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	<title>Blasonierung - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Demo Wiki</subtitle>
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		<id>https://demowiki.knowlus.com/index.php?title=Blasonierung&amp;diff=8571&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Josef J. Jarosch am 3. Januar 2025 um 22:13 Uhr</title>
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		<updated>2025-01-03T22:13:51Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Wappenelemente}}&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Blasonierung&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist in der Wappenkunde ([[Heraldik]]) die [[Fachsprache|fachsprachliche]] Beschreibung eines [[Wappen]]s.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Die Blasonierung hat ihren Ursprung im [[Mittelalter]], als es eine der Aufgaben eines [[Herold]]s war, die Herkunft der Wappen an- oder durchreisender [[Ritter]] zu bestimmen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Wort &amp;#039;&amp;#039;Blasonierung&amp;#039;&amp;#039; leitet sich vom [[Französische Sprache|französischen]] &amp;#039;&amp;#039;Blason&amp;#039;&amp;#039; („Wappenschild“) ab (vgl. &amp;#039;&amp;#039;blasonner / blazon&amp;#039;&amp;#039; für „Blasonieren“ im Französischen bzw. Englischen). Diese Ableitung besteht indirekt über das [[Mittelhochdeutsche Sprache|mittelhochdeutsche]] &amp;#039;&amp;#039;blasenieren, bleseniere&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bereits seit dem 13.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert setzte sich in Frankreich, und darauf aufbauend in England, eine sehr präzise Sprache zur Beschreibung der Wappen durch, die auch heute noch in der &amp;#039;&amp;#039;Heraldik&amp;#039;&amp;#039; verwendet wird. Die englische heraldische Sprache ist durch die Verwendung vieler [[Altfranzösische Sprache|altfranzösischer]] Wörter und die aus dem Französischen entlehnte Wortstellung mit nachgestellten Adjektiven für nicht vorgebildete Englischsprecher kaum verständlich. In Deutschland legte [[Philipp Jacob Spener]] im 17.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert die Grundlagen für eine einheitliche Wappenbeschreibung in deutscher Sprache, die auf Fremdwörter weitgehend verzichtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ursprünglich wurde das [[Aussehen]] von Wappen offiziell nur mit Worten beschrieben. Erst mit der Verwendung von Wappen als [[Hoheitszeichen|Hoheitssymbole]] erhielten zusätzlich auch Abbildungen einen offiziellen Charakter, da insbesondere bei Figuren die reine Beschreibung noch gewisse gestalterische Freiheiten lässt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Grundregeln ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Heraldische Grundelemente ===&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|Gemeine Figur|Heroldsbild}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Prinzipiell versteht man unter &amp;#039;&amp;#039;gemeine Figur&amp;#039;&amp;#039; alle visuell „wahrnehmbaren Erscheinungen“ der Realwelt. Sie stehen im Gegensatz zum &amp;#039;&amp;#039;Heroldsbild,&amp;#039;&amp;#039; das in einer einfachen geometrischen Aufteilung des Schildes durch Teilungslinien besteht, die den Schild in verschiedenfarbige „Plätze“ aufteilen. Viele Wappenschilde kombinieren Heroldsbilder mit Gemeinen Figuren. Gemeine Figuren können in natürlichen Farben dargestellt werden, auch wenn das vermieden werden sollte. Die heraldischen Regeln schreiben eine möglichst weitreichende [[Stilisierung]] bei bestmöglicher Erkennbarkeit des Motivs vor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ist der [[Wappenschild]] in Felder eingeteilt, so beginnt die Blasonierung mit der Beschreibung der [[Schildteilung]], dem oder den [[Heroldsbild]]/-ern. Einfarbige Schilde sind &amp;#039;&amp;#039;ledig&amp;#039;&amp;#039;. Oft