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	<title>Adjektiv - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Demo Wiki</subtitle>
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		<id>https://demowiki.knowlus.com/index.php?title=Adjektiv&amp;diff=8977&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Aka: /* Verbreitung in den Sprachen */ Tippfehler entfernt</title>
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		<updated>2025-07-09T21:41:46Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Verbreitung in den Sprachen: &lt;/span&gt; &lt;a href=&quot;/index.php?title=Benutzer:Aka/Tippfehler_entfernt&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;Benutzer:Aka/Tippfehler entfernt (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;Tippfehler entfernt&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Ein &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Adjektiv&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Eigenschaftswort&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist ein Wort, das ohne weiteres ein Substantiv modifizieren, d.&amp;amp;nbsp;h. als [[Attribut (Grammatik)|Attribut]] fungieren kann, unbeschadet der Möglichkeit, dass es noch andere Funktionen im Satz wahrnehmen kann. Typische Adjektive bezeichnen Eigenschaften wie ‚gut‘ und Zustände wie ‚nass‘.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Den Adjektiven vieler Sprachen sind folgende Funktionen gemeinsam:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
# Sie verbinden sich definitionsgemäß mit einem [[Substantiv#Semantische Klassifikation|appellativen Substantiv]] zu einer [[Exozentrische Konstruktion|endozentrischen Konstruktion]], wie in &amp;#039;&amp;#039;schneller Gepard&amp;#039;&amp;#039;. Das Adjektiv fungiert hier als Attribut.&lt;br /&gt;
# Sie bilden, oft mithilfe einer [[Kopula (Grammatik)|Kopula]], das [[Prädikat (Grammatik)|Prädikat]] eines Satzes, wie in &amp;#039;&amp;#039;der Gepard ist schnell&amp;#039;&amp;#039;. Das Adjektiv fungiert hier als [[Prädikativum#Prädikatsnomen|Prädikatsnomen]].&lt;br /&gt;
# Sie modifizieren ein Verb, wie in &amp;#039;&amp;#039;der Gepard läuft schnell&amp;#039;&amp;#039;. Das Adjektiv fungiert hier als [[adverbiale Bestimmung]].&amp;lt;ref&amp;gt;Kürschner: &amp;#039;&amp;#039;Grammatisches Kompendium&amp;#039;&amp;#039;. 4.&amp;amp;nbsp;Auflage. 2003, ISBN 3-8252-1526-1, S.&amp;amp;nbsp;135; ähnlich Bußmann: &amp;#039;&amp;#039;Lexikon der Sprachwissenschaft&amp;#039;&amp;#039;. 3.&amp;amp;nbsp;Auflage. 2002.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In einer allgemeinen Systematik der [[Wortart]]en kann das Adjektiv in eine mittlere Position zwischen Substantiv und Verb eingeordnet werden. Im Japanischen gibt es zwei Arten von Adjektiven, ein mehr substantivartiges und ein mehr verbartiges (s.&amp;amp;nbsp;u.). In Sprachen wie dem Lateinischen, wo das Adjektiv die meisten grammatischen Eigenschaften mit dem Substantiv teilt, kann es mit diesem unter dem Oberbegriff des [[Nomen]]s zusammengefasst werden. In solchen Sprachen kann das Adjektiv ähnlich wie ein Substantiv [[Deklination (Grammatik)|deklinieren]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Adjektiv kann mit dem Bezugsnomen in morphologischen Kategorien wie [[Genus]], [[Numerus]] und [[Kasus]] [[Kongruenz (Grammatik)|kongruieren]] und tut das oft in der ersten, manchmal auch in der zweiten obigen Funktion. In der dritten Funktion wird es in einigen Sprachen zum [[Adverb]] abgeleitet. Z.B. tritt in der italienischen Fassung des ersten und des zweiten Beispiels das Adjektiv &amp;#039;&amp;#039;veloce&amp;#039;&amp;#039; „schnell“ auf, in der des dritten Beispiels jedoch das Adverb &amp;#039;&amp;#039;velocemente&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Eigenschaft oder ein Zustand können in höherem oder geringerem Maße auf eine Entität zutreffen. Daher sind Adjektive im Allgemeinen durch Begriffe wie ‚mehr‘, ‚höchst‘ u.&amp;amp;nbsp;ä. modifizierbar. In einigen, insbesondere indogermanischen Sprachen ist diese Funktion in die morphologische Kategorie der [[Komparation]] umgesetzt: typische Adjektive sind steigerbar, wie &amp;#039;&amp;#039;schnell – schneller – am schnellsten.&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Begriff und Terminus ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Begriff des Adjektivs wurde zuerst für das Altgriechische geprägt. Der Terminus lautet bei [[Dionysios Thrax|Dionysius Thrax]] (2. Jh. v.Ch.; &amp;#039;&amp;#039;Tékhnē grammatikḗ&amp;#039;&amp;#039; § 14) {{grcS|[ὄνομα] ἐπίθετον|[ónoma] epítheton}} „hinzugefügtes Nomen“. Das Adjektiv fällt hier unter einen weiten Begriff von ‚Nomen‘, der u.