<?xml version="1.0"?>
<feed xmlns="http://www.w3.org/2005/Atom" xml:lang="de">
	<id>https://demowiki.knowlus.com/api.php?action=feedcontributions&amp;feedformat=atom&amp;user=2A02%3A908%3AC71%3A7840%3A59DF%3AFA08%3A5D9D%3A67FB</id>
	<title>Demo Wiki - Benutzerbeiträge [de]</title>
	<link rel="self" type="application/atom+xml" href="https://demowiki.knowlus.com/api.php?action=feedcontributions&amp;feedformat=atom&amp;user=2A02%3A908%3AC71%3A7840%3A59DF%3AFA08%3A5D9D%3A67FB"/>
	<link rel="alternate" type="text/html" href="https://demowiki.knowlus.com/index.php?title=Spezial:Beitr%C3%A4ge/2A02:908:C71:7840:59DF:FA08:5D9D:67FB"/>
	<updated>2026-07-15T00:29:25Z</updated>
	<subtitle>Benutzerbeiträge</subtitle>
	<generator>MediaWiki 1.44.2</generator>
	<entry>
		<id>https://demowiki.knowlus.com/index.php?title=Geschichte_von_Belarus&amp;diff=14385</id>
		<title>Geschichte von Belarus</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://demowiki.knowlus.com/index.php?title=Geschichte_von_Belarus&amp;diff=14385"/>
		<updated>2025-02-22T11:44:18Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;2A02:908:C71:7840:59DF:FA08:5D9D:67FB: /* Literatur */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Datei:Anton Losenko. Vladimir and Rogneda.jpg|mini|Wladimir von Kiew und die Prinzessin Rahneda von Polazk (Gemälde aus dem Jahre 1770)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die &#039;&#039;&#039;Geschichte von Belarus&#039;&#039;&#039; umfasst die Entwicklungen auf dem Gebiet der [[Belarus|Republik Belarus]] von der Urgeschichte bis zur Gegenwart. Sie ist geprägt von der Lage des Landes am Übergangsbereich zwischen dem [[Römisch-katholische Kirche|katholisch]] geprägten [[Polen|polnischen]] und dem [[Russisch-Orthodoxe Kirche|orthodox]] geprägten [[Russland|russischen]] Einflussbereich. So kam es häufig zu Herrschaftswechseln und Besetzungen durch fremde Mächte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Vor- und Frühgeschichte ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Востраканечнiк i скэблападобная прылада працы з Абiдавiчаў.jpg|mini|links|[[Mittelpaläolithikum|Mittelpaläolithische]] Werkzeuge, Museum für die Geschichte und Kultur von Belarus, Minsk]]&lt;br /&gt;
Zum Ende der [[Letzte Kaltzeit|letzten Eiszeit]] gehörte das Gebiet des heutigen Belarus zum östlichen [[Gravettien]], danach zum Epi-Gravettien. Westlich gehörten dazu die Swidru-Gruppen, im Osten die Gruppen um die Kostënki-Funde.&lt;br /&gt;
Für die Mittelsteinzeit (Mesolithikum) kennen wir im Westen die [[Janislawice-K.]], deren östliche Ausdehnung nicht genau bestimmt ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Jüngeren Steinzeit (Neolithikum) soll sich von hier schon früh die Keramik nach Westen in die baltischen Gebiete ausgebreitet haben.&lt;br /&gt;
[[Datei:Антрапаморфная скульптура. Асавец-2.jpg|mini|Anthropomorphe Darstellung aus dem Neolithikum, Asavicts-2]]&lt;br /&gt;
Im Spät-Neolithikum ist die Ober-Dneper-Kultur bekannt, die mit der Mittel-Dneper-Kultur zusammenhängt. Weitere mögliche Zusammenhänge bestehen mit der östlichen [[Jamnaja-Kultur]]. In der Bronzezeit scheint das gesamte Gebiet mehr mit der baltischen Frühbronze zusammenzuhängen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Frühes Mittelalter ==&lt;br /&gt;
Über die [[Frühgeschichte]] von Belarus ist nur wenig bekannt. Es kann angenommen werden, dass das Gebiet des Landes von [[Slawen]] besiedelt war.&amp;lt;ref&amp;gt;Jürgen Udolph (1979): &#039;&#039;Zum Stand der Diskussion um die Urheimat der Slaven&amp;lt;!-- sic --&amp;gt;.&#039;&#039; In: &#039;&#039;[[Beiträge zur Namenforschung]]&#039;&#039;, N. F. 14: S. 1–25.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;J. Bemmann, M. Parczewski (Hrsg.): &#039;&#039;Frühe Slawen in Mitteleuropa.&#039;&#039; Wachholtz-Verlag, Neumünster 2005.&amp;lt;/ref&amp;gt; Das Gebiet von Belarus wurde im [[Frühmittelalter]] wiederholt von [[Wikinger]]n durchquert. Diese gründeten im heute [[Ukraine|ukrainischen]] [[Kiew]] das Reich der [[Kiewer Rus]], das auch zunehmend Einfluss über das Gebiet des heutigen Belarus gewann. 988 initiierte der Kiewer Großfürst [[Wladimir der Große]] die [[Christianisierung der Rus]], womit das orthodoxe Christentum auch im späteren Belarus Einzug fand. Von dieser Zeit zeugen neben den [[Borissteine]]n an der Düna die [[Sophienkathedrale von Polozk]], es begann der steinerne Bau in vielen weiteren Städten, die kyrillische Schrift fand Verbreitung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um 1000 gründeten sich auf dem Gebiet von [[Belarus]] verschiedene selbständige Fürstentümer, die mehr oder weniger Bestandteile der Kiewer Rus waren. Einige Beispiele dafür wären die Fürstentümer [[Fürstentum Klezk|Klezk]], [[Fürstentum Kobrin|Kobrin]], [[Fürstentum Mensk|Mensk]], [[Fürstentum Pinsk|Pinsk]], [[Fürstentum Polazk|Polazk]], [[Fürstentum Sluzk|Sluzk]] oder [[Fürstentum Turow|Turow]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Großfürstentum Litauen ==&lt;br /&gt;
Nach dem [[Mongoleneinfall]] in [[Osteuropa]] und der Zerschlagung der [[Kiewer Rus]] hatten sich die belarussischen Fürsten im 13. Jahrhundert mehr oder weniger freiwillig dem [[Großfürstentum Litauen]] angeschlossen. Die Schicksale von Belarus und [[Litauen]]s waren nun für 600 Jahre miteinander verbunden. Beide Völker heißen in ihren Sprachen „Litauer“ (&#039;&#039;lietuvis&#039;&#039; bzw. &#039;&#039;litwin&#039;&#039;). Belarus machte damals den Hauptteil des Staatsgebietes aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Lithuanian state in 13-15th centuries-de.svg|mini|Die Staatsbildung fand in den belarussischen Territorien statt]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit der Zeit wurde die altruthenische Kultur und Sprache, ein Vorläufer der [[Belarussische Sprache|belarussischen Sprache]], im Großfürstentum dominant (siehe [[Goldenes Zeitalter (Belarus)]]), weshalb sich das Großfürstentum Litauen und später [[Polen-Litauen]] von nun an als rechtmäßiger Erbe der Rus (&#039;&#039;magnus dux Littwanie, Samathie et Rusie&#039;&#039;) sah und im 15. und 16. Jahrhundert zum Konkurrenten des [[Großfürstentum Moskau|Großfürstentums Moskau]] bei der &#039;&#039;[[Sammlung der russischen Erde|Sammlung der russischen Länder]]&#039;&#039; wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Tod von [[Königreich Polen|Polens]] König [[Kasimir III. (Polen)|Kasimir III.]] des Großen eröffnete sich 1385/86 die Möglichkeit, Polen durch Heirat mit dem damals noch nicht [[Christianisierung|christianisierten]] Litauen zu verbinden. Der litauische Großfürst [[Władysław II. Jagiełło|Jogaila]] ließ sich taufen, verband sich in der [[Union von Krewo]] ehelich mit Polens Königin [[Hedwig von Anjou]], bestieg den polnischen Thron und begründete als König Władysław II. Jagiełło von Polen das Herrscherhaus der [[Jagiellonen]]. Das Großfürstentum Litauen überließ er seinem Cousin [[Vitaut|Vytautas]] (poln. Witold, 1401 Großfürst), der es bis zu seinem Tod 1430 regierte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Personalunion von Krėva (Krevo) hatte einschneidende Folgen für die [[russisch-orthodoxe Kirche]]. Zwar sollte der Status quo erhalten bleiben, doch in der Folgezeit wurden die orthodoxe Minderheit im Osten von Belarus und in der Ukraine schlechter gestellt als die [[Römisch-katholische Kirche|Katholiken]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit