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	<title>Bronze - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Demo Wiki</subtitle>
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		<id>https://demowiki.knowlus.com/index.php?title=Bronze&amp;diff=10779&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Anagkai: Assoziative Verweise entfernt</title>
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		<updated>2025-08-03T08:48:04Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Assoziative Verweise entfernt&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Begriffsklärungshinweis}}&lt;br /&gt;
[[Datei:Bronze Marcus Aurelius Louvre.jpg|mini|Fragment einer Bronzebüste des [[Mark Aurel]], etwa 170&amp;amp;nbsp;n.&amp;amp;nbsp;Chr., [[Louvre]]]]&lt;br /&gt;
Mit dem Sammelbegriff &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Bronzen&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; werden [[Legierung]]en mit mindestens 60 % [[Kupfer]] bezeichnet, soweit sie &amp;#039;&amp;#039;nicht&amp;#039;&amp;#039; durch den Hauptlegierungszusatz [[Zink]] dem [[Messing]] zuzuordnen sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Metallurgisch wird der Begriff inzwischen nur zusammen mit dem vorangestellten Hauptlegierungszusatz verwendet; korrekt handelt es sich dann um eine [[Antimonbronze|Antimon-]] und [[Fahlerz|Arsenbronze]], [[Aluminiumbronze]], [[Bleibronze]] oder [[Manganbronze]]. In historischen Kontexten, etwa zum Thema [[Bronzezeit]]&amp;lt;ref&amp;gt;Ernst Pernicka: &amp;#039;&amp;#039;Die Ausbreitung der Zinnbronze im 3.&amp;amp;nbsp;Jahrtausend&amp;#039;&amp;#039;. In: [[Bernhard Hänsel]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Mensch und Umwelt in der Bronzezeit Europas&amp;#039;&amp;#039;. Oetker Voges Verlag, Kiel 1998, ISBN 978-3-9804322-2-1, S.&amp;amp;nbsp;135–147 ([http://archiv.ub.uni-heidelberg.de/propylaeumdok/4193/1/Pernicka_die_Ausbreitung_der_Zinnbronze_1998.pdf] auf archiv.ub.uni-heidelberg.de)&amp;lt;/ref&amp;gt; und [[Bronzebildwerk]]en, wird „Bronze“ (in Österreich teilweise ohne endendes -e gesprochen)&amp;lt;ref name=&amp;quot;DudenBronze&amp;quot; /&amp;gt; alleinstehend und meist für eine &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Zinnbronze&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;!--Weiterleitung hierher fett, gemäß [[WP:WL]]--&amp;gt; verwendet. Auch bei der [[Phosphorbronze]] handelt es sich um eine Zinnbronze, der Phosphoranteil im Metall ist gering.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle|url=http://asset.conrad.com/media10/add/160267/c1/-/de/000220657DS01/datenblatt-220657-phosphor-bronze-blech-l-x-b-200-mm-x-150-mm-02-mm-1-st.pdf|titel=Datenblatt einer Phosphorbronze|abruf=2020-12-24|offline=ja}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Etymologie ==&lt;br /&gt;
Die heutige Bezeichnung für die Legierung wurde im 17.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert zuerst aus dem italienischen &amp;#039;&amp;#039;bronzo&amp;#039;&amp;#039;, später auch über das französische &amp;#039;&amp;#039;bronze&amp;#039;&amp;#039; erneut entlehnt. Die Vorgeschichte ist [[Etymologie|etymologisch]] unklar.&amp;lt;ref name=&amp;quot;GrosseDuden7&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;WörterbuchBaskisch&amp;quot; /&amp;gt; Das Wort gelangte zuerst im 14.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert aus dem Orient ins Italienische. Nicht auszuschließen ist ein Zusammenhang mit dem persischen Wort &amp;#039;&amp;#039;birindsch&amp;#039;&amp;#039; (&amp;#039;&amp;#039;pirinğ&amp;#039;&amp;#039; bzw. &amp;#039;&amp;#039;birinğ&amp;#039;&amp;#039;) für Kupfer, woraus mittellateinisch &amp;#039;&amp;#039;bronzium&amp;#039;&amp;#039; und italienisch &amp;#039;&amp;#039;bronzo&amp;#039;&amp;#039; ableitbar wären.&amp;lt;ref name=&amp;quot;KlugeGötze&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;Lokotsch&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Mineralische Grundlagen ==&lt;br /&gt;
Zu den in Mitteleuropa frühzeitlich entdeckten Kupfererzvorkommen gehören die [[Fahlerz]]e: [[Tetraedrit]] &amp;#039;&amp;#039;(Antimonfahlerz)&amp;#039;&amp;#039;, [[Tennantit]] &amp;#039;&amp;#039;(Arsenfahlerz)&amp;#039;&amp;#039;, [[Freibergit]], [[Germanit]], [[Colusit]], [[Schwazit]] &amp;#039;&amp;#039;(Quecksilberfahlerz)&amp;#039;&amp;#039;, [[Hermesit]], [[Annivit]]; oder [[Wolfsbergit]] &amp;#039;&amp;#039;(Kupferantimonglanz)&amp;#039;&amp;#039; – bei denen das enthaltene Kupfer von [[Antimon]], [[Arsen]], [[Schwefel]], [[Blei]] und [[Eisen]] begleitet wird, Elemente, deren saubere Abtrennung grundlegende [[Metallurgie|metallurgische]] Fähigkeiten voraussetzt. Zinnerze wurden insbesondere als [[Kassiterit]] &amp;#039;&amp;#039;(Zinnstein)&amp;#039;&amp;#039; und als [[Stannit]] &amp;#039;&amp;#039;(Zinnkies)&amp;#039;&amp;#039; gefunden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Zusammensetzung/Eigenschaften ==&lt;br /&gt;