&amp;amp;nbsp;a. noch Substantive, Pronomina und Zahlwörter umfasst. Die römischen Grammatiker übernehmen diesen Begriff des Nomens für das Lateinische; allerdings betrachtet erst Priscian (um 500 n.Ch.; &amp;#039;&amp;#039;Institutio de arte grammatica&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;GL&amp;#039;&amp;#039; 2: 58) das [&amp;#039;&amp;#039;nomen&amp;#039;&amp;#039;] &amp;#039;&amp;#039;adiectivum&amp;#039;&amp;#039;, ebenfalls „beigefügtes [Nomen]“, als eine eigene Klasse von Nomen, genauer: als eine Art von &amp;#039;&amp;#039;nomen appellativum&amp;#039;&amp;#039;. Erst in Grammatiken moderner europäischer Sprachen gilt das Adjektiv als eigene Wortart neben dem Substantiv.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Schulgrammatik wird das Adjektiv auch Eigenschaftswort oder Beiwort genannt, in der [[Grundschule]] auch Wiewort („Wie ist etwas?“).  Allerdings kann das Adjektiv nicht definiert werden als ein Wort, das eine Eigenschaft bezeichnet. Denn nicht nur Adjektive wie &amp;#039;&amp;#039;schön&amp;#039;&amp;#039;, sondern auch Substantive wie &amp;#039;&amp;#039;Schönheit&amp;#039;&amp;#039; bezeichnen eine Eigenschaft. Überdies gibt es Sprachen, in denen Eigenschaften ausschließlich durch Substantive oder durch Verben bezeichnet werden (s.&amp;amp;nbsp;u.).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der eingangs gegebenen Definition ist die Bedingung „ohne weiteres“ wichtig. Wenn man sie fallen lässt, können Wörter vieler Wortarten als Attribut fungieren. Z.B. lässt sich von dem Verb &amp;#039;&amp;#039;laufen&amp;#039;&amp;#039; das Partizip &amp;#039;&amp;#039;laufend&amp;#039;&amp;#039; bilden, und dieses ist Attribut in &amp;#039;&amp;#039;laufendes Verfahren&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Adjektiv und Adverb ==&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|Adverb}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der traditionellen Wortartenlehre werden die [[Wortart]]en Adjektiv und Adverb (Umstandswort) unterschieden. Adverbien werden nie [[Flexion|flektiert]], gelegentlich aber [[#Steigerung (Komparation)|gesteigert]]. Vereinzelt werden Adverbien von Adjektiven nicht als Kategorie unterschieden, sondern als „Adjektive im weiteren Sinn“ zusammengefasst.&amp;lt;ref&amp;gt;Nach Ulrich: &amp;#039;&amp;#039;Linguistische Grundbegriffe.&amp;#039;&amp;#039; 5.&amp;amp;nbsp;Auflage. 2002; Wortart von [[Hans Glinz|Glinz]], siehe aber hier [[Wortart]].&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Adjektive können in allen drei oben genannten Funktionen auftreten. Für Adverbien ist die dritte Funktion primär. Die erste und zweite Funktion können sie in vielen Sprachen gar nicht oder sonst unter anderen Bedingungen als Adjektive einnehmen. Z.B. steht in &amp;#039;&amp;#039;das Fest heute&amp;#039;&amp;#039; das attributive Adverb hinter dem Substantiv, in &amp;#039;&amp;#039;das heutige Fest&amp;#039;&amp;#039; das attributive Adjektiv jedoch vor dem Substantiv.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Das Adjektiv in der deutschen Sprache ==&lt;br /&gt;
In der [[Deutsche Grammatik|deutschen Grammatik]] lassen sich Adjektive durch folgende morphologische Eigenschaften von anderen Wortarten unterscheiden:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
# Adjektive haben kein festes [[Genus]], sondern treten je nach Bezug mit unterschiedlichem Genus auf (Abgrenzung zu Substantiven).&lt;br /&gt;
# Adjektive werden dekliniert (Abgrenzung zu nicht-deklinierbaren Wortarten wie [[Adverb]]ien usw.).&lt;br /&gt;
# Adjektive lassen sich steigern (Abgrenzung zu [[Pronomen]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Allerdings gibt es neben den typischen Adjektiven, die alle drei Eigenschaften haben, auch solche, die nicht dekliniert oder gesteigert werden; s.&amp;amp;nbsp;u. Diese sind nach syntaktischen Kriterien nichtsdestoweniger auch Adjektive.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Formenlehre ===&lt;br /&gt;
==== Beugung (Flexion) ====&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|Deutsche Deklination #Artikelwörter und Adjektive}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Adjektive können ihrer Form nach verändert (gebeugt, flektiert, d.&amp;amp;nbsp;h. hier [[Deklination (Grammatik)|dekliniert]]) werden. Sie flektieren nach Genus, [[Kasus]], [[Numerus]] und [[Determination (Linguistik)|Determiniertheit]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Flexion nach Determiniertheit ist typisch für viele germanische Sprachen. In der traditionellen Grammatik, die sich stark am Modell des Lateinischen orientiert, wurde sie oft vernachlässigt, denn das Lateinische kennt keine Determiniertheit. Die Flexion nach Determiniertheit äußert sich darin, dass Adjektive in bestimmten [[Nominalphrase]]n andere Endungen erhalten als in unbestimmten. Bei jedem Adjektiv gibt es also zwei Formen von Endungen, nämlich starke und schwache, wobei manche Grammatiken mit der gemischten Flexion ein zusätzliches, drittes Paradigma veranschlagen.&lt;br /&gt;
