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	<title>Ölmühle - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-04-08T07:43:06Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Demo Wiki</subtitle>
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		<id>https://demowiki.knowlus.com/index.php?title=%C3%96lm%C3%BChle&amp;diff=8079&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Giorgio Michele: /* Historische Ölmühlen */ link</title>
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		<updated>2025-02-16T13:51:18Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Historische Ölmühlen: &lt;/span&gt; link&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Begriffsklärungshinweis}}&lt;br /&gt;
[[Datei:PikiWiki Israel 10152 visitors center in the oil press in bnei darom.jpg|mini|Olivenölmühle in Bnei Darom ([[Israel]])]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Transportable Oelmuehle.jpg|mini|Transportable dezentrale [[Ölpresse]]]]&lt;br /&gt;
Eine &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Ölmühle&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist die Produktionseinrichtung zur Herstellung von [[Pflanzenöle]]n aus [[Ölsaat]]en und [[Ölfrucht|-früchten]]. Bei den Rohstoffen wird unterschieden zwischen [[Ölpflanze]]n, bei denen das Fruchtfleisch genutzt wird (wie [[Olivenbaum]], [[Ölpalme]]) und Ölfrüchten, bei denen die [[Pflanzensamen|Samen]] genutzt werden ([[Soja]], [[Sonnenblume]]n, [[Raps]]).&lt;br /&gt;
Ölmühlen verarbeiten die Rohstoffe zu Ölen und Fetten sowie [[Ölschrot]]en ([[Presskuchen]]). Verwendet werden die Pflanzenöle als Lebens- und Futtermittel wie auch im technischen Bereich ([[Oleochemie]], [[Biokraftstoff]]e).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Zentrale und dezentrale Ölmühlen ==&lt;br /&gt;
Pflanzenöle werden durch das [[Ölpresse|Auspressen von Pflanzenteile]]n gewonnen. Produziert wird das Pflanzenöl in [[Verband der ölsaatenverarbeitenden Industrie in Deutschland|&amp;#039;&amp;#039;zentralen&amp;#039;&amp;#039;]] oder [[Dezentrale Ölmühle|&amp;#039;&amp;#039;dezentralen Ölmühlen&amp;#039;&amp;#039;]]. Zentrale industrielle Ölmühlen verarbeiten bis zu 4000&amp;amp;nbsp;t Ölsaat pro Tag in Verfahren der [[Heißpressung]] und häufig einer anschließenden [[Extraktion (Verfahrenstechnik)#Lebensmittelindustrie|Extraktion]] mit [[Lösungsmittel]]n.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die tägliche Verarbeitungskapazität &amp;#039;&amp;#039;dezentraler Ölmühlen&amp;#039;&amp;#039; liegt zwischen 0,5&amp;amp;nbsp;t bis 25&amp;amp;nbsp;t [[Ölsaat]]. Die Saat wird häufig [[Kaltpressung|kalt gepresst]], dabei entsteht &amp;#039;&amp;#039;natives Pflanzenöl&amp;#039;&amp;#039;. Die Ölausbeute der in der Regel im landwirtschaftlichen Umfeld arbeitenden Einrichtungen ist geringer, bei höheren Restfettgehalten im [[Presskuchen]].&amp;lt;ref&amp;gt; Kuratorium für Technik und Bauwesen in der Landwirtschaft e.&amp;amp;nbsp;V.: &amp;#039;&amp;#039;Dezentrale Ölsaatenverarbeitung – Arbeitspapier 267.&amp;#039;&amp;#039; Landwirtschaftsverlag GmbH, Münster-Hiltrup 1999; S. 1–130&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verfahren ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Seiherstabpresse.jpg|mini|hochkant|Blick in die geöffnete Seiherstab-Schneckenpresse einer dezentralen Ölmühle. Das Öl tritt zwischen den Stäben aus.]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Oelmuehle.JPG|mini|hochkant|Quetschen von Walnüssen im Kollergang]]&lt;br /&gt;
Die Produktionsprozesse der zentralen und der dezentralen Ölgewinnung unterscheiden sich wesentlich, sowohl technisch, wie auch im Einfluss auf die Eigenschaften des Endprodukts. Vereinfacht ausgedrückt ist der &amp;#039;&amp;#039;[[Verarbeitungsgrad]]&amp;#039;&amp;#039; bei der industriellen Produktion deutlich höher.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Regel besteht der erste Verarbeitungsschritt in der [[Ölpresse|Pressung]] des Rohprodukts.&lt;br /&gt;