der [[Schlacht bei Tannenberg (1410)|Schlacht bei Tannenberg]] (15. Juli 1410, belarussisch &#039;&#039;Грунвальд&#039;&#039;/&#039;&#039;[[Grunwald]]&#039;&#039;), bei der die Truppen des [[Deutscher Orden|Deutschen Ritterordens]] aus [[Preußen]] und [[Livland]] vernichtend geschlagen wurden, konnten die Grenzen nach Norden endgültig befestigt werden (die Grenze mit [[Ostpreußen]] hatte bis 1918 unverändert Bestand). Errungen wurde dieser Sieg von vereinten polnischen und litauischen Truppen, denn Polens König Władysław II. Jagiełło und Großfürst Vytautas agierten zusammen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den sich an die Tode Vytautas’ und Jogailas (1434) anschließenden Nachfolgekämpfen konnte der [[Szlachta|polnische Adel]] seinen Einfluss nach und nach vergrößern. Seit dem Ende des 15. Jahrhunderts spielte das benachbarte Großfürstentum Moskau eine entscheidende Rolle für das Großfürstentum Litauen. Angesichts der äußeren Bedrohung zwischen dem 13. und 15. Jahrhundert zerfielen im eigentlichen Litauen und den dazugehörigen Landesteilen die weißrussischen Gebiete. Der benachteiligte Adel der peripheren Gebiete versprach sich mehr Vorteile und Macht bei einem Übertritt zum Großfürstentum Moskau. So schlossen sich zwischen 1487 und 1493 mindestens vier Fürstenhäuser aus den Ostprovinzen des Großfürstentums Moskau an. Ende der 1490er-Jahre verließen dann die Fürsten Semjon Belski, Semjon und Iwan Moschaijski und Wassili Schemjatitsch den litauischen Verbund. Immer wieder kam es zu Grenzkonflikten zwischen beiden Reichen. Am Ende des Krieges musste Litauen 1503 die Gebiete [[Tschernihiw]], [[Nowhorod-Siwerskyj|Nowgorod-Sewers]], [[Gomel]], [[Brjansk]], [[Putywl|Putiwl]], [[Starodub]] und [[Mzensk]] an Moskau abtreten. Wenig später, 1514, kam es erneut zu bewaffneten Auseinandersetzungen zwischen den Streitkräften Moskaus und Litauens. In dieser Zeit wurde unter der Führung Moskaus eine antijagelionische Allianz gegründet mit dem Ziel, das Großfürstentum aufzuteilen und die weißrussischen Provinzen dem Großfürstentum Moskau zuzuschlagen. Der Sieg, den die Truppen unter dem Oberkommando Konstantin Ostroschkis in der [[Schlacht bei Orscha (1514)|Schlacht bei Orscha]] am 8. September über das Moskauer Heer errangen, hielt die Expansion Moskaus nach Westen jedoch vorerst auf.&amp;lt;ref&amp;gt;Dietrich Beyrau, Rainer Lindner: &#039;&#039;Handbuch der Geschichte Weissrusslands.&#039;&#039; S. 89.&amp;lt;/ref&amp;gt; Unter dem Eindruck der Moskauer Offensive im [[Livländischer Krieg|Livländischen Krieg]] (1558–1582/83), bei dem Russland und das litauische Großfürstentum zeitweilig die Hauptwidersacher waren, musste Litauen 1569 der [[Union von Lublin]] mit Polen zustimmen. Diese bildete auch für die Geschichte der (damals litauischen) [[Ukraine]] eine deutliche Zäsur.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die ukrainischen Länder wurden nun direkt dem Königreich Polen unterstellt und die kulturelle und religiöse Integration des ukrainischen in den polnischen Adel beschleunigt. Es bildete sich eine tiefe Kluft zwischen dem privilegierten katholischen Adel und der orthodox gebliebenen ukrainischen Unterschicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den folgenden gut 200 Jahren verlor Litauen kontinuierlich an politischer Dominanz. Die meisten relevanten Entscheidungen fielen in [[Krakau]] und [[Warschau]]. Es war aber ein kulturelles Zentrum der [[Juden in Osteuropa]] mit eigenen Schulen, einer großen [[Bibliothek]] und zahlreichen [[Jeschiwa|Jeschiwot]]. Die berühmteste Figur war Rabbi Elijah Ben Salomon Salman, genannt der [[Gaon von Wilna]], (1720–1797), der sich leidenschaftlich für traditionelles [[Judentum]] mit Schwerpunkt auf dem Studium von [[Tora]] und [[Talmud]] sowie gleichzeitig für moderne Naturwissenschaften interessierte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Russische Herrschaft ==&lt;br /&gt;
Ende des 18./ Anfang des 19. Jahrhunderts kam das Gebiet nach und nach unter russische Herrschaft durch die sog. [[Teilungen Polens]]. Es bestand nur noch aus [[Gouvernement]]s, die [[Zentralismus|zentralistisch]] von [[Sankt Petersburg]] aus regiert wurden und starken [[Russifizierung]]sversuchen ausgesetzt waren, die sich vor allem gegen die polnische Oberschicht richteten. So wurde der [[Belarussische Sprache|belarussische Dialekt]] verboten. Erst nach der [[Russische Revolution 1905|Revolution von 1905]] wurde dessen Gebrauch wieder legalisiert, durfte jedoch auch weiterhin nicht in den Schulen unterrichtet werden. Gegen das Polnische richtete sich auch das Verbot des [[Lateinisches Alphabet|lateinischen Alphabets]]. Bereits 1839 hatte der Zar die [[Katholische Ostkirchen|unierte Kirche]] in Belarus und der [[Ukraine]] verboten, um den katholischen Einfluss in diesen Gebieten zurückzudrängen. Jene Bevölkerungsteile, die dieser Konfession angehört hatten, wurden gedrängt, den orthodoxen Glauben anzunehmen. 1863/64 kam es zu [[Januaraufstand|Aufständen]] gegen die russische Herrschaft unter der Führung [[Kastus Kalinouski]]s, welche jedoch blutig niedergeschlagen wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== 1918–1920 ==&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|Weißrussische Volksrepublik|Polnisch-Sowjetischer Krieg}}&lt;br /&gt;
[[Datei:Passport of BNR.jpg|mini|Reisepass der Weißrussischen Volksrepublik]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 25. Februar 1918 rückten deutsche Truppen in [[Minsk]] ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unter deutschem Schutz, aber ohne das Einverständnis der Besatzungsmacht, wurde am 25. März 1918 zum ersten Mal die Unabhängigkeit von Belarus proklamiert. Die „Rada“, das Exekutivorgan des [[I. Weißrussischer Volkskongress|I. Weißrussischen Volkskongresses]], deklarierte die Loslösung von [[Sowjetunion|Sowjetrussland]] und rief die „freie und unabhängige [[Weißrussische Volksrepublik]]“ („Belaruskaja Narodnaja Respublika“) aus, die weder vom [[Deutsches Reich|Deutschen Reich]] noch von den [[Westmächte]]n anerkannt wurde. Sie existierte nur ein halbes Jahr bis Herbst 1918, gilt aber historisch und im Bewusstsein der Weißrussen als der Gründungsakt einer eigenen weißrussischen Staatlichkeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Zuge der deutschen [[Novemberrevolution]], der Hinfälligkeit des [[Friedensvertrag von Brest-Litowsk|Vertrages von Brest-Litowsk]] und des [[Russischer Bürgerkrieg|Bürgerkrieges]] im benachbarten Russland, der auch auf Belarus übergriff, geriet das Land unter die Kontrolle der [[Kommunismus|Kommunisten]]. In dieser Phase wurde am 1. Januar 1919 in [[Smolensk]] die [[Weißrussische SSR]] proklamiert und deren Verwaltung schon eine Woche später nach [[Minsk]] verlegt. Von Westen her versuchte [[Polen]] unter [[Marschall]] [[Józef Piłsudski]], weite Teile von Belarus unter seine Kontrolle zu bringen, um dort einen mit Polen föderierten Staat zu bilden. Er wollte an die Traditionen des [[Großherzogtum Litauen|Großherzogtums Litauen]] anknüpfen. Am 27. Februar 1919 fusionierte die Weißrussische SSR mit [[Litauen]] für einige Monate zur [[Litauisch-Weißrussische Sowjetrepublik|Litauisch-Weißrussischen SSR]],&amp;lt;ref&amp;gt;Kristian Gerner, Stefan Hedlund: &#039;&#039;The Baltic states and the end of the Soviet empire&#039;&#039;. Routledge, London 1993, ISBN 0-415-07570-X, S. 57.&amp;lt;/ref&amp;gt; die aber im Juli 1919 während des [[Polnisch-Sowjetischer Krieg|Polnisch-Sowjetischen Krieges]] durch polnische Truppen zerschlagen wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Rzeczpospolita 1923.png|mini|Belarus als Teil Polens und der Sowjetunion, 1939 (vor dem Zweiten Weltkrieg)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im August 1919 besetzte [[Zweite Republik Polen|Polen]] einen großen Teil von Belarus und auch die Hauptstadt [[Minsk]]. Diese Besetzung dauerte bis zum 11. Juli 1920 an. Am 1. August 1920 wurde schließlich die [[Weißrussische SSR]] (BSSR) neugegründet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1920 erkannte Polen die BSSR an, Belarus wurde zwischen Polen und der BSSR aufgeteilt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Zwischen den Weltkriegen (Sowjetunion) ==&lt;br /&gt;