* [[Beispiel]]: (stark:) &amp;#039;&amp;#039;heißer Ofen;&amp;#039;&amp;#039; (gemischt:) &amp;#039;&amp;#039;ein heißer Ofen;&amp;#039;&amp;#039; (schwach:) &amp;#039;&amp;#039;der heiße Ofen&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Steigerung (Komparation) ====&lt;br /&gt;
Die meisten Adjektive der deutschen Sprache können gesteigert werden. Dieser Vorgang heißt [[Komparation]]:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Positiv (Grammatik)|Positiv]]: &amp;#039;&amp;#039;schön&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* [[Komparativ]]: &amp;#039;&amp;#039;schöner&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* [[Superlativ]]: &amp;#039;&amp;#039;am schönsten&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das geht auch mit [[substantiviert]]en Adjektiven: der/die/das Schöne, Schönere, Schönste.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es gibt auch Adjektive, bei denen zum Steigern der [[Wortstamm]] gewechselt wird:&lt;br /&gt;
* gut, besser, am besten;&lt;br /&gt;
* viel, mehr, am meisten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Viele Fremdwörter und entlehnte Farbbezeichnungen, etwa &amp;#039;&amp;#039;rosa,&amp;#039;&amp;#039; können weder dekliniert noch gesteigert werden (unveränderliche Adjektive). Andere Adjektive, etwa Bezeichnungen absoluter Eigenschaften wie &amp;#039;&amp;#039;schwanger, tot&amp;#039;&amp;#039; ([[Absolutadjektiv]]e) können zwar dekliniert, jedoch nicht gesteigert werden. Hingegen können Farbbezeichnungen wie &amp;#039;&amp;#039;blau&amp;#039;&amp;#039; auch gesteigert werden, da sie keine absolute Eigenschaft beschreiben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abstufungen der Eigenschaften können manchmal auch mit Hilfswörtern erreicht werden (besonders häufig kommt das in Form der quasi-adverbialen Qualifizierung adjektivischer [[Partizip]]ien vor). Außer einer Verstärkung der Eigenschaften lässt sich so auch eine Abschwächung erreichen: &amp;#039;&amp;#039;mehr offenbar, am meisten gehört, weniger bedeutsam, besonders nichtssagend, voller geformt, am weitesten oben, am stärksten verbrannt, stärker orange, schwächer grün, am wenigsten sauber&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Dialekten und in der [[Umgangssprache]] werden auch sonst nicht komparierbare Wörter gesteigert oder Adverbien als Adjektive gebraucht: &amp;#039;&amp;#039;rosa – rosaner&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Andere Sprachen kennen auch den [[Elativ]] (auch „absoluter Superlativ“) als weitere Steigerungsstufe, der jedoch keinen Vergleich ausdrückt und im Deutschen mit „sehr“, „äußerst“, „höchst“ usw. umschrieben wird. Im [[Italienische Sprache|Italienischen]] wird er, ebenso wie der Superlativ, mit dem [[Morphem]] &amp;#039;&amp;#039;-issim-&amp;#039;&amp;#039; gebildet. Z.&amp;amp;nbsp;B. &amp;#039;&amp;#039;bellissimo&amp;#039;&amp;#039;: Wenn als Superlativ verwendet ‚der schönste‘, wenn als Elativ verwendet ‚sehr schön‘, ‚am allerschönsten‘. Ob die Form als Superlativ oder als Elativ aufzufassen ist, erschließt sich nur durch den Kontext. Siehe dazu auch den Abschnitt &amp;#039;&amp;#039;Intensivierende Komposita&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Satzlehre ===&lt;br /&gt;
==== Syntaktische Funktion ====&lt;br /&gt;
Die Wortart &amp;#039;&amp;#039;Adjektiv&amp;#039;&amp;#039; ist unabhängig von ihrer syntaktischen Funktion.&amp;lt;ref&amp;gt;Kessel/Reimann: &amp;#039;&amp;#039;Basiswissen Deutsche Gegenwartssprache&amp;#039;&amp;#039; 2005, ISBN 3-8252-2704-9, S.&amp;amp;nbsp;64.&amp;lt;/ref&amp;gt; Das Adjektiv kann [[Syntax|syntaktisch]] in vier Verwendungen vorkommen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Attribut (Grammatik)|attributiv]] (&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Adjektivattribut&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;) – Beifügung zu einem [[Substantiv]] oder Adjektiv: „Sie hatte &amp;#039;&amp;#039;braune&amp;#039;&amp;#039; Augen.“&lt;br /&gt;
* [[Prädikativum|prädikativ]] – in Verbindung mit &amp;#039;&amp;#039;sein&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;werden&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;bleiben&amp;#039;&amp;#039; und wenigen ähnlichen [[Verb]]en: „Er war &amp;#039;&amp;#039;neugierig&amp;#039;&amp;#039;. Er blieb immer &amp;#039;&amp;#039;freundlich&amp;#039;&amp;#039;.“&lt;br /&gt;