Um chemische Veränderungen des Öls zu vermeiden, sollte die Temperatur des Öls dabei möglichst niedrig bleiben ([[Kaltpressung]]). Bei handwerklich arbeitenden Mühlen wird das gewonnene trübe Öl entweder unmittelbar nach der Pressung zum Verkauf als [[Truböl]] abgefüllt oder zunächst noch durch [[Filtration (Trennverfahren)|Filtration]] oder [[Sedimentation]] geklärt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Pressung wird heute in größeren Betrieben überwiegend in ([[Seiher]]-)[[Schneckenpresse]]n ausgeführt. In kleinerem Maßstab kommen Zylinderloch-Schneckenpressen (bis ca. 70&amp;amp;nbsp;kg Saaten/ Stunde) und teilweise Kolbenpressen (Zylinderpressen) zum Einsatz. In Schneckenpressen werden die Saaten ähnlich wie im [[Fleischwolf]] durch eine Schnecke (Spindel) in einem Zylinder transportiert und komprimiert. Durch eine trichterförmige Öffnung tritt der [[Presskuchen]] aus.&lt;br /&gt;
Zur Erhöhung der Ausbeute wird das nach der Pressung im Presskuchen verbleibende Öl anschließend meist mithilfe von chemischen [[Lösungsmittel]]n [[Extraktion (Verfahrenstechnik)|extrahiert]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
; [[Extraktion (Verfahrenstechnik)|Extraktion]]:&lt;br /&gt;
Bei diesem Verfahren wird das Pflanzenöl mit [[Lösungsmittel]]n (heute meist [[N-Hexan|Hexan]]) aus dem zerkleinerten Rohstoff oder dem [[Presskuchen]] herausgelöst. Das „[[Miscella]]“ genannte Gemisch aus Lösungsmittel und Öl wird durch [[Destillation]] wieder vom Lösemittel befreit. Das zurück gewonnene Lösungsmittel wird dem Extraktionsprozess wieder zugeführt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
; [[Zentrifugation]]:&lt;br /&gt;
Besonders bei der Herstellung von [[Olivenöl]] wird ein [[Zentrifuge|Zentrifugationsverfahren]] eingesetzt. Der unter Umständen mit Wasser versetzte und erwärmte Brei wird hier bei etwa 20.000 Umdrehungen pro Minute zentrifugiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Reinigung ===&lt;br /&gt;
Nach der Pressung ist das Öl noch sehr stark mit Press-Sedimenten verunreinigt. Deshalb wird es bis zur Filterung im Trubölbehälter zwischengelagert. Hier kommt dann in der Regel ein Rührwerk zum Einsatz, welches die Sedimente in der Schwebe hält, bevor die Ölreinigung stattfindet. Die Ölreinigung erfolgt durch Filterung und/oder Sedimentation.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei der [[Filter (Fluidtechnik)|Filterung]] kommen die Kammer[[filterpresse]], die [[Kuchenfiltration|kuchenbildende Filtration]] und [[Beutelfilter]] zum Einsatz. Vor allem als nachgelagerte Sicherheits- oder Polizeifilter werden [[Mikrofiltration|Kerzenfilter]] genutzt. Damit wird gewährleistet, dass im Öl keine Verunreinigungen mehr enthalten sind, bevor das Produkt die Ölmühle verlässt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei der [[Sedimentation]], die bei kleineren Ölproduktionsanlagen angewandt wird, dient anstelle einer äußeren Energiezufuhr (z.&amp;amp;nbsp;B. zum Antrieb einer Druckpumpe) das Erdschwerefeld zur Reinigung des Truböls von den Sedimenten. Dabei wird das ausgepresste Öl in ein Behältnis gegeben, in dem es bis zu mehreren Wochen verharrt, während die schwereren Sedimente durch die Erdanziehung langsam zu Boden sinken. Nach der Sedimentation wird das gereinigte Öl langsam aus dem Behältnis entnommen, so dass die abgesenkten Partikel im Sedimentationsbehältnis verbleiben. Anschließend wird das Öl durch einen Sicherheitsfilter geleitet und im Reinöl-Tank gelagert. Neuere Sedimentationsverfahren laufen kontinuierlich ab. Dabei fließt das zu reinigende Truböl über ein Röhrensystem durch nacheinander geschaltete Behältnisse.