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	<title>Baumeister - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Demo Wiki</subtitle>
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		<id>https://demowiki.knowlus.com/index.php?title=Baumeister&amp;diff=5582&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Inhouse wko: Link aktualisiert</title>
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		<updated>2025-07-29T09:35:15Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Link aktualisiert&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Dieser Artikel|erläutert den Beruf Baumeister; zu anderen Bedeutungen siehe [[Baumeister (Begriffsklärung)]].}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Begriff &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Baumeister&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet höhere leitende Personen in der [[Bauplanung]], [[Bauausführung|-ausführung]] und [[Bauüberwachung|-überwachung]]. Somit waren sie [[Architekt]], [[Statiker]], [[Bauingenieur]] und [[Bauleiter]] in einer Person im heutigen Verständnis. Die Bezeichnung wurde und wird teils um Zusätze ergänzt, die die Fachrichtung oder den Dienstherrn bezeichnen, wie Festungs-, Dom-, Hof-, Regierungs- oder Stadt-. Es kann sich dabei um eine [[Berufsbezeichnung]] (z.&amp;amp;nbsp;B. Baumeister) oder eine [[Berufliche Funktion|Funktionsbezeichnung]] handeln (z.&amp;amp;nbsp;B. Stadtbaumeister). Die Tätigkeit kann [[freier Beruf (Deutschland)|freiberuflich]], [[gewerblich]], [[Angestellter|angestellt]] oder im [[Beamtenverhältnis]] erfolgen.&lt;br /&gt;
Der Begriff unterliegt einem historischen Wandel. Bis zur Etablierung einer [[akademische Ausbildung|akademischen Ausbildung]] im Bauwesen waren Baumeister die einzigen höheren leitenden Personen im Bauwesen. Sie vereinten Planungs- und Ausführungskompetenz ebenso wie technisches und gestalterisches Wissen. Beim klassischen Baumeister handelt es sich um eine [[Aufstiegsfortbildung]], die noch in Österreich und der Schweiz existiert, jedoch nicht mehr in Deutschland. Der Begriff ist in allen drei Ländern weiterhin gesetzlich geschützt. Die Bezeichnung „Architekt“ wurde erst ab 1923 für das Studium eingeführt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Deutschland wird die Bezeichnung nur noch als Funktionsbezeichnung (z.&amp;amp;nbsp;B. Stadtbaumeister, Dombaumeister) oder in einigen Bundesländern als Titel nach erfolgreichem Abschluss des [[Referendariat]]s für den höheren bautechnischen Dienst vergeben (Regierungsbaumeister).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Begriffe Baumeister, Dombaumeister und Hofbaumeister ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Umzeichnung Bauinschrift Bozner Wassermauer 1675.png|mini|Umzeichnung einer [[Inschrift]] von 1675 an der [[Bozner Wassermauer]] mit der Nennung von &amp;#039;&amp;#039;F. Hafner pavmaister&amp;#039;&amp;#039;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Baumeister ===&lt;br /&gt;
Der &amp;#039;&amp;#039;Baumeister&amp;#039;&amp;#039; übernimmt die [[Bauausführung|Ausführung]] von Bauarbeiten aller Art, teils auch die [[Bauplanung]] und [[Bauleitung]]. Der Begriff ist in Österreich und der Schweiz auch heute noch eine [[Berufsbezeichnung]], in Deutschland wird er dagegen nicht mehr in seiner ursprünglichen Bedeutung verwendet. Baumeister waren zumeist gelernte [[Steinmetz]]e, [[Maurer]] und [[Zimmerer]], manchmal waren auch andere Berufe wie [[Schreiner (Beruf)|Schreiner]] oder [[Stuckateur]] Grundlage für einen Baumeister. Die [[Lehrzeit]] begann in der Regel bereits mit 13 Jahren. Nach der Lehre und Gesellenprüfung begab sich der Anwärter auf [[Wanderjahre|Wanderschaft]]. Um den Titel [[Meister]] zu erlangen, fertigten sie ein [[Meisterstück]]. Mit dem Entstehen der [[Baugewerkschule]]n –&amp;amp;nbsp;heute Fachhochschulen&amp;amp;nbsp;– war deren Besuch obligatorisch zum Erlangen eines Baumeistertitels. Persönliche [[Eignung]] und Durchsetzungskraft waren ausschlaggebend für die erfolgreiche Ausübung der Tätigkeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im 19. Jahrhundert waren die Baumeister vom Entwurf bis zur Realisierung für ein Bauwerk zuständig. In der Regel unterschieden sie sich von Architekten dadurch, dass sie zusätzlich zum meist eigenen Entwurfsatelier auch eine eigene Baufirma zur Verfügung hatten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Dombaumeister, Münsterbaumeister, Zwingerbaumeister ===&lt;br /&gt;
