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	<title>Buchgeld - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-04-05T22:16:19Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Demo Wiki</subtitle>
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		<id>https://demowiki.knowlus.com/index.php?title=Buchgeld&amp;diff=13517&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Thomas Dresler: Korrektur</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://demowiki.knowlus.com/index.php?title=Buchgeld&amp;diff=13517&amp;oldid=prev"/>
		<updated>2024-06-11T22:06:42Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Korrektur&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Buchgeld&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (auch &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Giralgeld&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;; von&amp;amp;nbsp;{{itS|giro|IPA=ˈdʒiːɾo|de=Kreis, Umlauf}} zu&amp;amp;nbsp;{{grcS|γυρός|gȳrós|de=rund}}) oder &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Geschäftsbankengeld&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref&amp;gt;Egon Görgens/Karlheinz Ruckriegel, &amp;#039;&amp;#039;Makroökonomik&amp;#039;&amp;#039;, 10. Auflage. UTB, 2007, ISBN 978-3-8252-8350-6.&amp;lt;/ref&amp;gt; ist – als [[Forderung]] auf [[Bargeld]] – ein [[Zahlungsmittel]], das im [[Bankwesen]] durch Übertragung von [[Girokonto]] zu Girokonto mittels [[Buchung (Buchführung)|Buchungen]] genutzt werden kann. Als volkswirtschaftliches [[Aggregation (Wirtschaft)|Aggregat]] wird es dem Bargeld gegenübergestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Allgemeines ==&lt;br /&gt;
Seinen Namen hat das Buchgeld durch die [[Bargeldloser Zahlungsverkehr|bargeldlose]] Buchung von [[Konto]] zu Konto. Materiell liegt es nicht mehr, wie seine historische Namensgebung aussagt, in Buchform vor, sondern in [[Datenbank]]en.&amp;lt;ref&amp;gt;Jörn Altmann, &amp;#039;&amp;#039;Arbeitsbuch Volkswirtschaftslehre/Wirtschaftspolitik&amp;#039;&amp;#039;, UTB, 1993; ISBN 978-3825215378&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Übertragung selbst geschieht im [[Bargeldloser Zahlungsverkehr|bargeldlosen Zahlungsverkehr]] der [[Kreditinstitut]]e durch [[Zahlungsinstrument]]e wie [[Überweisung (Zahlungsverkehr)|Überweisung]], [[Lastschrift]], [[Bankkarte]]n, [[Kreditkarte]]n, [[Zahlungskarte]]n oder seltener mittels [[Scheck]] oder [[Wechsel (Wertpapier)|Wechsel]]. Bei einer Überweisung etwa weist der [[Schuldner]] seine kontoführende Bank an, einen bestimmten Geldbetrag auf ein bestimmtes Konto des [[Gläubiger]]s zu einer bestimmten [[Bankverbindung]] bargeldlos zu übertragen. Hierdurch [[Erfüllung (Recht)|erfüllt]] der Schuldner gegenüber seinem Gläubiger seine [[Geldschuld]], ohne dass Bargeld zum Einsatz gekommen ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Entstehung ==&lt;br /&gt;
Buchgeld entsteht entweder durch &amp;#039;&amp;#039;passive [[Geldschöpfung]]&amp;#039;&amp;#039; ([[Bareinzahlung]] von Bargeld auf ein Girokonto als [[Sichteinlage]] oder Ankauf von [[Vermögenswert]]en wie [[Edelmetalle]]n oder [[Wertpapier]]en und [[Gutschrift]] des Gegenwertes auf einem Girokonto bei Geschäftsbanken) oder durch &amp;#039;&amp;#039;aktive Geldschöpfung&amp;#039;&amp;#039; ([[Kredit]]gewährung durch die Geschäftsbanken).&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.google.de/books/edition/Gabler_Kompakt_Lexikon_Bank_und_B%C3%B6rse/0uEjBAAAQBAJ?hl=de&amp;amp;gbpv=1&amp;amp;dq=buchgeld+lexikon&amp;amp;pg=PA101&amp;amp;printsec=frontcover Günter Wierichs/Stefan Smets, &amp;#039;&amp;#039;Gabler Kompakt-Lexikon Bank und Börse&amp;#039;&amp;#039;, 2010, S. 101]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zahlt beispielsweise ein Handwerker 100 Euro Bargeld in Form einer einzigen [[Banknote]] bei seiner Bank ein, so entsteht durch [[Gutschrift]] auf seinem Girokonto eine Sichteinlage. Das Bargeld wird in den [[Kassenbestand]] übernommen, es findet also eine [[Bilanzverlängerung]] statt. Über die Sichteinlage kann der Handwerker etwa durch &lt;br /&gt;
