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	<title>Chalumeau - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Demo Wiki</subtitle>
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		<id>https://demowiki.knowlus.com/index.php?title=Chalumeau&amp;diff=10074&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Georg Hügler am 3. August 2024 um 07:50 Uhr</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Begriffsklärungshinweis|Zum Schweizer Lehrer und Politiker siehe [[Charles Chalumeau]].}}&lt;br /&gt;
[[Datei:ChalumeauNachDiderotDAlembert.jpg|mini|hochkant=0.7|Chalumeau ohne Klappen nach der Encyclopédie von Diderot &amp;amp; Alembert (1767), Abb. ohne Rohrblatt]]&lt;br /&gt;
Das &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Chalumeau&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (Aussprache: [{{IPA|ʃalyˈmoː}}]) (pl. Chalumeaux – aus französisch &amp;#039;&amp;#039;Chalumeau&amp;#039;&amp;#039;, „Schalmei/Rohrblattinstrument“, das auf {{grcS|κάλαμος|kalamos|de=Halm, Rohr}}, {{itS|Salmoè&amp;lt;!-- so bei Vivaldi--&amp;gt;, Scialumò}} u.&amp;amp;nbsp;Ä.) ist ein [[Holzblasinstrument]] mit [[Einfachrohrblatt|einfachem Rohrblatt]]. Es ist verwandt mit der [[Klarinette]], die aus dem Chalumeau entwickelt wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Instrument hat eine zylindrische Röhre, sieben vorderständige Grifflöcher und ein Daumenloch. Der Tonumfang des historischen Chalumeau beträgt eine große None. Seit Beginn des 18.&amp;amp;nbsp;Jahrhunderts wurden meist zwei Klappen zugefügt, um den Tonumfang nach oben auf eine Undezime zu erweitern. Es wurde nicht überblasen, sondern für verschiedene [[Stimmlage#Musikinstrumente|Stimmlagen]] in unterschiedlichen Größen in f/c-Stimmung gebaut. Das Chalumeau klingt eine Oktave tiefer als eine Blockflöte gleicher Länge. Der Klang ist weicher und offener als der einer Klarinette.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Chalumeau ist zu unterscheiden von dem [[Doppelrohrblattinstrument]] [[Schalmei]], dessen Name [[Etymologie|etymologisch]] verwandt ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Strohhalmchalumeaux Mersenne.jpg|mini|hochkant=0.4|links|Zwei Chalumeaux aus Strohhalmen, Mersenne (1636)]]&lt;br /&gt;
Der Name &amp;#039;&amp;#039;Chalumeau/Schalmei&amp;#039;&amp;#039; wurde seit dem Mittelalter für Rohrblattinstrumente mit doppeltem und einfachem Rohrblatt verwendet. [[Marin Mersenne]] verwendet in seiner &amp;#039;&amp;#039;Harmonie Universelle&amp;#039;&amp;#039; (1636) den Ausdruck für zwei einfache Instrumente aus Strohhalmen sowie für die Melodiepfeife der [[Sackpfeife (Musikinstrument)|Sackpfeife]] (mit Doppelrohrblatt, bei ihm auch „[[Cornamuse|cornemuse]]“ genannt). Als „chalumeau eunuque“ bezeichnet er ein [[Mirliton]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Instrumente aus Strohhalmen erhalten ihre tonerzeugende Zunge durch einen Aufwärtsschnitt in den Halm. Mit Hilfe von Fingerlöchern lässt sich die Tonhöhe variieren. Es handelt sich um idioglotte&amp;lt;ref name=&amp;quot;Worterklärung idioglott&amp;quot;&amp;gt;idioglott: Die tonerzeugende Zunge und das Rohr, auf dem sie aufschlägt, bestehen aus einem Stück&amp;lt;/ref&amp;gt; Rohre, die einfachste Form von [[Einfachrohrblattinstrument]]en, wie sie in vielen Musiktraditionen Europas, Asiens und Nordafrikas bis heute bekannt sind. Deren [[Einfachrohrblattinstrumente#Geschichte|Vorgeschichte]] reicht bis in die Antike zurück.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Instrument mit flötenartigem Korpus und einfachem Rohrblatt ist das Chalumeau erst seit Ende des 17. Jahrhunderts nachweisbar.