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	<title>Apotheker - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Demo Wiki</subtitle>
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		<id>https://demowiki.knowlus.com/index.php?title=Apotheker&amp;diff=12029&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Vfb1893: BKL Inverkehrbringen aufgelöst</title>
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		<updated>2025-09-16T19:48:34Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;BKL &lt;a href=&quot;/index.php?title=Inverkehrbringen&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;Inverkehrbringen (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;Inverkehrbringen&lt;/a&gt; aufgelöst&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Dieser Artikel|behandelt die Berufsgruppe der Apotheker. Zu weiteren Bedeutungen siehe [[Apotheker (Begriffsklärung)]].}}&lt;br /&gt;
[[Datei:Bundesarchiv Bild 183-W0129-0019, Leipzig, Apothekerin mit Feinwaage.jpg|mini|Apothekerin mit [[Feinwaage]], 1980]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Apotheker&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (von griechisch-lateinisch &amp;#039;&amp;#039;apot[h]ecarius&amp;#039;&amp;#039;, etwa [[Kram#Bedeutung im Handelswesen|„Krämer“]] oder „[[Spezerei|Gewürzkrämer]]“, als Betreiber einer [[Apotheke#Wortursprung|&amp;#039;&amp;#039;apotheca&amp;#039;&amp;#039;]]) sind [[Pharmazeut]]en, die als Fachkräfte zur Abgabe von [[Arzneimittel]]n berechtigt sind. Sie beschäftigen sich insbesondere mit der [[Produktentwicklung|Entwicklung]], [[Produktion|Herstellung]], [[Prüfung]] und [[Vertrieb|Abgabe]] von Arzneimitteln einschließlich der Beratung von Verbrauchern und anderen Beteiligten im Gesundheitswesen (in Deutschland gemäß {{§|2|bapo|juris}} Abs.&amp;amp;nbsp;3 [[Bundes-Apothekerordnung|BApO]]). Hierzu sind profunde Kenntnisse der [[Galenik]], [[Pharmakologie]], [[Physiologie]], [[Chemie]], [[Biologie]], [[Biochemie]], [[Analytik]] und [[Qualitätssicherung]] notwendig, welche im [[Pharmaziestudium]] erworben werden. Der Beruf zählt als akademischer [[Heilberuf]] zu den klassischen [[Kammerberuf]]en.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
[[Datei:DBP 1991 1490-R.JPG|mini|750 Jahre Beruf des Apothekers: [[Briefmarken-Jahrgang 1991 der Deutschen Bundespost|deutsche Briefmarke von 1991]]]]&lt;br /&gt;
[[Datei:ApotekerHjorten.jpg|mini|Apotheker in [[Bergen (Norwegen)|Bergen]], Norwegen. 19. Jahrhundert]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im in [[Süditalien]] verfassten &amp;#039;&amp;#039;[[Circa instans]]&amp;#039;&amp;#039;, einer im 12. Jahrhundert publizierten Schrift aus der [[Schule von Salerno]], wird bezüglich der &amp;#039;&amp;#039;apothecarii&amp;#039;&amp;#039; bereits kritisch&amp;lt;ref&amp;gt;[[Konrad Goehl]], [[Gundolf Keil]]: &amp;#039;&amp;#039;„apothecarii nostri temporis“ – Eine Kritik am Apothekerstand aus der Frühzeit der Pharmazie.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Würzburger medizinhistorische Mitteilungen.&amp;#039;&amp;#039; Band 14, 1996, S. 261–267.&amp;lt;/ref&amp;gt; vor [[Medikamentenfälschung]]en gewarnt, werden diese exemplarisch dargestellt und Apothekerkritik wird dahingehend geübt, was das betrügerische Abwiegen von Arzneidrogen, die Bevorzugung schlechterer Ware und die Substitution wertvoller durch billige Zutaten betrifft.&amp;lt;ref&amp;gt;Konrad Goehl: &amp;#039;&amp;#039;Beobachtungen und Ergänzungen zum ‘Circa instans’.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Medizinhistorische Mitteilungen. Zeitschrift für Wissenschaftsgeschichte und Fachprosaforschung.&amp;#039;&amp;#039; Band 34, 2015 (2016), S. 69–77, hier: S. 71–73.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
1231 wurde vom Stauferkaiser [[Friedrich II. (HRR)|Friedrich&amp;amp;nbsp;II.]] ein von zahlreichen Gelehrten zusammengestelltes Gesetzeswerk initiiert, das als „Liber Augustalis“ (auch „Constitutiones regni utriusque Siciliae“ – Bestimmungen für das Königreich beider Sizilien) auf dem Hoftag in Melfi (Basilicata) beraten wurde und ab September 1231 Gültigkeit erlangte. In den folgenden Jahren gab es zahlreiche Nachträge, darunter um 1241 als „[[Edikt von Salerno]]“ mehrere Paragraphen, die das Medizinalwesen betrafen. In einem dieser Nachträge wird der Arztberuf von dem des im Mittelalter häufig auch therapeutisch tätigen Apothekers&amp;lt;ref&amp;gt;Gundolf Keil: &amp;#039;&amp;#039;Zur Frage der kurativ-konsiliarischen Tätigkeit des mittelalterlichen deutschen Apothekers.&amp;#039;&amp;#039; In: Peter Dilg u.&amp;amp;nbsp;a. (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Perspektiven der Pharmaziegeschichte. Festschrift Rudolf Schmitz.&amp;#039;&amp;#039; Graz 1983, S. 181–196.&amp;lt;/ref&amp;gt; abgegrenzt: Ärzte dürfen keine [[Apotheke]] besitzen oder daran beteiligt sein; Arzneimittelpreise wurden gesetzlich festgeschrieben, um Preistreiberei zu verhindern; der Apotheker musste einen Eid leisten. Es ist davon auszugehen, dass es Arzneibereiter/Apotheker (dort &amp;#039;&amp;#039;confectionarii&amp;#039;&amp;#039; genannt) in diesem bzw. im mediterranen Gebiet&amp;lt;ref&amp;gt;Wolfgang-Hagen Hein, Kurt Sappert: &amp;#039;&amp;#039;Die Medizinalordnung Friedrichs&amp;amp;nbsp;II. Eine pharmaziehistorische Studie.