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	<title>Al-Hallādsch - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Demo Wiki</subtitle>
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		<title>imported&gt;Stiller Zuhörer: /* Leben */ wl</title>
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		<updated>2024-12-03T14:25:38Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Leben: &lt;/span&gt; wl&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{SEITENTITEL:al-Hallādsch}}&lt;br /&gt;
{{Weiterleitungshinweis|Al-Hallaj|Zum palästinensischen Künstler siehe [[Mustafa al-Hallaj]].}}&lt;br /&gt;
[[Datei:Hallaj.jpg|mini|Die Hinrichtung des Hallādsch, Miniatur aus dem [[Mogulreich]], frühes 17. Jahrhundert, [[Walters Art Museum]]]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Al-Hallādsch&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, mit vollem Namen &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Abū l-Mughīth al-Husain ibn Mansūr al-Hallādsch&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ({{arS|أبو المغيث الحسين بن منصور الحلاج|d=Abū l-Muġīṯ al-Ḥusain ibn Manṣūr al-Ḥallāǧ}}; * August [[857]] in Ṭūr ({{fa|طور}}, auch {{fa|تور|DMG=Tūr}}),&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. [[:fa:حسین_منصور_حلاج|hier]].&amp;lt;/ref&amp;gt; Provinz [[Fars]] in [[Iran]]; † [[26. März]] [[922]] in [[Bagdad]] durch [[Kreuzigung]]), war ein [[Perser (Volk)|persisch]]-irakischer [[Sufismus|Sufi]] und [[Dichter]], der vor allem in Bagdad wirkte. Er schrieb – wie seinerzeit nicht unüblich – ausschließlich in [[Arabische Sprache|arabischer Sprache]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;Iranica&amp;quot;&amp;gt;J. Mojaddedi: [https://iranicaonline.org/articles/hallaj-1 ḤALLĀJ, ABU’L-MOḠIṮ ḤOSAYN]. [[Encyclopaedia Iranica]]. Online Edition. 2003.&amp;lt;/ref&amp;gt; Er ist vor allem für seinen Ausspruch „Ich bin die (göttliche) Wahrheit“ (&amp;#039;&amp;#039;Anā l-ḥaqq&amp;#039;&amp;#039; {{ar|أنا الحقّ}}) berühmt. In den [[Maschrek|östlichen Ländern]] der islamischen Welt wird sein zusammengesetzter Name meist zu &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Mansur Halladsch&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; verkürzt,&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. Massignon 1922, 18.&amp;lt;/ref&amp;gt; obwohl Mansūr eigentlich nur sein [[Vatersname]] war. Die Aufarbeitung von al-Hallādschs Leben und seiner Werke sowie seiner Nachwirkung in der islamischen Welt ist im Wesentlichen die Leistung des französischen Orientalisten [[Louis Massignon]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Eine der wichtigsten Quellen für das Leben von al-Hallādsch ist der biographische Bericht seines Sohnes Hamd. Auf Grundlage dieses Textes und anderer Quellen hat unter anderem Louis Massignon eine Chronologie seines Lebens erstellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Al-Hallādsch wurde in der persischen Stadt Ṭur in der Provinz Fars (im Süden des heutigen [[Iran]]s) als Sohn eines Baumwollhechlers geboren (daher der Name &amp;#039;&amp;#039;hallādsch&amp;#039;&amp;#039;).