liebe}} stammt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Außerdem sollte der Bauer an Lichtmess noch die Hälfte des Winterfuttervorrates für die Tiere im Lager haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
An Mariä Lichtmess ging die „Kunstlicht-Zeit“ zu Ende, in der man bei künstlichen Lichtquellen arbeitete, ebenso die Spinnstubenzeit.&amp;lt;ref&amp;gt;Manfred Becker-Huberti: &amp;#039;&amp;#039;Feiern – Feste – Jahreszeiten. Lebendige Bräuche im ganzen Jahr&amp;#039;&amp;#039;. Herder, Freiburg-Basel-Wien 1998, ISBN 3-451-27702-6, S. 41. Verfehlt erscheint die Annahme, diese Zeit habe (ausnahmslos) mit dem [[Michael (Erzengel)#Festtag|Michaelistag]] am 29.&amp;amp;nbsp;September begonnen. Den Lichtverhältnissen vom 29.&amp;amp;nbsp;September entsprechen vielmehr die am 25.&amp;amp;nbsp;März [[Mariä Verkündigung]], denen vom 2.&amp;amp;nbsp;Februar die vom 11.&amp;amp;nbsp;November [[Martinstag]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Christoph Gottlieb Steinbeck]]: &amp;#039;&amp;#039;Der aufrichtige Kalendermann&amp;#039;&amp;#039; 3. Teil, 7. Auflage, verbessert und vermehrt von Karl Friedrich Hempel, Leipzig 1824, [https://books.google.de/books?id=W9c_AAAAcAAJ&amp;amp;pg=PA64 S. 64 books.google]: „54. &amp;#039;&amp;#039;Marikchen pustet (bläst) das Licht aus; Michel steckts wieder an&amp;#039;&amp;#039;. Von Marien Verkündigung an, hören die Arbeiten des Gesindes bey Lichte auf; auf Michaelis nehmen sie wieder ihren Anfang.“&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Bavaria. Landes- und Volkskunde des Königreichs Bayern.&amp;#039;&amp;#039; Vierter Band. Zweite Abteilung: Bayerische Rheinpfalz. München 1867. [https://www.google.de/books/edition/Bavaria/VDlSAAAAcAAJ?hl=de&amp;amp;gbpv=1&amp;amp;dq=spinnstubenzeit+martini&amp;amp;pg=PA363 S. 363 google.de/books]: „Die Spinnstube […] beginnt […] gleich nach Allerheiligen oder Martini […] Die Spinnstubenzeit erstreckt sich bis Lichtmeß, dann folgt man dem Spruch: Lichtmeß, Spinnenvergeß,//Bei Dah zu Nacht &amp;#039;geß!“&lt;br /&gt;
* [[Richard Andree]]: &amp;#039;&amp;#039;Braunschweiger Volkskunde&amp;#039;&amp;#039;. Braunschweig 1901.[https://www.google.de/books/edition/Braunschweiger%20volkskunde/AWYrAQAAIAAJ?hl=de&amp;amp;gbpv=1&amp;amp;dq=spinnstuben+martini&amp;amp;pg=PA228 S. 228 google.de/books]: „Die Spinnstuben begannen mit dem Herannahen des Winters, wenn die Arbeiten auf dem Felde beendigt waren, in vielen Dörfern um Martini, und dauerten bis Fastnacht, spätestens bis zum Palmsonntag, da um diese Zeit andere Arbeiten gemacht werden mussten.“&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Lichtstuben in Unterfranken&amp;#039;&amp;#039;, [https://www.br.de/br-fernsehen/sendungen/zwischen-spessart-und-karwendel/lichtstuben-100.html br.de/br-fernsehen 19. Januar 2018]: „Von Martini bis Lichtmeß, dann wenn die Landwirtschaft ruhte, war einst die Zeit der Lichtstuben. Die Dorfjugend traf sich in den Bauernhäusern reihum zum Handarbeiten, Spielen und Ratschen. Was sich dort sonst noch so alles abspielte, ist aber ein kleines Geheimnis …“&lt;br /&gt;