Der Begriff wird für Leiter von existierenden [[Bauhütte]]n verwendet. &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Dombaumeister&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist heute mit Bau und Erhaltung von [[Kathedrale#Ähnliche Begriffe|Domen]] und [[Münster (Kirche)|Münstern]] verbunden. Im Falle eines Münsters wird auch der Begriff &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Münsterbaumeister&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; verwendet.&amp;lt;ref&amp;gt;Verena Schühly: {{Webarchiv |url=http://www.swp.de/ulm/lokales/ulm_neu_ulm/Der-neue-Muensterbaumeister-Michael-Hilbert-ueber-erste-Eindruecke-von-Ulm;art1158544,1887989 |text=&amp;#039;&amp;#039;Der neue Münsterbaumeister Michael Hilbert über erste Eindrücke&amp;#039;&amp;#039; |wayback=20150522102835}}, Südwest Presse Ulm, 7. März 2013.&amp;lt;/ref&amp;gt; Im Fall des [[Zwinger (Dresden)|Dresdner Zwingers]] trägt der Leiter der zugehörigen Bauhütte den Titel &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Zwingerbaumeister&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Hofbaumeister ===&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|Hofbaumeister}}&lt;br /&gt;
Ein &amp;#039;&amp;#039;Hofbaumeister&amp;#039;&amp;#039; war ein an den Sitz eines regierenden Fürsten oder Herrschers &amp;#039;&amp;#039;(Hof)&amp;#039;&amp;#039; berufener, also ein von einem Landesherren mit der Planung und Durchführung öffentlicher Bauvorhaben betrauter Baumeister. Je nachdem welche Aufgaben der Hofbaumeister hatte, konnte er durchaus auch Dombaumeister als auch umgekehrt sein. Der Begriff Hofbaumeister verschwand mit dem Ende monarchisch regierender Herrscher.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== {{Anker|Stadtbaumeister, Landbaumeister}}Stadtbaumeister, Landbaumeister, Marktbaumeister ===&lt;br /&gt;
Diese Begriffe kennzeichnen eine Funktion in einer staatlichen bzw. kommunalen Baubehörde. In Österreich wird der Begriff Stadtbaumeister vorwiegend als Bezeichnung für gewerbliche Baumeister verwendet, die ihren Sitz in einer Stadt haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Dombaumeister waren ausgebildete Handwerker, [[Steinmetz]]- und [[Steinbildhauer]]meister, die in der Zeit der [[Gotik]] eine [[Bauhütte]] leiteten. Die aus dem Steinmetzhandwerk und der Bauhüttentradition hervorgegangenen mittelalterlichen Dombaumeister werden in zeitgenössischen Quellen &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Werkmeister&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; bzw. lateinisch &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;magister operis&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet. Gegen Ende der Gotik ging der Bau der Dome und damit die Zahl der Bauhütten zurück. Große Bauhütten, wie z.&amp;amp;nbsp;B. die in Straßburg, bestanden bis ins 19. Jahrhundert. Der Begriff Dombaumeister wandelte sich, wie die Bauaufgaben, zu dem des &amp;#039;&amp;#039;Baumeisters&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Renaissance]] bildete einen &amp;#039;&amp;#039;Baumeister&amp;#039;&amp;#039; neuen Typs heraus. Dieser war handwerklich ausgebildet und neben seiner Funktion als Architekt auch Unternehmer. In der Renaissance waren Baumeister nicht mehr nur Steinmetzen und Steinbildhauer: Baumeister [[Elias Holl]] war ausgebildeter Handwerker, allerdings ein Maurer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im [[Barock]] und [[Rokoko]] erfolgte die Baumeisterausbildung erstmals in Frankreich an staatlichen Bauschulen. In Deutschland (deutscher Sprachraum) jener Zeit lernten die Baumeister, die Handwerker waren, aus praktischer Erfahrung und aus den sog. [[Werkmeisterbücher]]n. Eine Ausnahme bildete die sog. [[Auer Zunft|Vorarlberger Bauschule]] und die [[Wessobrunner Schule]], die sich ausschließlich mit dem Sakralbau befasste.