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	<title>Bosnien - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Demo Wiki</subtitle>
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		<updated>2025-09-05T11:54:59Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Higher resolution version of image&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Dieser Artikel|behandelt die historische Region Bosnien. Auch der Staat [[Bosnien und Herzegowina]] wird umgangssprachlich „Bosnien“ genannt.}}&lt;br /&gt;
[[Datei:Bih regions01.png|miniatur|Bosnien (in blau)]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Bosnien&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (bosnisch Bosna) ist der nördliche und hauptsächliche Landesteil des Staates [[Bosnien und Herzegowina]]; es umfasst, bei nicht eindeutig definierter Grenzziehung zur [[Herzegowina]], etwa 80 % des Staatsgebiets. Bosnien bildet heute keine administrative Einheit mehr, sondern ist innerhalb des Staates Bosnien und Herzegowina auf die [[Republika Srpska]], die [[Föderation Bosnien und Herzegowina]] sowie den [[Distrikt Brčko]] aufgeteilt. Die Einwohner nennt man unabhängig von ihrer ethnischen Zugehörigkeit [[Bosnier]]; die Angehörigen der muslimischen Volksgruppe werden dagegen zur Unterscheidung von [[Kroaten in Bosnien und Herzegowina|Kroaten]] und [[Serben#Bosnien und Herzegowina|Serben]] &amp;#039;&amp;#039;[[Bosniaken]]&amp;#039;&amp;#039; genannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seinen Namen bekam Bosnien vom Fluss [[Bosna (Fluss)|Bosna]], der bei [[Sarajevo]] entspringt, durch [[Zenica]] und [[Doboj]] fließt und bei [[Šamac]] in die [[Save]] (Sava) mündet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Landschaft ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Donji Vakuf.jpg|mini|Landschaft bei Donji Vakuf im südwestlichen Teil Bosniens]]&lt;br /&gt;
Bosnien ist ein großteils bergiges Land mit [[Kontinentalklima|kontinentalem Klima]] und teilweise sehr kalten Wintern. Die [[Pflanzen|Vegetation]] ist im Wesentlichen typisch mitteleuropäisch. In den ausgedehnten Wäldern gibt es noch heute [[Wolf|Wölfe]], [[Bären]] und [[Wildschwein]]e. Die [[Olympische Winterspiele 1984|Olympischen Winterspiele 1984]] machten die Skigebiete [[Jahorina]], [[Bjelašnica (Sarajevo)|Bjelašnica]] und [[Igman]] rund um Sarajevo weltbekannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bosnien wird im Süden und Westen vom [[Dinarisches Gebirge|Dinarischen Gebirge]] und der Herzegowina begrenzt. Im Norden endet es an den Flüssen [[Una (Fluss)|Una]] und [[Save]]; im Osten reicht es ungefähr bis zur [[Drina]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit Ausnahme des nördlichen Landstrichs, der sich an der Save hinzieht, ist das Land von mehr oder weniger hohen Bergketten durchzogen, deren höchste Gipfel in den Ausläufern der [[Dinarische Alpen|Dinarischen Alpen]] zu finden sind:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Treskavica ({{Höhe|2128}})&lt;br /&gt;
* Bjelašnica ({{Höhe|2067}})&lt;br /&gt;
* Vranica ({{Höhe|2070}})&lt;br /&gt;
* Volujak mit dem [[Maglić (Berg)|Maglić]] ({{Höhe|2386}})&lt;br /&gt;