* als [[Prädikativum|freie Prädikativa]] – zum Subjekt oder zum Objekt in Verbindung mit anderen Verben: „Italiener trinken den Kaffee &amp;#039;&amp;#039;schwarz&amp;#039;&amp;#039;“ (Der Kaffee ist schwarz), „Wir fahren &amp;#039;&amp;#039;fröhlich&amp;#039;&amp;#039; nach Hause“ (Wir sind fröhlich).&lt;br /&gt;
* [[Adverbiale Bestimmung#Untergruppe: Situationsadverbiale|modal-adverbial]]: „Sie singt &amp;#039;&amp;#039;schön&amp;#039;&amp;#039;.“ (Die Art und Weise, wie sie singt – &amp;#039;&amp;#039;schön&amp;#039;&amp;#039; bezieht sich auf &amp;#039;&amp;#039;singen&amp;#039;&amp;#039;.)&lt;br /&gt;
* [[Adverbiale Bestimmung#Untergruppe: Satzadverbiale|satz-adverbial]]: „Er weint &amp;#039;&amp;#039;schnell&amp;#039;&amp;#039;.“ (Es kommt schnell dazu, dass er weint – &amp;#039;&amp;#039;schnell&amp;#039;&amp;#039; ist hier keine Angabe der Art und Weise zum Verb „weinen“.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Satzstellung ====&lt;br /&gt;
Im Deutschen können „nur Adjektive zwischen definitem Artikel und Substantiv stehen“&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Duden – Die Grammatik.&amp;#039;&amp;#039; 7.&amp;amp;nbsp;Auflage. 2005, ISBN 3-411-04047-5, Rn.&amp;amp;nbsp;457.&amp;lt;/ref&amp;gt; – sofern Grundzahl- und Ordnungs[[zahlwörter]] als Adjektive angesehen werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Semantik ===&lt;br /&gt;
==== Semantische Funktion ====&lt;br /&gt;
Adjektive werden in [[semantisch]]er Hinsicht&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. auch [[Manfred Bierwisch]]: &amp;#039;&amp;#039;Some semantic universals of German adjectives.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Foundations of Language.&amp;#039;&amp;#039; Band 3, 1967, S. 1–36.&amp;lt;/ref&amp;gt; unterschiedlich eingeteilt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Verbreitet&amp;lt;ref&amp;gt;Duden: &amp;#039;&amp;#039;Rechtschreibung und Grammatik – leicht gemacht.&amp;#039;&amp;#039; 2007, S.&amp;amp;nbsp;166. &amp;#039;&amp;#039;Duden - Die Grammatik&amp;#039;&amp;#039;. 7.&amp;amp;nbsp;Auflage. 2005, ISBN 3-411-04047-5, Rn.&amp;amp;nbsp;459. Ulrich: &amp;#039;&amp;#039;Linguistische Grundbegriffe.&amp;#039;&amp;#039; 5.&amp;amp;nbsp;Auflage. 2002; Adjektiv referiert eine andere Einteilung von Brinkmann in: Orientierungswörter (Raum, Zeit, Herkunft, Stoff); Eindruckswörter (silbrig); Eigenschaftswörter (mutig); Wertwörter (erstklassig); Eignungswörter (trinkbar); Verhaltenswörter (weinend).&amp;lt;/ref&amp;gt; ist die Einteilung in&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Eigenschaftswörter&amp;#039;&amp;#039; (im engeren Sinn) (auch: &amp;#039;&amp;#039;qualifizierende Adjektive&amp;#039;&amp;#039;);&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Beziehungsadjektive&amp;#039;&amp;#039; (auch: &amp;#039;&amp;#039;relationale Adjektive&amp;#039;&amp;#039;);&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;[[Zahladjektiv]]e&amp;#039;&amp;#039; (auch: &amp;#039;&amp;#039;quantifizierende Adjektive&amp;#039;&amp;#039;).&lt;br /&gt;
* Expressive Adjektive wie z.&amp;amp;nbsp;B. &amp;#039;&amp;#039;verdammt&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;verflixt&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref&amp;gt;{{cite journal |last=Bross |first=Fabian |date=2021 |title=On the interpretation of expressive adjectives: pragmatics or syntax?|journal=Glossa. A Journal of General Linguistics |volume=6 |issue=1 |pages=1–13 |doi=10.5334/gjgl.1214}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Stellung im deutschen Wortschatz ====&lt;br /&gt;
Adjektive machen etwa ein Sechstel des gesamten deutschen Wortschatzes aus. Die meisten leiten sich aus [[Substantiv]]en &amp;#039;&amp;#039;(sprunghaft, fleißig, ruhig, geschickt, ekstatisch, [[arthritis]]ch)&amp;#039;&amp;#039;, [[Verb]]en &amp;#039;&amp;#039;(kichernd, klebrig)&amp;#039;&amp;#039; und [[Präposition]]en &amp;#039;&amp;#039;(äußer, hinter, inner, ober, unter, vorder)&amp;#039;&amp;#039; ab oder entstehen durch Zusammensetzungen von Adjektiv und …&lt;br /&gt;
* anderen Adjektiven &amp;#039;&amp;#039;(lautstark)&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* Substantiven &amp;#039;&amp;#039;(schwungvoll, bildschön)&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* Verben &amp;#039;&amp;#039;(laufstark)&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* [[Suffix]]en wie &amp;#039;&amp;#039;-bar, -haft, -ig, -isch, -lich, -los, -sam, -en, -ern&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* [[Präfix]]en &amp;#039;&amp;#039;(be-, ge-, un-)&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abgesehen von den [[Farbe]]n &amp;#039;&amp;#039;(blau, blond, braun, gelb, grau, grün, rot, schwarz, weiß)&amp;#039;&amp;#039; und verschiedenen&amp;lt;!--kurzen &amp;lt;&amp;lt; warum kurz? Was ist mit &amp;quot;eloquent, virulent, polychrom …&amp;quot; ? --&amp;gt; [[Fremdwort|Fremd-]] und [[Lehnwort|Lehnwörtern]] &amp;#039;&amp;#039;(aktiv, beige, cool, fair, fidel, fix, fit, kaputt, krude, lax, lila, pink, prüde, pur, quitt, rosa, schick, simpel, super)&amp;#039;&amp;#039; gibt es nur etwa 250 „primäre“ (eigenständige) Adjektive im Deutschen, darunter:&lt;br /&gt;