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Erste Chalumeaux&amp;quot;&amp;gt;Rice: &amp;#039;&amp;#039;Baroque Clarinet&amp;#039;&amp;#039;, S. 23. Der erste schriftliche Nachweis, eine Rechnung über einen „Chor“ von 4 Instrumenten, datiert von 1687, Rice: &amp;#039;&amp;#039;Baroque Clarinet&amp;#039;&amp;#039;, S. 15.&amp;lt;/ref&amp;gt; Das Chalumeau ist damit nur wenig älter als die Klarinette, die zu Beginn des 18. Jahrhunderts entwickelt wurde.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Alter_Chal_Klarin&amp;quot;&amp;gt;Lawson: &amp;#039;&amp;#039;Chalumeau&amp;#039;&amp;#039; gibt 20 Jahre an, S. 172.&amp;lt;/ref&amp;gt; [[Johann Christoph Denner]] (1655–1707), dem üblicherweise die Erfindung der Klarinette zugeschrieben wird, hat nach einer biographischen Angabe von 1730 auch das Chalumeau verbessert.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Denner_Chalum_Klarin&amp;quot;&amp;gt;Rice: &amp;#039;&amp;#039;Baroque Clarinet&amp;#039;&amp;#039;, S. 27.&amp;lt;/ref&amp;gt; Am 14. Januar 1690 soll er erstmals ein Chalumeau statt mit sechs mit acht Bohrlöchern versehen haben, von denen zwei zur Verlängerung der Finger ein Klappensystem erhielten, und damit die erste Klarinette geschaffen haben.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Martin Droschke]]: &amp;#039;&amp;#039;In Nürnberg […].&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Franken 2024. Franken-Wissen für das ganze Jahr.&amp;#039;&amp;#039; Emons Verlag, Köln 2023, ISBN 978-3-7408-1797-8, Blatt &amp;#039;&amp;#039;14. Januar.&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine ursprünglich anmutende Form hatten Instrumente, die in der letzten Dekade des 17. Jahrhunderts in England unter dem Namen „Mock trumpet“ verbreitet waren. Bei ihnen war die Stimmzunge durch einen Abwärtsschnitt aus dem Rohr geschnitten (idioglott).&amp;lt;ref name=&amp;quot;Mock trumpet&amp;quot;&amp;gt;Rice: &amp;#039;&amp;#039;Baroque Clarinet&amp;#039;&amp;#039;, S. 11–14&amp;lt;/ref&amp;gt; Diese Form erscheint auch noch auf einer Abbildung von Reynvaan (1795).&amp;lt;ref name=&amp;quot;Chalumeau_idioglottes_Mundstück&amp;quot;&amp;gt;Reynvaan 1795, Tafel 9&amp;lt;/ref&amp;gt; Leider ist kein Instrument dieses Typs erhalten. Die acht erhaltenen Chalumeaux&amp;lt;ref name=&amp;quot;Erhaltene Chalumeaux&amp;quot;&amp;gt;Abbildungen und Besprechung siehe: Rice: &amp;#039;&amp;#039;Baroque Clarinet&amp;#039;&amp;#039;, S. 29–38&amp;lt;/ref&amp;gt; haben Mundstücke, an denen ein aufschlagendes Rohrblatt befestigt wird (heteroglott).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Instrumente wurden in verschiedenen Größen&amp;lt;ref name=&amp;quot;Chalumeau Größen&amp;quot;&amp;gt;Die erhaltenen Instrumente variieren zwischen 29&amp;amp;nbsp;cm (Sopran) und 50&amp;amp;nbsp;cm (Tenor) –&amp;amp;nbsp;ein fragliches Bassinstrument 140&amp;amp;nbsp;cm&amp;amp;nbsp;– Rice: &amp;#039;&amp;#039;Baroque Clarinet&amp;#039;&amp;#039;, S. 29.&amp;lt;/ref&amp;gt; für die verschiedenen Stimmlagen sowie in verschiedenen Stimmungen gebaut. Bei größeren Instrumenten wurden Klappen hinzugefügt, um das Greifen zu erleichtern. Meist wurden unterhalb des Mundstücks zwei gegenüberliegende Klappen zur Erweiterung des Stimmumfangs nach oben angebracht. Für die Diskantlage wird der Umfang f&amp;lt;sup&amp;gt;1&amp;lt;/sup&amp;gt; bis a&amp;lt;sup&amp;gt;2&amp;lt;/sup&amp;gt; angegeben (selten überblasen bis c&amp;lt;sup&amp;gt;3&amp;lt;/sup&amp;gt;), für die Altlage eine Quart darunter (c&amp;lt;sup&amp;gt;1&amp;lt;/sup&amp;gt;-f&amp;lt;sup&amp;gt;2&amp;lt;/sup&amp;gt;). Tenor- und Basslage liegen je eine Oktave tiefer. Ob erhaltene größere Instrumente mit fagottartig geknicktem Rohr&amp;lt;ref name=&amp;quot;große_Instrumente&amp;quot;&amp;gt;Rice: &amp;#039;&amp;#039;Baroque Clarinet&amp;#039;&amp;#039;, S. 32.