&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Veröffentlichungen der Gesellschaft für Geschichte der Pharmazie.&amp;#039;&amp;#039; Neue Folge 12). Eutin 1957, S. 19 f.&amp;lt;/ref&amp;gt; bereits gab, denn einer gesetzlichen Regelung bedarf nur etwas, für das es auch Regelungsnotwendigkeit gibt, beispielsweise durch Überschneidung von Berufsbildern. So wird das Berufsbild des vom Arzt unterschiedenen &amp;#039;&amp;#039;apothecarius&amp;#039;&amp;#039; bereits um das Jahr 1100 im sogenannten [[Antidotarium Magnum#Liber iste (= Pseudo-Platearius-Glossen)|„Liber iste“]] (sowie um 1170 im „Liber mitis“ von dem an der Domschule von Parma unter anderem Medizin lehrenden &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Guido d’Arezzo&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (Guido von Arezzo der Jüngeren)&amp;lt;ref&amp;gt;[[Konrad Goehl]], Gundolf Keil: &amp;#039;&amp;#039;Guido von Arezzo der Jüngere.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Lexikon des Mittelalters]].&amp;#039;&amp;#039; Band 4. München/Zürich 1989, Sp. 1773–1774.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Konrad Goehl: &amp;#039;&amp;#039;Guido d’Arezzo der Jüngere und sein ‚Liber mitis‘&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Würzburger medizinhistorische Forschungen.&amp;#039;&amp;#039; Band 32). 2 Bände. Horst Wellm, Pattensen 1984, ISBN 3-921456-61-4.&amp;lt;/ref&amp;gt; der auch chirurgische Vorlesungen des [[Roger Frugardi]] redigiert herausgegeben hat) deutlich greifbar.&amp;lt;ref&amp;gt;Konrad Goehl, [[Gundolf Keil]]: &amp;#039;&amp;#039;„apothecarii nostri temporis“. Eine Kritik am Apothekerstand aus der Frühzeit der Pharmazie.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Würzburger medizinhistorische Mitteilungen.&amp;#039;&amp;#039; Band 14, 1996, S. 261–267.&amp;lt;/ref&amp;gt; Auch wenn das Datum 1241 als „Gründungsdatum“ des Apothekerstandes gilt: Der &amp;#039;&amp;#039;Liber Augustalis&amp;#039;&amp;#039; hatte ausschließlich im Königreich Sizilien Gültigkeit. Er beeinflusste aber eine Reihe von Rechtsverordnungen auch nördlich der Alpen&amp;lt;ref&amp;gt;[[Armin Wankmüller]]: &amp;#039;&amp;#039;Zur Frage der Trennung des ärztlichen und pharmazeutischen Berufs in Deutschland.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Medizinische Monatsschrift.&amp;#039;&amp;#039; Band 7, 1953, S. 590–594.&amp;lt;/ref&amp;gt; und wurde letztlich zum Vorbild der Apothekengesetzgebung in ganz Europa.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im deutschen Sprachraum kamen Apotheken und Apotheker im heutigen Sinn&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. auch [[Josef Anton Häfliger]]: &amp;#039;&amp;#039;Basels mittelalterliche Apothekenordnungen.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Pharm. Act. Helv.&amp;#039;&amp;#039; Band 1, 1926, S. 133–202, passim.&amp;lt;/ref&amp;gt; im Laufe des 14. Jahrhunderts auf. In [[Würzburg]] etwa ist der erste „moderne“ Apotheker, Meister Heinrich der Apotheker, ab 1406 belegt.&amp;lt;ref&amp;gt;Peter Kolb: &amp;#039;&amp;#039;Das Spital- und Gesundheitswesen.&amp;#039;&amp;#039; In: Ulrich Wagner (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Geschichte der Stadt Würzburg.&amp;#039;&amp;#039; 4 Bände, Band I–III/2 (I: &amp;#039;&amp;#039;Von den Anfängen bis zum Ausbruch des Bauernkriegs.&amp;#039;&amp;#039; 2001, ISBN 3-8062-1465-4; II: &amp;#039;&amp;#039;Vom Bauernkrieg 1525 bis zum Übergang an das Königreich Bayern 1814.&amp;#039;&amp;#039; 2004, ISBN 3-8062-1477-8; III/1–2: &amp;#039;&amp;#039;Vom Übergang an Bayern bis zum 21. Jahrhundert.&amp;#039;&amp;#039; 2007, ISBN 978-3-8062-1478-9), Theiss, Stuttgart 2001–2007, Band 1, 2001, S. 386–409 und 647–653, hier: S. 407 f. (&amp;#039;&amp;#039;Apotheker&amp;#039;&amp;#039;).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vom 16. bis ins 20. Jahrhundert hinein vertrieben [[Buckelapotheker]] [[Olitäten]] in ganz Mitteleuropa.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einer der neben Konrad Schreck von Aschaffenburg († um 1523) bedeutendsten, auch als pharmazeutischer Fachautor&amp;lt;ref&amp;gt;Ursula Schmitz: &amp;#039;&amp;#039;Hans Minners „Thesaurus medicaminum“. Pharmaziehistorische Untersuchungen zu einer alemannischen Drogenkunde des Spätmittelalters&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Quellen und Studien zur Geschichte der Pharmazie.&amp;#039;&amp;#039; Band 13). jal-Verlag, Würzburg 1974, ISBN 3-7778-0096-1. (Zugleich Mathematisch-naturwissenschaftliche Dissertation Marburg an der Lahn 1973).&amp;lt;/ref&amp;gt; und medizinischer Berater tätigen Apotheker des deutschen Mittelalters war der an der Apotheke des Jakob Schwarzmurer im Haus &amp;#039;&amp;#039;Zum Kiel&amp;#039;&amp;#039; tätige [[Zürich|Zürcher]] [[Pharmakognosie|Pharmakognost]] Hans Minner (* um 1415/20; † nach 1480).&amp;lt;ref&amp;gt;Gundolf Keil: &amp;#039;&amp;#039;Minner, Hans.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Verfasserlexikon]].