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	<title>Beduinen - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Demo Wiki</subtitle>
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		<id>https://demowiki.knowlus.com/index.php?title=Beduinen&amp;diff=6423&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Ulf Heinsohn: /* Hamas-Morde und Geiselnahmen israelischer Beduinen */ +lk</title>
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		<updated>2025-09-05T22:05:29Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Hamas-Morde und Geiselnahmen israelischer Beduinen: &lt;/span&gt; +lk&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Syrian Bedouin Kahlil Sarkees with family,1893 World&amp;#039;s Columbian Exposition.jpg|mini|Beduinenfamilie. Ende des 19. Jahrhunderts]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Bedouin family-Wahiba Sands.jpg|mini|Beduinenfamilie in der Wüste [[Rimal Al Wahiba|Wahiba Sands]] in [[Oman]]]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Beduine in tunesien sahara.jpg|mini|Beduine in der tunesischen  Sahara]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Beduine&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ({{arS|بدوي}} &amp;#039;&amp;#039;badawī&amp;#039;&amp;#039; „Nomade; nomadisch, nicht sesshaft“,  Pl. {{arS|بَدْو}} &amp;#039;&amp;#039;badw&amp;#039;&amp;#039; „Nomaden, Beduinen (Kollektivbezeichnung); Wüste“; vgl. {{arS|بَادِيَة}} &amp;#039;&amp;#039;bādiya&amp;#039;&amp;#039; „Steppe, Wüste“) bezeichnet einen [[Nomaden|nomadischen]] Wüstenbewohner der [[Arabische Halbinsel|Arabischen Halbinsel]], der [[Syrische Wüste|Syrischen Wüste]], des [[Sinai (Halbinsel)|Sinai]], in Teilen der [[Sahara]] und im [[israel]]ischen [[Negev]]. Das Wort &amp;#039;&amp;#039;badawī&amp;#039;&amp;#039; wird als Eigenbezeichnung von den Beduinen gewöhnlicherweise nicht benutzt. Sie selbst nennen sich &amp;#039;&amp;#039;ʿarab&amp;#039;&amp;#039; ({{ar|عرب|b=[[Araber]]}}), im Gegensatz zu den Sesshaften (Nichtnomaden), {{arS|حَضَر}} &amp;#039;&amp;#039;ḥaḍar&amp;#039;&amp;#039;. Der Begriff &amp;#039;&amp;#039;ḥaḍar&amp;#039;&amp;#039; bezieht sich auf Städter und Ackerbauern gleichermaßen und entspricht dem arabischen Ausdruck &amp;#039;&amp;#039;fallāḥūna (fallāḥīn)&amp;#039;&amp;#039;, auf den der Begriff  [[Fellache]] („Pflüger“) zur Abgrenzung zu den Beduinen zurückgeht.&amp;lt;ref&amp;gt;Staatliches Museum für Völkerkunde: &amp;#039;&amp;#039;Beduinen im Negev.&amp;#039;&amp;#039; S. 14 f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Beduinen sind [[Araber]] und folgen in großer Mehrheit dem [[Islam]]. Sie betrachten [[Ismael]] als ihren Stammvater. Mittlerweile sesshafte Abkömmlinge der Beduinen unterliegen als [[Bidun]] (auch Bedun; arabisch für Staatenlose) in vielen arabischen Staaten erheblicher [[Diskriminierung]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Nach Afrika gelangten arabische Beduinen bereits während des ersten vorchristlichen Jahrhunderts: 46 vor Christus erbeuteten die [[Römer]] von Beduinen in [[Tunesien|Nordtunesien]] 22 [[Dromedar]]e. Rund 400 Jahre später bildeten berittene Kamelnomaden eine ständige, ernstzunehmende Bedrohung für die römischen Afrika-Provinzen. In der Moderne wird der [[Lebensstil]] der Beduinen zunehmend bedroht, insbesondere durch feste Grenzziehungen, staatliche Programme zur Ansiedlung (mit festem Wohnsitz) und die zunehmende [[Wasserknappheit]].&amp;lt;ref&amp;gt;Redaktion: [https://www.nd-aktuell.de/artikel/164812.vergessene-beduinen-in-negev.html &amp;#039;&amp;#039;Vergessene Beduinen in Negev?&amp;#039;&amp;#039;] In: &amp;#039;&amp;#039;[[Neues Deutschland]].&amp;#039;&amp;#039; 10. Februar 2010.