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	<title>Antonio Vivaldi - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Demo Wiki</subtitle>
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		<id>https://demowiki.knowlus.com/index.php?title=Antonio_Vivaldi&amp;diff=13596&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;NiTenIchiRyu: /* Wiederentdeckung verschollener Werke */</title>
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		<updated>2025-06-21T23:45:04Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Wiederentdeckung verschollener Werke&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Vivaldi La Cave.jpg|mini|Antonio Vivaldi, &amp;lt;br /&amp;gt;Kupferstich von F. M. La Cave (1725)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Antonio Vivaldi signature 2.svg|rahmenlos|rechts|klasse=skin-invert-image|Vivaldis Unterschrift]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Antonio Lucio Vivaldi&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[4. März]] [[1678]] in [[Venedig]]; † [[28. Juli]] [[1741]] in [[Wien]]) war ein [[Republik Venedig|venezianischer]] und [[italien]]ischer [[Komponist]], bedeutender [[Geiger (Musiker)|Violinist]] des [[Barockmusik|Barocks]] und [[Römisch-katholische Kirche|römisch-katholischer]] [[Priester (Katholizismus)|Priester]]. Sein wohl bekanntestes Werk sind &amp;#039;&amp;#039;[[Die vier Jahreszeiten]]&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben und Wirken ==&lt;br /&gt;
=== Kindheit ===&lt;br /&gt;
Antonio Vivaldis Vater, [[Giovanni Battista Vivaldi]], kam mit zehn Jahren aus [[Brescia]] nach [[Venedig]], war dort zunächst wie sein Vater [[Barbier]] und wurde später beruflich Violinist. Aus seiner Ehe mit Camilla Calicchio, der Tochter eines Schneiders, die er am 11.&amp;amp;nbsp;Juni 1676 heiratete, gingen zehn Kinder hervor. Das zweitgeborene, der Sohn Antonio (die älteste Schwester Gabriela Antonia war bereits im Säuglingsalter verstorben), kam angeblich während eines Erdbebens zur Welt und wurde [[Nottaufe|notgetauft]] (ob dies aus Gründen der Katastrophe geschah oder ob sich hier schon seine späteren gesundheitlichen Probleme abzeichneten, ist unbekannt).&amp;lt;ref&amp;gt;[[Michael Talbot (Musikwissenschaftler)|Michael Talbot]]: &amp;#039;&amp;#039;The Vivaldi Compendium.&amp;#039;&amp;#039; The Boydell Press, Woodbridge 2011, ISBN 978-1-84383-670-4, S.&amp;amp;nbsp;3.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1685 erhielt sein Vater eine Anstellung als Violinist am [[Markusdom]]; er genoss einen guten Ruf als Musiker, hatte als Mitglied des Cäcilienvereins vielfältige Beziehungen innerhalb des [[Oper#Italien|venezianischen]] Musiklebens und wurde in einem Reiseführer als hörenswerter [[Virtuose|Violinvirtuose]] erwähnt. Antonio wurde der einzige professionelle Musiker unter seinen Geschwistern. Er zeigte früh seine Musikbegabung an der Violine und soll schon in seiner Jugend den Vater im Orchester vertreten haben. Musiktheoretischen Unterricht könnte er bei [[Giovanni Legrenzi]] erhalten haben, der aber schon 1690 starb, als Antonio Vivaldi erst zwölf Jahre alt war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Priester und Musiklehrer ===&lt;br /&gt;
Mit 15 Jahren erhielt Antonio die [[Tonsur]] und die erste [[Niedere Weihen|niedere Weihe]], womit nach damaliger Sitte noch keine Entscheidung für den Priesterstand verbunden war, wohl aber das Ziel eines gehobenen sozialen Status. Die Entscheidung für den geistlichen Stand fiel jedoch – mehr oder minder verbindlich –, als er mit 18 Jahren die erste höhere Weihe zum [[Subdiakon]] erhielt. Die Ausbildung zum Priester, weniger ein Studium der Theologie als eine Berufsausbildung, absolvierte er in zwei nahegelegenen [[Pfarrei]]en.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr 1703 empfing er die [[Weihesakrament#Presbyterat|Priesterweihe]] – nur ein Jahr später als nach [[Kanonisches Recht|kanonischem Recht]] frühestens möglich. Anschließend wurde er [[Kaplan]] an der Kirche [[Santa Maria della Pietà (Venedig)|Santa Maria della Pietà]] und auf Antrag von [[Francesco Gasparini]] Violinlehrer am [[Ospedale della Pietà]], einem dieser Kirche angegliederten [[Waisenhaus]] für Mädchen. Eineinhalb Jahre lang las er dort Messen. Dann gab er die Ausübung des Priesteramtes für immer auf, was er in einem wesentlich späteren Brief mit gesundheitlichen Problemen begründete; er schreibt von &amp;#039;&amp;#039;strettezza di petto&amp;#039;&amp;#039;, also „Enge der Brust“, was auf [[Angina pectoris]] oder [[Asthma bronchiale|Asthma]] hinweisen kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie aus den Gehaltsabrechnungen des Ospedale della Pietà hervorgeht, wurde er nach kurzer Zeit nicht nur als Violinlehrer, sondern auch als Lehrer für [[Violoncello]] und „Viola all’inglese“ ([[Viola da gamba]])&amp;lt;ref&amp;gt;[[Michael Talbot (Musikwissenschaftler)|Michael Talbot]]: &amp;#039;&amp;#039;The Vivaldi Compendium.