Zwischen dem [[Erster Weltkrieg|Ersten]] und dem [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieg]] gehörte der westliche Teil des heutigen Belarus zu Polen, der östliche zur [[Weißrussische Sozialistische Sowjetrepublik|Weißrussischen SSR]], die 1922 Gründungsmitglied der [[Sowjetunion]] war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Reaktion auf die Herrschaft der Bolschewiki ereignete sich 1920 der [[Aufstand von Sluzk]], mit dem Ziel einen unabhängigen weißrussischen Staat zu schaffen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Polen stieß die von [[Józef Piłsudski|Piłsudski]] und den [[Polnische Sozialistische Partei|Sozialisten]] propagierte Idee einer Autonomie für die von Weißrussen besiedelten Gebiete auf große Kritik, besonders bei der [[Nationalismus|nationalistischen]] Mehrheit im [[Sejm (Zweite Republik)|Sejm]]. Die [[Narodowa Demokracja|Nationaldemokraten]] unter [[Roman Dmowski]] setzten auf eine [[Polonisierung]] der nicht-polnischen Bevölkerung der [[Kresy|Ostgebiete]]. Die Folge war eine ambivalente Politik gegenüber den [[Weißrussen]]: Einerseits hatten sie ihre Vertretung im [[Parlament]] (Hramada, Bündnis der Nationalen Minderheiten), ihre [[Schule]]n und Gesellschaften. Diese wurden aber im Vergleich zu [[Galizien|Ostgalizien]] oder [[Wolhynien]] stärker [[Diskriminierung|diskriminiert]]. Im Zuge der angestrebten Polonisierung wurden in den Jahren 1929–1939 ca. 300.000 Polen in Westweißrussland angesiedelt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Flag of the Byelorussian SSR (1919).svg|mini|Flagge der Weißrussischen SSR 1919–1937]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Flag of the Byelorussian SSR (1937).svg|mini|Flagge der Weißrussischen SSR 1937–1940 / 1951]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf der sowjetischen Seite genossen die [[Belarussen]] zunächst eine ziemlich große Autonomie. Diese war Teil der sowjetischen [[Nationalitätenprinzip|Nationalitätenpolitik]]. Es wurde eine quasi-unabhängige Republik errichtet, die 1929 und 1932 territorial vergrößert wurde. [[Belarussische Sprache|Belarussisch]] wurde zusammen mit [[Russische Sprache|Russisch]] und [[Polnische Sprache|Polnisch]] als offizielle Sprache der Republik anerkannt. Viele weißrussische Intellektuelle übersiedelten aus Wilna ([[Vilnius]]) nach Minsk. Die [[Römisch-katholische Kirche|katholischen]], [[Russisch-Orthodoxe Kirche|orthodoxen]] und [[Juden in der Sowjetunion|jüdischen]] Geistlichen waren jedoch schon unter [[Lenin]] der Verfolgung ausgesetzt: nicht nur verbot man den [[Religionsunterricht]] in den [[Schule]]n, sondern man schloss auch [[Kirchengebäude|Kirchen]] und [[Synagoge]]n, erlegte den Kirchen immer wieder neue [[Steuer]]n auf und verschleppte Geistliche nach [[Sibirien]]. Unter [[Stalin]] wurde auch ein großer Teil der weißrussischen [[Intelligenzija]] verfolgt und ermordet (siehe: [[Kurapaty]]). Belarus blieb auch von der [[Hungersnot]] der Jahre 1932/33 („[[Holodomor]]“) nicht verschont.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv |url=http://glavpost.com/post/11dec2015/History/70271-esche-odin-zabytyy-podvig-rossii-istoriya-golodomora-v-belarusi.html |text=Archivierte Kopie |wayback=20151227135757}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Trotzdem nahm das Land Flüchtlinge aus dem Süden auf. Die 1930er Jahre standen unter dem Zeichen der [[Zwangskollektivierung in der Sowjetunion|Zwangskollektivierung der Landwirtschaft]] und der [[Industrialisierung der Sowjetunion]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Zweiter Weltkrieg ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 17. September 1939 erfolgte die [[Sowjetische Besetzung Ostpolens 1939–1941|Besetzung Ostpolens]] durch die [[Rote Armee]]. Im geheimen Zusatzprotokoll des [[Deutsch-sowjetischer Nichtangriffspakt|deutsch-sowjetischen Nichtangriffspaktes]] wurden die Gebiete zwischen [[Slutsch]] und [[Westlicher Bug|Bug]] (also ganz Belarus) der [[Sowjetunion|sowjetischen]] [[Interessensphäre]] zugeschlagen. Am 22. Oktober 1939 wurde die Wahl zum sogenannten „Volkskongress von Westweißrussland“ durchgeführt, zusammen mit einer Volksabstimmung, in der sich dem offiziellen Ergebnis zufolge 99,9 Prozent der Bevölkerung für den Verbleib bei der [[Sowjetunion]] aussprachen. Am 2. November wurde Westweißrussland offiziell an die [[Weißrussische Sozialistische Sowjetrepublik]] angeschlossen. Die Weißrussische SSR umfasste jetzt nicht nur ethnisch belarussische Gebiete, sondern auch [[Białystok]], [[Hrodna]] und [[Lida]], wo in den Städten [[Polen (Ethnie)|Polen]] und [[Judentum|Juden]] die Mehrheit bildeten. Kurz nach der „Aufnahme“ der Regionen [[Polesien]], Białystok und [[Vilnius]] in die [[UdSSR]] wurden sogenannte [[Volksfeind]]e wie [[Szlachta|polnische Adelige]], polnische und jüdische [[Unternehmer]], belarussische [[Intelligenzija|Intelligenzler]] und [[Geistliche]] nach [[Sibirien]] und [[Kasachstan]] deportiert. Die Zahl der Verschleppten wird auf 400.000 bis 500.000 Menschen geschätzt, ist aber schwer zu überprüfen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Sommer des Jahres 1941 eroberte die deutsche [[Wehrmacht]] das Land innerhalb weniger Wochen. Die Rote Armee evakuierte während des Einmarsches rund 20 % der belarussischen Bevölkerung nach Russland und vernichtete den Vorrat an Lebensmitteln.&amp;lt;ref&amp;gt;Eugeniusz Mironowicz: &#039;&#039;Białoruś.&#039;&#039; Trio, Warschau 1999, ISBN 83-85660-82-8, S. 136.&amp;lt;/ref&amp;gt; Am 1. September 1941 wurden die Hälfte der westbelarussischen [[Kresy]] sowie die Gegend um Minsk zum Generalkommissariat Weißruthenien zusammengefasst, das unter der Leitung von [[Wilhelm Kube]] stand. Zusammen mit den Generalkommissariaten [[Estland]], [[Lettland]] und [[Litauen]] bildete es das [[Reichskommissariat Ostland]].&amp;lt;ref&amp;gt;Alexander Brakel: &#039;&#039;Unter Rotem Stern und Hakenkreuz. Baranowicze 1939 bis 1944. Das westliche Belarus unter sowjetischer und deutscher Besatzung&#039;&#039;. (= Zeitalter der Weltkriege. Band 5). Ferdinand Schöningh Verlag, Paderborn u. a. 2009, ISBN 978-3-506-76784-4, S. 6&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|Kesselschlacht bei Białystok und Minsk}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Deutsch-Sowjetischer Krieg|deutsche Invasion]] brachte starke Zerstörungen. Obwohl man in vielen Gebieten von Belarus anfangs froh über die sowjetische Niederlage war, enttäuschten die Deutschen die lokale Bevölkerung schnell.