* [[Peter Rosegger]]: &amp;#039;&amp;#039;Als wir Lichtbratl haben gefeiert.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Erzählungen, Waldheimat, 3. Band, Der Schneiderlehrling&amp;#039;&amp;#039;, [http://www.zeno.org/nid/20005550130 S. 213 zeno.org]. Zitat: „In unserem Oberlande ist bei Schustern und Schneidern der Brauch, daß sie »von Patrizzi bis Micheli«, d.&amp;amp;nbsp;h. von Mitte März bis Ende September nur bei Taglicht arbeiten.“ &amp;#039;&amp;#039;Patrizzi&amp;#039;&amp;#039; ist der katholische Gedenktag für den Augustiner-Eremiten Antonius Patrizi (1280–1311) am 28. März.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Besondere Bräuche zu Lichtmess im [[Leuna]]er Stadtteil [[Spergau]] sind seit dem 17.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert bekannt. Das farbenprächtige Kostüm des Lichtmessläufers in Spergau besteht aus vielen bunten Bändern und Blumenschmuck, die das wieder erwachende Leben und den [[Frühling]] darstellen. Der Läufer zieht zusammen mit weiteren kostümierten Figuren (Sänger, Händler, Guckkastenmann, Küchenburschen, Registrator, Pritscher, [[Strohbär|Erbs(stroh)bär]], Pferden und Soldaten) durch die Straßen von Haus zu Haus.&lt;br /&gt;
* Im Fürstentum [[Liechtenstein]] ist der 2. Februar ein [[gesetzlicher Feiertag]], in [[Bayern]] war er es bis 1912.&amp;amp;nbsp;&amp;lt;ref&amp;gt;{{ANNO|knz|28|02|1912|5|Die Auflassung der Feiertage. Der Feiertag Mariä Lichtmeß}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* In manchen Regionen, z.&amp;amp;nbsp;B. in Teilen Westdeutschlands, Süddeutschlands, [[Sachsen]]s und in einigen Regionen des [[Erzgebirge]]s sowie in [[Nordtirol|Nord-]] und [[Südtirol]] ist es nach wie vor üblich, den weihnachtlichen Schmuck bis zum 2.&amp;amp;nbsp;Februar stehen zu lassen.&lt;br /&gt;
* Anlässlich des Festes wird regional traditionelles Lichtmessgebäck angeboten.&amp;lt;ref&amp;gt;Max Höfler: &amp;#039;&amp;#039;Lichtmessgebäcke&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Zeitschrift des Vereins für Volkskunde&amp;#039;&amp;#039; 15, 1905, S.&amp;amp;nbsp;312–321.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* In Sachsen und in einigen Regionen des Erzgebirges wird an Lichtmess das Ende der Weihnachtszeit mit einer [[Vesper (Liturgie)|Lichtmessvesper]] begangen. Anschließend wird die Weihnachtsbeleuchtung ausgelöscht und ein Festessen ausgerichtet.&amp;lt;ref&amp;gt;Dietmar Sehn: &amp;#039;&amp;#039;Weihnachten in Sachsen&amp;#039;&amp;#039;, Erfurt 2013, S. 181f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* In Luxemburg gehen die Kinder unter zwölf Jahren am Abend des Tages mit selbst gebastelten Laternen durch die Straßen und bitten an den Haustüren um Süßes oder eine Geldspende. Bei dem Umzug wird ein Lied gesungen.&lt;br /&gt;
* Bis zum 2. Februar, dem &amp;#039;&amp;#039;chandeleur&amp;#039;&amp;#039;, bleiben in Frankreich und Belgien die Krippen in den Häusern stehen. An Lichtmesstag gibt es in Frankreich und Belgien üblicherweise [[Crêpe]]s (Pfannkuchen), denen eine ganze Symbolik zugesagt wird.&amp;lt;ref&amp;gt;Marcel Laperruque: &amp;#039;&amp;#039;Fêtes païennes et fêtes chrétiennes&amp;#039;&amp;#039;, Éditions du Prieuré, 1996, &amp;lt;abbr&amp;gt;p.&amp;lt;/abbr&amp;gt; 57.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* In vielen Gemeinden, in denen die [[schwäbisch-alemannische Fastnacht]] gefeiert wird, gilt Lichtmess als Beginn der [[Fastnacht]].&lt;br /&gt;
* Das Tageslicht soll gegenüber dem Zeitpunkt der [[Wintersonnwende|Wintersonnenwende]], also der längsten Nacht, „an Weihnachten um einen Hahnentritt, an [[Neujahr]] um einen Männerschritt, an [[Dreikönig]] um einen Hirschensprung und an Lichtmess um eine ganze Stund’“ länger sein.&lt;br /&gt;
* Es gibt mehrere [[Bauernregel]]n, die Sonnenschein an Lichtmess als ein schlechtes Zeichen für den bevorstehenden Frühling werten.&lt;br /&gt;
&amp;lt;poem style=&amp;quot;margin-left:3em&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
  Ist’s an Lichtmess hell und rein,&lt;br /&gt;
  wird ein langer Winter sein.&lt;br /&gt;
  Wenn es aber stürmt und schneit,&lt;br /&gt;