&amp;#039;&amp;#039; 2. Auflage. Band 6, Sp. 585–593.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Gundolf Keil: &amp;#039;&amp;#039;Minner, Hans.&amp;#039;&amp;#039; In: [[Werner E. Gerabek]], Bernhard D. Haage, Gundolf Keil, Wolfgang Wegner (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Enzyklopädie Medizingeschichte.&amp;#039;&amp;#039; De Gruyter, Berlin/New York 2005, ISBN 3-11-015714-4, S. 994 f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Gundolf Keil: &amp;#039;&amp;#039;„blutken – bloedekijn“. Anmerkungen zur Ätiologie der Hyposphagma-Genese im ‚Pommersfelder schlesischen Augenbüchlein‘ (1. Drittel des 15. Jahrhunderts). Mit einer Übersicht über die augenheilkundlichen Texte des deutschen Mittelalters.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Fachprosaforschung – Grenzüberschreitungen.&amp;#039;&amp;#039; Band 8/9, 2012/2013, S. 7–175, hier: S. 116–118.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Heute erfährt der Apotheker in einem mehrjährigen [[Studium]] eine umfassende Ausbildung unter anderem zu den Themen: [[Arzneimittel]], Arzneimittelherstellung, Arzneimittelprüfung, Arzneimittelwirkungen inklusive Wechsel- und Nebenwirkungen sowie [[Physiologie]] und [[Klinische Pharmazie|klinischer Pharmazie]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Christus.als.Apotheker.P1024621.jpg|mini|rechts|Das Ölgemälde „Christus als Apotheker“ im rechten Querschiff der Heilig-Geist-Kirche in Werder]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Schutzpatrone, „Christus als Apotheker“ ==&lt;br /&gt;
[[Schutzpatron]]e der Apotheker sind die heiligen Zwillingsbrüder [[Cosmas und Damian]], die Kranke unentgeltlich behandelten, und der [[Raphael (Erzengel)|Erzengel Raphael]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Ausdruck des Vertrauens, dass der Apotheker zur Heilung beitragen kann, ist das Gemälde &amp;#039;&amp;#039;Christus als Apotheker&amp;#039;&amp;#039; in der [[Heilig-Geist-Kirche (Werder)|Heilig-Geist-Kirche]] in [[Werder (Havel)|Werder]]. [[Theodor Fontane]] beschreibt es in seinen &amp;#039;&amp;#039;[[Wanderungen durch die Mark Brandenburg]]&amp;#039;&amp;#039;: „Christus […] steht an einem Dispensir-Tisch, eine Apotheker Wage in der Hand. Vor ihm, wohlgeordnet, stehen acht Büchsen, die auf ihren Schildern folgende Inschriften tragen: Gnade, Hilfe, Liebe, Geduld, Friede, Beständigkeit, Hoffnung, Glauben.“&amp;lt;ref&amp;gt;Theodor Fontane: &amp;#039;&amp;#039;Wanderungen durch die Mark Brandenburg&amp;#039;&amp;#039;, Band 3: &amp;#039;&amp;#039;Ost-Havelland&amp;#039;&amp;#039;. Wilhelm Hertz (Bessersche Buchhandlung), Berlin 1873, S. 223.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Deutschland ==&lt;br /&gt;
Im Jahr 2023 gab es in Deutschland 69.798 berufstätige Apotheker (Frauenanteil: 71,3 %), davon 53.178 in der öffentlichen Apotheke.&amp;lt;ref name=&amp;quot;abda1&amp;quot;&amp;gt;[https://www.abda.de/fileadmin/user_upload/assets/ZDF/Zahlen-Daten-Fakten-24/ZDF_2024_46_47_Zahl_Alter_Pharmazeutinnen_Pharmazeuten.pdf &amp;#039;&amp;#039;Zahl und Alter der Pharmazeutinnen und Pharmazeuten&amp;#039;&amp;#039;] (PDF, 125 kB) auf &amp;#039;&amp;#039;abda.de&amp;#039;&amp;#039;. Abgerufen am 24. November 2024.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Zahl der [[Pharmaziestudium|Pharmaziestudierenden]] betrug 16.064 im Jahr 2022.&amp;lt;ref name=&amp;quot;abda2&amp;quot;&amp;gt;[https://www.abda.de/fileadmin/user_upload/assets/ZDF/Zahlen-Daten-Fakten-24/ZDF_2024_51_Pharmaziestudierende_und_Approbationen.pdf &amp;#039;&amp;#039;Pharmaziestudierende und Approbationen&amp;#039;&amp;#039;] (PDF, 30 kB) auf &amp;#039;&amp;#039;abda.de&amp;#039;&amp;#039;. Abgerufen am 24. November 2024.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Beruf des Apothekers ist nach dem berufsständischen Selbstverständnis ein „[[Freier Beruf (Deutschland)|freier Beruf]]“.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.abda.de/fileadmin/user_upload/assets/Ausbildung_Studium_Beruf/Berufsbild_BAK-MV_16_06_16.pdf &amp;#039;&amp;#039;Das Berufsbild der Apothekerin und des Apothekers&amp;#039;&amp;#039;], verabschiedet von der Bundesapothekerkammer am 16. Juni 2016,  auf &amp;#039;&amp;#039;abda.de&amp;#039;&amp;#039; (PDF-Datei).&amp;lt;/ref&amp;gt; Apotheker absolvieren ein vierjähriges [[Studium]], an das sich eine praktische Ausbildung von einem Jahr anschließt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Betreiben einer Apotheke ist in der Bundesrepublik Deutschland seit 1960 an die [[Approbation (Heilberufe)|Approbation]] des betreibenden Apothekers gebunden. Die zuvor bestehende traditionelle Konzessionierung wurde als verfassungswidrig erklärt.&amp;lt;ref&amp;gt;Ralf Bröer: &amp;#039;&amp;#039;Medizinalgesetzgebung/Medizinrecht.&amp;#039;&amp;#039; In: [[Werner E. Gerabek]], Bernhard D. Haage, [[Gundolf Keil]], Wolfgang Wegner (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Enzyklopädie Medizingeschichte.&amp;#039;&amp;#039; Walter de Gruyter, Berlin/New York 2005, ISBN 3-11-015714-4, S. 942–950; hier: S. 943.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Pharmazeutische Ausbildung ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Recommendation by Georg Schwartzmann 1691.jpg|mini|Apothekerzeugnis aus Rothenburg ob der Tauber, 1691.]]&lt;br /&gt;