werden feine Muster eingebracht, so dass das Feld [[Damaszierung (Heraldik)|&amp;#039;&amp;#039;damasziert&amp;#039;&amp;#039;]] ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== {{Anker|Heraldisch rechts}}{{Anker|Heraldisch links}}{{Anker|Heraldisch vorn}}{{Anker|Heraldisch hinten}}{{Anker|Schwertseite}}Rechts/links und vorn/hinten in der Heraldik ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Dietmar der Setzer.jpg|mini|Schwert in der Rechten, Schild in der Linken ([[Codex Manesse]])]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Blason Parti 3D.svg|hochkant|mini|Die rote Seite ist (heraldisch) &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;rechts&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;vorn&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, die goldene &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;links&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;hinten&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Heraldisch rechts“ ist die vom Betrachter aus linke Seite (manchmal auch als &amp;#039;&amp;#039;vorn&amp;#039;&amp;#039; benannt). Entsprechend ist „heraldisch links“ oder &amp;#039;&amp;#039;hinten&amp;#039;&amp;#039; die rechte Seite eines Wappens.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Seitenbezeichnung leitet sich noch aus der Zeit her, als das Wappen auf dem [[Schild (Waffe)|Schild]] im Kampf oder Turnier getragen wurde. Sie bezieht sich deswegen immer auf den Schildträger (das ist der hinter dem Schild Stehende) und nicht auf den Betrachter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da der [[Rechtshänder|rechtshändige]] Ritter sein Schwert in der rechten und seinen Schild in der linken Hand trug, zeigt die rechte Kante und Seite des Schilds vom Träger aus betrachtet nach vorne und die linke Kante und Seite des Schilds nach hinten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Seite, auf der das Wappen des Vaters oder der Großmutter väterlicherseits war, wird auf [[Grabmal|Grabmälern]] mit &amp;#039;&amp;#039;Schwertseite&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet. Spill- oder Kunkelseite ist die Bezeichnung der weiblichen oder mütterlichen Seite.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Johann Georg Krünitz]]: &amp;#039;&amp;#039;[[Ökonomische Enzyklopädie]].&amp;#039;&amp;#039; 1773 bis 1858. 242 Bände.&amp;lt;/ref&amp;gt; Auch diese Bezeichnung bezieht sich auf den historischen Zusammenhang.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;!--Die Lagebestimmung im Wappen, siehe [[Oben und unten#Heraldik|Oben und unten]].--&amp;gt;&lt;br /&gt;
In der modernen Heraldik finden international vermehrt für „heraldisch rechts“ bzw. „heraldisch links“ die lateinischen Wörter „[[wikt:dexter|dexter]]“ bzw. „[[wikt:sinister|sinister]]“ Verwendung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Aufbau einer Blasonierung ===&lt;br /&gt;
Begonnen wird mit der rechten Seite, wenn eine Schildteilung in mehrere [[Feld (Heraldik)|Felder]] vorliegt. Die anliegende kürzere Schnittlinie bestimmt, ob erst die waagrechte &amp;#039;&amp;#039;Teilung&amp;#039;&amp;#039; oder die senkrechte &amp;#039;&amp;#039;Spaltung&amp;#039;&amp;#039; genannt werden muss. „Erst kurz, dann lang“ ist die Reihenfolge: &amp;#039;&amp;#039;halbgespalten und geteilt&amp;#039;&amp;#039; bedeutet, dass Feld 1 und 2 klein (oberes Wappenfeld) sind und der untere Wappenteil nicht zerlegt ist. Bei der anderen Version, &amp;#039;&amp;#039;halbgeteilt und gespalten,&amp;#039;&amp;#039; ist die rechte/vordere Seite nur geteilt und die linke/hintere in einem Feld. Sinngemäß ist bei anderen Schildteilungen zu verfahren. Ein einmal gespaltener und geteilter Schild ist [[Vierung (Heraldik)|geviert]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Schildteilung hat sich im Laufe der Jahre zu einem regelrechten „Schnittmusterbogen“ entwickelt. Die Abgrenzungen der Felder werden nach der dargestellten Schnittlinie benannt. So reicht die Skala der [[Wappenschnitt]]e von Bogenschnitt bis Zackenschnitt. Kleeblatt-, Eisenhut-, Zinnen-, Sägezahn-, Schuppen-, Stufengiebel-, Wellen- und Lilienschnitt sind auch mit der Bezeichnung „Doppel-“ möglich. Die Nennung der Farben erfolgt in üblicher Leserichtung von vorn nach hinten und von oben nach unten. Sich wiederholende [[Verwechselte Farben|Wechselfarben]] einer gevierten oder [[geschacht]]en Teilung werden nicht erneut genannt. Aufgelegte Schildteilungen, insbesondere der verbreitete [[Herzschild]], werden darauffolgend genannt, soweit diese direkt auf dem Schildgrund liegen und nicht von Figuren getragen werden. Vom sonstigen Schildgrund abgetrennte Teile, etwa ein besonderer [[Schildfuß]] oder [[Schildhaupt]], werden vorweg genannt. Durch die Standardisierung wird der Schild selbst meistens wörtlich nicht erwähnt, sondern die Blasonierung beginnt direkt mit dem Begriff der Schildteilung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
; &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Beispiele&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
: &amp;#039;&amp;#039;gespalten von Rot und Silber&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
: &amp;#039;&amp;#039;über grünem Schildfuß zweimal gespalten&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
: &amp;#039;&amp;#039;unter goldenem Schildhaupt gespalten&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
: &amp;#039;&amp;#039;durch grünes Wellenband schräg geteilt/schräg links geteilt&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Darauffolgend werden die Felder des [[Heroldsbild]]es und jedes einzelne Feld vollständig beschrieben, bevor zum nächsten Feld übergegangen wird. Die Reihenfolge entspricht der Nennung des Heroldsbildes. In vielen Fällen findet sich im Feld eine [[Gemeine Figur]]. Bei einfachen Schilden können die Ortsangaben entfallen, sonst beginnt jede Feldbeschreibung mit der Nennung des Feldes, gefolgt vom Belag des Schildgrundes in diesem Feld und der darauf liegenden Figur. Viele Heroldsbilder, besonders die „Standardtiere“ wie [[Wappentier|Adler, Löwe, Greif, Bär, Einhorn oder Pferd]] haben eine Standardstellung im Feld. Nur wenn diese abweicht, wird es erwähnt. Ein Tier kann &amp;#039;&amp;#039;hersehend&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;en face&amp;#039;&amp;#039; (gegenüber), &amp;#039;&amp;#039;rückblickend&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;rückgewendet,&amp;#039;&amp;#039; &amp;#039;&amp;#039;auffliegend&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;flugbereit,&amp;#039;&amp;#039; &amp;#039;&amp;#039;springend&amp;#039;&amp;#039; (Vierbeiner auf den Hinterfüßen stehend), &amp;#039;&amp;#039;steigend,&amp;#039;&amp;#039; &amp;#039;&amp;#039;gestürzt&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;gesenkt&amp;#039;&amp;#039; (kopfstehend), &amp;#039;&amp;#039;gestümmelt&amp;#039;&amp;#039; (die „[[Bewehrung (Heraldik)|Bewehrung]]“ Krallen, Schwanz, Beine fehlen) oder &amp;#039;&amp;#039;laufend&amp;#039;&amp;#039; (Tier mit erhobenem Vorderfuß) sein. Die Darstellung eines oberen Teiles von Tieren (und anderen Figuren) ist &amp;#039;&amp;#039;[[wachsend]]&amp;#039;&amp;#039;. Beim Leoparden ist es sehr ausgeprägt: Auf allen vieren schreitend und hersehend wird er als &amp;#039;&amp;#039;hersehender Löwe&amp;#039;&amp;#039; benannt. Daraus leitet sich entsprechend der Abwandlung &amp;#039;&amp;#039;gelöwter Leopard &amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;leopardierender Löwe&amp;#039;&amp;#039; ab. Eine besondere [[Bär (Wappentier)|Bärendarstellung]] ist der Tanzbär (Bär mit Axt) oder Landsknecht (Bär mit Hellebarde).&lt;br /&gt;