&amp;#039;&amp;#039; The Boydell Press, Woodbridge 2011, ISBN 978-1-84383-670-4, S.&amp;amp;nbsp;192.&amp;lt;/ref&amp;gt; beschäftigt. Aus einer Anekdote geht hervor, dass er auch [[Cembalo]] spielte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wegen seiner vom Vater Giambattista (bezeichnet als &amp;#039;&amp;#039;Rossi&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;Rossetto&amp;#039;&amp;#039;) vererbten [[Rot (Haarfarbe)|roten Haarfarbe]] wurde er &amp;#039;&amp;#039;Il Prete Rosso&amp;#039;&amp;#039; („der rote Priester“) genannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Violinkonzerte für das Mädchenorchester ===&lt;br /&gt;
[[Datei:vivaldi.jpg|mini|hochkant|links|Bildnis eines ungenannten Musikers von 1723. Dass es sich um ein Porträt von Vivaldi handeln soll, wurde oftmals angezweifelt]]&lt;br /&gt;
Vivaldi betreute das [[Orchester]] des Ospedale della Pietà (eines von vier Heimen in Venedig für Waisenmädchen), und zwar ab 1703 als &amp;#039;&amp;#039;maestro di violino&amp;#039;&amp;#039;, ab 1704 zusätzlich als &amp;#039;&amp;#039;maestro di viola all’inglese&amp;#039;&amp;#039;. Den Posten als Instrumentallehrer hielt er bis ins Jahr 1716 (mit einer Unterbrechung von Februar 1709 bis September 1711), dann wurde er zum musikalischen Leiter berufen &amp;#039;&amp;#039;(maestro de’ concerti)&amp;#039;&amp;#039;. Das Orchester erlangte bald einen für die damalige Zeit legendären Ruf und lockte zahlreiche Italienreisende an. Für das Ospedale entstand der größte Teil seiner zahlreichen [[Violinkonzert]]e und [[Sonate]]n. Sie wurden in den Gottesdiensten musiziert. Davon sind 30 Violinkonzerte für die Geigerin [[Anna Maria dal Violin|Anna Maria]] geschrieben, seine Schülerin und spätere Kollegin am [[Venezianische Ospedali#Pio Ospedale della Pietà|Ospedale della Pietà]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach zwei in Venedig gedruckten Sonatensammlungen (12 [[Triosonate]]n op.&amp;amp;nbsp;1, gedruckt 1705, und 12 [[Violinsonate]]n op.&amp;amp;nbsp;2, gedruckt 1709) wurde Vivaldi mit der Konzertsammlung [[L’Estro Armonico|&amp;#039;&amp;#039;L’estro armonico&amp;#039;&amp;#039;]] (etwa: „Die harmonische Eingebung“) op.&amp;amp;nbsp;3 (gedruckt 1711) eine europäische Berühmtheit. Bis 1729 erschienen insgesamt 12 Sammlungen, die ab op.&amp;amp;nbsp;3 alle bei [[Estienne Roger]] in [[Amsterdam]] gedruckt wurden. Die zwölf [[Instrumentalkonzert|Konzerte]] op.&amp;amp;nbsp;8 (gedruckt 1725) &amp;#039;&amp;#039;Il cimento dell’armonia e dell’invenzione&amp;#039;&amp;#039; (etwa: „Der Wettstreit zwischen Harmonie und Erfindung“) enthalten als erste vier Konzerte die berühmten [[Die vier Jahreszeiten|&amp;#039;&amp;#039;Le quattro stagioni&amp;#039;&amp;#039;]] &amp;#039;&amp;#039;(Die vier Jahreszeiten)&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Opernkomponist und Intendant in Venedig und Mantua ===&lt;br /&gt;
Schon während seiner Anstellung beim Ospedale della Pietà begann Vivaldi mit der Komposition von Opern. Angefangen mit &amp;#039;&amp;#039;[[Ottone in villa]]&amp;#039;&amp;#039;, die 1713 in [[Vicenza]] uraufgeführt wurde, sollten bis 1739 über fünfzig weitere Opern folgen. Neben seiner Anstellung am Ospedale della Pietà übernahm Vivaldi mehr und mehr die Funktion eines [[Impresario]]s am venezianischen [[Teatro Sant’Angelo]]. Aus Anlass des [[Venezianisch-Österreichischer Türkenkrieg|venezianischen Türkenkriegs]] komponierte Vivaldi 1716 ein patriotisches [[Oratorium]] &amp;#039;&amp;#039;[[Juditha triumphans]]&amp;#039;&amp;#039;, dessen Stoff dem [[Buch Judit]] entnommen ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach Streitigkeiten in Venedig wechselte er 1718 nach [[Mantua]], wo er in Diensten von Prinz [[Philipp von Hessen-Darmstadt]]&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. Titelblätter zu op. X und XII: &amp;#039;&amp;#039;…&amp;amp;nbsp;S.A.S. Il Sig’r Principe Filippo Langravio d’Hassia Darmstadt.&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;/ref&amp;gt; hauptsächlich als [[Intendant]] und Opernkomponist arbeitete. Nach 1721 hielt er sich mehrmals in [[Rom]] auf, spielte zweimal vor dem [[Papst]] und erhielt viele Aufträge für Opern- und [[Kirchenmusik]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1726 kehrte er als musikalischer Leiter des Teatro Sant’Angelo in seine Heimatstadt Venedig zurück. Dort wurde er sowohl als Komponist als auch als Geigenvirtuose zur lebenden Legende und zum „Wallfahrtsziel“ für viele Musiker aus ganz Europa. Um diese Zeit herum lernte er auch die damals 16 Jahre alte [[Anna Girò]], eine Sängerin französischer Herkunft (ursprünglich Giraud), kennen, welche ihn fortan auf seinen Reisen begleitete. Zwischen 1729 und 1733 besuchte Vivaldi zahlreiche oberitalienische Städte ([[Verona]], [[Ancona]], [[Reggio nell’Emilia|Reggio]] und [[Ferrara]]) und war wahrscheinlich auch in [[Prag]], wo ab 1726 sechs seiner Opern aufgeführt wurden.