<?xml version="1.0"?>
<feed xmlns="http://www.w3.org/2005/Atom" xml:lang="de">
	<id>https://demowiki.knowlus.com/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Chemisches_Element</id>
	<title>Chemisches Element - Versionsgeschichte</title>
	<link rel="self" type="application/atom+xml" href="https://demowiki.knowlus.com/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Chemisches_Element"/>
	<link rel="alternate" type="text/html" href="https://demowiki.knowlus.com/index.php?title=Chemisches_Element&amp;action=history"/>
	<updated>2026-05-25T19:32:25Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Demo Wiki</subtitle>
	<generator>MediaWiki 1.44.2</generator>
	<entry>
		<id>https://demowiki.knowlus.com/index.php?title=Chemisches_Element&amp;diff=647&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Alfred Kiefer: /* Häufigkeit der chemischen Elemente */ Anpassung nach Verschiebung; Typo: Satzzeichen kursiv</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://demowiki.knowlus.com/index.php?title=Chemisches_Element&amp;diff=647&amp;oldid=prev"/>
		<updated>2025-08-02T09:08:58Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Häufigkeit der chemischen Elemente: &lt;/span&gt; Anpassung nach Verschiebung; Typo: Satzzeichen kursiv&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Schema Einteilung Stoffe}}&lt;br /&gt;
[[Datei:Periodic table (German).svg|mini|hochkant=3.2|[[Periodensystem|Periodensystem der Elemente]]]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;chemisches Element&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist ein [[Reinstoff]], der mit [[Chemie|chemischen]] Methoden nicht mehr in andere Stoffe zerlegt werden kann. Die Elemente sind die Grundstoffe der [[Chemische Reaktion|chemischen Reaktionen]]. Die kleinste mögliche Menge eines Elements ist das [[Atom]]. Alle Atome eines Elements haben dieselbe Anzahl an [[Proton]]en im [[Atomkern]] (die [[Ordnungszahl]]). Daher haben sie den gleichen Aufbau der [[Atom#Atomhülle|Elektronenhülle]] und verhalten sich folglich auch chemisch gleich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Element wird durch ein [[Elementsymbol]] bezeichnet, eine Abkürzung, die meist vom [[latein]]ischen Namen des Elements (beispielsweise Pb von &amp;#039;&amp;#039;plumbum&amp;#039;&amp;#039;, Fe von &amp;#039;&amp;#039;ferrum&amp;#039;&amp;#039;) abgeleitet ist. Die Elemente werden im [[Periodensystem]] nach steigender [[Kernladungszahl]] angeordnet. Insgesamt sind bis heute 118 Elemente nachgewiesen worden. Davon kommen die Elemente mit Ordnungszahl von 1 bis 94 auf der Erde natürlich vor, allerdings oft in Form von [[Chemische Verbindung|chemischen Verbindungen]] und zum Teil nur in äußerst geringen Spuren, z.&amp;amp;nbsp;B. als kurzlebige Zwischenprodukte im [[Radioaktivität|radioaktiven Zerfall]]. 80 der 118 bekannten chemischen Elemente haben mindestens ein stabiles [[Nuklid]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
=== Begriffsgeschichte ===&lt;br /&gt;
Der Begriff &amp;#039;&amp;#039;chemisches Element&amp;#039;&amp;#039; (von lateinisch &amp;#039;&amp;#039;elementum&amp;#039;&amp;#039; im Sinne eines aristotelischen Elements als „nicht weiter Teilbares“&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. [[Paul Walden]]: &amp;#039;&amp;#039;Chronologische Übersichtstabellen zur Geschichte der Chemie von den ältesten Zeiten bis zur Gegenwart.&amp;#039;&amp;#039; Springer, Berlin/Göttingen/Heidelberg 1952, S. 3 f.&amp;lt;/ref&amp;gt;) entstand ab dem 17. Jahrhundert, als zunehmend erkannt wurde, dass der Elementbegriff der [[Alchemie]] untauglich für eine wissenschaftliche Aufklärung der vielfältigen Eigenschaften von [[Chemischer Stoff|Stoffen]] und ihren Reaktionen miteinander ist.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Boas1958&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=Marie Boas |Titel=Robert Boyle and the seventeenth century chemistry |Auflage= |Verlag=Cambridge University Press |Ort=Cambridge |Datum=1958 |ISBN=978-0-527-09250-4 |Seiten=}} (Reprint)&amp;lt;/ref&amp;gt; Einen maßgeblichen Schritt tat [[Etienne de Clave]], der 1641 die Definition gab, &amp;#039;&amp;#039;Elemente&amp;#039;&amp;#039; seien „einfache Stoffe, aus denen die gemischten Stoffe zusammengesetzt sind und in welche die gemischten Stoffe letztlich wieder zerlegt werden können“. [[Robert Boyle]] veröffentlichte 1661 unter dem Titel &amp;#039;&amp;#039;The Sceptical Chymist&amp;#039;&amp;#039; eine einflussreiche Kritik an den Unzulänglichkeiten der Alchemie. Darin führte er aus, dass man unter &amp;#039;&amp;#039;chemischen Elementen&amp;#039;&amp;#039; diejenigen primitiven Stoffe verstehen sollte, „die weder aus anderen Substanzen noch auseinander entstanden sind, sondern die Bestandteile bilden, aus denen gemischte Stoffe bestehen“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beide Forscher stellten sich damit einerseits in Gegensatz zur herrschenden [[Vier-Elemente-Lehre]] der [[Alchemisten]], die alle Stoffe durch unterschiedliche Mischungen von &amp;#039;&amp;#039;Feuer&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Wasser&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Luft&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;Erde&amp;#039;&amp;#039; zu erklären suchte, und machten den Begriff &amp;#039;&amp;#039;Element&amp;#039;&amp;#039; überhaupt der näheren experimentellen Erforschung zugänglich. Andererseits blieben sie der Alchemie verhaftet, indem sie annahmen, einzeln könnten diese &amp;#039;&amp;#039;Elemente&amp;#039;&amp;#039; nicht in der Wirklichkeit vorkommen, vielmehr sei jeder reale Stoff eine Mischung &amp;#039;&amp;#039;sämtlicher Elemente&amp;#039;&amp;#039; gleichzeitig. Boyle bezweifelte, dass es solche &amp;#039;&amp;#039;Elemente&amp;#039;&amp;#039; überhaupt gibt. Ganz im Geist der damals aufkommenden [[Klassische Mechanik|Mechanik]] nahm er an, die einheitlich erscheinenden Stoffe bestünden aus einheitlichen &amp;#039;&amp;#039;kleinen Teilchen&amp;#039;&amp;#039;, die ihrerseits in jeweils wohlbestimmter Weise aus kleinsten &amp;#039;&amp;#039;Korpuskeln&amp;#039;&amp;#039; zusammengesetzt sind. Die Vielfalt der Stoffe und ihrer Reaktionen erklärte er durch die unzähligen möglichen Arten, in denen sich die &amp;#039;&amp;#039;Korpuskeln&amp;#039;&amp;#039; zu diesen, für jeden Stoff charakteristischen Teilchen verbinden können. Als Folge einer Umlagerung der &amp;#039;&amp;#039;Korpuskel&amp;#039;&amp;#039; sah er auch die in der Alchemie gesuchte [[Transmutation]] als möglich an, d.&amp;amp;nbsp;h. die &amp;#039;&amp;#039;Umwandlung&amp;#039;&amp;#039; eines &amp;#039;&amp;#039;Elements&amp;#039;&amp;#039; (z.&amp;amp;nbsp;B. [[Blei]]) in ein anderes (z.&amp;amp;nbsp;B. [[Gold]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Doch war Boyle damit der Wegbereiter für [[Antoine Laurent de Lavoisier]], der zwar die &amp;#039;&amp;#039;Korpuskeln&amp;#039;&amp;#039; als [[Metaphysik|metaphysische]] Spekulation abtat, aber 1789 die &amp;#039;&amp;#039;chemischen Elemente&amp;#039;&amp;#039; dadurch charakterisierte, dass sie nicht in andere Substanzen zerlegt werden konnten. Genauer: Alle Stoffe sollten als &amp;#039;&amp;#039;elementar&amp;#039;&amp;#039;, d.&amp;amp;nbsp;h. nicht zusammengesetzt, gelten, solange keine Methoden zur weiteren Abtrennung einzelner Bestandteile gefunden wären.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Brock1992&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=William H. Brock |Titel=Viewegs Geschichte der Chemie |Auflage= |Verlag=Vieweg |Ort=Braunschweig |Datum=1992 |ISBN=978-3-528-06645-1 |Seiten=}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf diese Definition gestützt, eröffneten Lavoisiers außerordentlich genaue Beobachtungen an chemischen und physikalischen Stoffumwandlungen den Weg zur modernen Chemie. Insbesondere entdeckte er die &amp;#039;&amp;#039;Erhaltung der Gesamtmasse bei allen Stoffumwandlungen&amp;#039;&amp;#039; und bestimmte die genauen &amp;#039;&amp;#039;Massenverhältnisse&amp;#039;&amp;#039;, in denen &amp;#039;&amp;#039;reine Elemente&amp;#039;&amp;#039; miteinander reagieren. So wurde [[John Dalton]] auf das [[Gesetz der multiplen Proportionen]] geführt, das er 1803 durch die Annahme der Existenz &amp;#039;&amp;#039;unveränderlicher&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;unzerstörbarer&amp;#039;&amp;#039; kleinster Materieteilchen, der [[Atom]]e, wissenschaftlich begründen konnte. Nach Dalton wird ein &amp;#039;&amp;#039;Element&amp;#039;&amp;#039; durch eine Sorte einheitlicher Atome definiert, die sich nach festen Regeln mit anderen Atomen verbinden können. Das unterschiedliche Verhalten der &amp;#039;&amp;#039;Elemente&amp;#039;&amp;#039; wird dadurch erklärt, dass ihre &amp;#039;&amp;#039;Atomsorten&amp;#039;&amp;#039; sich in &amp;#039;&amp;#039;Masse&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Größe&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;Bindungsmöglichkeiten&amp;#039;&amp;#039; zu anderen Atomen unterscheiden. Daraus entsteht u.&amp;amp;nbsp;a. die Möglichkeit, die relativen [[Atommasse]]n der verschiedenen &amp;#039;&amp;#039;Elemente&amp;#039;&amp;#039; untereinander zu bestimmen, wodurch die Atome erstmals zum Gegenstand der experimentellen Naturwissenschaft wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Daltons Ansatz erwies sich in der Interpretation der &amp;#039;&amp;#039;chemischen Reaktionen&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;Verbindungen&amp;#039;&amp;#039; als außerordentlich erfolgreich. Seine Definitionen von &amp;#039;&amp;#039;Element&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;Atom&amp;#039;&amp;#039; wurden daher beibehalten, auch als die Annahmen der &amp;#039;&amp;#039;Unveränderlichkeit der Atome&amp;#039;&amp;#039; (insbesondere ihrer Unteilbarkeit) und der &amp;#039;&amp;#039;Gleichheit aller Atome desselben Elements&amp;#039;&amp;#039; durch Beobachtungen an den 1896 entdeckten [[Radioaktivität|radioaktiven]] Elementen endgültig widerlegt wurden: 1902 erklärte [[Ernest Rutherford]] in seiner &amp;#039;&amp;#039;Transmutationstheorie&amp;#039;&amp;#039; die radioaktiven [[Zerfallsreihe]]n als Folge von Teilungen der Atome und weiteren Elementumwandlungen. 