* Vlašić ({{Höhe|1967}}) bei Travnik&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Hauptgebirgszüge im nördlichen Bosnien erstrecken sich von Südosten nach Nordwesten und bilden hohe, langgestreckte Rückenformen sowie fruchtbare Täler. Im südlichen Bereich überwiegen Berge mit scharfem Profil und [[Karst]]charakter, felsige Zacken und kraterförmige [[Polje|Kesseltäler]] (&amp;#039;&amp;#039;polje&amp;#039;&amp;#039;), deren meist langgestreckte Sohlen zur [[Regenzeit]] mit Wasser angefüllt werden. Im Sommer trocknen sie aus und bilden tiefe Risse. Die Randgebirge dieser Kessel erheben sich bis auf 700 bis 900&amp;amp;nbsp;m. Sie sind kahle und zerklüftete [[Kalkstein|Kalkfelsen]]. Statt Wald findet sich hier nur spärliches Gestrüpp.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Waldbereich überwiegen mitteleuropäische Bäume, wie [[Buche]]n, [[Fichten]], [[Birken]], [[Erlen (Gattung)|Erlen]] und [[Ahorne|Ahorn]]. Über etwa 1600&amp;amp;nbsp;m endet der Baumwuchs typischerweise und es treten alpine Kräuter auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hauptfluss von Bosnien ist die [[Save]], die eine natürliche nördliche Grenze gegen [[Slawonien]] bildet. Die Save ist schiffbar für leichte Fahrzeuge und bildet einen der wichtigsten Transportwege. Ihre größten Nebenflüsse sind die Una, der [[Vrbas (Fluss)|Vrbas]], die [[Ukrina]], die Bosna und die [[Drina]], welche ihr aus südlicher Richtung zufließen. Deren Täler bilden die wichtigsten Verkehrsachsen durch Bosnien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Una Valley Panorama.jpg|mini|zentriert|hochkant=3|Panorama der nordwestlichen Landschaft Bosniens (Blick von [[Brekovica]])]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
=== Frühzeit ===&lt;br /&gt;
Schon in der [[Antike]] war Bosnien ein wichtiges Transitland zwischen [[Adriatisches Meer|Adria]] und [[Donau]]raum, sodass sich in dem fruchtbaren und gebirgigen Land einige wohlhabende Handelsstädte herausbilden konnten. Zu dieser Zeit gehörte Bosnien zur [[Römische Provinz|römischen Provinz]] [[Illyricum]]. Von der [[Römisches Reich|römischen]] Präsenz zeugen auch heute noch viele Ausgrabungsstücke und Befestigungsanlagen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der Einwanderung der [[Slawen]] im 7. Jahrhundert stand Bosnien zumeist unter [[Byzantinisches Reich|byzantinischer]] Herrschaft, jedoch gelang es den Fürsten, eine weitgehende Autonomie zu erwerben und zu bewahren. Später war es auch Teil des [[Bulgarien|bulgarischen]] und [[Geschichte Serbiens|serbischen]] Reichs sowie Teil [[Ungarn]]s. Alle fremdländischen Herrschaften vermochten jedoch nicht, direkten Einfluss auf die Politik des Landes auszuüben, die Macht verblieb in den Händen des lokalen Adels und der Fürsten. Einige Teile Bosniens gehörten bis zum Jahr 1102 dem im Jahr [[925]] gegründeten [[Kroatien im Frühmittelalter|Königreich Kroatien]] an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Landesname &amp;#039;&amp;#039;Bosnien&amp;#039;&amp;#039; taucht erstmals um das 10. Jahrhundert auf, allerdings bezieht er sich hier nur auf das Kernland am [[Oberlauf]] der Bosna. In den Jahren 1154 bis 1463 war es meist ein selbstständiges Fürstentum bzw. später Königreich.&lt;br /&gt;
Der erste bekannte Herrscher über Bosnien war der aus dem zum [[Königreich Ungarn]] gehörigen [[Slawonien]] stammende [[Ban Borić]], welcher von 1154 bis 1164 regierte. Während seiner Regierungszeit befanden sich das Königreich Ungarn und Byzanz im Krieg. Borić stellte sich auf die Seite von Ungarn, wobei er sich an der Belagerung von Braničevo beteiligte. Bei seiner Rückkehr nach Bosnien wurde er vom byzantinischen Heer geschlagen und musste fliehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach Ban Borić herrschte bis 1180 Byzanz über Bosnien. Nun kam [[Kulin (Ban)|Ban Kulin]] an die Macht. Er nutzte die vorübergehende Schwäche des byzantinische Reichs durch den Tod [[Manuel I. (Byzanz)|Manuel I. Komnenos’]] und erkannte immer mehr die