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	<title>Blindenschrift - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-04-07T15:39:28Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Demo Wiki</subtitle>
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		<id>https://demowiki.knowlus.com/index.php?title=Blindenschrift&amp;diff=10337&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Tilman Berger: Grammatik korrigiert</title>
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		<updated>2025-09-13T15:06:34Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Grammatik korrigiert&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Blindenschrift-1915.jpg|mini|alt=Eine vergilbte Postkarte ist mit Braillezeichen und erläuterndem Text in Schwarzschrift bedruckt. Unter der Überschrift „WIE BLINDENSCHRIFT AUSSIEHT“ folgen in 5 Reihen die 26 Buchstaben des Alphabetes in Brailleschrift und darunter in Schwarzschrift sowie die Wörter „BLUMENTAG HEILBRONN“. In zwei weiteren Texttafeln stehen in sehr kleiner Schwarzschrift Erläuterungen zur Brailleschrift. Sie enden mit dem Satz „In Deutschland gibt es 35000 Blinde!“|[[Brailleschrift]]-Postkarte zum Int. Blindentag 1915 (u.&amp;amp;nbsp;a. mit Braillealphabet)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Six Principal Systems of Embossed Type.jpg|mini|alt=Auf einer dunkelgrauen Metalltafel sind in 6 Zeilen jeweils die 26 Buchstaben des Alphabets als erhabene (tastbare) Zeichen aufgebracht. Zu sehen sind die Schriften von Haüy, Gall und Howe, sowie das Moonalphabet und die Punktschriften von Braille und Wait.|Gegenüberstellung verschiedener Schriften]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Moonalphabet.svg|mini|alt=Die Texttafel zeigt in Schwarzschrift die 26 Buchstaben des Lateinischen und des Moonalphabets|Übersicht [[Moonalphabet]]]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Achsknick der Cathédrale St. Corentin in Quimper.JPG|mini|alt=Eine rostbraune Metalltafel. Der Grundriss der Kathedrale ist als Relief erhaben und somit auch tastbar dargestellt, die Beschriftung ist in Normalschrift (weiß auf rostbraunem Grund) und in Brailleschrift ausgeführt.|Metalltafel mit erhabener Darstellung des Grundrisses mit [[Achsknick]] der &amp;#039;&amp;#039;Kathedrale St. Corentin&amp;#039;&amp;#039; in [[Quimper]] mit Erklärungen in Normalschrift und Blindenschrift]]&lt;br /&gt;
Als &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Blindenschrift&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; werden übergreifend Systeme von [[Schrift]]zeichen bezeichnet, die von [[Blindheit|Blinden]] gelesen werden können. Das Lesen erfolgt dabei mit dem [[Tastsinn]] der Finger, mit denen die erhabenen Strukturen der Zeichen von ihrer planen Umgebung unterschieden und identifiziert werden können. Es existieren verschiedene solcher Systeme von Blindenschriften, von denen die im Jahr 1825 von [[Louis Braille]] entwickelte [[Brailleschrift]] am weitesten verbreitet ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Viele dieser Schriftsysteme für Blinde sind dabei gut durchdacht, haben aber oft den Nachteil, dass sie von Sehenden für Erblindende, wie das [[Moonalphabet]], entworfen wurden. Nicht so bei der Brailleschrift, die von ihrem Namensgeber, der selbst blind war, für blinde Menschen als ein für sie praktikables Schriftsystem entwickelt wurde. Die Blindenschrift besteht aus 6 möglichen Punkten, die in drei Zeilen und 2 Spalten angeordnet sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur Abgrenzung von Blindenschriften verwendet man häufig für die Schrift der Sehenden den Begriff [[Schwarzschrift]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Grundsätzliche Ausführungen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es gibt zwei grundsätzliche Richtungen der Blindenschrift:&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Reliefschrift&amp;#039;&amp;#039;, bei der die normalen lateinischen Buchstaben oder vereinfachte grafische Muster tastbar gemacht werden (z.