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Lebensweise ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Sinai (997008872701105171.jpg|mini|Beduinen auf der [[Sinai-Halbinsel]], 1967]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beduinen leben hauptsächlich von der [[Viehzucht]]. Unter anderem züchten sie Dromedare, [[Hausschaf|Schafe]] und [[Hausziege|Ziegen]], für die sie in der Wüste und vor allem in den Randzonen der Wüsten Weideplätze suchen. Beduinen schlachten ihre Dromedare nur zu seltenen Anlässen. Es verbindet sie Respekt und Liebe mit diesen für sie so wichtigen Tieren. Außerdem hat das Dromedar einen hohen Statuswert. Die Beduinen ernähren sich meist von Brot, Milch, Käse, Gemüse, [[Echte Dattelpalme|Datteln]], Hülsenfrüchten und [[Olivenbaum|Oliven]]. Leben sie am Meer, gehören auch Fisch und Meeresfrüchte zur Tafel. Ihre Tiere (Ziegen, Schafe usw.) werden meist nur zu besonderen Anlässen geschlachtet und stellen ein Festmahl dar. Beduinen benutzen nur ihre rechte Hand zum Essen. Ihre linke Hand gilt, wie bei den meisten islamischen Völkern, als unrein, weil diese Hand zur Reinigung benutzt wird. Die Kleiderordnung ist klar geregelt. Männer und Frauen tragen ihre Kleider und Tücher in traditionell vorgegebenen Farben. Es ist für Männer und Frauen unschicklich, nackte Haut zu zeigen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In einigen Gebieten wie Ägypten oder Sinai leben Beduinen vom Tourismus, den sie bei Globetrottern durch ihre Gastfreundschaft ins Leben riefen und danach entweder für Veranstalter arbeiteten oder eigene Feriencamps, beispielsweise in [[Mahash]], [[Nuweiba]], [[Dahab]] gründeten.&amp;lt;ref name=&amp;quot;SZMagazin-2013&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=Michael Obert, Moises Saman (Fotos) |Titel=Im Reich des Todes |Online=http://sz-magazin.sueddeutsche.de/texte/anzeigen/40203 |Abruf=2017-01-13 |Band=29 |Verlag=Süddeutsche Zeitung mbH |Datum=2013 |Sprache=de}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Beispielsweise sind an den ursprünglichen Stränden im Sinai seit den späten 1980ern selbstverwaltete Beduinen-Camps entstanden, die von Gästen aus der ganzen Welt besucht werden.&amp;lt;ref&amp;gt;Annekatrin Looss: [https://www.welt.de/reise/article5378736/Was-unter-dem-Dach-geschieht-sieht-Allah-nicht.html &amp;#039;&amp;#039;„Was unter dem Dach geschieht, sieht Allah nicht“.&amp;#039;&amp;#039;] Auf: &amp;#039;&amp;#039;welt.de&amp;#039;&amp;#039; (&amp;#039;&amp;#039;Welt Online.&amp;#039;&amp;#039;)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Außerdem arbeiten Beduinen als Führer für [[Forschungsreise|Studienreisen]] oder Wüstentrips. Diese Einnahmequellen werden jedoch zunehmend erschwert durch Landverkauf, Verdrängung durch internationale Veranstalter und staatliche Stellen oder Anschläge im Urlaubsgebiet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Arabische Sprache|Arabisch]] sprechenden Beduinen sind nicht mit dem [[Berbersprachen|berbersprachigen]] Volk der [[Tuareg]] in [[Nordafrika]] zu verwechseln.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.bpb.de/popup/popup_lemmata.html?guid=D8TFTQ &amp;#039;&amp;#039;Beduinen-Lexikon&amp;#039;&amp;#039;]&amp;lt;/ref&amp;gt; Auch die nordostafrikanischen [[Bedscha (Volk)|Bedscha]] werden den Beduinen zugerechnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Stammeswesen ==&lt;br /&gt;