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von den etwa 9 Millionen Einwohnern, die den deutschen Besatzern in die Hände fielen, ermordeten von der Wehrmacht und [[Schutzstaffel|SS]] geführte Verbände von 1941 bis 1944 1,6 bis 1,7 Millionen Menschen, darunter 700.000 Kriegsgefangene, 500.000 bis 550.000 Juden, 345.000 Opfer der sogenannten [[Partisanenbekämpfung]], denen ganz überwiegend Zivilisten zum Opfer fielen und ungefähr 100.000 Angehörige sonstiger Bevölkerungsgruppen.&amp;lt;ref&amp;gt;Christian Gerlach: &#039;&#039;Kalkulierte Morde. Die deutsche Wirtschafts- und Vernichtungspolitik in Weißrußland 1941 bis 1944.&#039;&#039; Hamburger Edition, Hamburg 1999, S. 1158.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die deutschen Soldaten führten einen [[Vernichtungskrieg]] gegen die [[Zivilbevölkerung]]. Es wurden mehr als 200 Städte und 9000 Dörfer zerstört. Vielfach trieben die deutschen Soldaten die Dorfeinwohner in Scheunen und brannten diese nieder, wie 1943 in [[Chatyn]] (nicht zu verwechseln mit [[Katyn]]). Heute ist dieser Ort nahe [[Minsk]] eine [[Nationale Gedenkstätte der Republik Belarus|Gedenkstätte für die Opfer des Zweiten Weltkrieges]]. Allein in Minsk ermordete die deutsche Besatzungsmacht mehr als 100.000 Einwohner. Die [[Juden in der Sowjetunion|jüdische Bevölkerung]] von Belarus wurde fast vollständig ermordet. Etwa acht bis neun Prozent aller umgebrachten europäischen Juden stammten aus Belarus. Fast alle Städte des Landes waren völlig zerstört. Die [[Industriebetrieb]]e waren um 85 Prozent, die Industriekapazität um 95 Prozent, die Saatfläche um 40 bis 50 Prozent, der Viehbestand um 80 Prozent zurückgegangen. Es gab nach dem Kriegsende drei Millionen [[Obdachlosigkeit|Obdachlose]]. 25 Prozent der belarussischen Bevölkerung waren umgekommen. Weiterhin wurde ein Großteil der ethnischen Polen (etwa 300.000) in die Polen zugeschlagenen [[Ostgebiete des Deutschen Reiches|deutschen Ostgebiete]] zwangsumgesiedelt. Vor dem Zweiten Weltkrieg lebten in Belarus zehn Millionen Menschen. Erst gegen Ende der 1980er-Jahre hatte die Bevölkerungszahl von Belarus wieder den Vorkriegsstand erreicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während der deutschen Besatzungszeit wurde in Belarus der „[[Weißruthenischer Zentralrat|Weißruthenische Zentralrat]]“ (Bielaruskaja Centralnaja Rada – BCR) installiert, eine [[Marionettenregierung]], die historische weißrussische Staatsembleme benutzte. Vorsitzender des BCR war [[Radasłaŭ Astroŭski]]. Diese „Regierung“ verschwand nach dem Rückzug der deutschen Ostfront 1944.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Wojciech Roszkowski]], Jan Kofman (Hrsg.): &#039;&#039;Biographical Dictionary of Central and Eastern Europe in the Twentieth Century.&#039;&#039; Routledge, Abingdon u. a. 2015, ISBN 978-0-7656-1027-0, S. 39f.&amp;lt;/ref&amp;gt; Auch andere Institutionen wie die [[Weißruthenische Heimwehr]], das [[Weißruthenisches Selbstschutzkorps|Weißruthenische Selbstschutzkorps]], die [[Weißrussische Hilfspolizei]], das [[Weißruthenisches Jugendwerk|Weißruthenische Jugendwerk]] oder das [[Weißruthenisches Selbsthilfewerk|Weißruthenische Selbsthilfewerk]] wurden gegründet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Sowjetische Partisanen#Weißrussland|bewaffnete Widerstandsbewegung]] von Belarus galt als eine der stärksten [[Europa]]s. Es gab über 1000 [[Partisan]]engruppen, welche zumeist kommunistisch, aber auch nationalistisch orientiert waren. Im Herbst 1943 eroberte die Rote Armee den äußersten Osten des Landes wieder und im Sommer 1944 war das gesamte Land zurückerobert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== 1944 bis 1991 (Sowjetunion) ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Flag of Byelorussian SSR.svg|mini|Flagge der Weißrussischen Sozialistischen Sowjetrepublik ab Dezember 1951]]&lt;br /&gt;
Der Rückeroberung durch die [[Rote Armee]] im Sommer 1944 folgten umfangreiche Verschleppungen von Funktionären der lokalen Verwaltungen und der [[Kommunistische Partei der Sowjetunion|KPSU]]. Doppelt gestraft waren ehemalige Kriegsgefangene, die sich im Rahmen dieser Säuberungsmaßnahmen dem Verdacht ausgesetzt sahen, durch ihre Jahre in deutscher Kriegsgefangenschaft „ideologisch verseucht“ zu sein.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Helen Fedor |url=http://countrystudies.us/belarus/11.htm |titel=Stalin and Russification |werk=Belarus: A Country Study |hrsg=Library of Congress |datum=1995 |sprache=en |abruf=2020-08-08 |zitat=Stalin ordered sweeping purges and mass deportations of local administrators and members of the CPSU, as well as those who had collaborated with the Nazis in any way, those who had spent the war in slave labor and prison camps in Germany and were now „ideologically contaminated“ in Stalin&#039;s view, those who were suspected of antiSoviet sentiments, and those who were accused of „bourgeois nationalism.“}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Josef Stalin]]s Angst vor westlichem Einfluss hatte aber auch Nutzen für Belarus, das bald bevorzugtes Ziel sowjetischer Industriepolitik wurde. Dies sowie die fortdauernde Politik der [[Russifizierung]] führten zur vermehrten Ansiedlung ethnischer Russen, die bald auch Schlüsselpositionen in Politik und Kultur einnahmen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt; [[Kulturpolitik|Kulturpolitisch]] wurde die [[belarussische Sprache]] deutlich benachteiligt, was zu einem starken Rückgang ihres Gebrauchs führte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Obwohl die SSR als sowjetische Teilrepublik kein unabhängiger Staat war, wurde sie ebenso wie die [[Ukraine]] auf Stalins Betreiben Gründungsmitglied der [[Vereinte Nationen|Vereinten Nationen]]. US-Präsident [[Franklin D. Roosevelt|Roosevelt]] ließ sich im Gegenzug das Recht einräumen, zwei seinem Land verpflichtete Mitglieder zu benennen, welches jedoch ungenutzt blieb.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Bureau of Public Affairs Department Of State. The Office of Electronic Information |url=https://2001-2009.state.gov/r/pa/ho/time/wwii/17604.htm |titel=The Formation of the United Nations, 1945 |sprache=en |abruf=2020-08-08}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Tchernobyl radiation 1996-de.svg|mini|Verseuchung durch radioaktiven Niederschlag]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Stark betroffen war das Land vom [[Nuklearkatastrophe von Tschernobyl|Reaktorunglück]] am 26. April 1986 in [[Tschornobyl|Tschernobyl]] in der benachbarten [[Ukraine]], das nur rund zehn Kilometer südlich der belarussischen Grenze liegt. Nach der katastrophalen [[Kernschmelze]] und [[Explosion]] wurden zehntausende Betroffene auf beiden Seiten der Grenze viel zu spät gewarnt und [[Evakuierung|evakuiert]]. In Belarus gingen 70 % des [[Radioaktiver Niederschlag|Fallouts]] nieder; rund 22 % des Landes wurden mit [[Caesium#Caesium 137|Cäsium-137]] kontaminiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Zeit des [[Kalter Krieg|Kalten Krieges]] war Belarus für die Sowjetunion von höchster militärischer Bedeutung. Die [[Sowjetarmee|sowjetischen Streitkräfte]] nutzten die Sowjetrepublik als Aufmarsch- und Transitland für die gegen die [[NATO]] gerichteten Verbände in Mitteleuropa. Wirtschaftlich galt Belarus als eine der produktivsten Sowjetrepubliken; es entstanden [[Rat für