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	<title>Abwasser - Versionsgeschichte</title>
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		<title>imported&gt;HuLe13: /* Inhaltsstoffe */</title>
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		<updated>2025-07-08T06:39:50Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Inhaltsstoffe&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Dieser Artikel|behandelt das Thema Abwasser. Zum Musikalbum siehe [[Abwasser (Album)]]. Zur eingesetzten Technik siehe [[Abwassertechnik]].}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Domestic wastewater running into Lac Tanganyika (6908388791).jpg|mini|Häusliches Abwasser, das in den [[Tanganjikasee]] fließt.]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Abwasser&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist ein Oberbegriff für aus verschiedenen Quellen stammendes [[Wasser]], das über bauliche Anlagen fortgeleitet wird:&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Niederschlagswasser&amp;#039;&amp;#039; – von bebauten oder befestigten Flächen gesammelt abfließendes Wasser von [[Niederschlag|Niederschlägen]].  Vom Dach oder Balkon abfließendes [[Regenwasser]] zählt auch hierzu.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Schmutzwasser&amp;#039;&amp;#039; – das durch häuslichen, gewerblichen, landwirtschaftlichen oder sonstigen Gebrauch in seinen Eigenschaften veränderte Wasser und das bei Trockenwetter damit zusammen abfließende Wasser, das weiter unterschieden wird in:&lt;br /&gt;
** [[Grauwasser]] – nach EN 12056-1 fäkalienfreies, gering verschmutztes Abwasser, wie es etwa beim Duschen, Baden oder Händewaschen anfällt, aber auch aus der Waschmaschine kommt und zu Brauch- bzw. Betriebswasser aufbereitet werden kann.&lt;br /&gt;
** [[Schwarzwasser (Abwasser)|Schwarzwasser]] – nach ISO 6107-7:1997 häusliches Abwasser mit Urin und/oder fäkalen Feststoffen. Schwarzwasser kann weiter unterteilt werden in:&lt;br /&gt;
*** [[Gelbwasser]] – Urin mit Spülwasser&lt;br /&gt;
*** [[Braunwasser]] – [[Fäzes]], Spülwasser und Toilettenpapier ohne Urin&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Fremdwasser&amp;#039;&amp;#039;, das aufgrund baulicher Schäden in die [[Kanalisation]] eintritt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abwasser wird im Zuge der [[Abwasserbeseitigung]] in der [[Kanalisation]] gesammelt und transportiert, in [[Mitteleuropa]] üblicherweise in [[Kläranlage]]n behandelt und danach in als [[Vorfluter]] dienende Gewässer oder durch [[Regenwasserversickerung|Versickerung]], [[Verrieselung (Wassertechnik)|Verrieselung]] oder Verregnung in das [[Grundwasser]] eingeleitet. Die im Abwasser enthaltene [[Wärmeenergie]] kann mit Systemen zur [[Abwasserwärmerückgewinnung]] für [[Warmwasser]]- und [[Gebäudeheizung|Heizzwecke]] genutzt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Industrielles Abwasser hat mit unter eine andere Zusammensetzung. In diesem Fall bedarf es Behandlungsweisen, die von denen des Kommunalen Abwassers abweichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Siedlungswasserwirtschaft]] beschäftigt sich mit der Ableitung und Behandlung von Abwasser.