Die gesetzliche Grundlage der pharmazeutischen Ausbildung in Deutschland bilden die [[Bundes-Apothekerordnung]] und die [[Approbationsordnung]] für Apotheker.&amp;lt;ref name=&amp;quot;AAppO&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.gesetze-im-internet.de/aappo/BJNR014890989.html |titel=AAppO - Approbationsordnung für Apotheker |werk=gesetze-im-internet.de |datum=1989-07-19 |abruf=2024-11-24}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Ausbildung beginnt mit dem [[Pharmaziestudium|Studium der Pharmazie]] an einer [[Universität]] und umfasst mindestens acht Semester (vier Jahre) mit einer achtwöchigen Famulatur in der vorlesungsfreien Zeit. Es folgt für den zukünftigen Apotheker das [[Pharmaziepraktikant|Praktische Jahr]]&amp;amp;nbsp;(PJ), von dem mindestens sechs Monate in einer öffentlichen Apotheke abgelegt werden müssen. Die restliche Zeit kann wahlweise in einer Krankenhaus- oder Bundeswehrapotheke, in der pharmazeutischen Industrie, an einem Universitätsinstitut bzw. vergleichbarer Einrichtung oder in einer Arzneimitteluntersuchungsstelle absolviert werden, wobei ein Apotheker als ausbildungsberechtigte Person zugegen sein muss.&amp;lt;ref name=&amp;quot;AAppO&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Pharmazeutische Prüfung ([[Staatsexamen]]) wird in drei Abschnitten abgelegt. Nach dem Ablegen des dritten Abschnitts kann die [[Approbation (Heilberufe)|Approbation]] beantragt werden, die zur Ausübung des Apothekerberufs berechtigt. Dafür sind außer dem Examen unter anderem auch eine ärztliche Bescheinigung, dass man in gesundheitlicher Hinsicht zur Ausübung des Apothekerberufs geeignet ist, und ein polizeiliches Führungszeugnis erforderlich. Erst nach Erteilung der Approbation darf die Berufsbezeichnung „Apotheker“ geführt werden. Im Falle schwerer Verfehlungen (wie etwa [[Straftat (Deutschland)|Straftaten]]) kann die staatliche Apothekenaufsicht den Entzug der Approbation veranlassen. Die Betroffenen werden angehört und können [[Rechtsmittel]] einlegen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Frauenanteil unter den Studenten ist hoch; zum Beispiel betrug er 73 % im Wintersemester 2009/10&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv |url=http://cities.eurip.com/article/news/entry/153018.html |text=&amp;#039;&amp;#039;Pharmaziestudium bei Frauen immer beliebter.&amp;#039;&amp;#039; |wayback=20131211223748}} auf: cities.eurip.com&amp;lt;/ref&amp;gt; und 70 % im Wintersemester 2014/15.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Berliner Morgenpost-Berlin |url=https://www.morgenpost.de/wirtschaft/karriere/article206156467/Pharmazie-studieren-ueberwiegend-Frauen.html |titel=Pharmazie studieren überwiegend Frauen |datum=2015-10-11 |sprache=de-DE |abruf=2020-01-22}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot; style=&amp;quot;text-align:center; &amp;quot; &lt;br /&gt;
|+ Pharmaziestudierende und berufstätige Apotheker in Deutschland&amp;lt;ref name=&amp;quot;abda1&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;abda2&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
! Jahr &lt;br /&gt;
! Studierende &lt;br /&gt;
! Approbationen &lt;br /&gt;
! Berufstätige Apotheker,&amp;lt;br /&amp;gt;gesamt &lt;br /&gt;
! Berufstätige Apotheker&amp;lt;br /&amp;gt;in öff. Apotheken &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 2005&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
| 54.508&lt;br /&gt;
| 46.276&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 2010&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
| 58.932&lt;br /&gt;
| 48.695&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 2015&lt;br /&gt;
| 15.548&lt;br /&gt;
| 2.025&lt;br /&gt;
| 62.757&lt;br /&gt;
| 50.356&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 2020&lt;br /&gt;
| 16.307&lt;br /&gt;
| 2.551&lt;br /&gt;
| 67.856&lt;br /&gt;
| 52.996&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 2021&lt;br /&gt;
| 16.208&lt;br /&gt;
| 2.405&lt;br /&gt;
| 68.791&lt;br /&gt;
| 53.285&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 2022&lt;br /&gt;
| 16.064&lt;br /&gt;
| 2.418&lt;br /&gt;
| 69.625&lt;br /&gt;
| 53.461&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Weiterbildung ===&lt;br /&gt;
Nach Abschluss des Studiums bzw. nach dem Eintritt in das Berufsleben ergeben sich vielfältige Weiterbildungsmöglichkeiten.&lt;br /&gt;
* An einigen Universitäten kann nach Abschluss des zweiten Staatsexamens (also z.&amp;amp;nbsp;B. im Rahmen des praktischen Jahres) eine Diplomarbeit bearbeitet werden. Diese dauert 6&amp;amp;nbsp;Monate und schließt mit dem akademischen Grad [[Diplom-Pharmazeut]] ab.&lt;br /&gt;
* Des Weiteren bieten einige Universitäten auch Bachelor- bzw. Master-Studiengänge an.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.pharmazeutische-zeitung.de/index.php?id=719 &amp;#039;&amp;#039;Der Weg zum Master.&amp;#039;&amp;#039;] In: &amp;#039;&amp;#039;Pharmazeutische Zeitung.&amp;#039;&amp;#039; 06/2006.&amp;lt;/ref&amp;gt; Masterstudiengänge dauern in der Regel ein Jahr. Man kann bereits nach dem zweiten Staatsexamen im praktischen Jahr damit anfangen.&lt;br /&gt;
