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	<title>Aristokratie - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Demo Wiki</subtitle>
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		<title>imported&gt;Carol.Christiansen: Änderungen von ~2025-64938-1 (Diskussion) auf die letzte Version von YMS zurückgesetzt</title>
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		<updated>2025-09-18T10:20:56Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Änderungen von &lt;a href=&quot;/index.php?title=Spezial:Beitr%C3%A4ge/~2025-64938-1&quot; title=&quot;Spezial:Beiträge/~2025-64938-1&quot;&gt;~2025-64938-1&lt;/a&gt; (&lt;a href=&quot;/index.php?title=Benutzer_Diskussion:~2025-64938-1&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;Benutzer Diskussion:~2025-64938-1 (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;Diskussion&lt;/a&gt;) auf die letzte Version von &lt;a href=&quot;/index.php?title=Benutzer:YMS&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;Benutzer:YMS (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;YMS&lt;/a&gt; zurückgesetzt&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Aristokratie&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; – früher auch &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Bestherrschaft&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref name=&amp;quot;Staatslexikon&amp;quot;/&amp;gt; – bezeichnet in der [[Politische Theorie|Politikwissenschaft]] die Herrschaft einer kleinen Gruppe besonders befähigter Individuen, wobei die Art der Befähigung nicht näher bestimmt ist. Die ursprüngliche Wortbedeutung ist „Herrschaft der Besten“ ({{grcS|ἀριστοκρατία|aristokratía}}, aus {{lang|grc|ἄριστος|aristos|de=Bester}} und {{lang|grc|κρατεῖν|kratein|de=herrschen}}, im gleichen Sinne [[Latein|lateinisch]], wie etwa bei [[Marcus Tullius Cicero|Cicero]], &amp;#039;&amp;#039;{{lang|la|civitas optimatum}}&amp;#039;&amp;#039;, zu [[Optimaten|Optimat]] und &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Optimatenherrschaft&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;). In der Praxis wurde die Eigenschaft, zu „den Besten“ zu gehören, häufig mit der Zugehörigkeit zu einer [[Adel|adligen]] Oberschicht gleichgesetzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den [[Geschichtswissenschaft]]en wird der Begriff „Aristokratie“ oft teilweise [[Synonymie|synonym]] zu [[Adel]] als der Gesamtheit aller Aristokraten in einem bestimmten geografischen Bereich verwendet, wobei jeder Erbadel eine Aristokratie, aber nicht jede Aristokratie ein Erbadel ist, da die Zugehörigkeit zur herrschenden Elite auch [[Meritokratie|meritokratisch]] begründet sein kann (siehe [[Nobilität]]). Umgekehrt kann erbliche Gruppenzugehörigkeit auch abseits eines Adels von Bedeutung sein, so existierten auch bürgerlich-aristokratische Systeme wie das der Patrizier in mittelalterlichen Städten ([[Städtearistokratie]]) oder [[Klerikalismus|klerikalistische]] [[Priesteraristokratie]]n. [[Metonymie|Im übertragenen Sinne]] werden die Begriffe [[Arbeiteraristokratie]] und [[Geldaristokratie]] verwendet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Etymologie und Definition ==&lt;br /&gt;
Das Wort Aristokratie entstammt dem altgriechischen &amp;#039;&amp;#039;aristokratía&amp;#039;&amp;#039; ({{lang|grc|άριστον|de=das beste}}, ‚Exzellenz‘ und {{lang|grc|κράτο|de=Macht}}), das erstmals im späten 5. Jahrhundert v. Chr. bezeugt ist,&amp;lt;ref&amp;gt;[[Thukydides]] 8,64,3.&amp;lt;/ref&amp;gt; und gelangte erst im 16. Jahrhundert in die deutsche Sprache, wo es in staatstheoretischen Schriften verwendet wurde. Seit dem 17. Jahrhundert wird damit auch die Gesamtheit des Adels bezeichnet. Seitdem kann das davon abgeleitete Adjektiv &amp;#039;&amp;#039;aristokratisch&amp;#039;&amp;#039; neben „die Aristokratie betreffend“, auch „vornehm“ oder „edel“ in Bezug auf Gesinnung und Wesen bedeuten.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.dwds.de/wb/Aristokratie |werk=www.dwds.de |titel=Aristokratie |abruf=2023-02-06 }}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aristokratie bedeutet demnach:&lt;br /&gt;