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Rechtliche Definitionen ==&lt;br /&gt;
Den Begriff Abwasser definiert in der Bundesrepublik Deutschland {{§|54|WHG_2009|juris}} Abs. 1 [[Wasserhaushaltsgesetz]] (WHG) vom 31. Juli 2009 ({{BGBl|2009n I S. 2585}}) und die Schweizer Schmutzwasser-Entsorgungs-Norm SN 592&amp;#039;000. Danach ist Abwasser das durch häuslichen, gewerblichen, landwirtschaftlichen oder sonstigen Gebrauch in seinen Eigenschaften veränderte Wasser und das bei Trockenwetter damit zusammen abfließende Wasser (Schmutzwasser) sowie das von Niederschlägen aus dem Bereich von bebauten oder befestigten Flächen gesammelt abfließende Wasser (Niederschlagswasser). Die aus Anlagen zum Behandeln, Lagern und Ablagern von Abfällen austretenden und gesammelten Flüssigkeiten gelten ebenfalls als Schmutzwasser. Die zuvor im [[Abwasserabgabengesetz]] bestehende Begriffsbestimmung wurde wortgleich übernommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In [[Österreich]] werden die abwasserrechtlichen Belange im [[Wasserrechtsgesetz 1959|Wasserrechtsgesetz]], den Emissionsverordnungen und den Kanalanschlussgesetzen der Bundesländer sowie den dazugehörigen Verordnungen auf kommunaler Ebene behandelt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Begriffe ==&lt;br /&gt;
=== Regenwetterabfluss ===&lt;br /&gt;
[[Niederschlag]]swasser besteht in erster Linie aus [[Regenwasser]] und [[Schmelzwasser]]. Da Regen aus der Atmosphäre [[Staub]], [[Ruß]], [[Pollen]] und [[Gas]]e löst und auf Dächern, befestigten und landwirtschaftlichen Flächen vorhandene [[Schadstoff]]e mitschwemmt, können Niederschlagsabflüsse in manchen Fällen behandlungsbedürftig sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Man unterscheidet {{Anker|Reinabwasser}}&lt;br /&gt;
* behandlungsbedürftiges Regenwasser, das in [[Regenklärbecken]] oder in Kläranlagen abgeleitet wird, und&lt;br /&gt;
* nicht behandlungsbedürftiges Regenwasser (&amp;#039;&amp;#039;Reinabwasser&amp;#039;&amp;#039;), das in nahegelegene Gewässer eingeleitet oder vor Ort [[Regenwasserversickerung|versickern]] kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beispiele für Reinabwasser sind:&lt;br /&gt;
* Überlaufwasser von Quellen, Reservoirs, Brunnen&lt;br /&gt;
* Rücklaufwasser aus Kühl- und Klimaanlagen, Wärmepumpen&lt;br /&gt;
* Drainage- und Sickerwasser&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Trockenwetterabfluss ===&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;Schmutzwasser&amp;#039;&amp;#039; sind häusliche Abwasser aus Toiletten (Fäkal- oder [[Schwarzwasser (Abwasser)|Schwarzwasser]]), Sanitäreinrichtungen, Küchen und Waschmaschinen (Wasch- oder [[Grauwasser]]) sowie Abwasser aus Betrieben, die in die öffentliche Kanalisation ableiten (&amp;#039;&amp;#039;gewerbliches&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;industrielles Abwasser; kurz: Industrieabwasser&amp;#039;&amp;#039;). &amp;#039;&amp;#039;Industrieabwasser&amp;#039;&amp;#039; kann besondere Verschmutzungen aufweisen, weshalb es oft in Benzin-, Öl- oder [[Fettabscheider]]n und ähnlichen Anlagen vorbehandelt wird, bevor es in die öffentliche Kanalisation (Indirekteinleitung, Vermischung) oder in ein Gewässer (Direkteinleitung) abgeleitet wird. Manche Abwässer enthalten organische Stoffe (zum Beispiel Brauereiabwässer) oder/und anorganische Stoffe (z.&amp;amp;nbsp;B. bei der Metall- und Grundstoffindustrie).&lt;br /&gt;