Beduinen sind bis heute eng verknüpft mit ihrem jeweiligen [[Volksstamm|Stamm]], dessen [[Patriarch]]en und [[Scheich]]s sie oft bis in lang zurückliegende Jahrhunderte hinein nennen können. Einige führen ihren [[Stammbaum]] bis auf den [[Propheten]] [[Mohammed]] zurück. Zwistigkeiten betreffen nicht nur die Streitenden, sondern den gesamten Stamm, und werden notfalls bei einem Gericht geklärt, dem die Scheichs des jeweiligen Stammes vorsitzen. Auch für eine Hochzeit ist wichtig, dass die Brautleute aus dem gleichen oder zumindest aus einem befreundeten Stamm kommen. Bei den meisten Beduinen ist bis heute die Heirat mit der &amp;#039;&amp;#039;[[bint ʿamm]]&amp;#039;&amp;#039;, der Cousine, sehr verbreitet. Viele Männer bei den Beduinen heiraten immer noch mehr als eine Frau.&amp;lt;ref name=&amp;quot;FAZ-2009&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Beduinen in Israel ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Bedouinwomanb.jpg|mini|hochkant|Beduinin zwischen 1898 und 1914 in Jerusalem]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während des [[Palästinakrieg]]es von 1948 ist ein Großteil der dort inzwischen nur noch halb-nomadisch lebenden Beduinen geflohen oder wurde vertrieben.&amp;lt;ref&amp;gt;Ismael Abu Sa’ad: {{Internetquelle|url=https://www.researchgate.net/publication/265491547_BEDOUIN_TOWNS_IN_ISRAEL_AT_THE_START_OF_THE_21st_CENTURY_The_Negev_Bedouin_And_The_Failure_Of_The_Urban_Resettlement_Program |titel=Bedouin towns in Israel at the start of the 21st century: The Negev Bedouin And The Failure Of The Urban Resettlement Program – Ismael Abu-Sa – Requ |autor= |werk=researchgate.net |sprache=en |abruf=2019-06-27}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Eine weitere Vertreibung von etwa 10.000 Beduinen aus der Umgebung von [[Beʾer Scheva]] und [[Al-Auja]] ([[Jericho]]) in Richtung des [[Sinai-Halbinsel|Sinai]] folgte 1950.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Michel Abitbol |Titel=Histoire d’Israël |Auflage=2 |Verlag=Éditions Perrin |Ort=Paris |Datum=2024 |Reihe=Collection Tempus |NummerReihe=936 |HrsgReihe=Marguerite de Marcillac |ISBN=978-2-262-10643-0 |Seiten=419}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Ein großer Teil des [[Negev]] wurde staatliches bzw. militärisches Gebiet, und die Beduinen wurden auf ein reservat-ähnliches Gebiet im Nordosten des Negevs umgesiedelt,&amp;lt;ref name=&amp;quot;Bedouin&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://weblaw.haifa.ac.il/he/Faculty/Kedar/lecdb/landregime/118.pdf |titel=The Indigenous Bedouin of the Negev Desert in Israel |seiten=8 |hrsg=Negev Coexistence Forum |sprache=en |abruf=2010-07-16}}&amp;lt;/ref&amp;gt; das 10 % der Fläche des Negevs ausmacht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit den 1960er Jahren versucht die israelische Regierung, sowohl verstärkt jüdische Israelis zur Niederlassung im Negev zu bewegen als auch die verbliebene beduinische Bevölkerung in eigens für sie gegründete Städte, z.&amp;amp;nbsp;B. [[Ar’ara BaNegev]], [[Hura]], [[Kuseife]] und [[Tel Scheva]], umzusiedeln und zu entschädigen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur|Online=https://www.ynetnews.com/articles/0,7340,L-3573749,00.html |Titel=Initiative: Evacuation-compensation for Negev Bedouins |Verlag=[[Ynetnews]] |Datum=2008-07-27 |Abruf=2010-09-24 |Sprache=en}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Online=http://www.aolnews.com/world/article/israels-bedouin-villagers-demand-justice-on-ancestral-land/19624319 |Titel=Israel’s Bedouin Villagers Demand Justice |Verlag=AOL News |Datum=2010-09-09 |Abruf=2010-09-24 |Sprache=en}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Beduinen hatten sich schon seit dem 19. Jahrhundert geweigert, ihr Landeigentum offiziell eintragen zu lassen, um Steuern zu entgehen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;WeltN24-2015&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=[[Gil Yaron]] |Titel=Der Martin Luther King der Beduinen |Verlag=Welt Online |Datum=2015-07-30 |Online=https://www.welt.de/politik/ausland/article138904889/Der-Martin-Luther-King-der-Beduinen.html |Abruf=2017-01-13}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit den 1950er Jahren werden die Wüstenrandgebiete begrünt und wieder aufgeforstet. Das Grasen von Viehherden in großen Teilen des sensiblen Ökosystems Negev wurde eingeschränkt oder verboten, um weitere Schäden zu vermindern. Beduinen züchteten seit Jahrzehnten insbesondere Ziegenherden in dieser Region, die für die Ausweitung der Wüstenbildung verantwortlich sind.