1910 entdeckte [[Frederick Soddy]], dass Atome desselben radioaktiven Elements in verschiedenen Zerfallsreihen mit &amp;#039;&amp;#039;verschiedener Masse&amp;#039;&amp;#039; auftreten können ([[Isotop]]ie). Ab 1920 wurden diese Erscheinungen dann bei allen Elementen gefunden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts wurde der &amp;#039;&amp;#039;Atombau&amp;#039;&amp;#039; dahingehend geklärt, dass das chemische Verhalten weitestgehend von der &amp;#039;&amp;#039;negativ&amp;#039;&amp;#039; geladenen &amp;#039;&amp;#039;Elektronenhülle&amp;#039;&amp;#039; des Atoms bestimmt wird, die ihrerseits durch die &amp;#039;&amp;#039;positive&amp;#039;&amp;#039; Ladung des [[Atom#Atomkern|Atomkerns]] bestimmt ist. Daher geht der heutige Begriff des chemischen Elements von der [[Elektrische Ladung|elektrischen Ladung]] des Atomkerns aus. Sie ist durch die Anzahl der im Kern vorhandenen [[Proton]]en gegeben, die daher als chemische Ordnungszahl des Atoms bzw. des Elements bezeichnet wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Rückblickend auf die ursprünglichen Definitionen für den Begriff &amp;#039;&amp;#039;Element&amp;#039;&amp;#039; von Clave, Boyle und Lavoisier (s.&amp;amp;nbsp;o.) und auch auf die Boyleschen &amp;#039;&amp;#039;Korpuskeln&amp;#039;&amp;#039; scheint es, dass die besten Realisierungen dieser seinerzeit hypothetischen Vorstellungen nicht durch die heutigen chemischen Elemente und Atome, sondern durch die &amp;#039;&amp;#039;Atombausteine&amp;#039;&amp;#039; Proton, [[Neutron]], [[Elektron]] gegeben sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Entdeckungsgeschichte ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Large Sulfur Crystal.jpg|mini|Schwefelkristall]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Quecksilber 1.jpg|mini|hochkant|Quecksilbertropfen]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der [[Antike]] und bis weit ins [[Mittelalter]] war man der Auffassung, dass die Welt aus den [[Vier-Elemente-Lehre|vier Elementen]] [[Erde]], [[Wasser]], [[Luft]] und [[Feuer]] aufgebaut ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von den Elementen im heutigen Sinne waren in der Antike nur zehn Elemente in [[Reinstoff|Reinform]] bekannt, die entweder natürlich (d.&amp;amp;nbsp;h. [[gediegen]]) vorkamen oder aus [[Erz]] geschmolzen werden konnten: [[Kohlenstoff]], [[Schwefel]], [[Eisen]], [[Kupfer]], [[Zink]], [[Silber]], [[Zinn]], [[Gold]], [[Quecksilber]] und [[Blei]]. Im Laufe der mittelalterlichen [[Bergbau]]geschichte wurden dann, vor allem im [[Erzgebirge]], in &amp;#039;&amp;#039;Erzen&amp;#039;&amp;#039; geringe Mengen an Beimengungen unbekannter [[Metalle]] entdeckt und nach [[Berggeist]]ern benannt ([[Cobalt]], [[Nickel]]). Die Entdeckung des [[Phosphor]]s 1669 durch [[Hennig Brand]] läutete schließlich das [[Zeitalter]] der Entdeckung der meisten Elemente ein, einschließlich des [[Uran]]s aus [[Pechblende]] durch [[Martin Heinrich Klaproth]] 1789.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vor dem Jahre 1751 waren folgende 9 [[Nebengruppe]]nelemente bekannt: [[Eisen]], [[Cobalt]], [[Nickel]], [[Kupfer]], [[Zink]], [[Silber]], [[Platin]], [[Gold]] sowie [[Quecksilber]], ferner die 8 [[Hauptgruppe]]nelemente [[Kohlenstoff]], [[Phosphor]], [[Schwefel]], [[Arsen]], [[Zinn]], [[Antimon]], [[Blei]] und [[Bismut]]. Im Jahr 1751 waren also insgesamt 17 Elemente bekannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vom Jahre 1751 bis zum Jahre 1800 kamen noch 13 weitere Elemente hinzu: [[Wasserstoff]], [[Titan (Element)|Titan]], [[Chrom]], [[Mangan]], [[Yttrium]], [[Zirconium]], [[Molybdän]], [[Wolfram]], [[Uran]], [[Stickstoff]], [[Sauerstoff]], [[Chlor]] und [[Tellur]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Zeit vom Jahre 1800 bis zum Jahre 1830 wurden insgesamt 22 neue Elemente entdeckt: die Nebengruppenelemente [[Vanadium]], [[Tantal]], [[Rhodium]], [[Palladium]], [[Cadmium]], [[Osmium]], [[Iridium]] und [[Thorium]], ferner die [[Hauptgruppe]]nelemente [[Lithium]], [[Beryllium]], [[Natrium]], [[Magnesium]], [[Kalium]], [[Calcium]], [[Strontium]], [[Barium]], [[Bor]], [[Aluminium]], [[Silicium]], [[Selen]], [[Iod]] und [[Brom]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Elf weitere Elemente traten zwischen dem Jahre 1830 bis 1869 hinzu. Sie waren auch ein Marker für den technisch-wissenschaftlichen Entwicklungszustand, denn es wurden auch schwer auffindbare und seltene Elemente entdeckt und beschrieben. Es waren [[Helium]], [[Rubidium]], [[Caesium]], [[Indium]], [[Thallium]], [[Niob]], [[Ruthenium]], [[Lanthan]], [[Cer]], [[Terbium]], [[Erbium]]. Somit waren bis zum Jahr 1869 63 Elemente entdeckt worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Laufe des 19. Jahrhunderts wurden die [[Metalle der Seltenen Erden]] entdeckt, womit fast alle natürlich vorkommenden Elemente bekannt waren. In dieser Zeit wurden auch viele [[Hypothetisches Element|hypothetische Elemente]] postuliert, die später wieder verworfen wurden, so etwa das [[Nebulium]]. Im 20. und dem begonnenen 21. Jahrhundert wurden viele in der Natur nicht vorkommende Elemente – die [[Transurane]] – künstlich erzeugt, teils in [[Kernreaktor]]en, teils in [[Teilchenbeschleuniger]]n. Allen diesen Elementen ist gemeinsam, dass sie instabil sind, d.