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Melanie Unseld]], [[Albrecht Schneider]], Peter Petersen (Hrsg.): [[Vladimír Karbusický]]: &amp;#039;&amp;#039;Geschichte des böhmischen Musiktheaters.&amp;#039;&amp;#039; S. 221 u. 222 nennt 6 Libretti mit Vivaldis Namen ab 1726.&amp;lt;/ref&amp;gt; Dazu gehören auch Uraufführungen.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. Walter Kolneder 1983, S. 165.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Reise nach Wien ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Antonio.Vivaldi.Buergerspitals-Gottesacker.Wien.P1093926.jpg|mini|Gedenktafel an der Begräbnisstätte (ehemaliger Bürgerspital-Gottesacker) von Antonio Vivaldi in Wien, Karlsplatz 12]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um 1730 setzte ein Wandel des Musikgeschmacks ein. Vivaldis Kompositionen sprachen das venezianische Publikum immer weniger an. Wahrscheinlich deshalb zog er 1740 nach [[Wien]], um Unterstützung bei [[Karl VI. (HRR)|Kaiser Karl VI.]] zu suchen, der jedoch schon im Oktober 1740 starb. Der einstmals bekannteste Musiker Europas blieb in Wien unbeachtet von der Musikwelt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vivaldi starb zehn Monate nach seiner Ankunft in Wien und wurde am 28.&amp;amp;nbsp;Juli 1741 in einem einfachen Grab auf dem &amp;#039;&amp;#039;Spitaller Gottsacker&amp;#039;&amp;#039; vor dem Kärntnertor beigesetzt, an dessen Stelle sich heute das Hauptgebäude der [[Technische Universität Wien|Technischen Universität Wien]] ([[Karlsplatz (Wien)|Karlsplatz]] 12) befindet. Dort ist eine Gedenktafel für ihn angebracht. 1972 wurde die Vivaldigasse in Wien-[[Favoriten]] nach ihm benannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Musik ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Vivaldi Ghezzi.JPG|mini|hochkant|links|Vivaldi-Karikatur von P. L. Ghezzi (1723)]]&lt;br /&gt;
Von den fast 500 Konzerten Vivaldis sind 241 für [[Violine]] als [[Solist|Soloinstrument]] erhalten. An zweiter Stelle folgen 39 [[Fagott]]konzerte. Die anderen Concerti sind für verschiedene [[Holzblasinstrument]]e, 27 für [[Violoncello]], aber auch für ausgefallenere Instrumente wie [[Viola d’amore]] oder [[Mandoline]]. In einer [[Arie|Opernarie]] setzte er sogar ein [[Salterio]] (italienisches Barockhackbrett) ein. Der Konvention entsprechend verlangen – bis auf die sechs Flötenkonzerte op.&amp;amp;nbsp;10 – alle veröffentlichten Konzertsammlungen eine oder mehrere Soloviolinen. Rund 70 Konzerte sind für zwei oder mehr Solisten, von denen einige mit ihren ausgefallenen Instrumentenkombinationen – im Konzert [[Ryom-Verzeichnis|RV]] 555 ist die Sologruppe sogar auf 16 Solisten erweitert – den ausgeprägten Klangsinn und die Experimentierlust Vivaldis zeigen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab 1710 galten die Konzerte von Vivaldi als Inbegriff italienischer Konzertkunst und wurden außerordentlich einflussreich.&amp;lt;ref&amp;gt;Karl Heller: &amp;#039;&amp;#039;Antonio Vivaldi.&amp;#039;&amp;#039; In: Ingeborg Allihn (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Barockmusikführer. Instrumentalmusik 1550–1770.&amp;#039;&amp;#039; Metzler; Bärenreiter 2001, S. 477–496, hier 480.&amp;lt;/ref&amp;gt; Vivaldis Musik ist charakterisiert durch „impetuose Verve, sinnliche Leuchtkraft, eine oft bestechende Klangphantasie, […] Leichtigkeit und Eingängigkeit“, Virtuosität, sowie „die Neigung zum Überraschend-Irregulären und Bizarren.“&amp;lt;ref&amp;gt;Karl Heller: &amp;#039;&amp;#039;Antonio Vivaldi.&amp;#039;&amp;#039; In: Ingeborg Allihn (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Barockmusikführer. Instrumentalmusik 1550–1770.&amp;#039;&amp;#039; Metzler; Bärenreiter 2001, S. 477–496, hier 485.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Satzfolge schnell – langsam – schnell, die [[Tomaso Albinoni]] eingeführt hatte (&amp;#039;&amp;#039;Sinfonie e concerti a cinque&amp;#039;&amp;#039; op. 2, veröffentlicht 1700),&amp;lt;ref&amp;gt;Michael Talbot: &amp;#039;&amp;#039;Tomaso Giovanni (Zuane) Albinoni.&amp;#039;&amp;#039; In: Ingeborg Allihn (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Barockmusikführer. Instrumentalmusik 1550–1770.&amp;#039;&amp;#039; Metzler; Bärenreiter 2001, S. 7–13, hier 8.&amp;lt;/ref&amp;gt; wird von Vivaldi standardmäßig verwendet. Typisch für Vivaldis Konzerte ist zudem die [[Ritornell]]form, die auf [[Giuseppe Torelli]] zurückgeht: Er trennte Tuttiritornelle und Soloepisoden motivisch und verhalf dem Solo zur Eigenständigkeit, weshalb er als Begründer des Violinkonzerts gelten kann (12 &amp;#039;&amp;#039;Concerti&amp;#039;&amp;#039; op. 6, veröffentlicht 1698).