* albern alt arg arm bang(e) bar barsch bieder bitter blank blass blind blöd(e) bloß bös(e) brach brav breit bunt derb deutsch dicht dick doof drall dreist dünn dürr düster dumm dumpf dunkel eben echt edel eigen eitel elend eng ernst fad(e) fahl falsch faul feig(e) fein feist fern fesch fest fett feucht fies finster firn flach flau flink flott forsch frech frei fremd froh fromm früh ganz gar geil gell glatt gleich gram greis(e) grell grimm grob groß gut halb hager harsch hart hehr heikel heil heiser heiß heiter hell(e) herb hoch/hoh hohl hold hübsch irr(e) jäh jung kahl kalt karg keck kess keusch kirre klamm klar klein klug knapp krank krass kraus krumm kurz kühl kühn lahm lang lasch lau laut lauter leck lecker leer leicht leise licht lieb lind link locker los(e) mager matt mau mies mild(e) morsch müde mürb(e) munter nackt nah(e) nass nett neu nieder öd(e) offen plan platt pleite plump prall rank rar rasch rau recht rege reich reif rein roh rüde rund sacht sanft satt sauber sauer schade schal scharf scheel scheu schief schier schlaff schlank schlapp schlau schlecht schlicht schlimm schmal schmuck schnell schnöde schön schofel schräg schrill schroff schütter schwach schwanger schwer schwül schwul seicht selten sicher siech spät spitz spröde stark starr stet steif steil stier still stolz straff stramm streng stumm stumpf stur süß tapfer taub teuer tief toll tot träg(e) traut treu trocken trüb(e) tumb übel viel voll wach wacker wahr warm weh weich weise weit welk welsch wert wild wirr wund wüst zäh zahm zart&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Komposita ===&lt;br /&gt;
Wie bei Substantiven sind auch bei Adjektiven [[Komposition (Grammatik)|Komposita]] möglich, etwa &amp;#039;&amp;#039;dummdreist, nasskalt, süßsauer, taubstumm&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Spezifizierende Komposita ====&lt;br /&gt;
Spezifizierende Komposita grenzen die Grund[[bedeutung]] ein: &amp;#039;&amp;#039;himmelblau&amp;#039;&amp;#039; spezifiziert das Grundadjektiv &amp;#039;&amp;#039;blau&amp;#039;&amp;#039;, nämlich: &amp;#039;&amp;#039;so blau wie der Himmel&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Intensivierende Komposita ====&lt;br /&gt;
Besonders interessant für die deutsche und für die englische Sprache sind intensivierende Komposita: So bedeutet &amp;#039;&amp;#039;mordslustig&amp;#039;&amp;#039; nicht etwa &amp;#039;&amp;#039;so lustig wie ein Mord&amp;#039;&amp;#039;, sondern &amp;#039;&amp;#039;sehr lustig&amp;#039;&amp;#039;. Zu diesem Typus von adjektivischen Komposita gehören zahllose [[Idiomatik|idiomatische]] Intensivierungen wie &amp;#039;&amp;#039;blutjung&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;kreuzfidel&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;spottbillig&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;sturmfrei&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;vogelfrei&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;stockbesoffen&amp;#039;&amp;#039;. Englische Beispiele sind &amp;#039;&amp;#039;dog-tired&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;stock-still&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;stone-deaf&amp;#039;&amp;#039;. Da intensivierende Elemente in der Sprache immer auch der Abnutzung unterliegen, sind auch Komposita aus drei oder mehr Elementen entstanden: &amp;#039;&amp;#039;[[fuchsteufelswild]]&amp;#039;&amp;#039; (3), &amp;#039;&amp;#039;kohlpechrabenschwarz&amp;#039;&amp;#039; (4), &amp;#039;&amp;#039;mucksmäuschenstill&amp;#039;&amp;#039; (3).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Wandelbare Komposita ====&lt;br /&gt;
Manche Komposita können sowohl spezifizierend/semantisch als auch intensivierend/idiomatisch auftreten. So gibt es durchaus &amp;#039;&amp;#039;steinreiche Alpwiesen&amp;#039;&amp;#039; (spezifizierend/semantisch, &amp;#039;&amp;#039;Alpwiesen, die reich an Steinen sind&amp;#039;&amp;#039;) und &amp;#039;&amp;#039;steinreiche Menschen&amp;#039;&amp;#039; (intensivierend/idiomatisch, &amp;#039;&amp;#039;Menschen, die sehr reich sind&amp;#039;&amp;#039;). Welcher Fall jeweils vorliegt, kann durch eine prädikative Stellung analysiert werden: In &amp;#039;&amp;#039;Die Alpwiese ist steinreich&amp;#039;&amp;#039; liegt die [[Wortakzent|Betonung]] auf &amp;#039;&amp;#039;stein&amp;#039;&amp;#039;, während sie in &amp;#039;&amp;#039;Der Mensch ist steinreich&amp;#039;&amp;#039; sowohl auf &amp;#039;&amp;#039;stein&amp;#039;&amp;#039; als auch auf &amp;#039;&amp;#039;reich&amp;#039;&amp;#039; liegt.