gegenseitige Wirtschaftshilfe#Spezialisierung|Schwerpunkte]] auf dem Gebiet der chemischen und petrochemischen Industrie sowie des Maschinenbaus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei Wahlen zum Obersten Sowjet von Belarus am 4. März 1990 setzten sich der reformwillige Kandidat Mikalaj Dsemjanzej (russ. &#039;&#039;Nikolai Dementei&#039;&#039;) durch. Vollmitglied im [[Politbüro der Kommunistischen Partei der Sowjetunion]] war [[Jafrem Sakalou]] (russ. &#039;&#039;Jefrem Sokolow&#039;&#039;). Im Zuge des [[Zerfall der Sowjetunion|Zerfalls der Sowjetunion]] erklärte das Parlament von Belarus die bisherige [[Weißrussische Sozialistische Sowjetrepublik]] am 27. Juli 1990 für souverän. Am 23. April 1991 unterzeichnete der Präsident der Sowjetunion [[Michail Sergejewitsch Gorbatschow]] mit den obersten Repräsentanten von neun Republiken (Russland, Ukraine, Belarus, Kasachstan, Usbekistan, Kirgisien, Tadschikistan, Turkmenistan und Aserbaidschan) in [[Nowo-Ogarjowo]] eine &#039;&#039;Gemeinsame Erklärung über den Fortbestand der Sowjetunion (9+1-Abkommen)&#039;&#039;. Dieser sah die Unterzeichnung eines Unionvertrages und einer Unionsverfassung vor. Am 4. Juni 1991 einigten sich die Präsidenten der neun Unionsrepubliken auf die Änderung des Staatsnamens in Union der Souveränen Sowjetrepubliken. Am 27. Juni 1991 wurde der [[Rat für gegenseitige Wirtschaftshilfe]] (RGW) aufgelöst und am 1. Juli 1991 der [[Warschauer Pakt]]. Bis 1992 waren rund 100.000 sowjetische Soldaten in Belarus stationiert, davon waren rund 70 Prozent der Offiziere Russen oder Ukrainer. Die Unterzeichnung des neuen Unionsvertrages scheiterte einen Tag zuvor durch den [[Augustputsch in Moskau]] gegen Gorbatschow.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vier Tage nach diesem gescheiterten Putsch verabschiedete der Oberste Sowjet der Republik Belarus am 25. August 1991 einstimmig eine Erklärung zur politischen und wirtschaftlichen Unabhängigkeit des Staates Belarus, und die Kommunistische Partei von Belarus setzte vorübergehend ihre Tätigkeit aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 5. September 1991 beschloss der [[Volksdeputiertenkongress|Kongress der Volksdeputierten]] (VDK) das [[Zerfall der Sowjetunion|Ende der Sowjetunion]] und verabschiedete ein Gesetz über die Umwandlung der zentralisierten Sowjetunion in die [[Gemeinschaft unabhängiger Staaten]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Republik Belarus ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Flag of Belarus (1918, 1991-1995).svg|mini|Flagge der Republik Belarus 1991–1995]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Stanislaw Szuszkiewicz 1.JPG|mini|Stanislau Schuschkewitsch, erstes Staatsoberhaupt der Republik Belarus 1991–1994]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Flag of Belarus (1995-2012).svg|mini|Flagge der Republik Belarus 1995–2012]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Lukasjenko-31.jpg|mini|[[Aljaksandr Lukaschenka]], Präsident von Belarus seit 1994]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 26. August 1991 wurde die Republik Belarus ausgerufen. [[Stanislau Schuschkewitsch]] wurde Vorsitzender des [[Oberster Rat der Republik Belarus|Obersten Rats der Republik Belarus]] (Wjarchouny Sawet). Schuschkewitsch ist somit der erste Staatschef von Belarus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 7. Dezember 1991 trafen sich die Präsidenten [[Boris Jelzin]] ([[Russische Sozialistische Föderative Sowjetrepublik]]), [[Leonid Krawtschuk]] (Ukraine) und Schuschkjewitsch in einem Jagdhaus für Staatsgäste bei Wiskuli, im belarussischen Teil der [[Białowieża-Urwald|Belaweschskaja Puschtscha]] (deutsch: „Belowescher Heide“).&amp;lt;ref&amp;gt;Ivo Mijnssen: [https://www.nzz.ch/international/europa/25-jahre-ende-der-sowjetunion-der-verdraengte-akt-der-befreiung-ld.133265 &#039;&#039;Der verdrängte Akt der Befreiung. Das Abkommen von Belowesch versetzt der Sowjetunion vor einem Vierteljahrhundert den Todesstoss. In einem Jagdsitz im Urwald einigten sich die drei slawischen Bruderländer auf eine friedliche Trennung.&#039;&#039;] In: [[Neue Zürcher Zeitung]] vom 8. Dezember 2016, S. 4.&amp;lt;/ref&amp;gt; Dort unterzeichneten sie am 8. Dezember 1991 die [[Belowescher Vereinbarungen]] (auch &#039;&#039;Abkommen von Belowesch&#039;&#039; oder &#039;&#039;Vertrag von Minsk&#039;&#039;), mit denen die [[Gemeinschaft Unabhängiger Staaten]] gegründet und die Feststellung getroffen wurde, dass die Sowjetunion „ihre Existenz beendet“ habe.&amp;lt;ref&amp;gt;[[s:ru:Соглашение о создании Содружества Независимых Государств|&#039;&#039;Соглашение о создании Содружества Независимых Государств. 8 декабря 1991 г.&#039;&#039;]]. In: &#039;&#039;Государственный архив Российской Федерации. Ф. 10026. Оп. 4. Д. 1303. Л. 1-5.&#039;&#039; Abgerufen am 27. Dezember 2021.&amp;lt;/ref&amp;gt; Verfasser der Vereinbarungen war unter anderem [[Jegor Timurowitsch Gaidar|Jegor Gaidar]].&amp;lt;ref&amp;gt;[[Michael Thumann]]: [http://www.zeit.de/2016/51/sowjetunion-untergang-boris-jelzin-rekonstruktion/komplettansicht &#039;&#039;Prost! Auf den Untergang! Am 8. Dezember 1991 löste Boris Jelzin in einem abgelegenen Jagdpalais die Sowjetunion auf.&#039;&#039;] In: Die Zeit vom 8. Dezember 2016, S. 22.&amp;lt;/ref&amp;gt; Am 21. Dezember 1991 bestätigten weitere acht Sowjetrepubliken in der [[Erklärung von Alma-Ata (1991)|Erklärung von Alma-Ata]] die Belowescher Vereinbarungen und traten der GUS bei, die nun aus 11 von 15 Nachfolgestaaten bestand. Am 25. Dezember trat Gorbatschow zurück und ließ die sowjetische Flagge über dem Kreml einholen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 20. März 1992 wurden offiziell die neuen [[Belarussische Streitkräfte|Streitkräfte der Republik Belarus]] gebildet. Im April 1992 unterzeichnete Belarus als erster der Nachfolgestaaten der Sowjetunion die [[Charta von Paris]] der [[Konferenz über Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa]] (KSZE).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Belarus blieb auch nach der Unabhängigkeit von Rohstoff- und Energielieferungen aus Russland abhängig. Die weitere Verwendung des russischen bzw. sowjetischen Rubels als Währung wurde 1992 durch Russland unterbunden, indem es Belarus keine neuen Rubelscheine mehr zur Verfügung stellte. Belarus führte im Juni 1992 mit dem [[Belarussischer Rubel|Belarussischen Rubel]] eine eigene Währung ein. Danach kam es zu einer [[Inflation|Hyper-Inflation]] mit über 2200 Prozent. Staatspräsident Schuschkewitsch packte wirtschaftliche Reformen nur zögerlich an und konnte sich nicht gegen die bestehenden Einflüsse der Altkommunisten unter der Regierung von [[Wjatschaslau Kebitsch]] in der Wirtschaft durchsetzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 3. Februar 1993 hob das Parlament das im August 1991 verhängte Verbot der Kommunistischen Partei ([[Kommunistische Partei der Sowjetunion|KPdSU]]) mit 220 gegen 10 Stimmen wieder auf, allerdings blieb deren Eigentum im Staatsbesitz. Am 1. Juli 1993 scheiterte knapp ein [[Misstrauensvotum]] gegen den Parlamentspräsidenten Schuschkewitsch, da der Antrag wegen der fehlenden absoluten Mehrheit der Abgeordneten scheiterte, obwohl 166 von 204 Abgeordneten für eine Absetzung votierten. Am 29. Juli 1993 gewährte der [[Internationaler Währungsfonds|Internationale Währungsfonds]] (IWF) dem wirtschaftlich angeschlagenen Staat einen Kredit über 98 Millionen US-Dollar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 15. Januar 1994 besuchte US-Präsident [[Bill Clinton]] die Hauptstadt Minsk und sicherte Belarus weitere Finanzhilfen in Höhe von 101 Millionen US-Dollar zu, die zum vollständigen Abbau der auf belarussischen Territorium stationierten ehemaligen sowjetischen [[Interkontinentalrakete]]n beitragen sollten. Am 9. April 1994 trat Belarus dem Verteidigungsbündnis der GUS bei.