&amp;lt;ref&amp;gt;Andreas Waczkat: &amp;#039;&amp;#039;Giuseppe Torelli.&amp;#039;&amp;#039; In: Ingeborg Allihn (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Barockmusikführer. Instrumentalmusik 1550–1770.&amp;#039;&amp;#039; Metzler; Bärenreiter 2001, S. 454–458, hier 455.&amp;lt;/ref&amp;gt; In Vivaldis Ritornellform wiederholt das Orchester eine musikalische Passage mehrmals und wechselt sich ab mit solistischen Abschnitten, die einen freieren, mehr episodischen Charakter haben und modulierende Passagen enthalten. Dabei erscheinen die Orchesterritornelle in der Regel in tonaler Stabilität&amp;lt;ref&amp;gt;Steven Zohn: &amp;#039;&amp;#039;The Baroque Concerto in Theory and Practice.&amp;#039;&amp;#039; In: The Journal of Musicology, 26/4 (2009), S. 566–594, hier 578.&amp;lt;/ref&amp;gt; auf verschiedenen Stufen, zumeist wird nach der Tonika die Dominante erreicht.&amp;lt;ref&amp;gt;Steven Zohn: &amp;#039;&amp;#039;The Baroque Concerto in Theory and Practice.&amp;#039;&amp;#039; In: The Journal of Musicology, 26/4 (2009), S. 566–594, hier 579.&amp;lt;/ref&amp;gt; Im Gegensatz zu Albinoni wird eine Wiederaufnahme der Grundtonart vor dem Ende des Satzes tendenziell vermieden.&amp;lt;ref&amp;gt;Steven Zohn: &amp;#039;&amp;#039;The Baroque Concerto in Theory and Practice.&amp;#039;&amp;#039; In: The Journal of Musicology, 26/4 (2009), S. 566–594, hier 577.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Vielfalt individueller Lösungen lässt sich jedoch nicht einem starren Formschema unterordnen, es gibt sogar Sätze, in denen nur in den Ritornellen moduliert wird.&amp;lt;ref&amp;gt;Steven Zohn: &amp;#039;&amp;#039;The Baroque Concerto in Theory and Practice.&amp;#039;&amp;#039; In: The Journal of Musicology, 26/4 (2009), S. 566–594, hier 578.&amp;lt;/ref&amp;gt; Seine langsamen Mittelsätze sind gekennzeichnet durch [[Kantilene]]n des Soloinstruments.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neben den Solokonzerten dokumentieren rund 55 [[Ripieno]]konzerte (Konzerte ohne Solisten) und rund 21 [[Kammermusik|Kammerkonzerte]] (Konzerte für Solisten ohne Orchester) ein intensives Experimentieren mit der Konzertform. Die 49 bisher identifizierten [[Liste der Opern Vivaldis|Opern Vivaldis]] wurden ab den 1970er Jahren nach und nach erschlossen und auf Festivals gespielt oder für CDs produziert. Ihre [[Partitur]]en oder Reste von alten Notenbeständen werden größtenteils in der [[Biblioteca Nazionale Universitaria di Torino|Biblioteca Nazionale]] in [[Turin]] aufbewahrt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das einzige erhaltene [[Oratorium]] Vivaldis, &amp;#039;&amp;#039;[[Juditha triumphans]]&amp;#039;&amp;#039; RV&amp;amp;nbsp;644, kam 1716 im [[Ospedale della Pietà]] zur Aufführung. Es nimmt als geistliches Kriegsoratorium auf die Bedrohung durch die im Mittelmeer vordringenden Türken Bezug und räumt der einseitigen Liebesgeschichte zwischen [[Judith und Holofernes (Sujet)|Judith und Holofernes]] breiten Raum ein. Vivaldi nutzte die Frauenstimmen des Ospedale und die Möglichkeiten des vorhandenen Instrumentariums mit [[Mandoline]] und [[Chalumeau]].&amp;lt;ref&amp;gt;Wolfgang Hochstein: &amp;#039;&amp;#039;Das Oratorium.&amp;#039;&amp;#039; In: Ders. (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Geistliche Vokalmusik des Barock. Teilband 2.&amp;#039;&amp;#039; Laaber-Verlag, Laaber 2019 (= &amp;#039;&amp;#039;Handbuch der Musik des Barock,&amp;#039;&amp;#039; Band 2/2), ISBN 978-3-89007-872-4, S.&amp;amp;nbsp;62–101, hier 77f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Annäherung an Oper und Konzert kennzeichnet generell Vivaldis geistliche Musik. In &amp;#039;&amp;#039;Beatus vir&amp;#039;&amp;#039; B-Dur RV&amp;amp;nbsp;598 hat der Chor abwechselnd Funktion als Tutti und Solo in einer weitgespannten Ritornellform.&amp;lt;ref&amp;gt;Michael Talbot, Nicholas Lockey: &amp;#039;&amp;#039;Vivaldi, Antonio (Lucio).&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Grove Music Online. Oxford Music Online.&amp;#039;&amp;#039; Oxford University Press, Version: 30. Juli 2020. https://www.oxfordmusiconline.com.&amp;lt;/ref&amp;gt; Das &amp;#039;&amp;#039;Gloria&amp;#039;&amp;#039; D-Dur RV&amp;amp;nbsp;589, als Vertonung eines einzelnen [[Ordinarium]]ssatzes typisch für Norditalien, erhält bei „Quoniam tu solus Sanctus“ durch den Rückgriff auf die Musik des ersten Satzes eine strukturelle Klammer.&amp;lt;ref&amp;gt;Wolfgang Hochstein: &amp;#039;&amp;#039;Die Messe.&amp;#039;&amp;#039; In: Ders. (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Geistliche Vokalmusik des Barock. Teilband 2.&amp;#039;&amp;#039; Laaber-Verlag, Laaber 2019 (= &amp;#039;&amp;#039;Handbuch der Musik des Barock,&amp;#039;&amp;#039; Band 2/1), ISBN 978-3-89007-872-4, S.&amp;amp;nbsp;133–182, hier 163.