* Außerdem kann nach Abschluss des zweiten Staatsexamens eine [[Promotion (Doktor)|Promotion]] zum Dr.&amp;amp;nbsp;rer.&amp;amp;nbsp;nat. (in Frankfurt am Main: Dr.&amp;amp;nbsp;phil.&amp;amp;nbsp;nat.) oder [[Doktoratsstudium der Medizinischen Wissenschaft|Dr. rer. med]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Manuela Hirche |url=https://promotion.charite.de/promotion/promovend/dr_rer_medic/ |titel=Promotionsbüro - Charité - Universitätsmedizin Berlin: Dr. rer. medic. |sprache=de |offline=1 |archiv-url=https://web.archive.org/web/20170202160115/https://promotion.charite.de/promotion/promovend/dr_rer_medic/ |archiv-datum=2017-02-02 |abruf=2017-02-02}}&amp;lt;/ref&amp;gt; begonnen werden. Die Promotion dauert in der Regel 3–5&amp;amp;nbsp;Jahre und verbessert die Chance, einen Arbeitsplatz in der [[Pharmazeutische Industrie|pharmazeutischen Industrie]] oder bei Bundesoberbehörden, wie zum Beispiel dem [[Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte|BfArM]], zu bekommen.&lt;br /&gt;
* Im Anschluss an die Approbation kann eine Weiterbildung zum [[Fachapotheker]] erfolgen. Die Weiterbildung gibt es etwa zum Apotheker für [[Allgemeinpharmazie]], [[Klinische Pharmazie]], [[Arzneimittelinformation]], [[Pharmazeutische Technologie]] oder [[Pharmazeutische Analytik]] sowie für [[Toxikologie]] und [[Ökologie]]. Die Weiterbildungszeit beträgt in der Regel drei Jahre. Den Abschluss bildet ein Fachgespräch.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv |url=http://www.apothekerkammer.de/weiter-opkpai.htm |text=Weiterbildungsangebote der LAK Hessen |wayback=20040815140611}}, als Beispiel dargestellt&amp;lt;/ref&amp;gt; Weiterbildung in den genannten Fachgebieten dient der Vertiefung von Kenntnissen und Fertigkeiten und wird in manchen Berufsfeldern gefordert (z.&amp;amp;nbsp;B. Krankenhauspharmazie). Die Führung einer Fachgebietsbezeichnung ist auch im Rahmen der Weiterbildungermächtigung erforderlich. Sie ermöglicht jedoch keine weiteren rechtlichen Verantwortlichkeiten.&lt;br /&gt;
* Unabhängig von der Weiterbildung in einem Fachgebiet besteht die Möglichkeit in einem Spezialisierungsbereich eine [[Fachapotheker|Zusatzbezeichnung]] zu erwerben. Zusatzbezeichnungen können in den Bereichen [[Ernährungsberatung]], Prävention &amp;amp; Gesundheitsförderung, [[Naturheilverfahren]] &amp;amp; [[Homöopathie]], [[Onkologie|Onkologische]] Pharmazie, [[Geriatrie|Geriatrische]] Pharmazie und [[Infektiologie]] erworben werden.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.abda.de/fuer-apotheker/fort-und-weiterbildung/weiterbildung/spezialisierungsrichtungen/spezialisierungsbereiche/ &amp;#039;&amp;#039;Spezialisierungsbereiche&amp;#039;&amp;#039;.] auf: abda.de; abgerufen am 17. Juli 2020.&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Ausbildungsumfang ist geringer als bei der Weiterbildung in einem Fachgebiet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Durchschnittliches Gehalt ===&lt;br /&gt;
In der öffentlichen Apotheke in Deutschland beträgt das monatliche Gehalt für einen approbierten angestellten tarifgebundenen Apotheker seit dem 1. Januar 2020 genau 3529 (im 1. Berufsjahr) bis 4279 Euro (ab dem 11. Berufsjahr) bei einer Arbeitszeit von 40 Stunden pro Woche und 34 Urlaubstagen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;adexa2020&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.adexa-online.de/tarife-recht/tarifpolitik/ |titel=ADEXA - Tarifpolitik |abruf=2020-01-22}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Diese Zahlen gelten in fast allen Kammerbezirken. In Nordrhein-Westfalen sind es ab 1. Januar 2020 genau 3511 Euro (1.–2. Berufsjahr) bis 4.202 Euro (ab dem 10. Berufsjahr).&amp;lt;ref name=&amp;quot;adexa2020&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Regel werden allerdings deutlich höhere außertarifliche Gehälter verhandelt, auch aufgrund des momentanen Apothekermangels in Deutschland. So stellt die Bundesagentur für Arbeit seit 2013 ein ausgewiesenes Defizit an Apothekern fest und deklariert diesen als „Mangelberuf“.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.pharmazeutische-zeitung.de/mangelberuf-apotheker/ |titel=Nachwuchsproblem: Mangelberuf Apotheker |werk=pharmazeutische-zeitung.de |sprache=de |abruf=2020-01-22}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Vergütung von angestelltem Apothekenpersonal wird durch den Gehaltstarif geregelt. Die Tarifverträge im Apothekenwesen werden zwischen [[ADEXA]] – Die Apothekengewerkschaft, und dem ADA (Arbeitgeberverband Deutscher Apotheken) bzw. der Tarifgemeinschaft der Apothekenleiter (TGL) Nordrhein abgeschlossen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Höhere Gehälter werden in Krankenhausapotheken gezahlt, in der Pharmaindustrie sind Einstiegsgehälter von 40.000–50.000&amp;amp;nbsp;Euro/Jahr (ohne Promotion), bzw. 50.000–65.000&amp;amp;nbsp;Euro/Jahr (mit Promotion) üblich. In Landes- und Bundesbehörden werden angestellte bzw. beamtete Apotheker entweder nach dem [[TVÖD]] und nach der entsprechenden [[Beamtenbesoldung]] bezahlt. Einstiegsstufen sind die Stufen E 13 bzw. A 13.