=== Zinnbronzen ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Diagramme binaire Cu Sn bronze.svg|mini|Gleichgewichts-Phasendiagramm für das System Kupfer-Zinn im Bereich der Zinnbronzen]]&lt;br /&gt;
Im Bronzebereich des Systems Kupfer-[[Zinn]] bilden sich aus der [[Schmelzebehandlung|Schmelze]] bei unterschiedlicher Zusammensetzung drei verschiedene Mischkristalle: Der α-Mischkristall entspricht dem des Reinkupfers, das ein [[kubisch flächenzentriert]]es [[Metallische Bindung|Gitter]] bildet. Der Schmelzpunkt des Reinkupfers ist 1083&amp;amp;nbsp;°C. Bei etwa 24 % Zinn liegt der β-Mischkristall vor, der ein [[kubisch raumzentriert]]es Gitter besitzt, bei circa 30 % Zinn und darüber der ebenfalls kubisch raumzentrierte γ-Mischkristall. Zwischen den Mischkristallen α und β und zwischen β und γ bildet sich je ein [[Peritektikum|peritektisches]] Teilsystem. Das technisch relevante Peritektikum α/β liegt bei 22 % Zinn und 798&amp;amp;nbsp;°C. Bei 586&amp;amp;nbsp;°C findet ein [[eutektoid]]er Zerfall der β-Mischkristalle in α- und γ-Mischkristalle statt. Aus den γ-Mischkristallen können sich je nach Legierungszusammensetzung bei Abkühlung zwei intermetallische Verbindungen bilden: Die δ-Phase entspricht Cu&amp;lt;sub&amp;gt;31&amp;lt;/sub&amp;gt;Sn&amp;lt;sub&amp;gt;8&amp;lt;/sub&amp;gt; und damit circa 32,5 % Zinn. Sie bildet eine enorm große kubisch flächenzentrierte [[Elementarzelle]] mit 416 Atomen und hat eine sehr große [[Härte]]. Die [[orthorhombisch]]e ε-Phase entspricht Cu&amp;lt;sub&amp;gt;3&amp;lt;/sub&amp;gt;Sn und liegt damit bei circa 38,4 % Zinn vor. Im technisch relevanten Bereich entsteht die δ-Phase bei 520&amp;amp;nbsp;°C beim Zerfall der γ-Mischkristalle in ein eutektoides Gefüge aus α- und δ-Mischkristallen mit 27 % Zinn. Ein weiterer eutektoider Zerfall der δ-Mischkristalle in α- und ε-Mischkristalle bei circa 350&amp;amp;nbsp;°C findet unter realen technischen Verhältnissen nicht mehr statt, weil die [[Diffusion]] zu stark behindert ist. Zur Herstellung des Gleichgewichts wären hier Kaltumformung und ein mehrmonatiges [[Glühen]] erforderlich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die tatsächlich entstehenden Gefüge sind vor allem bestimmt durch die große Diffusionsträgheit des Zinns, die bereits bei der Kristallisation aus der Schmelze die Einstellung des Gleichgewichts verhindert. Damit liegt in Zinnbronze nur bei Zinngehalten unter 5–6 % ein Gefüge ausschließlich aus α-Mischkristallen vor; bei höheren Gehalten besteht es aus weichen α-Mischkristallen und dem harten α/δ-Eutektoid.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch den Zinnzusatz nimmt die Festigkeit der Legierung zu und erreicht zwischen 10 und 15 % Zinn ein Maximum. Die [[Dehngrenze]] nimmt annähernd linear zu, wobei sie sich gegenüber dem Reinkupfer vervielfacht, und erreicht bei etwa 20 % ein Maximum. Die [[Bruchdehnung]] beginnt, ausgehend von den hohen Werten des Kupfers, jenseits von 5 % Zinn rapide abzunehmen und nähert sich annähernd exponentiell der Nulllinie, die zwischen 20 und 25 % praktisch erreicht ist. Die [[Härte]] nimmt stetig zu, was sich bei höherem Zinngehalt nochmals verstärkt. Die [[Dichte]] nimmt pro 6 % Zinnzusatz um 0,1&amp;amp;nbsp;g/cm³ ab. Sie liegt bei 8 % Zinn bei 8,79&amp;amp;nbsp;g/cm³.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Legierungen und Legierungszusätze ===&lt;br /&gt;
[[Datei:BronzeCuSn11v50.png|mini|Gefüge einer Gussbronze mit 11 % Zinn und etwas Blei, sichtbar die dendritischen α-Mischkristalle mit [[Seigerung]]en, feinkörniges [[Eutektoid]] und dunkle Bleiansammlungen]]&lt;br /&gt;
Zinnbronzen sind als Kupfer-Zinn-Legierungen genormt und werden aufgrund der grundsätzlich unterschiedlichen Anforderungen und Eigenschaften in [[Knetlegierung]]en (max. 9 % Zinn), die für die umformende Verarbeitung geeignet sind, und [[Gusslegierung]]en (9 % bis 13 % Zinn) gegliedert.&amp;lt;ref name=&amp;quot;DIN-CEN-TS13388&amp;quot; /&amp;gt; Darüber hinaus kommen noch sogenannte Glockenbronzen mit etwa 20 % (maximal 22 %) Zinn zur Anwendung.&lt;br /&gt;