[[Überweisung (Zahlungsverkehr)|Überweisung]] verfügen und den Betrag an seinen [[Zulieferer]] zahlen. Dessen Bank schreibt den Betrag dem Zulieferer gut, der weiterhin unbar über das Geld verfügen kann und die 100 Euro zum Beispiel einem Arbeiter als Lohn überweisen kann. Ein [[Kreditnehmer]] kann die als [[Kredit]] geliehenen 100 Euro als [[Barauszahlung]] abheben und als Bargeld ausgeben. Neben den 100 Euro Bargeld sind daher nun auch 100 Euro Buchgeld im Umlauf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Kreditgewährung erfolgt im Endeffekt regelmäßig dadurch, dass eine Bank ihrem Kreditnehmer Buchgeld durch Gutschrift auf dessen Bankkonto zur Verfügung stellt. Die durch Gutschriften zustande gekommenen [[Bankguthaben]] sind Sichteinlagen und bilden den größten Teil des Buchgelds. Genau genommen müssen zum potenziellen Buchgeld auch die dem Bankkunden eingeräumten, noch nicht ausgenutzten [[Kreditlinie]]n ([[Dispokredit]], [[Kontokorrentkredit]]) sowie [[Termineinlage]]n und [[Spareinlage]]n von [[Nichtbank]]en gerechnet werden.&amp;lt;ref&amp;gt;Termin- und Spareinlagen dienen primär zwar nicht dem Zahlungsverkehr, können aber jederzeit in Sichteinlagen umgewandelt werden&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Buchgeld hat am gesamten „Geldumlauf zu Zahlungszwecken“ einen wesentlich höheren Anteil als das Bargeld. Allein das Gesamtvolumen der Sichteinlagen war im August 2013 {{&amp;quot;|Im Euroraum mit 4858 Milliarden Euro fünfmal so groß wie der Bargeldumlauf mit 957 Milliarden Euro.}}&amp;lt;ref&amp;gt;[[Deutsche Bundesbank]] (Hrsg.), &amp;#039;&amp;#039;Geld und Geldpolitik&amp;#039;&amp;#039;, in: &amp;#039;&amp;#039;Schülerbuch für die Sekundarstufe II&amp;#039;&amp;#039;, Stand: November 2014, S. 56&amp;lt;/ref&amp;gt; Buchgeld steht jederzeit für den unbaren Zahlungsverkehr, aber auch für [[Barauszahlung]]en zur Verfügung. Da Sichteinlagen jederzeit durch Abhebung in Bargeld umgewandelt werden können, bezeichnet man sie als &amp;#039;&amp;#039;potenzielles Bargeld&amp;#039;&amp;#039;. Buchgeld und Bargeld bilden den gesamten Geldbestand des [[Nichtbank]]ensektors. Dieser Geldbestand wird mithin durch Einzahlungen oder Auszahlungen von Bargeld nicht verändert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Zahlungsmittelfunktion ==&lt;br /&gt;
Buchgeld ist kein [[gesetzliches Zahlungsmittel#Arten von Zahlungsmitteln|gesetzliches Zahlungsmittel]] und löst daher keinen [[Annahmezwang]] beim [[Gläubiger]] aus.&amp;lt;ref name=&amp;quot;toussaint&amp;quot;&amp;gt;[https://books.google.de/books?id=yquDSJ1OssMC&amp;amp;pg=PA11&amp;amp;dq=erf%C3%BCllung+durch+%C3%BCberweisung&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ei=AydVUtWqErTw0gXy2IG4Bw#v=onepage&amp;amp;q=erf%C3%BCllung%20durch%20%C3%BCberweisung&amp;amp;f=false Guido Toussaint, &amp;#039;&amp;#039;Das Recht des Zahlungsverkehrs&amp;#039;&amp;#039;, 2009, S. 11]&amp;lt;/ref&amp;gt; Dabei ist zu berücksichtigen, dass die Empfängerbank nicht „[[Dritter]]“ im Sinne des {{§|362|bgb|juris}} Abs. 2 [[Bürgerliches Gesetzbuch|BGB]] ist, sondern lediglich als [[Zahlstelle]] des Gläubigers fungiert.