Zwei Tiere können &amp;#039;&amp;#039;zugewendet&amp;#039;&amp;#039; (diese sehen sich an) oder &amp;#039;&amp;#039;gegengewendet,&amp;#039;&amp;#039; &amp;#039;&amp;#039;rückgewendet&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;widersehend&amp;#039;&amp;#039; sein. Bei Blütendarstellungen spricht man von &amp;#039;&amp;#039;bemalt,&amp;#039;&amp;#039; &amp;#039;&amp;#039;besamt&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;bebutzt&amp;#039;&amp;#039; (Rose), wenn deren Inneres andersfarbig dargestellt wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
; &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Beispiele&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
: &amp;#039;&amp;#039;vorn in Rot ein linksgewendeter goldener Löwe&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
: &amp;#039;&amp;#039;im zweiten Feld in Gold ein schwarzer Eber&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
: &amp;#039;&amp;#039;hinten fünfmal geteilt von Schwarz und Gold&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei komplexeren Feldern werden die Elemente nach der Größe beschrieben, die wichtigste und regelmäßig mittig stehende Figur zuerst. Weitere Figuren werden mit dem Vermerk „aufgelegt“ und „begleitet“ eingeleitet, der oft die Position schon hinreichend beschreibt. Hier sind auch Begriffe wie besetzt, besteckt, bewinkelt, überhöht und [[beseitet]] üblich. &amp;lt;!--Bei komplexerem Schildgrund wird es als „das Feld zeigt“ eingeleitet sowie die darin befindlichen Figuren als „belegt mit“ eingeleitet. - Die Formulierung &amp;quot;Schild/Feld zeigt...&amp;quot; ist überflüssig, da beide dies generell tun: Kürze und Genauigkeit: So viel Text wie nötig, so wenig wie möglich, keine überflüssigen Formulierungen. s.o. &amp;quot;Durch die Standardisierung wird der Schild selbst meistens wörtlich nicht erwähnt, sondern die Blasonierung beginnt direkt mit dem Begriff der Schildteilung.&amp;quot; --&amp;gt; Die standardisierten einleitenden Begriffe ermöglichen eine gute [[Lesbarkeit]] der Blasonierung auch komplexerer Wappenvarianten.&amp;lt;ref&amp;gt;Bernhard Peter: [http://www.welt-der-wappen.de/Heraldik/seite55.htm &amp;#039;&amp;#039;Korrekte und gute Blasonierung.&amp;#039;&amp;#039;] In: &amp;#039;&amp;#039;welt-der-wappen.de,&amp;#039;&amp;#039; abgerufen am 21. Juni 2018.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Beispiel&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
: &amp;#039;&amp;#039;In Gold ein schwarzer Eber,&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
:: &amp;#039;&amp;#039;begleitet von fünf roten Sternen.&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
: &amp;#039;&amp;#039;hinten fünfmal geteilt von Schwarz und Gold,&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
:: &amp;#039;&amp;#039;belegt mit einem schräggestellten grünen [[Rautenkranz (Heraldik)|Rautenkranz]].&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Reihenfolge bei komplexen Wappen ===&lt;br /&gt;
[[Datei:COA blazonowanie.png|mini|Reihenfolge der Blasonierung für komplexe Wappen]]&lt;br /&gt;
Die Reihenfolge bei komplexen Wappen sind nach der Hauptfigur (Rückenschild) [[Mittelschild]], dann [[Herzschild]]. Hier wird der ranghöchste Teil auch als erster blasoniert.&lt;br /&gt;
Nach Abschluss des Schildwappens folgt die Beschreibung angefügter Elemente. Auf dem Schildhaupt „ruht“ oft eine [[Krone (Heraldik)|Krone]] oder ein Helm mit [[Helmzier]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Anzahl der Helme bestimmt die Reihenfolge bei der Beschreibung. Sind es zwei Helme, erfolgt die Erwähnung von rechts nach links (1-2), bei drei Helmen wird der mittlere zuerst, dann der rechte, danach der linke Helm (2-1-3) beschrieben. Werden mehr als drei Helme blasoniert, ist die Anzahl entscheidend: bei ungerader Anzahl ist in der Mitte zu beginnen und dann wechselseitig rechts-links-rechts …die Helme zu beschreiben (6-4-2-1-3-5-7). Gerade Helmanzahl erfolgt