Auch aufgeheiztes Wasser aus Kühlanlagen ([[Kühlwasser]]) zählt als Abwasser. Auch Abwasser, das bei den verschiedensten Reinigungs- und Behandlungstechniken von Wasseraufbereitungsanlagen anfällt, zählt als Industrieabwasser.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;[[Fremdwasser]]&amp;#039;&amp;#039; ist das zusammen mit dem Schmutzwasser bei Trockenwetter abfließende unverschmutzte Wasser, das eigentlich nicht in die Kanalisation gelangen soll ([[Grundwasser]], [[Drainage (Boden)|Dränwasser]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Trennung von &amp;#039;&amp;#039;[[Gelbwasser]]&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;[[Braunwasser]]&amp;#039;&amp;#039; in [[Komposttoilette|speziellen Toiletten]] erleichtert die Abwasserbehandlung und Weiterverwendung. Braunwasser enthält keinen Urin und kann nach Dehydrierung als [[Dünger]] verwendet werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Misch- und Trennsystem ===&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|Kanalisation#Misch-_und_Trennsystem|titel1=Kanalisation}}&lt;br /&gt;
Im [[Mischsystem]] fließen Schmutz- und Regenwasser gemeinsam ab. Bei starken Regenfällen führt das regelmäßig dazu, dass die anfallende Wassermenge die ausgelegte Leistungsfähigkeit der Kanalisation überschreitet, z.&amp;amp;nbsp;B. weil die Kanalrohre einen zu geringen Durchmesser besitzen. Deshalb sind Mischsysteme fast immer mit [[Regenüberlauf|Regenüberläufen]] versehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im [[Trennsystem]] dagegen wird das nur gering verschmutzte Regenwasser getrennt vom Schmutzwasser in einem zweiten Kanal abgeführt und behandelt. Eine Gefahr beim Trennsystem geht von Fehlanschlüssen aus, durch welche u.&amp;amp;nbsp;a. häusliches Schmutzwasser in den Regenwasser-Kanal eingeleitet wird und somit beinahe ungeklärt in die Umwelt gelangt. Hier spricht man von Fremdwasser. Der umgekehrte Fall, dass Regenwasser in den Schmutzwasser-Kanal geleitet wird, ist oft ebenfalls unerwünscht, weil die Verdünnung des Schmutzwassers dessen Reinigung beeinträchtigen kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ob und inwieweit welches System zu verwenden ist, wird i. d. R. in Deutschland durch die Kommunen über eine entsprechende Satzung vorgeschrieben.&amp;lt;ref&amp;gt;z.&amp;amp;nbsp;B. [https://www.braunschweig.de/politik_verwaltung/politik/stadtrecht/6_06_Abwassersatzung_01.04.2014.pdf Satzung über die Beseitigung von Abwasser in der Stadt Braunschweig (Abwassersatzung) vom 21. Dezember 2004] (PDF; 0,2&amp;amp;nbsp;MB), auf braunschweig.de&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;z.&amp;amp;nbsp;B. [https://www.mi.niedersachsen.de/download/61951/Niedersaechsisches_Kommunalverfassungsgesetz_NKomVG_.pdf .mi.niedersachsen.de {{!}} § 13 NKomVG], auf mi.niedersachsen.de&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf dem Weg vom Ort des Anfalls des Abwassers zur Abwasserbehandlungsanlage finden Prozesse statt, die das Abwasser verändern. Es kann zur Bildung von Geruchs- und Gefahrstoffen, wie z.&amp;amp;nbsp;B. dem toxischen [[Schwefelwasserstoff]] (H&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;S), kommen, was&lt;br /&gt;
* negative Auswirkungen auf den Abwasserreinigungsprozess hat,&lt;br /&gt;
* die Hauptursache für Geruchsbelästigungen ist (H&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;S riecht wie faule Eier),&lt;br /&gt;
* für Menschen gefährlich sein kann (H&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;S ist ein Nervengas, das selbst in geringen Konzentrationen tödlich wirkt, bei 1000&amp;amp;nbsp;ppm Tod in wenigen Augenblicken),&lt;br /&gt;
* Abwasserbauwerke und -einrichtungen zerstören kann und&lt;br /&gt;
* bei Einleitung in ein Gewässer ohne Behandlung [[Gewässerverunreinigung]] und [[Fischsterben]] verursachen kann.&lt;br /&gt;
Geeignete Maßnahmen, wie z.&amp;amp;nbsp;B. durch eine zwischenstufliche Abwasserbehandlung in [[Entwässerungsanlage]]n, können diese Prozesse eindämmen bzw. beherrschbar machen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Abwasseranfall ==&lt;br /&gt;