&amp;lt;ref&amp;gt;Anja Sibylle Dollinger: &amp;#039;&amp;#039;Baubetrieb und Bautechnik.&amp;#039;&amp;#039; S. 228&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Baumeister waren zwar noch ausgebildete Handwerker, in ihrer Hauptaufgabe waren sie aber Planer und Organisatoren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beginnend im 18. Jahrhundert und verstärkt im 19. Jahrhundert, im Zuge der [[Industrialisierung]], bildeten sich im Bauwesen wie in der übrigen Technik akademische Berufe heraus, die modernen &amp;#039;&amp;#039;Architekten&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;Bauingenieure&amp;#039;&amp;#039;. Dies war verbunden mit einer Schwerpunktbildung im Bereich von Gestaltung auf der einen und Technik, Berechnung und Bauausführung auf der anderen Seite. Hier setzte sich nun der Übergang von Erfahrungswissen auf ingenieurwissenschaftliche Grundlagen (Statik, Werkstoffkunde usw.) durch. Daneben verblieb aber die Baumeisterausbildung als Aufstiegsqualifikation für Bauhandwerker. Mit der zum 1. Januar 1981 in Kraft getretenen Verordnung zur Ablösung der Baumeisterverordnung endete die Baumeisterausbildung in Deutschland.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Baumeister heute in Deutschland ==&lt;br /&gt;
Der Begriff &amp;#039;&amp;#039;Baumeister&amp;#039;&amp;#039; ist in Deutschland eine geschützte Berufsbezeichnung, auch wenn sie seit 1981 nicht mehr neu zuerkannt wird und nur noch Bestandsschutz für bis dahin Berechtigte gilt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{§|133|gewo|juris }} [[Gewerbeordnung (Deutschland)|GewO]] – Befugnis zur Führung des Baumeistertitels&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;vablv&amp;quot;&amp;gt;{{Art.|2|baumeistervablv|juris}} der Verordnung zur Ablösung der Baumeisterverordnung&amp;lt;/ref&amp;gt; Darüber hinaus gilt Folgendes:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Regierungsbaumeister: In Baden-Württemberg, Sachsen und Bayern sind Baureferendare (d.&amp;amp;nbsp;h. [[Anwärter (Beamtenrecht)|Anwärter]] des höheren bautechnischen Verwaltungsdienstes) nach dem erfolgreichen Ablegen der Großen Staatsprüfung (entspr. 2.&amp;amp;nbsp;Staatsexamen) berechtigt, den Titel &amp;#039;&amp;#039;Regierungsbaumeister&amp;#039;&amp;#039; zu tragen.&lt;br /&gt;
* Kreis-, Stadt-, Markt- und Gemeindebaumeister: Funktionsbezeichnung des leitenden bautechnischen Mitarbeiters bzw. soweit technisch ausgebildet oft auch des Leiters von kommunalen [[Bauamt (Behörde)|Bauämtern]].&lt;br /&gt;
* Als &amp;#039;&amp;#039;[[Dombaumeister]]&amp;#039;&amp;#039; werden heute in der Fortführung althergebrachter Bezeichnungen die Leiter und Leiterinnen von [[Dombauhütte]]n bezeichnet. Einige sind Steinmetzmeister, andere [[Ingenieur]]e oder Architekten. Gegen Ende des 20. Jahrhunderts gab es erstmals am [[Ulmer Münster|Ulmer]] und seit 2008 am [[Freiburger Münster]] Dombaumeisterinnen. Am [[Kölner Dom]] übt seit 2016 [[Peter Füssenich]] dieses Amt aus. Der [[Speyerer Dom]] wird seit März 2019 von [[Hedwig Drabik]] als Dombaumeisterin betreut.&amp;lt;ref&amp;gt;Welt.de, 11. März 2019&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Der für die Erhaltung des [[Zwinger (Dresden)|Dresdner Zwingers]] verantwortliche Architekt der [[Staatliche Kunstsammlungen Dresden|Staatlichen Kunstsammlungen Dresden]], [[Ulrich Aust]], trug als Leiter der Zwingerbauhütte bis zu seinem Tod im Jahr 1992 den Titel &amp;#039;&amp;#039;Zwingerbaumeister&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Baumeister heute in Österreich und der Schweiz ==&lt;br /&gt;