Herrschaft [[Ungarn]]s an. Dies wirkte sich jedoch nicht auf die Eigenständigkeit von Bosnien aus, und Ban Kulin nahm das Gebiet der Usora und [[Soli (Bosnien)|Soli]] ein, womit sich die Herrschaft Bosniens auf den gesamten Flusslauf der Bosna ausweitete. Wie die Eroberungen schritt auch die Ökonomie voran. Ban Kulin schloss 1189 ein Handelsabkommen mit der [[Republik Ragusa|Republik]] von [[Dubrovnik]] ab, auch bekannt als &amp;#039;&amp;#039;Povelja Kulina bana&amp;#039;&amp;#039;. Dies ist eines der frühesten staatlichen Dokumente auf dem Balkan. Am Ende des 12. Jahrhunderts gab es immer mehr Anklagen gegen Ban Kulin wegen seiner Unterstützung für die [[Bosnische Kirche]], welche als eine [[Häresie]] angesehen wurde. Dies wurde von Papst [[Innozenz III.]] sehr missbilligt, der den ungarischen König zu einem [[Kreuzzug gegen Bosnien]] überredete. Ban Kulin sah die Gefahr und nahm auf dem &amp;#039;&amp;#039;Bilino Polje&amp;#039;&amp;#039; in [[Zenica]] mit einer großen Zahl von Anhängern der bosnischen Kirche den [[Lateinische Kirche|katholischen]] Glauben an. Über den Nachfolger von Ban Kulin gibt es keine genauen Angaben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Das Haus Kotromanić ===&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|Königreich Bosnien}}&lt;br /&gt;
[[Datei:MileOstaci.jpg|mini|Überreste der Kirche in Mile, vermuteter [[Krönung von Tvrtko I.|Krönungsort von Tvrtko I.]]]]&lt;br /&gt;
In der Folge wurde das [[Haus Kotromanić]] zur herrschenden Dynastie in Bosnien, aus der [[Matej Ninoslav|Matija Ninoslav]] um 1230 bis 1250 als Großban von Bosnien auftritt. Er war ein Anhänger der [[Bogumilen]], konvertierte jedoch 1233 zum [[Katholizismus]].&amp;lt;ref&amp;gt;[[Europäische Stammtafeln]], Neue Folge, Band II.: Die außerdeutschen Staaten. Tafel 158, Verlag J. A. Stargardt, Marburg, 1984.&amp;lt;/ref&amp;gt; Er nahm nach einigen Feldzügen [[Livno]], die [[Neretva]]-Region und [[Ustiprača]] (Novo Goražde) ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach ihm tritt ein Verwandter, [[Prijezda I. Kotromanić]] auf, der gleichfalls 1233 zum Katholizismus konvertierte, ab 1250/54 Großban von Bosnien war, 1254 als ungarischer Ban von Ober- und Nieder-Bosnien (Dolnji Kraji und Vrh Bosna) aufscheint und 1254 von König [[Béla IV. (Ungarn)|Béla IV.]] von Ungarn mit dem Komitat Novska belehnt wurde und 1287 verstarb.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Europäische Stammtafeln]], op. cit. Tafel 158.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf ihn folgte sein älterer Sohn [[Prijezda II. Kotromanić|Prijezda II]].,&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.enciklopedija.hr/natuknica.aspx?id=50351 |titel=Prijezda I. {{!}} Hrvatska enciklopedija |abruf=2017-08-31}}&amp;lt;/ref&amp;gt; der 1267 Zupan von Zemunik und von 1287 bis 1290/95 Ban von Bosnien war († um 1295). Prijezda II. regierte zunächst mit [[Stjepan I. Kotromanić|Stjepan I. Kotroman]] zusammen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.enciklopedija.hr/Natuknica.aspx?ID=50352 |titel=Prijezda II. {{!}} Hrvatska enciklopedija |abruf=2017-08-31}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Nach ihm kam dessen Bruder Ban Stjepan I. Kotromanić († um 1314) als Ban von Ober- und Nieder-Bosnien an die Macht, geriet jedoch in der Folge in Abhängigkeit von seinem Schwiegervater, [[Stefan Dragutin]], [[Königreich Serbien|König von Serbien]] (1276–1282) und von den Fürsten von Bribir aus dem Haus [[Šubić]].&amp;lt;ref&amp;gt;[[Europäische Stammtafeln]], op. cit. Tafel 158.