* Phosphor [[Reduktion (Chemie)|reduziert]] Kupferoxid und verflüssigt damit auch die Schmelze. Zinnoxid wird zwar nicht reduziert, kann aber in der desoxidierten Schmelze leichter in die [[Schlacke (Metallurgie)|Schlacke]] aufsteigen. Bei Zugabe von Phosphor als [[Desoxidationsmittel]], in aller Regel als vorlegiertes Phosphorkupfer mit 10 oder 15 % Phosphorgehalt, ist so zu dosieren, dass nach der Desoxidation noch mindestens 0,01 % Phosphorüberschuss in der Schmelze verbleibt. Gießstrahloxidation wird so vermieden; [[Gießbarkeit]] und physikalische Eigenschaften im Guss werden verbessert. Negativ wirkt sich Phosphor lediglich auf die elektrische Leitfähigkeit aus. Bei Gehalten von mehr als 0,1 % tritt Cu&amp;lt;sub&amp;gt;3&amp;lt;/sub&amp;gt;P im Gefüge auf. Bei Lagerwerkstoffen kann dies erwünscht sein, bei Leitkupfer ist Phosphor als Desoxidationsmittel durch Mangankupfer oder eine andere phosphorfreie Vorlegierung zu ersetzen.&lt;br /&gt;
* Nickel, das die Entstehung eines zusätzlichen ϑ-Mischkristalls im Bereich um 9 % Zinn bewirkt, erhöht die [[Zähigkeit]] und verringert den Wandstärkeneinfluss auf die [[Festigkeit]]. Es kommt daher nur bei [[Gusswerkstoff|Gusslegierungen]] mit einem Anteil bis zu 2,5 % zum Einsatz.&lt;br /&gt;
* Blei bildet eine eigene Phase und liegt im [[Gefüge (Werkstoffkunde)|Gefüge]] fein verteilt vor. Es verbessert [[Spanbarkeit]] und Gleiteigenschaften, erhöht jedoch die Warmbrüchigkeit. Es kommt daher mit 2 % bei Gusslegierungen für Lagerwerkstoffe zum Einsatz, bei Knetlegierungen mit 4 % nur im Sonderfall des [[Strangguss|Strang-]], Band- und Drahtgusses, wo keine anschließende [[Warmumformung]] mehr erforderlich ist und das Produkt zerspanbar sein soll.&lt;br /&gt;
* Zink kann unter Umständen die halbe Menge Zinn ersetzen; es kommt aus wirtschaftlichen Gründen zum Einsatz. Es wirkt desoxidierend, so dass hier der Phosphorzusatz entfallen kann. Dies wird u.&amp;amp;nbsp;a. bei Legierungen für Kontaktwerkstoffe genutzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eigener Normierung unterliegen die [[Schweißen|Schweißzusätze]] und [[Hartlot]]e auf Kupfer-Zinn-Basis.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Weitere Bronzen ===&lt;br /&gt;
Enthalten Legierungen nur wenig oder kein Zinn, werden sie häufig „Sonderbronzen“ genannt. Ihre Bezeichnungen werden vom Legierungszusatz abgeleitet: Aluminiumbronze, Manganbronze, Nickelbronze etc. (siehe Übersichtstabelle unten). [[Berylliumbronze]] ist ein spezieller Kupferwerkstoff für funkenfreie Werkzeuge, der lediglich 2–3 % Beryllium und eine geringe Menge [[Cobalt]] enthält.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bleibronze (auch Kupfer-Zinn-Blei-Bronze) ist eine Lagerlegierung mit 5–22 % Blei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Rotguss]] zählt nicht zu den Zinnbronzen, ist damit auch nicht &amp;#039;&amp;#039;Bronze&amp;#039;&amp;#039; im engeren Sinne, obwohl gelegentlich als &amp;#039;&amp;#039;Maschinenbronze&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Kanonenbronze&amp;#039;&amp;#039; und ähnlich bezeichnet. Es ist eine Legierung auf Kupferbasis, deren Eigenschaften weniger vom Zusatz an Zinn als von [[Zink]], Blei und [[Nickel]] bestimmt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als &amp;#039;&amp;#039;Kunstbronze&amp;#039;&amp;#039; wird in Abgrenzung zur teureren echten Bronze eine Legierung aus verschiedenen Metallen bezeichnet, normalerweise eine Mischung aus Kupfer, Zink und Zinn, die oft auch mit anderen Metallen wie Blei, Nickel oder Aluminium legiert werden kann und die Bronze-ähnliche Eigenschaften aufweist, aber weniger langlebig und nicht so widerstandsfähig ist wie echte Bronze.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.artist-ritual.de/tag/skulpturen &amp;#039;&amp;#039;Skulpturen&amp;#039;&amp;#039;], artistritual.de 2024.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== {{Anker|Gussbronze|Zinnbronze|Guss-Zinnbronze|Aluminiumbronze|Bleibronze|Manganbronze|Siliciumbronze|Berylliumkupfer|Phosphorbronze|Leitbronze|Münzbronze|Rotguss|Stahlbronze|Korinthinisches Erz|Potin}} Tabellenübersicht der Bronzelegierungen ===&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable toptextcells zebra&amp;quot;&lt;br /&gt;
! Name der Legierung !! Komponenten zu Kupfer&lt;br /&gt;
! Eigenschaften !! Verwendung&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Guss-Zinnbronze]]|| bis 22 % [[Zinn]], vorwiegend 10–12 % Zinn, Dichte etwa 8,8024&amp;amp;nbsp;kg/dm³ || elastisch, zäh, [[Korrosion|korrosionsbeständig]] || überwiegend als [[Formguss]], bis 6 % [[Zinn]] kalt walzbar zu Blechen und Prägevormaterial ([[Medaille]]n, [[Münze]]n), [[Drahtziehen]] bis 10 % Zinn. [[Glockenguss]] (&amp;#039;&amp;#039;Glockenbronze&amp;#039;&amp;#039;: etwa 20–24 % Zinn), historisch ist &amp;#039;&amp;#039;Kanonenbronze&amp;#039;&amp;#039;, ebenso Klanginstrumente. [[Statuenbronze]] für [[Kunstguss]] (Kleinbronzen, Denkmale)&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Aluminiumbronze]] || 5–10 % [[Aluminium]] || seewasserbeständig, verschleißfest, elastisch, leicht magnetisch, goldfarben || [[Federblech]], [[Waagebalken]], [[Propeller|Schiffspropeller]], [[chemische Industrie]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Bleibronze]] || bis zu 26 % [[Blei]] || korrosionsbeständig, gute Gleiteigenschaften || [[Lagermetall]], Verbund- und Formgusswerkstoffe, antike &amp;#039;&amp;#039;Münzbronze&amp;#039;&amp;#039; enthielt häufig Blei, dem nicht alles Silber abgetrieben wurde&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Manganbronze]]|| 12 % [[Mangan]] || korrosionsbeständig, hitzebeständig || elektrische Widerstände&amp;lt;br/&amp;gt;(in den USA trotz des in manchen Legierungen enthaltenen Zinkanteils von 20–40 % als &amp;#039;&amp;#039;manganese bronze&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet, zum Beispiel bei einigen von Ampco hergestellten Werkstoffen)&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Siliciumbronze|| 1–2 % [[Silicium]] || mechanisch und chemisch hoch beanspruchbar, hohe Leitfähigkeit || [[Oberleitung]]en, [[Schleifkontakt]]e, [[Chemische Industrie]], Verbindungsmittel im [[Schiffbau]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Berylliumkupfer]] (Berylliumbronze) || 2 % [[Beryllium]] || hart, elastisch, giftig || [[Feder (Technik)|Federn]], [[Uhrwerk|Uhren]], funkenfreie Werkzeuge&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Phosphorbronze]]|| 7 % [[Zinn]], 0,5 % [[Phosphor]] || hohe Dichte und Festigkeit || zähfeste Maschinenteile, [[Achsenlager]], [[Gitarrensaite]]n&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Leitbronze]]|| [[Magnesium]], [[Cadmium]], [[Zink]] (gesamt 3 %) || elektrische Eigenschaften ähnlich Kupfer, jedoch zugfester || [[Freileitung]]en, [[Starkstromanlage]]n&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Rotguss]] || [[Zinn]], [[Zink]], [[Blei]] (gesamt 10–20 %) || korrosionsbeständig, gute Gleiteigenschaften und Gießbarkeit || [[Gleitlager]], [[Armatur]]en, [[Schneckenrad|Schneckenräder]], [[Kunstguss]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Stahlbronze]] || 92 % [[Kupfer]] und 8 % [[Zinn]] || hohe Dichte und Festigkeit, galt in den 1870er Jahren als ernsthafte Alternative zu Stahl || Das Material wurde von [[Franz von Uchatius]] entdeckt und insbesondere in der [[Österreichisch-Ungarische Artillerie|Österreichisch-Ungarischen Artillerie]] verwendet.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Korinthisches Erz]] (corinthium aes) || 1–3 % [[Gold]], 1–3 % [[Silber]],&amp;lt;br /&amp;gt;manchmal wenige Prozent [[Arsen]], [[Zinn]] oder [[Eisen]] || durch [[Patina#Patinieren|Patinieren]] schwarz färbbar || historischer Werkstoff für [[Statue]]n und Luxusartikel (Antike)&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| &amp;#039;&amp;#039;Potin&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;!--Weiterleitung hierher--&amp;gt; || französische Bezeichnung für Legierungen auf [[Kupfer]]basis || || &amp;#039;&amp;#039;Potin gris&amp;#039;&amp;#039; ist als Bronzelegierung zu bezeichnen. &amp;#039;&amp;#039;Potin jaune&amp;#039;&amp;#039; ist aus [[Altmessing]] hergestelltes [[Gussmessing]].&amp;lt;br /&amp;gt;Bezeichnung auch für keltische &amp;#039;&amp;#039;Münzbronze&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
[[Datei:Bronze-Stammbaum.jpg|mini|hochkant=1.6|Darstellung der Bronze-Guss- und [[Knetlegierung]]en durch das Deutsche Kupferinstitut]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Statuenbronze ===&lt;br /&gt;
[[Meyers Großes Konversations-Lexikon|Meyers Konversationslexikon]] von 1905 benannte für die Legierung einer der Witterung widerstehenden Bronze zur Herstellung von [[Bronzeskulptur]]en 89 % Kupfer, 8,2 % Zinn und 1,5 % Blei.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Meyers-1905&amp;quot; /&amp;gt; Weiter wurden die Legierungen einiger ausgeführter Statuen angegeben:&amp;lt;ref name=&amp;quot;Meyers-1905&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable zebra&amp;quot; style=text-align:center&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! width=200px | Statue !! Kupfer&lt;br /&gt;
! Zink !! Zinn !! Blei&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| style=text-align:left | [[Reiterstandbild Friedrich Wilhelms IV. (Köln)|Friedrich Wilhelm IV., Köln]]&lt;br /&gt;
| 89,55&lt;br /&gt;
| 7,46&lt;br /&gt;
| 2,99&lt;br /&gt;
| –&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| style=text-align:left | [[Löwenkämpfer|Löwenkämpfer, Berlin]]&lt;br /&gt;
| 88,88&lt;br /&gt;
| 9,72&lt;br /&gt;
| 1,40&lt;br /&gt;
| –&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| style=text-align:left | [[Amazone zu Pferde (Tuaillon)|Amazone, Berlin]]&lt;br /&gt;