nach der Reihe (5-3-1-2-4-6). Die [[Helm]]e werden bei adligen Familien (gekrönter [[Spangenhelm]]) und bei bürgerlichen Familien (ungekrönter [[Stechhelm]]) nicht zwangsweise bei der Beschreibung erwähnt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach den Helmen werden die [[Prachtstück]]e, wie [[Schildhalter]], [[Wappenmantel]], [[Wahlspruch|Wahlspruch oder Devisen]] und zum Schluss [[Verdienstorden|Orden]] und [[Fahne]]n in der Wappenbeschreibung erwähnt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Schild kann von einem Wappenträger gehalten werden und von einem [[Wappenzelt]] umrahmt sein. Die Beschreibung geht dabei von innen nach außen, jedes Element eingeleitet mit einem Verb, das die Verbindung zum [[Wappenschild]] bezeichnet. [[Helm]] oder Decke ([[Helmdecke]]) ruhen dabei gewöhnlich auf dem Schild, so dass diese Position entfällt, wenn der Satz damit eingeleitet wird:&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;auf dem Schild ruht eine rote dreitürmige Mauerkrone,&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;auf dem blau-goldenen Helm mit blaugoldenen Decken ein blaues springendes Pferd&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
Grundsätzlich sollte eine Wappenbeschreibung möglichst knapp gehalten sein. Ein Element, das eine natürliche Position einnimmt, braucht keine Positionsangabe, und wo typisch die Wechselfarbe angenommen wird, braucht keine neuerliche Farbnennung zu erfolgen. Heraldisch sorgsam gezeugte Wappen beschränken sich auf eine Kombination weniger oder nur einer Farbe mit einem Metall für das Heroldsbild und zeigen in jedem Feld höchstens eine Figur. Komplexere Wappen entstehen natürlich durch Verheiratung zweier älterer Wappen durch Zusammenführung in einem unterteilten Schild. Oft übernimmt man dabei auch die ältere Blasonierung der Anteile.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Gespalten; vorne geschacht in Grün und Weiß, hinten in Silber ein aufgerichteter roter Panther.&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
Das Vokabular der Blasonierung sollte die traditionellen Begriffe der Heraldik aufgreifen. Durch die jahrhundertelange Verwendung entspricht das nicht mehr der typischen Verwendungsweise der heutigen Sprache. So ist die Nennung als senkrecht, waagerecht und diagonal kaum zu finden, da die Nennung als aufgerichtet, liegend und schräg schon hinreichend ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Typische Bezeichnungen ===&lt;br /&gt;
Die Heraldik hat für viele Figuren und Anordnungen zugehörige Eigennamen hervorgebracht. Grundsätzlich kann für ein Wappen jedes Element verwendet werden, von dem angenommen werden kann, dass allein aus der Nennung des Begriffs in der Blasonierung auch das Abzeichen auf dem tatsächlichen Schild erkannt werden kann. So findet sich bei vielen Wappen um die Jahrhundertwende 1900 in Europa ein [[Zahnrad (Heraldik)|Zahnkranz]] als Zeichen der Industrialisierung. Es gab aber auch Wappen mit modernen Hochhäusern und Atomkraftwerken als Zeichen des Fortschritts, von denen aber viele mit aufkeimender Technikskepsis wieder außer Gebrauch gestellt wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu den Eigennamen spezieller Wappenbilder gehört etwa der „[[Fränkischer Rechen|Fränkische Rechen]]“, der die Beschreibung als &amp;#039;&amp;#039;in Rot drei silberne Spitzen&amp;#039;&amp;#039; ersetzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der „[[Wappen Baden-Württembergs|württembergische]]“ und der „[[Bayerischer Löwe|bayerische Löwe]]“ können in ihren typischen Gestaltungsmerkmalen durch Fachkundige leicht auseinandergehalten werden – Letzterer erscheint typisch &amp;#039;&amp;#039;in Gold aufgerichtet rotbezungt und rotbewehrt,&amp;#039;&amp;#039; während der württembergische [[Stauferlöwen|Stauferlöwe]] &amp;#039;&amp;#039;in Schwarz schreitend rotbezungt&amp;#039;&amp;#039; erscheint.