&amp;lt;ref&amp;gt;BGH, Urteil vom 9. November 1978, Az.: VII ZR 17/76 = {{Rspr|BGHZ 72, 316}}, 318&amp;lt;/ref&amp;gt; Das erforderliche Einverständnis des Gläubigers zu einer Überweisung kann [[Schweigen (Recht)|stillschweigend]] in der Bekanntgabe seines Girokontos auf [[Geschäftsbrief]]en oder [[Rechnung]]en gesehen werden. Bei einer Banküberweisung wird der zur Erfüllung erforderliche Leistungserfolg mangels anderer Vereinbarung nur dann erzielt, wenn der Gläubiger den geschuldeten Geldbetrag endgültig zur freien Verfügung erhält.&amp;lt;ref&amp;gt;BGH, Urteil vom 28. Oktober 1998, Az.: VIII ZR 157/97 = {{Rspr|BGH NJW 199, 210}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Das ist der Fall, wenn der überwiesene Betrag dem Gläubigerkonto gutgeschrieben wird&amp;lt;ref&amp;gt;BGH, Urteil vom 25. Januar 1988, Az.: II ZR 320/87 = {{Rspr|BGHZ 103, 143}}, 146&amp;lt;/ref&amp;gt; und der Gläubiger alleinige Verfügungsbefugnis über das Konto besitzt (also Einzelkonto oder „Oder-Konto“ beim [[Gemeinschaftskonto#Arten von Gemeinschaftskonten|Gemeinschaftskonto]]). Die [[herrschende Meinung]] sieht im bargeldlosen Zahlungsverkehr eine &amp;#039;&amp;#039;Leistung an Erfüllungs statt&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref name=&amp;quot;schlechtriem&amp;quot;&amp;gt;[https://books.google.de/books?id=vXog1zpEUa0C&amp;amp;pg=PA185&amp;amp;dq=erf%C3%BCllung+durch+%C3%BCberweisung&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ei=AydVUtWqErTw0gXy2IG4Bw#v=onepage&amp;amp;q=erf%C3%BCllung%20durch%20%C3%BCberweisung&amp;amp;f=false Peter Schlechtriem, &amp;#039;&amp;#039;Schuldrecht, Allgemeiner Teil&amp;#039;&amp;#039;, 2005, S. 185]&amp;lt;/ref&amp;gt;, weil nicht das geschuldete Bargeld, sondern Buchgeld gezahlt wurde. Die Leistung an Erfüllungs statt erfordert eine Abrede zwischen Gläubiger und Schuldner ({{§|364|bgb|juris}} Abs. 1 BGB), die konkludent durch Kontoangabe erfolgen kann. Durch die Leistung an Erfüllungs statt tritt Tilgungswirkung ein.&amp;lt;ref name=&amp;quot;schlechtriem&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ungeachtet dieser rechtlichen, sich jedoch kaum auswirkenden Schranken wird der größte Teil der Zahlungsverpflichtungen in modernen Volkswirtschaften mit Buchgeld beglichen. Damit das Buchgeld seine Zahlungsmittelfunktion erfüllen kann, sorgt das [[Bankensystem]] für seinen Umlauf zwischen den Bankkonten im [[Gironetz|Giroverkehr]] („Giroverkehr“ aus {{itS|&amp;#039;&amp;#039;giro&amp;#039;&amp;#039;}} ‚Rundreise‘).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch die weite Verbreitung von Girokonten mit der Möglichkeit des unbaren [[Zahlungsverkehr]]s kann in Ausnahmefällen eine Barzahlung als Erfüllungsleistung auch ausgeschlossen werden (vertraglich in [[Arbeitsvertrag|Arbeits-]] und [[Mietvertrag (Deutschland)|Mietverträgen]]; durch Gesetz etwa in {{§|224|ao|juris}} Abs. 3 Satz 1 [[Abgabenordnung|AO]], {{§|51|baf_g|juris}} Abs. 1 [[BAföG]], {{§|117|zvg|dejure}} Abs. 1 Satz 2 [[Gesetz über die Zwangsversteigerung und die Zwangsverwaltung|ZVG]]).&amp;lt;ref name=&amp;quot;toussaint&amp;quot; /&amp;gt; Fordert der Gläubiger zur unbaren Zahlung in Arbeits- oder Mietverträgen oder in Rechnungen auf, unterliegt eine dennoch vorgenommene Barzahlung keinem Annahmezwang; die Geldschuld erlischt erst mit unbarer Zahlungsweise.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Buchgeld und Geldmenge ==&lt;br /&gt;