&amp;amp;nbsp;h., dass sie sich unterschiedlich schnell in andere Elemente umwandeln. Mit der Entdeckung weiterer solcher kurzlebiger Elemente ist zu rechnen; sie entstehen jeweils in nur äußerst geringen Mengen. Ihren Namen erhielten die Elemente jeweils von ihrem Entdecker, was im 20. Jahrhundert zu einer [[Elementnamensgebungskontroverse]] führte. Elemente, die noch nicht erzeugt oder benannt wurden, tragen [[Systematische Elementnamen]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|Etymologische Liste der chemischen Elemente}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ordnungssystem ===&lt;br /&gt;
Die Elemente ordnet man nach ihrer Kernladungszahl (Ordnungszahl) und der [[Elektronenkonfiguration]] ihrer Atome im &amp;#039;&amp;#039;Periodensystem der Elemente&amp;#039;&amp;#039; (PSE) in [[Gruppe des Periodensystems|Gruppen]] und [[Periode des Periodensystems|Perioden]] an. Dieses System wurde vom [[Russland|russischen]] Gelehrten [[Dmitri Iwanowitsch Mendelejew]] zeitgleich mit dem deutschen Arzt und Chemiker [[Lothar Meyer]] 1869 begründet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Eigenschaften ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Atom-schematic de.svg|mini|links|hochkant|Schematische Darstellung des Atoms (nicht maßstäblich, sonst müsste die orange Fläche ca. 5&amp;amp;nbsp;m Durchmesser haben)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Iron lamp.jpg|mini|Bewegliche Elektronen sind verantwortlich für den [[Glanz]] von Metallen (hier Reineisen)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Identifiziert werden chemische Elemente mittels [[Nachweisreaktion]]en der Analytischen Chemie.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Viele Eigenschaften der Elemente lassen sich aus dem Aufbau ihrer Atome ableiten. Diverse historisch gewachsene Atommodelle, insbesondere das erfolgreiche [[Bohrsches Atommodell|Bohrsche Schalenmodell]], liefern dazu die theoretischen Grundlagen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Alle Atome eines Elements haben im elektrisch ungeladenen Zustand ebenso viele Elektronen in der Elektronenhülle wie Protonen im Atomkern. Ordnet man die Elemente gemäß wachsender Protonenzahl ([[Ordnungszahl]]) im sogenannten [[Periodensystem]] an, ergeben sich periodisch wiederkehrende Eigenschaften (siehe [[Hauptgruppe]], [[Nebengruppe]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei chemischen Reaktionen werden nur die Elektronen auf den [[Valenzschale|Außenschalen]] der Reaktionspartner umgeordnet, der Atomkern bleibt hingegen unverändert. Atome „suchen“ &amp;#039;&amp;#039;primär&amp;#039;&amp;#039; die sogenannte &amp;#039;&amp;#039;Edelgaskonfiguration&amp;#039;&amp;#039; (Stabilität wegen abgeschlossener Außenschale) zu erreichen, auch wenn das zu Lasten der &amp;#039;&amp;#039;elektrischen Neutralität&amp;#039;&amp;#039; geht, und streben nur &amp;#039;&amp;#039;sekundär&amp;#039;&amp;#039; nach Ladungsausgleich der Gesamtkonfiguration. Beschrieben wird dieses „Bestreben“ durch die [[Elektronegativität]]. [[Edelgas]]e, also Elemente mit im neutralen Zustand abgeschlossener Außenschale, sind reaktionsarm und bilden nur unter drastischen Bedingungen Verbindungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine eindeutige „Identifizierung“ der Elektronen eines Elements liefert das &amp;#039;&amp;#039;Quantenzahlenquartett&amp;#039;&amp;#039;: [[Hauptquantenzahl]], [[Nebenquantenzahl]], [[Magnetquantenzahl]], [[Spinquantenzahl]], also [[Quantenphysik|quantenphysikalische]] Elementeigenschaften.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Isotope, Nuklide ===&lt;br /&gt;