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Stjepan I. regierte nur in den Gebieten an der Drina. Dies nutzte der kroatische Ban [[Pavle Bribirski (Šubić)]] aus und nahm auch Bosnien ein. Der Sohn von Pavle Bribirski Mladen I. Šubić starb kurz, nachdem er Ban wurde. Sein Bruder Mladen II. Šubić übernahm nun die Macht. Er zog auch den späteren Ban [[Stjepan II. Kotromanić]] auf. Stjepan II. stürzte mit Hilfe von [[Ludwig I. (Ungarn)|Ludwig I. von Ungarn]] Mladen II. und übernahm nun die Regierung. Gleichzeitig wurde er Vasall von Ludwig I., welcher auch seine Tochter Elisabeth zur Frau nahm.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahre 1377 krönte sich der bosnische Ban [[Tvrtko I.|Stjepan Tvrtko Kotromanić]] – entweder in [[Kloster Mileševa|Mileševa]] bei [[Prijepolje]] oder in Mile bei [[Visoko]]&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv |url=http://www.aneks8komisija.com.ba/main.php?id_struct=6&amp;amp;lang=1&amp;amp;action=view&amp;amp;id=1341 |text=&amp;#039;&amp;#039;Arheološko područje Mile – Krunidbena i grobna crkva bosanskih kraljeva, Arnautovići, općina Visoko&amp;#039;&amp;#039; |wayback=20090116053150}}&amp;lt;/ref&amp;gt; – zum &amp;#039;&amp;#039;König Serbiens, Bosniens, dem Küstenland und der westlichen Länder,&amp;#039;&amp;#039; wodurch er in politischen Konflikt mit dem regulären Nachfolger der [[Serben|serbischen]] Königskrone [[Marko Mrnjavcević]], der im Gebiet des heutigen [[Nordmazedonien]] herrschte, geriet. Tvrtko war der Enkel der [[Elisabeth Nemanjić]] – ein Mitglied der aus [[Geschichte Serbiens|Raszien]] stammenden [[Serbien|serbischen]] Königsdynastie der [[Nemanjiden]], weshalb er sich als rechtmäßigen Erben der gesamtserbischen Krone betrachtete. Tvrtko I. Mutter war Jelena von Bribir aus der einflussreichen kroatischen Adelsfamilie der Šubić.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.enciklopedija.hr/Natuknica.aspx?ID=62877 |titel=Tvrtko I. Kotromanić {{!}} Hrvatska enciklopedija |abruf=2017-08-31}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Die mittelalterliche Hauptstadt und Sitz des Königs war [[Kraljeva Sutjeska]]. Markos Onkel [[Uglješa Mrnjavcević]] herrschte über die Hum, die heutige [[Herzegowina]] mit Sitz in [[Trebinje]]. Das [[Königreich Bosnien]] wurde für fast ein Jahrhundert der mächtigste Staat der Region.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1389 folgte König [[Tvrtko I.|Stjepan Tvrtko Kotromanić]] dem Aufruf des serbischen Fürsten [[Lazar Hrebeljanović]] und entsandte einen Teil seines Heeres zum [[Schlacht auf dem Amselfeld (1389)|Amselfeld]], um sich dort mit dem restlichen serbischen Heer den [[Osmanisches Reich|Osmanen]] entgegenzustellen.&lt;br /&gt;
1463 wurde Bobovac nahe Kraljeva Sutjeska von den [[Türken|Osmanen]] eingenommen. König [[Stjepan Tomašević]] wurde hingerichtet. Mit dem Tod seiner Frau [[Katarina Kosača-Kotromanić]] 1478 in [[Rom]] erlosch die bosnische Königsdynastie. Als letzte legitime Erbin der bosnischen Krone bestimmte sie in ihrem Testament vom 20. Oktober 1478 den [[Papst]] [[Sixtus IV.]] und seine Nachfolger auf dem päpstlichen Thron als Erben Bosniens und der bosnischen Krone.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.enciklopedija.hr/Natuknica.aspx?ID=33480 |titel=Kotromanić, Katarina {{!}} Hrvatska enciklopedija |abruf=2017-08-31}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Osmanen ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Balkans Bd. 15 1890 (128663199).jpg|mini|Der Balkan um 1890]]&lt;br /&gt;