&amp;lt;ref name=&amp;quot;FAZ-2009&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=Hans-Christian Rößler|Titel=Die Wüste bebt |Sammelwerk=Frankfurter Allgemeine Zeitung |Datum=2009-12-14 |Online=https://www.faz.net/aktuell/politik/ausland/israels-nomaden-die-wueste-bebt-1899816.html|Abruf=2017-01-13 |Sprache=de}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;Scholz&amp;quot;&amp;gt;Fred Scholz: &amp;#039;&amp;#039;Nomadismus ist tot.&amp;#039;&amp;#039; In &amp;#039;&amp;#039;Geographische Rundschau.&amp;#039;&amp;#039; Heft 5, 1999, S. 248–255.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Jody Butterfield |Titel=Holistic Management Handbook: Healthy Land, Healthy Profits |Auflage=2 |Verlag=Island Press |Ort=Washington, D.C. |Datum=2006 |ISBN=1-55963-885-0 |Sprache=en}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Menschenrechtsorganisation [[Human Rights Watch]] (HRW) rief im Jahr 2008 zu einem sofortigen Stopp von [[Hauszerstörung im israelisch-palästinensischen Konflikt|Zerstörungen beduinischer Häuser]] in illegalen Siedlungen sowie zu einer unabhängigen Untersuchung auf. Laut Angaben von HRW hat Israel seit den 1970er Jahren tausende von solchen illegalen Häusern zerstört.&amp;lt;ref name=&amp;quot;WeltN24-2015&amp;quot;/&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Online=http://www.hrw.org/english/docs/2008/03/31/isrlpa18387.htm |Titel=Israel: End Systematic Bias Against Bedouin |Verlag=[[Human Rights Watch|HRW]] |Datum=2008-03-30 |Abruf=2010-09-24 |Sprache=en}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;JA-2013&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=Ingo Way|Titel=Zorn in der Wüste |Online=http://www.juedische-allgemeine.de/article/view/id/17739 |Abruf=2017-01-13 |Verlag=Zentralrat der Juden in Deutschland K.d.ö.R. |Datum=2013-12-02 |Sprache=de}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Als Höhepunkt der jüngsten Auseinandersetzungen um die Räumung des staatlich nicht anerkannten Beduinen-Dorfes [[Umm al-Hiran|Umm al-Ḥīrān]] nahe [[Hura]] kam es im Januar 2017 zuletzt unter umstrittenen Umständen zum Tod eines Lehrers und eines Polizisten.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle|autor=Magda Albrecht|url=http://www.rosalux.org.il/beduinen-dorf-der-naqabnegev-wuste-akut-von-abriss-bedroht/|titel=Zerstörung eines Beduinen-Dorfs in der Naqab/Negev-Wüste - eine Chronologie|werk=Rosa-Luxemburg-Stiftung Israel Office|datum=2017-02-23|abruf=2017-05-16|archiv-url=https://web.archive.org/web/20170817205359/http://www.rosalux.org.il/beduinen-dorf-der-naqabnegev-wuste-akut-von-abriss-bedroht/|archiv-datum=2017-08-17|offline=ja|archiv-bot=2023-03-17 22:11:58 InternetArchiveBot}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle|autor=Dov Lieber|url=https://www.timesofisrael.com/fear-and-loathing-in-umm-al-hiran/|titel=Fear and loathing in Umm al-Hiran|werk=[[The Times of Israel]]|datum=2017-01-19|abruf=2017-05-16|sprache=en}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ismail Khaldi ist der erste hochrangige beduinische und muslimische [[Diplomat]] des Staates Israel.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.zionism-israel.com/bio/Khalidi.htm &amp;#039;&amp;#039;Zionist Personalities-Ismail Khalidi&amp;#039;&amp;#039;]&amp;lt;/ref&amp;gt; Obwohl die Beduinen nicht der [[Wehrpflicht]] unterliegen, melden sich Beduinen freiwillig zum Wehrdienst in den [[israelische Verteidigungsstreitkräfte|israelischen Verteidigungsstreitkräften]], wo sie oft spezielle Einheiten im Grenzschutz zu Ägypten oder entlang der [[Grüne Linie|Grünen Linie]] zum Gazastreifen bilden oder verstärken, insbesondere als Spurensucher.