&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. Annemarie Schimmel: &amp;#039;&amp;#039;Das Hallāj-Motiv in der modernen islamischen Literatur.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Die Welt des Islams. New Series,&amp;#039;&amp;#039; Bd. 23/24, 1984, S. 165–181&amp;lt;/ref&amp;gt; Sein Großvater war noch [[Zoroastrier]] gewesen. Als al-Hallādsch noch ein Kind war, zog sein Vater nach Mesopotamien in die Stadt Wāsit, um näher an den Zentren des Wollhandels leben und arbeiten zu können. Mit 16 Jahren begab er sich nach [[Schuschtar|Tustar]], wo er für zwei Jahre Schüler des Mystikers [[Sahl at-Tustarī]] war. Etwa um 875 verließ er die Stadt und zog über [[Basra]] nach [[Bagdad]], wo er Schüler von ʿAmr ibn ʿUthmān al-Makkī wurde und Umm al-Husain, die Tochter von Abū Yaʿqūb al-Aqtaʿ, heiratete. Nach acht Monaten kam es zwischen ʿAmr und seinem Schwiegervater zu Streitigkeiten, die al-Hallādsch sehr belasteten. In diesem Zusammenhang besuchte er öfters al-[[Dschunaid]], der ihm riet, Ruhe zu bewahren und den beiden weiter mit Respekt zu begegnen. Etwa um 895 begab sich al-Hallādsch auf [[Haddsch|Wallfahrt]] nach Mekka. Nach einem einjährigen Aufenthalt in der Heiligen Stadt kehrte er mit einer Gruppe sufischer [[Faqir|Fuqarāʾ]] zurück nach Bagdad und schloss sich erneut al-Dschunaid an.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. Massignon 1922, 2f, 10f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um 897 brach al-Hallādsch mit al-Dschunaid und kehrte in Begleitung seiner Frau nach Tustar zurück.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. Massignon 1922, 10f.&amp;lt;/ref&amp;gt; Nach der Biographie seines Sohnes Hamd war der Anlass für den Bruch mit al-Dschunaid, dass al-Hallādsch ihm eine Frage stellte, die al-Dschunaid als religiöse Anmaßung verstand.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. Massignon 1922, 3.&amp;lt;/ref&amp;gt; Nach der Darstellung des [[Doxographie|Doxographen]] ʿAbd al-Qāhir al-Baghdādī (gest. 1037) tat al-Hallādsch schon in Anwesenheit von al-Dschunaid seinen berühmten Ausspruch &amp;#039;&amp;#039;Anā al-ḥaqq&amp;#039;&amp;#039;, der deswegen besonders anstößig war, weil &amp;#039;&amp;#039;al-ḥaqq&amp;#039;&amp;#039; einer der koranischen [[99 Namen Allahs|Gottesnamen]] ist (nach der üblichen Nummerierung Nr. 51). Al-Dschunaid soll ihn für diesen Ausspruch schwer getadelt und ihm entgegengehalten haben, dass er nicht selbst &amp;#039;&amp;#039;al-ḥaqq&amp;#039;&amp;#039; sei, sondern nur durch &amp;#039;&amp;#039;al-ḥaqq&amp;#039;&amp;#039; existiere.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. Massignon 1922, 61.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den Jahren zwischen 899 und 902 reiste al-Hallādsch durch [[Chorasan]], [[Fars]] und [[Chusistan]], hielt erste Predigten und schrieb verschiedene Werke. Erst in dieser Zeit wurde ihm wahrscheinlich der [[Laqab]] &amp;#039;&amp;#039;al-Hallādsch&amp;#039;&amp;#039; („der Baumwollentkörner“) verliehen, wobei die Gründe dafür unterschiedlich angegeben werden.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. Massignon 1922, 11, 18–20.