&amp;lt;ref&amp;gt;Fabian Berz: &amp;#039;&amp;#039;Der Kompositionstypus „steinreich“.&amp;#039;&amp;#039; Diss. Bern 1953.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Leonhard Lipka: &amp;#039;&amp;#039;Wasserdicht und grasgrün.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Muttersprache, Zeitschrift zur Pflege und Erforschung der deutschen Sprache.&amp;#039;&amp;#039; Bibliographisches Institut, Mannheim 1967.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Weitere Bedeutungen in der Wortfamilie ===&lt;br /&gt;
==== Adjektivierung ====&lt;br /&gt;
Eine [[Adjektivierung]] ist die [[Derivation (Linguistik)|Ableitung]] eines Adjektivs aus einer anderen Wortart: &amp;#039;&amp;#039;hölzern&amp;#039;&amp;#039; (zum Substantiv &amp;#039;&amp;#039;Holz&amp;#039;&amp;#039;), &amp;#039;&amp;#039;lächerlich&amp;#039;&amp;#039; (zum Verb &amp;#039;&amp;#039;lachen&amp;#039;&amp;#039;).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Adjektiv und adjektivisch ====&lt;br /&gt;
Das von dem hier behandelten Substantiv &amp;#039;&amp;#039;Adjektiv&amp;#039;&amp;#039; abgeleitete Adjektiv lautet &amp;#039;&amp;#039;adjektivisch&amp;#039;&amp;#039;. Daneben existiert im Deutschen das Adjektiv &amp;#039;&amp;#039;adjektiv&amp;#039;&amp;#039;, das mit diesem Begriff nichts zu tun hat, sondern „beigefügt, zum Beifügen geeignet“ bedeutet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Orthografie ===&lt;br /&gt;
Im Deutschen werden Adjektive kleingeschrieben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Großschreibung|Ausnahmen]] von dieser Regel betreffen substantivierte Adjektive (Beispiel: &amp;#039;&amp;#039;im Trüben fischen&amp;#039;&amp;#039;) sowie Adjektive, die Bestandteile von Eigennamen &amp;#039;&amp;#039;(der Alte Fritz),&amp;#039;&amp;#039; von Titeln und Ehrenbezeichnungen &amp;#039;&amp;#039;(Königliche Hoheit),&amp;#039;&amp;#039; von besonderen Kalendertagen &amp;#039;&amp;#039;(der Erste Mai)&amp;#039;&amp;#039; oder von fachsprachlichen Bezeichnungen der Zoologie &amp;#039;&amp;#039;(Schwarze Witwe),&amp;#039;&amp;#039; der Botanik &amp;#039;&amp;#039;(Fleißiges Lieschen)&amp;#039;&amp;#039; oder der Theologie sind &amp;#039;&amp;#039;(das Jüngste Gericht)&amp;#039;&amp;#039;. In einigen weiteren Sonderfällen kann der Schreibende Adjektive nach eigenem Ermessen groß- oder kleinschreiben (Beispiele: &amp;#039;&amp;#039;Der Arzt leistet erste/Erste Hilfe. Wir verurteilen die Sanktionen aufs schärfste/Schärfste. Sie versucht es von neuem/Neuem.&amp;#039;&amp;#039;).&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;[[wikt:Verzeichnis:Deutsch/Rechtschreibung/Groß- und Kleinschreibung von Adjektiven|Groß- und Kleinschreibung von Adjektiven]]&amp;#039;&amp;#039; ([[Wiktionary]])&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine weitere Ausnahme stellen von [[Toponomastik|geografischen Objekten]] abgeleitete Wörter dar, die auf &amp;#039;&amp;#039;-er&amp;#039;&amp;#039; enden und nicht deklinierbar sind (z.&amp;amp;nbsp;B. &amp;#039;&amp;#039;Elsässer&amp;#039;&amp;#039;). Diese werden nach der traditionellen und neuen Rechtschreibung mit großem Anfangsbuchstaben geschrieben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Beispiel: „Zu schreiben, dass Schweizer Kantonssparkassen größer sind als deutsche Banken, aber der schweizerische Staat kleiner ist als ein Luxemburger Bauernhof, ist nur orthographisch richtig.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Das Adjektiv in anderen Sprachen ==&lt;br /&gt;
=== Englisch ===&lt;br /&gt;
Auch im [[Englische Sprache|Englischen]] kann das Adjektiv als Attribut zu einem Substantiv treten &amp;#039;&amp;#039;({{lang|en|He is a clever boy}})&amp;#039;&amp;#039; oder als Teil der Satzaussage, als Prädikatsnomen, stehen &amp;#039;&amp;#039;({{lang|en|He is clever}})&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das [[Adverb]] kann den Begriff eines Wortes (eines [[Verb]]s &amp;#039;&amp;#039;({{lang|en|He quickly ran}})&amp;#039;&amp;#039;, Adjektivs &amp;#039;&amp;#039;({{lang|en|He is seriously crazy}})&amp;#039;&amp;#039;, Adverbs &amp;#039;&amp;#039;({{lang|en|He plays very well}})&amp;#039;&amp;#039; oder Substantivs &amp;#039;&amp;#039;({{lang|en|He is only a beginner}})&amp;#039;&amp;#039;) oder auch eines ganzen Satzes &amp;#039;&amp;#039;({{lang|en|Perhaps we shall go}})&amp;#039;&amp;#039; näher bestimmen.&amp;lt;ref&amp;gt;Röhr, Bartels: &amp;#039;&amp;#039;The English Companion’s Modern Grammar&amp;#039;&amp;#039;. 7.&amp;amp;nbsp;Auflage. 1969, Rn.&amp;amp;nbsp;127&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Englische Adjektive werden nicht [[Flexion|flektiert]] (nach Fall, Zahl oder Geschlecht gebeugt), können aber [[Komparation|gesteigert]] werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Spanisch ===&lt;br /&gt;