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle|autor=Adam May|url=http://www.idf.il/1283-15430-EN/Dover.aspx|titel=Bedouin Trackers: the IDF’s sharpest eyes|werk=[[Israelische Verteidigungsstreitkräfte|Israel Defense Forces]]|datum=2012-03-27|archiv-url=https://web.archive.org/web/20160529191848/http://www.idf.il/1283-15430-EN/Dover.aspx|archiv-datum=2016-05-29|abruf=2017-05-16|sprache=en}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Beduinen in Israel werden von der [[Europäische Union|Europäischen Union]] oft mit humanitärer Hilfe in Form von Baumaterial, Zelten und ähnlichem unterstützt, die dann regelmäßig von den israelischen Behörden abgerissen oder abgebaut werden, oft mit der Begründung fehlender Genehmigungen. Im Juni 2019 kam es zu diplomatischen Verstimmungen, als israelische Behörden so beschlagnahmtes EU-Material auf einer Versteigerung anboten.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=[[Agence France-Presse]] |url=https://www.timesofisrael.com/eu-slams-israel-over-planned-sale-of-seized-west-bank-aid/ |titel=EU criticizes Israel over planned auction of seized West Bank aid |werk=[[The Times of Israel]] |datum=2019-06-01 |abruf=2022-05-04}}&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Hamas-Morde und Geiselnahmen israelischer Beduinen ===&lt;br /&gt;
Beim [[Terrorangriff der Hamas auf Israel 2023]] ermordeten deren und andere palästinensische Terroristen 21&amp;amp;nbsp;israelische Beduinen und verschleppten sechs lebendig in den Gazastreifen.&amp;lt;ref&amp;gt;Gianluca Pacchiani, [https://www.timesofisrael.com/in-rahat-a-bedouin-community-mourns-its-october-7-losses-away-from-the-public-eye/ “In Rahat, a Bedouin community mourns its October 7 losses away from the public eye”] (2.&amp;amp;nbsp;November 2023), auf: &amp;#039;&amp;#039;[[The Times of Israel]]&amp;#039;&amp;#039;; abgerufen am 5.&amp;amp;nbsp;September 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt; Am 30.&amp;amp;nbsp;November 2023, 55&amp;amp;nbsp;Tage nach ihrer Entführung, ließ die [[Hamas]] zwei Mitglieder der Familie al-Ziyadna, die 17-jährige Tochter ʿAʾischa ({{ar|عائشة الزيادنة&amp;amp;lrm;}}) und den 18-jährigen Sohn Bilal ({{ar|بلال الزيادنة&amp;amp;lrm;}}) frei.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.timesofisrael.com/unaccounted-for-four-members-of-zaidna-family-from-rahat/ |titel=Aisha, 17, and Bilal, 18, Ziyadne released; father and brother captive |werk=timesofisrael.com |sprache=en |abruf=2024-01-16}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.wftv.com/news/trending/israel-hamas-war-6-israeli-hostages-released/GVQBDXAXTBE2ZCPR4ANPMIFQ4Y/ |titel=Israel-Hamas war: 6 additional Israeli hostages released |werk=wftv.com |sprache=en |abruf=2024-01-16}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Am 8. Januar 2025 teilten Angehörige der Familie al-Ziyadna mit, dass das israelische Militär [[Zahal]] sie vom Tode des 53-jährigen Vaters Youssef und des 22-jährigen Sohnes informiert habe und dass beider Leichen im Gazastreifen aufgefunden wurden.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.timesofisrael.com/liveblog_entry/bodies-of-father-and-son-hostages-youssef-and-hamza-ziyadne-found-in-strip-says-family/ |titel=Bodies of father and son hostages Youssef and Hamza Ziyadne found in Gaza, says family |werk=timesofisrael.com |sprache=en |abruf=2025-01-08}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.timesofisrael.com/liveblog_entry/bodies-of-father-and-son-hostages-youssef-and-hamza-ziyadne-found-in-strip-says-family/ |titel=Bodies of father and son hostages Youssef and Hamza al-Ziyadne found in Gaza, says family |werk=timesofisrael.com |sprache=en |abruf=2025-01-08}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Zahal bestätigte zunächst nur die