Erst 70 Jahre nach [[Sarajevo]] fiel [[Bihać]] als letzte bosnische Stadt. Bosnien wurde damit zu einem osmanischen [[Sandschak (Osmanisches Reich)|Sandschak]], [[Eyâlet]] bzw. [[Vilâyet]] (Provinz). Nach der [[Reconquista]] in [[Spanien]] siedelten sich auch vertriebene [[Sephardim|sephardische Juden]] in Bosnien an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit der Rückeroberung Süd[[ungarn]]s und [[Slawonien]]s durch [[Eugen von Savoyen|Prinz Eugen]] wurde das Land zur Grenzzone. Österreichische Truppen versuchten mehrmals, auch Bosnien zu erobern, was aber scheiterte, so dass sich die Savegrenze stabilisieren konnte. Allerdings zerstörte Prinz Eugen bei einem Feldzug Sarajevo.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bosnien war eine der wichtigsten Provinzen des Osmanischen Reiches, da es die europäische Grenze des Reiches schützte. Der bosnische [[Beylerbey]], Statthalter des Sultans, war wie kein anderer Statthalter mit unumschränkter Gewalt ausgestattet. Die Statthalter Bosniens gehörten neben dem Sultan zu den mächtigsten Männern des Reiches. Der Titel des Beylerbey war neben den bosnischen Statthaltern nur wenigen anderen Statthaltern des Reiches vorbehalten. Während der osmanischen Zeit erreichte Bosnien eine zweite, orientalische Blüte; es ging vollends auf in der Kultur des Osmanischen Reiches und viele Männer aus Bosnien und der Herzegowina erwarben hohe Würden am Hofe des Sultans und wurden zu Militärführern, Diplomaten und Großwesiren des Reiches.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Österreich-Ungarn ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Flag of Independent Bosnia (1878).svg|mini|Flagge Bosniens 1864–1908]]&lt;br /&gt;
1878 wurde Bosnien [[Österreich-Ungarn|österreichisch-ungarischer]] Finanzverwaltung unterstellt ([[Kondominium]]), während es bis 1908 formell weiterhin dem Osmanischen Sultan unterstand. In dieser Zeit wurde der Begriff [[Bosnien und Herzegowina]] (&amp;#039;&amp;#039;Bosna i Hercegovina&amp;#039;&amp;#039;) geprägt. 1908 annektierte Österreich-Ungarn Bosnien-Herzegowina und löste damit die [[Bosnische Annexionskrise]] aus. Das [[Attentat von Sarajevo]] 1914 durch Mitglieder der Studentenbewegung [[Mlada Bosna]], unter anderem [[Gavrilo Princip]], und der serbischen Widerstandsgruppe [[Schwarze Hand]] wurde von Österreich-Ungarn mit einem Ultimatum und schließlich einer Kriegserklärung gegenüber dem [[Königreich Serbien]] beantwortet, was wegen der Garantien der damaligen Großmächte untereinander und gegenüber kleineren Staaten zum [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkrieg]] führte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* {{Portal|Bosnien und Herzegowina}}&lt;br /&gt;
* [[Geschichte von Bosnien und Herzegowina]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Helen Walasek u. a.: &amp;#039;&amp;#039;Bosnia and the Destruction of Cultural Heritage.&amp;#039;&amp;#039; Ashgate, 2015.&lt;br /&gt;
* {{Literatur | Autor=Noel Malcolm | Titel=Geschichte Bosniens | Verlag=S. Fischer Verlag | Ort=Frankfurt am Main | Jahr=1996 | ISBN=3-10-029202-2}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=g|GND=4007826-7|VIAF=236335847}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Historische Landschaft oder Region in Europa]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Region in Europa]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Region in Bosnien und Herzegowina]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geographie (Bosnien und Herzegowina)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Redaktor GLAM</name></author>
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