Alle [[Aggregation (Wirtschaft)|Aggregate]] der [[Geldmenge]] – nach Methodik der [[Europäische Zentralbank|Europäischen Zentralbank]] – enthalten Buchgeld:&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.ecb.int/stats/money/aggregates/aggr/html/hist.en.html Europäische Zentralbank (Hrsg.), &amp;#039;&amp;#039;Monetary aggregates&amp;#039;&amp;#039;], abgerufen am 16. August 2021&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot; style=&amp;quot;padding:1em; vertical-align:top; border:2px;&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! [[Aggregation (Wirtschaft)|Aggregat]]&lt;br /&gt;
! Bestandteil&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| &amp;lt;math&amp;gt;M0&amp;lt;/math&amp;gt; || [[Banknote]]n und [[Münze]]n außerhalb der [[Zentralbank]] (einschließlich [[Kassenbestand|Kassenbestände]] &amp;lt;br /&amp;gt; der [[Geschäftsbank]]en) + [[Zentralbankgeld]]bestand der Geschäftsbanken auf Konten bei der Zentralbank&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| &amp;lt;math&amp;gt;M1&amp;lt;/math&amp;gt; || [[Bargeldumlauf]] bei [[Nichtbank]]en (ohne [[Kassenbestand|Kassenbestände]] der Geschäftsbanken) + [[Sichteinlagen]] der [[Nichtbank]]en&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| &amp;lt;math&amp;gt;M2&amp;lt;/math&amp;gt; || &amp;lt;math&amp;gt;M1&amp;lt;/math&amp;gt; + Einlagen mit vereinbarter [[Laufzeit (Wirtschaft)|Laufzeit]] bis zu zwei Jahren und Einlagen mit gesetzlicher [[Kündigungsfrist]] &amp;lt;br /&amp;gt;  bis zu drei Monaten&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| &amp;lt;math&amp;gt;M3&amp;lt;/math&amp;gt; || &amp;lt;math&amp;gt;M2&amp;lt;/math&amp;gt; + [[Geldmarktfonds]], [[Rückkaufvereinbarung|Repoverbindlichkeiten]], [[Geldmarktpapier]]e und [[Sparbrief|Bankschuldverschreibungen]] mit einer &amp;lt;br /&amp;gt; Laufzeit bis zu zwei Jahren&lt;br /&gt;
|} &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;math&amp;gt;M0&amp;lt;/math&amp;gt;: Buchgeld ist der [[Zentralbankgeld]]bestand der [[Geschäftsbank]]en auf Konten bei der Zentralbank.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;math&amp;gt;M1&amp;lt;/math&amp;gt;: Buchgeld sind die [[Sichteinlagen]] der [[Nichtbank]]en.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;math&amp;gt;M2&amp;lt;/math&amp;gt;: Buchgeld sind alle „Einlagen“, also [[befristete Einlagen]] und [[Spareinlage]]n.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;math&amp;gt;M3&amp;lt;/math&amp;gt;: außer dem hierin enthaltenen Buchgeld aus &amp;lt;math&amp;gt;M2&amp;lt;/math&amp;gt; kein Buchgeld, da die hier aggregierten [[Finanzierungstitel]] erst durch [[Monetarisierung]] zu Buchgeld werden können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Geldmenge &amp;lt;math&amp;gt;M0&amp;lt;/math&amp;gt; erhöht sich, wenn Geschäftsbanken der Zentralbank [[Wertpapier]]e verkaufen, etwa im Rahmen der [[Wertpapierkaufprogramme des Eurosystems]]; es entsteht zusätzliches &amp;#039;&amp;#039;Zentralbankgeld&amp;#039;&amp;#039;. Die Geldmenge &amp;lt;math&amp;gt;M1&amp;lt;/math&amp;gt; erhöht sich, wenn Nichtbanken den Geschäftsbanken beispielsweise [[Edelmetall]]e oder Wertpapiere verkaufen; es entsteht zusätzliches &amp;#039;&amp;#039;Geschäftsbankengeld&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wirtschaftliche Aspekte ==&lt;br /&gt;
Buchgeld entsteht außer durch Bareinzahlung und Gutschrift von anderen [[Wirtschaftssubjekt]]en auch durch den [[Anschaffung|Ankauf]] von [[Vermögenswert]]en, die (zunächst) kein Geld darstellen, durch [[Kreditinstitut]]e. Hierzu gehört insbesondere der Ankauf von [[Wertpapier]]en oder [[Edelmetall]]en, deren Gegenwert dem Girokonto gutgeschrieben wird.&amp;lt;ref&amp;gt;Verlag Th. Gabler (Hrsg.), &amp;#039;&amp;#039;Gabler Wirtschafts-Lexikon&amp;#039;&amp;#039;, Band 3, 1984, Sp. 1841 f.; ISBN 3-409303448&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Vorteile des Buchgeldes &lt;br /&gt;