&amp;lt;/ref&amp;gt; als Sub-Bassinstrumente des Chalumeau-Chors anzusehen sind, ist umstritten.&amp;lt;ref&amp;gt;Lawson: &amp;#039;&amp;#039;Chalumeau&amp;#039;&amp;#039;, S. 27.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die G-Stimmung wird häufiger erwähnt, aber auch andere Grundtöne sind möglich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
An der Klappenanordnung eines erhaltenen Chalumeaus lässt sich ablesen, dass das Blatt auf der Oberseite des Instruments befestigt war, beim Spielen also von der Oberlippe berührt wurde.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Mundstück Position&amp;quot;&amp;gt;Rice: &amp;#039;&amp;#039;Baroque Clarinet&amp;#039;&amp;#039;, S. 31. Auch die „Mock trumpet“, die aus einem Stück bestand, hatte das Blatt auf der Oberseite (S. 14).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Lexikographen bis Mitte des 18. Jahrhunderts beschreiben den Klang des Instruments wenig günstig: „als wenn ein Mensch durch die Zähne singet“ ([[Johann Gottfried Walther|Walther]], 1708), „etwas heulende Symphonie“ ([[Johann Mattheson|Mattheson]], 1713). In der [[Encyclopédie]] von [[Denis Diderot|Diderot]] und [[Jean le Rond|le Rond D’Alembert]] wird der Ton als unangenehm und wild beschrieben, wenn es von einem gewöhnlichen Musiker gespielt wird. Erst spätere Urteile fallen positiver aus: „Der Ton desselben hat so viel Interessantes, Eigenthümliches, unendlich Angenehmes, dass die ganze Scale der Tonkunst eine merkliche Lücke hätte, wenn dieses Instrument verloren ginge“ ([[Christian Friedrich Daniel Schubart|Schubart]] 1784/85).&amp;lt;ref name=&amp;quot;Urteile&amp;quot;&amp;gt;Lawson: &amp;#039;&amp;#039;Chalumeau&amp;#039;&amp;#039;, S. 20–23.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im 18. Jahrhundert bestanden Chalumeau und Klarinette nebeneinander und wurden als verschiedene Instrumente wahrgenommen. Chalumeaux hatten ein breiteres Blatt und dienten für das tiefere Register. Klarinetten hatten ein schmaleres Blatt, ein nach oben versetztes Daumenloch mit Metallhülse (Überblasloch) und wurden für das höhere Register verwendet. Die Klarinette unterschied sich ferner durch Birne und offenen Schalltrichter von der geraden Bauweise des Chalumeau.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Chalumeau_Klarinette&amp;quot;&amp;gt;Rice: &amp;#039;&amp;#039;Baroque Clarinet&amp;#039;&amp;#039;, S. 43.&amp;lt;/ref&amp;gt; Mit der Weiterentwicklung des tiefen Registers der Klarinette wurde das Chalumeau aus dem Orchester verdrängt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Klarinette_tiefes_Reg&amp;quot;&amp;gt;Lawson: &amp;#039;&amp;#039;Chalumeau&amp;#039;&amp;#039;, S. 172.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Musik des 18. Jahrhunderts ==&lt;br /&gt;
