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	<title>Bernsteinküste - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Demo Wiki</subtitle>
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		<title>imported&gt;Thgoiter: Änderung 254269020 von CommonsDelinker rückgängig gemacht;</title>
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		<updated>2025-03-18T21:24:50Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Änderung &lt;a href=&quot;/index.php?title=Spezial:Diff/254269020&quot; title=&quot;Spezial:Diff/254269020&quot;&gt;254269020&lt;/a&gt; von &lt;a href=&quot;/index.php?title=Spezial:Beitr%C3%A4ge/CommonsDelinker&quot; title=&quot;Spezial:Beiträge/CommonsDelinker&quot;&gt;CommonsDelinker&lt;/a&gt; rückgängig gemacht;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Pribrezhnyje yantarnyje razrabotki.jpg|mini|Tagebau in der „Blauen Erde“ bei [[Jantarny]] an der Bernsteinküste]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Elbing-Königsberg1910.jpg|mini|Bernsteinküste, zwischen [[Kurische Nehrung|Kurischer Nehrung]] und [[Frische Nehrung|Frischer Nehrung]] am [[Ostsee]]strand nordwestlich von [[Königsberg i. Pr.|Königsberg]], auf einer Landkarte von 1910 (siehe linke Bildhälfte).]]&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Bernsteinküste&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist ein wegen seiner großen [[Bernstein]]vorkommen so bezeichneter Küstenstreifen nordwestlich von Königsberg ([[Kaliningrad]]) in der [[Russland|russischen]] [[Oblast Kaliningrad]]. Hier wird Bernstein im [[Tagebau]] gewonnen. Schon [[Publius Cornelius Tacitus|Tacitus]] erwähnt in seiner &amp;#039;&amp;#039;[[Germania (Tacitus)|Germania]]&amp;#039;&amp;#039; das an dieser Küste lebende Volk der &amp;#039;&amp;#039;[[Ästier|Aesti]]&amp;#039;&amp;#039;, das mit Bernstein handelte, und dokumentiert die Bezeichnung &amp;#039;&amp;#039;glesum&amp;#039;&amp;#039; (latinisiert &amp;#039;&amp;#039;glaesum&amp;#039;&amp;#039;).&amp;lt;ref name=And37&amp;gt;K. Andrée: &amp;#039;&amp;#039;Der Bernstein und seine Bedeutung in Natur- und Geisteswissenschaften, Kunst und Kunstgewerbe, Technik, Industrie und Handel.&amp;#039;&amp;#039; Königsberg 1937.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;F. Waldmann: &amp;#039;&amp;#039;Der Bernstein im Altertum - Eine historisch-philologische Skizze.&amp;#039;&amp;#039; Fellin 1883.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bernsteinkonzentration ==&lt;br /&gt;
Die hohe Bernsteinkonzentration an der samländischen Küste geht auf die hier verhältnismäßig oberflächennah liegende so genannte [[Blaue Erde]] zurück. Dabei handelt es sich um ein [[Ablagerungsmilieu|marines]] [[Sedimentation|Sediment]], das in einer ausgedehnten Bucht des einstigen [[eozän]]en Meeres entstand. Hier lag das Mündungsdelta eines aus dem „Bernsteinwald“ kommenden Flusses ([[Eridanus (Geologie)|Eridanus]]), der das fossile Harz mit sich führte. In zeitgenössischen Berichten heißt es, dass in manchen Jahren nach heftigen Herbststürmen derart viel Bernstein an den Strand geworfen wurde, dass dieser mit Pferdefuhrwerken abtransportiert wurde. Im Jahre 1862 sollen am Strandabschnitt zwischen [[Okunjowo (Kaliningrad, Selenogradsk)|Nodems]] und [[Jantarny|Palmnicken]] an die 4.000 Pfund Bernstein gelegen haben, im Jahre 1911 nördlich von Palmnicken um die 600 kg. Mitte des 19. Jahrhunderts stellte der Oberbergrat Runge Berechnungen an, nach denen die durchschnittliche Jahresausbeute an der eigentlichen Bernsteinküste bei 400 Zentnern gelegen haben soll.&amp;lt;ref name=&amp;quot;And37&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:Bernsteinabbau Samland B.jpg|mini|Skizze der Bernsteinküste im [[Samland]] mit Angabe der Ortschaften und Andeutung des um 1740 angewandten Verfahrens des Abbaus und Auswaschens von Bernstein an Sandhügeln der Ostseeküste (zeitgenössischer Kupferstich)]]&lt;br /&gt;