&amp;lt;/ref&amp;gt; Ebenso wird in &amp;#039;&amp;#039;Beatus vir&amp;#039;&amp;#039; C-Dur RV&amp;amp;nbsp;597 das Motto nach einzelnen [[Psalm]]versen wiederholt. Der wütende Sünder wird in Vers 9 durch Tempowechsel, [[Tremolo]] und [[Koloratur]]en effektvoll zur Darstellung gebracht.&amp;lt;ref&amp;gt;Wolfgang Hochstein: &amp;#039;&amp;#039;Musik zum Offizium und zu weiteren Andachtsformen.&amp;#039;&amp;#039; In: Ders. (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Geistliche Vokalmusik des Barock. Teilband 1.&amp;#039;&amp;#039; Laaber-Verlag, Laaber 2019 (= &amp;#039;&amp;#039;Handbuch der Musik des Barock,&amp;#039;&amp;#039; Band 2/1), ISBN 978-3-89007-872-4, S.&amp;amp;nbsp;217–257, hier 230.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vivaldi war nicht nur in Norditalien sehr einflussreich, sondern auch im deutschen Raum. [[Johann Georg Pisendel]] verbreitete nach seiner Italienreise Vivaldis Techniken am [[Sächsischer Hofstaat|Dresdner Hof]]. [[Johann Sebastian Bach]]s Stil machte unter dem Einfluss Vivaldis eine tiefgreifende Weiterentwicklung durch; unter anderem [[Transkription (Musik)|transkribierte]] Bach mehrere Konzerte für Cembalo und für [[Orgel]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Zeitgenössische Drucke ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Opus 1 bis 12 ===&lt;br /&gt;
Nachfolgende Werke wurden bereits zu Lebzeiten Vivaldis und zumeist in Amsterdam veröffentlicht. Man kann davon ausgehen, dass die meisten dieser Werke in einem Zeitraum bis zu zehn Jahren vor dem Druck entstanden sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Op. 1: 12 [[Triosonate]]n &amp;#039;&amp;#039;da camera&amp;#039;&amp;#039; für 2 Violinen und Basso continuo (1705)&lt;br /&gt;
* Op. 2: 12 Sonaten für Violine und Basso continuo (1709)&lt;br /&gt;
* Op. 3: 12 Violinkonzerte &amp;#039;&amp;#039;[[L’Estro Armonico|L’estro armonico]]&amp;#039;&amp;#039; für 1 bis 4 Soloviolinen und Orchester (1711)&lt;br /&gt;
* Op. 4: 12 Violinkonzerte &amp;#039;&amp;#039;[[La stravaganza]]&amp;#039;&amp;#039; (1712)&lt;br /&gt;
* Op. 5: 6 Sonaten für 1 oder 2 Violinen (1716)&lt;br /&gt;
* Op. 6: 6 Violinkonzerte (1716)&lt;br /&gt;
* Op. 7: 12 Violin- und Oboenkonzerte (1717)&lt;br /&gt;
* Op. 8: 12 Violinkonzerte &amp;#039;&amp;#039;Il cimento dell’armonia e dell’inventione&amp;#039;&amp;#039; (1725), darin: &amp;#039;&amp;#039;[[Die vier Jahreszeiten]]&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* Op. 9: 12 Violinkonzerte &amp;#039;&amp;#039;La cetra&amp;#039;&amp;#039; (1727)&lt;br /&gt;
* Op. 10: 6 Flötenkonzerte (1728)&lt;br /&gt;
* Op. 11: 6 Violin- und Oboenkonzerte (1729)&lt;br /&gt;
* Op. 12: 6 Violinkonzerte (1729)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Unechtes Opus 13 ===&lt;br /&gt;
Früher wurde auch eine Sonatensammlung mit dem Titel &amp;#039;&amp;#039;Il pastor fido&amp;#039;&amp;#039; (gedruckt 1737 in Paris) Vivaldi zugeschrieben und als Op. 13 eingeordnet: 6 Sonaten für ein Sopraninstrument und Basso continuo.&amp;lt;ref&amp;gt;Dieses Werk erschien am 17.&amp;amp;nbsp;April 1737 beim Pariser Verlag M. Boivin unter folgendem Titel: &amp;#039;&amp;#039;„Il Pastor Fido“ pour la Musette, Vièle, Flûte, Hautbois, Violon, avec la Basse Continue, del Sig’Antonio Vivaldi, opera XIII&amp;amp;nbsp;/ Avec le privilège du roi.&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;/ref&amp;gt; Aufgrund der französischen Stilelemente wurde die Urheberschaft Vivaldis spätestens seit den 1970er Jahren angezweifelt. Ein 1990 entdecktes Dokument des Pariser Komponisten und Verlegers [[Jean-Noël Marchand]] (1700–1781) erbrachte dann den Nachweis, dass die Sonaten aus der Feder von Marchands entferntem Verwandten [[Nicolas Chédeville]] stammen.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. Federico Maria Sardelli: &amp;#039;&amp;#039;Vivaldi’s Music for Flute and Recorder.&amp;#039;&amp;#039; Ashgate, Aldershot (UK) 2007, S. 77&amp;amp;nbsp;f.&amp;lt;/ref&amp;gt; Teilweise verwendete Chédeville allerdings Themen aus verschiedenen unter Vivaldis Namen erschienenen Druckwerken.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. Peter Ryom: &amp;#039;&amp;#039;Antonio Vivaldi. Thematisch-systematisches Verzeichnis seiner Werke (RV).&amp;#039;&amp;#039; Breitkopf &amp;amp; Härtel, Wiesbaden 2007, S. 571.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wiederentdeckung verschollener Werke ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Vivaldi-denkmal wien.jpg|mini|Vivaldi-Denkmal in Wien-Alsergrund, Rooseveltplatz]]&lt;br /&gt;