&amp;lt;!-- ? Beleg ? --&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 26. Januar 1994 musste Parlamentspräsident Schuschkewitsch zurücktreten, da das von Kommunisten mehrheitlich besetzte Parlament ihn mit 209 gegen 36 Stimmen das Misstrauen aussprach. Als Nachfolger wurde am 28. Januar 1994 mit 183 gegen 51 Stimmen [[Metschyslau Hryb]] zum neuen Parlamentspräsidenten gewählt. Zugleich wurde Ministerpräsident Wjatschaslau Kebitsch mit 175 gegen 101 Stimmen im Amt bestätigt. Am 15. März 1994 wurde vom Parlament eine [[Verfassung der Republik Belarus|neue Verfassung]] beschlossen, die die Umwandlung in ein [[Präsidentielles Regierungssystem|Präsidialsystem]] umfasste.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;{{Anker|Herrschaft Aljaksandr Lukaschenkas}}Herrschaft Aljaksandr Lukaschenkas&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 20. Juli 1994 setzte sich [[Aljaksandr Lukaschenka]] nach einem von der [[Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa|OSZE]] und den [[Vereinigte Staaten|USA]] als fragwürdig eingestuften, von Korruptionsvorwürfen geprägten Wahlkampf gegen Schuschkewitsch und Kebitsch mit 44,8 Prozent der Stimmen im ersten Wahlgang durch und siegte in der Stichwahl gegen Kebitsch mit 80,3 Prozent der Stimmen. Am 20. Juli 1994 wurde Lukaschenka zum ersten Präsidenten des Landes gewählt. Neuer Ministerpräsident wurde der Bankier [[Michail Tschyhir]]. Lukaschenka ging sofort gegen die sich politisch und ökonomisch nach Westen orientierende Presse vor und prangerte wiederholt die Finanztransfers politischer Organisationen an befreundete Organisationen und Medien in Belarus an. Von zumeist westlichen [[Kritiker]]n wird er häufig wegen seines autoritären Regierungsstils und der rigiden Unterdrückung Oppositioneller als „der letzte [[Diktatur|Diktator]] [[Europa]]s“ bezeichnet. Lukaschenka strebte eine Wiedervereinigung mit Russland und der Ukraine an und erhoffte sich dadurch schnellere wirtschaftliche Erfolge. Bis 1997 blieben weiterhin 90 Prozent der Wirtschaft unter staatlicher Kontrolle.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit Russland wurden ab 1995 mehrere Staatsverträge zur engeren Verbundenheit unterzeichnet und auch das Ziel eines Staatenbundes zur [[Russisch-Belarussische Union|Russisch-Belarussischen Union]] umfasst, dessen Verwirklichung sich bisher&amp;lt;!-- ? Stand wann ? ---&amp;gt; auf eine [[Militärbündnis|Verteidigungsgemeinschaft]], eine [[Wirtschaftsunion|Wirtschaftsgemeinschaft]] und auf gemeinsame politische Konsultationen stützt. Für einen Kredit in Höhe von 25 Millionen Euro wurde mit Russland 1995 die Nutzung von militärischen Anlagen und Stützpunkten in Belarus abgeschlossen. Die aus der Sowjetunion verbliebenen 18 [[Interkontinentalrakete]]n vom Typ [[RS-12M]] wurden bis Ende 1996 an Russland zurückgegeben. &#039;&#039;Siehe: [[Belarussische Streitkräfte]]&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Juli 1995 wurden per Dekret des Präsidenten oppositionelle [[Presse in Belarus|Zeitungen und Zeitschriften]] und am 21. August 1995 unabhängige [[Gewerkschaft]]en verboten und in den Schulen und Universitäten wieder Lehrbücher mit kommunistisch geprägter Ideologie eingeführt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Innenpolitisch konnte Lukaschenka seine Macht weiter ausbauen und die Aushebelung der [[Gewaltenteilung]] forcieren. Gegen den Widerstand der Parlamentsmehrheit und gegen die Vermittlungsbemühungen des russischen Ministerpräsidenten [[Wiktor Stepanowitsch Tschernomyrdin]] hielt der Präsident am 24. November 1996 ein Volksreferendum ab, das ihm erheblichen Machtzuwachs zusprach, bis hin zur Ernennung von Richtern. Aus Protest trat der oberste Verfassungsrichter Tichinja von seinem Amt zurück.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Infolge von Menschenrechtsverstößen und Dissonanzen hinsichtlich einer marktwirtschaftlichen Öffnung des Landes verhängte die Administration der Europäischen Union für die belarussische Regierung 1997 ein Einreiseverbot.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den Jahren 1999 und 2000 fielen vier Regierungsgegner in Belarus dem [[Verschwindenlassen von Regierungsgegnern in Belarus (1999–2000)|Verschwindenlassen]] zum Opfer. Der [[Europarat]] machte belarussische Regierungsbeamte für die Entführungen und Ermordungen verantwortlich.&amp;lt;ref&amp;gt;{{CELEX|32016D0280|&#039;&#039;Beschluss (GASP) 2016/280 des Rates vom 25. Februar 2016 zur Änderung des Beschlusses 2012/642/GASP über restriktive Maßnahmen gegen Belarus&#039;&#039;|abruf=2020-09-07}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Amtsantritt des russischen Präsidenten [[Wladimir Wladimirowitsch Putin|Wladimir Putin]] kühlte sich zunächst das Klima zwischen Russland und Belarus ab. 2001 ließ er sich in einer vermutlich [[Verfassungswidrigkeit|verfassungswidrigen]] Abstimmung als Präsident bestätigen, obgleich seine erste Amtszeit abgelaufen war. Neben dem außenpolitischen Kontakt zu Russland gibt Lukaschenka (Stand 2011) den Beziehungen zu [[Nordkorea]], [[Venezuela]], zum [[Iran]], in den [[Sudan]] und in die [[Volksrepublik China]] (bis 2003 auch zum [[Irak]] und bis 2011 auch zu [[Libyen]]) Priorität.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Herbst 2005 unternahmen Russland und Belarus nochmals Anstrengungen zur Integration einiger ex-sowjetischer Teilrepubliken und zu gemeinsamen Verfassungsakten. Neben der bereits existierenden interparlamentarischen Versammlung und einem Gremium von Regierungsvertretern wurde ein geringes länderübergreifendes Budget vereinbart. Auch ein [[Zollabkommen]], wonach russische Beamte an der [[Grenze zwischen Belarus und Polen|belarussisch-polnischen Grenze]] kontrollieren dürfen, trat in Kraft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Minsk opposition meeting after presidental election 2.JPG|mini|Protestkundgebung vom 21. März 2006]]&lt;br /&gt;