Nach den Erfolgen bei der Bernsteinbaggerei im Kurischen Haff, begann das Unternehmen [[Stantien &amp;amp; Becker]] im letzten Viertel des 19. Jahrhunderts an diesem Küstenabschnitt damit, unter Einsatz modernster Technik Bernstein im industriellen Maßstab aus den Ablagerungen der Blauen Erde unter dem samländischen Festland von der Steilküste aus im Tiefbau zu fördern. Vorangegangene Abbauversuche anderer Betreiber waren in Ermangelung geeigneter technischer Hilfsmittel stets nur von kurzer Dauer gewesen. Seit 1913 wird in Sichtweite zur Bernsteinküste nahe der Ortschaft [[Jantarny#Bernsteinabbau|Jantarny]], dem einstigen Palmnicken, Bernstein im Tagebau gewonnen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In einer auf amtlichen Quellen der preußischen Monarchie beruhenden Bestandsaufnahme aus dem Jahr 1829 heißt es: „Der schönste Bernstein wird in [[Primorje (Kaliningrad)|Groß-Kuhren]] gefunden, welcher unter einer dünnen rothen Rinde den weißen Bernstein, den seltensten und theuersten von allen Sorten, enthält“.&amp;lt;ref&amp;gt;C. W. Ferber: &amp;#039;&amp;#039;Beiträge zur Kenntniß des gewerblichen und commerziellen Zustandes der preußischen Monarchie. Aus amtlichen Quellen.&amp;#039;&amp;#039; Berlin 1829, [https://books.google.de/books?id=JndXAAAAcAAJ&amp;amp;pg=PA212 S. 212]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Unterschiede zum Binnenland ==&lt;br /&gt;
Auch im Binnenland wird lokal Bernstein in ansehnlichen Mengen gefunden. Beispielsweise wurden Bernsteinkonzentrationen zwischen [[Berlin]] und [[Stettin]] beim Naturpark [[Barnim]] und bei [[Eberswalde]] bei Damm- und Kanalbauarbeiten entdeckt. Der heute in diesen Gebieten zu findende Bernstein wurde im [[Weichsel-Glazial]] (beginnend vor etwa 115.000 Jahren, endend vor 12.000 Jahren) durch das von Nordosten vordringende [[Gletscher]]eis transportiert, nachdem dieses mehr oder minder große Schollen der „Blauen Erde“ bei seinem Vordringen aus dem Untergrund des heutigen Samlandes herausgelöst hatte. Nach dem Schmelzen der Gletscher blieben die Schollen bzw. deren mit anderem Geschiebe und Schmelzwassersanden vermischten Reste zurück. Die gewaltigen Schmelzwasserströme haben einen beträchtlichen Teil des vom Eis auf dem Vormarsch aufgenommenen Materials nach dem Rückzug der Gletscher weitertransportiert. Einiges davon ist in diesen [[Urstromtal|Urstromtälern]] liegen geblieben, vieles aber auch in die sich zu der Zeit allmählich bildenden Ostsee und – aus weiter westlich gelegenen Urstromtälern – in die Nordsee gelangt. Hierin liegt die Ursache, dass heute bei entsprechender Wetterlage Bernstein an die Strände der Nordsee und auch an die Ostseeküstenabschnitte weitab der „Blauen Erde“ des Samlandes gespült wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es ist nicht ausgeschlossen, dass schon die Menschen der [[Bronzezeit]] Bernstein auch aus diesen binnenländischen Geschiebeablagerungen kannten und nutzten, möglicherweise lokal sogar Bernstein systematisch durch [[Duckelbergbau]] gefördert wurde. Allerdings kann es sich aufgrund der weiter oben geschilderten Ablagerungsbedingungen um vergleichsweise nur geringe Mengen gehandelt haben. Im Wesentlichen wird sich die Gewinnung von Bernstein überwiegend auf das Auflesen oberflächlich zu Tage getretener Stücke beschränkt haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Handelswege zur Bernsteinküste ==&lt;br /&gt;