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach einer weiteren Wallfahrt nach Mekka im Jahre 903 ließ sich al-Hallādsch 904 mit mehreren Notabeln der Stadt [[Ahwaz]] in Bagdad nieder. Unter den Sufis und auch der Bevölkerung Bagdads fiel al-Hallādsch durch seine radikalen und schockierenden Äußerungen auf. Um das Jahr 909 griff ihn der [[Zahiriten|zāhiritische]] Rechtsgelehrte Ibn Dāwūd wegen seiner Lehren an und äußerte: „Wenn das, was Gott seinem Propheten offenbart hat, und das, was uns der Prophet davon übermittelt hat, wahr sind, dann ist das, was al-Hallādsch gelehrt hat, falsch.“ Seinen Urteilsspruch soll er mit der Aussage abgeschlossen haben, dass es erlaubt sei, al-Hallādsch zu töten.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. Massignon 1922, 11, 163f.&amp;lt;/ref&amp;gt; Hallādsch, der daraufhin unter Polizeiaufsicht gestellt wurde, entkam nach [[Susa (Persien)|Sūsa]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
913 wurde al-Hallādsch erneut gefangengesetzt, nach Bagdad verbracht und nach einem Prozess für drei Tage als „[[Qarmaten|qarmatischer]] Agent“ an den Pranger gestellt.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. Massignon/Gardet 100b.&amp;lt;/ref&amp;gt; Seine Antworten bei den Befragungen zeigen, dass er der [[Sunniten|sunnitischen]] Glaubensrichtung treu geblieben war.&amp;lt;ref&amp;gt;L. Massignon, L. Gardet: &amp;#039;&amp;#039;al-Ḥallā&amp;lt;u&amp;gt;dj&amp;lt;/u&amp;gt;.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;The Encyclopaedia of Islam. New Edition,&amp;#039;&amp;#039; Bd. 3, S. 102a&amp;lt;/ref&amp;gt; Die folgenden Jahre verbrachte er als Gefangener am Hof der [[Abbasiden]], wobei es ihm zeitweise gelang, hier machtvolle Sympathisanten zu gewinnen.  Im Jahre 921 eröffnete der abbasidische [[Wesir]] Hāmid ibn al-ʿAbbās erneut den Prozess gegen ihn. Grundlage der Anklage waren Dokumente, aus denen hervorging, dass al-Hallādsch den Vollzug bestimmter religiöser Übungen zu Hause als ausreichend betrachtete, um den Gläubigen von seiner Pflicht zum [[Haddsch]] nach [[Mekka]] zu entbinden. Der [[Malikiten|malikitische]] [[Kadi]] Abū ʿUmar Ibn Yūsuf urteilte in einer [[Fatwa]], dass diese Lehre Ketzerei (&amp;#039;&amp;#039;[[zandaqa]]&amp;#039;&amp;#039;) sei, die zwangsläufig die Todesstrafe nach sich ziehe.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. Massignon 1922, 279.&amp;lt;/ref&amp;gt; Auf der Grundlage dieser Fatwa wurde al-Hallādsch am 26. März 922 öffentlich hingerichtet. Man setzte ihm eine Krone auf, schlug ihn halb tot und stellte ihn anschließend auf einem Kreuz (&amp;#039;&amp;#039;ṣalīb&amp;#039;&amp;#039;) zur Schau. Er starb am Folgetag.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Werke ==&lt;br /&gt;