Auffindung der Leiche des 53-Jährigen in einem Tunnel in [[Rafah]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.timesofisrael.com/liveblog_entry/youssef-ziyadnes-body-found-in-tunnel-military-working-to-determine-fate-of-hamza-ziyadne/ |titel=Youssef Ziyadne’s body found in tunnel; military working to determine fate of Hamza Ziyadne |werk=timesofisrael.com |sprache=en |abruf=2025-01-08}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Am 10. Januar 2025 bestätigte der Zahal schließlich auch den Tod des 22-Jährigen Hamza, nachdem dessen sterbliche Überreste durch das [[Nationales Zentrum für Forensische Medizin|Nationale Forensisches Institut]] identifiziert werden konnten.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.timesofisrael.com/liveblog_entry/idf-confirms-death-of-hostage-hamza-ziyadne-day-after-father-youssef-laid-to-rest/ |titel=IDF confirms death of hostage Hamza Ziyadne, day after father Youssef laid to rest |werk=timesofisrael.com |sprache=en |abruf=2025-01-10}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Siehe auch|Demografie Israels}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Beduinen im Westjordanland ==&lt;br /&gt;
Nach Angaben des [[Hilfswerk der Vereinten Nationen für Palästina-Flüchtlinge im Nahen Osten|Hilfswerks der Vereinten Nationen für Palästina-Flüchtlinge im Nahen Osten]] (UNRWA) ist das Ausmaß der Unterentwicklung von Kindern bei beduinischen Gemeinden im [[Westjordanland]] doppelt so hoch wie bei Kindern im [[Gazastreifen]]. Fast die Hälfte der Kinder leidet demnach an Durchfall, einer der hauptsächlichen Todesursachen weltweit bei Kindern unter fünf Jahren. Nach Angaben des [[Amt der Vereinten Nationen für die Koordinierung humanitärer Angelegenheiten|Amts der Vereinten Nationen für die Koordinierung humanitärer Angelegenheiten (OCHA)]] werden die palästinensischen Bewohner in dem zum &amp;#039;&amp;#039;Gebiet C&amp;#039;&amp;#039; (unter israelischer Militärkontrolle) gehörenden nordöstlichen Westjordanland durch die israelischen Restriktionen gehindert, für die Errichtung oder Erhaltung ihrer Infrastruktur wie Schulen, Gesundheitseinrichtungen oder Kläranlagen zu sorgen. Hilfsorganisationen zufolge bewirken die israelischen Einschränkungen des palästinensischen Zugriffs auf Agrarland in diesem Gebiet, dass tausende Menschen hungern.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Titel=OPT: West Bank Bedouins worse off than Gazans |Verlag=[[The New Humanitarian|IRIN]] Middle East |Datum=2010-07-28 |Sprache=en |Online=http://www.irinnews.org/report.aspx?ReportID=89991 |Abruf=2010-09-26}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein weiterer Vorgang, der international bekannt wurde, war der Abriss des Dorfes [[Chan al-Ahmar]] im Westjordanland, den das [[Oberstes Gericht (Israel)|Oberste Gericht Israels]] im Jahr 2018 angeordnet hatte. Den 180 in baufälligen Blechhütten, die neben einer Autobahn, ohne Kanalisation und nach Ansicht dort in Zone C zuständiger israelischer Behörden illegal errichtet wurden, lebenden Einwohnern wurde ein Neubauviertel in [[Abu Dis]] oder [[Jericho]], beide Zone A der Palästinensischen Autonomie angeboten.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.israelnetz.com/kommentar-analyse/2018/10/04/chan-al-ahmar-und-die-rechtlichen-fragen/ &amp;#039;&amp;#039;Chan al-Ahmar und die rechtlichen Fragen&amp;#039;&amp;#039;] In: &amp;#039;&amp;#039;[[Israelnetz]].de&amp;#039;&amp;#039;, 4. Oktober 2018, abgerufen am 13. Oktober 2018.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;SPON-1234622&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle|url=https://www.spiegel.de/politik/ausland/westjordanland-israel-laesst-beduinendorf-vorerst-nicht-raeumen-a-1234622.html |titel=Westjordanland: Israel lässt Beduinendorf vorerst nicht räumen |autor=kev/dpa |werk=[[Spiegel Online]] |datum=2018-10-23 |abruf=2020-04-12}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Jürgen Baumgarten: &amp;#039;&amp;#039;Die Ammarin. Beduinen in Jordanien zwischen Stamm und Staat.&amp;#039;&amp;#039; Ergon, Würzburg 2011, ISBN 978-3-89913-825-2.&lt;br /&gt;