Vivaldis Musik geriet bald in Vergessenheit. Erst ab Beginn des 20.&amp;amp;nbsp;Jahrhunderts begann man sich vermehrt für Vivaldi zu interessieren.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Arnold Schering]] befasste sich in seiner &amp;#039;&amp;#039;Geschichte des Instrumentalkonzerts&amp;#039;&amp;#039; 1905 mit Vivaldis Musik.&amp;lt;/ref&amp;gt; 1926 boten schließlich [[Salesianische Familie|Salesianermönche]] aus [[Markgrafschaft Montferrat|Montferrat]] eine Musikaliensammlung der Turiner Nationalbibliothek zum Kauf an.&amp;lt;ref&amp;gt;Michael Talbot: &amp;#039;&amp;#039;Antonio Vivaldi. Der Venezianer und das barocke Europa. Leben und Werk.&amp;#039;&amp;#039; [[Deutsche Verlags-Anstalt|DVA]], Stuttgart 1985, S. 17.&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Musikwissenschaftler [[Alberto Gentili]] erkannte den Wert der Sammlung&amp;lt;ref&amp;gt;[[Walter Kolneder]]: &amp;#039;&amp;#039;Antonio Vivaldi: His Life and Work&amp;#039;&amp;#039;. University of California Press, Berkeley and Los Angeles, 1970, ISBN 0-520-01629-7, S. 3–5.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;[https://www.finestresullarte.info/de/werke-und-kunstler/die-autographen-antonio-vivaldis-in-turin-geschichte-einer-entdeckung Die Autographen Antonio Vivaldis in Turin: Geschichte einer Entdeckung]&amp;#039;&amp;#039;. In: finestresullarte.info vom 16. Oktober 2022.&amp;lt;/ref&amp;gt; und stellte fest, dass 97 Bände Musik Vivaldis – meist autographe Partituren – enthielten, darunter zwölf Opern, 29 Kantaten und 140 Instrumentalwerke. Er überzeugte Luigi Torri, den Direktor der Nationalbibliothek von Turin, die Sammlung anzukaufen. Bei einer genaueren Durchsicht musste man feststellen, dass die Bandzählung Lücken aufwies, es sich also nur um etwa die Hälfte einer größeren Sammlung handelte. Der zweite Teil wurde bald darauf beim Neffen des Marquis Marcello [[Durazzo (Adelsgeschlecht)|Durazzo]] gefunden und so wurde die Sammlung 1930 wieder vereint.&amp;lt;ref&amp;gt;Michael Talbot: &amp;#039;&amp;#039;Antonio Vivaldi. Der Venezianer und das barocke Europa. Leben und Werk.&amp;#039;&amp;#039; [[Deutsche Verlags-Anstalt|DVA]], Stuttgart 1985, S. 18.&amp;lt;/ref&amp;gt; Finanziert wurden die Ankäufe mithilfe von Roberto Foà und Filippo Giordano, weshalb man die Turiner Handschriften auch &amp;#039;&amp;#039;Raccolta Foà-Giordano&amp;#039;&amp;#039; nennt ({{itS|&amp;#039;&amp;#039;raccolta&amp;#039;&amp;#039;}} „Sammlung“).&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.internetculturale.it/opencms/opencms/it/collezioni/collezione_0042.html Manoscritti Vivaldiani nelle Raccolte Foà e Giordano]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Damit war der größte Teil der Kompositionen Vivaldis 1930 wiederentdeckt. Bis in die Gegenwart tauchen jedoch immer wieder neue Werke auf, etwa 1973 eine Sammlung von zwölf teilweise autographen Sonaten in [[Manchester]].&amp;lt;ref&amp;gt;Michael Talbot: &amp;#039;&amp;#039;Antonio Vivaldi. Der Venezianer und das barocke Europa. Leben und Werk.&amp;#039;&amp;#039; [[Deutsche Verlags-Anstalt|DVA]], Stuttgart 1985, S. 11.&amp;lt;/ref&amp;gt; Erwähnenswert sind auch mehrere Psalmenfunde in Dresden in den Jahren 1991, 2003 und 2005 durch [[Peter Ryom]] und [[Janice Stockigt]].&amp;lt;ref&amp;gt;Janice Stockigt: {{Webarchiv | url=http://www.qucosa.de/fileadmin/data/qucosa/documents/702/1160131889818-0619.pdf | wayback=20170118091302 | text=&amp;#039;&amp;#039;Vivaldi entdecken. Ein Fund und seine Vorgeschichte&amp;#039;&amp;#039;}} (PDF; 90&amp;amp;nbsp;kB) &amp;#039;&amp;#039;SLUB-Kurier&amp;#039;&amp;#039;, 2006/1.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Werkverzeichnisse ==&lt;br /&gt;
Bereits [[Johann Gottfried Walther]] oder [[Ernst Ludwig Gerber]] unternahmen im 18.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert den Versuch, Vivaldis Werke aufzulisten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das erste einigermaßen systematische [[Werkverzeichnis]] erstellte Mario Rinaldi 1945 (&amp;#039;&amp;#039;M.R.&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;RN&amp;#039;&amp;#039; bzw. &amp;#039;&amp;#039;op.&amp;#039;&amp;#039;).&amp;lt;ref&amp;gt;Mario Rinaldi: &amp;#039;&amp;#039;Catalogo numerico tematico delle composizioni di Vivaldi&amp;#039;&amp;#039;, Cultura Moderna, Rom 1945.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. Michael Talbot: &amp;#039;&amp;#039;Antonio Vivaldi&amp;#039;&amp;#039;, Stuttgart 1985, S. 21f.&amp;lt;/ref&amp;gt; 1948 publizierte [[Marc Pincherle]] ein Verzeichnis der Instrumentalwerke Vivaldis (&amp;#039;&amp;#039;P&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;PS&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;PV&amp;#039;&amp;#039; für Pincherle-Verzeichnis),&amp;lt;ref&amp;gt;Marc Pincherle: &amp;#039;&amp;#039;Antonio Vivaldi et la musique instrumentale&amp;#039;&amp;#039;, Floury, Paris 1948.&amp;lt;/ref&amp;gt; das sich aber durch die fortschreitende Forschung und das Auftauchen weiterer Werke bald als lückenhaft erwies. Außerdem führte Pincherle als letztes der ursprünglich 447 von ihm gelisteten Konzerte ein Werk an, das er selbst später [[Giovanni Battista Sammartini]] zuordnen konnte.