Alle Atome &amp;#039;&amp;#039;desselben&amp;#039;&amp;#039; Elements haben dieselbe Anzahl Protonen, sie können aber verschieden viele [[Neutron]]en enthalten. Diese nur in ihrer [[Neutronenzahl]] verschiedenen Arten sind die [[Isotop]]e des betreffenden Elements. Die allgemeine Bezeichnung für eine durch Protonenzahl und Neutronenzahl festgelegte Atomart ist [[Nuklid]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vom [[Wasserstoff]] existieren in natürlichen Vorkommen beispielsweise drei Isotope: [[Wasserstoff#Isotope|Protium]] (keine Neutronen), [[Deuterium]] (1 Neutron), [[Tritium]] (2 Neutronen). Der Kern des häufigsten Wasserstoffisotops &amp;lt;math&amp;gt;^1\mathrm{H}&amp;lt;/math&amp;gt; (Protium, 99,9851 %) besteht aus einem einzelnen Proton. Deuterium tritt in natürlichem Wasserstoff nur mit einem Anteil von 0,0149 % auf, Tritium mit &amp;lt; 10&amp;lt;sup&amp;gt;−10&amp;lt;/sup&amp;gt; %.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der häufigste [[Helium]]atomkern &amp;lt;math&amp;gt;^4\mathrm{He}&amp;lt;/math&amp;gt; besteht aus zwei Protonen und zwei Neutronen. Es gibt in natürlichen Vorkommen mit einem Anteil von nur 0,000137 % aber auch das Isotop &amp;lt;math&amp;gt;^3\mathrm{He}&amp;lt;/math&amp;gt;, [[Helium-3]], dessen Kern nur ein Neutron enthält.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Natürliches [[Chlor]] (17 Protonen) besteht aus einer Mischung aus Isotopen mit 18 Neutronen (75,8 %) und 20 Neutronen (24,2 %).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|Liste der Isotope}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Masse ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Kupfer Nugget.jpeg|mini|hochkant|[[Kupfer]]-Nugget]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Atommassen der Isotope sind &amp;#039;&amp;#039;annähernd&amp;#039;&amp;#039;, aber nicht genau ganzzahlige Vielfache der Masse des [[Wasserstoffatom]]s. Die Ursache für diese unter 0,9 Prozent liegenden Abweichungen sind:&lt;br /&gt;
* Die [[Bindungsenergie]] der Atomkern-Bestandteile zeigt sich als [[Massendefekt]], so dass die [[Kernmasse]] stets etwas kleiner als die Summe der Massen der Kernbestandteile ist. Dieser Effekt erreicht sein Maximum in Bereich von Eisen- und Nickelkernen mit 0,945 Prozent.&lt;br /&gt;
* Atomkerne bestehen aus &amp;#039;&amp;#039;Protonen&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;Neutronen&amp;#039;&amp;#039;. Neutronen sind 0,138 Prozent schwerer als Protonen.&lt;br /&gt;
* Protonen kommen im elektrisch neutralen Atom nur zusammen mit ebenso vielen Elektronen vor, die 0,055 Prozent der Protonenmasse haben.&lt;br /&gt;
Die letzten beiden Effekte kompensieren einander nur teilweise.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Rein- und Mischelemente ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Brom amp.jpg|mini|hochkant|[[Brom]] mit Dampf in Ampulle]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Chemische Elemente, die in ihren natürlichen Vorkommen nur eine Sorte von Atomen aufweisen, heißen [[Reinelement]]e; wenn sie dagegen aus zwei oder mehr Isotopen bestehen, heißen sie [[Mischelement]]e. Die meisten Elemente sind Mischelemente. Es existieren 19 &amp;#039;&amp;#039;stabile&amp;#039;&amp;#039; und drei &amp;#039;&amp;#039;langlebige instabile&amp;#039;&amp;#039; Reinelemente ([[Bismut]], [[Thorium]] und [[Plutonium]]), insgesamt also 22 Reinelemente.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Periodensystem steht für Mischelemente die [[Atommasse#Messung, Datensammlungen|durchschnittliche Atommasse]] gemäß den [[Isotopenverhältnis|relativen Häufigkeiten]] der Isotope. Das natürliche Mischverhältnis ist bei einem Element meist konstant, kann bei einigen Elementen aber lokal schwanken. [[Blei]] zum Beispiel zeigt je nach Herkunft ([[Lagerstätte]]) unterschiedliche durchschnittliche Atommassen. 2010 beschloss die [[IUPAC]], dass zukünftig für die Elemente [[Wasserstoff]], [[Bor]], [[Lithium]], [[Kohlenstoff]], [[Stickstoff]], [[Sauerstoff]], [[Silicium]], [[Schwefel]], [[Chlor]] und [[Thallium]] im Periodensystem die Masse als Massen&amp;#039;&amp;#039;bereich&amp;#039;&amp;#039; anzugeben ist.&amp;lt;ref&amp;gt;Michael E. Wieser, Tyler B. Coplen: &amp;#039;&amp;#039;Atomic weights of the elements 2009 (IUPAC Technical Report).&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Pure and Applied Chemistry]].&amp;#039;&amp;#039; 2010, S.&amp;amp;nbsp;1, [[doi:10.1351/PAC-REP-10-09-14]].&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Begriffe &amp;#039;&amp;#039;[[Reinstoff]]&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;Reinelement&amp;#039;&amp;#039; sowie &amp;#039;&amp;#039;[[Stoffgemisch]]&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;Mischelement&amp;#039;&amp;#039; sind strikt zu unterscheiden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Aggregatzustand, Dichte ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die meisten Elemente sind bei [[Standardbedingungen]] &lt;br /&gt;
* [[Festkörper|fest]] (und/oder)&lt;br /&gt;
* [[Dichte|dichter]] als Wasser (Ausnahmen: Li, Na, K)&lt;br /&gt;