| 90,00&lt;br /&gt;
| 6,00&lt;br /&gt;
| 4,00&lt;br /&gt;
| 1,00&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| style=text-align:left | [[Blücherdenkmal (Berlin)|Blücher, Berlin]]&lt;br /&gt;
| 90,10&lt;br /&gt;
| 5,30&lt;br /&gt;
| 4,60&lt;br /&gt;
| –&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| style=text-align:left | [[Reiterstandbild Friedrichs des Großen|Friedrich II., Berlin]]&lt;br /&gt;
| 88,30&lt;br /&gt;
| 9,50&lt;br /&gt;
| 1,40&lt;br /&gt;
| 0,07&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| style=text-align:left rowspan=2 | [[Reiterstandbild des Großen Kurfürsten|Großer Kurfürst, Berlin]]&lt;br /&gt;
| 89,09&lt;br /&gt;
| 1,64&lt;br /&gt;
| 5,82&lt;br /&gt;
| 2,26&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 87,91&lt;br /&gt;
| 1,38&lt;br /&gt;
| 7,45&lt;br /&gt;
| 2,65&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine schöne grüne [[Patina]] besaßen laut Meyers 1905 diese Monumente:&amp;lt;ref name=&amp;quot;Meyers-1905&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable zebra&amp;quot; style=text-align:center&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! width=200px | Statue !! Kupfer&lt;br /&gt;
! Zink !! Zinn !! Blei !! Eisen !! Nickel&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| style=text-align:left | Schäfer am Teich, Potsdam&lt;br /&gt;
| 89,20&lt;br /&gt;
| {{0}}1,12&lt;br /&gt;
| 8,86&lt;br /&gt;
| 0,51&lt;br /&gt;
| 0,18&lt;br /&gt;
| –&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| style=text-align:left | Bronze aus dem 16. Jahrhundert&lt;br /&gt;
| 89,40&lt;br /&gt;
| –&lt;br /&gt;
| 8,17&lt;br /&gt;
| 1,05&lt;br /&gt;
| 0,34&lt;br /&gt;
| 0,19&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| style=text-align:left | Diana, München&lt;br /&gt;
| 77,30&lt;br /&gt;
| 19,12&lt;br /&gt;
| 0,91&lt;br /&gt;
| 2,29&lt;br /&gt;
| 0,12&lt;br /&gt;
| 0,43&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| style=text-align:left | Mars und Venus, München 1575&lt;br /&gt;
| 94,12&lt;br /&gt;
| {{0}}0,30&lt;br /&gt;
| 4,77&lt;br /&gt;
| 0,67&lt;br /&gt;
| –&lt;br /&gt;
| 0,48&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Dancing girl.jpg|mini|hochkant|Mädchen (Tänzerin) aus [[Mohenjo-Daro]]]]&lt;br /&gt;
Zinnbronze ist ab der Mitte des 5.&amp;amp;nbsp;Jahrtausends v.&amp;amp;nbsp;Chr. in der [[Vinča-Kultur]] im serbischen [[Pločnik]] nachgewiesen. Sie entstand bei der Schmelze eines Kupfererzes mit natürlichem Zinnanteil.&amp;lt;ref&amp;gt;Miljana Radivojević: [https://doi.org/10.1007/s10963-021-09155-7 Early Balkan metallurgy. Origins, evolution and society, 6200-3700 BC. J. of World prehistory, 34(2), 195-278.]&amp;lt;/ref&amp;gt; In den folgenden Jahrhunderten ist sie auch am Kaspischem Meer belegt, ab dem 3.&amp;amp;nbsp;Jahrtausend v.&amp;amp;nbsp;Chr. etwa in der [[Kura-Araxes-Kultur]] (Transkaukasien). Anders als in der Vinča-Kultur wurden hier die beiden Metalle Kupfer und Zinn zunächst separat gewonnen und dann gezielt legiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der bereits im griechischen bekannte Begriff wird auch mit &amp;#039;&amp;#039;Brundisium&amp;#039;&amp;#039; in Verbindung gebracht, dem [[latein]]ischen Namen des heutigen süditalienischen [[Brindisi]], das in der [[Antike]], zu Neugriechenland gehörend, eine Art Zentrum der Bronzeverarbeitung und des Bronzehandels war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die gewerbsmäßige Herstellung von Bronze dürfte zwischen 2500 und 2000 v.&amp;amp;nbsp;Chr. in [[Vorderasien]] begonnen haben; in [[Mohenjo-Daro]] wurde die kleine Figur eines Mädchens (Tänzerin) gefunden. In [[China]] ist ebenfalls die Verwendung im 3.&amp;amp;nbsp;Jahrtausend v.&amp;amp;nbsp;Chr., spätestens während der [[Xia-Dynastie|Xia-Zeit]] dokumentiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bronze gilt als eine der ersten von Menschen hergestellten und genutzten Legierungen. Sie ist bei bestimmten Zusammensetzungen sogar [[härte]]r als reines Kupfer. Reines Kupfer schmilzt bei 1084,62 °C; Bronze mit 20 Masseprozent Zinn schon bei 900 °C (Diagramm [[Bronze#Zinnbronzen|hier]]). Die Zusammensetzung der frühesten Bronzen war oft noch von den eingesetzten Erzen abhängig; es entstanden Legierungen mit Arsen, dessen negativer Einfluss auf die mechanischen Eigenschaften heute bekannt ist. Auch bleihaltige Bronzen und –&amp;amp;nbsp;durch das verarbeitete Erz bedingt&amp;amp;nbsp;– solche mit Antimon entstanden und wurden verarbeitet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Bronzezeit]], als Nachfolgerin der [[Kupferzeit]], die ihrerseits die [[Jungsteinzeit]] ablöste, brachte Bronze[[waffe]]n, Gerätschaften und Schmuck (Bronzefibeln) in der [[Aunjetitzer Kultur]] und der alpinen Bronzezeit. Bronzene Reibnägel ermöglichten Wagen mit lenkbaren Vorderachsen ([[Drehschemellenkung]]).