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Hessenlöwe trägt den Beinamen &amp;#039;&amp;#039;[[Bunter Löwe]]&amp;#039;&amp;#039;. Auch der Löwe [[Thüringer Landeswappen|von Thüringen]] ist ein &amp;#039;&amp;#039;Bunter Löwe&amp;#039;&amp;#039;. Unterschieden werden beide durch den „1.&amp;amp;nbsp;Streifen“ am Kopf. Weiß (Silber) ist die hessische, rot die thüringische Variante.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unter [[Markuslöwe]] (für [[Venedig]]) versteht der Heraldiker einen &amp;#039;&amp;#039;geflügelten goldenen Löwen mit [[Heiligenschein]] (Nimbus – nimbiert) und in den Pranken ein aufgeschlagenes Buch haltend&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der [[Meißner Löwe]] &amp;#039;&amp;#039; (schwarzer Löwe rot bewehrt und ebenso gezungt)&amp;#039;&amp;#039; findet sich unter anderem in den Wappen von Dresden und Leipzig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:DEU Delitzsch COA.svg|hochkant|mini|Delitzscher Wappen]]&lt;br /&gt;
Erwähnenswert sind noch die [[Landsberger Pfähle]] im Wappen von [[Delitzsch]], [[Leipzig]] und [[Landsberg (Saalekreis)|Landsberg]], der [[Herrschaft Stargard|Stargarder]] Arm als geharnischter Schwert tragender (ältere Wappen) oder Ring haltender ([[Neustrelitz]]) Frauenarm.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das [[Mainzer Rad]] (auch im [[Erfurt]]er Wappen), der [[Tomsk]]er Schimmel und der sächsische [[Rautenkranz (Heraldik)|Rautenkranz]] im [[Landeswappen Sachsens|Sachsenwappen]] sind weitere Beispiele.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein mit [[Kesselhaken|Kesselrinken]] besetztes [[Kreuz (Heraldik)|Kreuz]] ist als [[Kirchenspange]] oder [[Kirchheim unter Teck|Kirchheimer Kreuz]] bekannt geworden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da die Wappenschilde regelmäßig Beziehungen unter den Herrscherhäusern verdeutlichen, finden sich in vielen Blasonierungen diese Begriffe statt der Allgemeinbeschreibung, auch wenn letztere zwingend zu verwenden sind, wenn das Wappenbild keine Herkunft von jener Wappenlinie hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Wappen vieler Familiengeschlechter leiten sich von Rittern ab, die typisch einen Turnierhelm ([[Tjosten]]) mit farbiger Helmdecke führen, der das Wappen ummantelt. Die [[Studentenwappen]] werden dagegen nicht von Helmdecken, sondern von Straußenfedern begleitet, wie man sie sonst beim niederen spanischen Adel findet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Statt des Helms auf dem [[Schildhaupt]] verwenden viele städtische Wappen eine farbige [[Mauerkrone]], die statt der goldenen Königskrone eingesetzt wird, während viele bürgerliche Nationen die Königskrone durch eine goldene Blattkrone ersetzten. Aufgrund der Wappenbegleiter kann man so Hinweise auf die Trägerberechtigung des [[Wappenhalter]]s ableiten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der [[Auerochse (Wappentier)|Auerochse]] oder der Ur ist als nationales Symbol „moldauischer Auerochse“ in vielen Wappen des [[Fürstentum Moldau|Fürstentums Moldau]] zu finden. Auch im Wappen Moldawiens und [[Bessarabien]]s findet man ihn.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Liste heraldischer Begriffe ==&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|Liste heraldischer Begriffe}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Georg Scheibelreiter]]: &amp;#039;&amp;#039;Heraldik&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Oldenbourg historische Hilfswissenschaften&amp;#039;&amp;#039;). Oldenbourg, Wien/München 2006, ISBN 3-486-57751-4 und ISBN 3-7029-0479-4; 2. Auflage, Oldenbourg, München 2013, ISBN 978-3-486-59124-8, {{URN|nbn:de:101:1-2017072718607}}.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Wappenbilderordnung&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;J. Siebmacher’s grosses Wappenbuch.&amp;#039;&amp;#039; Band B). Hrsg. vom [[Herold]], Verein für Heraldik, Genealogie und verwandte Wissenschaften zu Berlin, bearb. von [[Jürgen Arndt (Jurist)|Jürgen Arndt]] und [[Werner Seeger]] mit Wappenskizzen von [[Lothar Müller-Westphal]]. 2 Bände. Bauer und Raspe, Neustadt an der Aisch (zugl. Neubearb. des Handbuchs der heraldischen Terminologie von Maximilian Gritzner)&lt;br /&gt;