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Amtsapotheker ===&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|Amtsapotheker}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine weitere Tätigkeit ist die als Amtsapotheker. Je nach Bundesland handelt es sich um festangestellte oder verbeamtete Apotheker, deren Aufgabe darin besteht, den ordnungsgemäßen Betrieb von öffentlichen Apotheken, Krankenhausapotheken und pharmazeutischen Unternehmen zu überwachen. In manchen Bundesländern wird diese Funktion auch von ehrenamtlichen Pharmazieräten ausgeübt, die als Ehrenbeamte nach einer Gebührenordnung für ihre Dienstausübung entgolten werden und meistens in einem anderen Ort des zuständigen [[Kammerbezirk]] als Apotheker tätig sind, oftmals sogar in selbständiger Funktion.&lt;br /&gt;
Zur Überwachungstätigkeit gehört z.&amp;amp;nbsp;B. auch die Kontrolle von Supermärkten, Drogeriemärkten und anderen Einzelhandelsgeschäften dahingehend, ob dort etwa Waren oder Gegenstände angeboten werden, die der [[Apothekenpflicht]] unterliegen und dort nicht angeboten werden dürfen.&lt;br /&gt;
Auch die Einhaltung der Vorschriften der [[Berufsgenossenschaft]] unterliegt dem Aufgabenbereich der [[Apothekenaufsicht]].&lt;br /&gt;
Der Amtsapotheker übernimmt auch die Tätigkeit im Apothekenbereich der [[Gewerbeaufsicht]], nicht zuletzt deshalb, da die [[Apothekenbetriebsordnung]] ein Teil der [[Gewerbeordnung (Deutschland)|Gewerbeordnung]] ist.&lt;br /&gt;
Die [[Apotheke]], als Unternehmen betrachtet, ist ein [[Gewerbebetrieb]], der der [[Gewerbesteuer (Deutschland)|Gewerbesteuer]] unterliegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Sachkundige Person ===&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|Sachkundige Person (Arzneimittelgesetz)#Deutschland}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine besondere Verantwortung kann der Apotheker in der Funktion der so genannten &amp;#039;&amp;#039;[[Sachkundige Person (Arzneimittelgesetz)|sachkundigen Person]] (engl.: qualified person, QP)&amp;#039;&amp;#039; innehaben. Die hierfür gesetzlich festgelegte Eignung verlangt zusätzlich zu einer zweijährigen Tätigkeit in der Arzneimittelprüfung die Approbation als Apotheker (alternativ möglich ist ein Hochschulstudium der [[Chemie]], [[Biologie]], [[Humanmedizin|Human-]] oder [[Veterinärmedizin]] plus dem Nachweis umfangreicher Kenntnisse in den verschiedensten pharmazeutischen Grundfächern). Die &amp;#039;&amp;#039;sachkundige Person&amp;#039;&amp;#039; ist in letzter Stufe dafür verantwortlich, dass jede [[Bestellmenge|Produktionscharge]] eines Arzneimittels entsprechend den gesetzlichen Vorschriften hergestellt und geprüft wurde. Sie hat die Einhaltung dieser Vorschriften für jede Arzneimittelcharge in einem fortlaufenden [[Dokumentation|Register]] oder einem vergleichbaren Dokument vor deren [[Inverkehrbringen von Produkten (EU-Wirtschaftsrecht)|Inverkehrbringen]] zu bescheinigen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Österreich ==&lt;br /&gt;
Die Ausbildung zum Apothekerberuf erfolgt über ein Studium der Pharmazie, welches mit einem Diplom abgeschlossen wird. Das Studium ist in Österreich an den Universitäten in [[Graz]], [[Innsbruck]] und [[Wien]] möglich. Studienvoraussetzung ist die Reifeprüfung und in bestimmten Fällen zusätzlich noch Ergänzungsprüfungen in Biologie und/oder Latein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gesetzlich ist eine Mindeststudiendauer von 9 Semestern vorgeschrieben. Das Studium ist in drei Abschnitte unterteilt. Der erste Studienabschnitt umfasst zwei Semester, der zweite beträgt fünf Semester und der dritte zwei Semester. Jeder Abschnitt wird mit einer Diplomprüfung abgeschlossen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sich selbständig machen und eine Apotheke leiten kann man in Österreich erst nach fünfjähriger Tätigkeit als angestellter Apotheker.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Laut österreichischem Apothekengesetz ist es nicht-inländischen [[Europäische Freihandelsassoziation|EFTA]]-Bürgern nicht möglich, eine neue Apotheke zu errichten. Diese können lediglich eine Apothekenkonzession für eine seit mindestens drei Jahren betriebene Apotheke erhalten.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.apotheker.at/ Österreichische Apothekerkammer], → Berufe in der Apotheke → Apotheker → Apotheker: Das Studium, der Beruf&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Schweiz ==&lt;br /&gt;