* in der klassischen [[Verfassungskreislauf|Verfassungstypenlehre]] des [[Aristoteles]] die &amp;#039;&amp;#039;Herrschaft der Besten&amp;#039;&amp;#039;, der Tugend oder der Tüchtigkeit. Im Gegensatz dazu steht nach Aristoteles die [[Oligarchie]] (wörtlich: ‚Herrschaft Weniger‘) die Machtausübung durch eine Minderheit, die die Macht an sich gerissen hat und den eigenen Vorteil sucht. (Die [[Antikes Griechenland|griechischen]] Aristokraten verbanden diese Eigenschaft mit dem Anspruch auf heroische oder göttliche Abstammung, die [[Römisches Reich|römischen]] Aristokraten eher mit politischem Erfolg.)&lt;br /&gt;
* eine [[Herrschaftsform]], in der der [[Adel]] (auch im Rahmen eines [[Senat]]s als &amp;#039;&amp;#039;Senatsaristokratie&amp;#039;&amp;#039;) oder eine andere Oberschicht wie das [[Bürgertum]] in der &amp;#039;&amp;#039;Städtearistokratie&amp;#039;&amp;#039; oder [[Priester]] in der Priesteraristokratie die Macht ausüben. Hier sind die „Besten“ in der Regel die durch ihre Herkunft oder durch ihre obrigkeitliche Einsetzung in Ämter Berechtigten.&lt;br /&gt;
* in der [[Neuzeit]] eine Bezeichnung für die Angehörigen des Adels&amp;lt;ref&amp;gt;Erich Bayer (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Wörterbuch zur Geschichte. Begriffe und Fachausdrücke&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;[[Kröners Taschenausgabe]].&amp;#039;&amp;#039; Band 289). 4., überarbeitete Auflage. Kröner, Stuttgart 1980, ISBN 3-520-28904-0, S. 34.&amp;lt;/ref&amp;gt; (im Zusammenhang mit der [[Französische Revolution|Französischen Revolution]] der [[Zweiter Stand|zweite Stand]]), in Abgrenzung zu [[Klerus]] ([[erster Stand]]) und [[Bürgertum]] ([[dritter Stand]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Historische Theoriebildung ==&lt;br /&gt;
Die Aristokratie bei [[Platon]] (427–347 v. Chr.) ist die am [[Gemeinwohl]] orientierte idealtypische Herrschaft der Besten. Diese Idee wurde zunächst von seinem Schüler [[Aristoteles]] (384–324 v. Chr.) und später vom griechischen Historiker [[Polybios]] (um 200 v. Chr. bis etwa 118 v. Chr.) weiterentwickelt. Sie fällt wie die [[Oligarchie]] unter die Herrschaft der wenigen, wobei die Oligarchie als eine am Eigennutz ausgerichtete Herrschaftsform definiert ist.&amp;lt;ref&amp;gt;Platon, &amp;#039;&amp;#039;Politikos&amp;#039;&amp;#039;, 291c–303d.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Grundsätzlich bestand in der antiken Staatstheorie die Idee, dass jede am Gemeinwohl orientierte Herrschaftsform (&amp;#039;&amp;#039;Monarchie&amp;#039;&amp;#039; bzw. &amp;#039;&amp;#039;Basileia&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Aristokratie&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;[[Politie]]&amp;#039;&amp;#039; bzw. &amp;#039;&amp;#039;Demokratie&amp;#039;&amp;#039;) ein entartetes, nur an den Interessen der Herrschenden orientiertes Gegenstück hat (&amp;#039;&amp;#039;Tyrannis&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Oligarchie&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Demokratie&amp;#039;&amp;#039; bzw. &amp;#039;&amp;#039;Ochlokratie&amp;#039;&amp;#039;). Dieser [[Verfassungskreislauf]] ist aus der Beobachtung und Analyse der Politik antiker griechischer [[Polis|Stadtstaaten]] abstrahiert. Empirisch haben die Autoren dagegen vor allem Mischformen gefunden.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Wilfried Nippel]]: &amp;#039;&amp;#039;Politische Theorien der griechisch-römischen Antike.&amp;#039;&amp;#039; In: [[Hans-Joachim Lieber]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Politische Theorien von der Antike bis zur Gegenwart.&amp;#039;&amp;#039; Bundeszentrale für politische Bildung, Bonn 1993, S. 29 ff. und 39 ff.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Grundformen der Verfassungen (nach Polybios) ===&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable float-right&amp;quot;&lt;br /&gt;