* ja sogar [[Schwermetall]], also dichter als 5000 kg/m³.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Atommasse]]-leichtesten 2, nämlich H und He, weiters N und O, die zwei leichtesten Halogene (F und Cl) und alle Edelgase (Ne, Ar, Kr, Xe, Rn) außer Og sind gasförmig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Flüssig sind nur Brom und – bei erstaunlich großer Atommasse – nur noch Hg Quecksilber.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Dichte korreliert oft mit der Atommasse, bei Gasen [[Allgemeines Gasgesetz|sehr genau]] mit der Molekülmasse. Lithium hat etwa die halbe Dichte von Wasser, die schwersten Elemente (Au, Os, W) haben etwa die 20-fache Dichte von Wasser.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Chemische Bindungen ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Water molecule 3D.svg|mini|[[Kalottenmodell]] des [[Wassermolekül]]s (H&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;O)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:NaCl polyhedra.svg|mini|[[Kristallstruktur]] von [[Natriumchlorid]]]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Chemie|Chemische]] Elemente können, bis auf einige Edelgase, [[Chemische Bindung|chemische Bindungen]] eingehen. Dabei sind mehrere der elementaren Atome zu [[Molekül]]en, [[Ion]]enkristallen, [[Komplexchemie|Komplexen]] oder [[Intermetallische Verbindung|metallischen Verbindungen]] zusammengeschlossen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bilden Elemente chemische Bindungen &amp;#039;&amp;#039;mit sich selbst&amp;#039;&amp;#039;, so nennt man den [[Reinstoff]] ebenfalls Element:&lt;br /&gt;
Bei vielen [[Gas]]en wie &amp;#039;&amp;#039;Chlor&amp;#039;&amp;#039; Cl oder &amp;#039;&amp;#039;Fluor&amp;#039;&amp;#039; F bilden zwei Atome desselben Elements eine [[kovalente Bindung]] aus und werden zu einem [[Elementmolekül]], hierbei Cl&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt; und F&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;. Sauerstoff bildet neben O&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt; auch weniger stabile dreiatomige [[Ozon|O&amp;lt;sub&amp;gt;3&amp;lt;/sub&amp;gt;]]-Moleküle aus, Schwefel bildet ringförmige aus &amp;#039;&amp;#039;sechs bis acht&amp;#039;&amp;#039; Atomen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn Elemente eine [[chemische Bindung]] mit anderen Elementen eingehen, entstehen [[Chemische Verbindung|chemische Verbindungen]]. [[Wasser]] mit der [[Summenformel]] H&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;O ist beispielsweise eine Verbindung aus den Elementen [[Wasserstoff]] H (2 Atome pro Molekül) und [[Sauerstoff]] (1 Atom pro Molekül).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Grundsätzlich gibt es vier Arten von chemischen Verbindungen zwischen den Atomen unterschiedlicher Elemente:&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Molekulare Verbindungen&amp;#039;&amp;#039; entstehen in der Regel aus [[Nichtmetall]] und Nichtmetall – sie sind [[Nichtleiter]] (elektrisch nicht leitfähig) mit zumeist relativ niedrigem [[Siedepunkt]] ([[diamant]]artige oder [[kunststoff]]artige Verbindungen mit [[Makromolekül|Riesenmolekülen]] ausgenommen). Beispiele für molekulare Verbindungen sind neben [[Wasser]] auch [[Methan]], [[Zucker]].&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Ionische Verbindungen&amp;#039;&amp;#039; oder [[Salze]] entstehen häufig  aus Metall([[kation]]) und Nichtmetall([[anion]]). Sie sind [[Sprödigkeit|spröde]], oft von hohem [[Schmelzpunkt]] und in [[Schmelzen|Schmelze]] oder [[Lösung (Chemie)|Lösung]] &amp;#039;&amp;#039;elektrisch leitfähig&amp;#039;&amp;#039;. Beispiele für Ionenverbindungen sind [[Eisen(II)-oxid]] und Kochsalz ([[Natriumchlorid]]).&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;[[Komplexchemie|Komplexe]]&amp;#039;&amp;#039; bestehen aus einem Zentralteilchen, das von [[Ligand]]en umgeben ist. So handelt es sich beispielsweise bei [[Chlorophylle]]n um Komplexverbindungen.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;[[Intermetallische Verbindung|Metallische Verbindungen]]&amp;#039;&amp;#039; entstehen aus zwei oder mehr Metallen. Die Metallatome sind hier durch [[metallische Bindung]]en sowie nicht selten durch zusätzliche [[Ionische Bindung|ionische]] oder [[Kovalente Bindung|kovalente]] Bindungsanteile verbunden. Sie sind nicht zu verwechseln mit [[Legierung]]en, die zu den [[Gemisch]]en gezählt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Die Entstehung von Elementen ==&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|Nukleosynthese}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:EtaCarinae-HST-1995-09.jpg|mini|Gegen Ende ihrer Leuchtphase erzeugen schwere Sterne auch schwerere [[Atomkern]]e und stoßen das Material in Form von Wolken aus, hier: Nebel um den extrem massereichen [[Stern]] [[eta Carinae]], entstanden durch Eruptionen 100 bis 150 Jahre zuvor.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bereits beim [[Urknall]] entstanden die &amp;#039;&amp;#039;leichten&amp;#039;&amp;#039; Elemente [[Wasserstoff]] (ca. 75 %) und [[Helium]] (ca. 25 %), zusammen mit geringen Mengen [[Lithium]] und [[Beryllium]].&lt;br /&gt;