Der private Wasserverbrauch und somit der Abwasseranfall ist in Deutschland in den letzten Jahren gesunken. Nach Angaben der Deutschen Vereinigung für Wasserwirtschaft, Abwasser und Abfall ([[Deutsche Vereinigung für Wasserwirtschaft, Abwasser und Abfall|DWA]]) sank der durchschnittliche Abwasseranfall pro Tag und Person von 147&amp;amp;nbsp;Liter im Jahr 1990 auf 127&amp;amp;nbsp;Liter im Jahr 2004.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Wasserverbrauch wird in absehbarer Zeit weiterhin zurückgehen, weil steigende Energiekosten, gleichbleibende Wartungs- und Instandsetzungskosten bei rückläufigem Wasserverbrauch Gebührenerhöhungen für den einzelnen Haushalt mit sich bringen werden. Weiterhin werden durch die demografische Entwicklung in Deutschland die Abwasser(indirekt-)einleitungen sinken. Für Gebiete wie [[Sachsen]], [[Sachsen-Anhalt]] und [[Thüringen]] belegen offizielle [[Demografie]]gutachten, dass in den nächsten 15&amp;amp;nbsp;Jahren die Bevölkerung um bis zu 20 % vermindert wird. Der großflächig zurückgehende Wasserverbrauch hat neben einem positiven Aspekt des Schutzes der Ressource [[Trinkwasser]] auch negative Einflüsse auf die Funktion der Entwässerungseinrichtungen, den damit notwendig werdenden Wartungs- und Abwasserbehandlungsaufwand und somit schließlich auf die zukünftige Kostenentwicklung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Begründung dafür lässt sich darin sehen, dass Abwasseranlagen in Deutschland auf Eckparameter wie den [[Wasserverbrauch]] von 130 bis 150 Liter pro Tag und Person dimensioniert und konstruiert worden sind. Diese Werte werden teilweise dramatisch unterschritten: in Sachsen lag der Durchschnittsverbrauch im Jahr 2005 bei nur 88&amp;amp;nbsp;Liter pro Tag und Person. Das Abwassersystem ist zudem in der Regel auf eine konstante Benutzerzahl ausgelegt. Eine wesentliche Unterschreitung der Eckparameter führt u.&amp;amp;nbsp;a. zu vermehrten Ablagerungen im Kanal und einer Verlängerung der Fließzeit zur Abwasserreinigungsanlage mit vielen negativen Folgen, wie z.&amp;amp;nbsp;B. der [[Sulfid]]bildung in Abwasseranlagen. Die Auswirkungen sind veränderte Abwasserparameter, erhöhter Aufwand für die Abwasserreinigung, Geruchsbelästigungen, [[Biokorrosion]] und schließlich ein erhöhter Sanierungsbedarf in verkürzten Zeitintervallen. Zur Abhilfe wird schon heute zur Spülung der Abwasserrohre sauberes Trinkwasser verwendet, weil die anfallende Abwassermenge zur Durchspülung des Kanalisationsnetzes zu gering ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weltweit ist die [[Konfektion|Bekleidungsindustrie]] für 20 Prozent des Abwassers verantwortlich.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.unece.org/info/media/news/forestry-and-timber/2018/fashion-is-an-environmental-and-social-emergency-but-can-also-drive-progress-towards-the-sustainable-development-goals/doc.html |titel=Fashion is an environmental and social emergency, but can also drive progress towards the Sustainable Development Goals |werk=[[Wirtschaftskommission für Europa|unece.org]] |datum=2018 |abruf=2019-11-06 |sprache=en}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Inhaltsstoffe ==&lt;br /&gt;
Abwasser besteht etwa zu 99 Prozent aus Wasser und zu 1 Prozent aus Schmutzstoffen.&amp;lt;ref&amp;gt;Weltwasserbericht der UN, 2017 http://unesdoc.unesco.org/images/0024/002475/247552ger.pdf&amp;lt;/ref&amp;gt; Schmutzstoffe im Abwasser liegen in gelöster und ungelöster Form sowie als organische Verbindungen ([[Fette]], [[Proteine]], [[Kohlenhydrate]]) vor. Man unterscheidet folgende Abwasserinhaltsstoffe:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
