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	<title>Altweibersommer - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Demo Wiki</subtitle>
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		<id>https://demowiki.knowlus.com/index.php?title=Altweibersommer&amp;diff=90&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;M2k~dewiki: /* Einleitung */ {{Begriffsklärungshinweis}}</title>
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		<updated>2025-02-19T01:50:02Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Einleitung: &lt;/span&gt; {{Begriffsklärungshinweis}}&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Begriffsklärungshinweis}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:IndianSummerSauerland.jpg|mini|Altweibersommer im Sauerland]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Altweibersommer&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist die Bezeichnung für eine [[Singularität (Meteorologie)|meteorologische Singularität]]. Es handelt sich um eine Phase gleichmäßiger [[Witterung]] im [[Herbst]], oft Ende [[September]] und [[Oktober]], die durch ein stabiles [[Hochdruckgebiet]] und ein warmes Ausklingen des [[Sommer]]s gekennzeichnet ist. Das kurzzeitig trockenere [[Wetter]] erlaubt eine gute Fernsicht, intensiviert den Laubfall und die Laubverfärbung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wortherkunft ==&lt;br /&gt;
Die Herkunft des Wortes ist nicht sicher, zumal neben dem Begriff &amp;#039;&amp;#039;Altweibersommer&amp;#039;&amp;#039; auch zahlreiche weitere wie &amp;#039;&amp;#039;Ähnlsummer, Frauensommer, Mädchensommer, Mettensommer, Mettkensommer, Metjensommer, Nachsommer, Witwensommer, Michaelssommer, Martinssommer, Allerheiligensommer&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;fliegender Sommer&amp;#039;&amp;#039; vorkommen, was die sprachgeschichtliche Deutung erschwert.&amp;lt;ref&amp;gt;Das Folgende nach &amp;#039;&amp;#039;Kluge. Etymologisches Wörterbuch der deutschen Sprache,&amp;#039;&amp;#039; bearbeitet von Elmar Seebold. 25., durchgesehene und erweiterte Auflage Berlin 2011; &amp;#039;&amp;#039;Etymologisches Wörterbuch des Deutschen,&amp;#039;&amp;#039; erarbeitet unter der Leitung von Wolfgang Pfeifer. 2., durchgesehene und ergänzte Auflage Berlin 1993; &amp;#039;&amp;#039;Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm,&amp;#039;&amp;#039; Neubearbeitung, 2. Band Leipzig 1998; &amp;#039;&amp;#039;Wortgeschichten,&amp;#039;&amp;#039; verfasst von der Redaktion des Schweizerischen Idiotikons, [https://www.idiotikon.ch/wortgeschichten/altweibersommer Text vom 25. September 2013].&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Spinnennetze im Altweibersommer.jpg|miniatur|Spinnennetze im Altweibersommer]]&lt;br /&gt;
Nach der einen Erklärung leitet sich der Name von Spinnfäden her, mit denen junge [[Baldachinspinnen]] im [[Herbst]] durch die Luft segeln (vgl. [[Spinnenflug]]). Der Flugfaden, den die Spinnen produzieren und auf dem sie durch die Luft schweben, erinnert die Menschen an das graue Haar alter Frauen. Mit „weiben“ wurde im [[Althochdeutsch]]en das Knüpfen der [[Spinnennetz|Spinnweben]] bezeichnet. &lt;br /&gt;
Nach der anderen Erklärung, in der von Kluge/Seebold die „vielleicht“ ursprüngliche, von Pfeifer hingegen „wahrscheinlicher“ eine sekundäre Bedeutung gesehen wird, liegt dem Wort das Motiv der zweiten Jugend bei Frauen, die als unzeitig und nur kurze Zeit dauernd angesehen wird, zugrunde. An diese letztere Deutung können das schweizerische &amp;#039;&amp;#039;Witwesömmerli&amp;#039;&amp;#039; und der bairische &amp;#039;&amp;#039;Ähnlsummer&amp;#039;&amp;#039; (‚Großvatersommer‘) angeschlossen werden, vielleicht liegt aber auch das Bild des alten, schwachen Sommers vor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Andere Begriffe für das Phänomen der milden Herbsttage kann man einfacher deuten, sie sind jedoch zum Teil lediglich weitere sekundäre Interpretationen der – unsicheren – Urbedeutung. So nennt man in norddeutschen Dialekten den Altweibersommer &amp;#039;&amp;#039;Mettkensommer&amp;#039;&amp;#039; und ähnlich, die Altweibersommerfäden &amp;#039;&amp;#039;Metten, Mettken&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;Mettjen&amp;#039;&amp;#039;. Dabei liegt eine Verkleinerungsform von &amp;#039;&amp;#039;Made&amp;#039;&amp;#039; vor, das heißt, man hielt sie für Raupengespinste. Wegen der lautlichen Ähnlichkeit wurde dieser Begriff wohl [[Volksetymologie|volksetymologisch]] zu &amp;#039;&amp;#039;Mädchen&amp;#039;&amp;#039; umgedeutet. Auf bestimmte Tage wiederum beziehen sich die Wörter &amp;#039;&amp;#039;(St.)