Zu den Schriften, die von al-Hallādsch überliefert werden, gehören: (1) 27 von seinen Schülern um 902 zusammengestellte &amp;#039;&amp;#039;Riwāyāt&amp;#039;&amp;#039;, die jeweils die Form eines [[Hadith qudsi]] haben; (2) verschiedene Gedichte, die in dem &amp;#039;&amp;#039;Dīwān al-Ḥallāǧ&amp;#039;&amp;#039; zusammengestellt wurden; (3) eine Anzahl von [[Logion|Logien]], die in den &amp;#039;&amp;#039;Aḫbār al-Ḥallāǧ&amp;#039;&amp;#039; zusammengestellt wurden; und (4) sein &amp;#039;&amp;#039;Kitāb aṭ-Ṭawāsīn&amp;#039;&amp;#039; mit elf Kapiteln.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. Massignon/Vadet 101b.&amp;lt;/ref&amp;gt; Wichtige Themen des &amp;#039;&amp;#039;Kitāb aṭ-Ṭawāsīn&amp;#039;&amp;#039; sind die Person [[Mohammed]]s (Kapitel 1–3), [[Himmelfahrt Mohammeds|seine Himmelfahrt]] und die zwei Bogenlängen (&amp;#039;&amp;#039;qāb qausain&amp;#039;&amp;#039;) in seiner Thronvision von [[Sure 53]], 6–9 (Kapitel 4–5), der Fall [[Satan]]s (Kapitel 6–7) sowie der [[Tauhīd]] (Kapitel 8–10).&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. Massignon 1922, 830–893.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Gedicht (Auswahl) ===&lt;br /&gt;
&amp;lt;poem&amp;gt;&lt;br /&gt;
Tötet mich, o meine Freunde,&lt;br /&gt;
:::Denn im Tod nur ist mein Leben!&lt;br /&gt;
Ja, im Leben ist mir Tod nur,&lt;br /&gt;
:::Und im Sterben liegt mein Leben.&lt;br /&gt;
Wahrlich, höchste Gnade ist es,&lt;br /&gt;
:::Selbst verlöschend zu entschweben,&lt;br /&gt;
Und als Schlechtestes erkenn&amp;#039; ich,&lt;br /&gt;
:::Fest an diesem Leib zu kleben.&lt;br /&gt;
Überdrüssig ist die Seele,&lt;br /&gt;
:::Hier noch im Verfall zu leben.&lt;br /&gt;
Tötet mich, ja, und verbrennt mich,&lt;br /&gt;
:::Dessen Glieder elend beben!&lt;br /&gt;
Geht dann an dem Rest vorüber,&lt;br /&gt;
:::An den Grüften, leer von Leben:&lt;br /&gt;
Meines Freunds Geheimnis sollt ihr&lt;br /&gt;
:::Aus der Erben Innerm heben.&lt;br /&gt;
Seht, ich, einer von den Alten,&lt;br /&gt;
:::Die nach höchsten Rängen streben,&lt;br /&gt;
Bin jetzund ein Kind geworden,&lt;br /&gt;
:::Nur der Mutterbrust ergeben,&lt;br /&gt;
Ruhend in der salz&amp;#039;gen Erde&lt;br /&gt;
:::Und in tiefsten dunklen Gräben!&lt;br /&gt;
Wunderbar, dass meine Mutter&lt;br /&gt;
:::Ihrem Vater gab das Leben&lt;br /&gt;
Und dass meine jungen Töchter&lt;br /&gt;
:::Mich gleich Schwestern jetzt umgeben.&lt;br /&gt;
Eh&amp;#039;bruch nicht, noch Zeitenwandel&lt;br /&gt;
:::Haben dies Gescheh&amp;#039;n ergeben!&lt;br /&gt;
Sammelt meine Teile alle&lt;br /&gt;
:::Aus erstrahlenden Geweben,&lt;br /&gt;
Aus der Luft und aus dem Feuer,&lt;br /&gt;
:::Aus dem frischen Quell daneben!&lt;br /&gt;
Sät sie sorglich in die Erde,&lt;br /&gt;
:::Die noch staubig ist und eben,&lt;br /&gt;
Und befeuchtet sie, o Freunde,&lt;br /&gt;
:::Lasst die Becher kreisend schweben!&lt;br /&gt;
Lasst die Dienerinnen gießen,&lt;br /&gt;
:::Brunnen drehend Wasser heben!&lt;br /&gt;
Seht, nach sieben Tagen wird sich&lt;br /&gt;
:::Draus ein edler Strauch erheben!&amp;lt;ref&amp;gt;Übersetzung und Nachdichtung: Annemarie Schimmel, aus: &amp;#039;&amp;#039;Al-Halladsch – „O Leute, rettet mich vor Gott“. Texte islamischer Mystik&amp;#039;&amp;#039;, S. 105 f. (vgl. &amp;#039;&amp;#039;Literatur&amp;#039;&amp;#039;).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/poem&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Nachwirkung ==&lt;br /&gt;