Im Hoch- und Spätbarock fand das Chalumeau (vorübergehend) Eingang in die bürgerliche und höfische Musik. Die frühesten erhaltenen Werke sind Duette für Mocktrumpet zu Beginn des 18. Jahrhunderts in England. Diese, für musikliebende Laien geschriebenen, Stücke imitieren vor allem die fanfarenartigen Klänge der Trompete.&amp;lt;ref&amp;gt;Lawson: &amp;#039;&amp;#039;Chalumeau&amp;#039;&amp;#039;, S. 29–38.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im deutschsprachigen Raum wurde das Chalumeau im Rahmen der höfischen Orchester verwendet. Dabei sind zwei Schwerpunkte auszumachen: Im ersten Drittel des Jahrhunderts lag er bei der Wiener Oper (Fux, G. u.&amp;amp;nbsp;A. Bononcini, Caldara, später [[Christoph Willibald Gluck|Gluck]]). Hier wurde der Klang des Chalumeau in pastoralen Szenen sowie zum Ausdruck zarter und intimer Gefühle verwendet.&amp;lt;ref&amp;gt;Lawson: &amp;#039;&amp;#039;Chalumeau&amp;#039;&amp;#039;, S. 44.&amp;lt;/ref&amp;gt; Das Sopranchalumeau überwiegt. Noch im ersten Drittel des 18. Jahrhunderts wird das Instrument „im Hamburger Opernorchester, dessen Leitung Telemann als Hamburger Director musices ab 1722 übernahm, kultiviert.“&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Christiana Nobach |url=https://www.swr.de/swrkultur/musik-klassik/musikstueck-der-woche/georg-philipptelemann-konzert-fuer-2-chalumeaux-streicher-und-bc-d-moll-100.html |titel=Telemanns Chalumeaux-Konzert mit dem Freiburger Barockorchester unter Gottfried von der Goltz |werk=[[SWR Kultur|SWR2]]-Sendung „Musikstück der Woche“ |datum=2022-02-19 |abruf=2024-08-01}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Im zweiten Drittel des Jahrhunderts bildet die Verwendung bei Telemann und vor allem Graupner einen zweiten Schwerpunkt. Sie setzen das Instrument meist paarweise ein, die tieferen Lagen treten bevorzugt hervor. Virtuose Passagen sind selten. In Telemanns Passion (1728) &amp;#039;&amp;#039;Seliges Erwägen&amp;#039;&amp;#039; erscheint des Tenorchalumeau in der Arie &amp;#039;&amp;#039;Es ist vollbracht&amp;#039;&amp;#039; in hochemotionalem Zusammenhang.&amp;lt;ref&amp;gt;Lawson: &amp;#039;&amp;#039;Chalumeau&amp;#039;&amp;#039;, S. 78.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Solistisch wird das Chalumeau unter anderem von folgenden Komponisten verwendet:&amp;lt;ref name=&amp;quot;Music for Chalumeau&amp;quot;&amp;gt;Umfassende Übersicht bei Lawson: &amp;#039;&amp;#039;Chalumeau&amp;#039;&amp;#039;, Appendix B, S. 177–182.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Agostino Steffani]] (1654–1728)&lt;br /&gt;
* [[Johann Joseph Fux]] (1660–1741): Concerto für Orgel, Diskant-Chalumeau und Streicher&lt;br /&gt;
* [[Attilio Ariosti]] (1666–1729)&lt;br /&gt;
* [[Antonio Caldara]] (1670–1736)&lt;br /&gt;
* [[Antonio Vivaldi]] (1678–1741): Oratorium &amp;#039;&amp;#039;Juditha Triumphans&amp;#039;&amp;#039;, RV 644, Arie «Veni veni me sequere fida» für Alt (Juditha), Chalumeau und Streicher; Concerto für 3 Violinen, Oboe, 2 Blockflöten, 2 Viole all’inglese, 2 Chalumeaux, 2 Violoncelli, 2 Cembali, und Streicher in C-Dur, RV 555; Concerto für 2 Blockflöten, 2 Theorben, 2 Mandolinen, 2 Chalumeaux, 2 Violinen in tromba marina, Violoncello und Streicher in C-Dur, RV 558; Concerto funebre für Oboe, Chalumeau, Violino, 3 Viole all&amp;#039;inglese in b-Moll, RV 579; Sonate für Oboe, Violine, Orgel und Chalumeau ad libitum C-Dur, RV 779; &amp;#039;&amp;#039;Nisi Dominus&amp;#039;&amp;#039; (Psalm 126 und Doxologie) für Sopran, 2 Altstimmen, Viola d’amore, 2 [[Trumscheit]]e, Tenor-Chalumeau, Violoncello, Orgel und Streicher, RV 803, Arie «Cum dederit dilectis» für Alt, Chalumeau, Streicher und Orgel in C-Dur.&lt;br /&gt;
* [[Giovanni Bononcini]] (1670–1747)&lt;br /&gt;
* [[Jan Dismas Zelenka]] (1679–1745): Lamentatio II zum Karsamstag für Alt, Violine, Chalumeau, Fagott und Basso continuo&lt;br /&gt;
* [[Johann Friedrich Fasch]] (1688–1758): Concerto für Sopran-Chalumeau und Streicher B-Dur&lt;br /&gt;