Am Anfang der [[Kosmochemie]] steht daher der Wasserstoff mit einer relativen Atommasse von ca. 1,0 [[Atomare Masseneinheit|u]] (ein Proton). &amp;#039;&amp;#039;Schwerere&amp;#039;&amp;#039; Elemente entstehen im [[Universum]] durch [[Kernreaktion]]en in den [[Stern]]en. In [[Hauptreihe]]n-Sternen, wie unserer [[Sonne]], verschmelzen unter hoher Temperatur (mehrere Millionen Grad Celsius) und hohem [[Druck (Physik)|Druck]] beispielsweise vier Wasserstoffatomkerne über mehrere Zwischenstufen zu einem [[Helium]]atomkern (relative Atommasse ca. 4,0 [[Atomare Masseneinheit|u]]). Dieser ist ein wenig leichter als die vier Protonen zusammen, die [[Äquivalenz von Masse und Energie|Massendifferenz]] wird als [[Energie]] frei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese [[Kernfusion|Fusion]] (Atome mit geringerer Protonenzahl verschmelzen zu höheren) geht in den meisten Sternen bis zur Entstehung von Kohlenstoff, in &amp;#039;&amp;#039;massereichen&amp;#039;&amp;#039; bis zur Bildung von [[Eisen]] weiter, dem am &amp;#039;&amp;#039;dichtesten&amp;#039;&amp;#039; gepackten Atomkern. Dies erfolgt immer unter &amp;#039;&amp;#039;Abgabe&amp;#039;&amp;#039; von Energie, wobei die Energieausbeute mit zunehmender Ordnungszahl der gebildeten Elemente bis zum Eisen immer geringer wird. Die Fusionsreaktionen zu &amp;#039;&amp;#039;schwereren&amp;#039;&amp;#039; Kernen würden eine &amp;#039;&amp;#039;Zufuhr&amp;#039;&amp;#039; von Energie erfordern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schwerere Elemente als Eisen entstehen deshalb nicht durch &amp;#039;&amp;#039;Kernfusion&amp;#039;&amp;#039;, sondern durch [[Neutronenanlagerung|Neutroneneinfang]] bestehender Atome, die dabei in Elemente höherer Ordnungszahl umgewandelt werden. Dies geschieht bei [[Masse (Physik)|massearmen]] Sternen im sogenannten [[s-Prozess]], bei &amp;#039;&amp;#039;massereichen&amp;#039;&amp;#039; am Ende der Lebenszeit von Sternen während einer [[Supernova]] im [[r-Prozess]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die entstandenen Elemente gelangen (kontinuierlich durch [[Sonnenwind]] oder explosiv in einer Supernova) in das [[Interstellarer Raum|interstellare Medium]] und stehen für die Bildung der nächsten &amp;#039;&amp;#039;Sterngeneration&amp;#039;&amp;#039; oder anderen [[Astronomisches Objekt|astronomischen Objekten]] zur Verfügung. Jüngere &amp;#039;&amp;#039;Sternensysteme&amp;#039;&amp;#039; enthalten daher bereits von Anfang an geringe Mengen &amp;#039;&amp;#039;schwererer Elemente&amp;#039;&amp;#039;, die [[Planet]]en wie in unserem [[Sonnensystem]] bilden können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Statistik der chemischen Elemente ==&lt;br /&gt;
Von den 118 bekannten Elementen (Stand 2015) sind 80 stabil. Alle stabilen Elemente kommen auf der Erde natürlich vor, ebenso 14 radioaktive (siehe [[Elementhäufigkeit#Elementhäufigkeit der Erde|Elementhäufigkeit]]). Weitere radioaktive Elemente wurden &amp;#039;&amp;#039;künstlich&amp;#039;&amp;#039; hergestellt, ihre Zahl wird vermutlich weiter steigen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Elemente lassen sich nach verschiedenen Kriterien unterteilen. Am häufigsten ist die Unterteilung in solche Elemente, die [[Metalle]] bilden und den Großteil der Elemente ausmachen, sowie in [[Nichtmetalle]] und die Zwischenstufe [[Halbmetalle]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur Gruppe der Nichtmetalle gehören nur 17 aller Elemente, diese bilden bei [[Standardbedingungen]] keine Metalle. Davon liegen die sechs [[Edelgase]] einatomig vor, weil deren Atome keine Moleküle bilden, d.&amp;amp;nbsp;h. nicht miteinander reagieren. Dagegen verbinden sich andere mit Atomen des gleichen Elements zu Molekülen. Dazu zählen die weiteren fünf unter [[Normalbedingung]]en gasförmigen Elemente: [[Wasserstoff]] (H&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;), [[Stickstoff]] (N&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;), [[Sauerstoff]] (O&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;), [[Fluor]] (F&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;) und [[Chlor]] (Cl&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;) sowie das flüssige [[Brom]] (Br&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;) und das feste [[Iod]] (I&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Siehe auch|Liste der chemischen Elemente}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Häufigkeit der chemischen Elemente ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Elemental abundances-de.svg|mini|Relative Häufigkeit der Elemente in der [[Erdkruste]]]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Polykristalines Silizium.jpg|mini|[[Polykristall]]ines Silicium]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Gallium1 640x480.jpg|mini|Kristalle aus 99,999 % Gallium]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Lithium paraffin.jpg|mini|Lithium-Stücke in [[Paraffin]]öl zum Schutz vor [[Oxidation]]]]&lt;br /&gt;