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv|text=Technologie- und Förderzentrum Straubing (TFZ): Ölreinigung in dezentralen Ölmühlen |url=http://www.tfz.bayern.de/biokraftstoffe/16676/ |wayback=20080804084203 }}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Lagerung ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Trocknung und Reinigung der Ölsaaten spielen bei kleineren Ölmühlen eine besondere Rolle, da Verunreinigungen oder Pilzbefall die Qualität des naturbelassenen Öls stark mindern und nicht in dem Maße durch nachfolgende Raffination ausgeglichen werden können, wie es bei der industriellen Verarbeitung möglich ist. Zudem fallen einzelne Chargen mit schlechter Qualität stärker ins Gewicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei Rapssaat sollte die Restfeuchte weniger als 9 Prozent betragen. Verunreinigungen durch Unkrautsamen (Fremdbesatz) oder schlecht gereinigte Transportfahrzeuge sollten vermieden werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Entnommen werden die Saaten beispielsweise über Förderschnecken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Reinöl-Lagerung soll möglichst kühl und dunkel erfolgen. Insofern ist es sinnvoll, die Lager in Hallen oder unterirdisch zu installieren. Als Material für die Reinöl-Lagerung kommen häufig Tanks aus Edelstahl zum Einsatz. Die Lagertanks sollten möglichst einfach zu reinigen und vor dem Eintrag von Kondenswasser geschützt sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die sachgerechte Lagerung des [[Presskuchen]]s ist entscheidend, um dessen Qualität zu erhalten. Bei der Produktion entwickelt der Presskuchen eine hohe Temperatur und hat noch einen hohen Anteil an Wasserdampf. Um den Wassergehalt zu senken, ist bei längerfristiger Lagerung eine Kühlung und Belüftung wichtig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Rohstoffe und verwendete Produkte ==&lt;br /&gt;
Viele verschiedene Ölfrüchte und -pflanzen werden in dezentralen Ölmühlen verarbeitet. Dabei sind folgende Nutzungsarten von Bedeutung:&lt;br /&gt;
* Pflanzenöle als Nahrungsmittel (Speiseöl, Grundstoff für viele weitere Nahrungsmittel)&lt;br /&gt;
* Pflanzenöle als [[Bioenergie|Energieträger]] und [[Nachwachsender Rohstoff|nachwachsende Rohstoffe]] ([[Biokraftstoff]], Wärmeerzeugung, [[biobasierter Kunststoff|bio-basierte Kunststoffe]], Grundstoff für die Kosmetikindustrie)&lt;br /&gt;
* Presskuchen als Koppelprodukt bei der Ölgewinnung (hochwertiges eiweiß- und fettreiches Futtermittel, Brennstoff und [[Substrat (Biogasanlage)|Substrat]] für die Biogaserzeugung).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für den Bereich Speiseöl gibt es viele regionale bzw. traditionelle Spezialitäten, die meistens regional oder direkt vermarktet werden. Die in den letzten Jahren in Deutschland entstandenen dezentralen Ölmühlen verarbeiten überwiegend Rapssaat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Rohstoffe ==&lt;br /&gt;
Als Rohstoffe werden die Samen oder auch das Fruchtfleisch von Pflanzen verwendet. Weltweit gibt es viele Tausend Ölpflanzen, die als Rohstofflieferanten genutzt werden könnten. Von Ölmühlen in Europa werden mengenmäßig vor allem die [[Ölsaat]]en von [[Raps]], [[Soja]], [[Sonnenblume]], [[Mais]] und [[Baumwolle]]&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.fediol.org/2/index.php Fediol: Oils and fats Production by main Countries 2005/06]&amp;lt;/ref&amp;gt; verarbeitet, daneben unter anderem [[Olivenbaum|Oliven]], diverse Nüsse, [[Färberdistel]], [[Traubenkernöl|Traubenkern]]e und traditionell auch [[Leinsamen]]. Weltweit haben zudem die [[Ölpalme]] zur Erzeugung von [[Palmöl]] und Palmkernöl sowie die [[Kokospalme]] ([[Kokosfett]]) große Bedeutung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wirtschaftliche Bedeutung ==&lt;br /&gt;