  ist der Frühling nicht mehr weit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
  Ist’s zu Lichtmess klar und hell,&lt;br /&gt;
  kommt der Frühling nicht so schnell.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
  Sonnt sich der [[Dachs]] in der Lichtmess-Woch’,&lt;br /&gt;
  kriecht er noch sechs Wochen in sein Loch.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/poem&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Der [[Groundhog Day]], die Beobachtung des Verhaltens eines [[Murmeltiere]]s an diesem Tag in Nordamerika (besonders in [[Punxsutawney]], [[Pennsylvania]]), ist die Übertragung dieser Naturbeobachtung in den Kontext der [[Neue Welt|Neuen Welt]]; filmisch bearbeitet in &amp;#039;&amp;#039;[[Und täglich grüßt das Murmeltier]]&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
* Eine weitere Bauernregel besagt:&lt;br /&gt;
&amp;lt;poem style=&amp;quot;margin-left:3em&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
  Ein Baum, gepflanzt St. Michael,&lt;br /&gt;
  der wächst von Stund’ an auf Befehl.&lt;br /&gt;
  Ein Baum, gepflanzt an Lichtmess erst,&lt;br /&gt;
  sieh zu, wie du den wachsen lehrst.&amp;lt;ref&amp;gt;Manfred Becker-Huberti: &amp;#039;&amp;#039;Feiern – Feste – Jahreszeiten. Lebendige Bräuche im ganzen Jahr&amp;#039;&amp;#039;. Herder, Freiburg-Basel-Wien 1998, ISBN 3-451-27702-6, S. 361.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/poem&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Um Lichtmess findet die [[Heilige Messe|Frühmesse]] meist wieder bei Tageslicht statt.&lt;br /&gt;
* Ab dem 2.&amp;amp;nbsp;Februar könne wieder bei Tageslicht zu Abend gegessen werden: „Maria Lichtmess, bei Tag z’Nacht gess“.&lt;br /&gt;
* Die [[Candlemasinseln]] (Lichtmessinseln) wurden nach dem Tag ihrer Entdeckung, dem 2.&amp;amp;nbsp;Februar 1775, benannt.&lt;br /&gt;
* Früher glaubte man, dass am Vorabend zu Lichtmess [[Hexe]]n einen [[Hexensabbat]] feiern (vgl. [[Imbolg]]).&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=[[Lyndal Roper]] |Titel=Hexenwahn: Geschichte einer Verfolgung |Verlag=C.H. Beck |Datum=2007 |ISBN=978-3-406-54047-9 |Online=https://books.google.de/books?id=yNphG98BiOgC&amp;amp;pg=PA354&amp;amp;lpg=PA354&amp;amp;dq=hexensabbat+lichtmess&amp;amp;source=bl&amp;amp;ots=o6wnAdIYgc&amp;amp;sig=ACfU3U0oyeOOmhV_Q5pmjdi4kbvFQDGjgw&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ved=2ahUKEwj-wLHNyvnwAhUvPewKHT4DBtEQ6AEwEHoECCgQAw#v=onepage&amp;amp;q=hexensabbat%20lichtmess&amp;amp;f=false |Abruf=2021-06-02}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Presentation at the Temple St.Michael Toronto.jpg|mini|Darstellung des Herrn (Kathedrale von [[St.-James-Kathedrale (Toronto)|Toronto]], [[Mayer’sche Hofkunstanstalt]])]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Patrozinien ==&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|Darstellung-des-Herrn-Kirche}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Remigius Bäumer]], [[Leo Scheffczyk]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Marienlexikon.&amp;#039;&amp;#039; Band 4: &amp;#039;&amp;#039;Lajitha – Orangenbaum&amp;#039;&amp;#039;. EOS, St. Ottilien 1992, ISBN 3-88096-894-2.&lt;br /&gt;
* [[Heinzgerd Brakmann]]: &amp;#039;&amp;#039;Ἡ ὑπαπαντὴ τοῦ Κυρίου. Christi Lichtmess im frühchristlichen Jerusalem.&amp;#039;&amp;#039; In: Hans-Jürgen Feulner u.&amp;amp;nbsp;a. (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Crossroad of Cultures. Studies in Liturgy and Patristics in Honor of [[Gabriele Winkler]]&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Orientalia Christiana Analecta.&amp;#039;&amp;#039; Band 260). Pontificio Istituto Orientale, Rom 2000, ISBN 88-7210-325-8, [https://books.google.de/books/about/Crossroad_of_cultures.html?id=5X5hAAAAMAAJ&amp;amp;dq=brakmann%20151 S. 151]–172 (mit weiterer Literatur).&lt;br /&gt;