; Zehrstoffe&lt;br /&gt;
: wie etwa [[Harnsäure]], [[Glukose]]. Sie sind biologisch abbaubar und führen bei [[anaerob]]en Abbauprozessen zu Geruchsbelästigungen. Die durch diese Stoffe ausgelöste [[Sauerstoffzehrung]] reduziert den Sauerstoffgehalt im sie umgebenden Gewässer und kann zu [[Fischsterben]] führen ([[Eutrophierung]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
; Nährstoffe&lt;br /&gt;
: wie etwa [[Stickstoff]]- und [[Phosphor]]verbindungen, die zur [[Eutrophierung]] insbesondere [[Stillgewässer|stehender Gewässer]] führen und auch für verstärktes Algenwachstum in Meeren verantwortlich sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
; Schadstoffe&lt;br /&gt;
: wie etwa [[Gift]]e, [[Schwermetalle]], [[Organische Chemie|synthetische organische Substanzen]] (wie [[Mikroplastik]], [[Spurenstoff]]e etc.), [[Bakterien]], [[Pilze]] oder [[Viren]], die zu Erkrankungen führen können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
; Störstoffe&lt;br /&gt;
: wie etwa [[Salze]], [[Fette]], [[Öle]], [[Tonmineral|Tone]], [[Sand]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Je nach Zusammensetzung des Abwassers sind unterschiedliche Verfahren zur [[Abwasserbehandlung]] erforderlich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Abwasserbehandlung ==&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|Abwasserbehandlung}}&lt;br /&gt;
[[Datei:2012-05-28 Fotoflug Cuxhaven Wilhelmshaven DSCF9562.jpg|mini|Abwasseraufbereitungsanlage in [[Cuxhaven|Wilhelmshaven]]]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ziel der Abwasserbehandlung ist das Herauslösen der Abwasserinhaltsstoffe aus dem Wasser und eine Wiederherstellung der natürlichen Wasserqualität. Damit wird dem übermäßigen [[Eutrophierung|Nährstoffeintrag]] in Gewässer entgegengewirkt. In Deutschland muss nach {{§|57|whg_2009|juris}} [[Wasserhaushaltsgesetz|WHG]] Abwasser vor der Einleitung in ein Gewässer (Direkteinleitung) nach dem &amp;#039;&amp;#039;[[Stand der Technik]]&amp;#039;&amp;#039; behandelt werden. Mindestanforderungen für bestimmte Industriebranchen werden für Deutschland in der [[Abwasserverordnung]] genannt. Die Einleitung in öffentliche Abwasseranlagen (Indirekteinleitung) wird durch {{§|58|whg_2009|juris}} WHG geregelt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Siedlungswasserwirtschaft in Deutschland]]&lt;br /&gt;
* [[Neuartige Sanitärsysteme]]&lt;br /&gt;
* [[Deutsche Vereinigung für Wasserwirtschaft, Abwasser und Abfall]]&lt;br /&gt;
* [[Österreichischer Wasser- und Abfallwirtschaftsverband]]&lt;br /&gt;
* [[Verband Schweizer Abwasser- und Gewässerschutzfachleute]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Thomas Kluge (Umweltforscher)|Thomas Kluge]], Jens Libbe (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Transformation netzgebundener Infrastruktur. Strategien für Kommunen am Beispiel Wasser&amp;#039;&amp;#039;. (=Difu-Beiträge zur Stadtforschung, Band 45). Difu, Deutsches Institut für Urbanistik, Berlin 2006, ISBN 3-88118-411-2.&lt;br /&gt;
* Jens Libbe, Ulrich Scheele: &amp;#039;&amp;#039;Räumliche Aspekte von Qualitäts- und Versorgungsstandards in der deutschen Wasserwirtschaft&amp;#039;&amp;#039;. In: [[Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Infrastruktur und Daseinsvorsorge in der Fläche. Informationen zur Raumentwicklung.&amp;#039;&amp;#039; 1/2 2008, {{ISSN|0303-2493}}, S. 101–112.&lt;br /&gt;