Zu den geistigen Nachfahren von Mansur Halladsch gehört etwa der 1131 gestorbene Ayn al-Quzat Hamadani, der wie al-Halladsch [[Iblis]] als einen wahren Liebenden proklamierte und auch hingerichtet wurde.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Peter Lamborn Wilson]], Karl Schlamminger: &amp;#039;&amp;#039;Weaver of Tales. Persian Picture Rugs / Persische Bildteppiche. Geknüpfte Mythen.&amp;#039;&amp;#039; Callwey, München 1980, ISBN 3-7667-0532-6, S. 30–45 (&amp;#039;&amp;#039;The Devils&amp;#039;&amp;#039; / &amp;#039;&amp;#039;Die Dämonen&amp;#039;&amp;#039;), hier: S. 31.&amp;lt;/ref&amp;gt; Hallādsch genießt sowohl bei den späteren Sufis als auch bei den [[Aleviten]] hohes Ansehen. Sein Ausspruch &amp;#039;&amp;#039;Anā al-ḥaqq&amp;#039;&amp;#039; wird im Sinne des sufischen Ideals der Eins-Werdung mit Gott bzw. der Auflösung des Ichs in Gott interpretiert. Der osmanisch-türkische Koranexeget Ismāʿīl Haqqī (gest. 1725) berichtet in seinem Korankommentar &amp;#039;&amp;#039;Rūḥ al-bayān&amp;#039;&amp;#039;, der andalusische Sufi [[Ibn Arabi]] habe bei einem Gebet in [[Córdoba (Spanien)|Córdoba]] eine Vision gehabt, in der er alle Propheten von [[Adam im Islam|Adam]] bis [[Mohammed]] sah. Der Prophet [[Hūd]] habe sich daraufhin an ihn gerichtet und ihm erklärt, dass sich die Propheten alle versammelt hätten, um bei Mohammed Fürsprache für al-Hallādsch einzulegen.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. Massignon 1922, 383.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Al-Hallādschs Schriften und Schicksal haben außer in wissenschaftlichen Publikationen, namentlich der [[Islamwissenschaft]]lerinnen [[Annemarie Schimmel]]&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. beispielsweise: &amp;#039;&amp;#039;Friedrich Rückert: Übersetzungen persischer Poesie&amp;#039;&amp;#039;; ausgewählt und eingeleitet von Annemarie Schimmel; Wiesbaden 1966. &amp;#039;&amp;#039;Märtyrer der Gottesliebe : Leben u. Legende / Al-Halladsch&amp;#039;&amp;#039;; ausgewählt, übersetzt (aus dem Arabischen, Persischen, Türkischen, Sindhi, Siraiki und Urdu) und eingeleitet von Annemarie Schimmel, Köln 1968. &amp;#039;&amp;#039;Al-Halladsch: „O Leute, rettet mich vor Gott“ (von Abū l-Mughīth al-Husain ibn Mansūr al-Hallādsch)&amp;#039;&amp;#039;; Annemarie Schimmel (Hrsg.); 1985, ISBN 3-451-08240-3. (Neuausgabe: 1995, ISBN 3-451-04454-4).&amp;lt;/ref&amp;gt; und [[Christine Schirrmacher]]&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. Christine Schirrmacher,  {{Webarchiv|text=&amp;#039;&amp;#039;Der Abfall vom Islam&amp;#039;&amp;#039; |url=http://www.islaminstitut.de/uploads/media/Abfall.pdf |wayback=20160304055723}}; Christine Schirrmacher, {{Webarchiv | url=http://www.igfm.de/themen/scharia-islamisches-recht-und-menschenrechte/apostasie/wenn-muslime-christen-werden-glaubensabfall-und-todesstrafe-im-islam/ | wayback=20140513200455 | text=Wenn Muslime Christen werden - Glaubensabfall und Todesstrafe im Islam}}; Christine Schirrmacher, [https://www.efg-hohenstaufenstr.de/downloads/texte/islam_kreuzigung.html &amp;#039;&amp;#039;Kreuzigung und Erlösung im Islam&amp;#039;&amp;#039;]; Christine Schirrmacher, [https://www.igfm.de/?id=463 &amp;#039;&amp;#039;Die Scharia – Eine Einführung&amp;#039;&amp;#039;].