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Walter Kolneder]]: &amp;#039;&amp;#039;Antonio Vivaldi. 1678–1741. Leben und Werk&amp;#039;&amp;#039;. Breitkopf &amp;amp; Härtel, Wiesbaden 1965, S. 61.&amp;lt;/ref&amp;gt; 1968 verfasste Antonio Fanna&amp;lt;ref&amp;gt;Siehe [[:it:Antonio Fanna|italienische Wikipedia]].&amp;lt;/ref&amp;gt; ebenfalls eine Liste der Instrumentalwerke (&amp;#039;&amp;#039;F&amp;#039;&amp;#039;), wobei es sich hauptsächlich um 530 beim Verlag [[Ricordi]] erschienene Werke handelte.&amp;lt;ref&amp;gt;Antonio Fanna: &amp;#039;&amp;#039;Antonio Vivaldi (1678–1741). Catalogo numerico-tematico delle opere strumentali&amp;#039;&amp;#039;, Ricordi, Mailand 1968.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. Robert Craft: [https://www.nybooks.com/articles/1978/03/23/the-vivaldi-numbers-game/ The Vivaldi Numbers Game], in: &amp;#039;&amp;#039;The New York Review&amp;#039;&amp;#039;, 23. März 1978.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Walter Kolneder]] (1910–1994) veröffentlichte 1979 innerhalb seines reich bebilderten Buches &amp;#039;&amp;#039;Antonio Vivaldi. Dokumente seines Lebens und Schaffens&amp;#039;&amp;#039; (2. Auflage 1983) unter vielem anderen die Titel, Aufführungsdaten und Librettisten von 61 Opern Vivaldis,&amp;lt;ref&amp;gt;S. 108–111.&amp;lt;/ref&amp;gt; wobei er auch die vom [[Impresario]] Vivaldi eingerichteten [[Pasticcio (Musik)|Pasticci]] hinzuzählte, in denen dieser nicht der alleinige Komponist war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der dänische Musikwissenschaftler [[Peter Ryom]] (* 1937) veröffentlichte 1973 (deutsch 1974) das nach ihm benannte [[Ryom-Verzeichnis]] (&amp;#039;&amp;#039;RV&amp;#039;&amp;#039;), das sich gegenüber den anderen Vivaldi-Werkverzeichnissen heute durchgesetzt hat. 2007 erschien dessen „Große Ausgabe“,&amp;lt;ref&amp;gt;So genannt von Sardelli im Vorwort zur zweiten Auflage von 2018, S. IX.&amp;lt;/ref&amp;gt; die 2018 von Federico Maria Sardelli&amp;lt;ref&amp;gt;Siehe [[:it:Federico Maria Sardelli|italienische]] oder [[:en:Federico Maria Sardelli|englische Wikipedia]].&amp;lt;/ref&amp;gt; erneut aktualisiert wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Eponyme ==&lt;br /&gt;
Der am 19.&amp;amp;nbsp;Oktober 1982 entdeckte Asteroid [[(4330) Vivaldi]] wurde 1990 nach ihm benannt.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.minorplanetcenter.net/iau/ECS/MPCArchive/1990/MPC_19900311.pdf Minor Planet Circ. 16045]&amp;lt;/ref&amp;gt; In der Antarktis ist er Namensgeber seit 1979 für den [[Vivaldi-Gletscher]] auf der [[Alexander-I.-Insel]] und seit 1984 für die Brandungspfeiler-Gruppe „[[Vivaldi-Quintett]]“ der [[Südliche Shetlandinseln|Südlichen Shetlandinseln]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Liste der Opern Vivaldis]]&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;[[Die vier Jahreszeiten]]&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Theophil Antonicek]], Elisabeth Hilscher: &amp;#039;&amp;#039;Vivaldi.&amp;#039;&amp;#039; Akademische Druck- und Verlagsanstalt, Graz 1997, ISBN 3-201-01677-2.&lt;br /&gt;
* [[Hans-Günter Klein (Musikwissenschaftler)|Hans-Günter Klein]]: &amp;#039;&amp;#039;Der Einfluss der vivaldischen Konzertform im Instrumentalwerk Johann Sebastian Bachs mit Notenbeispielen und Tabellen&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Sammlung musikwissenschaftlicher Abhandlungen&amp;#039;&amp;#039; (Valentin Koerner), Bd. 54). Heitz, Strasbourg / Baden-Baden 1970.&lt;br /&gt;
* [[Walter Kolneder]]: &amp;#039;&amp;#039;Antonio Vivaldi. Dokumente seines Lebens und Schaffens&amp;#039;&amp;#039;. Heinrichshofen, Wilhelmshaven 1979, 2. Auflage 1983.&lt;br /&gt;
* [[Michael Lorenz (Musikwissenschaftler)|Michael Lorenz]]: [http://michaelorenz.blogspot.co.at/2014/06/haydn-singing-at-vivaldis-exequies.html &amp;#039;&amp;#039;Haydn Singing at Vivaldi&amp;#039;s Exequies: An Ineradicable Myth.&amp;#039;&amp;#039;] (Wien 2014).&lt;br /&gt;
* [[Siegbert Rampe]]: &amp;#039;&amp;#039;Antonio Vivaldi und seine Zeit.&amp;#039;&amp;#039; Laaber-Verlag, Laaber 2010, ISBN 978-3-89007-468-9.&lt;br /&gt;
* [[Ryom-Verzeichnis]]&lt;br /&gt;
** [[Peter Ryom]]: &amp;#039;&amp;#039;Verzeichnis der Werke Antonio Vivaldis (RV). Kleine Ausgabe.&amp;#039;&amp;#039; Engstrøm &amp;amp; Sødring, Kopenhagen / Deutscher Verlag für Musik, Leipzig 1974.&lt;br /&gt;
** Peter Ryom: &amp;#039;&amp;#039;Antonio Vivaldi. Thematisch-systematisches Verzeichnis seiner Werke.&amp;#039;&amp;#039; Breitkopf &amp;amp; Härtel, Wiesbaden 2007, ISBN 978-3-7651-0372-8.&lt;br /&gt;
** Peter Ryom, Federico Maria Sardelli: &amp;#039;&amp;#039;Antonio Vivaldi. Thematisch-systematisches Verzeichnis seiner Werke.&amp;#039;&amp;#039; Zweite, überarbeitete Auflage. Breitkopf &amp;amp; Härtel, Wiesbaden 2018, ISBN 978-3-7651-0372-8.&lt;br /&gt;
* {{BBKL|v/vivaldi_a_l|autor=[[Josef Johannes Schmid]]|artikel=Vivaldi, Antonio Lucio|band=14|spalten=1586–1589}}&lt;br /&gt;