Die Ausbildung zum Apotheker in der Schweiz ist das Pharmaziestudium.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Angeboten wird das Studium an der Universität Basel, der ETH in Zürich und der Universität Genf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Studium ist aufgeteilt in eine 3-jährige Bachelorstufe und eine 1,5- bis 2-jährige Masterstufe, wobei es zwei verschiedene Abschlüsse gibt: Den Master in Pharmazie (für eidg. dipl. Apotheker) und den Master in pharmazeutischen Wissenschaften (Industrieausrichtung).&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.pharmasuisse.org/de/bildung/Apotheker/Seiten/Apotheker.aspx pharmasuisse.org]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Schweiz ist die [[Fachapotheker]]-Weiterbildung verpflichtend, um eigenständig arbeiten zu dürfen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Helga Blasius (hb) |url=https://www.deutsche-apotheker-zeitung.de/news/artikel/2019/01/22/apotheker-benoetigen-weiterbildung-um-vertreten-zu-duerfen |titel=Apotheker benötigen Weiterbildung, um vertreten zu dürfen |datum=2019-01-22 |abruf=2020-01-22}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Tätigkeitsfelder von Apothekern ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Niederhöchstadt, Wandbild Apotheker an der Löwen-Apotheke.JPG|mini|Darstellung eines Apothekers (Löwen-Apotheke Niederhöchstadt).]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die meisten Apotheker arbeiten in der öffentlichen Apotheke. Neben der Offizinapotheke gibt es weitere Berufsfelder wie die [[Krankenhausapotheke]], die öffentliche Verwaltung (Behörden oder Ämter in den Bereichen Gesundheit, Zulassung, Militär, Ministerien, Universitäten), die [[Krankenkasse]]n und die [[Pharmaindustrie]]. In den Apotheken nehmen sie die [[pharmazeutische Betreuung]] der Patienten wahr.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der pharmazeutischen Industrie sind die Aufgabenbereiche für Apotheker vielfältig. Traditionell umfassen sie die Bereiche der Forschung und Entwicklung von neuen Arzneimitteln und der Arzneimittelherstellung und der Arzneimittelprüfung. Eine besondere Verantwortung kann der Apotheker in der Funktion der so genannten &amp;#039;&amp;#039;[[Sachkundige Person (Arzneimittelgesetz)|sachkundigen Person]]&amp;#039;&amp;#039; (Deutschland) bzw. &amp;#039;&amp;#039;[[Fachtechnisch verantwortliche Person]]&amp;#039;&amp;#039; (Schweiz) innehaben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im [[Marketing]], im Bereich der regulatorischen Angelegenheiten und in der Funktion als [[Informationsbeauftragter]] erschließen sich dem Apotheker zusätzliche Tätigkeitsfelder.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv |url=http://www.dphg.de/Taetigkeiten_ausserhalb_der_Apotheke.pdf |text=&amp;#039;&amp;#039;Pharmazeutische Tätigkeitsfelder außerhalb der Apotheke&amp;#039;&amp;#039;. |format=PDF; 6,5&amp;amp;nbsp;MB |wayback=20060818150900}} Broschüre der [[Deutsche Pharmazeutische Gesellschaft|DPhG]], Stand 2006.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bekannte Apotheker ==&lt;br /&gt;
{{Siehe auch|Liste bedeutender Apotheker}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit der erstmaligen Isolierung des [[Alkaloid]]s [[Morphin]] als (haupt-)wirksamem Inhaltsstoff von [[Opium]] gelang [[Friedrich Wilhelm Adam Sertürner|Friedrich Wilhelm Sertürner]] um 1805 ein großer Fortschritt hin zur Präzisierung der [[Schmerztherapie]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[August Oetker]] (1862–1918) war Erfinder des gebrauchsfähigen [[Backpulver]]s („Backin“) und Gründer der Nährmittelfabrik [[Dr. August Oetker KG|Dr. Oetker]]. Die Gründer vieler deutscher Pharmaunternehmen wie [[Ernst Christian Friedrich Schering|Ernst Schering]] (Gründer des Vorläuferunternehmens der [[Schering AG]]), [[Emanuel Merck]] (Gründer der Firma [[Merck KGaA]]), [[Friedrich Pascoe]] oder [[Carl Leverkus]] (Gründer des Vorläuferunternehmens der [[Bayer AG]] und Namensgeber der Stadt [[Leverkusen]]) waren Apotheker wie auch [[John Pemberton]], der Erfinder der [[Coca-Cola]]-Rezeptur. Der Apotheker [[Felix Hoffmann (Chemiker)|Felix Hoffmann]] war maßgeblich an der Entwicklung von Aspirin für die Firma Bayer beteiligt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Max von Pettenkofer]] (1818–1901), Apotheker und [[Arzt]] war Begründer des [[Max von Pettenkofer-Institut]] in München.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Andere bekannte Apotheker sind der „Vater der [[Raufasertapete]]“ [[Hugo Erfurt|Heinrich Wilhelm Hugo Erfurt]] (1834–1922), der „[[Zement]]mischer“ [[Gustav Ernst Leube]] (1808–1881), [[James Parkinson]] (Namensgeber der [[Parkinson-Krankheit]]), der Brite [[John Langdon-Down]] (1828–1896) (Namensgeber des [[Down-Syndrom]]s), [[Nostradamus]] und der österreichische Lyriker [[Georg Trakl]] (1887–1914), der allerdings durch die Beschäftigung in der Apotheke immer mehr dem Rauschmittelkonsum verfiel, der auch schon vorher sein Leben prägte und dann auch in den Tod trieb.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einige Apotheker sind als [[Schriftsteller]] bekannt geworden ([[Ludwig Bechstein]], [[Theodor Fontane]], [[Georg Trakl]]), andere als Maler ([[Carl Spitzweg]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Besondere Verdienste um die Ausbildung der Apotheker im 19.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert hatte [[Johann Bartholomäus Trommsdorff]]. [[Magdalena Meub]] (später Neff) studierte als erste Studentin an der [[Technische Hochschule Karlsruhe|TH Karlsruhe]] Pharmazie und war nach dem Examen um 1905 die erste approbierte Apothekerin Deutschlands.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