&amp;amp;nbsp;B. das [[Moonalphabet]]), und die&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Punktschrift&amp;#039;&amp;#039;, die die Buchstaben in einem Punkte-Raster nachbildet oder in einen [[Code]] übersetzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Punktschrift ==&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Punktschriften&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; sind [[Schrift]]en, die aus erhabenen, aus dem Material heraustretenden und damit fühlbaren Punkten bestehen. Die erste dieser aus ertastbaren &amp;#039;&amp;#039;Punkten&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;Strichen&amp;#039;&amp;#039; bestehende Schrift war von [[Francesco Lana Terzi]] bereits [[1670]] entworfen worden,&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.fakoo.de/blind/relief-alphabet_tz.html Terzis Blindenschrift] bei www.fakoo.de&amp;lt;/ref&amp;gt; sie wurde allerdings nie verwendet. [[Charles Barbier]] entwickelte [[1815]] seine, militärischen Zwecken dienende, [[Nachtschrift]], die im Dunklen lesbar sein sollte. Da diese Schrift beim Militär nicht ankam, bot sie Barbier in der Pariser Blindenschule an.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.fakoo.de/barbier/barbier-alphabet.html Barbiers Nachtschrift] bei www.fakoo.de&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Begriff Punktschrift wird synonym für die normale [[Brailleschrift]], die sechs Punkte verwendet, benutzt. Diese ist mit Abstand die am weitesten verbreitete und bekannte Punktschrift, daneben gibt es aber noch andere Punktschriftsysteme. Bevor die Brailleschrift sich allgemein durchsetzte, war in Nordamerika das von [[William Bell Wait]] entwickelte &amp;#039;&amp;#039;New York Point&amp;#039;&amp;#039; (auch kurz als &amp;#039;&amp;#039;Wait&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet) verbreitet. Des Weiteren hat &amp;#039;&amp;#039;Computer-Braille&amp;#039;&amp;#039;, das ein 8-Punkte-System verwendet, um leichter Großbuchstaben und Sonderzeichen darstellen zu können, oder die 7-Punkt- und 8-Punkt-Blindenstenographie Verbreitung erlangt. „Computer-Braille“ wird vor allem von [[Braillezeile]]n benutzt, mit denen Blinde den Inhalt eines Computer-Bildschirmes auslesen können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Brailleschrift wird mit speziellen [[Brailledrucker]]n oder [[Punktschriftmaschine]]n zu Papier gebracht. Der Platzbedarf der Punktschriftsysteme ist enorm, denn die Zeichen sind größer als in der Schwarzschrift. Auch das Papier muss viel dicker sein, um dauerhaft geprägt werden zu können. So umfasst der [[Duden]] in Punktschrift 18 Bände.&lt;br /&gt;