** Band 1: 1986, ISBN 3-87947-103-7 (2., erg. und bericht. Aufl. 1996, ISBN 3-87947-110-X),&lt;br /&gt;
** Band 2: &amp;#039;&amp;#039;General-Index.&amp;#039;&amp;#039; 1990, ISBN 3-87947-100-2.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Wappenfibel. Handbuch der Heraldik.&amp;#039;&amp;#039; Hrsg. vom Herold, Verein für Heraldik, Genealogie und verwandte Wissenschaften, begründet durch [[Adolf Matthias Hildebrandt]]. Bearb. vom Herolds-Ausschuss der Deutschen Wappenrolle. 16. Auflage, Neustadt an der Aisch 1970; 20. Auflage unter dem Titel: &amp;#039;&amp;#039;Wappen. Handbuch der Heraldik.&amp;#039;&amp;#039; Böhlau, Köln 2017, ISBN 978-3-412-50372-7.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Liste heraldischer Begriffe]]&lt;br /&gt;
* [[Beizeichen]]&lt;br /&gt;
* [[Titulatur und Wappen (Deutsche Kaiser nach 1873)#Das große Wappen|Preußen]], Wappenbeschreibung Großes Wappen von 1900&lt;br /&gt;
* [[Wappen]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commons|Illustrated atlas of French and English heraldic terms|Atlas der heraldischen Begriffe in Französisch und Englisch}}&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Illustrations of heraldic terms|Illustration heraldischer Begriffe}}&lt;br /&gt;
{{Wiktionary}}&lt;br /&gt;
* Beispiel für die Sprache der Blasonierung findet sich bei {{Internetquelle |autor=Helmuth Hoffmann |url=http://www.stmuk.bayern.de/blz/web/bezirke/wappen/wappen.html |titel=Beschreibung der bayerischen Wappen |werk=stmuk.bayern.de |hrsg=[[Bayerische Landeszentrale für politische Bildungsarbeit]] |datum=1998-04-30 |archiv-url=http://web.archive.org/web/20090501062745/http://www.km.bayern.de:80/blz/web/bezirke/wappen/wappen.html |archiv-datum=2009-05-01 |zugriff=2018-06-21 |abruf-verborgen=1 |kommentar=Auszug aus der Wandzeitung 3/87 }}&lt;br /&gt;
* [https://www.hs-augsburg.de/~harsch/germanica/Chronologie/14Jh/GoldeneBulle/Heraldik.html#Fachbegriffe Kurze Anleitung zum Blasonieren]&lt;br /&gt;
* Bernhard Peter: [http://www.welt-der-wappen.de/Heraldik/seite55.htm &amp;#039;&amp;#039;Korrekte und gute Blasonierung.&amp;#039;&amp;#039;] In: &amp;#039;&amp;#039;welt-der-wappen.de&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;!-- abgerufen am 21. Juni 2018. --&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Auf der Seite des [[Haus der Bayerischen Geschichte |Hauses der Bayerischen Geschichte]] finden sich unter [https://www.hdbg.eu/gemeinden/index.php/inhalte Bayerns Gemeinden]&amp;lt;!--abgerufen am 18. Dezember 2022. --&amp;gt; die Blasonierungen aller 2052 bayerischen Gemeindewappen. Hier kann auch nach Elementen in bay. Wappen gesucht&lt;br /&gt;
* sowie unter [https://www.hdbg.eu/gemeinden/index.php/Glossar &amp;#039;&amp;#039;Wappenglossar&amp;#039;&amp;#039;]&amp;lt;!-- abgerufen am 18. Dezember 2022. --&amp;gt; ein Glossar zur Wappenkunde aufgerufen werden. &lt;br /&gt;
* {{Internetquelle |autor=Andreas Janka |url=https://blogs.taz.de/infrakulturen/der-zauber-von-blasonierungen/ |titel=Der Zauber von Blasonierungen |titelerg=Die Fach-/Kunstsprache der Wappenkunde und ihre Schwierigkeiten im Laufe der Zeit: Von [[Minnesang|Minnesängern]] bis [[Semantic Web]] |werk=[[Die Tageszeitung#taz Blogs|taz Blog]] |datum=2022-10-14 |abruf=2022-12-18 |abruf-verborgen=1}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Fachbegriff (Heraldik)| ]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Josef J. Jarosch</name></author>
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