&amp;lt;/ref&amp;gt;, auch in belletristischen Werken vielfältige Beachtung gefunden, so beispielsweise in Gedichten von [[Friedrich Rückert]] (1837&amp;lt;ref&amp;gt;Friedrich Rückert, [https://reader.digitale-sammlungen.de/resolve/display/bsb10130108.html &amp;#039;&amp;#039;Sieben Bücher morgenländischer Sagen und Geschichten&amp;#039;&amp;#039;], Stuttgart 1837, Bd. 2, S. 139 ff.&amp;lt;/ref&amp;gt;: &amp;#039;&amp;#039;Halladsch, der in Bagdad / War ein Wunderthäter […]&amp;#039;&amp;#039;), [[Muhammad Iqbal]] (1932&amp;lt;ref&amp;gt;Muhammad Iqbal, &amp;#039;&amp;#039;Persischer Psalter&amp;#039;&amp;#039;; ausgewählt und übersetzt von Annemarie Schimmel; Köln 1968; S. 128. Aus: Javidnameh,  جاوید نامہ , (Buch der Ewigkeit, 1932; ins Deutsche übersetzt von Annemarie Schimmel, München 1957).&amp;lt;/ref&amp;gt;: &amp;#039;&amp;#039;Halladsch. Der freie Geist, der Gut und Böse kennt […]&amp;#039;&amp;#039;) und [[Gerd Hergen Lübben]] (1966&amp;lt;ref&amp;gt;Gerd Hergen Lübben, &amp;#039;&amp;#039;5.5.1 : »À LA ALLAH« │FÜR ANNEMARIE&amp;#039;&amp;#039; Aus: Gerd Hergen Lübben, &amp;#039;&amp;#039;VERSIONEN III&amp;#039;&amp;#039;; 2014 / ISBN 9783955778354.&amp;lt;/ref&amp;gt;: &amp;#039;&amp;#039;abul-harith euer büttel tritt hin / vor al-halladsch und gibt ihm / eine ohrfeige so dass ihm / aus augen nase und mund das blut // in den grauen bart rinnt […]&amp;#039;&amp;#039;) sowie in der Tragödie &amp;#039;&amp;#039;Der Tod des Mystikers&amp;#039;&amp;#039; (1965&amp;lt;ref&amp;gt;Salah Abd as-Sabur, &amp;#039;&amp;#039;Der Tod des Mystikers&amp;#039;&amp;#039;; übersetzt aus dem Arabischen von Nagi Naguib und Stefan Reichmuth; Originaltitel: &amp;#039;&amp;#039;Ma`sat al-Hallağ&amp;#039;&amp;#039; (Arabisch / 1965); 1981 / ISBN 3922825052.&amp;lt;/ref&amp;gt;) des Stückeschreibers [[Salah Abd as-Sabur]] und in dem Roman &amp;#039;&amp;#039;Tod in Bagdad oder Leben und Sterben des Al-Halladsch&amp;#039;&amp;#039; (1997&amp;lt;ref&amp;gt;Wolfgang Günter Lerch, &amp;#039;&amp;#039;Tod in Bagdad oder Leben und Sterben des Al-Halladsch.&amp;#039;&amp;#039; Düsseldorf, Zürich 1997, ISBN 3-538-07050-4.&amp;lt;/ref&amp;gt;) von [[Wolfgang Günter Lerch]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei der [[Ouverture spirituelle]] der [[Salzburger Festspiele]] 2014 gelangten zwei Auftragswerke zu Leben und Werk von &amp;#039;&amp;#039;Al-Hallādsch&amp;#039;&amp;#039; zur Uraufführung:  das Chor-Orchesterwerk &amp;#039;&amp;#039;Seelenfäden&amp;#039;&amp;#039; des ägyptischen Komponisten [[Hossam Mahmoud]], welches die letzten Worte des Sufi-Meisters in Erinnerung ruft, mit denen dieser lächelnd in den Tod ging; und &amp;#039;&amp;#039;Al-Hallağ&amp;#039;&amp;#039;, ein Musikstück für großen Chor, vier Blechbläser und zwei Schlagzeuger von [[Samir Odeh-Tamimi]], das auf Gedichten des Mystikers und Betrachtungen über ihn beruht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Louis Massignon]]: &amp;#039;&amp;#039;Akhbar Al-Hallaj : recueil d&amp;#039;oraisons et d&amp;#039;exhortations du martyr mystique de l&amp;#039;Islam&amp;#039;&amp;#039;, édition J. Vrin, collection [[Études musulmanes]], 1975. Edition bilingue.&lt;br /&gt;