Im [[Spanische Sprache|Spanischen]] kongruiert das Adjektiv mit seinem Bezugsnomen,&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=José Vera Morales |Titel=Spanische Grammatik |Verlag=Oldenbourg Verlag |Ort=München |Datum=1995 |Seiten=114}}&amp;lt;/ref&amp;gt; d.&amp;amp;nbsp;h., Genus und Numerus des Adjektivs richten sich nach dem Substantiv.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anders als im Deutschen, stehen die spanischen Adjektive in der Regel nach dem Substantiv, auf das sie sich beziehen. Es gibt jedoch einige wichtige Ausnahmen, in denen das Adjektiv dem Substantiv vorangestellt werden kann. Es gibt keine eindeutige Regel, welche Adjektive voran- und welche nachgestellt werden müssen, in vielen Fällen ist beides möglich. Die Voranstellung des Adjektivs im Spanischen kann eine [[stil]]istische Wirkung haben, dies drückt die besondere Intentionalität und subjektive Betrachtungsweise aus.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Jacques de Bruyne |Titel=Spanische Grammatik |Verlag=Niemeyer Verlag |Ort=Tübingen |Datum=2002 |Seiten=105}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In manchen Fällen wird die Stellung des Adjektivs durch das [[Sprachebene|Register]] bedingt: Der Ausdruck &amp;#039;&amp;#039;la primera vez&amp;#039;&amp;#039; „das erste Mal“ gehört der gesprochenen Sprache an, während &amp;#039;&amp;#039;la vez primera&amp;#039;&amp;#039; der Schriftsprache zugeordnet wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es sind fünf syntaktische Funktionen (vgl. eingangs) bekannt:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
# &amp;#039;&amp;#039;Adyacente&amp;#039;&amp;#039; eines Substantivs – „&amp;#039;&amp;#039;buen&amp;#039;&amp;#039; libro &amp;#039;&amp;#039;grande&amp;#039;&amp;#039;“ (gutes, großes Buch)&lt;br /&gt;
# &amp;#039;&amp;#039;Atributo&amp;#039;&amp;#039; eines Substantivs durch ein Kopulativverb – „Pedro es, está o parece &amp;#039;&amp;#039;sano&amp;#039;&amp;#039;“ (Pedro ist/scheint gesund)&lt;br /&gt;
# &amp;#039;&amp;#039;Complemento predicativo&amp;#039;&amp;#039; (prädikative [[Ergänzung]]) – „la mujer llegó &amp;#039;&amp;#039;cansada&amp;#039;&amp;#039;“ (Die Frau kam müde an)&lt;br /&gt;
# &amp;#039;&amp;#039;Núcleo&amp;#039;&amp;#039; (Kern) eines &amp;#039;&amp;#039;sintagma adjetivo&amp;#039;&amp;#039; (adjektivischen [[Syntagma]]s) – „Muy &amp;#039;&amp;#039;próximo&amp;#039;&amp;#039; al barrio“ (sehr nahe am Viertel)&lt;br /&gt;
# &amp;#039;&amp;#039;Núcleo&amp;#039;&amp;#039; eines &amp;#039;&amp;#039;sintagma preposicional&amp;#039;&amp;#039; ([[Proposition (Linguistik)|propositionalen]] Syntagmas) – „Lo acusaron por &amp;#039;&amp;#039;tonto&amp;#039;&amp;#039;“ (Sie erklärten ihn für dumm)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die deutsche (und ähnlich die englische) Grammatikschreibung einerseits und die romanische inkl. spanische andererseits unterscheiden sich in der Terminologie bzgl. der ersten und zweiten syntaktischen Funktion. Die erste heißt in der deutschen Grammatikschreibung &amp;#039;&amp;#039;attributiv&amp;#039;&amp;#039;, in der spanischen &amp;#039;&amp;#039;adyacente&amp;#039;&amp;#039;; die zweite heißt in der deutschen &amp;#039;&amp;#039;prädikativ&amp;#039;&amp;#039;, in der spanischen &amp;#039;&amp;#039;(función) atributiva&amp;#039;&amp;#039; [sic!].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Siehe auch|Spanische Grammatik#Adjektiv|titel1=„Adjektiv“ im Artikel Spanische Grammatik}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Latein ===&lt;br /&gt;
Im Lateinischen kann das Adjektiv gesteigert werden. Es dekliniert nach Genus, Numerus und Kasus und kongruiert in diesen Kategorien mit seinem Bezugsnomen (z.&amp;amp;nbsp;B. {{lang|la|&amp;#039;&amp;#039;Puer magnus est&amp;#039;&amp;#039;}} „Der Junge ist groß“). Diese KNG-Kongruenz signalisiert die syntaktische Beziehung zwischen ihnen und erlaubt es, das Adjektiv in der Wortstellung vom zugehörigen Substantiv zu trennen (z.&amp;amp;nbsp;B. {{lang|la|&amp;#039;&amp;#039;magna cum laude&amp;#039;&amp;#039;}} „mit großem Lob“). Diese Erscheinung, die auch mit anderen eigentlich zusammengehörigen Satzteilen möglich ist, wird [[Hyperbaton]] genannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Japanisch ===&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|Japanische Grammatik#Adjektive}}&lt;br /&gt;