* [[Michael Stegemann]]: &amp;#039;&amp;#039;Vivaldi&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Rowohlts Monographien.&amp;#039;&amp;#039; Bd. 338). Rowohlt, Reinbek bei Hamburg 1985, ISBN 3-499-50338-7.&lt;br /&gt;
* [[Michael Talbot (Musikwissenschaftler)|Michael Talbot]]: &amp;#039;&amp;#039;Vivaldi&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;BBC Publications&amp;#039;&amp;#039; = &amp;#039;&amp;#039;BBC Music Guides&amp;#039;&amp;#039;). British Broadcasting Corporation, London 1979, ISBN 0-563-12856-9.&lt;br /&gt;
* Michael Talbot: &amp;#039;&amp;#039;Antonio Vivaldi. A Guide to Research&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Garland Composer Resource Manuals.&amp;#039;&amp;#039; Bd. 12 = &amp;#039;&amp;#039;Garland Reference Library of the Humanities.&amp;#039;&amp;#039; Bd. 757). Garland Press, New York NY u. a. 1988, ISBN 0-8240-8386-5.&lt;br /&gt;
* Sebastian Zips: &amp;#039;&amp;#039;[http://www.opus-bayern.de/ku-eichstaett/volltexte/2005/31/ Die Violoncellosonaten des Antonio Vivaldi.]&amp;#039;&amp;#039; Eichstätt 2005 (Dissertation an der Universität Eichstätt-Ingolstadt, 2005).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Belletristik&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* Hans-Ulrich Mielsch: &amp;#039;&amp;#039;Vivaldis Annina,&amp;#039;&amp;#039; Verlag Kiepenheuer &amp;amp; Witsch, Köln 2001, ISBN 978-3-462-41089-1&lt;br /&gt;
* André Romijn: &amp;#039;&amp;#039;Hidden Harmonies. The Secret Life of Antonio Vivaldi.&amp;#039;&amp;#039; Roman House Publishers, Ripon 2008, ISBN 978-90-8662-009-8.&lt;br /&gt;
* [[Peter Schneider (Schriftsteller)|Peter Schneider]]: &amp;#039;&amp;#039;Vivaldi und seine Töchter. Roman eines Lebens.&amp;#039;&amp;#039; Kiepenheuer &amp;amp; Witsch, Köln 2019, ISBN 978-3-462-05229-9.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Antonio Vivaldi|audio=1|video=1}}&lt;br /&gt;
{{Wikisource|Antonio Vivaldi}}&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|118627287|TYP=Werke von und über}}&lt;br /&gt;
* {{DDB|Person|118627287}}&lt;br /&gt;
* [https://www.klassika.info/Komponisten/Vivaldi/ Ausführlicher Lebenslauf Vivaldis u. Werkverzeichnis nach RV (Ryom), Fanna, Opus, Musikgattung und Titel]&lt;br /&gt;
* [http://www.classical.net/music/composer/works/vivaldi/ Werkverzeichnisse Vivaldis nach Ryom (RV), Fanna, Pincherle, Ricordi, Opus und Instrumentation] (englisch)&lt;br /&gt;
* [http://www.uquebec.ca/musique/catal/vivaldi/viva.html Werkverzeichnisse Antonio Vivaldis] nach RV (Ryom-Verzeichnis) sowie nach allen bekannten Verzeichnissen (französisch)&lt;br /&gt;
* [http://www.schrank-zwei.de/ Informationen zum Hofmusik-Projekt der Sächsischen Landesbibliothek – Staats- und Universitätsbibliothek Dresden] (mit Hinweisen auf die im Internet verfügbaren digitalisierten Handschriften der Pisendel-Sammlung, darunter Autographe und Abschriften von Instrumentalwerken Vivaldis)&lt;br /&gt;
* {{BMLO|v0467}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Online-Partituren&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* {{IMSLP|id=Vivaldi,_Antonio|cname=Vivaldi}}&lt;br /&gt;
* {{ChoralWiki}}&lt;br /&gt;
* {{Mutopia|VivaldiA}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=118627287|LCCN=n79021280|NDL=00527045|VIAF=42027007}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Vivaldi, Antonio}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Antonio Vivaldi| ]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Komponist (Italien)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Römisch-katholischer Geistlicher (18. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Komponist (Kirchenmusik)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Komponist (Oper)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Komponist (Barock)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Musiker (Venedig)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person als Namensgeber für einen Asteroiden]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Republik Venedig)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1678]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1741]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Vivaldi, Antonio&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Vivaldi, Antonio Lucio; Il Prete rosso&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=italienischer Komponist&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=4. März 1678&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Venedig]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=28. Juli 1741&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Wien]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;NiTenIchiRyu</name></author>
	</entry>
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