In Deutschland gibt es etwa 20 große Ölmühlen, zur effizienten Rohstoffversorgung häufig an [[Wasserstraße]]n gelegen und eingebunden in nationale oder internationale Konzerne. Die zentralen Ölmühlen verarbeiten neben heimischen Produkten auch importierte Saaten, vor allem Sojasaat. Angebot und Nachfrage an der [[Warenterminbörse]] in [[Chicago]] bestimmen in der Regel die weltweite Preisgestaltung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Deutschland sind seit den 1990er Jahren viele dezentrale Ölmühlen entstanden, zu deren Merkmalen kürzere Transportwege für Saaten und Fertigprodukte gehören. Für die dezentralen Ölmühlen ist neben der Vermarktung des Pflanzenöls auch das [[Koppelprodukt]] [[Presskuchen]] von wirtschaftlicher Bedeutung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach Angabe des Technologie- und Förderzentrums Straubing waren im Jahr 1999 ca.&lt;br /&gt;
79 dezentrale Ölmühlen bekannt, im Frühjahr 2004 dagegen mindestens 219 Anlagen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv|url=http://www.blt.bmlf.gv.at/vero/mnawa/nr34.pdf |wayback=20060211080149 |text=BLT Wieselburg: Mitteilungen der Facharbeitsgruppe Nachwachsende Rohstoffe, Nr. 34, Dezember 2004 }}&amp;lt;/ref&amp;gt; Im Jahr 2008 sind etwa 600 Anlagen in Betrieb. Der Zuwachs dieser dezentralen Ölmühlen ist im Wesentlichen im Kontext der Erzeugung regenerativer Energieträger, insbesondere der Biokraftstoffe entstanden.&lt;br /&gt;
Viele dezentrale Mühlen sind direkt in landwirtschaftliche Betriebe eingebunden, die durch die Erzeugung von Biokraftstoffen ein weiteres wirtschaftliches Standbein hinzugewinnen.&lt;br /&gt;
Die politischen Rahmenbedingungen tragen wesentlich dazu bei, ob dezentrale Ölmühlen eine längerfristige wirtschaftliche Perspektive gegeben ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der überwiegende Teil der Produktion sowohl in zentralen als auch in dezentralen Anlagen dient aktuell der Kraftstoffproduktion. [[Biodiesel]] und [[Pflanzenöl-Kraftstoff]] (PÖL) werden beide überwiegend aus Rapssaat hergestellt. Daneben werden auch [[Speiseöl]]e und Futteröle sowie [[Schmierstoff]]e und [[Trennmittel]] produziert. Bei Erzeugnissen aus zentralen Ölmühlen handelt es sich in der Regel um vollraffinierte Pflanzenöle, während in handwerklich arbeitenden kleineren Anlagen durch schonende [[Ölsaat]]enverarbeitung sogenannte [[Kaltgepresstes Pflanzenöl|kaltgepresste Pflanzenöle]] hergestellt werden, die keine Raffinationsschritte durchlaufen.&amp;lt;ref&amp;gt;B. A. Widmann: &amp;#039;&amp;#039;Hintergründe und Zielsetzungen der dezentralen Ölsaatenverarbeitung&amp;#039;&amp;#039;, in: Kuratorium für Technik und Bauwesen in der Landwirtschaft e.&amp;amp;nbsp;V. (Hrsg.), Dezentrale Ölsaatenverarbeitung, Darmstadt, 2005, S. 13–21&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Bei der Verbrennung von Pflanzenöl wird theoretisch nur so viel CO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt; emittiert, wie beim Aufwachsen der Pflanze gebunden wurde.&lt;br /&gt;
[[Datei:&amp;quot;Stadt des Öls - Gallipoli in Apulien&amp;quot; 11.jpg|mini|Historische Mühle für Lampenöl in Gallipoli.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Frantoio Ipogeo.jpg|mini|hochkant|Ölmühle in einem unterirdischen Gewölbe (Hypogäum) der Abtei Santa Maria di Cerrate, Apulien]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Old Olive Oil Mill in Mouriès.JPG|mini|hochkant|Alte Olivenölmühle in [[Mouriès]] (Südfrankreich)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Brandhöfer Ölmühle.jpg|mini|hochkant|Historisches [[Pochwerk|Stampfwerk]] der Ölmühle in der Brandhöfer Mühle bei [[Gschwend]]]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ölmühlen sind mindestens seit der griechischen Antike bekannt. Zahlreiche Mühlen wurden in [[Olynth]] gefunden, die Stadt wurde jedoch 348 v. Chr. zerstört.&amp;lt;ref&amp;gt;Helmuth Schneider: &amp;#039;&amp;#039;Die Gaben des Prometheus&amp;#039;&amp;#039; S. 94f. in: Wolfgang König (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Propyläen Technikgeschichte - Band 1&amp;#039;&amp;#039;, Propyläen, Berlin 1997.