Das Japanische kennt zwei Formen von Adjektiven:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Verbal flektierende Adjektive (keiyōshi 形容詞 oder i-keiyōshi), die meist altjapanischen Ursprungs sind und in der Wörterbuchform (finites und adnominales Präsens) auf -i enden. Die Flexion dieser Wortgruppe ähnelt zwar in vielen Punkten denen von Verben (insbesondere bilden diese Tempora, eine Verneinungs- und eine [[Konverb]]-Form, aber keinen Imperativ), wobei allerdings die Bildungsweise von der der Verben abweicht.&lt;br /&gt;
* Nichtflektierende Nominaladjektive (keiyōdōshi 形容動詞 oder na-keiyōshi), die meist anderssprachigen (vor allem chinesischen oder englischen) Ursprungs sind und nominal mit der Adjektiv-Partikel &amp;#039;&amp;#039;na&amp;#039;&amp;#039; (seltener auch &amp;#039;&amp;#039;no&amp;#039;&amp;#039; Genitiv), adverbial mit der Partikel &amp;#039;&amp;#039;ni&amp;#039;&amp;#039; (Dativ) stehen. Nominaladjektive verhalten sich weitgehend wie Nomina und müssen daher auch wie diese als Prädikat mit einer Kopula wie &amp;#039;&amp;#039;da&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;desu&amp;#039;&amp;#039; verbalisiert werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Verbreitung in den Sprachen ===&lt;br /&gt;
Die beiden Wortarten [[Substantiv]] und [[Verb]] sind in den allermeisten Sprachen vorhanden. Aber während alle Sprachen Wörter haben, die Eigenschaften wie ‚groß‘, ‚alt‘, ‚gut‘ bezeichnen, bilden solche Wörter nicht in allen Sprachen eine eigene Wortart. Mehrere Sprachen haben nur eine kleine und geschlossene Klasse von Adjektiven. Das [[Igbo (Sprache)|Igbo]] (Niger-Kongo, Zentralafrika) hat nur die Adjektive ‚groß‘, ‚klein‘, ‚gut‘, ‚schlecht‘, ‚alt‘, ‚neu‘, ‚weiß‘, ‚schwarz‘. Andere Sprachen haben überhaupt keine Adjektive. Im Warrungu (Pama-Nyunga, Australien) werden Eigenschaften durch Substantive (etwa wie ‚Schöner‘ oder ‚Schönheit‘) bezeichnet. Im Wayãpi (Tupi-Guaraní, Französisch-Guyana und Brasilien) und Bororo (Macro-Jê, Brasilien) werden Eigenschaften und Zustände durch stative Verben (etwa wie ‚grünen‘) bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Adjektivphrase]]&lt;br /&gt;
* [[Indefinitpronomen]]&lt;br /&gt;
* [[Zahlwort #Unbestimmte Zahlwörter]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[R. M. W. Dixon]]: &amp;#039;&amp;#039;Where Have All the Adjectives Gone?&amp;#039;&amp;#039; De Gruyter, Berlin 1982.&lt;br /&gt;
* [[Franz Hundsnurscher]], [[Jochen Splett]]: &amp;#039;&amp;#039;Semantik der Adjektive des Deutschen. Analyse der semantischen Relationen.&amp;#039;&amp;#039; Westdt. Verlag, Opladen 1982 (=&amp;amp;nbsp;&amp;#039;&amp;#039;Forschungsberichte des Landes Nordrhein-Westfalen.&amp;#039;&amp;#039; Band 3137).&lt;br /&gt;
* Ilja Kirschbaum: &amp;#039;&amp;#039;Schrecklich nett und voll verrückt: Muster der Adjektiv-Intensivierung im Deutschen.&amp;#039;&amp;#039; Dissertation an der Universität Düsseldorf, 2002.&lt;br /&gt;
* Rudi Keller, Ilja Kirschbaum: &amp;#039;&amp;#039;Bedeutungswandel. Eine Einführung.&amp;#039;&amp;#039; De Gruyter, Berlin 2003, ISBN 978-3-11-017667-4.&lt;br /&gt;
* Christian Lehmann: &amp;#039;&amp;#039;Adjective and attribution – Category and operation.&amp;#039;&amp;#039; In: Carolin Baumann, Viktória Dabóczi, Sarah Hartlmaier (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Adjektive – Grammatik, Pragmatik, Erwerb.&amp;#039;&amp;#039; W. de Gruyter, Berlin etc. 2018 (=&amp;amp;nbsp;&amp;#039;&amp;#039;Germanistische Linguistik.&amp;#039;&amp;#039; Band 313), S. 13–76 ([https://www.researchgate.net/publication/325974309 Adjective and attribution - Category and operation]).&lt;br /&gt;
* Günter Schmale (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Das Adjektiv im heutigen Deutsch: Syntax, Semantik, Pragmatik.&amp;#039;&amp;#039; Stauffenburg, Tübingen 2011 (=&amp;amp;nbsp;&amp;#039;&amp;#039;Eurogermanistik.&amp;#039;&amp;#039; Band 29), ISBN 978-3-86057-389-1.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Wiktionary}}&lt;br /&gt;
{{Wiktionary|Beiwort}}&lt;br /&gt;
{{Wiktionary|Eigenschaftswort}}&lt;br /&gt;
{{Wiktionary|Verzeichnis:Deutsch/Adjektive|Liste deutscher Adjektive}}&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|4000497-1}}&lt;br /&gt;
* [http://www.canoonet.eu/services/OnlineGrammar/Wort/Adjektiv/ &amp;#039;&amp;#039;Das Adjektiv&amp;#039;&amp;#039;] in der Online-Grammatik [[canoonet]]&lt;br /&gt;
* [https://www.youtube.com/watch?v=MVLVNjDcvwc Was sind Adjektive?] Lehrvideo&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Deutsche Wortarten}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4000497-1}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Wortart]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Aka</name></author>
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