Vor der [[Präsidentschaftswahl in Belarus 2006|Präsidentschaftswahl am 19. März 2006]] verschärfte Lukaschenka sein Vorgehen gegen Kritiker. Belarussische und russische Politiker sowie Intellektuelle haben wiederholt die finanziellen Unterstützungen marktwirtschaftsorientierter Politiker seitens EU-Organisationen kritisiert. Er gewann die Wahl mit 82,6 Prozent der Stimmen und trat seine dritte Amtszeit an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 18. Mai 2006 beschloss die [[Europäische Union]], die Konten von Präsident Lukaschenka und 35 weiteren Regierungsbeamten einzufrieren. Am 19. Juni 2006 verschärften auch die USA ihre Sanktionen gegen die Regierung und ließen angeblich auf amerikanischen Banken im In- und Ausland gelagertes Vermögen des Präsidenten sowie neun weiterer Personen seiner Regierung einfrieren. Lukaschenka selbst gab in einem Interview mit der [[Berliner Morgenpost]] an, „nichts gestohlen [und] keine Konten bei ausländischen Banken“ zu haben.&amp;lt;ref&amp;gt;Berliner Morgenpost: {{Webarchiv |url=http://www.morgenpost.de/content/2007/01/25/politik/878836.html |text=&#039;&#039;„In Russland spielt sich eine Komödie ab“&#039;&#039; |wayback=20070930190326}}, 25. Januar 2007.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im November 2007 wurde in Belarus die politische Vereinigung &#039;&#039;[[Belaja Rus]]&#039;&#039; gegründet. Sie soll nach dem Vorbild der russischen Präsidentenpartei &#039;&#039;[[Einiges Russland]]&#039;&#039; als Massenpartei die Politik Lukaschenkas unterstützen und ihm bei Bedarf die Möglichkeit bieten, Massenkundgebungen zu seiner Unterstützung zu mobilisieren.&amp;lt;ref&amp;gt;NZZ Online: [https://web.archive.org/web/20071224094627/http://www.nzz.ch/nachrichten/international/lukaschenko_konsolidiert_seine_macht_1.586634.html &#039;&#039;Lukaschenko konsolidiert seine Macht&#039;&#039;], 19. November 2007.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Opposition gewann weder bei der [[Parlamentswahl in Belarus 2008|Parlamentswahl im September 2008]] noch bei der [[Parlamentswahl in Belarus 2012|Wahl im September 2012]] einen Sitz im [[Repräsentantenhaus (Belarus)|Parlament]]. Erst bei der [[Parlamentswahl in Belarus 2016|Wahl im September 2016]] konnten zwei Kandidatinnen der Opposition in das Parlament einziehen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://www.dw.com/de/opposition-in-wei%C3%9Frussland-gewinnt-%C3%BCberraschend-parlamentssitz/a-19544021 |titel=Opposition in Weißrussland gewinnt überraschend Parlamentssitz |hrsg=Deutsche Welle |datum=2016-09-12 |abruf=2017-06-09}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Zuge der [[Präsidentschaftswahl in Belarus 2010]] kam es zu einer Massenkundgebung am [[Unabhängigkeitsplatz (Minsk)|Unabhängigkeitsplatz]] in [[Minsk]], die gewaltsam niedergeschlagen wurde.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv |url=http://human-rights-belarus.org/wp/eng/2010/12/19/report-on-the-demonstration-in-minsk-in-the-evening-of-december-19-2010/ |text=&#039;&#039;Report on the demonstration in Minsk in the evening of the Belarusian presidential elections, December 19, 2010&#039;&#039; |wayback=20171224213918}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:2020 Belarusian protests — Minsk, 16 August p0038.jpg|mini|Demonstration gegen Wahlfälschung am 16. August 2020 in [[Minsk]]]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der [[Präsidentschaftswahl in Belarus 2020]], bei der unabhängige Beobachter zahlreiche Fälle von Wahlfälschung dokumentieren konnten, kam es zu landesweiten [[Proteste in Belarus ab 2020|Massenprotesten]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.zeitschrift-osteuropa.de/blog/wahlfaelschung-in-belarus/ |titel=Wahlfälschung in Belarus |hrsg=Zeitschrift Osteuropa |abruf=2021-10-09}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Nach der Wahl waren Demonstranten repressiven polizeilichen und behördlichen Maßnahmen ausgesetzt. Bei den täglichen Protesten wurden über 33.000&amp;amp;nbsp;Menschen festgenommen,&amp;lt;ref name=&amp;quot;spring2020&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |autor=[[Wjasna]] |url=http://spring96.org/en/news/101223 |titel=Human Rights Situation in Belarus in 2020. Analytical Review by Viasna |sprache=en |abruf=2021-01-08}}&amp;lt;/ref&amp;gt; und über 250 verletzt (darunter auch Kinder).&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=TUT.BY |url=https://news.tut.by/society/696410.html |titel=Милиция проводит проверку из-за травмирования 5-летней девочки в Гродно во время акции протеста |sprache=ru |abruf=2020-08-13 |archiv-url=https://web.archive.org/web/20200817012550/https://news.tut.by/society/696410.html |archiv-datum=2020-08-17 |offline=ja |archiv-bot=2023-05-12 15:59:56 InternetArchiveBot }}&amp;lt;/ref&amp;gt; Es wurde von vielfachen Festnahmen, massiver Gewalt und Folterungen, insbesondere im [[Minsk]]er Gefängnis [[Okrestina]], berichtet.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Deutsche Welle (www.dw.com) |url=https://www.dw.com/de/nach-der-haft-hilfe-f%C3%BCr-gewaltopfer-in-belarus/av-54640774 |titel=Nach der Haft: Hilfe für Gewaltopfer in Belarus |hrsg=DW |datum=2020-08-20 |abruf=2020-08-23}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Das Büro des [[Hoher Kommissar der Vereinten Nationen für Menschenrechte|Hohen Kommissars der Vereinten Nationen für Menschenrechte]] sprach davon, dass man Berichte von über 450 dokumentierten Fällen von Folter und Misshandlungen seit dem Tag der Präsidentschaftswahl erhalten habe. Dazu zählten auch sexueller Missbrauch und Vergewaltigung.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.ohchr.org/EN/NewsEvents/Pages/DisplayNews.aspx?NewsID=26199&amp;amp;LangID=E |titel=UN human rights experts: Belarus must stop torturing protesters and prevent enforced disappearances |werk=ohcr.org |datum=2020-09-01 |sprache=en |abruf=2020-09-01}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Zwei Demonstranten wurden erschossen, einer verstarb aufgrund unterlassener medizinischer Hilfeleistung in Haft und [[Raman Bandarenka|einer]] wurde zu Tode geprügelt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;spring2020&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Der Spiegel |url=https://www.spiegel.de/politik/deutschland/belarus-freigelassene-demonstranten-berichten-von-misshandlungen-a-2243f956-6544-4759-8739-cea4adfc3652 |titel=Belarus: Freigelassene Demonstranten berichten von Misshandlungen |abruf=2020-08-14}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Christina Hebel, Alexander Chernyshev |url=https://www.spiegel.de/politik/ausland/belarus-und-die-proteste-warum-die-menschen-auf-die-strassen-gehen-a-82803cd7-cf98-4149-89d1-0aa36b89bfa4 |titel=Belarus und die Proteste: Warum die Menschen auf die Straßen gehen |abruf=2020-08-13}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=[[Belsat]] |url=https://belsat.eu/en/news/unprecedented-number-nearly-12k-detainees-since-election-day-in-belarus/ |titel=Unprecedented number: Nearly 12K detainees since election day in Belarus |sprache=en |abruf=2020-08-19}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Polizei schoss teilweise mit scharfer Munition auf Demonstranten.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Der Spiegel |url=https://www.spiegel.de/politik/ausland/belarus-festgenommener-demonstrant-stirbt-in-polizeigewahrsam-a-c3d21cdc-2f1b-403d-8a88-b884eed001d3 |titel=Belarus: Demonstrant stirbt in Polizeigewahrsam |abruf=2024-07-27}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Bis heute wurde kein einziges Strafverfahren gegen die Handlungen der Sicherheitskräfte eröffnet.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Cite web|url=https://www.dw.com/uk/chomu-v-bilorusi-dosi-nemaie-kryminalnykh-sprav-pro-katuvannia-protestuvalnykiv/a-56330398|title=Чому в Білорусі досі немає кримінальних справ про катування протестувальників|date=2021-01-24|accessdate=2021-04-20|last=Олександровська|first=Богдана|publisher=[[Deutsche Welle]]|language=uk|archiveurl=https://web.archive.org/web/20210225205313/https://www.dw.com/uk/chomu-v-bilorusi-dosi-nemaie-kryminalnykh-sprav-pro-katuvannia-protestuvalnykiv/a-56330398|archivedate=2021-02-25|url-status=live|website=}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Сяргей Пульша |Titel=Дзесяць гадоў прайшло, а пытанні застаюцца |Sammelwerk=[[Nowy Tschas]] |Band=15 |Nummer=723 |Datum=2021-04-16 |Seiten=4 |Sprache=be |Zitat=Андрэй Швед – той самы, які 9 верасня 2020-га быў прызначаны генеральным пракурорам Беларусі, і пры якім не заведзена ніводнай урымінальнай справы на бязмежжа сіловікоў пасля выбарчай кампаніі.