Archäologen vermuten nahe der Grenze zum heutigen Polen ein Handelszentrum für den Bernstein, das in einer unmittelbaren Beziehung zu einem der alten Handelswege stehen dürfte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Handelswege des als Schmuck, [[Weihrauch]] und Medizin begehrten Bernsteins bis zum Mittelmeer nennt man seit langem [[Bernsteinstraße]]. Ihre Hauptäste führten von den oben erwähnten Lagerstätten durch Österreich zur [[Adriatisches Meer|Adria]], ein westlicher Zweig von [[Hamburg]] nach [[Marseille]]. An [[Knotenpunkt (Verkehr)|Verkehrsknoten]] (zum Beispiel nahe der [[Weichsel]] und [[Donau]]) entstanden frühe Marktorte. In Niederösterreich befestigten die [[Römisches Reich|Römer]] um die [[Christliche Zeitrechnung|Zeitenwende]] diese uralten Verkehrslinien teilweise zu wetterfesten [[Römerstraße]]n.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bernsteinküste von Hispaniola ==&lt;br /&gt;
Als Bernsteinküste (Costa de Ambar oder kurz „Costambar“) wird auch der westlich von [[Puerto Plata]] gelegene Küstenabschnitt der [[Dominikanische Republik|Dominikanischen Republik]] bezeichnet, an dem Strandfunde möglich sind und in dessen Nähe aus zahlreichen Minen [[Dominikanischer Bernstein]] gefördert wird.&amp;lt;ref&amp;gt;George O. Poinar, Jr.: &amp;#039;&amp;#039;Life in amber.&amp;#039;&amp;#039; Stanford 1992&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Johann Christian Wutzke]]: &amp;#039;&amp;#039;Bemerkungen über die Ostseeküste von Pillau bis zur kurischen Nehrung und über die Gewinnung des Bernsteins in Preußen&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Preußische Provinzial-Blätter&amp;#039;&amp;#039;; Band 3, Königsberg 1830, [https://books.google.de/books?id=hLIOAAAAYAAJ&amp;amp;pg=PA440 S. 440–449] und [https://books.google.de/books?id=hLIOAAAAYAAJ&amp;amp;pg=PA526 S. 525–534]; Band 4, Königsberg 1830, [https://books.google.de/books?id=ZrMOAAAAYAAJ&amp;amp;pg=PA59 S. 59–66] und [https://books.google.de/books?id=ZrMOAAAAYAAJ&amp;amp;pg=PA261 S. 261–286].&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Gewinnung des Bernstein an der samländischen Küste&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Aus der Natur&amp;#039;&amp;#039;. Nr. 51 und 53, NF, Leipzig 1861, [https://books.google.de/books?id=nxI5AAAAcAAJ&amp;amp;pg=PA808 S. 808–815] und [https://books.google.de/books?id=nxI5AAAAcAAJ&amp;amp;pg=PA817 S. 817–821.]&lt;br /&gt;
* Hans Tasche: &amp;#039;&amp;#039;Die Reise durch das Samland und nach der preußischen Bernsteinküste&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Bilder auf der Reise zur Naturforscher-Versammlung in Königsberg, im Herbst 1860&amp;#039;&amp;#039; (Hans Tasche, Hrsg.). Gießen 1861, [https://books.google.de/books?id=rUA7AAAAcAAJ&amp;amp;pg=PA78 S. 78–127.]&lt;br /&gt;
* [[Wilhelm Runge (Geologe)|Wilhelm Runge]]: &amp;#039;&amp;#039;Der Bernstein in  Ostpreußen. Zwei Vorträge.&amp;#039;&amp;#039; Berlin 1868 ([https://books.google.de/books?id=-b_BxjHKMzYC&amp;amp;printsec=frontcover Google Books]).&lt;br /&gt;
* [[William Pierson]]: &amp;#039;&amp;#039;Elektron oder Ueber die Vorfahren, die Verwandtschaft und die Namen der alten Preussen. Ein Beitrag zur ältesten Geschichte des Landes Preussen&amp;#039;&amp;#039;. Berlin 1869 ([https://books.google.de/books?id=6GRqtuhp6p8C&amp;amp;pg=PR3 Volltext]).&lt;br /&gt;
* Christel Hoffeins: &amp;#039;&amp;#039;Die Bernsteinküste.&amp;#039;&amp;#039; Halle 2008; ISBN 978-3-932795-29-9.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=g|GND=7641728-1|VIAF=235714872}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Bernsteinkuste}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geographie (Ostpreußen)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geographie (Oblast Kaliningrad)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bernstein]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Küste der Ostsee]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Thgoiter</name></author>
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