&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Moor und Torf in der Volkskultur des steirischen Ennstales.&amp;#039;&amp;#039; 2.2 &amp;#039;&amp;#039;Kulturobjekte im Moor&amp;#039;&amp;#039;,S. 73. ([http://www.literature.at/viewer.alo?viewmode=overview&amp;amp;objid=18987&amp;amp;page= PDF; 3,0 MB])&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Das erforderliche Zinn war schon im 2. Jahrtausend vor Chr. Objekt weitgespannter Handelsbeziehungen. Bei vielen Bronzefunden aus jener Zeit im östlichen Mittelmeerraum wurde der Südwesten [[Großbritannien (Insel)|Großbritanniens]] als Quelle des Zinns nachgewiesen.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.archaeologie-online.de/nachrichten/das-raetsel-des-bronzezeitlichen-zinns-4427/ Archäologie Online: &amp;#039;&amp;#039;Das Rätsel des bronzezeiztlichen Zinns&amp;#039;&amp;#039;]&amp;lt;/ref&amp;gt; Der damalige Wohlstand dieses Rohstoffgebietes fand seinen Ausdruck unter anderem in den [[Steinkreis]]en von [[Stonehenge]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erste Anhaltspunkte für [[Eisen#Eisenerzeugung aus Erz|Eisenerzeugung aus Erz]] finden sich in [[Mesopotamien]] im frühen 3. Jahrtausend vor Chr., also bevor in den meisten Regionen die Bronzezeit begann. Es breitete sich in den meisten Regionen zunächst die Verwendung von Bronze aus, danach die Verwendung von Eisen. Zur frühen [[Eisenzeit]] werden die [[Urnenfelderkultur]] und die [[Lausitzer Kultur]] gerechnet. Schließlich wird mit der [[Hallstatt-Kultur]] die Antike eingeleitet. Bronze und Eisen wurden je nach Aufgabenstellung noch nebeneinander verwendet. Durch Versuch und Irrtum gelangte man zu kohlenstoffarmem [[Schmiedeeisen]]. Damit verlor die Bronze zunehmend an Bedeutung für die Herstellung von Handwaffen. Mit den Griechen und Römern erlebte die Waffentechnik eine bis dato nie gesehene Güte und entwickelte sich im Bauwesen. Auch Denkmäler aus Bronze belegen die großen Erfahrungen in der Antike. Das frühe Mittelalter verlieh neuen Auftrieb; [[Metall- und Glockengießer|Glockengießer]] und Stückgießer unterstützten die kirchliche und weltliche Herrschaft für einige Jahrhunderte, bis die [[Eisenverhüttung]] und der [[Eisenguss]] die Bronze ablösten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Nutzung ==&lt;br /&gt;
=== Traditionelle Anwendungsbereiche von Bronzen ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Poppenreuth-glocke-1695.jpg|mini|hochkant|Bronzeglocke aus der Barockzeit (Gussjahr:&amp;amp;nbsp;1694)]]&lt;br /&gt;
* [[Glocke]]n und vergleichbare Klanginstrumente nichtchristlicher Religionen, Statuen von Lebensgröße bis zur Überdimensionierung und – seit Erfindung des Schießpulvers – Geschütze. Im Zweiten Weltkrieg wurden zahlreiche Glocken abgehängt, um Kupfer und Zinn für die Rüstung zu verwenden. Ein „[[Glockenfriedhof]]“ in Hamburg diente als Zwischenlager vor dem Schmelzofen. Bei Kriegsende befanden sich dort noch zahlreiche Glocken, die ihren Gemeinden zurückgegeben werden konnten.&lt;br /&gt;
* [[Kunst]]gegenstände ([[Kunstguss]]). Bekannt sind historische Bronzetüren, wie die [[Bernwardstür]] im [[Hildesheimer Dom]],&lt;br /&gt;
* Kleinbronzen, Gedenktafeln und gegossene oder geprägte [[Medaille]]n (Bronzemedaille bei sportlichen Wettkämpfen),&lt;br /&gt;
* klangstarke Musikinstrumente wie [[Becken (Musikinstrument)|Schlagzeugbecken]] und [[Hi-Hat]],&lt;br /&gt;
* Formdüsen für die Nudelherstellung,&lt;br /&gt;
* antike bis neuzeitliche Münzen, beispielsweise [[As (Einheit)|As]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== {{Anker|Federbronze}}Bronzen und Bronzelegierungen als Teil moderner Techniken ===&lt;br /&gt;
Kupfer-Zinn-Legierungen für unterschiedliche Techniken werden auch mit ebenso unterschiedlichen Legierungselementen den gestellten Forderungen angepasst. Der Zusatz von [[Nickel]] erhöht bei Gusslegierungen die Zähigkeit, bei [[Knetlegierung]]en die Festigkeit, Blei ist unverzichtbarer Bestandteil aller Lagerlegierungen: im Gefüge als metallisches Blei ausgeschieden, stützt es die für [[Lager (Maschinenelement)|Lager]] wichtige [[Notlaufeigenschaft]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;DKI-DIN-EN&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein weites Einsatzgebiet für Kupfer-Zinn-Legierungen ist der Maschinen- und Werkzeugbau, aber auch für Feder- und Kontaktelemente in der Elektrotechnik und Elektronik, z.