&amp;amp;nbsp;Michaelssommer&amp;#039;&amp;#039; (29.&amp;amp;nbsp;September), &amp;#039;&amp;#039;Allerheiligensommer&amp;#039;&amp;#039; (1.&amp;amp;nbsp;November) und &amp;#039;&amp;#039;(St.)&amp;amp;nbsp;Martinssommer&amp;#039;&amp;#039; (11.&amp;amp;nbsp;November).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das [[Landgericht Darmstadt]] hat im Jahr 1989 festgestellt, dass die Verwendung des Ausdrucks &amp;#039;&amp;#039;Altweibersommer&amp;#039;&amp;#039; durch die Medien keinen Eingriff in die [[Persönlichkeitsrecht]]e von älteren Damen darstellt.&amp;lt;ref&amp;gt;LG Darmstadt, Az. 3 O 535/88, Urteil vom 2. Februar 1989; [[Neue Juristische Wochenschrift|NJW]] 1990, S.&amp;amp;nbsp;1997.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Altweibersommer in anderen Sprachen ==&lt;br /&gt;
In den [[Slawische Sprachen|slawischen Sprachen]] sowie im [[Ungarische Sprache|Ungarischen]] und [[Estnische Sprache|Estnischen]] nennt man diese Zeit ähnlich wie im Deutschen &amp;#039;&amp;#039;Altweibersommer&amp;#039;&amp;#039; (polnisch &amp;#039;&amp;#039;babie lato,&amp;#039;&amp;#039; tschechisch &amp;#039;&amp;#039;babí léto,&amp;#039;&amp;#039; sorbisch &amp;#039;&amp;#039;babylěćo, &amp;#039;&amp;#039;slowakisch &amp;#039;&amp;#039;babie leto,&amp;#039;&amp;#039; slowenisch &amp;#039;&amp;#039;babje poletje / leto,&amp;#039;&amp;#039;  russisch &amp;#039;&amp;#039;babje leto,&amp;#039;&amp;#039; ukrainisch &amp;#039;&amp;#039;babyne lito,&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref&amp;gt;V. Khavrus, A. Gabovich: &amp;#039;&amp;#039;Warm wall in autumn: how to use the solar irradiation in full?&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;European Journal of Physics.&amp;#039;&amp;#039; 44, Nr. 1, 2023, S. 015803 (18 pp), [[doi:10.1088/1361-6404/aca2ff]].&amp;lt;/ref&amp;gt; ungarisch &amp;#039;&amp;#039;vénasszonyok nyara&amp;#039;&amp;#039;, estnisch &amp;#039;&amp;#039;vananaistesuvi&amp;#039;&amp;#039;).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Nordamerika, insbesondere in den [[Neuengland]]staaten, wird diese Wetterlage &amp;#039;&amp;#039;[[Indian Summer]]&amp;#039;&amp;#039; ([[Québec]]: &amp;#039;&amp;#039;été indien&amp;#039;&amp;#039;) genannt – im Deutschen oft mit der herbstlichen Laubfärbung verwechselt. In Frankreich wurde der Begriff &amp;#039;&amp;#039;été indien&amp;#039;&amp;#039; 1975 durch ein gleichnamiges Lied von [[Joe Dassin]] popularisiert. Früher sprach man eher von &amp;#039;&amp;#039;été de la Saint-Denis&amp;#039;&amp;#039; ([[9. Oktober]]), &amp;#039;&amp;#039;été de la Saint-Géraud&amp;#039;&amp;#039; ([[13. Oktober]]) oder &amp;#039;&amp;#039;été de la Saint-Martin&amp;#039;&amp;#039; ([[11. November]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ähnlich spricht man in Finnland von &amp;#039;&amp;#039;[[Ruska-Aika]]&amp;#039;&amp;#039; (Zeit der Braunfärbung) und in Schweden vom &amp;#039;&amp;#039;brittsommar&amp;#039;&amp;#039; (Birgitta-Sommer, vor Ort [[7. Oktober]]&amp;lt;!-- sic. bis einschl. 1962 8.10., seitdem 23.7., in Schweden aber laut englischer Wikipedia tatsächlich 7.10. !--&amp;gt;). In Skandinavien kommen Erscheinungen der aufkommenden [[Polarnacht]] hinzu. In der Übergangsphase von der [[Mitternachtssonne]] zur Polarnacht macht der Spätsommer mit seiner prachtvollen Laubfärbung Ausflüge in die Natur besonders attraktiv. Die Ruska-Saison ist für viele einheimische Naturfreunde der Höhepunkt des Jahres und Auslöser für einen intensiven Tourismus ins nördliche [[Lappland]], den nördlichsten Teil Europas am [[Polarkreis]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Spanien ist die Zeit als St.