Es ist immerhin möglich, die Seiten bei maschineller Herstellung beidseitig zu prägen, denn die Finger spüren nur die Erhebungen, nicht aber die Vertiefungen. Dazu müssen die Zeichen von Vorder- und Rückseite um ein Geringes gegeneinander versetzt sein, um nicht bereits hervorgedrückte Punkte der einen Seite von der anderen Seite her wieder einzudrücken. Um die Nachteile durch das hohe Gewicht von Braille-Drucksachen im Briefverkehr auszugleichen, transportiert die [[Deutsche Post AG]] Sendungen in Brailleschrift portofrei (Kennzeichnung: &amp;#039;&amp;#039;[[Blindensendung]] / Cécogramme&amp;#039;&amp;#039;).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Verbreitung der Punktschrift nimmt weiter zu. So müssen gemäß der 12. AMG-Novelle ([[Arzneimittelgesetz (Deutschland)|Arzneimittelgesetz]]) seit 2004 in Deutschland alle Pharmaverpackungen auch mit Blindenschrift versehen sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Erstellen von Punktschrift ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Analog zur [[Schwarzschrift]], die zum Beispiel permanent durch Handschrift oder Druck auf Papier oder temporär auf Displays und Bildschirmen dargestellt wird, kann auch Punktschrift temporär mit [[Braillezeile]]n oder dauerhaft in Papier/Karton geprägt dargestellt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die permanente Darstellung erfolgt in der Regel auf Karton bzw. etwas dickerem Papier. Weitere Möglichkeiten sind Metallplatten mit Punktschrifthinweisen in Fahrstühlen oder Kunststofffolien zur Etikettierung. Es gibt verschiedene Arten, Punktschrift (insbesondere [[Brailleschrift]]) permanent zu schreiben:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Slate and Stylus 3.jpg|miniatur|alt=Das Bild zeigt drei unterschiedliche Punktschrifttafeln und zwei dazu gehörige Griffel. Zwei der Tafeln sind aus aluminiumfarbenem Metallblech, die dritte ist aus gelbem Kunststoff. Eine der Tafeln ist aufgeklappt, so dass man sieht, dass dort das zu beschriftende Papier einzulegen ist. Auf dem hinteren Teil dieser Tafel erkennt man die in Sechsergruppen angeordneten Vertiefungen für die einzelnen Punkte, auf dem vorderen Teil die rechteckigen Ausschnitte für die Positionierung der Zeichen.|Verschiedene kleine Punktschrifttafeln zum Erstellen von Notizen und Karteikarten (hier in den Größen 4&amp;amp;nbsp;×&amp;amp;nbsp;28 und 6&amp;amp;nbsp;×&amp;amp;nbsp;19 Zeichen)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Punktschrifttafel]]: Mit einem Griffel drückt man die Blindenschriftbuchstaben von der Rückseite aus in das Papier. Diese sind noch weit verbreitet, weil sie viele Vorteile bieten (handlich für unterwegs, sehr robust). Vermutlich hat die Punktschrifttafel der Punktschrift gegenüber der Reliefschrift zum Durchbruch verholfen, weil so sehr leicht Dokumente erstellt werden konnten. Bei Reliefschrift ist dies wesentlich aufwändiger.&lt;br /&gt;
* [[Punktschriftmaschine]]: Jeder Taste ist ein Punkt des Blindenschriftbuchstabens zugeordnet. Die Tasten, die zur Erzeugung eines Buchstabens nötig sind, werden gleichzeitig gedrückt.&lt;br /&gt;
* [[Brailledisplay]]s: Eingabe der Buchstaben erfolgt entweder über sechs oder bei Computer-Braille acht Tasten ähnlich wie bei der Punktschriftmaschine oder direkt über eine angeschlossene Computer-Tastatur (jedem Buchstaben ist eine Taste zugeordnet). Die Ausgabe der Braille-Zeichen erfolgt dynamisch über die Braille-Zeile.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Blindenschrift in öffentlichen Einrichtungen und Bahnhöfen ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Blindenschrift Handlauf Hauptbahnhof Dresden - (Zu den Gleisen 3-4) - Bild 002.jpg|mini|Blindenschrift im Handlauf [[Dresden Hauptbahnhof|Hauptbahnhof Dresden]]]]&lt;br /&gt;
Die [[Deutsche Bahn]] stattet viele [[Handlauf|Handläufe]] der Bahnhöfe mit Blindenschrift aus. Auch in einigen Einkaufszentren findet sich Blindenschrift beispielsweise auf Informationstafeln oder Lageplänen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Braille-Musikschrift]]&lt;br /&gt;
* [[Blindenschriftübersetzungsprogramm]]&lt;br /&gt;