&amp;amp;nbsp;B. in Schaltkreisfassungen mit vergoldeter &amp;#039;&amp;#039;Federbronze&amp;#039;&amp;#039;. Chemische und Nahrungsmittelindustrie nutzen die Korrosions- und Verschleißfestigkeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur Herstellung von Propellern für Seeschiffe sind klassische Zinnbronzen nicht geeignet, man setzt an ihrer Stelle Aluminium-Mehrstoffbronzen ein, die sich im Kontakt mit Seewasser [[kavitation]]s- und korrosionsbeständig zeigen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ebenso, wie aus anderen Metallen und Legierungen Fein- und Feinstgranulate hergestellt werden – verbreitet als „Metallpulver“ bezeichnet (Kupferpulver, Aluminiumpulver) – so auch aus Bronze. Pyrophore Eigenschaften machen alle Metallpulver zum Bestandteil von Feuerwerkskörpern, wichtiger ist aber, dass sie die Technik des [[Pulverflammspritzen]]s zur Herstellung dreidimensionaler Gegenstände ermöglichen. Durch zusätzliches heißisostatisches Verpressen ([[Sintern]]) werden hierbei Eigenschaften eines Metallmodells erzielt und damit bei der Fertigung von Prototypen und Kleinserien Zeit und Kosten eingespart.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bronzeimitat ===&lt;br /&gt;
Durch Vermischen von Bronzepulver mit flüssigem [[Kunstharz]] wie bei der [[Kaltgussbronze]] werden billige Bronzeimitate hergestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Patinieren ===&lt;br /&gt;
Durch [[Firnisbrand]] kann Bronze oberflächlich braun eingefärbt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie bei Kupfer kann auch eine [[Patina#Kupfer und Kupferlegierungen|grünliche bis bläuliche Patina]] auftreten bzw. hervorgerufen werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Galerie ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery mode=packed widths=&amp;quot;140&amp;quot; heights=&amp;quot;200&amp;quot; perrow=&amp;quot;5&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
 Nebra Scheibe.jpg| [[Himmelsscheibe von Nebra]] (2100–1700 v.&amp;amp;nbsp;Chr.)&lt;br /&gt;
 Man firenze, specchi etruschi, ercole allattato da giunone, II sec ac. 03.JPG|Etruskischer [[Bronzespiegel von Volterra]] (325–300 v.&amp;amp;nbsp;Chr.)&lt;br /&gt;
 Aachener Dom Portal Bronzetore 2014.jpg|&amp;#039;&amp;#039;Wolfstür&amp;#039;&amp;#039; um 800 – das zweiflügelige bronzene Portal des [[Aachener Dom]]s&lt;br /&gt;
 Hildesheim Christussäule.jpg|[[Christussäule (Hildesheim)|Bernwardssäule]], ca. 11. Jh., im [[Hildesheimer Dom]]&lt;br /&gt;
 Benin plaque in the Ethnological Museum, Berlin - 063.JPG|Bronzerelief einer Herrschergruppe aus dem [[Königreich Benin]], 16./17. Jh., [[Ethnologisches Museum (Berlin)|Ethnologisches Museum]], Berlin&lt;br /&gt;
 Canones Invalidos.JPG|Bronzekanonen vor dem [[Invalidendom]] in Paris&lt;br /&gt;
 Bavaria nach Restaurierung.JPG |[[Bavaria]] und Bayerischer Löwe. Bronzehohlguss in Sand, 87&amp;amp;nbsp;Tonnen&lt;br /&gt;
 Der Giesser.jpg|Bildguss aus Bronze, ca.&amp;amp;nbsp;1900&lt;br /&gt;
 Mortar and pestle - sand casting, bronze-2-no-shadows.png |Bronze-Kunstguss eines [[Mörser (Werkzeug)|Mörsers]], unsigniertes Serienstück&lt;br /&gt;
 Ernst Dostal -Merkur, 1961, Bronze.JPG|Bronzeskulptur &amp;#039;&amp;#039;Merkur&amp;#039;&amp;#039;, [[Ernst Dostal (Bildhauer)|Ernst Dostal]], 1961, Wiesbaden&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Lexikon der Metalltechnik. Handbuch für alle Gewerbetreibenden und Künstler auf metallurgischem Gebiet.&amp;#039;&amp;#039; Redigiert von J. Bersch. A. Hartlebens Verlag, Wien/Pest/Leipzig, ohne Jahrgang.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Bronze – unverzichtbarer Werkstoff der Moderne.&amp;#039;&amp;#039; Deutsches Kupferinstitut (DKI), Düsseldorf 2003.&lt;br /&gt;
* {{Literatur|Autor=[[Tobias L. Kienlin]]|Titel=Frühes Metall im nordalpinen Raum: Eine Untersuchung zu technologischen und kognitiven Aspekten früher Metallurgie anhand der Gefüge frühbronzezeitlicher Beile|Sammelwerk=[[Archäologische Informationen]]|Band=27|Datum=2004 |Seiten=187–194|DOI=10.11588/ai.2004.1.16825|Online=[https://journals.ub.uni-heidelberg.de/index.php/arch-inf/article/view/16825/14327 journals.ub.uni-heidelberg.de]|Format=PDF|KBytes=5895|Abruf=2020-03-24}}&lt;br /&gt;
* Informationsdrucke i15 und i25 des Deutschen Kupferinstituts (DKI), Düsseldorf 2004.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Guss aus Kupferlegierungen.&amp;#039;&amp;#039; Aus dem amerikanischen von Ernst Brunhuber, Schiele&amp;amp;Schön, Berlin 1986, ISBN 3-7949-0444-3.&lt;br /&gt;
* L. Vanden Berghe: &amp;#039;&amp;#039;Luristan. Vorgeschichtliche Bronzekunst aus Iran.&amp;#039;&amp;#039; München 1981.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
{{Wiktionary}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- ====Technisch==== --&amp;gt;&lt;br /&gt;