* Tinatin Chronz: &amp;#039;&amp;#039;Zwischen Pflege und Verlust des Jerusalemer Erbes: die Feier von Hypapante in der Kirche der Georgier&amp;#039;&amp;#039;. In: André Lossky, Manlio Sodi (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;La liturgie témoin de l’église. Conférences Saint-Serge. 57e Semaine d’Études Liturgiques. Paris, 28 juin – 1er juillet 2010.&amp;#039;&amp;#039; Vatikanstadt 2012, S. 293–314.&lt;br /&gt;
* Anke Fischer: &amp;#039;&amp;#039;Feste und Bräuche in Deutschland.&amp;#039;&amp;#039; Edition XXL, Fränkisch-Crumbach 2004, ISBN 3-89736-323-2.&lt;br /&gt;
* Anneke Fröhlich, Christine Foscher: &amp;#039;&amp;#039;Das große Buch der Feste &amp;amp; Bräuche: Rituale, Rezepte und Dekorationen&amp;#039;&amp;#039;. Blv, München 2014, ISBN 978-3-8354-1174-6.&lt;br /&gt;
* Othmar Keel, Mach Küchler u.&amp;amp;nbsp;a.: &amp;#039;&amp;#039;Ort und Landschaften der Bibel.&amp;#039;&amp;#039; Band 1: &amp;#039;&amp;#039;Geographisch-geschichtliche Landeskunde&amp;#039;&amp;#039;. Benziger, Zürich/Köln; Vandenhoeck &amp;amp; Ruprecht, Göttingen 1984, ISBN 3-545-23044-9 (Benziger), ISBN 3-525-50166-8 (Vandenhoeck &amp;amp; Ruprecht).&lt;br /&gt;
* {{LThK|[[Theodor Maas-Ewerd]]|Darstellung des Herrn|3|3|27f}}&lt;br /&gt;
* [[Mischa Meier]]: &amp;#039;&amp;#039;Kaiserherrschaft und „Volksfrömmigkeit“ im Konstantinopel des 6. Jahrhunderts n.Chr. Die Verlegung der Hypapante durch Justinian im Jahr 542&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;[[Historia (Zeitschrift)|Historia]]&amp;#039;&amp;#039; 51, 2002, S. 89–111.&lt;br /&gt;
* Michael Prosser-Schell (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Szenische Gestaltungen christlicher Feste: Beiträge aus dem Karpatenbecken und aus Deutschland&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Schriftenreihe des Johannes-Künzig-Instituts.&amp;#039;&amp;#039; Band 13). Waxmann, Münster u.&amp;amp;nbsp;a. 2011, ISBN 978-3-8309-2499-9 (aus der Fachtagung des [[Johannes Künzig|Johannes-Künzig-Instituts für Ostdeutsche Volkskunde]], Beiträge von Gábor Barna, [[Christoph Daxelmüller]], Daniel Drascek, Tilman Kasten, József Liszka, László Lukács, Michael Prosser-Schell, Hans-Werner Retterath, Kincső Verebélyi, Cornelia Wolf).&lt;br /&gt;
* Günther Richter: &amp;#039;&amp;#039;Feste und Bräuche im Wandel der Zeit: Kirmes, Kürbis und Knecht Ruprecht.&amp;#039;&amp;#039; Luther, Bielefeld 2011, ISBN 978-3-7858-0590-9, S.&amp;amp;nbsp;66&amp;amp;nbsp;ff.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Presentation of Jesus Christ at the Temple|Darstellung des Herrn}}&lt;br /&gt;
* [http://www.erzabtei-beuron.de/schott/proprium/Februar02.htm 2. Februar – Darstellung des Herrn] im [[Schott (Messbuch)|Schott-Messbuch]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Liturgisches Jahr}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Weihnachten]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Herrenfest]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Schwäbisch-alemannische Fastnacht]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gedenk-, Feier- oder Aktionstag im Februar]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Darstellung-des-Herrn-Kirche| ]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Lukasevangelium]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Gmünder</name></author>
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