Die Häufigkeit der chemischen Elemente unterscheidet sich je nach dem betrachteten Bereich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Universum ist sie eng verknüpft mit den Entstehungsprozessen im kosmologischen Zeitrahmen ([[Nukleosynthese]]). Dort ist das weitaus häufigste Element der Wasserstoff, gefolgt von seinem einfachsten &amp;#039;&amp;#039;Fusionsprodukt&amp;#039;&amp;#039; Helium, die beide schon bald nach dem &amp;#039;&amp;#039;Urknall&amp;#039;&amp;#039; entstanden. Die nächsthäufigsten Elemente sind &amp;#039;&amp;#039;Kohlenstoff&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;Sauerstoff.&amp;#039;&amp;#039; Lithium, Beryllium und Bor entstanden ebenfalls beim Urknall, jedoch in wesentlich geringeren Mengen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Helium, Kohlenstoff und Sauerstoff sowie alle anderen Atomsorten wurden durch &amp;#039;&amp;#039;Kernfusion&amp;#039;&amp;#039; in Sternen oder durch andere [[astrophysik]]alische Vorgänge gebildet. Dabei entstanden häufiger Atome mit &amp;#039;&amp;#039;gerader Protonenzahl,&amp;#039;&amp;#039; wie Sauerstoff, Neon, Eisen oder Schwefel, während Elemente mit &amp;#039;&amp;#039;ungerader Protonenzahl&amp;#039;&amp;#039; seltener sind. Diese Regel wird nach dem US-amerikanischen Chemiker [[William D. Harkins]] (1873–1951) &amp;#039;&amp;#039;Harkinssche Regel&amp;#039;&amp;#039; genannt. Markant ist die besondere Häufigkeit des Eisens als Endpunkt der möglichen &amp;#039;&amp;#039;Kernfusion&amp;#039;&amp;#039; in Sternen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Verteilung auf der Erde unterscheidet sich von derjenigen, die im gesamten Universum vorherrscht. Insbesondere sind auf der Erde vergleichsweise geringe Mengen Wasserstoff und Helium vorhanden, weil diese Gase vom [[Gravitation|Schwerefeld]] der Erde nicht festgehalten werden können; im [[Sonnensystem]] befinden sie sich vor allem in den [[Gasplanet]]en wie [[Jupiter (Planet)|Jupiter]] und [[Neptun (Planet)|Neptun]]. Auf [[Erdähnlicher Planet|Gesteinsplaneten]] wie der Erde überwiegen die schwereren Elemente, vor allem Sauerstoff, Silicium, Aluminium und Eisen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Organismus|Organismen]] bestehen hauptsächlich aus &amp;#039;&amp;#039;Wasserstoff, Sauerstoff, Kohlenstoff&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;Stickstoff&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In dem jeweils betrachteten Bereich sehr häufig vorkommende Elemente bezeichnet man als [[Mengenelemente]], sehr seltene als [[Spurenelement]]e.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Siehe auch|Liste der Häufigkeiten chemischer Elemente}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Liste der chemischen Elemente]]&lt;br /&gt;
* [[Etymologische Liste der chemischen Elemente]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Harry H. Binder]]: &amp;#039;&amp;#039;Lexikon der chemischen Elemente – das Periodensystem in Fakten, Zahlen und Daten.&amp;#039;&amp;#039; Hirzel, Stuttgart 1999, ISBN 3-7776-0736-3.&lt;br /&gt;
* [[Lucien Trueb|Lucien F. Trueb]]: &amp;#039;&amp;#039;Die chemischen Elemente – Ein Streifzug durch das Periodensystem.&amp;#039;&amp;#039; S. Hirzel Verlag, Stuttgart 2005, ISBN 3-7776-1356-8.&lt;br /&gt;
* Theodore Gray: &amp;#039;&amp;#039;Die Elemente.&amp;#039;&amp;#039; Fackelträger-Verlag, Köln 2009, ISBN 978-3-7716-4435-2.&lt;br /&gt;
* [[Ulf von Rauchhaupt]]: &amp;#039;&amp;#039;Die Ordnung der Stoffe. Ein Streifzug durch die Welt der chemischen Elemente.&amp;#039;&amp;#039; Fischer Taschenbuch Verlag, Frankfurt am Main 2009, ISBN 978-3-596-18590-0.&lt;br /&gt;
* Alexander C. Wimmer: &amp;#039;&amp;#039;Die chemischen Elemente.&amp;#039;&amp;#039; SMT, Leoben 2011, ISBN 978-3-200-02434-2.&lt;br /&gt;
* [[Philip Ball]]: &amp;#039;&amp;#039;Die Elemente. Entdeckung und Geschichte der Grundstoffe&amp;#039;&amp;#039;. Haupt, Bern 2022, ISBN 978-3-258-08268-4.&lt;br /&gt;
* {{Literatur |Titel=Handbuch der chemischen Elemente |Autor=Hermann Sicius |Auflage=2. |Verlag=Springer Spektrum |Ort=Berlin |Datum=2023 |ISBN=978-3-662-65663-1 |DOI=10.1007/978-3-662-65664-8}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commons|Chemical element|Chemisches Element}}&lt;br /&gt;
{{Wiktionary|chemisches Element}}&lt;br /&gt;
{{Wikibooks|Wikijunior Die Elemente}}&lt;br /&gt;
* [http://www.chemieseite.de/ www.chemieseite.de] enthält ausführliche Beschreibungen der Hauptelemente&lt;br /&gt;
* [http://web.archive.org/web/20190623081353/https://www.pse-mendelejew.de/ www.pse-mendelejew.de] enthält viele Fotografien von reinen Elementen&lt;br /&gt;
* [http://www.pse.merck.de/ www.pse.merck.de] enthält eine reiche Auswahl an atomaren Eigenschaften in einer interaktiven Tabelle&lt;br /&gt;
* [http://www.periodensystem-online.de/ Umfangreiche Übersicht]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4009874-6|LCCN=sh/85/22897}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Chemisches Element| ]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Alfred Kiefer</name></author>
	</entry>
</feed>