* [[Christoph Graupner]] (1683–1760): unter anderem Concerto für Tenor- und Bass-Chalumeau F-Dur; Concerto für 2 Chalumeau d-moll; Concerto für Chalumeau und Fagott, Concerto für Chalumeau, Oboe und Viola B-Dur; Ouverture für 3 Chalumeau C-Dur; Ouverture für Chalumeau, Fagott und Streicher; Trio für Viola d’amore, Chalumeau und Streicher; Trio für Fagott und Chalumeau C-Dur; darüber hinaus Suiten.&lt;br /&gt;
* [[Georg Philipp Telemann]] (1681–1767): Sonate für zwei Chalumeau F-Dur; Concerto für zwei Chalumeau d-Moll;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Lorenzo Coppola, Tindaro Capuano (Chalumeau), [[Freiburger Barockorchester]], [[Gottfried von der Goltz]] (Dirigent) |url=https://avdlswr-a.akamaihd.net/swr/swr2/musik-klassik/musikstueck-der-woche/download/georg-philipptelemann-konzert-fuer-2-chalumeaux-streicher-und-bc-d-moll-swr2-musikstueck.l.mp3 |titel=Telemanns Chalumeaux-Konzert d-Moll |werk=SWR2-Sendung „Musikstück der Woche“ |datum=2022-02-19 |format=mp3-Audio; 24 MB; 12:55 Minuten |abruf=2024-08-01}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Concerto für Flöte, Oboe, Chalumeau und Streicher G-Dur; Sinfonie „Il Grillo“&lt;br /&gt;
* [[Johann Adolf Hasse]] (1699–1783): Concerto für Oboe und Chalumeau F-Dur; Sonate für Chalumeau, Oboe und Fagott&lt;br /&gt;
* [[Giuseppe Antonio Paganelli]] (1710–1763): Concerto für Sopran-Chalumeau B-Dur&lt;br /&gt;
* [[Jean-Philippe Rameau]] (1683–1764): Les Grands Motets&lt;br /&gt;
* [[Franz Anton Hoffmeister]] (1754–1812): Konzert für Sopran-Chalumeau F-Dur.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Chalumeau heute ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Pocketinos.jpg|mini|hochkant|Moderne „Pocketino“-Chalumeaux in verschiedenen Stimmungen]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Saxonett Mundstück.JPG|mini|Mundstück]]&lt;br /&gt;
Vor einigen Jahren wurde das Chalumeau wiederentdeckt oder auch „wiedererfunden“. Verschiedene Ausführungen dienen unterschiedlichen Zwecken. Einerseits werden Instrumente zur historischen Aufführungspraxis für die Musik des 17. und 18. Jahrhunderts gebaut. Andererseits wird das Instrument von Folk- und Mittelalterformationen wegen seiner leichten Spielbarkeit und seines charakteristischen Klangs geschätzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schließlich wurden Instrumente für die Instrumentalerziehung entwickelt, um den Übergang von [[Blockflöte]] auf Klarinette oder [[Saxophon]] vorzubereiten. Dabei ist meist ein modernes Klarinettenmundstück mit einem Blockflötenkorpus verbunden. Diese Instrumente werden unter sehr verschiedenen Bezeichnungen vertrieben (Sopranklarinette, Kinderklarinette, Clarineau, Pocket-Clarineau bzw. -Chalumeau, Saxonett: &amp;#039;&amp;#039;sudden smile clarinet&amp;#039;&amp;#039;). Es gibt Typen mit und ohne Klappen, z.&amp;amp;nbsp;T. mit Überblasklappe, in unterschiedlichen Stimmungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch das als „Taschensaxophon“ erfundene [[Xaphoon]] mit Bambuskorpus und entsprechende Instrumente aus Kunststoff oder Holz (Woodensax) sind als Chalumeaux anzusehen. Eine Kombination von Klarinettenmundstück und dem Metallkorpus der [[Tin Whistle]] wird als „Highland-Hornpipe“ angeboten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{Literatur&lt;br /&gt;
   |Autor=[[Denis Diderot]], [[Jean le Rond]]&lt;br /&gt;
   |Titel=[[Encyclopédie ou Dictionnaire raisonné des sciences, des arts et des métiers]] par un Société de Gens de Lettres&lt;br /&gt;
   |Band=17 Bände (1751–1765)&lt;br /&gt;
   |Ort=Paris}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur&lt;br /&gt;