* Andreea Bretan: [https://www.nomadsed.de/fileadmin/user_upload/redakteure/Dateien_Publikationen/Mitteilungen_des_SFB/owh11_bretan.pdf &amp;#039;&amp;#039;Die Beduinen und die syrische Steppe – beherrscht, verwaltet, entwickelt? Strategien von Anpassung und Widerstand am Beispiel der Haswe.&amp;#039;&amp;#039;] In: Kurt Franz (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Verwaltete Nomaden – Mobile Viehzüchter und Dienstleister zwischen Autonomie und staatlicher Anbindung&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Orientwissenschaftliche Hefte.&amp;#039;&amp;#039; Nr. 25 / &amp;#039;&amp;#039;Mitteilungen des SFB „Differenz und Integration“.&amp;#039;&amp;#039; Band 11). OWZ, Halle (Saale) 2007, {{OCLC|391711018}}, S. 123–155.&lt;br /&gt;
* [[Walter Dostal]]: &amp;#039;&amp;#039;Die Beduinen in Südarabien. Eine ethnologische Studie zur Entwicklung der Kamelhirtenkultur in Arabien&amp;#039;&amp;#039; Ferdinand Berger &amp;amp; Söhne Wien 1967.&lt;br /&gt;
* [http://www.bpb.de/nachschlagen/lexika/islam-lexikon/21350/beduinen &amp;#039;&amp;#039;Beduinen.&amp;#039;&amp;#039;] In: [[Ralf Elger]], Friederike Stolleis (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Kleines Islam-Lexikon. Geschichte – Alltag – Kultur.&amp;#039;&amp;#039; Beck, München 2001, ISBN 3-406-47556-6, Lizenzausgabe: Bundeszentrale für politische Bildung, Bonn 2002.&lt;br /&gt;
* [[Rolf Herzog]]: &amp;#039;&amp;#039;Beduinen.&amp;#039;&amp;#039; In: Klaus E. Müller (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Menschenbilder früher Gesellschaften. Ethnologische Studien zum Verhältnis von Mensch und Natur. Gedächtnisschrift für [[Hermann Baumann (Ethnologe)|Hermann Baumann]].&amp;#039;&amp;#039; Campus, Frankfurt am Main 1983, S. 256–273 ([http://www.freidok.uni-freiburg.de/volltexte/3984/pdf/Herzog_Beduinen.pdf &amp;#039;&amp;#039;Sonderdrucke aus der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg.&amp;#039;&amp;#039; Volltext als PDF; 2&amp;amp;nbsp;MB]).&lt;br /&gt;
* Lothar Stein: &amp;#039;&amp;#039;Wandervolk der Wüste.&amp;#039;&amp;#039; F. A. Brockhaus, Leipzig 1974.&lt;br /&gt;
* Staatliches Museum für Völkerkunde München, Museum für Völkerkunde Wien (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Beduinen im Negev.&amp;#039;&amp;#039; von Zabern, Mainz 1980, ISBN 3-8053-0462-5 (Ausstellungskatalog).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Bedouins|Beduinen|audio=1|video=1}}&lt;br /&gt;
{{Wiktionary|Beduine}}&lt;br /&gt;
* [[Gundula Madeleine Tegtmeyer]]: {{Webarchiv | url=http://www.pm-magazin.de/a/die-w%C3%BCsten-wanderer | wayback=20150106195756 | text=&amp;#039;&amp;#039;Die wüsten Wanderer&amp;#039;&amp;#039;}}, P.M. Magazin 09/2011&lt;br /&gt;
* Ahmad Amara, Oren Yiftachel: [http://www.rosalux.org.il/negev-beduinen-landpolitik/ Konfrontation im Negev - Die israelische Landpolitik gegen die Beduinen.] In: &amp;#039;&amp;#039;Rosa Luxemburg Stiftung Israel Office&amp;#039;&amp;#039;, 11. September 2016, abgerufen am 18. April 2019.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4216372-9}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Beduinen| ]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Araber]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Nomaden]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ethnie in Afrika]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ethnie in Asien]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Ulf Heinsohn</name></author>
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