-Michaels-Sommer &amp;#039;&amp;#039;(Veranillo de San Miguel)&amp;#039;&amp;#039; bekannt. Andere Mittelmeerländer kennen im November den &amp;#039;&amp;#039;St.-Martins-Sommer&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Türkei wird die Wetterperiode als &amp;#039;&amp;#039;pastırma yazı&amp;#039;&amp;#039; („Pastırma-Sommer“) bezeichnet. [[Pastırma]] ist ein getrocknetes Rinderfilet, von würziger Paste umgeben, das im Spätsommer von türkischen Metzgern vorbereitet und traditionell unter dem Hausdach an der warmen Luft zum Trocknen aufgehängt wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Japan wird ein warmer später Sommer als „kleiner Frühling“ (&amp;#039;&amp;#039;koharu&amp;#039;&amp;#039; 小春) bezeichnet. Das darauf folgende [[Momijigari]] beschreibt die Sitte, bei angenehmem Herbstwetter Landschaften und Parks mit schöner herbstlicher Laubfärbung, insbesondere von Ahornbäumen und -wäldern, zu besuchen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Volksglauben und Wetterregeln ==&lt;br /&gt;
Im Volksglauben wurden die Spinnweben der [[Baldachinspinnen]] auch für Gespinste von [[Elfen]], [[Zwerg (Mythologie)|Zwergen]] oder der [[Nornen]] gehalten. Als Verursacherin galt aber auch die [[Maria (Mutter Jesu)|Jungfrau Maria]], die zusammen mit 11.000 Jungfrauen das Land alljährlich um diese Zeit mit Seide überspinnen würde. Daher rühren auch Bezeichnungen dieser Spinnfäden wie &amp;#039;&amp;#039;Marienhaar, Mariengarn,  Marienfaden, Marienseide, Herbstgarn, Sommerseide, Herbstfäden, Liebfrauenfäden, Unserer Lieben Frauen Gespinst, Mutter Gottes Gespinst&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Handbuch des Aberglaubens.&amp;#039;&amp;#039; ISBN 3-85001-570-X, Band 1, S. 45.&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Volksglauben nahm man an, dass es Glück bringe, wenn sich die Fäden an der Kleidung des Menschen heften würden, und wer sie mit sich herumträgt, werde berühmt werden. Ebenso verheiße es eine baldige Hochzeit, wenn sich fliegende Spinnfäden im Haar eines jungen Mädchens verfangen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Altweibersommer hat in verschiedenen [[Liste von Bauernregeln|Bauernregeln]] seinen Niederschlag gefunden, die gutes Wetter verheißen und auf einen angenehmen Herbst schließen lassen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Johannes Auer |url=https://www.eisheilige.info/altweibersommer/ |titel=Altweibersommer 2024 - Lostage und Bauerregeln |werk=eisheilige.info |datum=2024-02-01 |abruf=2024-11-28}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* 1. November: Ist’s zu Allerheiligen rein, tritt Altweibersommer ein.&lt;br /&gt;
* 15. November: Der heilige Leopold ist oft noch dem Altweibersommer hold.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Artur Lehmann: &amp;#039;&amp;#039;Altweibersommer. Die Wärmerückfälle des Herbstes in Mitteleuropa.&amp;#039;&amp;#039; Parey, Berlin 1911 (Zugleich: Berlin, Univ., Diss., 1911), auch in: &amp;#039;&amp;#039;Landwirtschaftliche Jahrbücher&amp;#039;&amp;#039; 41, 1911, {{ISSN|0368-8194}}, S.&amp;amp;nbsp;57–129.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Wiktionary|Altweibersommer}}&lt;br /&gt;
* [[Christoph Landolt]]: [https://www.idiotikon.ch/wortgeschichten/altweibersommer &amp;#039;&amp;#039;Altweibersommer&amp;#039;&amp;#039;], in: &amp;#039;&amp;#039;Wortgeschichten&amp;#039;&amp;#039; vom 25. September 2013, herausgegeben von der Redaktion des [[Schweizerisches Idiotikon|Schweizerischen Idiotikons]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Singularitäten Europas}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=1080201580}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Singularität (Meteorologie)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Herbst]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:September]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;M2k~dewiki</name></author>
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