* [[Louis Massignon]]: &amp;#039;&amp;#039;Essai sur les Origines du Lexique technique de la mystique musulmane&amp;#039;&amp;#039;, éditions J. Vrin, Paris 1954.&lt;br /&gt;
* [[Louis Massignon]]: &amp;#039;&amp;#039;La passion d&amp;#039;al-Hosayn-Ibn-Mansour al-Hallaj, martyr mystique de l&amp;#039;Islam, exécuté à Baghdad le 26 mars 922. Étude d&amp;#039;histoire religieuse.&amp;#039;&amp;#039; 2 Bde. Paris: Geuthner 1922. – Erweiterte Neuausgabe in 4 Bänden. Paris: Gallimard 1975. – Neudruck Paris: Gallimard 2010, ISBN 9782070435913 (Band 1), ISBN 9782070435920 (Band 2), ISBN 9782070435937 (Band 3), ISBN 9782070435944 (Band 4). – Englische Übersetzung: &amp;#039;&amp;#039;The passion of al-Hallaj, Mystic and Martyr of Islam&amp;#039;&amp;#039;, übersetzt aus dem Französischen von Herbert Mason, 4 Bände, Princeton 1982.&lt;br /&gt;
* L. Massignon, L. Gardet: Art. &amp;quot;al-Ḥallā&amp;lt;u&amp;gt;dj&amp;lt;/u&amp;gt;&amp;quot; in [[The Encyclopaedia of Islam. New Edition]] Bd. III, S. 99b–104b.&lt;br /&gt;
* [[Annemarie Schimmel]]: &amp;#039;&amp;#039;Al-Halladsch – Märtyrer der Gottesliebe &amp;#039;&amp;#039; Leben und Legende, Ausgewählt, übersetzt und eingeleitet von Annemarie Schimmel, Verlag Jakob Hegner in Köln, 1968&lt;br /&gt;
* [[Annemarie Schimmel]]: &amp;#039;&amp;#039;Al-Halladsch: „O Leute, rettet mich vor Gott“&amp;#039;&amp;#039;, Herder, Freiburg im Breisgau / Basel / Wien 1985, ISBN 3-451-08240-3 (Neuausgabe als: &amp;#039;&amp;#039;Halladsch – „Oh Leute, rettet mich vor Gott“&amp;#039;&amp;#039; bei Chalice, Xanten 2017, ISBN 978-3-942914-18-5).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Wikiquote|Mansur al-Halladsch}}&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|118700987}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=118700987|LCCN=n/84/199035|VIAF=44299887}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Halladsch, al}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sufi]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hingerichtete Person (10. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hingerichtete Person nach historischem Staat oder Gebiet]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Perser]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 857]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 922]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Hallādsch, al-&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=الحلاج&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=persischer Sufi (islamischer Mystiker)&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=August 857&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=aṭ-Ṭūr, in der Provinz [[Fars]] im heutigen [[Iran]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=26. März 922&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Bagdad]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Stiller Zuhörer</name></author>
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