* Theo Mann: &amp;#039;&amp;#039;Die Entwicklung der Abwassertechnik und der Wasserreinhaltung.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Chemie in unserer Zeit]].&amp;#039;&amp;#039; 1991, 25, S. 87–95, {{DOI|10.1002/ciuz.19910250205}}.&lt;br /&gt;
* Dieter Weismann, Theodor Gutzeit: &amp;#039;&amp;#039;Kommunale Abwasserpumpwerke&amp;#039;&amp;#039;. 2. Auflage. Vulkan, Essen, ISBN 3-8027-2843-2.&lt;br /&gt;
* Dieter Weismann, Manfred Lohse (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Sulfid-Praxishandbuch der Abwassertechnik; Geruch, Gefahr, Korrosion verhindern und Kosten beherrschen!&amp;#039;&amp;#039; Vulkan, Essen 2007, ISBN 978-3-8027-2845-7.&lt;br /&gt;
* Diana Hummel, Alexandra Lux: &amp;#039;&amp;#039;Die Rechnung geht nicht auf: Weniger Menschen = niedriger Wasserverbrauch.&amp;#039;&amp;#039; Rückgang der Bevölkerung fordert Planer von Versorgungssystemen heraus. In: &amp;#039;&amp;#039;[[Forschung Frankfurt]].&amp;#039;&amp;#039; 24 (1) (2006), {{ISSN|0175-0992}}, S. 60–63.&lt;br /&gt;
* Hans-Jürgen Leist: &amp;#039;&amp;#039;Wasserversorgung in Deutschland – Kritik und Lösungsansätze&amp;#039;&amp;#039;. (= Hochschulschriften zur Nachhaltigkeit, Band 35). oekom, München 2007, ISBN 978-3-86581-078-6. (zugleich [[Dissertation]] an der [[Gottfried Wilhelm Leibniz Universität Hannover|Universität Hannover]] 2007 unter dem Titel: &amp;#039;&amp;#039;Wasserressourcennutzung und Trinkwasserversorgung aus der Sicht eines integrierten Umweltschutzes&amp;#039;&amp;#039;)&lt;br /&gt;
* [[Deutsche Vereinigung für Wasserwirtschaft, Abwasser und Abfall]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;DWA-Themenband Abwasserentsorgung und Energierecht.&amp;#039;&amp;#039; 2. Auflage. DWA, 2010, ISBN 978-3-941897-40-3.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks/Quellen ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Wastewater|Abwasser}}&lt;br /&gt;
{{Wiktionary}}&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|4000302-4}}&lt;br /&gt;
* {{HLS|7861|Abwasser|Autor=Martin Illi}}&lt;br /&gt;
* {{§§|abwag|juris|text=Text des Abwasserabgabengesetzes}} (Deutschland)&lt;br /&gt;
* [https://www.networks-group.de/de.html Website des Forschungsverbundes netWORKS]&lt;br /&gt;
* {{Webarchiv | url=http://www.nutzwasser.de/ | wayback=20141222085304 | text=Interessengemeinschaft Dezentrale Abwasser-Behandlung (IDA)}}&lt;br /&gt;
* [http://www.pumpwerk-online.de/ Abwasser mit Pumpwerken in Druckleitungen transportieren]&lt;br /&gt;
* [http://www.vku.de/ VKU Verband kommunaler Unternehmen e.&amp;amp;nbsp;V.]&lt;br /&gt;
* {{YouTube|id=t2qSuLGjwdM|titel=Wassersparen schafft unangenehme Probleme|uploader=Hans-Friedrich Krupp|upload=2015-05-23|kommentar=Video der [[Dapd Nachrichtenagentur]] zu den Problemen des sich allgemein verringernden Wasserverbrauchs|link=0}}&lt;br /&gt;
* Hellmuth Nordwig: [https://media.neuland.br.de/file/2095473/c/website/unser-abwasser-was-macht-es-so-wertvoll.mp3 &amp;#039;&amp;#039;Unser Abwasser - Was macht es so wertvoll?&amp;#039;&amp;#039;] [[Bayern 2]] [[IQ – Wissenschaft und Forschung]]. Ausstrahlung am 11. Juli 2024. (Podcast)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4000302-4|LCCN=sh85120457}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Abfall]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kanalisation]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Abwasserbehandlung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Wasser in der Technik]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;HuLe13</name></author>
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