In Österreich und der Schweiz handelt es sich bei dem Begriff &amp;#039;&amp;#039;Baumeister&amp;#039;&amp;#039; immer noch um eine konkrete [[Berufsbezeichnung]]. Während Architekten und Bauingenieure überwiegend im planenden und kontrollierenden Bereich anzutreffen sind, stellt der Baumeister den einzigen universell einsetzbaren Baufachmann dar. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Berufsbezeichnung [[Architekt]] ist in der Schweiz nicht geschützt, daher gibt es zahlreiche Praktiker, die sich so bezeichnen. So sind auch die Anforderungen an die Berufsausübung nicht einheitlich geregelt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Baumeister ist berechtigt:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* die unterschiedlichsten Bauwerke zu planen,&lt;br /&gt;
* das statische Gefüge zu berechnen,&lt;br /&gt;
* Kosten zu ermitteln,&lt;br /&gt;
* Bauarbeiten auszuführen, zu leiten und zu kontrollieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Baumeisterprüfung&amp;lt;ref&amp;gt;WHO: [https://www.wko.at/noe/bildung-lehre/mp-baumeister &amp;#039;&amp;#039;Befähigungsprüfung Baumeister&amp;#039;&amp;#039;]&amp;lt;/ref&amp;gt; wird in den meisten Fällen von Handwerkern mit zusätzlicher theoretischer Ausbildung, aber auch von Ingenieuren nach drei Praxisjahren abgelegt. Nach Ablegung einer Baumeisterprüfung ist er zur [[Projektentwicklung (Immobilien)|Projektentwicklung]], -leitung und [[Projektsteuerung]] berechtigt, zum Projektmanagement sowie zur Übernahme der [[Bauführer|Bauführung]]. Im Rahmen seiner [[Gewerbeberechtigung]] kann er seinen Auftraggeber vor Behörden und Körperschaften öffentlichen Rechts [[Vertretungsbefugnis|vertreten]].&lt;br /&gt;
In Österreich und der Schweiz darf sich nur Baumeister nennen, wer die Baumeisterprüfung erfolgreich abgelegt hat. In Österreich ist der Baumeister ein Berufstitel (kein akademischer Titel) und wird mit BM oder Bmstr. abgekürzt. Hier ist die Baumeisterprüfung eine universelle Prüfung ohne Möglichkeit auf Nachsicht. In der Schweiz hingegen kann man die Baumeisterprüfung für Hochbau und für Tiefbau getrennt ablegen. Nach bestandener Prüfung darf man den Titel dipl. Baumeister führen. Die Abschlussprüfungen dauern insgesamt in der Schweiz nach abgelegten 14 Modulprüfungen 16 Stunden und in Österreich 123 Stunden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Persönlichkeiten als Baumeister ==&lt;br /&gt;
=== Gotik ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Peter parler.jpg|mini|Porträt von [[Peter Parler]]]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Leiter der Bauausführung hießen oft &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Werkmeister&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (mittelhochdeutsch &amp;#039;&amp;#039;wercmeistere&amp;#039;&amp;#039;) oder &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Baumeister&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;; sie gingen zumeist aus dem [[Steinmetz]]handwerk hervor und waren die mittelalterlichen Architekten. Auch Bezeichnungen wie &amp;#039;&amp;#039;magister operis&amp;#039;&amp;#039; kamen vor. Bei der Ausführung hatten der Steinmetzmeister &amp;#039;&amp;#039;(magister lapicidae)&amp;#039;&amp;#039; und der Maurermeister &amp;#039;&amp;#039;(magister caementari)&amp;#039;&amp;#039; sowie der &amp;#039;&amp;#039;Sculptor&amp;#039;&amp;#039; Bedeutung. Die Meister der Bauausführung wechselten bei jedem Bauwerk häufiger, schon auf Grund der langen Bauzeiten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bekannt wurden einige bedeutende [[#Dombaumeister, Münsterbaumeister, Zwingerbaumeister|Dombaumeister]] Bau- und Steinmetzmeister der Gotik:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* am [[Kölner Dom]] als [[Kölner Dombaumeister]] insbesondere [[Meister Gerhard]] († 1271), [[Meister Arnold]] († 1308), [[Johannes von Köln (Dombaumeister, 1270)]], [[Meister Michael (Dombaumeister)|Meister Michael]] († nach 1387), Meister [[Andreas von Everdingen]] († vor 1412), [[Nikolaus van Bueren]] (1380–1445), [[Konrad Kuene van der Hallen]] (1400/10 – 1469)&lt;br /&gt;
* am [[Stephansdom]] insbesondere [[Michael Knab]] (1340/50 – nach 1399), [[Wenzel Parler]] (vor 1360–1404), [[Hans Puchsbaum]] (1390 – nach 1454), [[Anton Pilgram (Baumeister)|Anton Pilgram]] (1460–1515), [[Jörg Öchsl]] (um 1500)&lt;br /&gt;