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im 19. Jahrhundert gab es in Deutschland 4000 Ölmühlen. Mit Beginn der Industrialisierung im 19. Jahrhundert begann auch eine Zentralisierung in diesem Bereich. Durch den [[Seehandel|Überseehandel]], teilweise auch durch die Ausbeutung von Kolonialgebieten in Ländern Afrikas wurden in großen Mengen [[Palmöl|Palmkerne]] und Erdnüsse nach Europa importiert und Öl aus ihnen gepresst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im industriellen Betrieb wurden in der 2. Hälfte des 19. Jahrhunderts die traditionellen [[Spindelpresse]]n zunächst durch die Kolbenpressen und schließlich durch Schneckenpressen ersetzt. Um 1900 kamen Seiher-Schneckenpressen auf, die heute überwiegend eingesetzt werden.&amp;lt;ref&amp;gt;Dipl.-Ing. Christian Schein: Dissertation [https://d-nb.info/967998387/34 Zum kontinuierlichen Trennpressen biogener Feststoffe in Schneckengeometrien am Beispiel geschälter Rapssaat], S. 2ff, Fachbereich 12 – Maschinenwesen –, Universität Duisburg-Essen, Mai 2003.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch das steigende Interesse an naturbelassenen kaltgepressten Ölen entstanden seit Beginn der 1990er Jahre wieder mehr kleine, handwerklich arbeitende Ölmühlen. Eine der ältesten, noch produzierenden Ölmühlen ist die 1650 gegründete, heute unter [[Denkmalschutz]] stehende, [[Leinöl]]&amp;lt;nowiki/&amp;gt;mühle (Braun Mühle) in [[Pfaffroda]].&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.oelmuehle-doernthal.de/Pages/geschichte.html Geschichte der Ölmühle Dörnthal], abgerufen am 26. Dezember 2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mindestens zehn der großen Ölmühlen sind Tochterunternehmen internationaler Großunternehmen wie etwa [[Bunge Limited]], [[Cargill]] oder [[Archer Daniels Midland]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv|url=http://www.ovid-verband.de/der-verband/mitgliedsfirmen/ |wayback=20081207011632 |text=Mitgliedsfirmen des Verbands der ölsaatenverarbeitenden Industrie in Deutschland e.&amp;amp;nbsp;V. (OVID) }}&amp;lt;/ref&amp;gt; Mehr als die Hälfte der dezentralen Ölmühlen befinden sich in Süddeutschland, insbesondere in Bayern.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Dezentrale Ölmühlen in Deutschland&amp;#039;&amp;#039;, [http://www.tfz.bayern.de/mam/cms08/biokraftstoffe/dateien/3_bericht.pdf Webseite des Technologie- und Förderzentrums e.&amp;amp;nbsp;V., Bayern]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Historische Ölmühlen ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Ölmühle Halverde.JPG|mini|hochkant|Ölmühle [[Halverde]]]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Ölmühle.jpg|mini|hochkant|Historische Ölmühle in [[Oberdreis]]]]&lt;br /&gt;
Die [[Ölmühle Berschweiler]] und die Brandhöfer Mühle bei [[Gschwend]] sind historische Ölmühlen, die nicht mehr in Betrieb sind, deren ursprüngliche Technik&amp;lt;ref&amp;gt;Detaillierte Darstellung von Mechanik und Technik historischer Ölmühlen bei [[Peter Nikolaus Caspar Egen]]: &amp;#039;&amp;#039;Ölmühlen&amp;#039;&amp;#039;. In: ders.: &amp;#039;&amp;#039;Untersuchungen über den Effekt einiger in Rheinland-Westphalen bestehenden Wasserwerke&amp;#039;&amp;#039;, hrsg. vom Ministerium des Innern für Handel, Gewerbe und Bauwesen, Teil I–II. A.&amp;amp;nbsp;Petsch, Berlin 1831, S. 158–167 ([https://books.google.de/books?id=ic4_AAAAcAAJ&amp;amp;hl=de&amp;amp;pg=PA158 Google-Books]).&amp;lt;/ref&amp;gt; jedoch vollständig erhalten ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Traditionelle Ölmühlen waren im deutschsprachigen Bereich ursprünglich [[Wassermühle]]n. Sie bestanden aus einem Samenstampfwerk, einem Röstkessel und einer sogenannten Schlägel-[[Keilpresse]].