}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Cite web|url=https://www.wienerzeitung.at/nachrichten/politik/europa/2100411-Kafka-in-Minsk-Lukaschenkos-Saeuberungen.html|title=Weißrussland – Kafka in Minsk: Lukaschenkos Säuberungen|date=2021-04-15|accessdate=2021-05-08|last=Brunner|first=Simone|publisher=[[Wiener Zeitung]]|language=de|archiveurl=https://web.archive.org/web/20210508150704/https://www.wienerzeitung.at/nachrichten/politik/europa/2100411-Kafka-in-Minsk-Lukaschenkos-Saeuberungen.html|archivedate=2021-05-08|url-status=live|website=}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 23. Mai 2021 wurde der [[Ryanair-Flug 4978]] von [[Athen]] nach [[Vilnius]] zur Landung [[Nationaler Flughafen Minsk|in Minsk]] umgeleitet aufgrund einer erfundenen Bombendrohung. Der an Bord befindliche belarussische Journalist [[Raman Pratassewitsch]] und seine Freundin [[Sofja Andrejewna Sapega|Sofia Sapega]] wurden festgenommen. Zahlreiche Staaten haben dies [[Ryanair-Flug 4978#Reaktionen|scharf kritisiert und Sanktionen gegen Belarus verhängt]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beim [[Russischer Überfall auf die Ukraine 2022|russischen Überfall auf die Ukraine]] am 24. Februar 2022 stellte Lukaschenka das belarussische Staatsgebiet für den russischen Aufmarsch zur Verfügung. Am 27. Februar gab er zu, dass russische Truppen „zwei“ Raketen von Belarus aus abgefeuert hätten.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.allgaeuer-zeitung.de/welt/politik/belarus-koennte-ab-heute-fuer-russland-in-krieg-eingreifen_arid-387853 |titel=Belarus könnte ab heute für Russland in Krieg eingreifen |werk=allgaeuer-zeitung.de |datum=2022-02-28 |abruf=2022-02-28 |archiv-url=https://web.archive.org/web/20220228162900/https://www.allgaeuer-zeitung.de/welt/politik/belarus-koennte-ab-heute-fuer-russland-in-krieg-eingreifen_arid-387853 |archiv-datum=2022-02-28 |offline=ja |archiv-bot=2022-11-07 23:35:59 InternetArchiveBot }}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|Belarus und der russische Überfall auf die Ukraine}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Anastasia Antipova: &#039;&#039;Die nationalsozialistische Sprachpolitik im besetzten Weißrußland 1941–1944&#039;&#039; (Linguistik international, Bd. 41). Peter Lang, Berlin usw. 2018, ISBN 978-3-631-74722-3&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Dietrich Beyrau]], [[Rainer Lindner]]: &#039;&#039;Handbuch der Geschichte Weißrußlands.&#039;&#039; Vandenhoeck &amp;amp; Ruprecht Göttingen 2001, ISBN 3-525-36255-2.&lt;br /&gt;
* [[Thomas M. Bohn]], Rayk Einax, Julian Mühlbauer (Hrsg.): &#039;&#039;Bunte Flecken in Weißrussland. Erinnerungsorte zwischen polnisch-litauischer Union und russisch-sowjetischem Imperium&#039;&#039;. Harrassowitz Wiesbaden 2013, ISBN 978-3-447-10067-0&lt;br /&gt;
* [[Thomas M. Bohn]], Victor Shadurski (Hrsg.): &#039;&#039;Ein weißer Fleck in Europa … Die Imagination der Belarus als Kontaktzone zwischen Ost und West&#039;&#039;. Transcript, Bielefeld 2011, ISBN 978-3-8376-1897-6.&lt;br /&gt;
* [[Thomas M. Bohn]]: Weißrussland oder Belarus? Die Weiße Ruß in Historiographie und Kartographie. Harrassowitz, Wiesbaden 2025, ISBN 978-3-447-12380-8&lt;br /&gt;
* [[Bernhard Chiari]]: &#039;&#039;Alltag hinter der Front. Besetzung, Kollaboration und Widerstand in Weißrußland 1941–1944&#039;&#039;. Droste, Düsseldorf 1998, ISBN 3-7700-1607-6, (= &#039;&#039;Schriften des Bundesarchivs&#039;&#039;, Band 53, zugleich [[Dissertation]] an der [[Universität Tübingen]] 1997 unter dem Titel: &#039;&#039;Deutsche Besatzungsherrschaft in Weißrussland 1941–1944&#039;&#039;).&lt;br /&gt;
* [[Christian Gerlach (Historiker)|Christian Gerlach]]: &#039;&#039;Kalkulierte Morde. Die deutsche Wirtschafts- und Vernichtungspolitik in Weißrußland 1941 bis 1944.&#039;&#039; Hamburger Edition, Hamburg 2000, ISBN 3-930908-63-8.&lt;br /&gt;
* [[Bert Hoppe]], Imke Hansen, Martin Holler (Bearb.): &#039;&#039;Die Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden durch das nationalsozialistische Deutschland 1933–1945&#039;&#039;, Band 8: &#039;&#039;Sowjetunion mit annektierten Gebieten&#039;&#039;, Teil 2: &#039;&#039;Generalkommissariat Weißruthenien und Reichskommissariat Ukraine&#039;&#039;. De Gruyter Oldenbourg, Berlin 2015, ISBN 978-3-486-78119-9.&lt;br /&gt;
* Lizaveta Kasmach: &#039;&#039;Forgotten occupation: Germans and Belarusians in the lands of Ober Ost (1915–17)&#039;&#039;. In: &#039;&#039;Canadian Slavonic Papers&#039;&#039;, Bd. 58 (2017), S. 321–340.&lt;br /&gt;
* [[Bogdan Musiał]]: &#039;&#039;Sowjetische Partisanen in Weißrußland.&#039;&#039; Oldenbourg, München 2004, ISBN 3-486-64588-9.&lt;br /&gt;
* Babette Quinkert: &#039;&#039;Propaganda und Terror in Weißrußland 1941–1944: Die deutsche „geistige“ Kriegführung gegen Zivilbevölkerung und Partisanen.&#039;&#039; Schöningh, Paderborn 2008, ISBN 3-506-76596-5.&lt;br /&gt;
* Uladzimir Sakaloŭski: &#039;&#039;Weißrußland und Deutschland. Geistes- und Kulturbeziehungen zwischen 1914 und 1941&#039;&#039;. Band 1: &#039;&#039;Bibliographie&#039;&#039;. Böhlau, Köln 2000, ISBN 3-412-11299-2 (weitere Bände bis 2018 nicht erschienen).&lt;br /&gt;
* [[Manfred Sapper]], Volker Weichsel (Hrsg.): &#039;&#039;Gewalt statt Macht. Belarus: Repression, Schikane, Terror.&#039;&#039; Berlin 2020 (Themenheft der Zeitschrift [[Osteuropa (Zeitschrift)|&#039;&#039;Osteuropa&#039;&#039;]], 10–11/2020), ISBN 978-3-8305-5021-1.&lt;br /&gt;
* Diana Siebert: &#039;&#039;Bäuerliche Alltagsstrategien in der Belarussischen SSR (1921–1941). Die Zerstörung patriarchalischer Familienwirtschaft&#039;&#039; Stuttgart 1998, ISBN 978-3-515-07263-2.&lt;br /&gt;
* Diana Siebert: &#039;&#039;Herrschaftstechniken im Sumpf und ihre Reichweiten. Landschaftsinterventionen und Social Engineering in Polesien von 1914 bis 1941&#039;&#039;. Harrassowitz Verlag, Wiesbaden, 2019, ISBN 978-3-447-11229-1&lt;br /&gt;
* Leonid Smilovitsky: &#039;&#039;Holocaust in Belorussia 1941–1944.&#039;&#039; [http://www.jewishgen.org/yizkor/belarus/belarus.html Engl. Fass. von] &#039;&#039;Katastrofia Evreev v Belorusii 1941–1944.&#039;&#039; Biblioteka Motveya Chernogo, Tel Aviv 2000.&lt;br /&gt;
* [[Timothy Snyder]]: &#039;&#039;Bloodlands: Europa zwischen Hitler und Stalin.&#039;&#039; Beck, München 2011, ISBN 978-3-406-62184-0.&lt;br /&gt;
* Heinz Timmermann: &#039;&#039;Belarus. Eine Diktatur im Herzen Europas?&#039;&#039; [[Bundesinstitut für ostwissenschaftliche und internationale Studien]], Köln 1997.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|History of Belarus|Geschichte von Belarus}}&lt;br /&gt;
* [https://ome-lexikon.uni-oldenburg.de/laender/weissrussland/ &#039;&#039;Ländereintrag im Online-Lexikon zur Kultur und Geschichte der Deutschen im östlichen Europa&#039;&#039;]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Geschichte nach Staat/Europa}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Belarussische Geschichte| ]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>2A02:908:C71:7840:59DF:FA08:5D9D:67FB</name></author>
	</entry>
</feed>