! &amp;#039;&amp;#039;Anzahl der&amp;lt;br /&amp;gt;Herrscher&amp;#039;&amp;#039; || Gemeinwohl || Eigennutz&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Einer&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; || [[Monarchie]] || [[Tyrannis]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Einige&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; || Aristokratie || [[Oligarchie]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Alle&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; || [[Demokratie]] || [[Ochlokratie]]&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus der Erkenntnis heraus, dass diese sechs Grundformen der Verfassungen notwendigerweise instabil sind, hat vor allem [[Polybios]] die Idee des [[Verfassungskreislauf]]s entwickelt, die diese Herrschaftsformen zueinander in Beziehung setzt.&amp;lt;ref&amp;gt;Polybios 1,1,6,3-10.&amp;lt;/ref&amp;gt; Fast alle heute in Europa anzutreffenden demokratischen Regierungsformen basieren auf landesspezifischen aristokratischen Vorläufermodellen, bei denen Adel, wohlhabendes Bürgertum oder Kirchenvertreter ein Mitbestimmungsrecht bei der Steuererhebung, Fragen der [[Gewaltenteilung]] oder Herrscherwahl hatten. Der Übergang von aristokratischen zu demokratischen Regierungsformen vollzog sich meist in der Form, dass zunächst allen [[Bürger]]n ein [[Wahlrecht]] zugestanden wurde, später dann Unterschiede in der [[Stimmengewichtung]] ([[Zensuswahlrecht]]), oder Ausschlüsse von [[Bürgerrecht]]en für einzelne [[Bevölkerungsgruppe]]n ([[Sklavenbefreiung|Sklaven]], [[Frauenwahlrecht|Frauen]], [[Minderheitenschutz|Angehörige ethnischer, sprachlicher oder religiöser Minoritäten]]) aufgehoben wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Aktuelle Anhänger ===&lt;br /&gt;
Der Philosoph und Wirtschaftsprofessor [[Jason Brennan]] ist der Ansicht, Aristokratien seien Demokratien überlegen. Ihm schwebt ein Modell vor, bei dem sich ein Bürger das Wahlrecht erst verdienen muss, indem er oder sie in einem Test ausreichende Kenntnis in relevanten Bereichen beweist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Demokratie gäbe jedem die Macht, zu einem kleinen Teil über andere zu entscheiden, diese Macht hält er allerdings für unbegründet. Wie in mehreren Studien gezeigt werden konnte, ist der durchschnittliche Wähler nur äußerst schlecht informiert, weshalb Brennan es für ausgeschlossen hält, dass gute Entscheidungen getroffen werden. Daher fordert er auch die meisten Personen dazu auf, nicht zu wählen, da er dies für unethisch hält. Allerdings betont er auch, Demokratien seien besser als die meisten anderen Regierungsformen und träfen durchaus gute Entscheidungen, weil die gut informierten Politiker nicht immer auf die Meinung der Bevölkerung hören.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Jason Brennan |Titel=Against democracy |Ort=Princeton |Datum=2017 |ISBN=978-1-4008-8839-9}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Wikiquote}}&lt;br /&gt;
{{Wiktionary}}&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|4130286-2}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;references&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Staatslexikon&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Titel=Das Staats-Lexikon. Encyklopädie der sämmtlichen Staatswissenschaften für alle Stände |Band=1 |Hrsg=Carl von Rotteck, Karl Theodor Welcker |Verlag=Altonaverlag von Johann Friedrich Hammerich |Datum=1845 |Seiten=659 |Online={{Google Buch |BuchID=HwVAAAAAYAAJ |Seite=659 |Linktext=Digitalisat }} |Fundstelle=u.&amp;amp;nbsp;a. mit „Bestherrschaft oder Aristokratie“ |Kommentar=in [[Bruchschrift]] }}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/references&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4130286-2}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Staatsform]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Antike Verfassungstheorie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Adel]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Herrschaftsform]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sozialgeschichte (Antike)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Carol.Christiansen</name></author>
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