[https://www.kupferinstitut.de/ Deutsches Kupferinstitut (DKI)]:&lt;br /&gt;
* Informationsdrucke:&lt;br /&gt;
** [https://www.kupferinstitut.de/fileadmin/user_upload/kupferinstitut.de/de/Documents/Shop/Verlag/Downloads/Werkstoffe/brosch20.pdf BRONZE – unverzichtbarer Werkstoff der Moderne] (PDF; 596&amp;amp;nbsp;kB)&lt;br /&gt;
** [https://www.kupferinstitut.de/fileadmin/user_upload/kupferinstitut.de/de/Documents/Shop/Verlag/Downloads/Werkstoffe/i015.pdf Kupfer-Zinn-Knetlegierungen (Zinnbronzen)] (PDF; 998&amp;amp;nbsp;kB)&lt;br /&gt;
** [https://www.kupferinstitut.de/fileadmin/user_upload/kupferinstitut.de/de/Documents/Shop/Verlag/Downloads/Werkstoffe/i025.pdf Kupfer-Zinn- und Kupfer-Zinn-Zink-Gusslegierungen (Zinnbronzen)] (PDF; 1,8&amp;amp;nbsp;MB)&lt;br /&gt;
* Webseiten:&lt;br /&gt;
** [http://www.kupfer-institut.de/front_frame/frameset.php3?client=1&amp;amp;lang=1&amp;amp;idcat=347&amp;amp;parent=13 Bronze im Allgemeinen]&lt;br /&gt;
** [http://www.kupfer-institut.de/bronze/ Sonderpublikation Microsite &amp;#039;Bronze Spezial&amp;#039;]&lt;br /&gt;
** [http://copperkey.org/ Vergleichstool des DKI zur Werkstoffzusammensetzung anhand internationaler Normen]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references responsive&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;DIN-CEN-TS13388&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Internetquelle |url= https://www.din.de/de/mitwirken/normenausschuesse/fnne/din-spec/wdc-beuth:din21:216751920 |titel=DIN CEN/TS 13388; DIN SPEC 9700:2015-08 – Kupfer und Kupferlegierungen – Übersicht über Zusammensetzungen und Produkte |werk=din.de |hrsg=DIN |abruf=2020-03-24}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;DKI-DIN-EN&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Internetquelle|url= http://www.kupferinstitut.de/wp-content/uploads/2019/09/Infodruck-i.-25.pdf|titel= Kupfer-Zinn- und Kupfer-Zinn-Zink-Gusslegierungen (Zinnbronzen)|werk=kupferinstitut.de|hrsg=Deutsches Kupfer Institut|datum=2004-12|abruf=2020-03-24|format=PDF 1930&amp;amp;nbsp;kB}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;DudenBronze&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Internetquelle|url=https://www.duden.de/rechtschreibung/Bronze|titel=Rechtschreibung und Aussprache des Wortes Bronze|werk=duden.de|hrsg=[[Duden]]|abruf=2020-03-24}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;GrosseDuden7&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Literatur|Titel=Etymologie|Sammelwerk=Der Grosse Duden|Band=7|Verlag=Bibliografische Institut AG|Ort=Mannheim |Datum=1963}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;KlugeGötze&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Literatur|Autor=[[Friedrich Kluge]], [[Alfred Götze (Philologe)|Alfred Götze]]|Hrsg= [[Walther Mitzka]]|Titel=[[Etymologisches Wörterbuch der deutschen Sprache]]|Auflage=20.|Verlag=De Gruyter|Ort=Berlin, New York|Datum=1967|ISBN=3-11-005709-3|Seiten=102|Kommentar=Neudruck („21. unveränderte Auflage“) ebenda 1975}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Lokotsch&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Literatur|Autor=[[Karl Lokotsch]]|Titel=Etymologisches Wörterbuch der europäischen (germanischen, romanischen und slavischen) Wörter orientalischen Ursprungs|Verlag=Winter|Ort=Heidelberg|Datum=1927 |Reihe=Indogermanische Bibliothek. Abteilung&amp;amp;nbsp;1: &amp;#039;&amp;#039;Sammlung indogermanischer Lehr- und Handbücher.&amp;#039;&amp;#039; Reihe&amp;amp;nbsp;2: &amp;#039;&amp;#039;Wörterbücher.&amp;#039;&amp;#039;|BandReihe=3|Seiten=132&amp;amp;nbsp;f.|ZDB= 843768-3}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Meyers-1905&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Zeno-Seite|20006372260|454|&amp;#039;&amp;#039;Bronze.&amp;#039;&amp;#039; bei Zeno.org, S. 454&amp;amp;nbsp;ff.}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;WörterbuchBaskisch&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Literatur|Autor=Martin Löpelmann|Titel=Etymologisches Wörterbuch der baskischen Sprache|Band=1|Verlag=Walter de Gruyter|Ort=Berlin|Datum=1968|Seiten=231|Online={{Google Buch |BuchID= y5Gyi2_k_LQC|Seite=231|Hervorhebung=Bronze}}}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/references&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4146667-6|LCCN=sh85017093|NDL=00570282}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kupferlegierung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Zinn]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bronze| ]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gusswerkstoff]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Anagkai</name></author>
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