&amp;lt;ref&amp;gt;Moritz Rühlmann: &amp;#039;&amp;#039;Beitrag zur Geschichte der Oelmühlen&amp;#039;&amp;#039;. In: {{Webarchiv |url=http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj178/ar178074 |text=Mittheilungen des hannoverschen Gewerbevereins, 1875 S. 164 |wayback=20200323180844}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Prozess der Ölgewinnung wurde als &amp;#039;&amp;#039;Ölschlagen&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet.&amp;lt;ref&amp;gt;Berthold Moog: &amp;#039;&amp;#039;Die Ölmühle&amp;#039;&amp;#039;. In: [https://www.muehlenfreunde.ch/media/information/97/attachment-1559226116.pdf Mühlenbrief Nr. 10, Oktober 2007], hrsg. von der Vereinigung Schweizer Mühlenfreunde.&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Ölmüller wurde vielfach [[Ölschläger]] genannt.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Der Ölmüller&amp;#039;&amp;#039;. In: [https://web.archive.org/web/20200323181644/https://berufe-dieser-welt.de/die-oelmueller/ Berufe dieser Welt], hrsg. von S. und M. Sallmann.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diverse Ölmühlen finden sich in [[Freilichtmuseum|Freilichtmuseen]], so beispielsweise im [[Schwarzwälder Freilichtmuseum Vogtsbauernhof|Vogtsbauernhof]] (Schwarzwald), in [[Fürth im Ostertal]] (Ölmühle Wern) und im [[Volkskunde- und Freilichtmuseum Roscheider Hof |Roscheider Hof]] (Obermosel). Die [[Alte Ölmühle zu Wittenberge|Herzsche Ölmühle]] in [[Wittenberge]] an der Elbe, 1823 gegründet und 1856 um den Speicher erweitert, bildet heute die Kulisse der [[Elblandfestspiele Wittenberge]]. In der [[Ölmühle Tiengen]] wird im Rahmen von Vorführungen der historische Herstellungsablauf gezeigt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit 1923 ist die denkmalgeschützte Ölmühle der [[Essig- &amp;amp; Senffabrik Ph. Leman GmbH]] ununterbrochen in Betrieb. Früher wurden hier neben Senfsaaten und Raps vor allem [[Buchecker]]n gepresst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Truboelruehrwerk.jpg|mini|Trubölrührwerk in der dezentralen Ölmühle]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [http://www.fnr-server.de/ftp/pdf/literatur/pdf_300-rapsoelkraftstoff_2009b.pdf FNR, &amp;#039;&amp;#039;Handbuch Herstellung von Rapsölkraftstoff in dezentralen Ölgewinnungsanlagen.&amp;#039;&amp;#039;] (PDF; 4,5&amp;amp;nbsp;MB) (5,41 MB)&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;KTBL.&amp;#039;&amp;#039; Schrift 427, &amp;#039;&amp;#039;Dezentrale Ölsaatenverarbeitung,&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* Barbara Eder, Franz Eder: &amp;#039;&amp;#039;Pflanzenöl als Kraftstoff.&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;!--Verlag? Ort? Jahr?--&amp;gt; ISBN 978-3-936896-05-3.&lt;br /&gt;
* Technologie und Förderzentrum Straubing (TFZ): [http://www.tfz.bayern.de/biokraftstoffe/16614/ &amp;#039;&amp;#039;Herstellung – Ölgewinnung.&amp;#039;&amp;#039;]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Oil mills|Ölmühlen}}&lt;br /&gt;
{{Wiktionary|Ölmühle}}&lt;br /&gt;
* Edgar Remmele (Technologie- und Förderzentrum TFZ): [http://www.fnr-server.de/ftp/pdf/literatur/pdf_300-rapsoelkraftstoff_2009b.pdf &amp;#039;&amp;#039;Handbuch Herstellung von Rapsölkraftstoff in dezentralen Ölgewinnungsanlagen.&amp;#039;&amp;#039;] (PDF-Datei; 4,53&amp;amp;nbsp;MB) Herausgegeben von der Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e.&amp;amp;nbsp;V., Gülzow 2008; ISBN 978-3-9803927-1-6.&lt;br /&gt;
* [http://www.bdoel.de/ Bundesverband dezentraler Ölmühlen e.&amp;amp;nbsp;V. (BDOel.de)]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4172433-1}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Olmuhle}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mühlentyp nach Produkt]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Herstellung von Speiseöl]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ölmühle| ]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Giorgio Michele</name></author>
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