Entscheidender Vorteil einer Buchgeldzahlung ist ihre [[Sicherheit]], weil kein [[Diebstahl (Deutschland)|diebstahlgefährdetes]] oder sonst wie [[Fundrecht (Deutschland)|verlustgefährdetes]] Bargeld vorgehalten werden muss. Die Zahlungstransaktion mit Buchgeld ist nur geringfügig langsamer als die unmittelbare Zahlung mit der sofortigen [[Übergabe (Sachenrecht)|Übergabe]] von Bargeld. Dieser wird mit teilweiser oder vollständiger [[Einlagensicherung]] begegnet. Auch Buchgeld löst [[Transaktionskosten]] ([[Buchungsposten]]gebühr, [[Kontoführungsgebühr]]) aus. Das Risiko einer Fehlleitung von Überweisungen trägt wegen der Einstufung als [[Bringschuld]] grundsätzlich der Schuldner, so dass dieser bei fehlerhafter Ausführung der Überweisung nach {{§|675y|bgb|juris}} Abs. 1 BGB den Überweisungsbetrag von seiner kontoführenden Bank erstattet bekommt. Ein derartiger Zahlungsversuch reicht zur Erfüllung eines Schuldverhältnisses allerdings nicht aus; vielmehr muss der Gläubiger über den Zahlungsbetrag auf seinem Girokonto frei verfügen können. Buchgeld ist physisch nicht sichtbar wie Bargeld, sondern erscheint als Guthaben auf Bankkonten im [[Kontoauszug]]. Transaktionen mit Buchgeld sind daher nicht anonym, sondern transparent und können somit in [[Strafverfahren]] oder [[Steuerstrafrecht (Deutschland)|Steuerstrafsachen]] vollständig nachverfolgt werden. Das ist der Grund, warum in der [[Schattenwirtschaft]] und bei der [[Schwarzarbeit]] die Bargeldzahlung bevorzugt wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Heben alle Kunden im Rahmen des [[Herdenverhalten]]s innerhalb einer kurzen Zeit ihre Sichteinlagen in bar ab ([[Bankansturm]]), kann die Bank in Zahlungsschwierigkeiten kommen, weil ihre eigenen Bestände an [[Zentralbankgeld]] nicht ausreichen und sie ihre weiteren [[Aktiva]] nicht schnell genug in Zentralbankgeld umwandeln kann. Sie kann sich in diesem Fall vorübergehend Geld von der Zentralbank als [[Kreditgeber letzter Instanz]] leihen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Nachteile des Buchgeldes&lt;br /&gt;
Mit der zunehmenden Verwendung von Buchgeld seit den 1970er Jahren entkoppelten sich [[Finanzwirtschaft]] und [[Realwirtschaft]]. Grund für das überproportionale Wachstum des Buchgeldes gegenüber dem Bargeld ist der verstärkte Einsatz von bargeldlosen Zahlungsmitteln an Stelle von Bargeld durch [[Verbraucher]] beim Konsum (etwa über [[Electronic Payment]] oder [[Zahlungskarte]]n), aber auch das erhöhte [[Kreditvolumen]], das für [[Konsum]] und [[Investition]]en verwendet wird. Zudem trugen auch [[Staat]]en zur Steigerung des Buchgeldes bei, um ihre [[Staatsschulden]] zu finanzieren. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da Buchgeld eine [[Forderung]] der Bankkunden an ihre Bank darstellt, unterliegen diese Forderungen der [[Insolvenz]]gefahr eines Kreditinstituts, die jedoch durch [[Einlagensicherung]] weitgehend abgefedert wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Geldersatzmittel]]&lt;br /&gt;
* [[Kredittheorie]]&lt;br /&gt;
* [[Giralgeldschöpfung]]&lt;br /&gt;
* [[Vollgeld-System]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4157363-8}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bankwesen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geldpolitik]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Unbarer Zahlungsverkehr]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Volkswirtschaftslehre]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Zahlungsmittel]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Thomas Dresler</name></author>
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