* am [[Regensburger Dom]] die Baumeisterdynastie der Roriczer, deren Mitglieder von spätestens 1415 bis 1514 die Stelle des Dombaumeisters besetzten – beginnend mit dem aus Böhmen zugewanderten [[Wenzel Roritzer|Meister Wenczlaw]] (vor 1415 – 1419), über [[Konrad Roriczer]] (1456 – um 1476), bis zu den Brüdern [[Matthäus Roriczer|Matthäus]] (1476–1495) und [[Wolfgang Roriczer]] (1495–1514)&lt;br /&gt;
* [[Wilhelm von Sens]], Baumeister um 1175 an der [[Kathedrale von Canterbury]] und davor an der [[Kathedrale von Sens]]&lt;br /&gt;
* Werkmeister Guerin von der [[Kathedrale von Saint-Denis|Kathedrale St. Denis]] (13. Jh.)&lt;br /&gt;
* Werkmeister [[Hugo Libergier|Hugues Libergier]] (1229–1263) von der Abteikirche [[St-Nicaise (Reims)|St-Nicaise]] in Reims&lt;br /&gt;
* Werkmeister [[Pierre de Montreuil]] (um 1250) von der [[Kathedrale Notre-Dame de Paris]]&lt;br /&gt;
* Die Baumeisterfamilie [[Parler (Familie)|Parler]] mit unter anderem [[Heinrich Parler der Ältere]] (1300/1310 – 1370), [[Michael Parler]] (um 1330 – 1390), [[Johann Parler der Jüngere|Johann dem Jüngeren]] (um 1359 – 1405) und [[Johann Parler der Ältere|Johann dem Älteren]] wirkte beispielsweise am [[Basler Münster|Basler]], [[Freiburger Münster|Freiburger]], [[Gmünder Münster|Gmünder]], [[Straßburger Münster|Straßburger]] und [[Ulmer Münster]] sowie am [[Veitsdom]] in [[Prag]] und am [[Dom der heiligen Barbara]] in [[Kutná Hora]].&lt;br /&gt;
* [[Hinrich Brunsberg]] (um 1350 – 1428/35) wirkte v.&amp;amp;nbsp;a. in Brandenburg und Pommern und war ein bedeutender Baumeister der dortigen späten [[Backsteingotik]] um 1400.&lt;br /&gt;
* Meister/Magister [[Wolbero]]. Er ist nördlich der Alpen der erste namentlich bekannte Baumeister. In einer Bauinschrift aus Stein von 1209 im [[Quirinus-Münster]] in [[Neuss]] ist sein Name eingeritzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Meister konnten oft an ihrem [[Steinmetzzeichen]] erkannt werden, eine im Mittelalter übliche Markierung, die sie auf ihrer Arbeit anbrachten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Barock ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Balthasar Neumann by Marcus Friedrich Kleinert, 1727 - Mainfränkisches Museum - Würzburg, Germany - DSC04588.jpg|mini|[[Marcus Friedrich Kleinert]], 1717: Balthasar Neumann, [[Museum für Franken|Mainfränkisches Museum -Würzburg]]]]&lt;br /&gt;
* [[Balthasar Neumann]]&lt;br /&gt;
* [[Johann Caspar Bagnato]]&lt;br /&gt;
* [[Peter Thumb]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Moderne ===&lt;br /&gt;
* [[Richard Lugner]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Anja Sibylle Dollinger: &amp;#039;&amp;#039;Baubetrieb und Bautechnik, Von der Romanik bis zum Historismus.&amp;#039;&amp;#039; Hrsg. v. Berufsbildungswerk des Steinmetz- und Bildhauerhandwerks, Naturwerkstein und Umweltschutz in der Denkmalpflege. Ebner, Ulm 1997, ISBN 3-87188-143-0.&lt;br /&gt;
* Christine Kratzke: &amp;#039;&amp;#039;[http://resikom.adw-goettingen.gwdg.de/abfragestichworte.php?UBID=144 Baumeister]&amp;#039;&amp;#039;. Teil der Preprint-Version von &amp;#039;&amp;#039;Höfe und Residenzen im spätmittelalterlichen Reich. Bilder und Begriffe&amp;#039;&amp;#039;. Hrsg. von [[Werner Paravicini]], bearb. von [[Jan Hirschbiegel]] und Jörg Wettlaufer. Residenzenforschung 15 II, Teilbd. 1 und 2, Thorbecke Verlag, Ostfildern 2005.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Rechtshinweis}}&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4232800-7}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Beruf (Bauwesen)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bauberuf]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Architekturgeschichte]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Baumeister| ]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Höhere Berufsbildung (Schweiz)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Inhouse wko</name></author>
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