{{Portal|Medizin}}&lt;br /&gt;
* [[Apothekergarten]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Adrien Philippe: &amp;#039;&amp;#039;Geschichte der Apotheker bei den wichtigsten Völkern der Erde.&amp;#039;&amp;#039; Aus dem Französischen übersetzt von Hermann Ludwig. 2. Auflage. Wiesbaden 1858; Neudruck: Fischer, Stuttgart 1966.&lt;br /&gt;
* [[Willem Frans Daems]]: &amp;#039;&amp;#039;Die Termini technici apoteca und apotecarius im Mittelalter.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Veröffentlichungen der Internationen Gesellschaft für Geschichte der Pharmazie.&amp;#039;&amp;#039; Neue Folge, Band 8, 1956, S. 39–52.&lt;br /&gt;
* [[Rudolf Schmitz (Pharmaziehistoriker)|Rudolf Schmitz]]: &amp;#039;&amp;#039;Geschichte der Pharmazie&amp;#039;&amp;#039;. Unter Mitarbeit von Franz-Josef Kuhlen. Band I: &amp;#039;&amp;#039;Von den Anfängen bis zum Ausgang des Mittelalters&amp;#039;&amp;#039;. Govi-Verlag, Eschborn (Ts.) 1998, ISBN 3-7741-0706-8.&lt;br /&gt;
* Rudolf Schmitz: &amp;#039;&amp;#039;Geschichte der Pharmazie&amp;#039;&amp;#039;. Fortgeführt von Christoph Friedrich und [[Wolf-Dieter Müller-Jahncke]]. Band II: &amp;#039;&amp;#039;Von der Frühen Neuzeit bis zur Gegenwart&amp;#039;&amp;#039;. Govi-Verlag, Eschborn/Ts. 2005, ISBN 3-7741-1027-1.&lt;br /&gt;
* Rudolf Schmitz: &amp;#039;&amp;#039;Zur Entwicklungsgeschichte und Soziologie des deutschen Apothekerstandes im Hoch- und Spätmittelalter.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Veröffentlichungen der Internationalen Gesellschaft für Geschichte der Pharmazie.&amp;#039;&amp;#039; Neue Folge, 13, 1958, S. 157–165.&lt;br /&gt;
* Peter Dilg, Guido Jüttner, Wolf-Dieter Müller-Jahncke, [[Paul U. Unschuld]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Perspektiven der Pharmaziegeschichte. Festschrift Rudolf Schmitz.&amp;#039;&amp;#039; Graz 1983.&lt;br /&gt;
* Christoph Friedrich: &amp;#039;&amp;#039;Apotheker erinnern sich&amp;#039;&amp;#039;. Autobiographien aus drei Jahrhunderten. Govi-Verlag, 2007, ISBN 978-3-7741-1072-4.&lt;br /&gt;
* Gundolf Keil, Willem F. Daems: &amp;#039;&amp;#039;„Gelêrter der arzeniê, ouch apotêker“. Zum Ansehen des Apothekers im spätmittelalterlichen Deutschland.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Sudhoffs Archiv.&amp;#039;&amp;#039; Band 64, 1980, S. 86–89.&lt;br /&gt;
* Gundolf Keil: &amp;#039;&amp;#039;„meister lôrenz, des keisers apotêker“. Anmerkungen zur heilkundlichen Fachprosa deutscher Apotheker des Mittelalters.&amp;#039;&amp;#039; In: Werner Dressendörfer, Wolf-Dieter Müller-Jahncke (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Orbis pictus.&amp;#039;&amp;#039; Festschrift Wolfgang-Hagen Hein. Frankfurt am Main 1985, S. 183–186.&lt;br /&gt;
* Hugo Maubach: &amp;#039;&amp;#039;Das Charakterbild des Apothekers in der Litteratur.&amp;#039;&amp;#039; Springer, Berlin 1898; {{URN|nbn:de:hbz:061:2-13065}} [[Universitäts- und Landesbibliothek Düsseldorf]].&lt;br /&gt;
* Mikulas Simon: &amp;#039;&amp;#039;Die soziale Stellung der Apotheker in der Zürcher Stadtgesellschaft in Mittelalter und früher Neuzeit&amp;#039;&amp;#039;. Stuttgart 1983 (= &amp;#039;&amp;#039;Quellen und Studien zur Geschichte der Pharmazie&amp;#039;&amp;#039;, 24).&lt;br /&gt;
* [[Wolfgang-Hagen Hein]], Holm-Dieter Schwarz (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;[[Deutsche Apotheker-Biographie]].&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Veröffentlichungen der Internationalen Gesellschaft für Geschichte der Pharmazie.&amp;#039;&amp;#039; Neue Folge, Band 43, 46, 55 und 60). 2 Bände und 2 Ergänzungsbände. Stuttgart 1975–1997.&lt;br /&gt;
* Peter Dilg, Guido Jüttner: &amp;#039;&amp;#039;Pharmazeutische Terminologie. Die Fachsprache des Apothekers.&amp;#039;&amp;#039; Frankfurt am Main 1972.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Pharmacists|Apotheker}}&lt;br /&gt;
{{Wiktionary}}&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|4002475-1}}&lt;br /&gt;
* [http://www.abda.de/ Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände (ABDA)]&lt;br /&gt;
** Dort: [http://www.abda.de/fileadmin/assets/Ausbildung_Studium_Beruf/Das%20Berufsbild%20des%20Apothekers.pdf Broschüre „Das Berufsbild des Apothekers“] (PDF; 118&amp;amp;nbsp;kB) abda.de, Ethische Grundsätze, Berufsbild, Tätigkeitsbereiche (Stand: 2004).&lt;br /&gt;
* [http://www.vaaoe.at/ Verband Angestellter Apotheker Österreichs]&lt;br /&gt;
* [http://www.berufslexikon.at/beruf2478?from=berufsliste Informationen zum Berufsbild ApothekerIn.] In: &amp;#039;&amp;#039;Berufslexikon&amp;#039;&amp;#039; des Arbeitsmarktservice Österreich (AMS).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4002475-1|LCCN=sh85100592|NDL=00574212}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Heilberuf]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Apotheker| ]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Dienstleistungsberuf]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Beruf (Pharmazie)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Vfb1893</name></author>
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