   |Autor=[[Denis Diderot]], [[Jean le Rond]]&lt;br /&gt;
   |Titel=Recueil de planches sur les sciences, les arts libéraux et les arts méchaniques, avec leur explication&lt;br /&gt;
   |Band=11 Bände (1762–1772)&lt;br /&gt;
   |Ort=Paris}}&lt;br /&gt;
* {{OeML|Chalumeau|Chalumeau|RHo}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur&lt;br /&gt;
   |Autor=Colin Lawson&lt;br /&gt;
   |Titel=The Chalumeau in Eighteenth-Century Music&lt;br /&gt;
   |Sammelwerk=Studies in British Musicology&lt;br /&gt;
   |Band=6&lt;br /&gt;
   |Ort=Ann Arbor MI&lt;br /&gt;
   |Datum=1981}}&lt;br /&gt;
* Colin Lawson: [https://is.muni.cz/el/1421/jaro2011/SHK19/um/Chalumeau.pdf &amp;#039;&amp;#039;Chalumeau.&amp;#039;&amp;#039;] In: &amp;#039;&amp;#039;Grove Music Online,&amp;#039;&amp;#039; 2011&lt;br /&gt;
* {{Literatur&lt;br /&gt;
   |Autor=[[Johann Mattheson]]&lt;br /&gt;
   |Titel=Das Neu-Eröffnete Orchestre, oder Universelle und Gründliche Anleitung&lt;br /&gt;
   |Ort=Hamburg&lt;br /&gt;
   |Datum=1713}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur&lt;br /&gt;
   |Autor=[[Marin Mersenne]]&lt;br /&gt;
   |Titel=Harmonie Universelle, 3 Bde&lt;br /&gt;
   |Ort=Paris&lt;br /&gt;
   |Datum=1636}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur&lt;br /&gt;
   |Autor=Joos Verschuere Reynvaan&lt;br /&gt;
   |Titel=Catechismus der Musijk&lt;br /&gt;
   |Ort=Amsterdam&lt;br /&gt;
   |Datum=1787}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur&lt;br /&gt;
   |Autor=Albert R. Rice&lt;br /&gt;
   |Titel=The Baroque Clarinet&lt;br /&gt;
   |Sammelwerk=Early Music Series&lt;br /&gt;
   |Band=13&lt;br /&gt;
   |Ort=Oxford&lt;br /&gt;
   |Datum=1992}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur&lt;br /&gt;
   |Autor=[[Christian Friedrich Daniel Schubart]]&lt;br /&gt;
   |Titel=Ideen zu einer Ästhetik der Tonkunst&lt;br /&gt;
   |Ort=Wien&lt;br /&gt;
   |Datum=1806&lt;br /&gt;
   |Kommentar=geschrieben 1783–1785}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur&lt;br /&gt;
   |Autor=Pierre Trichet&lt;br /&gt;
   |Titel=Traité des instruments de musique&lt;br /&gt;
   |Datum=1640}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur&lt;br /&gt;
   |Autor=[[Johann Gottfried Walther]]&lt;br /&gt;
   |Titel=Praecepte der Musicalischen Composition&lt;br /&gt;
   |Datum=1708}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Chalumeaux|Chalumeau}}&lt;br /&gt;
{{Wiktionary}}&lt;br /&gt;
* {{Internetquelle |autor=Sibylle Kayser |url=https://cdn-storage.br.de/mir-live/MUJIuUOVBwQIb71S/bKOWBwQCuL9zsK1S/_2rc_K1S/_-QS/_-8d_71S/8e2eda8a-ca05-4fd1-9571-40e744135fc5_2.mp3 |titel=Chalumeau |werk=[[BR-Klassik]]-Sendung „Radiolexikon Alte Musik“ |datum=2011-09-25 |format=mp3-Audio; 4,2 MB; 4:29 Minuten |abruf=2024-08-01 |abruf-verborgen=1}}&lt;br /&gt;
* {{Internetquelle |url=https://www.youtube.com/watch?v=qoImnP9PlrE |titel=Graupner, Suite für drei Chalumeaux, GWV 443,F-Dur |abruf=2010-10-04}}&lt;br /&gt;
* [https://www.youtube.com/watch?v=AyJ3-QvZvI0&amp;amp;gl=DE Video historisches Tenorchalumeau] (Satz aus einer Solosuite von Boismortier)&lt;br /&gt;
* [https://www.youtube.com/watch?v=Ult73q9akuY Video modernes Chalmeau]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references responsive/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4231682-0}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Einfachrohrblattinstrument]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Historisches Musikinstrument]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Georg Hügler</name></author>
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