* [[Blindenbibliothek]]en, weltweit verbreitete Einrichtungen, meist auf gemeinnütziger Basis mit staatlicher Unterstützung&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Bernhard Walter Panek: &amp;#039;&amp;#039;Blindenschrift: Schrift – Grafik – Druck. Herstellung und Vervielfältigung taktil erfaßbarer Publikationen.&amp;#039;&amp;#039; Wiener Universitätsverlag ISBN 978-3-7089-0153-4&lt;br /&gt;
* Kai Nonnenmacher: &amp;#039;&amp;#039;Beseelte Sprache, erhabene Schrift – Anaglyptographie und literarische Blindheit in der französischen Romantik.&amp;#039;&amp;#039; In: [[Claudia Gronemann]] Hg.: &amp;#039;&amp;#039;Körper und Schrift: Beiträge zum 16. Nachwuchskolloquium der Romanistik.&amp;#039;&amp;#039; Leipzig, 14. – 17. Juni 2000. Forum junge Romanistik, 7. Romanistischer Verlag, Bonn 2001, ISBN 3-86143-122-X, S. 393–409&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Braille}}&lt;br /&gt;
{{Wiktionary}}&lt;br /&gt;
* [http://www.braille.ch/ braille.ch] stellt verschiedene Braille-Systeme anderer Länder vor, z.&amp;amp;nbsp;B. Chinesisch&lt;br /&gt;
* [http://www.fakoo.de/blindenschriften.html Zeitliche Entwicklung der Blindenschriften] (Zeittafel) einschließlich Schriften von Terzi, Haüy, Klein, Lucas, Gall, Howe, Alston, Moon, Hebold, Wait, Smith, Mascaró, auf fakoo.de&lt;br /&gt;
* Virtuelle Ausstellung „Zeichen – Bücher – Netze“ des [[Deutsches Buch- und Schriftmuseum|Deutschen Buch- und Schriftmuseums]]: [http://mediengeschichte.dnb.de/DBSMZBN/Content/DE/LauteZeichenSchriften/01-blindenschrift.html Blindenschrift], mit Videointerview mit Prof. Thomas Kahlisch zu Funktion und Geschichte der Blindenschrift&lt;br /&gt;
* [https://www.beuth.de/app/nv/nv-rest/normviewer/resources/290677506/x1caf290.fig-4a.090.gif?lang=de Schriftbild des lateinischen Alphabets und der Ziffern für taktile Beschriftungen (erhabene Profilschrift) nach DIN 32986]&lt;br /&gt;
; Werkzeuge&lt;br /&gt;
* [https://www.cbm.de/aktiv-werden/interaktiv/blindenschrift-uebersetzer-411587.html Online-Braille-Übersetzer] der [[Christoffel-Blindenmission]]&lt;br /&gt;
* [http://www.fakoo.de/braille.html Brailleschrift online lernen], eigene Texte in Braille umwandeln, Punktschrift-Tafel-Simulator und mehr, auf fakoo.de&lt;br /&gt;
* [https://www.pharmabraille.com/wp-content/uploads/2015/01/system_d_blindenschrift_7620.pdf Das System der deutschen Blindenschrift], Deutsche Blindenstudienanstalt Marburg 2005. Vergleich verschiedener Fassungen, reformierte Kurzschrift, seit den 1970er Jahren, durch Staatsverträge gültig für BRD, Österreich und die deutschsprachige Schweiz. Reihe: Marburger Systematiken der Blindenschrift&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
; Literaturquellen&lt;br /&gt;
* [http://www.blindenschrift.net/ blindenschrift.net] mit u.&amp;amp;nbsp;a. Online-Katalog mit allen deutschsprachigen Punktschriftbüchern&lt;br /&gt;
* [http://www.braille.ch/lehrbuch.htm Regelwerke und Lehrbücher der Blindenschrift], auf braille.ch&lt;br /&gt;
* [http://www.dzb.de/index.php?site_id=2 Blindenbücherei bei Deutsches Zentrum für barrierefreies Lesen] (früher Deutsche Zentralbücherei für Blinde Leipzig (DZB))&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4145976-3}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Blindenschrift| ]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Angewandte Linguistik]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- Tactile alphabet trifft es nicht ganz … aber besser als nichts --&amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Tilman Berger</name></author>
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